Dienstag, 30. November 2010

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LONDON: April 11, 1954 was the most uneventful and boring day of the 20th century.

Information Overload? Boston Globe: But around 1500, humanist scholars began to bemoan new problems: Printers in search of profit, they complained, rushed to print manuscripts without attention to the quality of the text, and the sheer mass of new books was distracting readers from the focus on the ancient authors most worthy of attention. Printers “fill the world with pamphlets and books that are foolish, ignorant, malignant, libelous, mad, impious and subversive; and such is the flood that even things that might have done some good lose all their goodness,” wrote Erasmus in the early 16th century,

Formationen zum Thema was ist echt und wer ist Autor. Untitled Books: David Bellos celebrates the art of the literary hoax from Plato to the present.

Echt sind die Polizistinnen aus dem Tagesspiegel: Seit Juni sind die beiden monatlich von ihrer Dienststelle am Alexanderplatz nach Wedding und mit einer muslimischen Frauengruppe zurückgefahren. Monatlich haben sie den Frauen die Sehenswürdigkeiten rund um Fernsehturm und Weltzeituhr gezeigt. In Begleitung der Polizistinnen, die bei diesen Terminen ganz bewusst in Uniform auftraten, fanden die Frauen den Mut, Orte in der eigenen Stadt zu bereisen, die sie zum Teil noch nie gesehen hatten.

Netzpolitik, der Autor selbst sieht das natürlich anders: Der Roman La Carte et le territoire von Michel Houellebecq ist das das erste Werk unter freier Lizenz, das mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet wurde.

Entweder bin ich blind, oder die gesamte deutsche Presse hat eine Nazi-Beschimpfung im Europaparlament verstreichen lassen. Jon Worth erklärt Hintergründe: Calling others fascists, der Führer etc. in the chamber is offensive and unnecessary.

Wo ist der Schindler wenn man ihn braucht: "A simple change in the law could open up online access to the BBC's archives"

Ansonsten natürlich Artikel über Artikel zum Wikileaks-Flop. Eine nette Zusammenfassung der Kernfragen hat Salon, eine etwas längere Zusammenfassung Timothy Garton Ash. Ich kann auch einfach mal länger Foreign Policy zitieren:

Journalists here spent the weekend tensely awaiting the WikiLeaks data dump, having been tipped off that there would be a Russian bombshell in the mix. Would the documents finally reveal just how much of Gazprom Vladimir Putin owned, or how much money he really had? Would they shed light on his personal life? On who really killed Alexander Litvinenko, or all those journalists? Instead we found out that Putin is an "alpha dog"; that President Dmitry Medvedev is not an independent actor; that, by comparison, he is "pale" and "indecisive"; that he is Robin to Putin's Batman; that the Russian state resembles the Soprano clan; that Putin is extremely close to Italian Prime Minister Silvio Berlusconi. This was about as shocking as the attendant revelation that 9/11 still haunts American politics. Who didn't already know that Putin is Batman?


Wer weiß, vielleicht sind die Daten ja sogar interessant, aber eine Veröffentlichung von Daten sind meines Erachtens anders aus als auf Wikileaks.org und über die Banalitäten, die der Spiegel so auf den Titel schreibt, müssen wir ja nicht reden. Die Plattform selbst gibt sich echt Mühe die Daten und selbst die Zeichentricknachrichtenhelden aus Taiwan bekommen nur mühsam was halbwegs interessantes hin. Wer immerhin hätte gedacht, dass man selbst als Literat im amerikanischen Außenministerium Karriere machen kann: Die dagestanische Hochzeit und zu Weihnachten wollen alle Drohnen.


Darauf habe ich schon länger gewartet. Fastcompany: Inside the Wild, Wacky, Profitable World of Boing Boing

Weiß gar nicht mehr, wer es verlinkt hatte. Aber eine meiner Lieblingsfilmszenen tauchte mal wieder auf:



Ein paar großartige Vogelbilder.

Hach, schick. Auch wenn ich gerade vor Neid eigehe, so mag ich das: Thought I would add a few of my shots to Wikipedia... Seems to be a lack of great photos of birds on the 4th most popular Internet site for some unknown reason. So I decided add a few of my shots. (Dan Pancamo)

Leider nicht allzu viele, aber was für Bilder. Mal drei zur Ansicht:

Least Tern Chicks Day 2

Dan pancamo American Avocet 2

Dan Pancamo Baytown Bald Eagles Fall 2010-1




Sonntag, 28. November 2010

Samstag, 27. November 2010

Ein paar lose Gedanken zu Wissenschaft und Wikipedia.

Die Wikipedia-Academy und die Zedler-Medaille hat ja auch auf diesem Blog einige Spuren hinterlassen. Da hier im Wikipedia-Universum natürlich und zu Recht nichts undiskutiert bleibt, gibt es jetzt auf der Mailingliste gibt es dazu im Thread [VereinDE-l] Bericht zur Verleihung der Zedler-Medaille und Academy (Anfangspöbelein kann man überlesen, die sind wenig ertragreich) noch eine ganz spannende Diskussion. Die gleitet in das weitere Thema ab, wer denn nun für Wikipedia schreiben kann und mag, und wo die Hürden liegen. Bevor ich mich selbst ganz zu dem Thema aussortiert habe, erstmal ein paar Grundgedanken:

- Wissenschaftler werden nicht in Wikipedia schreiben, es sei denn in ihrer Freizeit als Hobby.

- Die Gründe dafür sind vielfältig und liegen zu einem großen Teil außerhalb des Einflusses von Wikipedia/Wikimedia.

- Sind also auch durch "uns" nicht zu ändern.

- Selbst wenn sie wollten, ist wissenschaftlicher Text was sehr anderes als vermittelnder Text; Kulturkonflikte sind vorprogrammiert und kommen tatsächlich auch regelmäßig vor.

- Der Aufwand für Zedler in den letzten Jahren war immens, die Veranstaltung meiner nach immer besser organisiert worden, der direkte Ertrag an Artikeln/Autoren blieb jedoch minimal. Eine tragische Ressourcenverschwendung.

- Die Verleihung selbst ist sehr angenehm. Die Academy dieses Jahr war eine echte Bereicherung. Wobei ich mir mehr Leute bei der Academy gewünscht hätte, die war sehr inhaltsreich.

- Wer ein professionelles Interesse an Wikipedia hat, sind Vermittler, Museen, Universitäten, Verlage etc. Die könnten von Wikipedia-Reputation direkt profitieren.

- Wer klassische Wikipedia-Text schreiben kann: nicht Wissenschaftler, sondern gute (Wissenschafts-)journalisten.

- Die Zedler-Zeremonie ist zu schick um sie aufzugeben, vielleicht allerdings sollte man sie mit anderen Inhalten füllen. Vielleicht auch den Schreibwettbewerb verbreitern, mal nachdenken.

Freitag, 26. November 2010

Arrrggls, Gender-Studies!

Warum? Warum tut ihr das uns, Euch und allen an? Warum besprecht ihr eine recht stinknormale Porno-Seite (SuicideGirls) mit:

.. an alternative genre of feminist actors who perform the pain of beauty in order to upset beauty’s hegemonic control on women’s bodies. The tattoos of Jaylin speak to the contradictory performances of gendered actors in light of Butler’s theories on agency to highlight the ways in which agents subvert imposed subjectivities. Beauty is thus not only a system of control but a means by which the individual can resist power structures through positive articulations of one’s agency.


Ne, klar; Machtstrukturen sind keine mehr, wenn man sich vorher tätowieren lässt.



Zur Nacht




(via Adrian Kreye)

Traktorfreitag: Nordtrak

Willkommen zum Traktorfreitag, einst Traktormontag, jetzt aber aus organisatorischen Gründen Traktorfreitag. Und ja, vollkommen wöchentlich das alles hier. Vorweg ein kurzer Link via Boing Boing. Don't do this at home: Ky. Man Forced To Eat Own Beard. Fight Over Tractor Sale Led To Odd Meal. Da wenden wir uns doch erfreulicherem Treckergebrauch zu, den das Fernsehfachmagazin für den emotionalen Traktoristen brachte:



Nun aber zum eigentlichen Thema: Nordtrak. Auf den Wikipedia-Löschkandidaten entdeckt, hat sich so ein Kleinunternehmen doch als spannender Traktorpioniert entpuppt. Was meine These bestätigt, dass eigentlich alles spannend ist, wenn man nur genauer hinkuckt.

Direkt nach dem Krieg gebaut aus Jeep-Teilen, danach zumindest auf den Grundprinzipien des Jeeps, waren sie erste Allradtraktoren: geländegängig und vielseitig verwendbar. Mit vier gleichgroßen Rädern optisch auffallend und durchaus schick aussehend, aber mit Vierradantrieb aber viel zu teuer. Und so anspruchsvoll sind die meisten deutschen Äcker ja nicht.

Deshalb waren sie nur selten in der Landwirtschaft zu finden, sondern eher in der skandinavischen Fortwirtschaft oder in Südamerika auf dem Bau. Viele eindrucksvolle Bilder gibt es - leider alle unter geschlossene Lizenzen, die zwei offenen sind nicht eindrucksvoll - und im Wikipedia-Artikel ist sogar ein Autor mit Nordtrak-Erfahrung aktiv.

What a pity aber auch, dass man bei Wikipedia nicht einfach so Youtube-Videos einbetten kann.



Wissenswert-Projekte (VI): Berlin live Wiki

So, auf zum letzten Teil der Wissenswert-Serie. Ich vermute mal das Grundprinzip ist mittlerweile klar: Wikimedia Deutschland verteilt Geld. Im Rahmen des Wissenswert-Initiative können Projekte zwischen 500 und 5000 Euro Förderung gewinnen, die mit den Zielen von Wikimedia Deutschland übereinstimmen. Für eine große Übersicht gibt es dem Rundumschlag.

Das Berlin live Wiki steht mir gleich aus zweierlei Gründen nahe: einerseits bin ich eh großer Anhänger und Verfechter des echten Lokaljournalismus, zur Zeit schaue ich da halt recht zwangsläufig besonders auf Berlin. Zum anderen lese ich das schon existierende Magazin Bier statt Blumen recht regelmäßig und wünsche mir mehr Inhalte dieser Art.

Johanna von Stülpnagel und Nicole Walter schlagen ein journalistisch betreutes Wiki mit offener Redaktion vor, dass nicht nur Inhalte erstellen soll. Ebenso soll es auch die politisch, kulturell und gesellschaftlich engagierten Menschen vernetzen, die das Wiki lesen oder darin schreiben. Das Wiki als Basis, um auch in der materiellen Welt Netzwerke zu schaffen.

Das Lokaljournalismusoffenwiki wie ich es mal nennen will, ist mir daher auch sehr symapthatisch. Wobei ich leider noch diverse Probleme in seiner Verwirklichung lese, und Zweifel habe, ob das mit dem Wiki wirklich so läuft, wie sich Johanna von Stülpnagel und Nicole Walter das vorstellen: sehr viel Charme hat die Idee. Wenn es läuft entwickeln sich da wirklich neue Verfahren. Auf jeden Fall ein Projekt, dem ich Erfolg wünsche. Um sie selbst zu Worte kommen zu lassen:

Wir möchten ein Wiki für Berlin starten, das sich um aktuelle Nachrichten aus Politik, Gesellschaft und Kultur dreht. 3 Dinge zeichnen es aus: Journalisten unterstützen das Wiki mit eigenen Recherchen. Zweitens, soll das Wiki soll nicht nur im Netz, sondern auch live in Berlin stattfinden. Einige Tage in der Wochen arbeiten die Wiki-Journalisten als Live-Kuratoren des Wiki in einem offenen Büro. Wer das Wiki liest und / oder mitschreibt, ist eingeladen vorbei zu kommen mit Kritik, Fragen, Vorschlägen. Drittens, soll es ein Markenzeichen des Wikis werden, dass es Menschen persönlich vernetzt.

