Sortiere gerade Fotos auf Commons, und bin dabei über die Bilder der Academy 2006. Hach, das waren noch Zeiten. Und wie wir alle Aussahen. (und ja, ich habe fairerweise geschaut, aber irgendwie bin ich auf allen Fotos eher erahn- als erkennbar.
Frank stets adrett.
Kurt, und ja, das ist er, the infamous Ulrich Fuchs.
Arne überraschend unadrett. Mathias hingegen hat anscheinend gerade seine Berufung gesehen?
Jimbo, ganz wissenschaftlich.
Komischerweis habe ich kölnische Mundart im Ohr, wenn ich dieses Foto sehe :-) Von allen Menschen, die Wikipedia in den letzten Jahren verloren hat, ist der Weggang von Elian der gravierendste.
Die Wikipedia-Academy hat ja durchaus eine bewegte Geschichte voller Höhepunkte und Höhepunkten an Tiefpunkten. Ich denke mal, ich trete niemand zu nahe, wenn ich sage, dass die Academy seit einigen Jahren in einer veritablen Krise steckte.
Deshalb gibt es dieses Jahr eine Neukonzeption. Mit klarerer Ausrichtung, gezielterem Vorgehen, und in der Hoffnung, ein paar eingeschliffene Probleme zu lösen. Das hatte jetzt schon einigen Vorlauf, führte aber jetzt in einem achten Stock in Berlin-Wilmersdorf zum ersten Treffen des organizing committees - und ich war dabei(*).
Die Academy hat einen klaren Fokus auf Forschung über Wikipedia. Es wird also kein zweiter Wikicon, und die Hauptinteressenten dürften auch andere Forscher sein, keine Wikipedianer. Aber im Gegensatz zu manch früherer Academy scheinen alle Beteiligten durchaus sehr interessiert daran, Mitglieder aus Community dabei zu haben.
Der Plan in wenigen Monaten eine Academy auf die Beine zu stellen, erscheint sportlich aber machbar; zumal in der Art Weise wie das da im achten Stock angefangen hat.
Überhaupt: Alle Anwesenden (incl. Nicole, Angelika, Denis) besitzen ein sehr sympathisches Verhältnis zwischen persönlicher Kompetenz und allgemeiner Anspruchshaltung an die Welt. Die machen das.
Und genug inhaltliche Substanz für eine ganze Konferenz zur Wikim/pedia-Forschung scheint es auch es auch zu geben. Ich bin sehr gespannt, und erwarte das beste.
* Zur Sortierung persönlicher Wassersuppen: die Einladung war schon raus, bevor ich auch nur für das WMDE-Präsidium kandidierte. Ich fasse das also mal nicht als MdP-Tätigkeit auf
Und auf dem laufenden zu bleiben. Wikimedia hat gestern Abend (ich hoffe ihr habt einen brauchbaren Überstudenausgleich..) die Nicht-Gewinner des Zedler-Wettbewerbs für mich findbar verlinkt, und vorhin dann die Gewinner des Wissenswert-Wettbewerbs. Um mit den guten Nachrichten anzufangen. Folgende Projekte werden durch Wikimedia Deutschland gefördert:
Und ja, bei den acht Projekten ist nicht eines dabei, das in meiner inneren Auswahl war und genau zwei, die ich immerhin in Erwägung gezogen hatte. Gut, dass ich im Moment keine Zeit zum ranten hab :-) Da freue ich mich lieber darüber, dass Wikimedia den Wettbewerb nächstes Jahr wiederholen möchte, und wir bis dahin hoffentlich viel gutes von den Siegern hören werden. Mindestens ein Juror erlaubt auch einen kleinen Einblick in den Entscheidungsprozess. Philipp Otto zu Wissenswert:
Als Mitglied der Jury freue ich mich besonders, dass es gelungen ist, acht wirklich innovative Projekte zur Förderung freien Wissens auszuwählen. Bei insgesamt 93 Einsendungen war es alles andere als leicht, hier eine Entscheidung zu treffen.
