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Dienstag, 20. September 2022

22-09-20 Badebike

Die luftverlierende Hüpfburg meiner selbst sank gestern weiter in sich zusammen. Glücklicherweise führten Nachtschlaf und ein angenehmer Morgen dazu, wieder auf die Beine zu kommen - jetzt auch wieder mit einem auf die Dauer gesünderen Adrenalin-Anteil im Blut.

Nachdem Madame aufgebrochen war, um sich über die EDV-Ausbildung der DDR informieren zu lassen, begann ich mit gemütlicher Haushaltsarbeit. Einen Stapel mit sehr alten Papieren aufstöbern (Telefonrechnung von 2012, irgendjemand? Brauche ich Strafzettel von 2010 noch?) und durchschauen, ob Behaltenswertes darin steckt. 

Dabei fiel mir diese Visitenkarte in die Hände. Der Verein ist seitdem 2,5 mal umgezogen, das Präsidium wurde etwa achtmal neu gewählt und ich hatte zu dem Zeitpunkt noch zwei kommende Jahre als Vereins-Angestellter vor mir. Aber die private Handynummer ist identisch geblieben.


Um Sonne zu tanken, machte ich mich auf zur Nostalgieradrunde nach Tempelhof, ich habe ja Urlaub. Die Sonne verschwand schnell. Ein Starkregen auf dem Fahrrad auf Berliner Hauptstraßen stellte meine Eignung zum aquatischen Wesen auf eine harte Probe. Ich flüchtete in den Großdiscounter, besorgte Weidemilch, Hafermilch und Milka bis die Sonne wieder schien.

Zurück zu Hause, wrang ich Hose, Socken, Pullover und T-Shirt aus, wurde das Wassergefühl am Körper längere Zeit nicht mehr los. Es ging zu weiteren Sortier- und Aufräumarbeiten. Und wo ich dabei war, kaufte ich mir ein neues Spielzeug; in der Hoffnung, dass das Spielzeug seinen Anschaffungspreis mittelfristig selber wieder reinholt. Ich werde berichten.

Wo ich nun aber schon Platschnass geworden war, widmete ich mich weiter den aquatischen Wesen. Matthias Oloew, der Pressesprecher der Berliner Bäder-Betriebe (Disclaimer: auch mein aktueller  Arbeitgeber) äußerte sich vor einiger Zeit in der Jungle World (Disclaimer: Ex-Auftraggeber von mir) zum Thema "Freibäder sollen eine bessere Welt sein." Den habe ich mir zum Lesen aufgehoben, bis ich etwas Ruhe habe - diese hatte ich heute und kann dem Gesagten grundsätzlich zustimmen.

Auch noch auf der Leseliste war die BBC-Liste der besten Bäder der Welt. Die entpuppte sich leider als "Liste-der-besten-Bäder-der-Welt-wenn-man-sie-nur-auf-spektakulären-Fotos-ansehen-will" aber natürlich konnte ich mir selber einen kurzen Blogpost nicht verkneifen (auf Poolhopping): Die (laut BBC) besten Bäder der Welt


Montag, 18. Mai 2015

Partizipative Jahresplanung bei WMDE (2/3)

Ŝaf'farbita

Wikimedia Deutschland hat sich - nicht ganz ohne stupsen - dazu entschlossen, partizipativ jahreszuplanen. Dafür gibt es seit geraumen Wochen einen Vorschlag des Präsidiums:

PP16

Diesen wollte ich mir mal näher anschauen und etwas dazu zu schreiben. Und da ich selbst größeren Mühen hatte, diesen Vorschlag durchzulesen und mir halbwegs eine Meinung dazu zu bilden, gehe ich mal davon aus, dass es anderen genauso geht, und habe mich für ein dreiteiliges Konzept entschieden.

(1) Eine Zusammenfassung des Vorschlags (Post vom 11. Mai)
(1a) Ein paar Rückfragen (Post vom 12. Mai; Fragen noch offen)
(2) Fragen/Anmerkungen/Kritikpunkte (dieser Post)
(3) Einen Ergänzungs/Alternativ/Umbauvorschlag (kommt die Tage).

Aber nun zum 2.ten Teil: Was sollen wir denn davon halten?

Um es kurz zu machen: kann ganz gut werden, kann auch schlecht werden. Vor allem ist noch sehr viel sehr unbestimmt.

Zur Form:


Ich habe ja die Randveranstaltungen der Wikimedia Conference genutzt, um mich noch mal etwas mit den entsprechenden Menschen zu unterhalten, was mein Verständnis des Prozesses deutlich befördert hat. Allerdings spricht es natürlich nicht für den Prozess, wenn es noch längerer Gespräche bedarf, um ihn zu verstehen. Wie schon gesagt: die Aufbereitung ist vorsichtig gesagt suboptimal und ganz hervorragend geeignet, Leute erst gar nicht zu beteiligen. Hoffen wir mal, dass es bei den weiteren Schritten besser wird.

Auch habe ich verstanden, warum ich bei dem Entwurf prinzipiell skeptisch positiv bin, viele andere mit denen ich sprach, aber kaum eine Hoffnung sehen: der Entwurf hat im Wesentlichen zwei Teile. Einen Plaintextteil und einen hervorgehobenen Teil in blauen Kästen. Der Plaintexttei ist deutlich optimistischer und zukunftsgewandter, während der blau hervorgehobene Teil vor allem ausführlich erklärt was alles nicht geht. Ich habe den Plaintext gelesen und den Rest nur überflogen, viele andere scheinen es andersrum gemacht zu haben. Good news: mir wurde glaubhaft versichert, dass die blauen Kästen ignoriert werden können und ausschließlich vergangenheitsbezogen sind.  

Dank Poupou ist die Originalversion jetzt ohne verwirrende blaue Kästen. Zu dokumentarischen Zwecken hier noch mal der Link auf die verkastelte Version.

Zeitplan:

Aber nun zum Entwurf:  der sieht im Wesentlichen vor: es wird eine - sehr weit ausgesreute und reichlich kurze - Inputphase für die diversen Communitys geben, aus denen das Präsidium einen Jahreskompass erstellt, aus dem dann wiederum die Geschäftsstelle einen operativen Jahresplan erstellt. Irgendwann irgendwann möglicherweise gibt es zwischendurch noch diverse Feedbackrunden.

Das ist schon wieder dicht gedrängt - ich weiß ja auch durchaus, warum im MV-Antrag stand, dass Ressourcen ab Januar dafür zur Verfügung stehen sollen - aber ist jetzt auch nicht mehr zu ändern und die nächste MV kommt auch.

Inhalte und offene Fragen:

Es ist noch alles sehr viel offen, und quasi alles hängt davon ab, wie die bisher vage skizzierten Schritte ausgestaltet werden. Das nun wiederum hängt stark von der verantwortlichen Person, aka Christian Rickerts, ab der ja auch erst seit 18 Tagen im Amt ist und sich noch einarbeiten muss.

Also:
* Wie ist die Frage nach Input aufgebaut? Wie weit wird sie tatsächlich gestreut? Kann man sich da sinnvoll beteiligen ohne fünf Jahre WMDE-Organisations-Geschichte nachholen zu müssen?
 * Was und wieviel Input kommt tatsächlich? (Wobei der kurze Zeitplan da meinen Optimismus etwas dämpft)
* Wie wird das Präsidium den (und am besten auch noch den aus der letzten Jahresplandiskussion) aufgreifen und was daraus machen?
* Wie konkret wird der Jahreskompass tatsächlich und inwieweit schafft er es, die Richtung präziser zu setzen als "muss irgendwas mit Freiem Wissen zu tun haben"?
* Wie sehen die Feedbackrunden dann aus? Welchen Grad der Verbindlichkeit haben die?
* Welche Möglichkeiten der Partizipation gibt es beim fertigen Jahresplan? Also: hat die MV überhaupt eine andere Möglichkeit als "Ja und Amen" zu sagen.

Fazit:

Womit dann dieser Teil weniger eine Einschätzung geworden ist, sondern eher ein - ich bin gespannt mit vielen offenen Fragen. On the plus side: das Präsidium will und es ist zumindest mal ein Anfang gemacht, auf dem man aufbauen kann. Wie sinnvoll oder nicht-sinnvoll dieser Anfang wird, ist noch sehr sehr offen. Das wichtigste an diesem Prozess wird wohl in den nächsten Wochen und Monaten passieren - was aber auch heißt: jetzt ist der Zeitpunkt um zu sagen, was man will, und nicht der, um darauf zu warten, was wohl passieren wird.

