Dienstag, 22. Dezember 2015

Die Troll-Matrix

Gestern durfte ich in einem netten Cafe an einem anregenden und inspirierenden Gespräch über Trolle, ihr Wesen und Sein und ihre Klassifikationen teilnehmen. Wenig überraschend landeten wir an dem Punkt, dass eine Vielzahl verschiedenster Verhaltensweisen unter dem Troll-Begriff zusammengefasst werden.

Zeit für mich, einige seit langem angefangene Gedankenansätze zusammenzubringen und die vorläufige Trollmatrix aufzuzeichnen. Nicht jeder Troll ist dasselbe, aber sie lassen sich klassifizieren.

Meine Grundthese dabei ist, dass jeder Troll ungeschriebene Grundregeln der aktuellen Kommunikation bricht. Sprich: der Troll sagt nicht das, was sein Gegenüber gerade legitimerweise erwarten kann, sondern geht darüber hinaus. Einfaches Beispiel: Wenn ich frage, ob Du nachher mit ins Cafe kommst und Du sagst "Penis, Du Arschloich", fällt die Antwort aus dem Rahmen. Komplexes Beispiel: Wenn ich zu einer Internetkonferenz eingeladen werde und dort einen Vortrag über Leinenangeln (englisch: "Trolling"), ist auch das eher unerwartet. Trotzdem ist beides natürlich verschiedenes Verhalten.

Um wenigstens etwas Übersicht in das Ganze zu bekommen, schlage ich zwei Dimensionen vor. Einmal "Intention" und "Anschlussfähigkeit."

Intention ist einfach: Wenn Du sagst "Penis. Du Arschloch", weil Du an Tourette leidest, ist das eine andere kommnukative Situation als wenn Du beleidigen willst. Gleiches gilt, wenn ich den Angelvortrag halte, weil ich aus seltsamen Grünen fälschlicherweise denke, ich bin auf einer Angelkonferenz als im Bewusstsein auf einer Internetkonferenz zu stehen.

Anschlussfähigkeit ist schwieriger zu bestimmen. Grob vereinfacht bezeichnet es in diesem Kontext die Fähigkeit auf die Trollkommunikation zu reagieren. Dabei können die Kommunikationsmöglichkeiten start eingeschränkt werden (Auf "Du Arschloch" kann man nur beschränkt antworten, auf eine wiederhlte Beleidigung wird es noch weniger) oder aber erweitert (die Reaktionsmöglichkeiten auf den Angelvortag sind Vielgestalt). Die Diskussion wird durch das Trollen stark in eine Richtung gezwungen oder geöffnet und kann einen bis dato für alle Beteiligten unerwarteten Spin bekommen.

Aufgezeichnet sieht das so aus:



Im einzelnen:  

Hater werden leider mittlerweile meistens als Trolle bezeichnet. Sie wissen was sie wollen und wollen eine Diskussion entweder ganz beenden, indem sie alle anderen vertreiben oder sie stark in eine Richtung lenken. Hierunter fallen die bekannten Fälle von massiven persönlichen Angriffen (siehe zB Gamergate), der Versuch mit unlauteren Mitteln persönliche oder politische Agenden zu pushen oder auch einfache Sachen wie Vandalismus und Penis-Spam. Sinnvoller Umgang hiermit ist zumindest theoretisch einfach: Hater sind zerstörerisch für Kommunikation und wissen das: löschen und sperren.

Rechthaber wirken oft wie Hater, aber sie wissen nicht was sie tun. Oftmals trifft man hier Menschen mit starken inhaltlichen Überzeugungen und nur eingeschränkt tauglichem Sozialverhalten. Oft fühlen sie sich un- und missverstanden. Die erhöhen die symbolische Lautstärke, auch wenn sie damit nicht besser verstanden werden, sondern andere Verschrecken. Rechthaber wirken zerstörerisch auf Kommunikation, entfalten diese Wirkung aber in bester Absicht. Bei Rechthabern hilft dann auch meistens Zuhören, verstehen und vielleicht der ein oder andere Hinweis, dass das Kommunikationsverhalten gerade ungeschickt ist. Sie wollen ja diskutieren, brauchen nur etwas Hilfestellung.

Trolle i.e.S. möchten mal einfach Spaß haben und mal auch einfach Leute aus ihrer Behäbigkeit reißen. Deren Verhalten ist am Vielfältigsten und unberechenbarsten. Kann positiv wirken, auf die Dauer aber auch sehr anstrengend sein. Zumal wenn der Troll nicht so originell ist wie er denkt zu sein. Die Reaktion hier ist ebenso wie das Trollverhalten hochgradig variabel, situations- und kontextabhängig.

