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Sonntag, 4. Januar 2015

Der Irrsinn des Legida-Positionspapiers

Die Stadt Leipzig liegt mir am Herzen. Nachdem Dresden sich mit Pegida gerade bundesweit zum Affen macht, hoffe ich natürlich darauf, dass Leipzig sich auch hier als die bessere Stadt in Sachsen erweist. Ich hoffe, dass Leipzig nicht so sehr hinter-den-sieben-Bergen-bei-den-sieben-Zwergen spielt wie Dresden derzeit.

Aber natürlich existiert es auch Legida (also Leipzig gegen..). Ich konnte ich nicht umhin, das Legida-Positionspapier zu lesen. 

Positiv kann über das Leipziger Papier sagen, dass es ehrlicher wirkt als das Dresdner Papier. Das Legida-Papier ist zu einem Großteil offen rechtsextrem, verfassungsfeindlich und zum anderen Teil nur noch irr,  In vielen Passagen ist es auch beides.

Hier nun ein kleines kommentiertes "Best of" des Legida-Papiers. Zur Info: Es gibt ein Positionspapier der Legida mit einer Präambel und Kurzforderungen und es gibt ausführlichere Erläuterungen, die die Forderungen erläutern.

Aus dem Positionspapier/Präambel


"Die Legida ist eine Bürgerbewegung patriotischer Menschen der gesellschaftlichen Mitte, denen Fremdenhass, Rassismus und Extremismus fremd sind" 
Sagen kann man viel. Nur sollte man es dann einlösen. Und der abstruse Unsinn, der gleich kommt, dürfte nicht mal mehr in der sächsischen Provinz gesellschaftliche Mitte sein. 

Sonntag, 19. Januar 2014

Wikipedia-Rätsel zum frühen Morgen

Worauf leitet in der deutschen Wikipedia wohl "Pom Pom" weiter?

auf Pompon (Cheerleading)?

oder doch eher auf Ordnance QF 2-Pfünder-Marinegeschütz?


Und warum war die Wikipedia bis gerade eben nicht in der Lage, Pompons ohne eine Frau im Mikroskirt darzustellen? Es ist ja soo egal, wer diesen Bastel-Brockhaus schreibt, und es macht sicher gar keinen Unterschied.

Mittwoch, 20. Juni 2012

achdumeinegüte

[Wikimannia] ist eine Wissens-Datenbank über Benachteiligungen von Jungen und Männern, sowie Bevorzugungen von Mädchen und Frauen. Die Belege hierfür sind im ganzen Internet teilweise sehr unübersichtlich verteilt und werden hier übersichtlich strukturiert, konzentriert und untereinander verknüpft angesammelt. Seit Januar 2009 sind 1.065 Artikel entstanden. Alle Beiträge müssen mit seriösen Quellen belegt werden. Um eine gute Qualität der Artikel sicherzustellen, ist der Schreibzugriff auf unsere Redakteure beschränkt.

Freitag, 8. Juni 2012

Autos zu Bauklötzen

Wann wird wohl der Tag kommen, an dem ein großes Autowerk pleite geht, und sofort der Vorschlag aufkommt, die dortigen Arbeiter sollten alle Erzieher werden.

Samstag, 17. September 2011

Die Wikipedia-Benutzerin kommt

Sagt die Wikimedia-Foundation: MediaWiki 1.18 is coming


MediaWiki 1.18 wird bald auf allen Wikimedia-Projekten eingesetzt [...]

Dienstag, 4. Oktober, 23:00-03:00 UTC — Schritt 3: restliche Wikis [darunter alle de.-Wikis] [...]

Große Änderungen in MediaWiki 1.18 sind:

Geschlechtsspezifische Benutzerseiten. In Sprachen, die verschiedene Begriffe für männliche und weibliche Nutzer haben, können diese verschieden eingestellt sein, je nachdem ob der/die Nutzer/in das Geschlecht in den Einstellungen angegeben habt. [...]




