Freitag, 18. Juni 2021

Kein Freibad über 25 Grad!

Berlin empört sich! Es ist schwierig an Freibadkarten zu kommen. Temperaturen über 30 Grad und Seuchen-Beschränkungen limitieren die Karten. In den ebenso wie beliebten wie langweiligen Bädern wie dem Prinzenbad sind die Onlinekarten wenige Sekunden nach Kassenöffnung ausverkauft. 

Dabei kenne ich kein einziges Berliner Freibad, das bei 25 Grad oder mehr besuchenswert wäre. Gehen im Slalom um Leute herum, schwimmen, eher paddeln, im Quetschslalom um Leute herum. Immer in der Hoffnung nicht von einem Beckenrand-Sprung-Artisten einen Fußtritt in die Wirbelsäule zu kommen. Während einem permenant kleine Kinder in die Ohren brüllen. 

 Es gibt keinen Grund, bei 25 Grad in ein Berliner Freibad zu gehen - außer bei verknappten Corona-Kartenkontingenten. Nicht alles ist schlecht an der Seuche. Langfristig ist das beim Klimawandel natürlich keine Strategie. Die Stadt braucht mehr Freibäder. Wegen des Co2 gerne auch weniger oder gar nicht beheizt.

Ostseestrand Grömitz

 

Ich nutze derweil die persönliche Flucht an See oder Meer - wo es zumindest im Wasser bei jedem Wetter Ruhe und Platz gibt. Zum Beipiel das Museum der alten Bundesrepubli, nach Grömitz an der Ostsee. Ich bloggte darüber.

Freitag, 4. Juni 2021

Das Blöken der Lämmer

Letzte Woche besuchte ich meine Zahnärztin. Das Ereignis war wenig angenehm, aber sonst unspektakulär. Bis ich am Kleistpark stand und auf den Bus wartete. Ich betrachtete versonnen die ehemalige BVG-Hauptverwaltung, noch ehemaliger seit 1939 Verwaltungsgebäude für die Verwaltung der Reichsautobahn. Ein leichter Sonnenschein versuchte mich aus dem Halbschlaf zu kitzeln. Etwas entfernt, mir den Rücken zugewandt stand eine vermutlich ältere und kleinere Frau mit mehreren Taschen.


Bis drei Jungs auf diesen modernen Elektrotretrollern vorbei fuhren, die Frau auf den breiten Gehwegen in zwei bis drei Metern Abstand passierten. Die Frau begann zu schreien, ein Geräusch aus Autosirene und "man nimmt mir gerade die Kinder weg", etwa 20 Sekunden. Dann legte sie sich hin. Sie streckte die Beine aus, stützte sich auf den Händen ab, begab sich in Seitenlage, eine Tasche unter dem Kopf, und schrie im selben Tonfall und derselben Stimmlage weiter.
 

Nachdem sich die Passanten vom Schock erholt hatten, fragte sie ein Mann, ob sie einen Arzt braucht oder er helfen kann. Sie sagte heftig "Nein" und verstummte kurz. Sie stand auf, und wartete weiter auf den Bus.
 

Ganz anders ist es in Hedwigenkoog in Dithmarschen. Schon allein, weil man dort halbe Tage auf den Bus warten müsste. Auch ist das einzige laute Geräusch das Blöken der Lämmer. Nur Großbauten aus dem Jahren 1938/1939 gibt es ebenso wie am Kleistpark. Vor allem aber liegt neben Hedwigenkoog die Nordsee. In der ich badete. Und darüber bloggte: Nordsee-Baden in Hedwigenkoog/ Westerkoog.