Montag, 24. November 2014

Sonntag, 16. November 2014

Wahlverfahren und taktisches Wählen

Die Frage 

Letztens fragte mich eine Person aus dem persönlichen Umfeld: stell' Dir vor, es gibt eine Wahl mit einem eher ungewöhnlichen Verfahren: Es gilt ein Gremium zu besetzen, bei dem es viel mehr Kandidaten als Plätze gibt, sagen wir mal 29 Kandidaten und 9 Plätze in drei verschiedenen Funktionen. Das Verfahren läuft so, dass man so viele Stimmen wie Kandidaten hat (insgesamt also 29 Stimmen), aber pro Kandidat nur eine Stimme vergeben kann. In einer Funktion kommt erschwerend hinzu, dass die jeweiligen Kanidaten mindestens 50% der Stimmen benötigen. Wie stimme ich denn jetzt geschickt ab?

Horn Head - One sheep nursing two lambs - geograph.org.uk - 1181912
Der einfachste Fall: zwei Kandidaten, zwei Plätze. Bild: Sue Mischyshyn [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons
 
Grundsätzliche Erwägungen

Grundsätzlich gibt es für den taktischen Wähler zwei verschiedene Vorgehensweisen bei einem solchen Verfahren:

(1) Es gibt bestimmte Personen, die unbedingt gewählt werden sollen.

(2) Es gibt bestimmte Personen, die unbedingt nicht gewählt werden sollen.

Und eigentlich ist der Umgang damit ganz einfach: (1) wähle nur diese Personen, (2) wähle aller außer diesen Personen.

Realistisch ist wohl, dass die meisten Abstimmenden mindestens drei Präferenzen haben: Kandidaten, die sie wirklich gut finden (A), Kandidaten mit denen sie im Fall der Wahl leben könnten (B) und Kandidaten, die sie gar nicht wollen (C). Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden grundsätzlichen Vorgehensweisen, sind die B's. Wenn einem wichtiger ist, dass die As wirklich ins Gremium kommen, sollte man die Bs nicht wählen. Ist es wichtiger, dass die Cs NICHT ins Gremium kommen, sollte man die Bs wählen.

Deshalb zwei Beispiele mit kleinen Zahlen.

Beispiel 1: Mein bester Freund und ich sind wahlberechtigt. Es gibt zwei Plätze und ohne unsere Stimmen sieht es so aus:

A - 9 Stimmen
B - 10 Stimmen
C - 12 Stimmen

Geben wir nun beide unsere Stimmen nur für A ab, ist das Endergebnis folgendes:

A - 11 Stimmen
B - 10 Stimmen
C - 12 Stimmen.

A ist gewählt, C aber auch.

Geben wir unsere Stimmen für A und B ab, weil C schlimm ist, sind das Ergebnis so aus:

A - 11 Stimmen
B - 12 Stimmen
C - 12 Stimmen

A ist leider nicht gewählt, C immer noch.

Zweites Beispiel, etwas andere Ausgangssituation. Wieder mein Freund und ich und zwei Plätze:

Ausgangslage:

A - 11 Stimmen
B - 10 Stimmen
C - 11 Stimmen

Geben wir unsere Stimmen nur für A ab, weil wir sicher gehen wollen, lautet das Endergebnis:

A - 13 Stimmen
B - 10 Stimmen
C - 11 Stimmen.

A ist gewählt, C aber auch.

Ist uns C-bleibt-draußen wichtiger, stimmen wir für A und B ab. Ergebnis:

A - 13 Stimmen
B - 12 Stimmen
C - 11 Stimmen.

A ist gewählt und C draußen.

Bei der nur-A-Wahl besteht das Risiko, C mitzunehmen, bei der A-und-B-Wahl besteht das Risiko, dass B am Ende A den Platz wegnimmt.

Zur Abwägungsfrage gehört also einmal die Einschätzung, welches der beiden Beispielszenarien realistischer ist: also besteht eher die Gefahr, A ausversehen rauszuwählen oder eher die Gefahr, C ausversehen reinzuwählen? Und es gehört zur Stimmabgabe natürlich die persönliche Einschätzung, welches der beiden Ziele einem persönlich wichtiger ist: A rein oder C raus? Meine persönliche Präferenz ist ja, dass ich tendenziell immer eher für jenand oder etwas bin als gegen jemand oder etwas, aber das mögen andere anders sehen

Konkreter

Vorgestellt an einem konkreten Beispiel. Nehmen wir an, es gäbe drei Wahlgänge. Einer mit 6 Kandidaten für zwei Plätze, einer mit 3 Kandidaten für einen Platz und einer mit 22 Kandidaten für 6 Plätze.

Die Chancen, dass Wunschkandidat A gewählt wird, Anti-Kandidat C einen Platz bekommt. Sind also:

bei 2/7 = 29 %
bei 1/3 = 33 %
bei 6/22 = 27% (plus: Kandidat muss mindestens 50% der Stimmen haben).

