Samstag, 30. Juli 2011

Zur Nacht: Wann wird's mal wieder richtig Sommer

Version 1:



Version 2:



Version 3:




Zum Kaffee



Nö, so ganz klar ist mir die Bedeutung auch nicht. Aber vielleicht hat jemand Ideen?

Mittwoch, 27. Juli 2011

Und nun bin ich ja mal gespannt, ob da irgendwas passiert.




Jetzt auch Bilder zu kaufen. In Hochglanz. Und total super.


Offenetabswegbloggen Mittwoch 20110727

"I will be facilitating a 30-minutes workshop at Wikimania in August where I will present and discuss ways of engaging people to contribute to free projects. ... I have created an etherpad and invited anyone interested in this topic to participate in the preparation."

Noch mehr in der Diskussion: Kompass2020 Usability und Technik.

Praktisch. Google-Dashboard.

Der Foto-Makake ist bei der Zeit angekommen. Offensiv detailarm, aber dafür hat das eigentliche Foto einen "Public Domain"-Vermerk. Das Lächeln des Affen

Herbed Halloumi Cheese Rolls

Today the Open Cloud Initiative (OCI), a non-profit organization was established to advocate open standards in cloud computing

Christian Reinboth schreibt bei den Scienceblogs, dass er manchmal Wikipedia-Artikel nicht erweitert, da danach alle denken, er hätte nur aus WP abgeschrieben. Warum ich Wikipedia-Artikel manchmal nicht erweitere. Erwähnte ich, dass WP eine einfache, offensichtliche Autorennennung benötigt?

Wikipedistik aktuell.

CPB (VII), WMDE, und CPB (VIII), Anneke und CPB (IX), Liesel.

Wer braucht es nicht? Ein selbstgebautes Foto- und Videostativ für die Fahrerperspektive. DIY Photography.

ETH-Zurich professor Achim Walter, however, has now turned the tables: his students don’t get their info from Wikipedia; they write their own entries. Seminar papers available on Wikipedia

Wikimania Conference Reader (pdf)


Dienstag, 26. Juli 2011

Wikimania: Chiara, nicht mehr ganz so rough draft

So, danke für die vielen super Kommentare. Die haben sehr geholfen, und mittlerweile bin ich mir über ein paar Gedanken klarer. Ich hoffe, ich habe nichts übersehen,

Chiara ist mittlerweile ein paar Runden weiter. Detailverbesserungen sind noch eine Menge drin, und gerade zum Ende franzt es noch etwas aus. Aber ich denke es macht sich. Wer schauen mag:



Imaginierte Norweger #spon

Spiegel Online gibt sich ja große Mühe, eine möglichst seltsame Berichterstattung zum Thema Norwegen hinzubekommen. Zumal die Norweger irgendwie nicht so reagieren, wie das dem deutschen Spielplan nach passieren sollten. Aber das sind störende Nebengeräusche, Spiegel hält am deutschen Spielplan fest, heute schreibt Julia Jüttner Norweger zweifeln an ihrem liberalen Strafsystem. Das überraschte mich, weil es deutlich anders klingt, als ich es bisher aus Norwegen gehört habe. Deshalb habe ich dann tatsächlich mal genau auf der Suche nach den zweifelnden Norwegern gelesen.

Der Artikel enthält zu vier Fünfteln Erklärungen des norwegischen Strafrechtssystems mit Hinweisen, warum das Jüttner alles zu lasch findet, und warum das alles so furchtbar liberal ist. Nun ist Julia Jüttner sicher nicht "die Norweger", aber vielleicht hat sie ja auch welche von denen gefunden, die die These vertreten.

Zum einen führt sie die Wahlerfolge der Fortschrittspartei an - jener Partei, bei der der Mörder mal Mitglied war, und deren Rolle vielleicht doch etwas ambivalenter ist. Zumal die Wahlerfolge eben weit vor dem Terrorakt stattfanden, sind sie als Beleg für Entwicklungen nach dem Anschlag so öhm.