Dienstag, 12. Mai 2015

Partizipative Jahresplanung bei WMDE (1a/3)

Sardinian Sheep portrait

Wikimedia Deutschland hat sich - nicht ganz ohne stupsen - dazu entschlossen, partizipativ jahreszuplanen. Dafür gibt es seit geraumen Wochen einen Vorschlag des Präsidiums. Diesen wollte ich mir mal näher anschauen und etwas dazu zu schreiben. Und da ich selbst größeren Mühen hatte, diesen Vorschlag durchzulesen und mir halbwegs eine Meinung dazu zu bilden, gehe ich mal davon aus, dass es anderen genauso geht, und habe mich für ein dreiteiliges Konzept entschieden. 

(1) Eine Zusammenfassung des Vorschlags (Post von Gestern)
(1a) Ein paar Rückfragen (dieser Post)
(2) Fragen/Anmerkungen/Kritikpunkte (kommt die Tage)
(3) Einen Ergänzungs/Alternativ/Umbauvorschlag (kommt die Tage).

Aber nun zum 1a-sten Teil:

Beim näheren Nachdenken über den Post stellten sich mir doch viele Fragen. Ein paar davon habe ich gesammelt und mal an der korrekt vorgesehen Stelle im Wikimedia-Forum gestellt. Zu Dokumentationszwecken auch hier:

Beim Lesen des Textes sind mir dann doch ein paar Fragen gekommen, die vielleicht jemand beantworten kann:

Was ist denn der aktuelle Stand der Aufbereitung der Aktivitäten?

Es gibt ja nach bisherigem Verfahren zwei (ehemals drei) Möglichkeiten der Mitwirkung: Ehemals die Tour, die Online-Diskussionsphase nach Veröffentlichung des Plans und die MV. Im neuen
Entwurf finde ich von den drei Sachen nichts mehr: soll es Tour und/oder Diskussionsphase noch weiter geben? Und welche Rolle spielen sie?

Speziell zur letzten Diskussionsphase: die war ja recht intensiv, soweit ich nachvollziehen konnte, führte sie aber zu keinerlei Änderungen des Plans mehr. Für den Plan 2016: gibt es von der eine struturierte Auswertung und wird sie Auswirkungen auf den Plan 2016 geben?

Speziell zur MV: ist eine Möglichkeit vorgesehen, wie die MV tatsächlich aktiver werden kann als "ja" sagen oder das Risiko einzugehen, dass es gar keinen Plan gibt?

Zum Entwurf jetzt: was für eine Art des Inputs wird denn ungefähr erwartet? Eher so "wir sollten mehr Community fördern" oder eher so "die Wikicon sollte 2016 in Süddeutschland stattfinden, etwas zwischen 70.000 und 80.000 Euro kosten und einen externen Keynote-Speaker haben?"

Eh, wie konkret/unkonkret soll denn der Jahreskompass werden?

Speziell zum Thema: "Es entsteht der Impuls, die Budgets den Schwerpunkten zuzuordnen. Der Finanzteil wird damit als Grundlage für eine Interpretation der Schwerpunktsetzung gebraucht, die nur scheitern kann, weil sich die eigentliche Schwerpunktsetzung nicht herauslesen lässt." - ist irgendeine Mitwirkung im Bereich der Finanzen vorgesehen?

 

Montag, 11. Mai 2015

Partizipative Jahresplanung bei WMDE (1/3)



Alpine Stone Sheep

Wikimedia Deutschland hat sich - nicht ganz ohne stupsen - dazu entschlossen, partizipativ jahreszuplanen. Dafür gibt es seit geraumen Wochen einen Vorschlag des Präsidiums. Diesen wollte ich mir mal näher anschauen und etwas dazu zu schreiben. Und da ich selbst größeren Mühen hatte, diesen Vorschlag durchzulesen und mir halbwegs eine Meinung dazu zu bilden, gehe ich mal davon aus, dass es anderen genauso geht, und habe mich für ein dreiteiliges Konzept entschieden. 

(1) Eine Zusammenfassung des Vorschlags (dieser Post)
(2) Fragen/Anmerkungen/Kritikpunkte (kommt die Tage)
(3) Einen Ergänzungs/Alternativ/Umbauvorschlag (kommt die Tage).

Aber nun zum ersten Teil:

Es liegt ein Entwurf des Präsidiums zur partizipativen Planung vor, den es erstellt hat, „damit wir uns daran abarbeiten können.“ Soweit so gut, theoretisch erleichtert es die Diskussion ja, wenn sie nicht mit tabula rasa beginnt, sondern es irgendwas gibt. Aber, nun kommt das aber, nachdem ich beim ersten Versuch es zu lesen am Verständnis (und ok, mangelnder Zeit) gescheitert bin, habe ich jetzt das freie Wochenende genutzt und tatsächlich so mit jedes-Wort-einzeln-Ansehen und mir-Notizen-machen versucht das Ganze zu verstehen. Auch dabei habe ich jetzt vor allem viele virtuelle Fragezeichen über meinem Kopf.

Ich versuche mal das Dokument zusammenzufassen:

(0)    Vermutlich: ungefähr jetzt dokumentiert die GS alle Aktivitäten des Vereins und stellt diese Dokumentation hoffentlich zur Verfügung.

(1)    Von Mitte Mai bis Ende Juni können alle möglichen Menschen irgendwie Input geben. Das präziseste was ich in der Vorstellung fand war „Es ist daran gedacht, die Inputphase zu Beginn online durchzuführen. Bereits in den Wochen bis zum Start und auch im laufenden Prozess können in Absprache zwischen Vertreterinnen und Vertretern der „Kerncommunitys“ und der Geschäftsstelle aber weitere Formate entwickelt werden, um konzentriert Fragen zu entwickeln und Antworten zu geben, die auch Real-Life-Treffen oder andere Formate nicht ausschließen. Dies kann sich dann auch am Ausmaß der Rückmeldungen orientieren.“

(2)    Aus dem Input bastelt das Präsidium irgendwie auf einem Treffen mit externer Moderationen bis Mitte Juli einen Jahreskompass – was genau der enthält und wie spezifisch er sein wird, wird mir aus dem Papier noch nicht ganz klar.

(3)    Der Jahreskompass wird dann irgendwie mit den Mitgliedern gefeedbackt und ist Ende Juli endgültig.

(4)    Ab dem Jahreskompass verläuft alles eher wie bisher und am Ende gibt es etwas fertiges was die MV beschließen muss/darf/soll.

Vor allem sehe ich eine Menge Leerstellen bisher und noch nicht wirklich klares. Auf jeden Fall werden wir bald irgendwie von irgendwem gefragt werden was wir wollen. Allerdings scheint es nach dem bisherigen Verfahren doch so zu sein, dass die Mitwirkung recht unverbindlich ist und ihr Ergebnis niemand bindet, und dass die wirklich bindenden Teile des Jahresplans wie bisher auch geplant werden.

Längerfristig:
•    Zitat: "Perspektivisch streben wir außerdem an, auch die Möglichkeiten zur Partizipation an den Aktivitäten selbst zu stärken."
•    Zitat "Der gesamte Prozess soll zudem intensiv dokumentiert und im Anschluss ausgewertet werden. Wir planen, dass diese Auswertung auch transparent erfolgt, sodass gemeinsam noch Möglichkeiten gefunden werden können, die den Prozess unserer Jahresplanung weiter verbessern."
•    Verwirrend finde ichd as Zitat: "Es entsteht der Impuls, die Budgets den Schwerpunkten zuzuordnen. Der Finanzteil wird damit als Grundlage für eine Interpretation der Schwerpunktsetzung gebraucht, die nur scheitern kann, weil sich die eigentliche Schwerpunktsetzung nicht herauslesen lässt."

Samstag, 21. März 2015

Mehr von der Antragsgarage

Wie ich hier schon mehrfach schrub, am 7. März fand die Wikimedia-Antragsgarage statt. Zu dieser gab es in der letzten Woche noch zwei Nachbetrachtungen.