Warum Berlin? Wenn irgendeine Stadt in Deutschland überberichtet wird, dann doch wohl diese. Hätten Frankfurt/Oldenburg/Riesa/Hellschen-Herigsand-Unterschaar solche Projekte nicht viel nötiger?

Ganz klar, die Projektidee an sich ist unabhängig von Berlin. Ein Live Wiki können wir uns ebenso gut in Riesa oder Hellschen-Heringsand-Unterschaar vorstellen. Und unsere Erfahrungen geben wir sehr gerne weiter.

Nur selbst umsetzen würden wir es nicht, weil wir dort nicht vor Ort sind und keine „Lokalhaftung“ haben, was wir aber ganz wichtig finden, um es gut zu machen.


Wir haben uns für Berlin entschieden, weil wir hier leben und hier seit einer guten Weile journalistisch arbeiten. Hier kennen wir uns aus, hier leben wir, hier sind wir täglich unterwegs. So können wir Interviews persönlich führen, direkt vor Ort recherchieren und direkt mit den Menschen sprechen.

Wir glauben nicht, dass Berlin „überberichtet“ ist: Oft berichten viele Berliner Medien über die gleichen Themen, stehen unter Zeitdruck. Mit langem Atem an den Themen dran zu bleiben, aus einem anderen Blickwinkel zu berichten, ausführlicher zu sein, das soll uns unterscheiden. Ein Beispiel dazu: „Rundreise der Gutmenschen“ – Johanna berichtet über eine Pressefahrt der Berliner Sozialsenatorin Carola Bluhm und des Integrationsbeauftragten Günter Piening zu Palästinensern in Berlin. Darüber haben fast alle Berliner Medien berichtet, aber Johanna hat einen ganz anderen Bericht daraus gemacht als die anderen.

Offenes Büro klingt ja immer gut. Aber meint ihr, ihr kommt zum Schreiben, wenn ihr gleichzeitig die üblichen Büro-Besuchs-Abhänger beschäftigen sollt?

Da unsere Bürostammbesetzung aus mindestens zwei Redakteuren besteht, soll immer eine Luft haben, um sich auf Recherchen und Schreiben zu konzentrieren. Wir wollen drei offene Kern-Bürotage in der Woche haben und sind auch darauf vorbereitet, abends und am Wochenende reinzuhauen, wenn ruhige, konzentrationsschluckende Dinge anstehen. Und einige von uns haben lange in turbulenten Großraum-Redaktionen gearbeitet, tun es zum Teil heute noch, und da sind wir schön stressresistent geworden.

So sehr ich die Inhalte von bierstattblumen schätze. Habt ihr Wiki-Erfahrungen und eine Ahnung was da im Erfolgsfall an Community-Dynamik auf Euch zukommt?

Ganz klar: Wir haben keine Wiki-Erfahrungen. Im Erfolgsfall begrüßen wir die „Community-Dynamik“, denn aus der Erfahrung der vergangenen Monate wissen wir: Ein Live-Magazin braucht Dynamik. Und mehr Menschen bedeuten zwar organisatorischen Aufwand, jedoch auch mehr und unterschiedlichste Inhalte. Und das ist das, was eine aktive und fruchtbare Plattform ausmacht. Schon jetzt vernetzt bier statt blumen deutlich mehr als eine Handvoll Personen, das ist sozusagen ein Grundzug des Projekts, den wir im Live-Wiki bewusst ausbauen wollen.

So ganz klar ist mir die Rollenverteilung in dem Wiki noch nicht? Sollen die Journalisten helfen und unterstützen oder haben sie viel eigenen Anteil an den Inhalten?


Es wird Projekte geben, bei denen wir die leitend eingreifen, indem wir die Rahmenbedingungen vorgeben, durch Rat und Tat unterstützen und die Räume stellen. Wir sind Anlaufstelle und bieten Erstkontakt, wollen jedoch auch Folgeprojekte mit anstoßen, die dann durchaus auch auf eigenen Beinen laufen sollen.

Unsere journalistische Kernaufgabe sehen wir darin: Fakten zu prüfen; zu sehen, welche Informationen zu einem Thema fehlen und diese zu recherchieren; Interviews zu führen; dran zu bleiben an aktuellen Entwicklungen, um die Beiträge entsprechend zu aktualisieren; bei Bedarf Themen-Ideen einzuwerfen.


Und zum Antrag selbst die Abschlussfrage an alle: braucht ihr das Geld unbedingt? Oder wäre es nur eine Hilfe bei einem ansonsten auch laufenden Projekt?

Ein klares Ja: Wir brauchen das Geld. Unbedingt. So sehr wir von unserem Idealismus und unserem Engagement zehren können, so notwendig sind finanzielle Mittel, um ein Niveau zu erreichen, von dem man aus auf eigenen, „pekuniären Füßen“ stehen kann. Daher wäre eine Unterstützung in der nächsten Zeit wesentlich als Schub in die Zukunft. Denn im Moment haben wir keine solide finanzielle Basis, sondern stemmen das alles mit Idealismus.




Offene Tabs wegbloggen 20101126

Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden: Our results suggest that male chess players choose significantly riskier strategies when playing against an attractive female opponent, even though this does not improve their performance.

Nett geschrieben, Spieltheorie und Internetauktionen. Deux Ex Machina: Rationalität beim Schnäppchen-Shoppen.

"Nobody can keep up" New York Times: The Lessons of 10 Years of Talking Tech.

4 Absätze Doom. Eindrucksvoll. The Economist: Nassim Taleb looks at what will break, and what won't

Was an der SPD schlecht ist. Frankfurter Rundschau: SPD im Mist, Zeit zum Thema: Die SPD wartet auf den Ruck

Hab ich das verpasst oder haben deutsche Medien sich das wirklich entgehen lassen? ""Ein Volk, ein Reich, ein Fuehrer," UK Independence Party member Godfrey Bloom shouted -" im Europäischen Parlament.

WIPO-Studie zum Schutz des Public Domains, Intellectual Property Watch: Study Of Public Domain, Copyright At WIPO Offers Recommendations , die EU arbeitet hingegen an einer neuen Richtlinie für Orphan Works: IUWIS.

Blood puddle pillows und Squirrel feet earrings. Make: Top 10: Most controversial posts.

Sachen, die ich gern in deutschen Medien lesen würde: Afghanistan vor Ort. Foreign Policy: Tanks, But No Tanks

Leselisten. New York Times: 100 Notable Books 2010 und für hier und jetzt A hand-picked selection of the finest articles and essays saved with Instapaper.

Freude und Elend des Product Placements. Aus der Soap Opera Days of Our Lives:



Donnerstag, 25. November 2010

Bravissimo!

Früher erhielten Wikipedia-Admins, die in eigener Sache ihre Opponenten sperren, ein Admin-Problem und wurden mitunter sogar abgesetzt.

Heute werden sie mit 179 Stimmen zum Schiedsrichter gewählt.

Der Kurier berichtet nicht.

Nachdem so das Selbstjustizverbot der Exekutive (Admins) gefallen ist, darf man gespannt sein, ob die neue Judikative in Zukunft dann auch gleich noch selbst drüber urteilt.

Mittwoch, 24. November 2010

Wissenswert-Projekte (V): Wissenschaft als Wiki

Zur Einführung: Wikimedia Deutschland verteilt Geld. Im Rahmen des Wissenswert-Initiative können Projekte zwischen 500 und 5000 Euro Förderung gewinnen, die mit den Zielen von Wikimedia Deutschland übereinstimmen. Nach dem allgemeinen und formalen Aussieben durch Wikimedia sind nun 40 Projekte übrig. Die laufen bis Ende November schau, danach entscheidet dann eine Jury und als Zusatzstimme das Publikum über die Preisvergabe. Nach dem Rundumschlag letzte Woche, kommen hier jetzt ein paar mehr Worte zu einer handvoll einzelner Projekte:

Daniel Mietchen und soweit ich verstehe auch andere Teilnehmer von Science 3.0 wagen sich mit dem Vorschlag Wissenschaft als Wiki in das bisher eher problembehaftete Mittelfeld aus Wikis und Wissenschaft. Bisher waren derartige Ansätze ja eher wenig von Erfolg geprägt (Nupedia als Paradebeispiel, ich denke Citizendium und Wikiweise kann man da guten Gewissens reinzählen), allerdings scheint mir der Ansatz hier an einer entscheidenden Stelle anders zu sein. War es bei den bisherigen Projekten eher ein: man nehme ein Wiki und versuche Wissenschaft zu integrieren, wird es jetzt ein man nehme Wissenschaft und versuche ein Wiki daraus zu machen. Allgemeinverständlich wird das sicher nicht, aber vielleicht gelingt es ihnen ja, eine lebendige Community zu erschaffen, die trotzdem wenig Probleme mit uninformierten Besserwissern hat. Neugierig wäre ich auf jeden Fall.

Initiator Daniel Mietchen ist dabei mit besonderer Offenheit an die Wissenswert-Bewerbung gegangen, auf Science 3.0 lassen sich auch die von Wikimedia nicht-veröffentlichten Teile seines Antrags lesen. Wer will, kann die Antworten auf diese Fragen auch gleich auf Science 3.0 lesen: www.science3point0.com: User:Daniel Mietchen/Interviews/2010/Iberty on Wissenswert 2010

Vereinigt Dein Konzept nicht den Nachteil beider Welten? Entsteht dort nicht die potenzielle Unzuverlässigkeit eines Wikis kombiniert mit der Schwergängigkeit und Abgrenzung des institutionalisierten Wissenschaftsbetriebs?

Zur Zuverlässigkeit einer Quelle tragen verschiedene Faktoren bei. Einige davon sind technischer Natur, andere ergeben sich aus dem editoriellen Prozess oder hängen von den daran beteiligten Personen ab, und wiederum andere vom Grad der Kopplung technischer oder editorieller Beiträge an relevante Kenntnisse (zum Thema oder zur Wiki-Syntax) und Fähigkeiten (z.B. Ausdrucksfähigkeit, Erklärungsvermögen) von Benutzern oder Benutzergruppen. Zudem haben vorhandene Inhalte Auswirkungen auf die Zusammensetzung und Dynamik der Beutzergemeinde.

Natürlich gibt es eine Große Zahl an Wikis, die in vielerlei Hinsicht unzuverlässig sind, doch heißt das nicht automatisch, dass Wikis grundsätzlich unzuverlässiger sein müssen als klassischere Medien der Wissenschaftskommunikation ("retractions at Wiley-Blackwell are now running at more than one a week"). Gerade in wissenschaftlichen Kontexten ist das Potenzial kollaborativer Online-Plattformen bisher bei weitem nicht ausgereizt worden, und dazu wollen wir einen Beitrag leisten.

Die Gefahr der Schwergängigkeit ist real, wenn gewachsene akademische Gepflogenheiten einfach von einem Medium in ein anderes übernommen werden. Dem kann jedoch durch offenen Austausch mit der Benutzergemeinde sowie mit technisch oder inhaltlich verwandten Projekten begegnet werden. Die Gefahr neuer Elfenbeintürme in Wikistan sehe ich eher nicht - Wikis sind traditionell offener gestaltet als zum Beispiel Fachzeitschriften, und falls sich eines zu sehr abschottet, schränkt dies automatisch dessen Wachstum ein.

Womit sich auch eine der Kernfragen eines jeden Wikis stellt: wie offen wird es sein? Wenn sich nicht Wissenschaftler und benachbarte Gruppen wie wissenschaftliche Verlage, Forschungsförderungsorganisationen oder Patientenvereinigungen anmelden, sondern 14-jährige Wehrmachtsfans? Was dann?


Wir planen, die Benutzerkonten an ein anerkanntes Forscher-Identitätsmanagement-System zu koppeln (wahrscheinlich ORCID, wenn es denn rechtzeitig nutzbar wird). Eine solche Identität erhält nur, wer bei einem wissenschaftlichen Verlag einen Beitrag zur Publikation einreicht. Das dürfte die Anzahl "14-jähriger Wehrmachtsfans" im ORCID-System ohnehin niedrig halten, und falls uns dennoch einer auffallen würde, ließe sich das Problem in den wenigen Einzelfällen sicher schnell beheben.