Die aktuellen Belege, die Spon für diese These hat, sind umwerfend, und auch fast schon konkret: wollen viele Bürger, dass Anders Breivik härter bestraft wird und Im ganzen Land debattieren die Menschen; ja, das meint sie glaube ich ernst. Doch, einen konkreten Hinweis für die Jüttnersche These gibt es: die Facebook-Gruppe "Ja zur Todesstrafe für Anders Behring Breivik", die kurz nach ihrer Gründung bereits rund 1800 Mitglieder zählte.

Klar, eine Facebook-Gruppe, bei der sich sonstwer aus der halben Welt anmeldet, ist "die Norweger." Aber vielleicht bringt die Suche nach der Gruppe ja noch neue Erkenntnisse. Nun ist die Gruppe natürlich beim Spiegel nicht verlinkt; das wäre ja nun viel zu einfach.

Aber auch eine einfache Facebook-Suche fördert bei mir zwar gefühlt 1.800 Facebook-Gruppen zu ABB zutage (von wie umbringen zu Fair Investigation and Trial for ABB über is a ZIONIST FREEMASON, not christian, bis zu unterstützt ihn, und das in jeder Menge Sprachen, anscheinend die wenigsten in norwegisch. Aber keine einzige Gruppe weist mehr als 200 Mitglieder auf. Die größte Gruppe, die facebook mir zeigt ist "BOYKOT ABB." mir 173 Mitgliedern.

Und wenn es keine Norweger gibt, dann müssen wir die eben herbeifantasieren.

Plagiate und Sockenpuppe, UK-Version. Johann Hari.

Da die Wiki-Watch-Diskussion in Deutschland gerade eine Ruhepause einlegt, ist das ein guter Grund mal den Blick gen England zu werfen. Johann Hari war bis vor kurzem ein Darling der linksliberalen Presse in Großbritannien. Er gewann mit dem Orwell-Preis für guten Journalismus 2008, hatte eine Kolumne bei der britischen Tageszeitung The Independent ebenso wie bei der Huffington Post, Artikel von ihm erschienen in der New York Times, Le Monde und Ha'aretz. Für jemand, der gerade mal 31 ist, eine eindrucksvolle Leistung. Die aber wohl gerade an ihr Ende kam.

Leider hat sich das vor ein paar Tagen dramatisch geändert. Seit dem 12. Juli ist von seinem Posten bei der Tageszeitung The Independent suspendiert. Und seinem Wikipedia-Artikel ist aus gleich auszuführenden Gründen auch nicht zu trauen.

Zuerste wurde ihm vorgeworfen, Zitate aus den Artikeln anderer ohne Nennung in seine Arbeiten einbaute. Dabei ging es mal um wenige Zeilen, mal um fast vollständige Interviews, etwa mit Noam Chomsky oder der Journalistin Ann Leslie. Hari hat das auch gar nicht erst abgestritten, sondern versucht sich rauszureden, aber als Deutscher hat man ja mittlerweile Erfahrungen mit den üblichen Ausreden erwischter Plagiatoren. Die Vorwürfe schien er halbwegs überstanden zu haben, zumal er wohl überzeugend die tragische Geschichte des tapferen Linken gegen die konservativen Mob gab. Aber dann hat er sich wohl doch um seinen Job wikipediert.

Auch Jonathan Hari hat exzessiv dem Hobby des wikipedierens gefröhnt. Vor allem dessen, dass da heißt: Sprich gut über Dich und schlecht über Andere. Der User David r from meth productions zeigte eine besondere Affinität zu Hari-relevanten Themen in Wikipedia.