Dank des großartigen Einsatzes der Ideenförderung gibt es das Livestream-Video mittlerweile nicht nur auf Youtube, sondern auch auf Commons - und glaubt mir, Videos für Commons aufzubereiten ist ungefähr so interessant und geht ähnlich schnell wie mit einer Zahnbürste ein Beet umzugraben. (Und wo ich gerde dabei bin, kann ich eh noch mal mein Kompliment für Essen, Orga und ähnliches bei der Antragsgarage loswerden.)




Zum anderen hat Sebastian Wallroth in seinem Blog auch noch eine längere Nachbetrachtung geschrieben: Wikimedia Lenken und Leiten: Fragen und Antworten zur Antragsgarage. Da ich selber etwas brauchte, um die Struktur des Textes zu verstehen: es beginnt immer mit einem Zitat eines Anwesenden auf der Antragsgarage, dann kommt eine Frage (von Sebastian? Oder dem Leser? Aus der Diskussion auf der Garage?) und dann eine Antwort, die ungefähr dem entspricht, was die Garagendiskussion dann hergab. Enjoy lesen und auch hier nochmal Dank an Sebastian.

Montag, 16. März 2015

Wikimedia lenken und formen: die erste Antragsgarage von WMDE fand statt.


Da gründet man eine freie Online-Enzyklopädie, wartet einige Jahre - und was passiert: man muss sich mit dem deutschen Vereinsrecht, Satzungen und anderen eher unschönen Formalia rumschlagen. Vor dem Versuch, auf den eigenen Verein Einfluss auszuüben, hat die Welt eine ganze Menge formaler Hindernisse gelegt, und um diese kollaborativ zu überwinden, veranstaltete Wikimedia Deutschland - wie hier schon öfters angesprochen - am 7. März in Berlin die erste Face-to-Face-Antragsgarage statt. Im Vorfeld der Mitgliederversammlung im April in Köln sollten Interessierte zusammenkommen, um zu diskutieren, sich auf die MV vorzubereiten, gemeinsam über mögliche Anträge und die kommenden Themen zur MV zu sprechen.

Insgesamt war dies die erste Veranstaltung dieser Art und als solche noch recht experimentell: im Vorfeld stellten sich Fragen, wer überhaupt kommt, ob es überhaupt Anträge zum diskutieren gibt, ob Menschen aus Ideen kollaborativ Anträge entwickeln wollen etc. Die  zwölf bis vierzehn Anwesenden selbst hatten teilweise auch durchaus verschiedene Vorstellungen über genaues Ziel und Ablauf der Veranstaltung, waren aber alle offen und bereit, sich auf die Vorstellungen der jweils anderen einzulassen. Neben der durchaus konstruktiven inhaltlichen Arbeit - dazu etwas weiter unten mehr - war das fast durchgehend entspannte und von Wertschätzung getragene Diskussionsklima ein erfreulicher Punkt der ganzen Veranstaltung.


Antragsgarage eingang 07.03.2015 09-21-24

Der ganze Workshop gliederte sich in drei Teile: 1 On Stage - mit zwei längeren Vorträgen und dazugehöriger Diskussion, Teil 2: Arbeitsgruppen und Teil 3: Stammtisch in der Kneipe um die Ecke.

Teil 1: On Stage


Am Vormittag fanden zwei Vorträge statt: Alice Wiegand schilderte das kleine 1x1 des Antragschreibens. Es enthielt die Überlegungen zu Sinn und Zweck verschiedene Arten des Antrags und ihre Ziele und Anwendungen. Es ging um Überlegungen, wie man den Ansprechpartner des Antrags dann auch dazu bringt, den Antrag wirklich umzusetzen. Nicht zuletzt führte sie auch die zahlreiche Gründe dafür auf, warum es oft sinnvoll ist, einen Antrag nicht zu stellen.

Über das Schreiben von Anträgen

Nach Alice stellte dann Michael Jahn - Leiter Kommunikation bei Wikimedia Deutschland - den Jahresplan vor. Hierbei ging es weniger um die Inhalte des Plans als um dessen Konstruktion. Es ging um den Zusammenhang der einzelnen Teile und die Frage, inwieweit es für Vereinsmitglieder und andere möglich ist, einzelne Teile des Jahresplanentwurfs zu ändern oder anders zu priorisieren ohne gleich den ganzen Plan zum Einsturz zu bringen. Zweiteres ist schwierig. Diverse Leute sprachen von “Jenga mit verbundenen Augen”, da Änderungen in einem Teil des Planentwurfs immer auch Änderungen in anderen Teilen des Entwurfs nach sich ziehen, die aber aus den veröffentlichten Teilen des Plans her nicht nachvollziehbar sind. Für Außenstehende und Nur-Jahresplans-Entwurfs-Leser, die nicht über privilegierte Informationen verfügen, wird so jeder Versuch der Änderung zu einem gewissen Glücksspiel.

Die Aufzeichnung des Live-Streams (leider aus technischen Gründen ohne die ersten Minuten) ist auf Youtube, Mindestens der Alice-Wiegand-Teil soll nach Überwindung der technischen Hürden auch noch nach Commons, wo Alice dankenswerterweise bereits ihre Slides zur Verfügung gestellt hat.

Teil 2: Die Arbeitsgruppen


Nach der Themensammlung und einiger Diskussion fanden sich schließlich die Arbeitsgruppen “Jahresplan” und “Nicht-Jahresplan” zusammen; beide etwa gleichgroß. Die Arbeitsgruppe Jahresplan versuchte sich dem Jenga-Problem anzunehmen und zu überlegen wie ein Jahresplan aussehen könnte, bei dem die Mitgliederversammlung ihr formal vorhandenes Hoheitsrecht über den Plan auch faktisch ausüben kann. Die andere Arbeitsgruppe arbeitete an den Themen “Wie funktionieren Anträge mit Fernwahl jetzt tatsächlich?”, “Partizipation - was verstehen wir denn nun darunter?” und sie arbeitete an den Anträgen “Ende des FFW” und “Community in die Geschäftsstelle.”

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Partizipation an sich


Während die Diskussion zur Partizipation erwartungsgemäß nicht direkt zu konkreten Ergebnissen führte, war doch zumindest allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern klar, dass es noch sehr unterschiedliche Ideen dazu gibt, mit welchen Ziel wer wann partizipieren sollte oder müsste. Auf jeden Fall gibt es aber unterschiedliche Gruppen von Menschen da draußen, die verschiedene Formen der Mitarbeit und Einbindung benötigen. Mangelnde Einbeziehung im Vorfeld sorgt nicht nur bei Wikimedia für Stress und die Neigung zu sehr weitreichenden Beschlüssen im Nachhinein. Partizipation bedeutet auch eine Kulturänderung bei denjenigen ie diese praktisch durchführen (also vor allem der Geschäftsstelle). Es ist notwendig weg von Partizipation als getrennter Maßnahme oder einer von vielen Stufen hin zu kommen und diese zu gelebtem Alltag zu machen. Für eine ausführlichere Wiedergabe empfehle ich die Aufzeichnungen zur Diskussion-Partizipation im Forum.

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Anträge und Antragsarten


Die Beschäftigung mit der Möglichkeit, Anträge per Fernwahl abstimmen zu lassen, und die Entscheidung auf breitere Schultern zu stellen, stellte sich als recht desillusionierend heraus: das derzeitige durch die Satzung bestimmte Verfahren in Kombination mit dem JHJHJHJLKJKL deutschen Vereinsrecht, macht es erforderlich auf der ersten MV zu beschließen, dass es eine Fernwahl gibt, die dann auf der nächsten MV durchgeführt wird. Im Schnitt liegen so also ungefähr 7 Monate zwischen Antragsstellung und Abstimmung..

Die Diskussionen zu den beiden konkreten Anträgen kreisten vor allem um entstandene Missverständnisse aus dem Antragstext und führten mittlerweile auch zu Überarbeitungen der Anträge. Das Protokoll zur Diskussion um Anträge und Antragsarten findet sich im Forum.  Die beiden diskutierten Anträge sind mitterweile als direkte Folge der Diskussion umfassend überarbeitet, eine Darstellung der verschiedenen Arten des Antrags zur späteren Wiederverwendung ist gerade in Arbeit.