Im Gegensatz zu ORCID wollen wir uns den 14-jährigen jedoch nicht ganz verschließen, denn eines der Grundprobleme der Wissenschaft ist ja heutzutage, dass außer Papers nichts zählt, was für Einsteiger das Problem mit sich bringt, wie sie die ersten Möglichkeiten erhalten können, überhaupt an Projekten zu arbeiten, die irgendwann einmal zu ihrer ersten Publikation führen könnten. Wer dann, wenn das ORCID-System läuft und einigermaßen Wiki-kompatibel ist, schon relevante Wiki-Beiträge auf seinem Konto hat, dürfte sich den Einstieg vereinfachen.


Wie genau wissenschaftliche Verlage, Forschungsförderungsorganisationen oder Patientenvereinigungen eingebunden werden können, hängt von der Flexibilität des ORCID-Systems ab. Aber falls es damit nicht funktioniert, ließe sich der Schreib-Zugang z.B. via IP-Adresse oder Email-Adresse regeln.

Was ich auch noch nicht ganz verstehe: inwiefern und wie weit sollen die Texte im Wiki wirklich noch bearbeitbar sein? Dient das Wiki primär als maschinenlesbares Repositorium? Lassen sich interne Links setzen? Rechtschreibfehler korrigieren? Inhalte ändern?

Bezüglich des klassischen Publikationsprozesses haben wir zwei Ansätze, die wir zeitlich versetzt angehen wollen: Zunächst einmal wollen wir bereits veröffentlichte CC-BY-lizensierte Inhalte importieren, welche dann verlinkt, maschinenlesbar gemacht und semantisch aufbereitet werden sollen. Auch kleinere Änderungen oder umfangreiche Annotierungen sollen möglich sein, der Hauptinhalt der einzelnen Artikel soll sich allerdings nicht ändern. Für die Entwicklung solcher Inhalte bietet sich der Hauptnamensraum an, welcher entweder auf der Plattform direkt gefüllt und ausgebaut werden könnte (dann mit CC0) oder auf anderswo vorhandene enzyklopädische Einträge (z.B. in Scholarpedia, Citizendium, Encyclopedia of Earth, Spezialistenwikis oder gegenebenfalls auch Wikipedia) verlinken könnte. Für diesen Ansatz wäre der Begriff Repositorium sicherlich nicht falsch.


Der zweite (und spätere) Ansatz ließe sich wohl am besten als Wiki-Journal oder Wiki Publishing charakterisieren: Forschung, die noch nirgendwo anders formal veröffentlicht worden ist, soll dann über diese Wiki-Plattform veröffentlicht und von Anfang an in den Wiki-Kontext eingebunden werden können. Erste Ansätze in dieser Richtung gibt es schon - die Zeitschrift RNA Biology verlangt von Autoren von Manuskripten zu bestimmten neuen RNA-Themen, dass sie neben dem Manuskript einen Wiki-Artikel zur Begutachtung einreichen, der dann nach der formellen Veröffentlichung des Papers in Wikipedia eingestellt werden soll.

Neben diesen beiden Publikationsformen kann die Plattform natürlich auch als Laborbuch (wie es OpenWetWare schon seit Jahren vormacht), Ideenspeicher und auf viele andere Weisen genutzt werden.

Hast Du Pläne für das Autorenbestimmungsproblem? MediaWiki ist chronisch schlecht darin, den Autor eines Artikels kenntlich zu machen. Wenn man Artikel übernehmen will, ist die korrekte Bestimmung des Autors eines der Haupthindernisse. In einer Publish-or-Perish-Umgebung schränkt das MediaWiki-Problem den Level möglicher wissenschaftlicher Partizipation stark ein.


Prinzipiell ist die Autoreninformation ja da, insbesondere, wenn Beiträge unter realem Namen geleistet werden, wie es in der Wissenschaft bereits seit langem üblich ist. Was dann fehlt, ist nur ein Werkzeug, das die Information per Autor und Artikel aggregiert, und davon gibt es schon einige, zum Beispiel Wikidashboard oder die MediaWiki:Extension AuthorInfo, welche die Autoren nach Anzahl der Edits sortiert und anzeigt. Andere Projekte, wie WikiTrust oder Wikigenes, zeigen auch die Autorenschaft beliebiger Textschnipsel eines Artikels an. Wikigenes hat auch ein Karma-System, ebenso Scholarpedia (siehe Scholar Index).

Und zum Antrag selbst die Abschlußfrage an alle: braucht ihr das Geld unbedingt? Oder wäre es nur eine Hilfe bei einem ansonsten auch laufenden Projekt?

Die Programmierdienste brauchen wir in jedem Falle, und falls sie nicht auf Freiwilligenbasis erbracht werden können, brauchen wir diesen Teil des Geldes unbedingt. Für die Server-Kosten ließen sich notfalls auch andere Mittel finden, doch das Schreiben jedes neuen Antrags hält uns von unserem eigentlichen Ziel ab: Forschen und kollaborativ das wissenschaftliche Wissen effektiver zu strukturieren.

Einen Punkt, den man neben dem Geld nicht vergessen sollte, möchte ich noch erwähnen: Die öffentliche Aufmerksamkeit, welche das Projekt durch die Teilnahme an diesem teilöffentlichen Bewertungsverfahren erhält, wäre im klassisch akademischen Begutachtungsverfahren nicht denkbar, oder sie würde erst nach Bewilligung des Projektes einsetzen, was oft viele Monate verschenkte Zeit bedeutet. Wir wollen aber auch dazu beitragen, Wissenschaft für Nicht-Wissenschaftler erfahr- und erlebbarer zu machen, als dies bisher der Fall ist.


Siehe auch: 40 Projekte wollen Geld von Wikimedia: Wissenswert-Rundumschlag


Offene Tabs wegbloggen 20101124

Wow. Longwood Gardens: The largest chrysanthemum ever grown in North America—a single plant with 991 blooms measuring more than 11 feet in diameter. (danke elian)

Meine Rede. Deus Ex Machina: Der Verfall von Facebook hat allerdings schon eingesetzt.

Es schneit und ist bitterkalt jetzt. Meine Weihnachtsprognose liegt deshalb über >10 Grad. Weil Weihnachten aber auch bei 10 Grad kommt, schon mal die Giftguides von Gizmodo und Boing Boing.

Ärgerlich, bei den Afghanisten-Friedensgesprächen: Gesprächspartner war falsch und leider gar kein Taliban. New York Times: American officials confirmed Monday that they had given up hope that the Afghan was Mr. Mansour, or even a member of the Taliban leadership.

Okay, zwei Drittel davon würde ich in den ersten 30 Metern gegen eine Mauer setzen. Aber trotzdem. Wired: 15 Cars We Really, Really Want to Drive

Tatsächlich eine sinnvolle Idee, wenn der Supermarkt schon ein türkisches Sortiment führt. Türkisch kochen lernen. (auch danke, elian)

Sue Gardner wie üblich sehr nett: Wikipedia editors are geekier, more curious, more introverted, they tend to be smarter, and are perhaps more inclined to be obsessive. But if I had to pick a single characteristic that’s common to all editors, I’d say it’s confidence.

Techerator: "Heard the Wikipedia ads do better with jimmy Wales' face on them ... so I'm adding jimmy wales to my business cards."

Wer ihn noch nicht gesehen hat. Extra3: Gremlins - grüne Monster!.

Nieman Journalism Labs: “‘Young people suck.’ –NYT.”

Hui. Es gibt Twitter-Accounts, die nachgeradezu brauchbar sind: Alle Anfragen der Opposition und die Antworten der Bundesregierung mit Link zu der jeweiligen Bundestag-Drucksache als pdf - von @datenjournalist

tl;dr. Gut geschriebene Schilderung, wie es so ist als amerikanische Jury-Mitglied: Tux Life: Beyond a Reasonable Doubt

Dienstag, 23. November 2010

Zur nacht (war: Guten Morgen)

Schon allein weil ich zwischendurch immer denke, er würde eine Zigarette rausholen.



Wissenswert-Projekte (IV): Twick.it

Zur Einführung: Wikimedia Deutschland verteilt Geld. Im Rahmen des Wissenswert-Initiative können Projekte zwischen 500 und 5000 Euro Förderung gewinnen, die mit den Zielen von Wikimedia Deutschland übereinstimmen. Nach dem allgemeinen und formalen Aussieben durch Wikimedia sind nun 40 Projekte übrig. Die laufen bis Ende November schau, danach entscheidet dann eine Jury und als Zusatzstimme das Publikum über die Preisvergabe. Nach dem Rundumschlag letzte Woche, kommen hier jetzt ein paar mehr Worte zu einer handvoll einzelner Projekte:

Die Twick.its haben gleich drei Vorschläge in der Endauswahl. Die Website an sich, ein Portal um Leser und Autoren und deren Wünsche aneinanderzubringen, sowie Plug-ins, um sich Twick.it-Erklärungen automatisch in Texten anzeigen zu lassen.

Das Projekt an sich ist ja eine der Ideen, die komplett offensichtlich erscheint, sobald sie mal jemand anderes hatte. Klar, bei vielem was ich nachschlage will ichnicht mehr als eine erweiterte Definition. Genau diese kriege ich in die 140 Zeichen im Notfall noch rein. Ein Wunder eigentlich, dass es das Projekt nicht schon seit 2005 gibt. Auch wenn ich glaube die Umsetzung könnte besser sein - ohne echte Diskussionsmöglichkeit werdet ihr keine habituelle Community aufbauen können, macht Twick.it schon mal einen guten Ansatz.

Bei der Autoren-Leser-Artikelvermittlung ähnlich skeptisch bin, wie vorhin bei Intopedia. Das Plug-in ist auch so offensichtlich etwas worauf ich schon immer wartete, da kann ich gar nicht anders als gutfinden. Aber um sie mal in ihren eigenen Worten zu bringen.

Twick.it wurde im März 2010 offiziell vorgestellt und hat seitdem knapp 12.000 Erklärungen sammeln können. Das Projekt wird in unserer Freizeit und komplett aus eigener Tasche finanziert. Um weiteres Wachstum sicherzustellen, sind weitere Investitionen in die Server-Infrastruktur nötig.

Zum Plug-in:

Die Kurzerklärungen von Twick.it, die unter CC-Lizenz stehen, werden genau dorthin gebracht, wo sie benötigt werden: Überall hin. Es ist nicht mehr nötig, eine Webseite oder ein Office-Dokument zu verlassen, um Begriffserklärungen nachzuschlagen. Das freie Wissen der Vielen, das bei Twick.it gesammelt wird, wird über die Grenzen der Webseite hinaus verbreitet.


Zum Portal:

Wir denken, es wird einige Leute geben, die nicht wissen, zu welchem Thema sie bei Twick.it Erklärungen schreiben sollen. Auf der anderen Seite gibt es viele Leute, die erfolglos bei Twick.it suchen. Beide Gruppen sollte man zusammenbringen. Auf einem externen Portal kann man ein Thema hinterlegen, zu dem man etwas erfahren möchte. Andere Leute sehen den Vorschlag und können auf den Zug aufspringen. Ganz nach dem Motto "Oh ja, das würde mich auch interessieren". So sieht man, welches Thema am meisten nachgefragt wird. Nun schlägt die Stunde der Spezialisten. Sie können sich genau auf die Themen stürzen, wo am meisten Nachfrage herrscht.

(1) Warum gleich drei Projektvorschläge? Würde nicht Einer für das Projekt allgemein reichen? Ließe sich zum Beispiel das angesprochene Portal nicht einfach intern machen, und fiele damit unter den allgemeinen Twick.it-Antrag? Oder hofft Ihr darauf, dass schon irgendwas durchkommen wird?