Im Fall 6/22 ist die Auswahl eines Szenarios also vergleichsweise einfach. Die Chance, dass A oder C gewählt werden, ist ziemlich klein. Effektiver ist es vermutlich, die Energien darauf zu konzentrieren, nur A zu wählen und C einfach C sein zu lassen. Also: nur A wählen.

Im Falle 2/7 sind die Chancen eines Kandidaten jeweils etwas besser, aber immer noch gering. Wenn es hier nicht wirklich starke Einwände gegen einen C gibt, empfiehlt sich auch hier die Variante A-only.

Am ehesten für eine Abstimmung A-und-B spricht das Szenario 1/3. Aber selbst hier: bei nur 33% ohne klaren Favoritenstatus ist das Risiko größer den Wunschkandidat rauszuwählen als das Risiko, den Nicht-Wunsch-Kandidat reinzuwählen. Also vermutlich immer noch: nur A wählen.






Montag, 10. November 2014

Tools für Communitymanagement

Mal wieder ein Blogpost als Merkzettel. Gesammelt auf diversen Vorträgen/Webseiten:

Addvocate - Viel-Personen-Social-Media CMS

Asana - Projektmangement

Buffer - Social Media Accounts benutzen und manager

Canva - Design simpel

CloudApp - einfach teilen

Desk - Ticket System

Droplr - Dropbox in business

Evernote - PM-Software

Hootsuite - Social Media Allrounder

IFTTT - Automatisiert das Web

Jobeeper - Alert für offene Stellen

Launchrock - "leere Website" mit "hier entsteht was" und diversen Tools. Wenn man was neu machen will.

Mailchimp: für Newsletter/Spam

Mention - Social Media Monitoring

Over - Bildverschönerung

Riffle - Social Networks für Bücher

Slack - siehe Asana/Trello

Skitch - Social Media Bildbearbeitung

SocialOomph - Social Media alles mögliche

SproutSocial - Social Media Allrounder

Squarespace - Websites selber machen/ Wordpress in einfach

Swayy - Findet interessanten Content, den man verteilen kann

Trello - Projektmanagement

visual.ly - Infographiken

Und wo ich gerade dabei bin: The Community Manager Manifesto.

Samstag, 1. November 2014

Samstag, 25. Oktober 2014

#ccb14 - Stuff I learned

Kontext: http://communitycamp.mixxt.de/

* Foren sind nicht tot. Eher im Gegenteil. Sie wachsen fröhlich weiter.
* "Der Mann zwischen 30 und 60, Je unerfüllter sein Leben auf Google aussieht desto netter sollte man sein."
* "Seitdem wir >>Penetranz<< als Sperrgrund eingeführt haben, hat sich das Community-Klima deutlich verbessert."
* Poppen.de möchte in der Mitte der Gesellschaft ankommen.
* Kaufmich.de möchte das noch nicht.
* Sessions zu Facebook-Gewinnspielen - seriously?
* Die Gute-Frage-net-Trolle sind unterhaltsamer als die Wikipedia-Auskunfts-Trolle
* Es gibt eine riesige Diabetes-Community im Netz und ihre Macher sind total nett.
* Sowieso: krass hoher Flauschfaktor.
* Neid: der BVCM (Bundesverband Community-Management) braucht nur 2 Stunden für eine MV. Aber okay, da sind ja auch leuter designierte nette ausgleichende Menschen Mitglied. 
* Was Bosch und Telekom intern mit Community machen klingt echt spannend.
* Mein Verständnis von "quality content" unterscheidet sich anscheinend vom Verständnis anderer Leute.
* Mit einer Session, die sich im Wesentlichen mit Impressumspflicht und Cookie-Hinweis beschäftigt kann man den größten Raum locker überfüllen.
* "Habt ihr Zahlen?" - "Ja". "Dürft ihr sie sagen?" - "Nein."
* Es ausdifferenziert sich zwischen Social-Media-Krams, Communitymanagement (extern) und Communitymanagement (intern)
* Man kann Buletten mit Rahmsauce servieren.
* Der langsamste Fahrstuhl Berlins ist in Charlottenburg.
* Communitymanagement-Outsourcing ist ein Thema.
* Bei lauschig/launigen Sessions macht sich ein Lagerfeuer-Dauerschleifen-Video gut als Hintergrund.
* Firmensitz Barcelona. "Es gibt Internet und ist sehr schön da."
* Bosch hat tolle Wimmelbilder.