Kind ist hier auch im übertragenen Sinne gemeint. Jemand sagt etwas, was nach gängigen Maßstäben für Erwachsene ungewöhnlch ist/nicht geht, und die Betroffenen freuen sich in dem Kontext. Handlung ist hier eigentlich gar nicht nötig. Das Verhalten tritt nur manchmal auf und ist diskussionsanregend. Was will man mehr?



"Ich habe Zeit gespendet, und zwar nicht zu knapp! "

Wer es noch nicht gesehen hat. Ein schönes Interview von Geolina im Deutschlandfunk zum Thema Wikipedia, Wikimedia, Spenden und Wertschätzung:

Wikipedia-Autorin wünscht sich mehr Wertschätzung



Finnish anti-vegetation task force on a Baltic sea island
Bild: Finnish anti-vegetation task force on a Baltic sea island. These sheep, owned by the government of Finland, keep the meadows from turning to thickets. By Hansenit [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Sonntag, 20. Dezember 2015

Schwimmbäder nah und fern: Stadtbad Schöneberg, Hans-Rosenthal, Berlin

Schwimmbäder sind schön. Eine der echten Errungeschaften Deutschlands ist es, das Land flächendeckend mit Schwimmbädern überzogen zu haben. Ein Ort für alle, ein Ort für Spannung, Spiel und Überraschungen. Schwimmbäder sind spannend und geben einen guten Einblick darin, wie Menschen sinnvoll ihre Freizeit verbringen. Als Liebhaber von Schwimmbädern werde ich dieses Blog nutzen, um einen Überblick über große und kleine Schwimmbäder zu geben: Becken, Menschen und drumherum.

Den Auftakt macht quasi mein derzeitiges Heimatbad: das Stadtbad Schöneberg in Berlin.

Berlin schoeneberg stadtbad 25.11.2013 11-49-03

Gebäude:

Eigentlich ein recht spannender Bau: ein für Berlin und die Zeit typischer 1920er-Backsteinbau. Die großen Becken liegen im Obergeschoss mit Blick auf einen kleinen Park und die Umkleidekabinen im Erdgeschoss. Schon ein etwas eigenwilliges Gefühl, wenn man beim Umziehen weiss, dass gerade das komplette Becken über einem ist. Mehrfach innen umgebaut und dabei leider etwas verbaut. Von dem recht spannenden Gebäude und schönen Gebäude bekommt man drinnen kaum etwas mit und man muss schon sehr genau darauf achten, um zu merken, dass man nicht in einem austauschbaren Zweckbau ist.

Becken: 

Ein großes Becken mit 25-Meter-Bahn und 3-Meter-Sprungbrett, Kinderbecken, kleines Außenbecken, ein paar Whirlpools und eine Rutsche. Recht ordentlich, aber nicht außerordentlich. Whirlpools und Solebecken sind quasi immer voll, das Außenbecken hat zu meinen Badezeiten meistens geschlossen. Bonuspunkte gibt es für das vergleichsweise warme Wasser.
  
Umkleidekabinen/Duschen:

Duschen nett: warm, gut zu bedienen und generell nett eingerichtet. Umkleidekabinen okay, 200er-Stil in milchigem Plastik, die Gestaltung zwingt einen aber lange Gänge entlang. Deutliche Minuspunkte dafür, dass das mit dem Türen ab. und aufschließen nie so richtig funktioniert und extra Minuspunkte dafür, dass hier die "passen-Sie-auf-Diebe-auf" Warnungen selbst für Berliner Verhältnisse recht ausgeprägt sind - die Schließfächer aber im beckenbereich liegen. Sprich: man muss erstmal seine kompletten Wertsachen in Badehose durch die Gegend tragen und dann mit in die Dusche nehmen, wenn man sie nachher wegschließen will. Das System ist nicht ausgereift, 

Publikum:

Typische Schöneberger Mischung. Tendenziell jünger (so 4 bis 40), tendenziell nichtdeutscher Herkunft, überraschend viele Menschen, die tatsächlich schwimmen können. Oft sind Kurse von Meerjungfrauen-Apnoetauchen für kleine Mädchen bis zu Schwimmlernkursen für Erwachsene, auch daher ist das Publikum recht abwechslungsreich.

Restauration:

War mal drin. War okay. Muss nicht wieder sein.

Preis: 

7,50 Euro. Der Berliner Preis für besonderer Schwimmbäder. Mit den 2 Euros Extra bezahlt man für Warmwasser, Rutsche und Whirlpools.