Tatsächlich haben wir noch einige andere Idee. Die drei angesprochenen sind ja nur die Projekte, die a) von uns als erfolgversprechend eingestuft wurden und b) den ersten Wikimedia-Filter überstanden haben. Da es sich bei den Ideen doch um unterschiedliche Projekte handelt, haben wir sie auch getrennt eingereicht. Der Vorteil ist, dass nun getrennt über deren Nutzen diskutiert und abgestimmt werden kann. Vielleicht findet ja jemand nur eine Idee gut und hält die beiden anderen für totalen Humbug. Jetzt kann die Jury und die Community jede Idee getrennt beurteilen und muss kein Twick.it-Pauschal-Urteil fällen. Vielleicht wird eine der Ideen ja gefördert. Wenn es alle drei werden, haben wir natürlich auch nichts dagegen.

(2) Zum Portal-Vorschlag: Böte sich nicht zum Beispiel eine Zusammenarbeit mit den Leuten von Intopedia an? Auch um das ganze auf eine breitere Basis zu stellen? Eine möglichst effiziente Vermittlung von Autoren und Lesern wünschen sich doch diverse freiwillige Projekte?

Um ehrlich zu sein, kannten wir Intopedia noch gar nicht. Vielmehr stehen wir vor der Situation, dass es viele potentielle Twick.it-Erklärer gibt, die den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. So hört man oftmals ein "ach, was soll ich denn schon erklären". Manchmal sogar ein "ich hab doch schon alles erklärt". Wiederum andere wollen nicht irgendeinen Twick schreiben, der hinterher von keinem gelesen wird. Dieser Gruppe stehen all diejenigen gegenüber, die vergeblich nach einem Thema suchen. Da war es nur konsequent, eine Idee zu entwickeln, die beide Seiten zusammenbringt. Durch diese Verbindung kann großes entstehen.

Sollte sich darüber hianus zwischen Twick.it und Intopedia Schnittstellen ergeben, von denen beide Projekte profitieren können, sind wir die letzten, die da nicht an einem Strang ziehen würden.

(3) Zum Twick-it-Plug-in-Vorschlag. Sind 5000 Euro an Kosten nicht leicht überdimensioniert?

Ja. Nicht jeder eingereichte Vorschlag benötigt ein Budget von 5000 Euro. So ist der Tool-Tipp (bestehend übrigens aus zwei Plugins: Eins für Firefox und eins für Office-Dokumente) niedriger angesetzt. Auch wenn es sich letztlich um geschenktes Geld handeln würde, haben wir im Vorfeld schon mit spitzen Bleistift kalkuliert. Nach unserem Verständnis stellt diese Summe die Höchstgrenze der Förderung dar. Oder haben wir da was falsch verstanden? In diesem Fall würde ich hiermit gerne rückwirkend die volle Summe beantragen ;-)

(4) Als ich den Antrag gelesen habe: Ihr macht Twick.it echt ohne Programmierer an Bord? Und das klappt?

Das ist ein Missverständnis. Bei Twick.it schlagen sich seit mehreren Monaten zwei Leute ihre Nächte um die Ohren: Sean kümmert sich um den Bereich PR, schreibt fleißig Blog-Artikel und rührt die Werbetrommel für die Erklärmaschine. Ich bin Programmierer und zuständig für die Technik. Wir decken also schon ein breites Spektrum ab. Etwas schwach sind wir im Bereich Design aufgestellt. Hier sind wir immer wieder auf freiwillige (und unentgeltliche) Hilfestellungen angewiesen.

Verständlicherweise ist nicht jeder bereit, uns seine Arbeitsleistung kostenlos zur Verfügung zu stellen. Das bremst die Weiterentwicklung leider manchmal aus. Durch eine Förderung wären wir in der Lage, einige unsere Ideen umzusetzen. Kohle benötigen wir zum einen für die technische Infrastruktur (z.B. Webhosting), aber auch zum Füllen der angesprochene Webdesigner-Lücke.


Wie du richtig gemerkt hast, wurde auch ein Budget für Programmierung beantragt. Diesen Geld wandert aber nicht in meine Tasche. Stattdessen benötige ich Hilfe von Fachleuten. Selbst wenn ich mich in jedes Gebiet einarbeiten könnte, wäre das mitunter viel zu aufwendig und nicht immer wirtschaftlich. Wenn wir schon etwas umsetzen, dann haben wir auch einen professionellen Anspruch. Aus diesem Grund müssen wir gerade für das Plugin, mit dem Erklärungen aus Office-Dokumenten heraus gesucht werden sollen, einen Fachmann ins Boot holen. Und eben der arbeitet nicht kostenlos.


(5) Und zum Antrag selbst: braucht ihr das Geld unbedingt, oder wäre es nur eine Hilfe bei einem ansonsten auch laufenden Projekt?

Was für eine Steilvorlage, um in der Vorweihnachtszeit noch mal so richtig auf die Tränendrüse zu drücken. Twick.it finanzieren Sean und ich aus eigener Tasche und zahlen seit Beginn ordentlich drauf. Auch nach mehreren Monaten (im November 2009 startetet die Beta-Phase; offizieller Startschuss war die CeBIT 2010) halten wir die Erklärmaschine nämlich noch immer für eine tolle Idee. Auch ohne Förderung würde Twick.it noch ein wenig weiterlaufen können. Noch sieht es nicht danach aus, dass uns unsere Frauen den Geldhahn zudrehen ;-)

Nichtsdestotrotz müssen wir uns Monat für Monat erneut fragen, ob die Arbeit und auch das Geld, das wir in unsere Vision einer freien Erklärmaschine stecken, den Nutzen noch rechtfertigen. Eine Finanzspritze würde diese Entscheidung bestimmt positiv beeinflussen.

Was ohne Förderung sicherlich auf der Strecke bleiben würde, sind die Weiterentwicklungen, die wir im Rahmen des Wettbewerbs eingereicht haben. Wie gesagt, benötigen wir dort die Hilfe von Fachkräften, die wir nicht für lau bekommen.

Zum guten Schluss möchte ich noch mal betonen, dass wir uns mit dem Geld nicht bereichern. Das zeigt auch ein Blick zurück. Im August wurde die Augmented Reality Anwendung von Twick.it beim Wikitude World Cup als beste Anwendung im Bereich "Social" ausgezeichnet (http://twickit.de/blog/de/twickit-gewinnt-wikitude-wordcup-2010/). Da die Plattform von der Community lebt, haben wir den gewonnen Preis unter den Twick.it-Usern verlost. Nach unserem Verständnis haben die Nutzer einen großen Anteil an dem Erfolg des Projekts. Auch das Preisgeld von 500 Euro, das wir erst kürzlich beim deutschen Social Media Award des Twittwoch e.V. abgeräumt haben (http://twickit.de/blog/de/zweiter-platz-beim-social-media-preis-2010/), stellen wir den Nutzern zur Verfügung. Eine Förderung durch Wikimedia wäre dann die erste Einnahme, die auch mal in die Entwicklung der Plattform fließen würde. Seans und meine Taschen würden nach wie vor leer bleiben.



Siehe auch: 40 Projekte wollen Geld von Wikimedia: Wissenswert-Rundumschlag

Wissenswert-Projekte (III): Intopedia

Wikimedia Deutschland verteilt Geld. Im Rahmen des Wissenswert-Initiative können Projekte zwischen 500 und 5000 Euro Förderung gewinnen, die mit den Zielen von Wikimedia Deutschland übereinstimmen. Nach dem allgemeinen und formalen Aussieben durch Wikimedia sind nun 40 Projekte übrig. Die laufen bis Ende November schau, danach entscheidet dann eine Jury und als Zusatzstimme das Publikum über die Preisvergabe. Nach dem Rundumschlag letzte Woche, kommen hier jetzt ein paar mehr Worte zu einer handvoll einzelner Projekte:

Das Dritte Projekt - Intopedia - eine Suchmaschine für verbesserungswürdige Artikel in der Wikipedia - ist das einzige Projekt meiner kleinen Auswahl, dass sich direkt auf Wikipedia bezieht. Und ehrlich gesagt dasjenige mit dem ich persönlich am meisten Probleme habe, weil ich nun wiederum gar keine Probleme habe, schlechte Wikipediaartikel in kürzester Zeit zu finden.

Ich hab jetzt auch extra auf Intopedias Anregung hin den Kurzversuch gemacht, mal "Thema Hannover" genommen, und im Hauptartikel einfach die ersten Links angeclickt, bei denen ich mir eine Verbesserung zutrauen. Ergebnis: Hauptartikel Hannover: Einleitung grauenhaft, Teile des Artikels ebenso; Hannover-Messe: eine kleine Katastrophe, Langenhagen: eine einzige Liste, Region Hannover und Hannover Moorgeest: fast komplett belegfrei. Einzig der Fluss Leine und der Mittellandkanal sind noch verbesserungsfähig, haben aber keine direkt ins Auge springende Katastrophe aufzuweisen. Problem schlechte Artikel finden? Wo?

Nun habe ich mich aber überzeugen lassen, dass andere Leute anders arbeiten und die vorhandenen Wartungskategorien durchaus nutzen. Als niederschwelliges Einstiegseditieren haben sie auch ihre gewissen Meriten, und die derzeitige Suche nach solchen Artikeln ist zugegebenermaßen echt verbesserungswürdig. Die Testseite von de.intopedia.org macht einen angenehmen Eindruck und wahrscheinlich hilft sie tatsächlich der Koordination. Nach soviel einleitendem Trara, lasse ich Ben Romberg aber einfach mal selbst zu Wort kommen:

Intopedia führt mehrere Indikatoren für verbesserungswürdige Inhalte - d.h. Artikel die Qualitätsmängel aufweisen oder komplett fehlen - in einer Suchmaschine zusammen. Folglich erlaubt Intopedia die Suche nach Inhalten die fehlen oder unvollständig sind. Wikipedia-Autoren können somit gezielt nach Inhalten suchen, zu denen sie Beiträge leisten können. Im Vergleich mit klassischen Enzyklopädien gewinnt die Wikipedia durch Intopedia außerdem die Facette einer aktuellen und umfangreichen Darstellung ihrer Qualität und Vollständigkeit.

(1) Meinst Du wirklich, dass man schlechte Wikipedia-Artikel suchen muss? Finden die sich nicht einfach von selber, wenn man Wikipedia aufruft? Oder anders gefragt: auch wenn man vielleicht nicht immer merkt, dass ein Artikel Fehler hat - wenn man es nicht mal von alleine bemerkt, sollte man vielleicht auch nicht versuchen, die Sache zu verschlimmbessern?

Wie wir in unserer Umfrage [1, S. 71] herausgefunden haben, verwenden erfahrene Autoren vermehrt Community-Werkzeuge wie CatScan oder die Wartungskategorien, um verbesserungswürdige Artikel zu finden. Ich denke auf jeden Fall, dass Intopedia einen echten Mehrwert bringt, wenn man sich auf ein bestimmtes Thema konzentrieren und sein Wissen gezielt in die Wikipedia einbringen möchte.

Das Ziel ist ja gerade auch, nicht einfach einen beliebigen Artikel zu verbessern, sondern konkret Artikel, bei denen es noch offensichtliche Mängel gibt, da eine immer größer werdende Anzahl der WP-Artikel eine relativ gute Qualität hat.

(2) Da es ja schon eine Testversion gibt, vielleicht kannst Du mich einfach überzeugen, indem Du zwei, drei Sätze von den bisherigen Erfahrungen erzählst.

In der erwähnten Umfrage haben die meisten Nutzer versucht, verbesserungswürdige Artikel über die normale Suchfunktion der Wikipedia zu finden. Dies liefert zwar im Einzelfall brauchbare Ergebnisse, ist aber sehr umständlich und unübersichtlich. Einfach mal den Selbstversuch machen - z.B. herausfinden, welche Wikipedia-Artikel zum Thema "Karlsruhe" verbessert werden könnten.

Zudem haben wir durch die Umfrage mit knapp 200 Teilnehmern viel Feedback erhalten, das wir nun in den weiteren Entwicklungsprozess einfließen lassen. Momentan stehen nur die grundlegendsten Features zur Verfügung, jedoch sollen in Zukunft z.B. fehlende Infobox-Einträge vorgeschlagen werden oder Artikel, die in anderen Sprachen einen wesentlich größeren Umfang haben [1, S. 75]. Mir ist kein anderes Tool bekannt, das die Wikipedia-Artikel derart filtern könnte.

