Freitag, 14. Juli 2017

Kleintierzoo - die Sammlung

Eigentlich treiben Madame Poupou und ich uns des Sommers gar nicht in einem Garten herum. Es handelt sich um einen Kleintierzoo. Was dort alles kriecht und fliegt, buddelt, frisst, Bäume erklimmt, sich auf Blättern ein- und ausrollt, Löcher in Erdhaufen und Holzbalken hinterlässt. Immer wieder tauchen diese Tierchen auch in Iberty auf.

Raupe - grün - Rose


So gelangt das ein oder andere dieser Tiere auch in den Blog. Tiere interessieren anscheinend die Leser deutlich mehr interessieren als Schwimmbäder, zumindest was die Aufrufzahlen angeht. Der mit weitem - also wirklich mit weitem - Abstand Artikel mit den meisten Lesern in den letzten Jahren war "Erdwespen gefährlich?".

Aber es gibt ja nicht nur die Erdwespen, sondern auch die Schmetterlinge und Raupen, die Hornissen und die Wühlmäuse, Junikäfer, verschiedenste Vögel von Hausrotschwanz bis Rotmilan, Wespen und Hummeln aller Art. Die ganzen Schwebfliegen und Grabwespen brauchen wohl noch Jahre bis wir alle identifiziert haben. Unter jedem Stein sitzt ein Ameisenbau etc. Angesichts des sich ausbreitenden Sommers, mal eine Zeit all' diese Tiere und ihre Bauten und die Bloh-Artikel dazu, hier zu sammeln.

Tiere

 
Hornisse an FAZ-Leitartikel

Der Kleine Kohlweißling fliegt langsam und gaukelnd - ein mäßig beliebter Schmetterling

Erdwespen gefährlich? - Nein

Grabwespen und Hornisse - mit Hornisse an FAZ

Kraniche - müssen in Brandenburg einfach sein

Raupe, grün, Rose - war bei näherer Betrachtung gar keine Raupe sondern die Larve der
Rosensägewespe. Auch nicht wirklich beliebt im Allgemeinen.

Große Holzbiene - Betonung auf groß

Essen für Tiere

Alkmene

 

Alkmene - ein brandenburgischer Traditionsapfel

Champagnerroggenbrot und Ur-Korn 

Heidel/Blau/Wald/Zeck/Moos - Beere

Boden für Essen für Tiere 

Lehm. Flugsand. Sandiger Lehm.

Das Land Glien - wo die Artikel alle stattfinden

Eiszeitland - Brandenburg

Flugsanddünen - gibt es reichlich

Lehm - Glien = slawisch für Lehm

Spargelberge - und das Laufen durch diese

Wasser um den Boden um das Essen für Tiere

Kremmener See

Badensee beim Ländchen Glien - Zwischen Havel, Rhin und Baggerseen

Kremmener See - der nächste


Freitag, 7. Juli 2017

Israel-Romane (I): die Liste

Ein kurzer israelischer Herbst steht bevor. Um uns emotional in das Land und die Realitäten dort einzugrooven, hilft Literatur. Aber welche? Zu viele Bücher, zu wenig Zeit.

Da es dieses wunderbare Internet gibt, fragte ich doch einfach mal Freunde und Bekannte, welche Romane zum Thema Israel sie kennen. Interessiert war ich vor allem am aktuellen Israel 2017, machte aber keine Vorgaben und dachte, ich schaue mal was so kommt. Das Internet der Freunde und Bekannten erwies sich als mindestens so wundervoll wie erwartet. Die Zahl der lesenswerten Tipps überstieg klar das alles was ich überhaupt zeitlich lesen könnte. Immer noch zu viele Bücher und zu wenig Zeit, aber die Liste fokussiert.

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Bild: Jerusalem, Sheeps in Talpiot industrial area Von: zeevveez Lizenz: CC-BY-SA 2.0

Einige Bücher der Liste besorgte ich, einige andere werden noch folgen. Die in Folge der Frage entstandene Sammlung wäre zu Schade, um in den Tiefen von Social Media unterzugehen. Andere Menschen haben vielleicht mehr Zeit oder einfach einen anderen Geschmack.