Modularer Jahresplan


Die Jahresplangruppe, bei der ich nicht anwesend war, setzte sich erwartungsgemäß mit dem Jahresplan auseinander und der Frage, wie dieser so aufbereitet werden kann, dass er von Außen verständlich und änderbar ist. Am Ende entstand so ein modulares Konzept, in dem der Plan nicht mehr ein schwer-durchschaubares Gesamtkustwerk ist, sondern es verschiedene Module gibt, die einzeln geplant werden und an denen sich Community- und Vereinsmitglieder iM Rahmen ihrer Zeit beteiligen können. Auch ist es so am Ende des Planungsprozesses möglich, die verschiedenen Module anders zu gewichten und mit anderen Ressourcen zu versehen, so dass diese Entscheidung über Gewichtung und Priorisierumg einzelner Ziele tatsächlich auf der MV liegt. Ein erster Entwurf für diesen Jahresplangestaltung befindet sich ebenfalls im Forum.


Teil 3: Folgen und Dokumentation

 

Da es nicht jedermenschs Sache ist, für so einen Workshop zur Besprechung möglicher Anträge für eine Mitgliederversammlung eines Vereins nach Berlin zu fahren, haben wir uns bemüht, möglichst viel davon auch Online zu stellen: es gab zeitweise einen Livestream, zeitweise ein Etherpad und den größten Teil der Zeit waren Teilnehmerinnen und Teilnehmer im IRC-Chat erreichbar.

Deshalb noch einmal in Kürze alle Links zu weiterführenden Materialien und Dokumentation des Workshops:

* Die Workshopseite: Im Wikimedia-Forum (Anmeldung erforderlich, Vereinsmitgliedschaft nicht)
* Die On-Stage-Teile sind auf Youtube
* Die Slides zu Alice Wiegands Vortrag 
* Das Diskussionsprotokoll der Arbeitsgruppe Nicht-Jahresplan
* Der Vorschlag zum modularen Jahresplan 
* Einige Fotos auf Commons (und wie immer sind Wikipedianerinnen und Wikipedianer fotoscheu)




Mittwoch, 4. März 2015

Wikimedia lenken und formen: Antragswerkstatt am 7. März in Berlin

Die tragende Säule, die die Vereinsarbeit von Wikimedia Deutschland seit jeher ermöglicht, sind die tausenden Freiwilligen in den Wikimedia-Projekten und im Verein. Diese Freiwillgen sind der Verein: Ihr Engagement, ihre Ideen, Vorstellungen und Wünsche sollten die Vereinsarbeit formen und lenken.

Bisher allerdings hat sich nur ein kleiner Teil der Mitglieder aktiv an den Diskussionen um den Verein, an den Mitgliederversammlungen und inhaltlichen Debatten zum Verein geäußert. Einer der vornehmsten und wirkmächtigsten Wege, um sich an der Entwicklung des Vereins zu beteiligen, ist die direkte inhaltliche Beteiligung an einer Mitgliederversammlung - zum Beispiel durch das Stellen von Anträgen. Um dieses zu fördern, Mitglieder dabei zu unterstützen und die inhaltliche Debatte auf einer Mitgliederversammlung möglichst gewinnbringend für alle Beteiligten zu gestalten, versuchen wir etwas neues: ein Vorbereitungstreffen zur Mitgliederversammlung, die Antragswerkstatt. (Anmeldung erforderlich, Vereinsmitgliedschaft nicht) 

 Die Werkstatt findet statt: 
am 7. März 2015 
ab 9 Uhr in den Räumen von Wikimedia Deutschland 
Tempelhofer Ufer 23/24 
10963 Berlin 

Die Antragswerkstatt im Online-Forum von Wikimedia Deutschland wird bereits für die Diskussion von Anträgen von Präsidium, Vorstand und Mitgliedern genutzt. Dabei geht es bisher meist um die Diskussion eines weitgehend fertigen Antrags. Nur selten findet eine kollaborative Erstellung von Anträgen aus vagen Ideen statt. Auch bleibt es bis zur offiziellen Stellungnahme des Präsidiums - die bisher meist so spät erfolgte, dass keine Antragsänderung mehr möglich war - offen, inwieweit Präsidium und Geschäftsstelle eine Idee in der vorgebrachte Form überhaupt für umsetzbar halten.

Unter den Anträgen sind gefühlt viele, die eher formeller Natur sind. Satzungsänderungen scheinen mehr Attraktivität zu haben als die Beschäftigung mit Inhalten der Vereinstätigkeit oder -ausrichtung. Die Werkstatt soll Vereinsmitglieder und andere Interessierte dabei unterstützen, auch inhaltlich auf die Arbeit des Vereins Einfluss zu nehmen.

Der Beschluss des Jahresplans ist in der letzten Mitgliederversammlung erstmals vertagt worden. Hintergrund ist die Entscheidung des FDC (Funds Dissemination Committee), die beantragten Mittel um rund 1/3 zu kürzen, was im November den Anschein erweckte Anpassungen des Entwurfs nach  unten notwendig zu machen. Tatsächlich aber war der Fundraiser so erfolgreich, dass der neue Jahresplanentwurf gegenüber der November-Version sogar Anpassungen nach oben vorsieht. Die Änderungen werden durch den Vorstand vorbereitet und von der Mitgliederversammlung beschlossen. Dadurch bietet sich nun eine konkrete Gelegenheit für Mitglieder, Akzente zu setzen und die Ausrichtung der Vereinsaktivitäten mitzugestalten. Durch die kol­la­bo­ra­tive Erstellung können Chancen und Risiken eines Antrags aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden und der Antragsteller kann frühzeitig auf Hinweise und Kritik reagieren und seinen Antrag entsprechend umformulieren.

 Und Disclaimer: nein, auch wenn es manchmal so Aussehen mag: das ist nicht "meine" oder meine und lyzzys Veranstaltung. Tatsächlich ist es eine WMDE-Veranstatung, die sogar Teil eines Präsidiumsbeschlusses ist und vom Vorstand als Vereinsveranstaltung angesehen wird. Warum trotzdem ich das die ganze PR machen muss - who knows.

Sonntag, 1. März 2015

WMDE-Jahresplan: Operatives Ziel: Beteiligung und Kommunikation

Wie ja bereits mehrfach in Iberty thematisiert, steht im April der Jahresplan von Wikimedia Deutschlamd (WMDE) zur Verbaschiedung an. Leider ist dieses Jahr nur eine einzige Möglichkeit für Mitglieder gegeben, sich einzubringen: per Antrag. Und um was konstruktives zu machen, versuche ich es dieses Jahr mal mit anderen/neuen Operativen Zielen und Teilzielen. Als erste schriftliche Überlegung, hier ein Entwurf. Aufbau und Sprache orientieren sich am Rest des Plans. Um Input/Kritik/Ideen und weitere Antragssteller bitte ich dringend: 



Operatives Ziel: Beteiligung und Kommunikation

Wikimedia Deutschland wird einen aktiven, kontinuierlichen und proaktiven Austausch zur gegenseitigen Befruchtung mit aktiven Vereinsmitgliedern sowie mit den Projektcommunities suchen. Der Verein wird für einen kontinuierlichen Informationsausfluss aus dem Verein in die Mitgliedschaft und die Communities sorgen, ebenso wie er dauerhaft Dialogmöglichkeiten zur Verfügung stellt und für einen kontinuierlichen Informationsfluss aus Communities und Mitgliedschaft in die Organe des Vereins sorgt. Insbesondere wird er aktive Vereinsmitglieder und engagierte Mitglieder der Projektcommunities in einem kontinuierlichen Prozess in Planungen – ebenso in strategischer Hinsicht wie auch in konkreten Projektplanungen – einbeziehen. Begleitend und darauf aufbauend 

Warum wir das anstreben

Wikimedia Deutschland hat über 1000 aktive Mitglieder. In den Projektcommunities sind mehrere tausend Menschen engagiert. Diese sind oft seit vielen Jahren für das Freie Wissen engagiert, haben einen Bildungs- und Erfahrungshorizont aus allen Bereichen des Lebens, und bilden eine unschätzbare Ressource für die Arbeit und die Planungen des Vereins. Bisher ist es kaum gelungen, diese Resource zu nutzen, Kommunikation und Zusammenarbeit – außerhalb des engen Bereichs der Unterstützung - fand oft nur mit einem kleinen Teil der potentiell Interessierten statt und war oft von hohen Reibungsverlusten und Konflikten geprägt. Dieses gilt es zu ändern. 