Sonntag, 31. August 2014

#fsa14 - Bilders

Fsa14 safety snowden 30.08.2014 14-48-07 By Dirk Ingo Franke, CC-BY-SA-4.0, via Wikimedia Commons

Fsa14 poster 30.08.2014 14-57-58 By Dirk Ingo Franke, CC-BY-SA-4.0, via Wikimedia Commons

Fsa14 anke domscheit-berg 30.08.2014 14-47-23
By Rebecca Cotton, CC-BY-SA-4.0, via Wikimedia Commons

Fsa14 annegret falter 30.08.2014 15-13-32 By Dirk Ingo Franke, CC-BY-SA-4.0, via Wikimedia Commons

Fsa14 jacob appelbaum 30.08.2014 15-34-12 By Dirk Ingo Franke, CC-BY-SA-4.0, via Wikimedia Commons

Suchbild wo ist Dirk?
-FsA14 - Freiheit statt Angst 067 (15084683242) (2) By Markus Winkler (#FsA14 - Freiheit statt Angst 067), CC-BY-SA-2.0, via Wikimedia Commons

Montag, 18. August 2014

Openness and Control (#paidediting)

Kleiner Hinweis in eigener Sache:



Openness and control

Preliminary project report "Grenzen der Bezahlung."
 

Samstag, 16. August 2014

hmmm.. #mediaviewer

Had a discussion with some people about "what the future will bring for Wikipedia" at Wikimania on Friday. Was reminded of my presentation last year "Wikipedia in 2022". That was me in 2013 (and to avoid misunderstandings that's neither a plan nor my goal, just a prediction):

 "Not anymore. Today your phone, car, house, social network, newspaper and doormat give you information you desire. The freezer still does not order the milk by itself, but it is able to sing the best quotes about milk, taken from Wikiquote. Or theses appliances give you some information you maybe desire. ... But why should one visit this large, confusing website to get some information that is badly targeted as well. The Wikimedia Foundation and some of the bigger chapters tried between 2014 and 2018 to develop these apps and software themselves. But still they were way too slow. Can you imagine? They actually tried to include the community in the process. It was a process that was as undemocratic as it was slow and ineffective. The Wikimedia efforts were much too concerned with preserving Wikipedia the way it was. No real change is possible when involving a community. Their attempts never took off. It couldn’t be really successful. So the race was made by more ruthless and more effective competition." 

http://blog.wikimedia.org/2013/10/03/the-hidden-wikipedia-a-view-from-2022/


And by the way: it's not people messing up right now. It's structure that's not really working.

Montag, 9. Juni 2014

Zur Nacht: Baby Got Back

Sir Mix-A-Lot und das Seattly Symphony Orchestra.




via

Sonntag, 8. Juni 2014

Das Wikiversum ist international

Aus dem Anmeldeformular für @WeAreWikipedia:



Und wo ich dabei bin: @WeAreWikipedia ist super. Ein Twitter-Account, der einmal die Woche an je einen anderen Wikipedianer geht, und der dann news und wichtiges und unwichtiges und instruktives aus der heimischen Wikipedia posten kann. Man kriegt echt schnell einen Einblick darin, wie weit die Wikiwelt ist - also falls noch jemand anderes aus dem de-wp-Bereich möchte: ran an das Ding.

Samstag, 7. Juni 2014

Weil Wochenende ist und die Sonne scheint: Sinnsprüche

Hambledon Hill Sheep.jpg
"Hambledon Hill Sheep" by John from Wareham, Dorset, England - Hambledon Hill Sheep. Licensed under CC BY 2.0 via Wikimedia Commons.

Weil Wochenende ist, die Sonne scheint und ich hitzebedingt in der Ecke hänge, gebe ich mal meiner Schwäche für Sinnsprüche nach, bin entsetzt, dass ich Maya Angelou erst zu spät entdeckt habe, und werfe mal mit weisen Worten um mich:

“If you don’t like something, change it. If you can’t change it, change your attitude. Don’t complain.”

und

“I’ve learned that people will forget what you said, people will forget what you did, but people will never forget how you made them feel.”

Via (und mehr) hier

Und jetzt bin ich dankbar für einen echten Lesetipp zu Maya Angelou. Und für Hinweise, wo das "forget"-Zitat tatsächlich herkommt.

Montag, 2. Juni 2014

Sonntag, 1. Juni 2014

Zum Wochenende: Pick-Up-Trucks

Hach, so waren Teile meiner Jugend. Weder Musik noch Menschen noch Autos scheinen sich seitdem stark gewandelt zu haben. Nur das Football-Team ist das falsche.




Sonntag, 18. Mai 2014

On my way to my date with Miss Piggy

Darum mag ich Berlin: es gibt Sonntagmittag-Kinovorführungen des Muppet-Films in Originalsprache. Miss Piggy, I'll be there for you!

Fashion gloves1.jpg
Fashion gloves1“ von Mary Harrsch from Springfield, Oregon, USA - Delicate ladies accessories for a night on the town.JPG. Lizenziert unter CC BY-SA 2.0 über Wikimedia Commons.

Donnerstag, 1. Mai 2014

Sonntag, 27. April 2014

Samstag, 26. April 2014

Darummagichberlin (XXXHJLUIH)

Menschen im Stadtbad Wilmersdorf, deren Schwimmstil wild zwischen "Delphin" und "ertrinkender Hund" hin- und herchangiert.