Dieser David r hatte die ungute Eigenschaft in Artikel anderer Journalisten - Christina Odone, Francis Wheen, Andrew Roberts und Niall Ferguson - zu schreiben, dass sie homophob sind, gefeuert wurden, und ihnen andere Charakterfehler zuzuschreiben - meist kurz nachdem diese mit Hari in einen Streit geraten waren. IP-Accounts haben in eine ganze Reihe von Artikeln jeweils die zugerechnete Meinung Haris geschrieben, während Haris eigener Artikel - unter fleißiger Mitarbeit von David r - eine einzige Lobeshymne wurde. Wie sich das gehört, bedrohte er Diskussionsgegner auch gerne mal mit einem Rechtsstreit. Und brachte natürlich auch die Geschichte vom tapferen Linken:

Check out his website. Your impugning of his integrity will be used, I suspect, mainly by Zionist groups and anti-environmentalists in their mailing lists to undermine his writing about Palestine and climate change. (The Private Eye attack began after Johann attacked their homophobia). It's frustrating to see a decent guy who works hard for left-wing causes being pulled down by his own side (using right-wing allegations!) because they disagreed with him on one issue.


Andere IP-Konten bearbeiteten vorhin Haris Biographie, und entfernten erst komplett seine Jugend auf einer teuren Privatschule, und, damit gescheitert, versuchten die als zu unelitär und normal wie möglich darzustellen.

Angelich ist David r Klimawissenschaftler, der ein entfernter Bekannter oder enger Freund Haris ist, schreibt allerdings nie über Klimawissenschaft, aber viel über Hari. David Rose, wie er heißen soll, nun hat behauptet ein entfernter Studienfreund von Hari zu sein - weswegen er sich gut bei ihm auskennt - aber natürlich direkt nicht das geringste mit ihm zu tun zu haben. Einem Admin ist allerdings aufgefallen, dass David r eine IP-Adresse direkt beim Independent, Haris Arbeitgeber hat, was der nun wiederum mit Aushilfsjobs da erklärt, die ihm sein guter Freund Hari verschafft hat. Praktischerweise bei einer ganzen Reihe von Medien, immer in der Zeit in der Hari dort war.

In den Kommentaren gibt es dann eine spannende Suche nach David Rose, der sich trotz all der konkreten Informationen nicht finden ließ. Darunter waren doch eigentlich eindeutige Sache wie ein intensiver Forschungsaufenthalt in der Antarktis, über den keine Veröffentlichungen organisieren, oder die Mitgliedschaft in einer 100-Mann kleinen trotzkistischen Partei, in der niemand einen David Rose kennt. Der einzige den sie fanden war ein anderer Journalist selben Namens, der vehement abstritt, näher mit Hari zu tun zu haben. Dafür finden sich unbestätigte Erwähnungen eines David Rose durch Hari bereits Jahre vorher als Haris Webmaster oder in diversen anderen Blogs und Diskussionsforen - wohl auch nicht, ohne dass Rose mehrfach vorgeworfen wurde, er wäre eine Sockenpuppe von Hari.

Und nachdem der Wikipedia-Skandal dann halb durch war, kam der nächste. Er hatte Zitate und Gespräche nicht nur plagiiert, sondern auch gleich frei erfunden. Diesmal allerdings mit Leuten, die sich noch schlechter wehren können. Hilfsbedürfte in der zentralafrikanischen Republik, und zwei unauffindbare und eventuell nicht-existente Briten in Dubai. In beiden Fällen haben die erfundenen Zitate natürlich maßgeblich zur emotionalen Schlagkraft der Geschichten beigetragen, und beide Reportagen waren ausschlaggebend für Journalismuspreise, die Hari gewann.

Und nun: Hari ist bei seiner Zeitung beurlaubt, die Orwell-Preis-Verleiher befinden über die Rücknahme, und sei Ruf als Starjournalist ist wohl endgültig zerstört. Sie fallen reichlich, zur Zeit.