Und sonst:

Meines Wissens als einziges der Berliner Bäder mit einem Namen versehen: Stadtbad Hans-Rosenthal. Der Moderator Hans Rosenthal hat hier Schwimmen gelernt. Mit 25, nachdem es ihm vorher als Juden in NS-Deutschland nicht erlaubt und möglich war. Endlich mal eine Benennung mit Sinn und Verstand und Würde.

Empfehlenswert?

Dafür, dass das Bad eigentlich nichts besonderes hat, sind 7,50 Euro schen ein recht steiler Preis. Andererseits: das Wasser ist warm, das Publikum angenehm und das Bad an sich ein nettes.


Sonntag, 13. Dezember 2015

10 Jahre KNORKE 2005-2015 Stadtrundgang mit Wikipedia

Was waren das für Zeiten im Jahre 2005. Die Wikipedia war klein. Die Welt war groß und aufregend. Dabei ging es in der Wikipedia nicht nur um abstrakte Konzepte, tote alte Männer und den Stoff der Schullehrbücher. Zum Wissen der Welt gehörte auch Wissen über das persönliche Umfeld, das pralle Leben direkt vor der eigenen Haustür oder in U-Bahn-Nähe entfernt.

Hermannstraße (Rixdorf) Apollo-Theater-Garten anno 1900 AK gemeinfrei  
Ort des erstes KNORKES: die Hermannstraße.

Neben den Artikeln über Philosophie und Physik oder Barock und Bariton entstanden in jenen Anfangsjahren auch Wikipedia-Artikel über das eigene Umfeld. Gerade in Berlin präsentiert sich dieses Umfeld nicht immer hübsch und geleckt, sondern auch mal rau und nicht für jeden Stadtführer geeignet.

So um 2005 beschlossen verschiedene Berliner unter den Wikipedianern (unter anderem die Autoren Cornelius, Achim., Lienhard, Rainer) einen Artikel über eine Straße zu schreiben. Die Hermannstraße ist eine Hauptstraße in Neukölln. Sie macht alles aus, was eben auch Neukölln ausmacht: historische Friedhöfe, sozialer Brennpunkt, Fahrradfahren im Slalomverkehr, lebendiges Leben des Kleingewerbes und jede Menge Casinos und Cafés.

Wenn man über eine Straße schreibt, die vor der eigenen Haustür liegt, liegt es nahe, sich diese persönlich anzuschauen. Wenn man zusammen am Thema schreibt, liegt es nahe, sich die Straße zusammen anzuschauen. Der erste wikipedianische Stadtbegehung war geboren. Am 4. Dezember 2005 fand die erste "KNORKE"-Tour der Wikipedia statt. Der Benutzer Marbot war noch nicht als der Meister des perfekten Protokolls dabei, der er später werden sollte, so dass die schriftlichen Überlieferungen spärlich blieben. Was uns im Archiv erhalten blieb, kulminierte in dem Satz:

Im Handwerkerstübchen rund 1 Meter hoher Cappuccino mit zwei Meter Sahne drauf und gefühlten 68 Keksen rundrum für schlappe 1,50 oder so und so weiter ..

Was auch immer bei jener legendären Tour noch geschah: der Artikel über die Hermannstraße wurde zu einem Artikel ausgebaut, der innerhalb der Wikipedia als Qualitätsartikel gilt(*). Die Stadtbegehung fand wieder statt, diesmal an anderen Orten.

Wannsee29
KNORKE on Tour: Hier auf dem Weg zum Wannsee. Bild: Jcornelius CC BY-SA 2.0 de, via Wikimedia Commons

Bereits am 26. Februar 2006 folgte die zweite Tour  am und um den Hackescher Markt und einen Monat später der dritte Anlauf durch die Prenzlauer Allee.

Dienstag, 20. Oktober 2015

Jämmerliche Wutnickel laufen im Kreis. Ein Jahr #Pegida.

Manche scheinen ihre Lebenserfüllung darin gefunden zu haben, im Kreise zu laufen. Ein Jahr Pegida und sie laufen immer noch. An sich ist das nicht so überraschend - wer sich mal ein anspruchsloses wöchentliches Hobby zugelegt hat, kann das lange durchhalten. Überraschend und erklärungsbedürftig ist aber die weiterhin starke Beteiligung, die zumindest in Dresden auch Menschen hinter dem Ofen hervorlockt, die eigentlich anderes zu tun haben sollten.