Gelesen habe ich bisher noch keines der Bücher, aber allen Recherchen nach, ist es da, was die Leser erwartet. Mehr Infos zu einzelnen Büchern gibt es nach dem Lesen.

Hier sind sie also: lesenswerte Romane zum Thema Israel. Geordnet sind die Empehlungen grob nach dem Erscheinungsdatum des Originals.

Altneuland


Erschienen: 1902 Autor: Theodor Herzl Empfohlen von Manuel

Eines von zwei Büchern, das im Original auf deutsch erschien und erst später als „Tel-Aviv“ in die Vorform des modernen hebräisch übersetzt wurde. DER zionistische Roman, der damit natürlich auch der Grundroman für das heutige Israel ist. Allerdings, da Israel gefühlt immer weniger mit den sozialistisch-sekular angehauchten Juden des Ursprungszionismus zu tun hat, eher ein geschichtlicher Rückblick als ein Buch für heute.

Sonntag, 2. Juli 2017

Schwimmbäder nah und fern: Aqua Stadtbad, Hennigsdorf

Schwimmbäder sind schön. Eine deutsche Errungenschaft besteht darin, das Land flächendeckend mit Schwimmbädern überzogen zu haben. Schwimmnbäder sind ein Ort für alle, ein Ort für Bewegung, Spiel und Überraschungen. Schwimmbäder geben einen guten Einblick, wie Menschen sinnvoll ihre Freizeit verbringen. Als Liebhaber von Schwimmbädern werde ich dieses Blog nutzen, um einen Überblick über große und kleine Schwimmbäder zu geben: Becken, Menschen, Duschen, Kaffee und sonstige Annehmlichkeiten.  Heute: das Aqua Stadtbad Hennigsdorf

Hennigsdorf? Ist das noch Berlin? Nicht mehr ganz. Der Ort liegt direkt an der Stadtgrenze und war damit zwischen 1961 und 1989 von allem abgeschnitten. Hier war Brandenburg zu Ende. Nach Westen kam die Mauer, nach Osten die Pampa. Wenn es schon komisch war, dass Berlin von seinem Umland abgeschnitten war - immerhin war Westberlin eine Millionenstadt, die sich selbst genügen konnte. Das Umland allerdings, abgeschnitten von der Metropole, zu klein für sich selbst, ausgerichtet auf das große Nichts - das ist nur noch absurd.



Heute ist Hennigsdorf weder richtig Stadt noch richtig Land, geographisch im Nirgendwo, in dem zwar einige Menschen Arbeiten (bei Bombardier zum Beispiel) und Leben, alle andere aber bestenfalls durchfahren, vom echten Land in die echte Stadt.

Dabei liegt Hennigsdorf idyllisch an der Havel, ist aber wohl doch zu industriell geprägt um Berliner Wochenendausflüglers Ziel zu sein. Ein Bad hier ist für die Menschen vor Ort und muss dementsprechende Bedürfnisse erfüllen. Ein echtes kommunales Bad also, dessen Höhenflug an Schicki-Micki bereits die Benennung als „Aqua“ war.

Mittwoch, 28. Juni 2017

Alltagssport in der DDR

Die DDR war eine Sportnation. Medaillengewinner bei Olympischen Spielen wurden verhätschelt. Erfolgreiche Sportler waren für DDR-Verhältnisse Superstars. In das Training und die Unterstützung der Leistungssportler flossen nicht unerhebliche der knappen Mittel des Staates.

Die Sportnation DDR definierte sich über den Spitzensport. Aber wie sah es mit Alltagssport aus? Wer weiß darüber? Alltagssport gab es in der DDR natürlich auch. Wenn auch weder unter dieser Bezeichnung, noch als Breitensport, sondern als Freizeit- und Erholungssport. Von Spoitfunktionären wenig geliebt, aber doch vorhanden. Insbesondere von unten immer wieder gewollt und gewünscht, durch den organisierten Sport bestenfalls hingenommen.