Und en hat einen lobenswwerten neuen Baustein, dessen Adaption nach de ich dringend nahelege: en.wikipedia:Johann Hari

Sonntag, 24. Juli 2011

Offenetabswegbloggen Sonntag 20110724

Da scheinen noch ein paar spannende Jahre auf uns zuzukommen: They may deny it because they think it looks bad, and creates some political havoc for them, but they are competing with Hollywood studios and book publishers and newspapers and televhision ... That's the nature of who Google is. (Search = Content? A Case for Google as a Media Company)

An sich renne ich je mittlerweile schreiend weg, wenn schon wieder jemand Datenschutz thematisieren will. Aber hier mal ein lesenswerter und äußerst unflacher Grundtext: Von Volkszählern und gläsernen Bürgern zu den Datenfressern
Attila Albert bloggt! Hass und Liebe und Grenzen der Vorstandsarbeit.

Wikimedian in Residence on Open Science

taz/Torsten Kleinz zum Community-Projektbudget: Geld entzweit Wikipedianer

Ja, so lala: FOSS isn't always the answer

Wikipedianer …. und gehen

Falls es jemand noch nicht gesehen hat. Der Torrent des Jahres "Papers from Philosophical Transactions of the Royal Society"

zeit für eine wende?



attila albert hat in den letzten tagen einige blogbeiträge (statt eines vorworts, grenzen der vorstandsarbeit und hass und liebeverfasst, die imo viele treffende beobachtungen und überlegungen enthalten.

an einer stelle schreibt attila, dass ein milliardenschweres medienunternehmen im grunde leichter zu handlen ist als der wikimedia deutschland e.v., dass ein wust an emails und telkos stattfindet und am ende vergleichsweise wenig (gemessen an aufwand und persönlichem sich-aufreiben) herauskommt. darüber habe ich eine ganze weile nachgedacht. ich glaube, attila hat hier auf ein grundproblem von wmde hingewiesen, das strukturelle ursachen hat, und von denen ich auch nicht weiss, wie man sie auflöse könnte.

als beispiel, was ich meine, folgende parabel (die die ebene foundation/wmde absichtlich auslässt, da dies am kern nichts ändert):

stell dir eine erfolgreiche zeitung mit vielen millionen lesern vor. diese zeitung wird nicht von angestellten journalisten geschrieben, sondern von engagierten menschen, die wirtschaftlich unabhängig sind, und journalismus als hobby betreiben. alle autoren arbeiten an telearbeitsplätzen von zuhause aus. redaktionskonferenzen finden, wenn überhaupt, nur selten statt. unter anderem wegen der unabhängigkeit der autoren und ihren breitgefächerten persönlichen hintergründen, interessen und fachkompetenzen, ist die zeitung beim leser so erfolgreich.

die leser sind von der zeitung begeistert und bezahlen dafür gerne einen obulus an den verleger. der verleger bezahlt von diesem geld die redaktionssoftware, papier, druck und vertrieb der zeitung. danach ist immer noch eine ordentliche stange geld übrig. ein normaler verlag würde nun vielleicht die journalisten mit arbeitsverträgen ausstatten und sie ordentlich bezahlen. er könnte eine inhaltliche richtung vorgeben und eine unternehmerische strategie von oben nach unten umsetzen.

dieser verleger möchte jedoch das was die zeitung ausmacht - die unabhängigkeit der autoren - um keinen preis gefährden und hat deshalb von anfang an beschlossen, sich inhaltlich aus der zeitung komplett herauszuhalten. das sehen auch die autoren der zeitung so und deshalb haben sie den verlag mit dieser vorgabe ursprünglich sogar selbst gegründet.