Die ganzen Gida-Teilnehmer außerhalb der Dresdener Veranstaltungen sind deutschnationale Aktivisten bis Neonazis mit politisch verfestigtem Weltbild. Diese Aktivisten agieren in innerhalb einer geschlossenen Ideologie mit einem größeren Ziel; da ergeben Demonstrationen innerhalb dieses Weltbilds einen Sinn. Gleiches gilt für die Gida-Organisatoren. Wenn jemand innerhalb einer festgefügten Ideologie agiert, erscheint in diesem Zusammenhang vieles logisch, was auf Außenstehende befremdlich wirkt. Die innere Logik der Rechtsextremen kann ich glaube ich gut genug nachempfinden, um mir zumindest vage vorstellen zu können, wie und warum die Gida-Organisierer handeln und was man eventuell dagegen machen könnte.

Was mir tatsächlich kaum begreiflich sind, sind gerade in Dresden die mehr oder weniger normalen Menschen, die sonst unpolitisch sind und ausgerechnet Pegida für die eine sinnvolle Gelegenheit halten, um sich ausnahmsweise politisch zu engagieren. Ausgehend davon, dass diese Menschen ein mehr oder minder normales Leben führen, opfern die ihre Zeit ausgerechnet für Veranstaltungen die selbst massenhaft Ausrufezeichen in die Lande setzen mit "Geh hier weg! Das ist kein guter Ort! Hier ist der Ort des aggressiven Wahns!; einer Veranstaltung bei der als Mensch mit einem Mindestmaß an zumutbarer Sozialisation schreiend wegrennen möchte?

Nicht ohne eine gewisse Faszination schaue ich da ja zu: Verkehrsunfallvoyeurismus im Reimkultur. Dass ist mir alles so fremd und unverständlich und nicht-nachvollziehbar wie Menschen so sein können und ticken.

Warum tun die sich das an?


Ein Versuch zu verstehen.

 

Dienstag, 6. Oktober 2015

Ramos Gin Fizz - für die Enzyklopädie

Das erste mal in der Geschichte der Menschheit trafen sich Wikipedia-interessierte Menschen, um gemeinsam und im Austausch die Cocktail-Artikel in der Online-Enzyklopädie zu verbessern. Erkenntnisse. des Tages: viele neue Teilnehmer; die Cocktail--Interessierten waren unfassbar freundlich; echte Nerds lassen sich auch von einem Raum voller frei-Alkoholika nicht von der Tätigkeit abhalten; ein guter Cocktail ist schon was besonderes. 

Wiki Loves Cocktails logo symbol

Cocktails in der Wikipedia


Was mich an der Wikipedia fasziniert, ist die unglaubliche Vielfältigkeit der Themen und Perspektiven. Was ich sehr schätze, ist, dass dort jedes Thema vom Pizzakarton bis zur UNO-Vollversammlung ernst genommen wird. Die Wikipedia hat den Anspruch hat über alles fair, ausgewogen und mit Hintergrund zu informieren. Dazu gehören auch Nischenthemen wie Cocktails: (fast) jeder trinkt sie, aber die wenigsten kommen über gesundes oder auch seltsames Halbwissen hinaus. Um so dankbarer bin ich dem Benutzer:Mangomix, der sich seit Jahren den Cocktailartikeln annimmt, und versucht diese auf ein lesbares Niveau zu heben. Artikel wie beispielsweise der Old Fashioned sind Mangomix mittlerweile großes Kino. Er schreibt aber nicht nur selbst, sondern hat im Laufe der Zeit ein Projekt in der Wikipedia zu diesem Thema gegründet, dessen erstes Treffen Ende September in Hamburg stattfand: sich über Cocktails austauschen, Cocktails so fotografieren wie sie aussehen sollen und potenziellen Neuautoren Wikipedia vermitteln. Klang spannend, sinnvoll und lecker: also nichts wie hin.

Bildrechte und Tequila


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Royal Bermuda Yacht Club Bild: Ralf Roletschek [FAL], via Wikimedia Commons

Also abends nach der Arbeit in den Zug gefallen und nach Hamburg gefahren. Die Ankunft in der Stadt war irritierend: auf dem Fußweg vom Hauptbahnhof zum Wikipedia-Kontor-Hamburg sind mir mehrfach betrunkene Menschen in Dirndl und/oder Lederhosen entgegengekommen - liebe Bayern, ihr wisst dass der Rest der Menschheit bald nur noch an Saufen denkt, wenn er eine Lederhose sieht?

Sonntag, 27. September 2015

Hamburg, Nacht, Oktober

Polizeieinsatz am Hauptbahnhof
Dirndl, Lederhosen
ein einsamer Punk
Menschenleere U-Bahnhöfe
zwei Mädchen arm in arm
ein Mädchen kotzt
 

Freitag, 4. September 2015

Wikipedia-Leaks: danke für Deine prompte Antwort

Sniffing fur

Gepostet random und ohne Kontext auf irgendeiner Meta-Diskussionsseite.. und sowas vor dem dritten Kaffee. Wer es nicht bis zum Ende schafft, Euch ist klar "wikipedia ist allgemein bekannt als organ von grosskonzeren zu dienen und bestimmt auch von regierungen da es ja open-source ist."