(3) Kannst Du dir vorstellen eine Art Priorisierung wichtiger und unwichtiger/zentraler und weniger zentraler Artikel einzuführen?

Dies wird bereits vorgenommen, z.B. werden die Artikel anhand der Anzahl ihrer Inlinks priorisiert. Diese sind bei fehlenden Artikeln auch bei den Suchergebnissen sichtbar, um es dem Benutzer zu erleichtern, den Artikel richtig einzuordnen, da er ja noch keinen Inhalt besitzt. Zudem wollen wir in Zukunft die konkreten Zugriffszahlen auf die Artikel von [2] mit in die Bewertung einfließen lassen.

(4) Inhaltlich scheint mir Dein Vorschlag relativ große Ähnlichkeit zum anvisierten Twick.it-Portal zu haben. Kannst Du Dir vorstellen mit denen zusammenzuarbeiten, auch vielleicht um Preisgeld zu teilen oder so?

Der Ansatz des "Wissenslücken-Füllers" ist ja ein grundlegend anderer, da dort konkrete Nutzer nach Artikeln "fragen" sollen, die dann von Experten mit neuen Einträgen beantwortet werden. Diesen Ansatz könnte man selbstverständlich auch in Intopedia integrieren, wobei dazu erstmal eine ausreichende Besucherzahl nötig wäre. Die Twick.it-Idee ist ja auch speziell auf Twick.it gemünzt, während wir uns mit unseren Features sehr auf Wikis und deren Eigenschaften (verlinkende, mehrsprachige Artikel, Kategorisierung, etc.) eingeschossen haben. Ich glaube da müsste man komplett neu starten um das irgendwie zu vermischen, was nicht im Sinne des Wettbewerbs ist (jedenfalls werden laut Bedingungen nachträgliche Änderungen an den Ideen nicht akzeptiert).


(5) Und zum Antrag selbst die Abschlussfrage an alle: braucht ihr das Geld unbedingt? Oder wäre es nur eine Hilfe bei einem ansonsten auch laufenden Projekt?

Bisher wurde das Projekt im Rahmen meiner Bachelorarbeit und einer Hiwi-Tätigkeit finanziert, wobei die Bewerbung bei Wissenswert sowieso keinerlei Personalkosten vorsieht, da diese laut Teilnahmebedingungen sowieso nur in geringem Umfang vorgesehen werden sollten. Daher wird das Intopedia Toolkit, auf dem Intopedia aufbaut, auch als Open Source veröffentlicht, um evtl. weitere Entwickler zu motivieren.

Vielmehr erhoffen wir uns von dem Wettbewerb eine langfristige Bereitstellung eines Servers, damit weitere, aufwendigere Features entwickelt werden können und andere Sprachversionen von Intopedia profitieren können. Zudem ist uns die Publicity wichtig, die der Wettbewerb mit sich bringt, um Intopedia innerhalb und außerhalb der
Wikipedia, speziell auch bei unerfahrenen WP-Autoren, bekannt zu machen und dadurch das Projekt am Leben zu erhalten.

---

1: http://intopedia.org/ausarbeitung.pdf
2: http://dammit.lt/wikistats/


Siehe auch: 40 Projekte wollen Geld von Wikimedia: Wissenswert-Rundumschlag

Guten Morgen



Montag, 22. November 2010

Wissenswert-Projekte (II) Internationales Suchportal für Open-Access-Publikationen im Fach Sportwissenschaften

Wikimedia Deutschland verteilt Geld. Im Rahmen des Wissenswert-Initiative können Projekte zwischen 500 und 5000 Euro Förderung gewinnen, die mit den Zielen von Wikimedia Deutschland übereinstimmen. Nach dem allgemeinen und formalen Aussieben durch Wikimedia sind nun 40 Projekte übrig. Die laufen bis Ende November schau, danach entscheidet dann eine Jury und als Zusatzstimme das Publikum über die Preisvergabe. Nach dem Rundumschlag letzte Woche, kommen hier jetzt ein paar mehr Worte zu einer handvoll einzelner Projekte:

Beim zweiten Projekt - Aufbau eines internationalen wissenschaftlichen Suchportals ausschließlich für Open-Access-Publikationen im Fach Sportwissenschaften - fand ich (oder auch Klaus Graf) die Grundidee durchaus spannend. Open Access - Suchen - Datenbank sind Wörter, die ich an sich ja gerne in einem Satz lese. Allerdings war ich mir unsicher, ob das wirklich so umsetzbar ist wie vorgeschlagen, oder nicht einfach eine weitere Doppelstruktur schafft. Ich muss zugeben, nachdem ich den Antrag jetzt noch zweimal gründlicher gelesen habe, und Antragsteller Paul Vierkant meine Fragen beantwortet hat, bin ich wesentlich sicherer, dass das ein lohnenswertes Projekt ist.

Open Access ist vielen Akademikern kein Begriff, obwohl der Mehrwert für sie enorm ist. Das Problem bei Literaturrecherchen ist oft, dass gefundene Dokumente weder online noch frei (z.B. ohne Kosten) verfügbar sind. OA bedeutet freier Zugriff auf wissenschaftliche Information. OA-Volltextdokumente, die weltweit bspw. auf Dokumentenservern bereitgestellt werden, sollen mit einer Open-Source-Software in einem fachlichen Suchportal zentral gesammelt und jedem Interessierten auf der Welt zugänglich gemacht werden. Exemplarisch wird dies im Fach Sportwissenschaften durchgeführt.

(1) Was mich bei dem Antrag ja am meisten wunderte war, dass er mit keinem Wort auf andere Open-Access-Initiativen eingeht.

Dass ich nicht auf andere OA-Initiativen eingegangen bin, ist der Formularvorgabe des Antrags geschuldet in dem nur 600 Wörter angebracht werden durften. In diesen paar Zeilen war es wichtiger das Projekt kohärent und nicht die OA-Bewegung darzustellen. Eine knifflige Aufgabe, ich hoffe aber später nochmal die Chance zu haben mehr auf OA einzugehen.

Soll sich das Projekt mit anderen Datenbanken vernetzen oder zusammenbauen?

Das Portal läuft mit einer Software, die Harvester genannt wird. Dieser Harvester erntet die OA-Inhalte, die auf allen Servern der Welt herumliegen und per OAI-PMH eben zum Ernten angeboten werden. Um genau zu sein werden dann auf unserem Server nicht die Dokumente liegen, sondern nur deren Metadaten, in denen der Link zum Volltext auf den anderen Servern ist. Das thematische Filtern ist hierbei der Fokus, denn es gibt zwar schon OA-Suchmaschinen, die jedoch nicht wirklich thematisch suchen. Der speziell diesen bestehenden Portalen und generell der OA-Community fehlt aus verschiedenen Gründen die Verbindung zur Zielgruppe. Im Gegensatz dazu wollen wir mit unserem sportwissenschaftlichen OA-Portal versuchen OA-Sport-Texte an die Wissenschaftler/innen und Studierenden zu bringen.

(2) Da wundert mich auch die Bescheidenheit Deinerseits. Der Website habe ich entnommen, dass Du bereits diverse Aktivitäten mit Open Access hinter Dir hast. Magst Du eins, zwei Sätze schreiben was genau Du dort unternommen hast?

Ich habe den sozialwissenschaftlichen Dokumentenserver SSOAR (Social Science Open Access Repository) mit aufgebaut und arbeite zur Zeit an der Bibliothek der Uni Konstanz im DFG-Projekt Open Access Fachrepositorien, dass die Inhalte von institutionellen Repositories besser in den fachlichen Repositories sichtbar machen soll. Im Rahmen des Projekts bin ich ebenfalls am "Umbau" des institutionellen Repositoriums der Universität Konstanz, KOPS, beteiligt. Somit habe und sammle ich Erfahrungen im Aufbau disziplinärer und institutioneller Dokumentenserver und wie sie vernetzt sind, was mich auch zu diesem Projekt brachte.

(3) Warum gerade Sportwissenschaften?

Dort mangelt es meinen Recherchen nach an einem Portal, dass sportwissenschaftliche Open Access Dokumente bündelt (Es gibt zwar sportwissenschaftliche Portale, die aber fast ausschließlich bibliographische Daten vorhalten). Für andere Fächer wie Sozialwissenschaften (SSOAR) und Psychologie (PsyDok), etc. gibt es bereits erfolgreiche disziplinäre Dokumentenserver.

(4) Sind wissenschaftlich disziplinär ausgerichtete Portale wirklich der Weg in die Zukunft?

Ich glaube, dass disziplinär ausgerichtete Portale ein Weg sein kann und in der Wissenschaftslandschaft der heutige Weg der Wahl ist, weil Wissenschaftler lieber an einem Punkt im Internet recherchieren, als tausend verschiedene Punkte anzusteuern (und mit diesem Punkt meine ich und die Wissenschaftler/innen nicht Google ;-)) Wie das (wissenschaftliche) Netz in zehn Jahren aussieht, vermag ich dahingehend nicht vorauszusagen.

Böte OA nicht eher das Potenzial Interdisziplinarität auszuleben?


Ja, das tut es, weshalb wir versuchen werden, in unserem Portal alles
was mit Sportwissenschaft und Sport in der Wissenschaft aus jedweden
Disziplinen, von Sportlinguistik über Sportmedizin bis Sportmanagement
etc. zu bündeln. Wir arbeiten daran die Software dahingehend
anzupassen, das Portal inhaltlich aufzubauen und dann in die Welt zu
tragen.


(5) Und Abschlussfrage an alle: Ist der Erhalt bei WissensWert eine notwendige Voraussetzung für das Zustandekommen des Projekts, oder läuft das Projekt auch anders, nur halt schlechter?


Es gibt zur Zeit schon ein inoffizielles Test-System des Portals, das wir weiterentwickeln wollen. Ein Team an begeisterten ehrenamtlichen Open-Access-Untersützern arbeitet in der Freizeit daran. Das Projekt würde deutlich Schwung bekommen, wenn wir Erfolg bei WissensWert hätten. Wenn wir in diesem Wettbewerb leer ausgingen, dann würden wir das Projekt trotzdem vorantreiben, denn wir glauben fest daran, dass Open Access und der Mehrwert, den es mit sich bringt noch viel größer ist, als wir uns alle überhaupt vorstellen können. Bis dahin wird es für unser Projekt, aber auch die gesamte OA-Community kein leichter Weg.

Siehe auch: 40 Projekte wollen Geld von Wikimedia: Wissenswert-Rundumschlag

Wissenswert-Projekte (I) Creative-Commons-Werbematerialien

Wikimedia Deutschland verteilt Geld. Im Rahmen des Wissenswert-Initiative können Projekte zwischen 500 und 5000 Euro Förderung gewinnen, die mit den Zielen von Wikimedia Deutschland übereinstimmen. Nach dem allgemeinen und formalen Aussieben durch Wikimedia sind nun 40 Projekte übrig. Die laufen bis Ende November schau, danach entscheidet dann eine Jury und als Zusatzstimme das Publikum über die Preisvergabe. Nach dem Rundumschlag letzte Woche, kommen hier jetzt ein paar mehr Worte zu einer handvoll einzelner Projekte:

Für den Anfang betrachte ich das am wenigsten erklärbedürftigste Projekt: Endlich mal Werbematerialien rund um Creative Commons zum verschenken! Creative Commons setze ich hier mal als allgemein bekannt voraus, den Antragssteller Markus Beckedahl (Wikipedia-Artikel) vermutlich auch. Werbematerialen sind so kompliziert ja nun auch nicht. Aus dem Antrag:

CC-Lizenzen gibt es seit 2004 in Deutschland. Aber was seitdem fehlt sind Offline-Materialien zur Bekanntmachung von Creative Commons Lizenzen und ihren Einsatzmöglichkeiten. Wir rufen zwar regelmäßig bei Creative Commons Deutschland zu spenden auf, das gesammelte Geld ist aber überschaubar und reicht meist nur für Fahrtkostenerstattung für Lobbytreffen (z.B. Treffen mit GEMA), wenn überhaupt. Das wollen wir ändern und bewerben uns hiermit bei Euch um Fördergelder, um endlich mal ausreichend Werbematerialien finanzieren zu können, die dann unter glücklichen Empfängern verteilt werden können. Denkt nur an die vielen Notebooks auf Konferenzen, die Ihr besucht, auf denen zukünftig CC-Aufkleber leuchten könnten!