der verlag steht nun vor der aufgabe, die zeitung auf anderen wegen zu fördern, die autoren in ihrer arbeit zu unterstützen und das eingenommene geld sinnvoll auszugeben. wegen des "keine einflussnahme auf inhalte oder autoren"-dogmas entscheidet sich der verlag für eher "flankierende maßnahmen". er fördert die wissenschaftliche auseinandersetzung mit zeitungsprojekten wie dem eigenen. er lobbyiert in der politik für bessere rechtliche rahmenbedingungen für solche projekte. er beschäftigt entwickler, die die redaktionssoftware und die druckmaschinen verbessern. er fördert andere, ähnliche projekte, die noch keinen eigenen verleger haben. er sorgt dafür, dass die seltenen redaktionskonferenzen der autoren für diese keine zusätzlichen kosten verursachen und kauft bücher für autoren, wenn diese das wünschen und für ihre arbeit benötigen.

am ende beschäftigt der verlag deshalb einen stab von mitarbeitern und auftragnehmern, die die "flankierenden maßnahmen" umsetzen. dies stößt nun auf einmal den unabhängigen hobbyautoren der zeitung bitter auf. sie haben plötzlich den eindruck, mit ihrem engangement gelder zu erwirtschaften, die dann anderen zugute kommen, die sich entschieden haben, für geld zu arbeiten. dass die hobbyautoren selbst ebenfalls für geld arbeiten - für den eigenen arbeitgeber - und dass sie sich selbst entschieden haben, ohne entlohnung als hobby eine zeitung zu schreiben, blenden die autoren dabei aus. die autoren blenden außerdem aus, dass das "autorenferne" geldausgeben des verlags darauf beruht, dass die autoren dem verlag höchstselbst verboten haben, das eingenommene geld unmittelbar in die zeitung, die inhalte, die autoren zu investieren. die autoren werfen dem verlag vor, er habe sie vergessen. die autoren werden misstrauisch gegenüber dem verlag.

der verlag nimmt die klagen der autoren ernst, will jedoch auch nicht das "keine einflussnahme auf inhalte oder autoren"-dogma aufgeben, dass er selbst als grundprinzip des funktionieren der zeitung erkennt.

der verlag versucht deshalb, einen teil des geldes "in die hand der autoren zurückzugeben", indem er ein eigenes budget einrichtet, mit dem wünsche der autoren finanziert werden, bei dem sich der verlag aber inhaltlich zurücknimmt. es wird ein ausschuss eingerichtet, der die finanzierungswünsche beurteilen soll, in dem neben verlagsmitarbeitern auch unabhängige autoren sitzen. die zusammenarbeit zwischen ausschuss und verlag verläuft schwierig, die beteiligten misstrauen sich, die zusammenarbeit droht zu scheitern. verlag und autoren sind davon gleichermaßen entsetzt und schieben sich gegenseitig die schuld am drohenden scheiten zu.

was will ich damit sagen? 1.: ich habe auch keine lösung. 2. das dilemma ist imo strukturell und nicht einfach aufzulösen. 3. die emotionalität, das misstrauen, die empfindlichkeit sind nicht ursache sondern konsequenz.

Samstag, 23. Juli 2011

Freitag, 22. Juli 2011

Traktorfreitag:Tieftonballett

Ich muss etwas gestehen: ich habe eine Motorpassion, die die für Traktoren übertrifft. Im täglichen Leben noch seltener auszuleben, und zum Ausgleich verstehe ich davon genausowenig wie von Traktoren. Es sind Schiffsdiesel.

Engine block in Russia

Welche großartige Entdeckung, dass es ein Trecker-Treck-Team gibt, dass seinen Traktor mit einem ungebauten Schiffsdiesel ausgestattet hat. Der Dragon Fire von Paul Heistermann wird von einem Zvezda M503 mit 42 Zylinder, 147 Litern Hubraum und mit 10.000 Wettkampf-PS angetrieben. Der hat ehemalst auf einem Schnellboot der Volksmarine Dienst getan.

Bundesarchiv Bild 183-S1007-0321, Rostock, 25. Jahrestag DDR-Gründung, Flottenparade

Für's Traktorpulling haben sie ihn von Diesel- auf Methanolantrieb umgebaut, und ihn dabei so entschlackt, dass der ehemals 5,4-Tonnen-wiegende Motor jetzt auf einem Trecker mit 5,4 Tonnen Gesamtgewicht sitzt. (Umfangreiche Details zum Umbau)

Hier eine Fotoserie vom Umbau.