Eher zufällig fiel mir das Buch „Alltagssport in der DDR“ (Hg. Von Jochen Hinsching, Meyer & Meyer Verlag 1998, Band 6 der Reihe „Sportentwicklungen in Deutschland“) in die Hände. Ein Aufsatzband irgendwo zwischen Sportsoziologie und Erfahrungsbericht. Einige Überblicksartikel zum DDR-Freizeitsport an sich (Politische Bedingungen, so vorhanden emprische Zahlen), einige Einzelaufsätze (Sportabzeichen, Sportfeste in Leipzig), einige Erfahrungsberichte (frühe Karateszene, der Rennsteiglauf von den ersten Anfängen bis zum Masseneignis). 

Ein Buch im Spannungsfeld, das irgendwie noch nicht so hundertprozentig den sozialwissenschaftlichen Gestus drauf hat, aber auch zu trocken ist als Erfahrungsschilderung. Größtenteils eine theoretisch reflektierte Erinnerung der Beteiligten. Seien wir ehrlich, insgesamt eher dröge zum Lesen. Aber nicht unspannend.

Donnerstag, 22. Juni 2017

Qualle blau Nordsee gefährlich?

Blaue Nordseequallen sind nicht gefährlich. Sie nesseln und brennen ein wenig. Das ist weniger schlimm als bei Brennesseln. Wem dieser Effekt immer noch zu schlimm ist, oder wer allergisch reagiert, sollte die Haut mit Essig oder Rasierschaum einsprühen. Dass das Ganze mit einer stumpfen Kante (Plastik-Karte, Rückseite eines Messers) abschaben. Auf keinen Fall sollte die Stelle mit Süßwasser behandelt werden. Süßwasser setzt mehr Gift frei.

Gefährlich kann es werden, wenn die Nesseln ins Auge geraten. Deshalb gilt es beim Tauchen in der Nordsee: Augen zu oder eine Schwimmbrille tragen.

Jellyfish - geograph.org.uk - 185481
Bild: Jellyfish. Close up, von: Gary Rogers Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic

Wie es geschah



Früher Juni, Dithmarschen, Nordseeküste, Pfingsten, strahlender Sonnenschein, Wind. Am Büsumer Hauptstrand brechen sich die Wellen. Das Wasser hat entspannte 16 Grad, die Luft schon fast 20 Grad. Eine Frau in Mütze, Schal und Daunenjacke schaut uns skeptisch an, als wir ins Wasser steigen.


Die Flut läuft noch etwa eine halbe Stunde. Die Wellen überspülen bereits die Einstiegstreppe. Wir wandern, wandern, wandern. Watt ist Wanderland, selbst wenn das Wasser da ist. Die Küste ist flach. Ein paar Zentimeter Wasser unter dem Bauch müssen ja sein. Irgendwann dann Längslange ohne dabei den Boden zu touchieren.
Ein paar Schwimmzüge. Dank Wellen und Strömung ist unklar, ob es jetzt vorwärts oder rückwärts ging. Das Wasser ist kalt, angenehm und salzig. Und es brennt. Nanü? Brennen auf der Haut? Fühlt sich an wie Brennenesseln.


Brennesseln? In der Nordsee? Ja, wohl kaum. Vielleicht Quallen? Hier echt? Kenne ich nur von der Ostsee. Später dann, wieder an Land. Madame Poupou erzählt, dass sie das zum Brennen gehörige Tiert auch gesehen hat: es war blau.

Dienstag, 20. Juni 2017

Schwimmbäder nah und fern: Sewanstraße, Friedrichsfelde. Schwimmhalle Senwanstraße

Schwimmbäder sind schön. Eine deutsche Errungenschaft besteht darin, das Land flächendeckend mit Schwimmbädern überzogen zu haben. Schwimmnbäder sind ein Ort für alle, ein Ort für Bewegung, Spiel und Überraschungen. Schwimmbäder geben einen guten Einblick, wie Menschen sinnvoll ihre Freizeit verbringen. Als Liebhaber von Schwimmbädern werde ich dieses Blog nutzen, um einen Überblick über große und kleine Schwimmbäder zu geben: Becken, Menschen, Duschen, Kaffee und sonstige Annehmlichkeiten.  Heute: die Schwimmhalle Sewanstraße in Berlin-Friedrichsfelde.