In dieser Unterkomplexität liegt dann Glanz und Elend des Vorschlags. Er ist umsetzbar, durchdacht, pragmatisch und der gewinnebringenden Ausgabe des Gelds steht nichts im Weg. Andererseits: Innovativ oder spannend ist das echt nicht, und bei so einer offenen und weiten Ausschreibung denke ich es lässt sich in anderen Projekten mehr erreichen als hier mit T-Shirts- und Flugblätter drucken.

Und nicht zuletzt. Wer (Leser) hat, dem wird (Stimmvieh) gegeben. Zumindest bei der allgemeinen Abstimmung sollte der Vorschlag aller Voraussicht nach eh einen Spitzenplatz belegen.

(1) Wie jetzt? Es gibt tatsächlich keine allgemeinen Werbematerialien für Creative Commons? Und kein DTP-Programm?

Creative Commons Deutschland hatte bisher nie ausreichend Spenden, um davon Werbematerialien zu finanzieren. In der Regel wird an Creative Commons in den USA gespendet, aber von dort kommt zu uns nichts an - und schon gar nichts in deutscher Sprache.

DTP-Programme haben wir natürlich, da gibt es ja zahlreiche freie Projekte.


(2) Zumindest was die Aufkleber etc. gibt? Gibt es auch keine internationalen - sprachlosen - Designs, die man verwenden könnte?

Klar, aber die liegen in den USA und nicht bei uns in Berlin. Designvorlagen können wir selbstverständlich von creativecommons.org übernehmen.

(3) In welcher Größenordnung wollt ihr denn produzieren? Für 5000 Euro bekommt man doch eher eine Lagerhalle voll.

Wir wollen nicht nur Aufkleber produzieren, sondern auch Broschüren, Poster, T-Shirts, Postkarte und was man alles benötigen könnte, um z.B. als Freiwilliger an einem Stand für offene Lizenzen zu werben.

(4) Druckmaschine klingt allerdings nach Anschaffungen, die man für einmalige Flyerproduktion nicht unbedingt braucht. Soll das gleich die Startfinanzierung für weitere Öffentlichkeitsarbeit allgemeinerer Art werden?

Eine Druckmaschine wollen wir nicht kaufen.


(5) Und zum Antrag selbst: braucht ihr das Geld unbedingt? Oder wäre es nur eine Hilfe bei einem ansonsten auch laufenden Projekt?


Ohne das Geld können wir immer noch keine Werbematerialien produzieren und viele Freiwillige haben immer noch keine Werbematerialien, die sie kostenlos an Interessierte verteilen können.

Siehe auch: 40 Projekte wollen Geld von Wikimedia: Wissenswert-Rundumschlag

Streetview ist mir weitgehend egal

Aber welche grausame Schande, sollte ich der einzige Mensch sein, der im November noch nichts zum Thema gesagt hat.

Darummagichberlin (XVII)

Cute artifical sheep on bank in eisenacher strasse berlin-schoeneberg

Samstag, 20. November 2010

Frankfurt -> Fulda Fulda -> Leipzig Leipzig -> Berlin

Fragen, die sich auf einer Zugreise stellen?

Warum fahren hunderte Menschen Samstag Abend von Leipzig nach Berlin? (Grund mittlerweile gefunden, Touristik & Caravaning International Leipzig), das erklärt auch wer im Zug saß.

Darf man im Ruhebereich eines Zugs hörbar schnarchen?

Wie sieht es im selben Ruhebereich mit dem Verzehr stark riechenden Käses aus?

Wikipedia-Academy liveblogging: Samstag #wpa10

Hintergrund: Wikipedia Academy
14:51 So, ich klappe mal zusammen und schaue nach ob es noch Kaffee gibt, und beschließe diesen Post. Danke für die tolle Organisation und viele spannende Veranstaltungen. War auf jeden Fall ein sehr lohnendes Wochenende, spannende Leute getroffen, interessante Sachen erfahren, Schick sehr schick.

14:46 Vorschlag Publikum: Enquete-Kommission. Desöfteren Vorschläge ans Support-Team: verbessert unsere Artikel, uns wäre das auch was wert.

14:41 Birken: Paid editing passiert eh, aber es braucht ein Richtlinienwerk. Natürlich gibt es ein Regilarium. Vorschlag: Geldgeber von Außen, Kontrolle bspw durch Wikipedia Deutschland.

14:38 Gibt es Geldgelber für solche Projekte. Achim "es gibt immer Geld für dissemination".

14:35 Am ehesten können Wissenschaftler sich Seminare vorstellen. Für Wissenschaftler: selbst bei Paid editig uninteressant, weil zählt nicht als Publikation.

14:34 Diskussion, ob es Modell für andere Projekte sein könnte.

14:24 Keine Budgetauskunft, aber 1 1/2 Stellen für 3 Jahre plus viel Aktivitäten sonst. Preis pro Artikel dürfte meiner falschen Überschlagsrechnung nach nicht so wahnsinnig fern von den bisher vage geschätzten 1000/Artikel liegen.

14:23 Noch 10 Minuten bis zur Frage.

14:18 Er hat drei Abschlussbericte dabei. Habenwollen. Neben dem kurzen technischen Bericht besteht er vor allem aus vier PediaPress-Bänden mit den dementsprechenden Artikeln.

14:17 Verweis auf Darstellung bei Fachagentur samt Link auf öffentlichen Abschlussbericht.

14:15 Insgesamt 550 Artikel bearbeitet, davon 434 neu oder umfangreich umgeschrieben.

14:14 Absichtlich grüne Biotechnologie nur sehr vorsichtig angefasst, weil schwierig.

14:10 Spannender Artikel zB: Palmöl. "Palmöl ist nicht ganz so einfach". - Monokultur in Asien, sehr umstritten. "Auch dafür keinen Ärger in Wikipedia", ist recht ausgewogen. Ähnlich Biodiesel, Bioethanol. Grundsatzartikel "weiße Biotechnologie, Grüne Biotechnologie."

14:08 Was geklappt hat: Portal ist nett geworden. Zeigt Beispielartikel Buchenholz. Viele Artikel zum Thema Holz, der Rohstoff. Andere Bereich: Biogene Schmierstoffe.

14:07 Detaildiskussion über Aufrufgestaltung.

14:03 Bin jetzt im Besitz einer Wikipedia-Erklär-Broschüre für NAWARO. Achim, falls du nachliest, gibt es den als pdf?

14:01 Am Ende musste NOVA-Institut selber machen: zwei Festangestellte, drei Autoren extra angestellt. Achim fand es inhaltlich sehr erfolgreich.

13:59 Argumentation an Verbände "wenn ihr einen guten Artikel haben wollt, müsst ihr in Wikipedia schreiben", beste Öffentlichkeitsarbeit. Anschreiben, Workshops.. Resonanz "ja, ist interessant", aber kam nichts.

13:59 Community gut. Schwieriger war's "wie kriegen wie die Experten da rein"? Hier nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Verbandsleute.

13:57 Erster Job in Geschäftsstelle: NAWARO-Leuten auf die Finger kucken wg. Wikipediastandards.

13:56 NAWARO-Abschlussbericht per PediaPress.

13:55 Nach einem Jahr, erste Arbeiten, Artikel, Kategorien, Links, Zusammenarbeit mit Community klappt recht gut, Schulung von NAWARO-Experten für WP klappte fast gar nicht.

13:53 Detaillierte Schilderung der Präliminarien von NAWARO (Dauer: 1 Jahr, strukturierte Bestandsaufnahme) und erste Artikel. Faserbereich klappte recht gut.

13:48 Idee kam von Außen, nicht von einem Wikipedianer. Grund: Unzufriedenheit mit Wikipedia-Artikeln, kein Wissen über Wikipedia-Hintergründe. Anfrage an Wikimedia: "habe diese Idee, läßt sie sich realisieren?"

13:47 Bisher einzig offizielles gefördertes, bezahltes Projekt für Wikipedia-Schreiben.

13:46 Raschka stellt das Projekt NAWARO vor.

13:45 Duell mit dem Beamer änderte mit einem Patt. Aber erläuft. 8 Zuhörer. Beim Essen waren deutlich mehr ihr Banausen!

13:44 Zwei weitere Zuhörer sind angekündigt.

13:40 Letzte Etappe. Vor derzeit 6 Zuschauern kämpft Achim Raschka gegen den Beamer und den Anschluss. Es wird werden Achim Raschka: „Erfahrungen und Ergebnisse aus dem WikiProjekt Nachwachsende Rohstoffe".

13:06 Vortrag vorbei. Pause. Juhu! Bin schon extrem dekoffeiiniert.

13:05 "Wissenschaftler arbeiten nicht vorausschauend."

13:03 Open Access ist eher unbeleckt, was Lizenzen angeht. "Mach mal"-Lizenz oft vorherrschend.

13:01 Publikum: vieles wird sich ändern und andere Medien werde dazukommen. Aber skeptisch ob das wirklich eine Änderung ist, oder ob sich nicht die Wichtung auf die anderen Medien ausweitet.

12:57 Diskussion über Meriten und Probleme von Papier als Kommunikationsmedium. Publikum: Es wird nicht zuviel publiziert, sondern zuviel was nicht publikationswürdig ist. Versagen des Peer Review.

12:55 Jetzt wäre noch Diskussion dran, schauen ob sie in den Zeitplan sind. Publikum: Sachen die nützlich sind, werden sich durchsetzen. Hört auch zum ersten mal von ORCID, sinnvolle und gute Lösung. Fischer: entscheidende Stelle sind wissenschaftliche Verlage, die im Zentrum des Publikationswesens sitzen. Verlage haben aber wenig Interesse eine Änderung am System zu haben.

12:53 Rotes Fazit in Slide "Information technology is changing science - but it's up to scientists and their readers to decide how."

12:50 Fischer: Vorschlag bei ORCID; wäre auch in Wikipedia nutzbar und könnte so Reputation bringen. Spontan überraschend aber coole Idee.

12:50 Diskussion über Article Level Metrics: Impaktfaktor nicht mehr per Journal sondern per Article.

12:45 Neues Bild: Katze am Computer. (und diverse Websites, PLos One, Neurotic Physioloy, Databases, Open Notebooks (Open Wetware).

12:43 ORCID "Open Researcher and Contributor ID", dentral register für researchers. Schon mal vor 20 Jahren versucht, daran gescheitert dass Fachgesellschaften und Publisher nicht dafür waren.

12:42 Diskussion: Viele Fachgesellschaften sind aktiv gegen Open Access, weil Fachgesellschafts-Journals eine Einnahmequelle sind.

12:41 Diskussion warum sich das System kaum ändert, wenn doch alle wissen wie sehr es knirscht. Sinneswandel bei den Nachwuchsleuten, wenn sie entsprechende Positionen erreichen? Es ist laaangsam.

12:40 Über Twitter (danke @EvoMRI), Video in pdf.

12:37 Namensprobleme: zu jedem halbwegs häufigen Namen gibt es zahlreiche Publiktanionen und diverse Autoren aus verschiedenen Fachgebieten. Bei abgekürzten Vornamen endgültig ausschichtslos.

12:35 "Smallest publishable unit", Forschungsarbeiten so gestückelt, dass sie möglichst viele Papers ergibt -> In der Masse komplett unlesbar. Viele Erkenntnisse nicht publizierbar, müssen aber als Paper publiziert werden. Liest niemand, weil alle nur die Daten wollen. bsp. 70 Papers/Tag allein zu Zinkproteinen, wer soll das lesen? Alles redundant, nichts wird gelesen. Hilft wenig, dass die Lizenezn abschließen, die Datenformate abschließen.