Wesentlich weniger Teilnehmer als bei Wissenswert haben sich an der Zedler-Medaille beteiligt. Die Liste der Teilnehmer steht zwar schon seit einer Woche online, aber ich war in Wikipedia ehrlich gesagt vor allem damit beschäftigt, den Aluhut und die SuicideGirls durch Artikelausbau von den Löschkandidaten zu retten. Schön, dass der Verein mittlerweile redundant genug arbeitet, um auch mir das Auffinden solcher Seiten zu ermöglichen. Hier ist die Liste der Zedler-Teilnehmer. Und ja, ich habe leider den Verdacht, dass die Zahl der Extra-für-Zedler geschriebenen Beiträge bei unter 10 liegt. Andererseits: liebe Wikipedianer, ein Gewinn ist möglich.
Kein Gewinner beim Zedler-Bildwettbewerb: Grüne Energie.
Die Wikipedia-Academy und die Zedler-Medaille hat ja auch auf diesem Blog einige Spuren hinterlassen. Da hier im Wikipedia-Universum natürlich und zu Recht nichts undiskutiert bleibt, gibt es jetzt auf der Mailingliste gibt es dazu im Thread [VereinDE-l] Bericht zur Verleihung der Zedler-Medaille und Academy (Anfangspöbelein kann man überlesen, die sind wenig ertragreich) noch eine ganz spannende Diskussion. Die gleitet in das weitere Thema ab, wer denn nun für Wikipedia schreiben kann und mag, und wo die Hürden liegen. Bevor ich mich selbst ganz zu dem Thema aussortiert habe, erstmal ein paar Grundgedanken:
- Wissenschaftler werden nicht in Wikipedia schreiben, es sei denn in ihrer Freizeit als Hobby.
- Die Gründe dafür sind vielfältig und liegen zu einem großen Teil außerhalb des Einflusses von Wikipedia/Wikimedia.
- Sind also auch durch "uns" nicht zu ändern.
- Selbst wenn sie wollten, ist wissenschaftlicher Text was sehr anderes als vermittelnder Text; Kulturkonflikte sind vorprogrammiert und kommen tatsächlich auch regelmäßig vor.
- Der Aufwand für Zedler in den letzten Jahren war immens, die Veranstaltung meiner nach immer besser organisiert worden, der direkte Ertrag an Artikeln/Autoren blieb jedoch minimal. Eine tragische Ressourcenverschwendung.
- Die Verleihung selbst ist sehr angenehm. Die Academy dieses Jahr war eine echte Bereicherung. Wobei ich mir mehr Leute bei der Academy gewünscht hätte, die war sehr inhaltsreich.
- Wer ein professionelles Interesse an Wikipedia hat, sind Vermittler, Museen, Universitäten, Verlage etc. Die könnten von Wikipedia-Reputation direkt profitieren.
- Wer klassische Wikipedia-Text schreiben kann: nicht Wissenschaftler, sondern gute (Wissenschafts-)journalisten.
- Die Zedler-Zeremonie ist zu schick um sie aufzugeben, vielleicht allerdings sollte man sie mit anderen Inhalten füllen. Vielleicht auch den Schreibwettbewerb verbreitern, mal nachdenken.
Hintergrund: Wikipedia Academy
14:51 So, ich klappe mal zusammen und schaue nach ob es noch Kaffee gibt, und beschließe diesen Post. Danke für die tolle Organisation und viele spannende Veranstaltungen. War auf jeden Fall ein sehr lohnendes Wochenende, spannende Leute getroffen, interessante Sachen erfahren, Schick sehr schick.
14:46 Vorschlag Publikum: Enquete-Kommission. Desöfteren Vorschläge ans Support-Team: verbessert unsere Artikel, uns wäre das auch was wert.
14:41 Birken: Paid editing passiert eh, aber es braucht ein Richtlinienwerk. Natürlich gibt es ein Regilarium. Vorschlag: Geldgeber von Außen, Kontrolle bspw durch Wikipedia Deutschland.
14:38 Gibt es Geldgelber für solche Projekte. Achim "es gibt immer Geld für dissemination".
14:35 Am ehesten können Wissenschaftler sich Seminare vorstellen. Für Wissenschaftler: selbst bei Paid editig uninteressant, weil zählt nicht als Publikation.
14:34 Diskussion, ob es Modell für andere Projekte sein könnte.
So, Prezi nachgereicht. Noch in der Begleitversion zum gesprochenen Wort, ich weiß nicht ob sie so nicht zu kryptisch ist, aber let's go, hooray, immer erstmal drauf.
Die Bedienung im Ablauf scheint über die rechte Pfeiltaste zu erfolgen.