Was wir 2015 verändern wollen

Am Ende des Jahres existiert eine kontinuierliche und von allen Beteiligten als erfolgreich empfundene bidirektionale Kommunikation zwischen Organen des Vereins, aktiven Mitgliedern und Projektcommunities. Der Jahresplan ist in einem partizipativen Prozess entstanden, für aktive Vereinsmitglieder und Projektcommunities bestehen Möglichkeiten sich direkt und Mit-entscheidend in die Arbeit des Vereins einzubringen.  

Teilziele

 

Der Jahresplan 2016 wird kontinuierlich in einem partizipativen Prozess geplant.

Der Jahresplan 2016 entsteht in einem partizipativen Prozess, in dem aktive Mitglieder und Projektcommunities von der Konzeptionierungsphase bis hin zur Verabschiedung eingebunden sind. Dazu stellt der Verein Informationen zum Aufbau und Sprache des Jahresplans zur Verfügung, spricht regelmäßig die interessierten Mitglieder und Projektcommunities an, schafft bereits im Planungsprozess ein verbindliches Mitentscheidungsverfahren für diese und berichtet regelmäßig und kontinuierlich über den Fortgang der Planung.  

Indikatoren: kommen 

Aufbau einer Informationsplattform zur Mitarbeit und Beteiligung.

Wikimedia Deutschland schafft einen Informationsweg um über die Arbeit des Vereins zu berichten. In dieser wird zuverlässig, regelmäßig und in verständlicher Sprache über die Arbeit des Vereins – auch hinter den Kulissen – berichtet; Möglichkeiten zur Mitarbeit und Mitentscheidung aufgezeigt.

Indikatoren: kommen 

Wikimedia Deutschland ist zuverlässig in den Communities präsent.

Wikimedia Deutschland ist dauerhaft und zuverlässig in den Projektcommunities präsent. Das bedeutet, der Verein liest die relevanten Diskussionsseiten und ist in der Lage kurzfristig dort einzugreifen und zeitnah zu Antworten. Für die Communities steht ein verbindlicher Ansprachpartner zur Verfügung, der in den Wikimedia-Projektplattformen Auskunft zu allen Belangen des Vereins zu geben und Anregungen und Informationen aus den Communities abzuholen, um sie in die übrigen Teile des Vereins zu tragen.  

Indikatoren: kommen  
 

Informationsfluss aus den Communities in den Verein.

Es besteht ein regelmäßiger Informationsfluss über Aktivitäten und Wünsche der Communities in die Organe und die aktive Mitgliedschaft des Vereins.  Organe des Vereins und aktive  Mitgliedschaft werden regelmäßig über den Zustand der Projekte, wichtige Entwicklungen und Entwicklungen mit Vereinsbezug unterrichtet.  Der Mitgliedschaft werden die Informationen über die Informationsplattform (Teilziel 2) zur Verfügung gestellt. 

Indikatoren: kommen 

Mittwoch, 18. Februar 2015

Wikimedia Deutschland hat einen unverbindlichen Jahresplanentwurf 2015

Siehe unter anderem auf meta. 

Die Diskussion dazu wird sich in den nächsten Tagen unter anderem auf der meta-Diskussionsseite finden. 

Verbindlich wird der - oder ein geänderter - oder ein ganz anderer aus der Mitgliedschaft eingebrachter - Entwurf auf der WMDE-Mitgliederversammlung am 18. April in Köln

Und wer sich im Vorfeld noch von Angesicht-zu-Angesicht über den Plan unterhalten möchte, kann dies am 7. März in Berlin machen,

Sonntag, 15. Februar 2015

Ein paar Gedanken zum kommenden WMDE-Jahresplan

Kontext: 

 In ein paar Tagen veröffentlicht Wikimedia Deutschland den unverbindlichen Jahresplanentwurf für 2015. Aufgrund diverser Umstände arbeitet der Verein mit einem vorläufigen Jahresplan, der endgültige Plan wird von der Mitgliederversammlung am 18. April in Köln beschlossen. Nun kommt vom Vorstand der Vorschlag, der dann ein paar Wochen kommentiert werden kann,Änderungsvorschläge können eingebracht und Änderungsanträge können gestellt werden. Bevor ich mich da mit Inhalten beschäftige, vielleicht erst einmal ein paar formale Erwartungen und Hoffnungen.

"A Basket full of Wool" (6360159381)
Was der Plan wohl enthalten wird?

Aus diversen Gründen entstand dieser unverbindliche Planvorschlag nicht offen und partizipativ, sondern wurde von Teilen der Geschäftsstelle erstellt, dem Präsidium vorgeschlagen/mit diesem diskutiert und wird dann in die Öffentlichkeit gegeben. Das heißt aber auch: Menschen, die nicht gerade im Planungskommittee der GS sitzen oder aber Präsiden sind, haben faktisch nur eine einzige Chance, auf den Plan inhaltich Einfluss zu nehmen: durch die MV. Um die Chance zu haben, Einfluss zu nehmen, muss der Plan aber ein paar Bedingungen erfüllen.

Was sollte ein Plan?


Bevor ich aber zu den Bedingungen komme, sollte ich vielleicht etwas weiter ausholen zum Wesen des Planes an sich. An sich sollte ein Plan ja drei Teile haben: was? wie? und warum? Was soll erreicht werden? Wie soll das praktisch umgesetzt werden? Und warum sind diese Ziele sinnvoll und warum ist die Art der Zielerreichung so und nicht anders? Sinnvollerweise hängt das alles zusammen: also es wird klar, welches Ziel warum wie erreicht werden soll.

Nun haben die WMDE-Jahrespläne bisher eher die Eigenschaft, dass das "warum" fast vollkommen fehlt: warum also von den dröflzig Millionen Sachen, die man machen könnte zum Beispiel im derzeitigen vorläufigen Plan diese acht operativen Ziele und 29 Teilziele ausgewählt wurden, wird nicht deutlich. Das ist um so ärgerlicher, weil von den drölfzig Millionen Zielen vermutlich halbdrölfzig Millionen ganz sinnvoll sind, und der Grund warum der Verein nur 29 Teilziele statt halbdröflzig Millionen verfolgt, mangelnde Ressourcen sind. Die Frage "warum diese und keine anderen?" sollte schon deutlich beantwortet werden. Der Zusammenhang zur Präambel (die am ehesten als "warum" interpretiert werden kann) und den Teilzielen wird zumindest mir nicht so recht deutlich.

Exkurs: ein Beispiel:


Um ein Beispiel aus dem aktuell geltenden vorläufigen Plan zu nehmen. Hier ist ein Abschnitt aus der Präambel:

"Viele Erkenntnisse haben wir in den letzten Jahren aus der Arbeit in den Bildungs- und Kulturbereichen gewonnen. Auch hier sind es Freiwillige, die mit ihrem Engagement und ihren Ideen Türen zu Institutionen aufstoßen oder gesellschaftliche Entscheider beeinflussen. Freiwillige setzen sich dafür ein, dass das Bildungssystem in Deutschland gegenüber freien Bildungsmaterialien geöffnet wird. Freiwillige engagieren sich für eine Modernisierung des Urheberrechts auf europäischer Ebene. Hier wie dort benötigen sie Möglichkeiten, sich zu vernetzen. Sie benötigen Strukturen und Plattformen, die sie nutzen können."

Soweit ich das nachvollziehen kann, sind dies dazu gehörige Teilziele:

"
Veranstaltungsreihen – WMDE etabliert Veranstaltungsreihen (z. B. Wikimedia Salon, Monsters of Laws, Bildungsreihe), um neue Kontakte zu generieren und die Vernetzung mit Institutionen voranzutreiben.
Modellprojekt – Durch die gemeinsame Initiierung eines Modellprojekts mit einer exzellenten Wissenschaftinstitution soll das Thema Freies Wissen im Wissenschaftsbereich verankert werden.
Datenfreigabe – Durch den Ausbau der Kooperationen mit Institutionen aus dem Kulturbereich (z.B. Erweiterung von Coding da Vinci) wird die konkrete Datenfreigabe von Insitutionen erhöht. (Outcome)
"

Mir wird nicht so recht deutlich, wo da die Verbindung von einem zum anderen ist. Wobei es nicht hilft, dass die Struktur in Präambel und Zielen komplett verschieden ist, und es höherer Kremlogie bedarf um zu ergründen, welche Begründung sich wohl auf welches Ziel beziehen könnte.