12:35 Zentraler Grund für Veränderung: System knirscht an allen Enden und Ecken, das System steht kurz vor dem Zusammenbruch.

12:34 Wobei die biologischen lautmalerischen Umschreibungen der Vogelstimmen echt eine große zivilisatorische und künstlersiche Errungenschaft ist, imho.

12:33 Publikum: Problem ist aber alt: Astronimische Daten, Vogelstimmen etc, alle nicht für Papier geeignet.

12:32 Entspräche es einem Bedürfnis, dass sich das wesentlich ändert? In Bio Papier extrem unpraktisch bei DNA-Sequenzen Proteinsequenzen etc. Kein Mensch will fünf Seiten Daten abtippen.

12:30 Zukunft wird sich vom Papier lösen und von Formaten, die auf Papier zugeschnitten sind. "Man kann Videos und Audos in PDFs einbinden, macht aber kaum jemand. Man kann's nicht drucken."

12:29 Wir kommen zum Ausblick. 1800 -> 2010 -> ?

12:27 Neues Bild: Fra(?) kuckt durch Schlüsselloch. Im Hintergrund Euroscheine.

12:25 OA-Journals werden häufiger zitiert. Klar.

12:23 Diskussion: OA stark unterschiedlich in Disziplinen, Mathe oder Bio nutzen es vgl. viel, ein wirklich gut informierter SPrachwissenschaftler hat schon mal vage gehört, dass es sowas wie OA gibt. Fischer: Chemiker interessiert das Jahr nicht, setzen auf das traditionellste System als wäre 1800. Chemie konservativster Fachbereich.

12:21 Publikum: Problem auch politisch, bsp. Elsevier verhandelt nicht mit Bibliotheken sondern mit Kultusministerien, aus der Hand der Wissenschaftler. Gegenbewegung, zB DFG fördert Open Access.

12:18 Versorgungslage für Jungwissenschaftler desaströs, entweder Lehrstuhl oder nichts. "Natürlich wissen alle, dass es absurd ist." Wenn man sich dagegen engagiert, hat man keine Zeit zum publizieren -> das war's.

12:17 Frage aus Publikum zu heutigem Publikationswesen: sind wissenschaftler so blöd oder tun sie nur so. "Alle Wissenschaftler hassen dieses System". Frage ist, wer es ändern kann und wie..

12:14 Lizenzinkompatibilität besonders schlimm bei Datenbanken. Aber in US haben Datenbanken doch gar kein Urheberrecht.. bin verwirrt.. muss mal ergründen wie Datenbanken in US Lizenzen haben können. Muss mal loswerden: Datenbankdirektive der EG ist sowohl inhaltlich als auch handwerklich eines der schlimmsten IP-Gesetze je gemacht.

12:11 Bild von Mann mit tollem Fernglas als Slide. Illustriert mehr Sichtbarkeit glaube ich. Erinnert mich daran, dass KIII einen deutlich schöne Aussicht hatte, H1 hingegen fensterfrei ist.

12:08 OA Gold (klassische Journals nur halt OA) und OA Green: Texte schon zugänglich bevor sie durch Peer-Review gegangen ist. (zB arXiv.org), preprint server (Texte aus closed Journals, die nachträglich ge-OA-t wurden)

12:07 Phänomenal, Akku läuft schon seit ner Stunde und verspricht noch 7 1/2 Stunden mehr.

12:06 OA-Journals sehr heterogen: verschiedene Lizenzen, unterschiedliche Impact Factors (großer Teil sehr niedrig) aber wie gesagt mit Ausnahmen. Sehr heterogen in der Finanzierung.

12:05 Aufregung über Impact Factor. In seiner derzeitigen Anwendung komplett absurd.

12:04 Nachdem es jetzt Paralellplanung im Raum nebenan gibt, etwa 15 Anwesende.

12:04 Antwort Mietchen: prinzipiell closed Journals noch vorne, punktuell hat es sich aber schon geändert. Gibt in bestimmten Fachbereichen auch Open Review Journals die Nummer 1 sind.

12:03 5400 Journals im DOAJ (Directory of Open Access Journals), etwa 80% aller OA-Journals. Im Schnitt kommen 3 pro Tag dazu. Damit größer als große Publisher. Frage nach Impact Factors.

11:59 Beschreibt derzeitiges Publikationssystem: bekanntermaßen eine Zumutung für alle außer die Verlage. "Open Access ist Notwehr."

11:56 Open-Access-Vortrag beginnt. Grundthesen "Wissenschaftler werden in absehbarer Zeit nicht an Wikipedia teilnehmen. Es gibt aber Hoffnung. Schlüssel ist Open Access."

11:36 Kaffeepause. In 10 Minuten geht es weiter mit Lars Fischer: „Von Open Access zu Freiem Wissen und Freien Lizenzen“. Andernorts planen Wikipediader die Feierlichkeiten zum 10jährigen Jubiläum.

11:34 Der Vortrag, den ich kaum mitbekam, hier zum nachlesen: Wissenschaft als Wiki.

11:31 Wer noch kommt: in KIII findet nichts statt, sondern alles in H1 und H2 im Hauptgebäude. Bin selten in einem so neu renovierten Hörsaal einer Uni gewesen. 24 Anwesende plus diverse, die ich draußen vor der Tür gesehen habe.

11:27 Shame on me. Daniel Mietchen: „Wissenschaft als Wiki“ höre ich erst nur grade halb im Hintergrund, und kriege eher am Rande mit, dass die Diskussion durchaus interessant verläuft. Allerdings eher zum Thema "sollten/müssen/dürften Wissenschaftler in der Wikipedia arbeiten" als zu einem Extra-Wiki.

Noch mehr Shame: anscheinend habe ich Lizzy falsch geschrieben. Sorry, sorry, sorry, es sind natürlich zwei Z!

Weniger Schaden, neues Kaffeeproblem: es gibt Kaffee, Tassen und alles. Nur keine einzige wirklich gerade Ablagefläche in Hörsaal H1. Dafür gibt es Steckdosen. Hooray.

Leider-bin-ich-relevant-Prezi

So, Prezi nachgereicht. Noch in der Begleitversion zum gesprochenen Wort, ich weiß nicht ob sie so nicht zu kryptisch ist, aber let's go, hooray, immer erstmal drauf.

Die Bedienung im Ablauf scheint über die rechte Pfeiltaste zu erfolgen.




Freitag, 19. November 2010

Wikipedia Academy liveblogging; Zedler-Verleihung #wpa10

Hintergrund: Zedler-Medaille. Hier zum Livestream.

20:51 Pianio pianiert, Buffet ist eröffnet, sofern das Hotel WLAN nicht Wunder vollbringt, bis Morgen,

20:51 Schad, diesmal keine Kurzbiographie der Gewinner. Das fand ich letztes Jahr ja mit am spannendsten-

20:50 Vierte Medaille doch nicht vergeben. Großapplaus für Anna Lena Schiller. Pianist ist Gerhard Sattler.

20:50 Pavel meint Donald Duck hätte den Preis gewonnen, nicht Dagobert.

20:48 Fotograf mag nicht kommen. Lebt in Indien. Saal applaudiert in Richtung Indien.

20:46 Dritter (also bestplatzierter) "Bild Focus Stacking".

Focus stacking Tachinid fly

20:45 Bilder Plätze 4-6 Äpfel, Kühe, Baum, Gazelle, Vogel und was ich nicht erkennen kann.

20:45 Wollen aber nicht aufgegen, sondern "attraktiver Gestalten, mehr Fotografen erreichen."

20:44 Ups, gibt weder ersten noch zweiten Preis.

20:43 Messlatte sehr hoch angelegt. Nicht nur ästhetische Kriterien, mussten auch relevant sein, Wikipediaartikel illustrieren, der vorher nichts hatte. Bilder haben Meßlatte nicht erreicht, "Beteiligung selbst entsprach nicht unseren Erwartungen."

20:41 Carl Zeiss Sponsor "hochwertige Bilder", und Reporter ohne Grenzen Sponsor ("ausdrucksstarke Bilder").

20:40 Wiegand "ohne Bilder sind unsere Enzyklopädien nicht ganz so gut. Ein großer Teil ihrer Faszination und ihrer Information ginge verloren."

20:39 Huch, sehe grad, dass die Stühle im Boden festgeschraubt sind. Dafür stehen sie überraschend ungleichmäßig.

20:37 Jetzt Bildpreis. Alice Wiegand erklärt. Einführung, Lizzy, der Enzyklopädieband, Oma und der Ohrensessel. Besonders spannend Bilder, vor allem Hautkrankheiten (und Karten und Insekten)

20:35 Warum mit diesem Thema an diesem Wettbewerb. Lutzi: gar nicht speziell für den Wettbewerb, erst später getraut den Artikel einzureichen. Thema ist doch eher Fan- Nerd- auf den ersten Blick nichtakademisches Thema. Ein Tag vor Ende: Ziel der Wikipeida nicht zu werten was Wissen ist, schönes Zeichen dass auch solche Themen eine Chance haben.

20:35 PediaPress hat individuelles Hardcover aller Preisträger gemacht. Schick.

20:30 Kann mich da nicht ganz des Gedankens erwehren, dass das eher eine Themen- denn eine Artikelwertung ist. "Kabinettstück unter den in diesem Jahr vorgeschlagenen Artikeln." Gefiel besonders wegen seiner Positionierung im Grenzgebiet zwischen Kunstgeschichte, Mediensoziologie, Sprachwissenschaft, Jugendsoziologie, klar geschrieben mit Augenzwinkern.

20:29 Zedler-Medaille Geisteswissenschaften: Dagobert Duck.

20:29 Wilhelm schlägt 10 neue Medaillen vor.

20:25 Erbs ist 1999 zu Sonnenfinsternissen gekommen. Gereizt, dass die Besselschen Elemente in der Populärkultur immer als Mysterium vorkommen. "bin kein Astronom. und auch kein Ornithologe. Was ich kann, ist mich in ein Thema reinzubeißen, wenn mich etwas interessiert." In Zusammenarbeit mit IP ("Guido") entstanden, die sich nicht outen will und heute auch nicht kommen will. Überrascht, weil mit Nischenthema gekommen. Aber an denen kann man ruhiger arbeiten.

20:24 Lizzy übergibt Medaille. Ungewohnt dass sie sich siezen.

20:21 Besellsche Elemente waren sehr schick. Laudatio zeichnet sich durch ansprechende naturwissenschaftliche Methode nicht nur sprachlich sondern auch mit Grafiken und Gleichungen. Winner is Jürgen Erbs, Sieger aus dem letzten Jahr. Letztes mal Ornithologie, diesmal Astronomie.

20:21 Winner Naturwissenschaften: Besselsche Elemente.

20:19 Schildert wie das in der Praxis aussieht. Jury in zwei Abteilungen, die getrennt tagen und danach beraten. Dabei wird sehr intensiv und kontrovers diskutiert. Kann ich als Ex-Juror durchaus bestätigen. Kriterien: WP-Grundprinzipien plus ein dem Thema angemessener Aufbau, Prägnanz, Qualität des sprachlichen Ausdrucks, optimale Verbindung von Exaktheit und Verständlichkeit. Wissenschaftliche Qualität und Korrektheit ist selbstverständlich. Artikel anonym bewertet, Namen werden erst danach bekannt.

20:18 Vor Beginn nicht nur Begeisterung bei Mainzer Akademie.

20:16 Nun Gernot Wilhelm für die Mainzer Akademie.

20:15 BASF hat intern Wiki.

20:15 Luhmann-Zitat.

20:13 BASF interne Allianz aus Hochschulrelationen und Social Media Experten zur Zusammenarbeit.

20:12 Frau Feldmanm von BASF tritt auf. Klingt ein bißchen wie eine näselnde Henriette, sieht aber anders aus. Recht irritierend. Sie kommt aus der Foschungskommunikation.