== Diskussion beendet? == 
− − danke für deine prompte antwort [...]! 
− schön, dass du mich als lügnerin bezeichnest, [...]! weshalb? rein psychologisch gesehen macht es einen gewaltigen unterschied aus ob du ein altes schwarz-weiss bild postest oder ein aktuelles. vorallem mit putin, da - wie bereits erwähnt - dass bild russland, im speziellen jenes putins, arg verunglimpft werden soll. gaddafi wird ja auch als "böser bube" erklärt, also 1+1 für die naiven ergibt leider 2 und sehen somit nur die verbindung putin+gaddafi=böse! − ich pers. finde putin gerade so toll wie eine merkel oder ein obama, also wieso diese unterstellung? kennen wir uns? − wikipedia ist allgemein bekannt als organ von grosskonzeren zu dienen und bestimmt auch von regierungen da es ja open-source ist. wenn du dies nicht weisst, mein beileid. − aber keine bange, ich eröffne kurzerhand ein benutzerkonto und flute wikipedia mal mit der nicht orchestrierten allg. meinung. mal kucken wie viel davon veröffentlicht wird. je nach region wo du dich auf unserem globus befindest wird die wahrheit nämlich anders geschrieben/interpretiert. − krieg ich hierzu keine stellungnahme? schade eigentlich...!

Traktorfreitag: FAZ

Ein Trend setzt sich durch.



Donnerstag, 27. August 2015

Darummagichberlin (LXX)

Hippe junge Männer in kurzen Hosen und Tanktops. Und mit Wollmütze.

Montag, 10. August 2015

Tatsächlich ein brauchbarer Trollpost

2011 får 05
Always have a close look first. Image: 2011 får 05 By Sigurdas (Own work) CC BY-SA 3.0

"Troll" im Internet ist ja zur Zeit irgendwie alles: von Menschen, die ein bisschen eine andere Meinung haben, bis hin zu sadistischen Arschlöchern und ab und an erwischt man tatsächlich einen klassischen Troll.

 Ausgerechnet HuffPost hat es geschafft, einen Post zu veröffentlichen, der jetzt auch nicht totoriginell ist, aber zumindest die Grunddifferenzierung zwischen "Mensch mit inhaltlichen Punkt", "Troll" und "sadistisches Arschloch" hinbekommt.

Voila: "First, determine if the person is disagreeing, attacking, or simply baiting" im Post  50 Shades of Trolls.



Montag, 20. Juli 2015

#Wikimania Mexico City - Day 3

Day 3: A BIG BIG Thank you to all the organizers. Esino Lario has a 6 meter Theremin. And: finally: Tequila!

So, goodbye Mexico! Goodbye Wikimania! You were great. So after too many Tequilas, too little sleep and just enough of dancing I apoloize for even more unrthodox orthgraphy and grammar than normally.
 

 Lambada in a (former) church building. The Haifa (Wikimania 2011) closing party has finally found a worthy successor.

The last day. Let's start at the end. The Party was awesome. At a former church building, now some kind of government owned cultural place, there finally was Tequila (and they were not shy on it), many happy people and dance. Mood imrpoved after the DJ switched from Electro-whatever to Latin-Sounds, and oh it was fun. Worth every bit of pain I'm feeling right now :-)

 Did I mention the great food already? 

So again, a BIG BIG Thank you by me to all the organizers, volunteers and whoever made this possible. I have to admit: previous of Wikimania I hesitated a bit if this was really worth all the hassle, the taken vacation days and the money (I got a scholarship - thank you Wikimedia Deutschland, but you always still pay a lot of stuff private as well. But in retrospect it was really worth it.
 
 THANK YOU!


So let's talk about program again.  Sunday was my fanboy day. I started with a talk about the Stanford Encyclopedia of Philosophy - of which I'm a fan for several years now - saw a presentation of the Foundation.Video-guy Viktor Grigas (I've been a fan for years) and a talk by Rebecca, of whom I'm a fanboy as well. 

But first lets talk about a talk I didn't see. While yesterday I complained about the lack of unexpected, unusual and just simply unique and great talks - exactly that seems to have happened. So many people were raving about "My life as an autistic Wikipedian" - clearly the conference highlight.

The Stanford Encyclopedia is in my opinion the best source on Philosophy in the internet since the late 1990s, so I was really curious to see how it is made. On the one hand it was interesting, on the other hand it felt like time travelling to 1997. Nothing has changed there much: from the layout of the encyclopedia to the layout of the slides or that they are talking about CD-Roms.