Nicht erleichternd kommt hinzu, dass der Plan zwar Indikatoren vorsieht, ob ein Ziel erreicht wurde, diese aber vorsichtshalber nicht ausführt und nicht sagt, wann und wie sie erfüllt sein könnten. Nach dem Plan in der alten Form wären die Ziele erfüllt, wenn mal irgendjemand irgendwas in die Richtung gemacht hat.

Der Disconnect


Creep feeder
Einem Plan sollte man ins Gesicht sehen können.

Schwieriger aber, wenn es um - nicht-nur-die-Geschäftsstelle-macht-den-Plan geht, ist der komplette Disconnect zwischen was und wie. In den Zielen gibt es vier Programmlinien mit den erwähnten acht operativen und 29 Teilzielen im "wie: ergo Finanzen und Personal" gibt es zwölf Positionen, die offensichtlich nicht direkt mit den Zielen zusammenhängen, sondern einfach da sind. Auf irgendeine Begründung warum es so ist, verzichtet der Plan vorsichtshalber ganz. Auf irgendeine nachvollziehbaren Zusammenhang wie Budget und Personal mit den Zielen zusammenhängen verzichtet der Plan vorsichtshalber auch. Als einfaches Beispiel: der Verdacht liegt nahe, dass die 7 FTEs aus dem Bereich Bildung und tendenziell für an den Zielen "Institutionen" etc. arbeiten. Wenn die sieben jetzt aber anfangen würden, alle Javascript für Wikidata zu programmieren. wäre das durch den Plan aber immer noch locker gedeckt. 

Das heißt konkret:


* Von Außen ist nicht nachvollziehbar, welches Ziel welche Priorität hat, wie es umgesetzt wird und welche Ressourcen dafür jeweils zur Verfügung stehen.
* Es gibt im ganzen Plan keinerlei Begründung, warum das Budget so verteilt wird wie es verteilt wird.
* Es gibt im Nachhinein natürlich auch keinerlei Rechenschaft darüber, ob das Budget für die Ziele in dem Maße ausgegeben wurde, die der Plan vorsah, sondern es ist im Wesentlichen eine Blankovollmacht über eine siebenstellige Summe.
* Wenn es auch keine nachvollziehbaren Indikatoren für die Ziele gibt, ist es auch da im Nachhinein nicht absehbar, ob da nun etwas gut oder eher nicht gut gelaufen ist.

Für Änderungsanträge heißt das konkret:


* Es ist unmöglich Ziele anders zu priosieren, weil die Priosierung komplett unklar ist. Nicht einmal eine Erklärung was denn nun der Unterschied zwischen Teilziel und Operativem Ziel ist, enthält er. Und wenn der Planentwurf im Hintergrund vorsieht Ziel A wird mit großen Ressourcen erreicht und Ziel B mit kleinen, ist das von Außen nicht nachvollziehbar, weil nicht dargestelt. Die MV hat keinerlei Möglichkeit zu sagen "uns ist Ziel B aber wichtiger."
* Das heißt für Antragssteller: Anträge zu Zielen haben für den Antragssteller extrem unvorhersehbare Auswirkungen auf die konkrete Arbeit, Antragssteller haben jetzt auch schon mehr als einmal zu hören bekommen "das geht so nicht" ohne dass klar wäre, warum und ohne dass dem jemand inhatlich fundiert widersprechen könnte - es fehlen ja grundlegende Informationen. Jeder Antrag in Bezug auf Ziele ist Stochern im Nebel.
* Das heißt für Antragssteller: Anträge zu Ressourcen haben extrem unklare Auswirkungen auf die Ziele. Antragssteller haben jetzt auch schon mehr als einmal zu hören bekommen "das geht so nicht" ohne dass klar wäre, warum und ohne dass dem jemand inhatlich fundiert widersprechen könnte - es fehlen ja grundlegende Informationen. Jeder Antrag in Bezug auf Ressourcen ist Stochern im Nebel.

Wünsche für 2015


Agneau Loire-Atlantique
Ich bin gespannt.

Soviel dazu. Der vorläufige Plan ist vom letzten Jahr und das ist a soooo 2014. Jetzt haben wir Neuer-Plan-Neues-Glück und die Hoffnung auf mehr Einfluss. Deshalb meine Hoffnungen für den unverbindlichen Planentwurf 2015:

* Ein klares "warum" sowohl bei den Zielen als auch bei den Ressourcen und ein klares "warum nicht" andere Ziele.
* Eine deutliche nachvollziehbare Verbindung zwischen dem Warum und spezifischen Zielen.
* Indikatoren, die nicht Absichtserklärungen eines Indikators sind, sondern tatsächliche nachvollziehbare und in Nachhinein überprüfbare Größen sind.
* Eine nach außen deutliche Priorisierung der Ziele, unter anderem in dem klar wird, welche Ressourcen für welches Ziel zur Verfügung stehen.
* Eine Begründung für das "wie" - also Finanz- und andere Teile.
* Eine nachvollziehbare Verbindung zwischen Zielen und Ressourcen, die es nachvollziehbar macht, wie sich eine Zieländerung auf die Ressourcen auswirkt und eine Ressourcenänderung auf die Ziele,

Ich bin gespannt.

Mittwoch, 11. Februar 2015

Historisches: Wikimedia-Verein gegründet

So war das. Halb zufällig stöberte ich gerade in 11 Jahren alten Ausgaben des Wikipedia-Kuriers, des internen Mitteilungsblattes der Wikipedia und fand doch da folgende Meldung:

Wikimedia Verein gegründet:

Manche haben schon fast nicht mehr daran geglaubt, aber nun ist er Realität: Im Rahmen der Wizards of OS trafen sich 34 Wikipedianer und Freunde der Wikipedia am Sonntag, dem 13. Juni in der Berliner TU zur Gründung des Vereins: Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens lautet der lange Titel. Zügig wurde die Satzung beschlossen, und nachdem Tim Pritlove nach dem Mittagessen mit dem Stimmzetteldrucker eintrudelte, ging es an die Kandidatenwahl. Zweimal setzten die tüchtigen Wahlhelfer JeLuf und Danimo zur Zählung der Zettel an. Kurt Jansson, Akl und Elian wurden ohne Gegenkandidaten oder Gegenstimmen zum 1. und 2. Vorsitzenden und Schriftführer bestimmt, Henriette setzte sich gegen Dab als Schatzmeisterin durch. Bei der Beisitzerwahl wurde es dann spannend: Elf Kandidaten traten in Listenwahl für die sechs Beisitzerämter an. Fantasy, Sansculotte, Necrophorus, Mathias Schindler, Jakob Voss (Nichtich) und DaB lautet das Endergebnis, nachdem Ulrich Fuchs - mit Dab an Stimmen gleichauf - seinen Verzicht erklärte und uns so eine Stichwahl ersparte. Beinah vergessen hätten wir dann fast in der Gründungseuphorie die Wahl der Kassenprüfer: Uli und Mazbln. Nachdem die ganzen Formalien geklärt waren, fasste die Mitgliederversammlung auf Antrag des ersten Vorsitzenden auch gleich den ersten Beschluss: Wikipedia-Gründer Jimbo Wales wurde als Ehrenmitglied in den Verein aufgenommen, bevor sich alles in fröhliches Durcheinander auflöste.
Cbase berlin 13.6.04, Diskussion
Artikel ist ohne Autorenkennzeichung und durch diverses Hin- und Herkopieren und Archivieren finde ich den jetzt auch nicht mehr. Ach, Zeiten.

Freitag, 6. Februar 2015

Partizipation, der vierte Hinterhof und einige wenige, vokale Männer


Heidschnucken in Schmarbeck 06 Wikimedia Deutschland wird die Jahresplanung 2016 partizipativ und mit den Freiwilligen zusammen vornehmen. Nein, bitte kein Gelächter - mir haben mittlerweile mehrere Menschen, die es wissen müssten, versichert, dass die Partizipation in der Planung wirklich und tatsächlich gewollt ist. Also: die Absichten sind vergleichsweise gut.