20:11 Birken mutmaßt, dass diesmal vier Mediallen vergeben werden. Damit währen die 10 geprägten Medaillen alle-

20:10 Passt Einzelautorenauszeichnung zu "alle dürfen alles." Klar. Artikel haben Hauptautoren.

20:07 Links Wikipedia-Logo, rechts Zedler-Titelbild. Zedler sieht deutlich besser aus. Birken erklärt was Zedler mit WP zu tun hat.

20:06 Community (sehr viele Bilder, bzw. Admincollage). Ha! Grund zum Aufregen! Community ungleich Admins.

20:04 "Spinner, Spammer, Selbstdarsteller." (kein Bild)

20:03 (Frei)bier und MArtin Luther King als Symbol der Redefreiheit.

20:00 Danach Sue Gardner (Wikimedia). Warum steht denn in der Bildunterschrift "Figure" vor der Fotografenennung. Zahlenvergleich mit Google, 300 Server v 200.000, 40 Angestellte v. 10.000. Nun Pavel (Wikimedia DE). Kein Vorstandsmitglied? Spannend.

19:58 Erster Mensch Ward Cunningham (Wikis), vor Wikimania-Poster. Danach Jimbo (Wikipedia) (samt Spendenaufrufblick)

19:56 Philipp Birken kündigt freundliche Bilder von fröhlichen Menschen an. Spannend.

19:56 Dank Nicole Ebber in den Kommentaren herausgefunden, dass @Annalena mit Nachnamen Schiller heißt. Merci!

19:55 Panzer mit Goethe zum Ende der Podi.

19:54 Fried verweigert Zukunftsratschläge. "Es entzieht sich unseren Möglichkeiten."

19:52 Hradil: Wikipedia Leistung: Überblick über Streitigkeiten hinweg, was ist Sache und unstrittig.

19:50 Hradil: im angesächischen Bereich gibt es viel öfter das fundierte und dennoch lesbare Fachbuch. Panzer holt natürlich noch Wissenschaftssendungen raus.

19:48 Könnecker betont Rolle des Wissenschaftsjournalismus.

19:46 P: es gibt bei Wissenschaftlern unterschiedliche Interessen, die Transport in die Öffentlichkeit konterkarieren. Janicka: Publiziertes Wissen ist öffentlich. Man kann in die Fachbücherei gehen oder in die Hochschule. Einwand: Journals sind unverständlich.

19:44 Auf zur Fragerund, ich versteh nichts. "Mikrofon kommt", Publikum "Wissen und Menschen nicht gefährlich, die Aktionen der Menschen sind gefährlich."

19:43 hr: "Große Teile der Bevölkerung haben soviel Wissen, dass diese Mitspracherechte zwangsläufig sind."

19:42 Hradil S21 hat mit Wissen sehr sehr viel zu tun. Explosion des Wissens provoziert Modifikation des politischen Systems weg von der reinen Repräsentativität.

19:41 Hradil "wer mehr weiß hat mehr Angst". Muss umgehen mit dem Wissen über alles was sein könnte. Unterliegt der Gefahr unzufriedener zu sein, weiß auch wie es besser sein könnte.

19:41 Panzer wirft weiter mit Reizwörtern um sich Nicht nur Wissensgesellschaft sondern "ich mach was Gesellschaft", S21, Castor, "auf das Wissen aufgebaut ein neuer Baustein für eine Weiterentwicklung der Demokratie"-

19:36 Nach dem Geheimwissen sucht Panzer jetzt zerstörerisches oder böses Wissen. Einstein, Atombombe, Zelluntersuchungen.

19:36 Janicka: in Maßen darf man auch Selbstverwaltung teilgenommen, aber nicht zuviel. Öffentliches Engagement schadet zumindest nicht direkt.

19:34 Hradil "wenn sie heute eine Professur haben wollen, zählt ausschließlich was in wissenschaftlicher Literatur publiziert wird. das liest draußen niemand, aber alles andere zählt nicht." Öffentliches Schreiben nur für Leute, die ihre Karriere schon haben und nicht mehr machen wollen.

19:33 Janicka hat keim Blog, aber Engagement über das Fach hinaus ist notwendig.

19:32 Panzer zitiert Könnecker, Wissenschaftler sollten zurückgeben, was Gesellschaft ihne gegeben hat. Viel einfacher durch Internet.

19:30 Könnecker "Egalität zu Zugang zu Wissen. Aber auch Ausbildung, Zugang nutzen zu können."

19:28 Fried: "Kann es Egalität des Wissens gehen". Hr: "Nein." Ihn beschäftigt Nichtegalität zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Sektoren. Bsp: Demographischer Wandel seit 1980ern in der Wissenschaft, seit fünf Jahren (frühestens) in der Politik.

19:25 Ungleichverteilung. Nachdem ich heute Morgen Tisch ohen Stuhl hatte bin ich jetzt bei Stuhl ohne Tisch. Fried widerspricht Hradil: heute demokratischer als im Mittelalter. Hradil: Wissensverteilung undemokratischer als vor Erfindung des Computers.

19:23 Fried sieht keinen Bruch zwischen Wissen und Gesellschaft. Auch nicht historisch. Panzer sucht weiter nach Geheimwissen.

19:22 Nachdem Klimawandel nicht reüssierte, holt Panzer die 0 aus dem Arsenal.

19:20 Panzer: wäre Wikipedia ein Weg neben dem Schulsystem ich Wissen anzueignen. Hr: Potenziell ja, viele WP-Artikel sind der Übergang zu Wissen. Praktisch greifen Gymnasiasten dramatisch viel öfter dahin als Hauptschüler. Drumherum ähnlich wichtig wie die Bereitstellung an sich. Was hat denn Hradil zuletzt geschrieben? Würd ich gern mal lesen.

19:19 Hradil: die Chancen dass etwas Geheimwissen bleiben könnte, stehen schlecht. Aber: Informations- und Wissensungleichheit wird durch die neuen Medien verschärft. Demokratisierungshoffnungen sind gescheitert, "wir leben in der Wissensgesellschaft aber nicht alle."

19:17 Panzer: Gibt es Geheimwissen? Wer kann noch ASCII (??), wer kann diese Rechner herstellen. Diese Wissen hat nur eine Elite.

19:16 Janicka. Auto ist im Prinzip seit 100 Jahren dasselbe, Detailänderungen, aber keine grundlegenden Änderungen. Problem ist mit der Informatiosnflut fertig zu werden.

19:15 Janicka: Information kann man messen, ob das was mit Wissen zu tun hat, ist eine andere Frage. Es gibt Versuche Wissen zu quantifizieren, Verdoppelungsraten bei 100 Jahren; I Verdoppelungsraten 15 Jahre.

19:13 Doch nicht Nerd-Preis gewonnen. Mindestenz zwei twittern mit.

19:11 Könnecker: eher Kommunikationsgesellschaft als Wissensgesellschaft.

19:09 Fried zur Wissensgesellschaft. Technische Revolution: Erfindung der Nockenwelle. Sozialer Wandel sondergleichen. Ähnlich: Trittwebstuhl. Sozialer Wandel der spätmittelalterlichen Stadt. Größte: Zerlegen des Papyrus zu Papier.

19:08 Fried: im gut geschriebenen WP-Artikel: vor dem Inhaltsverzeichnis Information, danach das Wissen.

19:06 Hradil: Informationen und Wissen sind nicht dasselbe. I: einzelbestände, leicht zu beschaffen. W: gesammelte Informationen, Einordnung, Zusammenhang, Selektion, Relevanz, Bedeutung. Spannungsverhätnis zwischen I und W. Heute wird es manchmal schwer aus I W zu machen.

19:05 Wo kommt das Wissen her? Wo liegen Schnittpunkte zwischen Wissen und Information?

19:03 Janicka wünscht sich mehr Ingenieure die zu solchen Themen Stellung nehmen. Panzer wirft den Klimawandel in den Raum.

19:03 Heise, aka Torsten Kleinz berichtet auch.

19:00 Anna Lena deren Nachnamen ist peinlicherweise immer noch nicht herausgefunden habe, malt wieder. Diesmal stimmt der Sichtwinkel, dafür habe ich die maximalmögliche Entfernung zur Tafel und erkenne wieder nichts.

18:57 Frage an Fried "was ist Wissen", A: Wissen ist die gesammelte Erfahrung der Menschheit. Frage an Hradil "was heißt Wissensgesellschaft", Hradil: Wissensgesellschaft ist auf eine Ebene zu stelken mit Veränderung zur Agrargesellschaft oder Industriegesellschaft.

18:55 Stellt Podium mit Zitaten vor. Fried "die Zukunft steckt in der Vergangenheit" Janicka "wir erleiben eine dramatische Zunahme des Wissens" Könnecker "Wissen setzt Energie frei. Es besitzt Sprengkraft." Hradil, wow der ist hier, der Soziologe in mir ist tierisch beeindruckt. Und das als Ersatz, deshalb kein Zitat.

18:52 Podiumsdission. Volker Panzer bekennt sich zum gedruckten Brockhaus.

18:51 Ja, bei der Gelegenheit: Offenlegung. Ich war als Vorvortierjurymitglied an dieser Veranstaltung beteiligt.

18:48 "Die Zedler-Medaille ist für Wikimedia ein Instrument der Qualitätssicherung." Wollen damit neue Autoren gewinnen. Huuuust. Ich erinnere an des letzten Jahres Preisträger. Partnerhinweis: Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, Verlag Spektrum der Wissenschaften, BASF, Carl Zeiss, Reporter ohne Grenzen. Huch, die saßen in der Jury? Cool. Dankt Jurymitgliedern und Wikipedianern, die vorsortiert haben (davidl, smial, achim, raymond et moi).

18:46 Hier laufen Menschen mit www.stream-host.de T-Shirts rum. Ich nehme an die hosten den Livestream. Pavel weiter bei den Meriten des Schulprojekts, Bzw dabei was es alles machen soll, weniger was es macht. "Mit Wikipedia ist es wie mit Rock n' Roll in den 50ern." Spendenfinanziert.

18:44 Mittlerweile beim "weltweit ersten Länderverein" angekommen. Hat immerhin noch nicht unzählbare Mitglieder. Toolserver, Literaturstipendium, 400 Dollar für Werk über chinesische Denkmäler, Reisekosten, organisatorische Hilfe, informieren. Schulprojekt.

18:43 Unzählbare Menge an Menschen, die jeden Tag. Würde ich widersprechen. "Wikipedia ist ein unglaubliches Phänomen."

18:42 Ha! Nerdpreis gewonnen. Einzig offener Laptop hier. ... 17 Millionen Artikel.. 260 Sprachen ... jeden Tag.. von Freiwilligen! "die uns allen etwas schenken".

18:41 "Es passierte etwas".. "frei".. "einige wenige".. Ist die Krawatte echt rosa? Zitiert Frühwerke. Vergisst Nupedia, würde auch Ereignisunpassende Komplexität einführen.

18:40 Korrigiere Zaahl der Anwesenden auf etwa 60. Die anderen haben wohl nur Sekt abgefasst. Oder ich kann nicht zählen.

18:39 Akku sagt, er wird noch 6 1/2 Stunden halten, und das bei wieder ausgeschaltetem Powersavingmodus. Habe also die Hoffnung, dass es nicht so lange dauert. Wikimedia-Pavel leitet ein.

18:35 Willkommen zur Verleihung des Zedler-Preises. Diesmal in der Uni Frankfurt selber, anscheinend der Barocksaal. Passend zum Thema Energie hängt die Mutter aller Kronenleuchter an der Decke.

Catering war deutlich unprätenziöser und weniger raffiniert als letztes mal. Zur Zeit spielt ein Klaviertist und der Raum füllt sich langsam. Vorhin hörte ich etwas von 130 Angemeldeten, die Zahl scheint mir zu stimmen.

Auf dem Gang habe ich immerhin den ersten Gewinner mitbekommen, schön, dass der Flurfunk wenigstens im Flur funktioniert. Bei meinem Vortrag von vorhin haben sich von etwa 35 Anwesenden 31 gar nicht geäußert, drei fanden es gut, eine Dame wurde seekrank.