Viktor showed his neat video about "2014 on Wikipedia" and talked about he liked to make "2015 on Wikipedia" more community based and collaborative. But, as already said in another talk, doing video collaboratively still has enormous technical obstacles in its way.

Rebecca did dome neat playing with data about what grants work and what don't and what's the best way to reach grantees. 
 It is more effective to talk to people at they place where they are.


Stanford encyclopedia.  "This doesn't happen"


And I can't really say that I'm a Jimmy Wales fanboy: but by now, his speech at the closing ceremony felt like home: Yes, it was the same as always, yes, the slides were horrible as always and I'm still not sure about the value of choosing somebody more or less randomly as Wikipedian of the year. But, hey, in this rapidly changing Wikimedia world right now, it gives a sense of continuitiy and belonging,

Change: talked to some people about my perception of change at the Foundation. I'm not the only one feeling this it seems. Some guy "The talked to me. And they were interested what I had to say. This has never happened before." Still a long way to go - and of course I could cite several examples of were it doesn't happen. But after three days still convinved: change for good is real.

And then: Mariachis, Barbacoa, and BIG thank you again to all the totally sweet and helpful volunteers. And for 2016. Need I say more: 
 
 YES!

Sonntag, 19. Juli 2015

Wikimania Mexico City - Day 2

Day 2: questions, answers, a room with a view and horrible acoustics


Madonna of the Yarnwinder. (Circle of Leonardo, Museo Soumayor)

 So, Wikimania is going on. It is going on well. Subtext seems to me different from other times.

The one is just a general feeling. it feels a lot more streamliked and businesslike than other Wikimedias I've been to. May be because this is just a small Wikimania (I heard something of 800 registered attendees, feels rather like 500) and only the hardest of hardcore is here. But also for me the feeling is more like "getting things done" and less like "let's tell each other just how wonderful we are" - a style that suits better to me in my opinion to the most Wikipedia projects as well. To me it seems far less nonsense, pompous bullshit and self-rightous self-affirmation than in the last years but also less surprises, less fun and less unexpected.Still not sure if just is happening by accident because it's just a small number of people is there and the baseline of knowledge and engagement is high or if that is a trend that will continue.

On the other hand - I still have to talk about Lilas keynote - to me there really seems to be a change of attitude at the foundation. The foundation did and does feel that the community really is difficult and cumbersome. But whereas in earlier times it was more like "so let's look for a new community that is more fun, and likes us better" this time it feels more like "ok, so we have to work with the old one to get some change done." And as much as you can ridicule strange vine metaphors at Lilas speech: there is huge different in meaning between planting a new plant (WMF old style) and grafting something new onto an existing rootstock (Lilas plans according to Keynote). If my feeling proves to be true this would be a huge change.
 
 It's a trap!

So, talks. Q&A with the boards seems to have been boring as usual. I tried to talk to several people afterwards about what was going on and nobody could tell me. Except "everything is high priority." But I was sitting in another Q&A as well. This time with the community engagement team. And, as I have should known before: 8 people on a panel about a huge subject and a quite diverse audience. It really just stayed on the surface. It's fine that it has been done but I wasn't really the target audience. Although it was nice to see them all in once and have some faces attached to the names. 


 
 
 Kind of engaging. The community engagement team. 

Way more interesting for me was Lodewijks dicussion room about citations on Biographies on living people. No abstraction, no buzzwords, a talk on topic and in the real world. Was also nice to see several meta-meta-Wikimedians just nerding on about Wikipedia. And, my secret love, the Uzbek Wikipedia was there as well. But, oh boy, the have problems "We don't want to write about people outside of Uzbekisten because the information is there and the articles can easily be translated and we cannot write articles about people in Uzbekistan because there are no sources.."

And finally: we did have a spontaneous meetup about the Wikimedia Deutschland annual plan. One could and should argue about details, but I'm so so happy that this really seems to be a planning process that seriously wants to engage community. Yeah! The meeting was in Dona Sol - as we discovered the only conference room with windows. So now I know what sessions to attend today: everything that is in Dona Sol.
Far more engaging: a demonstration. 

More exciting: i ran into a demonstration. As I speak no spanish I have not really an idea what it was, but I frequently heard "cultural", "Pancho Villa", "educacion", "reflecion critical", "companeros" etc. It may be that these were the teachers demonstrating against the non-existence of educational resources and standards for them in Mexico. A huge number (even for Mexico City downtown standards) of police right and left of the demonstration, the demonstration itself was totally relaxed, many women and children and a positive mood. Oh, and the same Mexican music and dance(!) as at the Wikimania opening, except the texts of the songs were frequently mentioning Zapata and revolucion.
 