Nun sind die Absichten das eine, und der Weg zur Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert und das Gegenteil von gut ist gut gemeint.. und naja, und so weiter. Bei der Durchführung einer partizipativen Planung stellt sich ja nicht nur die Frage: will WMDE partizipativ planen, sondern auch: kann WMDE überhaupt partizipativ planen?

Da Sebastian Moleski - ehrenamtlicher Schatzmeister von WMDE - dankenswerterweise schrieb: "Um das anzuschieben, bin ich für jeden Vorschlag dankbar, wie wir diese Diskussion am besten führen. Umfrage im Forum? Diskussion hier? Umfrage/Diskussion in der Wikipedia?" will ich doch mal versuchen etwas ausführlicher zu schreiben, was ich da für sinnvoll halte und was nicht.

Nicht sinnvoll

Traffic Jam, West of Ireland
Was ich nicht für sinnvoll halte, ist relativ einfach: einfach so vor sich hindrömmeln wie immer, dann eine Diskussionsphase aufmachen in der die Mitglieder was sagen dürfen, und dann wieder vor sich hindrömmeln.

Das hat zwei Effekte:

(1) Vorwissen, Enthusiasmus, Zeitbudget und Ansprüche der Mitglieder und Interessierten sind sehr verschieden: ein Community-Zwischenschritt irgendwo in der Mitte wird 90% der Interessierten außen vor lassen, weil das nichts bringt.

(2) Wenn man ein Angebot macht und wartet, dass Leute kommen, kommen halt die 10 Leute, die gerade nichts besseres zu tun haben oder sowieso de facto auf dem vierten Hinterhof am Tempelhofer Ufer in der Geschäftsstelle leben. Das sind aber nur bedingt diejenigen, die man haben will. Also nichts für ungut und gegen die Person: im Zweifelsfall zähle ich da ja mit zu: aber es sind nur einige wenige. Es gibt 7000 halbwegs aktive Wikipedia-Autorinnen, sicher eine vierstellige halbwegs aktiver Commons/Wikidata/ und 1300 altive Mitglieder von WMDE. Wenn sich davon nur 10 bis 15 an der Planung beteiligen ist das ein Versäumnis des Vereins. Neben den 15 die eh kommen, muss man sich um die anderen 8000 aktiv kümmern. .

Wenn man sich nicht kümmert, passiert folgendes, worüber sich auch letztens jemand aus dem erweiterten WMDE-Umfeld beschwerte: "Das sich-Abhängig-machen von der Meinung einiger weniger, vokaler Männer, die ihre Zeit auf WP:DK verbringen (wie dies seit Jahren leider bei hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern immer wieder vorkam), wird den Verein nicht weiterbringen." Darauf kann man dann auf zwei Arten reagieren: abschotten nach Außen. Oder die nicht ganz-so-vokalen-Männer-und-Frauen zu Gehör bringen.

Die Übermacht der einigen wenigen ist ein logisches Ergebnis von Halbherzigkeit: das passiert, wenn einem die Freiwilligen eigentlich egal sind/ man sie für selbstverständlich haält und einfach so hinnimmt, sie aus verschiedenen Gründen aber auch nicht komplett ignorieren kann. Alle anderen brauchen mehr Aufmerksamkeit, mehr Entgegenkommen, mehr Kümmern.

Sinnvoll 

Tractors and sheep Ballachly - geograph.org.uk - 1043846 Stellt sich die Frage:  wenn komplette Abschottung nicht gewollt ist, man sich aber auch nicht von den Menschen mit viel Zeit, viel Meinung und wenig Schmerzempfinden abhängig machen will: was tun? Die Antwort ist abstrakt einfach. Sie ist aber in der Umsetzung schwer, weil es ein Kultur der Partizipation benötigt, die gelebter Alltag ist und sich eben nicht auf einen Prozess unter vielen beschränkt, sondern dauerhaft und permanent da ist: Community-Mainstreaming bei Wikimedia Deutschland.

Rausgehen, rausgehen, rausgehen

Die Jungs vom vierten Hinterhof sind immer da und die rufen auch laut genug, um gehört zu werden. Nun haben die sicher was sinnvolles zu sagen, aber es sind wenige und sie sind nicht unbedingt repräsentativ. All' die Anderen 99,9% potenziell interessierter Mitglieder sind nicht da + die sitzen auch nicht gelangweilt zu Hause herum und warten, dass man sie anspricht. Die haben schon ein erfülltes Leben und müssen davon überzeugt werden, dass ihr Leben noch erfüllter ist, wenn sie mitplanen.

Das heißt zum Beispiel:
* die Freiwilligen müssen die Möglichkeit haben zu wissen, wo und wie sie sich einbringen können und das mit entsprechenden Vorlaufzeiten (mindestens vier Wochen vor einem konkreten Schritt)
* man muss glaubhaft klar machen, dass es eine persönlich lohnende Veranstaltung ist und ihr Engagement tatsächlich Folgen und Auswirkungen haben wird
* das ganze muss do gut dokumentiert und vorbereitet sein, dass sie stets wissen wo im Prozess sie sind und was es heißt
* zu wichtigen Stakeholdern (also z.B: zu den ~20-40 Personen, die sich schon mal aktiv mit Anträgen und Beiträgen in die Diskussion eingebracht haben) aktive persönliche Beziehungspflege und Ansprache - möglichst mit dem Ziel, dass sie ihr Wissen und ihre Fertigkeiten weiter streuen.

Grundbedingung all' dessen ist Langfristigkeit. Begeisterung und Engagement für eine Sache kommt dann, wenn man sich auskennt und Vertrauen hat. Vertrauen aufbauen dauert lange, Vertrauen verlieren, geht schnell. Vertrauens- und Beziehungspflege zu allen Freiwilligen ist eine Kernaufgabe der Geschäftsstelle.

Sinnvolle Fragestellungen, sinnvoll heruntergebrochen

Eine der bedeutsameren Aufgaben des Präsidiums von WMDE ist die strategische Planung. Nun habe ich diverse Präsidien aus diversen Perspektiven gesehen und eigentlich alle haben sich mit dieser strategischen Planung ziemlich schwer getan. Das ist bei genauerer Betrachtung eigentlich nicht verwunderlich: gut strategisch planen ist die anspruchsvollste aller Aufgaben im Verein und verlangt immenses Wissen sowohl über WMDE wie über das weitere Wikiversum wie über die Communities. Strategisch planen - ohne Erfahrungen und Kenntnisse zu haben, wie das dann praktisch aussieht und was das praktisch bedeutet - ist ein bisschen wie ein Segelboot designen ohne auch nur selbst einmal auf dem Wasser gewesen zu sein: entweder es wird so abstrakt, dass es vollkommen beliebig wird und keine Planung ist; oder man macht was kaputt.

Nun mag es zumindest in der Theorie möglich sein, 10 gewählte Präsiden so gut zu briefen, ihnen zuzuarbeiten und sie zu beraten, dass das irgendwie hingeht - bei einer breiteren Community ist das aber nicht mehr möglich. Strategisch auf dem leeren Blatt planen überfordert die Freiwilligen und das Ergebnis verstört im Zweifelsfall die Hauptamtlichen.

Für Planung bedeutet das:
* Eine breite, offene Vorbereitung, die erstmal sehr offen Wünsche, Bedarfe, Problemlagen, Ideen, Kritik einsammelt. Daraus generiert: 
* Lösbare Fragestellungen. Kein leeres Blatt sondern - halbwegs ausgearbeitete und vorbereitete Alternativen
* Kleinteiligkeit: wenn es auch nur wenige geben wird, die den Meta-Meta-Überblick haben  Die Möglichkeit an verschiedenen, passenden Stellen im Prozess ein- und auszusteigen; die Möglichkeit sich nicht für das Große und Ganze zu interessieren, sondern sich da einzubringen wo es passt und wo die eigene Kompetenz der Freiwilligen liegt.