Ein Lieblingsbadkandidat. Auf jeden Fall über Monate hinweg konsistent das freundlichste Schwimmbad in ganz Berlin.

Nanü. Eine recht neu gebaute Ostberliner Schwimmhalle und der Weg führt gar nicht durch Neubaublöcke und breite Straßen, sondern eher durch alte Alleen, an alten Industriegebäuden, kleinen Mehrfamilienhäusern und größeren Villen vorbei. Nebenan liegt der Tierpark.

Die Schwimmhalle liegt an der Grenze zwischen Friedrichsfelde und Karlshorst, wo sich schon Anfang des 20. Jahrhunderts eine Berliner Villengegend befand.



Die Schwimmhalle kriegt gerade noch die Kurve – sie liegt natürlich doch am Rande eines  Neubaugebietes, das sich dann Richtung Tierpark erstreckt. Tatsächlich sind es keine zehn Minuten Fußweg bis zu dem Zoo. Für interessierte gibt es hier noch einen Pfad zu den Plattenbauten mit durchaus informativen Infotafeln zum Ostberliner Neubaugebiet an sich und den einzelnen Plattenbautypen.

Donnerstag, 15. Juni 2017

B, C oder D? Eine Bestimmungshilfe für Volksschwimmhallen.


Ihr kennt das Problem: Man steht in Ostberlin vor einer Schwimmhalle und fragt sich: B, C oder D? Welcher Typenbau einer DDR-Volksschwimmhalle ist es denn nun? Die 1970er und die angrenzenden Jahrzehnte waren das Goldene Zeitalter des deutschen Schwimmbadbaus in Ost und West. Auf beiden Seiten der Grenze trug der Typenbau maßgeblich dazu bei, dass neue kommunale Schwimmbäder und Schwimmhallen entstanden. Erstmals entstand so etwas wie eine flächendeckende Versorgung mit Hallenbädern..

Westberlin baute zwischen 1974 und 1984 das Kombibad in verschiedenen Varianten. Die DDR begann früher und endete später mit dem Typenbau. Sie frönte seit den späten 1960ern bis zu ihrem Ende dem Schwimmbad-Typenbau in vier Evolutionsstufen von A bis D. Eigentlich hielt sie sogar noch nach ihrem Ende durch, da die letzten "DDR-"Typenbauten erst Anfang der 1990er fertig gestellt wurden.

"Schwimmhalle" steht drauf. Aber welche ist es?


Die Typen sind auf den ersten Blick recht ähnlich. Die Bäder selbst sind oft durch zwischenzeitliche Modernisierungen und Sanierungen nur bedingt als eigentlich identische Bäder zu erkennen. Aber der Afficionado möchte ja doch wissen wo er ist, ob das nun Typ Anklam der doch eher Berlin 83 ist, möchte erkennen was an der Gestalt des Bades noch original ist und was einer späteren Sanierung geschuldet.

Generell ist die Informationslage über Schwimmbad-Typenbauten schlecht: Bücher über Bäder werden von Architekturfans geschrieben und bei denen stehen 70er-Typenbauten noch in einem schlechten Ruf. Mein Standardwerk über die Berliner Bäder fertigt die ganzen Typenbauten nur am Rande ab, hat ungewöhnlich viele inhaltliche Fehler in jenem Teil des Buches und noch nicht einmal bemerkt, dass B und C zwei unterschiedliche Typen sind. Berlin und seine Bauten beschränkt sich leider auch zum größten Teil darauf, den Typenbau an sich zu verteufeln ohne auf Details einzugehen.

Schwimmer würden das anders sehen. Aber Schwimmer schreiben im Normalfall keine Texte über Gebäude - nicht einmal über Schwimmbäder.