 
 People dancing on the streets,
 Mexicans like it colorful. Even when impersonating the Beatles.


And finally: another night at a museum. For somebody used to European public museums the privately owned Museo Soumayo is a different world. It houses the collection of Carlos Slim, the richest man in the world, has an impressive collection of European masters, but it also shows that the collection in general was made by one man's likes and not by concept of art. Quite an experience. And in the end: a beatles cover band in a room with the most horrible acoustics on earth, finally rain, more Mexican finger food and tomorrow/today the last day to come. Enojoy!











Samstag, 18. Juli 2015

#Wikimania Mexico City - Day 1

Day 1. Conference!


 Nachts im Museum


So, the conference started - as should any conference - with the opening. A real nice video by the organizing team (soooo sweet), a nice speach by Protoplasmakid aka Ivan, THE guy from Mexico, and very cool Mexican dance presentation, and Lilas opening speech. I really enjoyed it, but I also discovered: all the people who have already seen opening speeches at Wikimania liked it better than those who haven't.

Okay, Lila doesn't have any charisma on stage - but hey, that fits well into the Wikipedia world and I'm not sure if these "you are the vineyard" and "THE BIG WE" were really necessary. But, hey, she was taking about Wikipedia and the projects and not about world hunger, the plight of children in developing countries and whatever other random problem but she was on focus. And most of what she said about Wikipedia and the development of the foundation made sense. I'm still more than happy and maybe I'm becoming a Lila fanboy.

Doing Citations: A pain in the ass since 2005 and ignored by the foundation since 2005. I'm more than happy that now its even such a priority to get mentioned in the opening speech.

Just one graph in Lila's speech: And it actually made some kind of sense.
 

Opening ceremony dance. Good photos but not too much so see for everybody else.


The Workshop. I don't need to become a Rebecca-fanboy because I already am. The was talking a bit about typical projects and how to measure if they have any success. But mostly she was asking and discussing. The people in the room weren't too many, but the rights ones. We discovered: for most of the stuff the movement does we still don't know how effective they are and if they really make sense because we hardly have numbers. People don't bother to get the data, it's way to complex to aggregate and the Foundation has "tons of resources" - but too me that's part of the problem. You completely get lost. Even in this highly self-selected panel only one third to one fourth of the people knew about the evaluation portal of the Foundation for example. So I guess, there's some work to do next year: find easy ways to measure if yourproject had any success.

Talks: one about the Visual Editor the world didn't need. The first half was going on about the why it is so difficult (templates, pictures etc. - I guess I heard that already at Wikimanias 2013 and 2014) and on the second half I lost track completely and had no idea what he was talking about.

Another one about "bigquery" - a tool from google that allows so do database searches on huge lumps of data in just seconds. The guy who talked was a Wikimedian working at google - but hey, he was sooo happy presenting his great toy that everyone could use and that everyone could share - he was almost jumping out of joy of all the crazy things he can do. 

And then the national anthropolocigal museum. WOW. What a treasure, and how nicely presented. A bit they lost the chance by having guided tours and keeping the Wikipedians close to the guide - otherwise by now they would have digitized their whole collection in high quality. But still: WOW

  "Everyone say Aztec!"

Freitag, 17. Juli 2015

Wikimania Day 0 - Some pictures

So now I'm in the hotel rooms again and have working internet. So here are some of yesterdays pictures:




Could be the Wikimania with the best food ever. Although Wiimania Haifa is still a close contender.

 
 Badges, badges, badges. There is a speicial sticker for WMF Staff, one for scholarship recipients, one for WMF board, one for speakers and whatnot. Still not sure if they are meant to be singled out in a good sense or not a good sense. 
 
The reception. And very enthusiastic volunteers. 


Nice architecture around. 


Mexican pedestrian traffic lights are animated. And they are notwalking, they are not running. Considering Mexico traffic they better be.


 The volunteer supporters workshop.

Maybe I'm becoming a lila-fanboy #wikimania

Positively surprised by Lilas opening speech at Wikimania.

* It had substance

* It had content

* Hardly any bullshit

* For most of the things she said I could say yes.

* For some of it I could even say YES

* Having hope. Actually quite a lot.

#Wikimania 2015 Day 0

No pictures right now. I'm sitting in the opening ceremony and the internet is sloooooow..

The first real day of Wikimania. This night was the official opening reception.

The reception was nice. Met a lot of people, had nice talks, the usual stuff. Finally more people have appearred that I don't know already from other Wikimanias - altough a lot of them  have already been to Wikimanias we just haven't met. And still I haven't seen several Wikimania mainstays - wonder if they will appear.