Partizipation muss Alltag sein

In dieser Kleinteiligkeit und Einbeziehung liegt die größere aller Herausforderung. Ein "Planungsprozess" der neben oder losgelöst vom Alltag stattfindet, bindet Energien führt zu Frustrationen und lenkt fehl. Partizipation in der Planung sollte Alltag auf allen Leveln sein - von der großen Strategie (für die sich sicher auch einige interessieren) bis hin zu relativ kleinteiligen Entscheidungen. Alle erfolgreichen Initiativen und Projekte im Wikiversum sind mit und durch starkes freiwilliges Engagement entstanden: Freiwillige gibt es in allen Lebenslagen des Freien Wissens und sie sind intelligent, gebildet und im Normalfall hilfreich: sie müssen nur eine Chance haben, ihre Intelligenz, Meinung und Erfahrung einzubringen: das passiert nicht durch einen abgehobenen Planungsprozess weitab von alles, sondern durch Einbeziehung und Partzipationsmöglichkeiten von ganz groß bis ganz klein in allen Themen und Aufgaben: Community-Mainstreaming.tut not.

 

(Version 1.0 .- ohne Fußnoten und Links) 

Sonntag, 30. März 2014

Wikimania submission: Community empowerment through professional Community involvement. Will it blend?

Und hier ist die zweite Wikimania submission. Diesmal tatsächlich rein dienstlich: Community empowerment through professional Community involvement. Will it blend?

Title of the submission
Community empowerment through professional Community involvement. Will it blend?
Type of submission (discussion, hot seat, panel, presentation, tutorial, workshop)
 
presentation
Author of the submission
Dirk Franke
E-mail address
dirk.franke@wikimedia.de
Username
Dirk Franke (WMDE)
Country of origin
Germany
Affiliation, if any (organisation, company etc.)
Wikimedia Deutschland
Personal homepage or blog
Abstract (at least 300 words to describe your proposal)
I love Wikipedians. All of them. I have to. It’s my job. But this is not about me. This is about a long and exciting journey through the dense forests of mistrust, up against high mountains of community pride, along tightropes of being inside or outside, through the minefield of community discussions. It features identity confusion, evaluation desparation and volunteer dedication. It is a journey that is designed to lead into the happy meadows of constructive, creative collaboration - welcome to the-thing-that-cannot-be-called-community-management.

The Wikimedia movement has several programs worldwide and some established procedures for volunteer support. The movement has spent years on outreach. But little do we know about inreach - the art and technique to support the existing community from within. Inreach means to offer support, help communicating, trigger discussions, moderate hotspots.

Drawing from the experiences of last years WMDE-supported community project on paid editing and drawing from the experiences of some more orthodox community liaision activities, this year we try something new: being as a Wikimedian active in a Wikipedia - trying to moderate, help, support the community to communicate with itself - inmidst the tensions of the Wikimedia/Wikipedia relationship and inmidst all the tensions of the community relations itself. Will it blend? How far will it go? How far should it go? Where is the limit of community acceptance? Where is the limit when community empowermemt becomes community dependence?

Last years experimental paid editing project was designed to facilitate and attend to a community wide discussion on all aspects of paid editing. It attempted to empower the community enough, so that it could reach some common decisions and conclusions, to develop some structures, on how to deal with this problem. In doing that the project used a whole range of measures online and offline..This year we will consider several lessons learned and try to deal with new projects, new discussions and new topics. Long and enriching journeys are awaiting us.
Track
  • WikiCulture & Community
Length of session (if other than 30 minutes, specify how long)
30 minutes
Will you attend Wikimania if your submission is not accepted?
yes
Slides or further information (optional)
Special requests
none.

Donnerstag, 9. Januar 2014

In eigener Sache: WMDE

Benutzer:Dirk Franke (WMDE). Dieses Blog hier hingegen war immer privat und wird immer privat bleiben, und alles was hier steht, ist meine unmaßgebliche Privatmeinung,

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Kein Liveblog von der Wikimedia-MV (mit Text)

Diesmal kein Live-Blog oder Nach-live-Blog, soviel bin ich dann nicht zum Schreiben gekommen. Aber bevor Twitter sie ganz verschluckt hier mal meine Tweets. Ist nicht so sehr anders als sonst, nur einfach deutlich lückenhafter:

 (dezent redigiert. d.h vor allem ein paar Nebendiskussionen auf Twitter gelöscht und der Lesbarkeit wegen zeitlich von oben nach unten angeordnet), das heißt es fängt oben an und geht dann chronologisch nach unten.

* es wäre ja nett, wenn es auf der wikimedia.de-startseite irgendeinen hinweis auf die MV geben würde.#woistdiedenn?

* Hurra! Die größten #WMDE-MV-Kaffeetassen aller Zeiten!

Sonntag, 1. Dezember 2013

Kein Liveblog von der Wikimedia-MV (ohne Text)

Sheep shearing

Aber mit Link: ein bisschen schrub ich ja doch mit. 

Und in den nächsten Tagen dann auch hier mit Text und von oben nach unten. 

Donnerstag, 29. August 2013

Prüf' Dein [WMDE]-Präsidium

Die Lage ist dramatisch! WMDE wächst und wächst und aus dem netten Kuschelverein von einst ist eine Mitgliederstarke Organisation geworden. Das hat viele Folgen, von denen mich jetzt gerade eine interessiert: die Menschen kennen sich nicht mehr.

Das ist aus zwischenmenschlich-emotionalen Gründen bedauerlich, hat aber auch eine eher politische Folge: die Kandidaten für Ämter (sprich hier: das Präsidium) sind nicht mehr allgemein bekannt. Wer weiß schon, wer sein Möchtegern-Präside wirklich ist?

Leader of the pac (Alpacas that is) - geograph.org.uk - 1162241

Auf die Mitgliedsversammlungen kommen erfahrungsgemäß 30 bis 50 Menschen, die restlichen Vereinsmitglieder sind im Wesentlichen auf die Selbstvorstellung der Kandidaten angewiesen. Das ist suboptimal.

Um die Vorstellungs- und Entscheidungsmöglichkeiten etwas breiter zu fassen, hatten verschiedene Leute die Idee von Wahlprüfsteinen für Präsidialkandidaten. Alle Kandidaten bekommen eine Reihe von Fragen und können/sollen diese beantworten. Fragen und Antworten kennen die Wähler im Voraus.

Um die Wahlprüfsteine auf eine möglichst breite Basis zu stellen, gibt es eine Seite in Wikipedia zu Erarbeitung,. Wikipedia:WMDE-Wahlprüfsteine.

Und deshalb hier der Aufruf/Hinweis: wenn ihr wollt, dass die Präsidiums Wähler Eure Meinung/Fragen/Sorgen/Ideen mitbekommen, jetzt ist der richtige Zeitpunkt aktiv zu werden. Jetzt ist Beteiligung angesagt,

Dienstag, 22. Januar 2013

Bezahlte China-Reisen für Wikipedianer auf deutsch

Ein Nachtrag zum Blogbeitrag eines weiter unten: wie Nicole in der Diskussion anmerkte gibt es die ganze Anleitung und Diskussion mittlerweile auch auf deutsch bei Wikimedia Deutschland mit Stipendien von Wikimedia Deutschland.

Ich bin ehrlich gesagt sehr angetan, dass das dieses Jahr so zeitig klappt und fühle mich in meinem Glauben bestätigt, dass seit geraumer Zeit bei WP und WM alles besser wird.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Nachts im Treppenhaus..

..zwischen verschlossener Geschäftsstellentür und verschlossener Haustür ist es ganz schön leer. Noch mal großes riesiges Danke an Lydia und Aude, die mich gerettet haben. You are the greatest.



 FukuiDinosaurMuseum03

Samstag, 24. November 2012

Nicht-live Blog Wikimedia-MV 20121124

Nicht-live-Blog Wikimedia MV
951 Präliminarien. Wir haben uns alle lieb.
952 Anwesend zähle ich 47 Leute. Davon knapp 30, die nicht anwesend sein müssen (also keim Mitarbeiter, Präside oder Kassenprüfer sind)
953 Treffen wieder in der Stadtmission. Netter Saal. Auf dem Weg hierhin begegnet man schwankenden Gestalten mit leerem Blick und Bier in der Hand. Hinfahrt mit dem Fahrrad ist eher abenteuerlich, aber dafür liegt es neben dem Hauptbahnhof.
954 El Presidente scheint auch zum Abschied nicht geneigt zu sein, die Tugend der Kurzfassung anzuwenden.
954 Kompliment übrigens an die Orga. Das Obst-Kaffee-Getränkebuffet sieht so gut aus wie nie zuvor.