Freitag, 27. Mai 2011

daughters of the authors (only if they are not married)

Another national peculiarity can be found in Chile where the term of [copyright] protection can be computed from the date of death of the last surviving person amongst the wife and daughters of the authors (only if they are not married). This strange (and not genderneutral) provision might be soon abrogated by a Bill currently in discussion.
Aus: Dusollier, Séverine: WIPO Scoping Study on Copyright and Related Rights and the Public Domain, 2010

Dienstag, 1. Februar 2011

Girls, Gender, Obsession? (kleines Update)

die New York Times berichtete über einen 15-Prozent-Frauenanteil in der Wikipedia, und welche Auswirkungen der auf seltsame Themengewichtungen in der Wikipedia zeigt.

Mindspillage aka Kat Walsh hat dazu einen lesenswerten Essay geschrieben, Women on Wikipedia, dessen Kernsatz ich gerne und zustimmend zitiere und eimfach mal behaupte, dass das in de-Wikipedia noch ausgeprägter und reformbedürtiger ist als in en:

I think the disproportionate lack of women in the community isn't about gender so much as it is about a culture that rewards certain traits and discourages others. And we're not getting people who don't have those other traits, male or female; more of the people who do fit the current culture are male. But the focus should be on becoming more open and diverse in general--becoming more inclusive to everyone, which will naturally bring in more women.


Jetzt gibt es eine ausgeprägte Debatte, und Sue Gardner (Wikipedianer der Welt, lest ihr Blog!) hat eine schöne Zusammenstellung der Wikipedia-Gender-Debatte.

Da die FAZ ihren monatlichen uninformierten Artikel samt Wiki-Watch über Wikipedia schon heute hinter sich gebracht hat, wird sie das Gender-Thema wohl ignorieren - ich prognostiziere, dass die Süddeutsche das Thema am Freitag aufgreifen wird :-) Leider wohl ohne die Erwähnung von Drittligafußballern, Promisternchen, Dorfkirchen und Küchengeräten. (Am Rande: Paul Krugman: the kitchen test)

Update: Voll falsch geraten. Nicht SZ am Freitag, sondern Welt schon am Montag. Wikipedia leidet unter akutem Frauenmangel. (Der Dank für den Hinweis an @publictorsten.)

Freitag, 26. November 2010

Arrrggls, Gender-Studies!

Warum? Warum tut ihr das uns, Euch und allen an? Warum besprecht ihr eine recht stinknormale Porno-Seite (SuicideGirls) mit:

.. an alternative genre of feminist actors who perform the pain of beauty in order to upset beauty’s hegemonic control on women’s bodies. The tattoos of Jaylin speak to the contradictory performances of gendered actors in light of Butler’s theories on agency to highlight the ways in which agents subvert imposed subjectivities. Beauty is thus not only a system of control but a means by which the individual can resist power structures through positive articulations of one’s agency.


Ne, klar; Machtstrukturen sind keine mehr, wenn man sich vorher tätowieren lässt.



Mittwoch, 17. November 2010

Get da girlz in da house

Ohne allzusehr in Lobpreisungen ausbrechen zu wollen, der Blog von Sue Gardner schafft eine wunderbare Mischung aus spannenden Gedanken und möglichen Umsetzungen. In Unlocking the Clubhouse: Five ways to encourage women to edit Wikipedia stellt Gardner fest, dass 87% der Wikipedia-Autoren männlich sind, und erfreulicherweise sieht sie es als Problem. Noch erfreulichererweise sogar als lösbares Problem.

Sie verweist in ihren Gedanken auf das Buch "Unlocking the Clubhouse". (hm, gebraucht 1,80 USD, das sieht machbar aus). Sie fasst wichtige Thesen zusammen, man kann ihr aber schön beim Denken zusehen, was man daraus wohl für die Foundation machen könnte: Try reading it as though “computer science” meant “Wikimedia,” and “teachers” meant “experienced editors.

1.) Spezielle Veranstaltungen für Frauen. Nimm nicht an, dass allgemein angeschriebene Veranstaltungen diese Anziehen werden.

2.) Veranstalte und Unterstütze Veranstaltungen nur für Mädchen.

3.) Lass Dich von Opposition nicht abbringen.

4.) Arbeite daran eine frauenfreundliche Arbeitsumgebung zu schaffen und zu erhalten.

5.) Unterstreiche die soziale Bedeutung des Projekts.

Ausführlicherer Begründungen und Erläuterungen gibt es natürlich beim Gardner-Post. Angesichts der Projekte Outreach und GLAM, von denen ich beiden sehr begeistert bin, bin ich neugierig wie sich das umsetzt.