My roommate is Andrei from Romania and he is real cool guy. Very decent, smart, has read a third of the code of the visiual editor and as I have been told a really good photographer as well. I can tell myself being lucky.

As part of the prpconference I went to the Volunteers Support Network (a network of people inside the movement who support volunteers) - which unluckily was kind of slow. Out of maybe 20 attendants around five have ever been to the network before and so most of it was "what is a volunteer?" . "do you have to be paid staff to support volunteers?" - "what is this all about". So no real big steps forward.

For the man program: I'm still not sure if I'm impressed. A lot of talks could have been held 3,4,5 years ago - and nothing has changed. Hardly anything where I read the abstract and say "wow!". Lets see. But really looking forward to Rebeccas workshop on metrics and how to measure of you have any success.

About Mexico: I could just spend hours sitting n front of the hotel watching people and traffic. There's a lot of joggers, bikers, taxis, buses (some rather strange one), police etc. But as the always smart and wise Gereon observed: this police doesn't seem threatenung, but relaxed, friendly and actually helpful. And the park next to the hotel is used as a meeting place, marching area, waiting place for the auxiliary police. So you can see people in big lines semi-proessionally marching. Cool.

Also a lot around: bookshops. Feels like everyv 50 meters is one and there are even small kiosks in the middle of the street selling books. Cool.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Community II? #wikimania

Just had a look at the Wikimania programme. And I am really not sure if my understanding of Community is the same as the understanding of the Wikimania organizers. Here's the first day of the track "Community":





I am not sure. But a "community definition" that includes financial reporting and the Wikimedia Foundation as organization seems to be a really really loose understanding to me.

#Wikimania 2015 Day -1

So the first real day in Mexico. A day to sleep, arrive and have a first look.


Hello!

Had a stroll around the neighbourhood and its beautiful park, didn't get killed in traffic and went to the first Hackathon sessions.

 Mexikanisches Parkhörnchen (kopfüber)

Right opposite the Hotel there's the Alameda Central Park - "the oldest public park in Latin America". It's kind of smallish but beautifully designed and taken care of. Of course it is very representative and it shows in its numbers o statues and monuments everywhere. Still not sure if a police man at every entrance of park and every corner really helps my personal feeling of security.

 What can you do if you want to help?


Went to the first two sessions at the Hackathon. An overview over all the tools, projects and programming where Hackers can engage: from Toolsever over MediaWiki extensions, Bugs and whatnot. Of course in theory I know all of them, but it was inpressive to see all this tools and stuff and wild growth. The infrastructure is very wiki-style and I wonder if anybody on this plant actually has an overview. Best question: “So what’s the difference between a tool and a bot?” The next session – also done neatly by Andrew Klapper – was about Phabricator, the new tool used by Wikimedia to coordinate its software development. And it actually sounded quite cool and neat. Could be used outside of Wikimedia as well.







The beautiful arts



More about Mexico: had a stroll around the neighbourhood which is also the old town and therefor the center of centers of Mexico. Interesting, full, a pedestrian zone and a huge place that was blocked by some kind of digital event (no, not Wikimania). Still at the park there is the Palace Bellas Artes – an opera house but also a museum. Right now as I’ve heard with a Leonard exhibition which means huge, huge queues already at 7AM in the morning. And a beautiful building as well.



High Up in Mexico City but still inside a valley



My mystery roommate has appeared by now. It's either Michail or Andrei (sorry, but I was really sleepy when he arrived..) and on first look he seems to be a really nice and decent guy. Just arrived via Paris and I guess today he will be busy really arriving in Mexico City. About the venue: Could become the Wikimania with the best food ever. Unluckily, the most important item – coffee – is sub par and worse than all the rest.



 Traffic ballet




Still didn’t get killed in traffic. Sometimes there are pedestrian lights, but they seem to have more of an advisory role than are really binding. Then sometimes there are police man guiding the traffic – they seem to become more respect than the traffic lights, unluckily I really don’t understand what they are trying to tell me. So right now I’ve settled with “walk when the Mexikcans walk” – it seems to work fine until now.


As this is the first Wikimania in ages where I don't have any talks or any other resposibilities, I used to reflect to my last Wikimania when I was just an attending community member - Haifa. It has become much bigger, much more professional and business style and a bit "grown up". But somehow it's also less new and less exciting . it seems to me I've seen at least half the attendees at some other Wikimanias and it's bit business as usual. But maybe that will change when the real Wikimania begins - right now we are still at the pre-conference. 

Still haven't use the gourgouse Hotel pool.