Erstmals aufgetreten 2007 in Weseke in der 5,4-Tonnen-Klasse, ist er leider nicht mehr wettkampffähig in Deutschland, da die 5,4-Tonnen-Klasse abgeschafft wurde. Was ihn aber bisher zum Glück nicht daran hindert, als besonderer Showakt deutschlandweit beim Treckertreck aufzutreten.

Und, womit ich zum Titel dieses Posts komme, ich beschwerte mich ja letztens über viel zu wenig Durchdringungskraft beim Tieftonballett. Ich hätte es wissen müssen, Grenzerlebnisse gibt es natürlich nicht niemals nie in den angesagten Berliner Vierteln, sondern im Grimmen auf dem Acker. An Power mangelt es bei Dragon Fire nicht. Und wenn der den Motor anschaltet, dann vibriert aber jede Faser. Subbassige und bassige Durchdringung selbst in vielen Meter Entfernung. Pooower.


Leider kommt bei den ganzen YouTube-Videos der Ton nicht wirklich rüber. Aber ich denke am zittern der Kamera kann man ahnen, wie sich das anfühlt, wenn der Motor anspringt.



Und auch wenn es auf Youtube verdächtig viele Videos gibt, in denen der Motor hochgeht, bevor der Traktor den Full Pull geschafft hat, hier doch mal ein Erfolgsvideo:



"Think about a problem you can solve"

Grauer Himmel fressen Kreativität auf. Deshalb ein Hinweis darauf, dass die Videos von OKCon mittlerweile zum Teil Online sind. Und hier eines meiner Highlights: Andrew Stott, "led the work to open up government data and create “data.gov.uk”" über seine Erfahrungen wie es ist, einer Regierung beizubringen, dass sie Daten veröffentlichen sollte. Guter Überblick über data.gov.uk, instruktiv und, nach sprödem Anfang, ein fasznierender Einblick in seltsame Welten, vorgetragen mit trockenem Mathematikerhumor.

[OKCon 2011] Andrew Stott - Implementing an Open Data programme within government from Open Knowledge Foundation on Vimeo.




Mittwoch, 20. Juli 2011

Wem es entgangen sein sollte: Wikimedia Deutschland hat strategische Kernziele

Ich zitiere mal großzügig Alices Mail von der Mailingliste:

Liebe Leser der Vereins-Mailingliste,

das Ressort Qualität stellt den Überarbeitungsentwurf der
strategischen Kernziele auf
https://forum.wikimedia.de/w/Kompass_2020/Qualität_2011 zur
Diskussion.

Wie lässt sich die Qualität in den Wikimedia-Projekten steigern,
welches Bild von Qualität wird verfolgt, sind Wissenschaftler die
einzigen Experten?

Diskutiert mit dem Ressortverantwortlichen Ralf Liebau auf
https://forum.wikimedia.de/w/Diskussion:Kompass_2020/Qualität_2011


Anmeldung erforderlich, aber auch für Nicht-Vereinsmitglieder möglich. (Sofern ich das Forum mittlerweile verstehe..)

Auf, Diskussion, voran!


"Philosophie von “Zusammenarbeit 2.0″" (CPB VI)

So ist es doch ebenso nett wie instruktiv. Twoonix hat auf meinen gestrigen Blogpost nun wiederum auf seinem Blog geantwortet:

In seinem Beitrag zeigt er Verbindungen von Mitarbeitern unserer Firma mit dem Verein und dem Gremium der Budgetvergabe von Wikipedia-Projekten auf. Diese sind durch das Mitwirken der Twoonix in der Community bekanntermassen vorhanden und sollen im folgenden erläutert werden.

Melanie auf Blog-Twoonix:
Die Twoonix-Connection

Offenetabswegbloggen MIttwoch 20110720

How to Undress a Victorian Lady in Your Next Novel

Gerade eben erst durch Zufall entdeckt. Der Smial hat ja ein Blog mit tollen Postings: oerks! as in oerks!

Das erste Community-Projektbudget-Projekt: WLM Mittelhessen

Erinnert sich noch jemand an die beiden Nazimädchenzwillinge von Prussian Blue? Nun ja, in den letzten Jahren hat sich ihr Leben erheblich geändert: Former Nazi teeny boppers are singing a new tune

Beruhigend: It's a wiki. Süddeutsche: Richtungsstreit unter Plagiatejägern Putsch im Schwarm.

Interessanter Kommentar zur Wikipedia-Bildlizenz-Nachnutzungs-Debatte. Und schon eine Antwort von Finanzer: Das Mysterium FAL.

Mit viel Wikipedia. Museumskonferenz “Communicating the Museum”

Jakob hat eine schöne Sammlung von Affen als Urheber.

Wer Mediashift noch nicht kennt, sollte das nachholen. Die haben sich jetzt mal Wikipedia, genauer gesagt dem College-Ambassador-Programm angenommen. Schick, flüssig mit wiederbenutzbaren Zitaten. Wikipedia Taps College 'Ambassadors' to Broaden Editor Base

Lovely. Really. Portraits of WikiLovelies

Für Österreicher: Geistiges Eigentum: 3D-Druck und die Rechte Dritter


Korrektur

Was ist es gut, dass Iberty tatsächlich Leser hat, die mich auf meine Fehler hinweisen können. Danke! So schrieb ich am Freitag, dass Brandenburg eine Trecker-Diaspora sei. Dem ist nicht so. Ein Kommentator wies mich darauf hin: Brandenburg ist groß und die Traktorenfreunde Groß Schacksdorf-Simmersdorf haben in den letzten Jahren – wenngleich im kleinen Rahmen – schöne Traktorentreffen veranstaltet.

Das hat mich ein bißchen Suchen lassen, und tatsächlich: die Lausitzer Rundschau berichtete bereits 2009 vom Eldorado für Schlepperfreunde Und noch besser: das diesjährige Traktorentreffen hat noch nicht stattgefunden, sondern ist im August. Wobei ich wohl leider trotzdem nicht kann. Aber immerhin: ein Hoch auf Groß Schacksdorf-Simmersdorf!

Bundesarchiv Bild 183-1985-0717-024, LPG Simmersdorf , Ernte, Verlustprüfung



Dienstag, 19. Juli 2011

Zur Nacht: Hackgate - the movie



Community-Projektbudget (V): die Twoonix-Connection

Um mal einen der faszinierendern Nebenstränge im Fall Community-Projektbudget anzureissen, der eng mit der noch auszubreitenden Nebenhandlung Serbien zusammenhängt:

Juliana stand in einer komplexen Beziehung zu Wikimedia Serbia und hatte in dieser Funktion etwas mit der Organisation des Wikimedia Management Congress 2011; Belgrade, Serbia zu tun.

Für diesen Kongress hat sie an das deutsche Community-Projekt Budget einen Antrag auf Förderung gestellt.

Soweit so unspannend. Spannender wird es, wenn man sieht, wer diesen Kongress sponsert: Website (wiki, domain and hosting) is donated by TWOONIX Software Company, Berlin, Germany

Was eventuell daran liegt, dass Juliana unter anderem für Twoonix gearbeitet hat.

Spannend wird es dann aber in den weiteren Schritten:

Über diesen Antrag entscheiden dann nacheinander zwei Gremien:

* der Community-Projektausschuss. In dem sitzt unter anderem Ralf R ("Wikipedia, Wikimedia, Twoonix Software GmbH"). Der hat sich meines Wissens bei der Abstimmung im Ausschuss nicht enthalten.

* der Wikimedia-Deutschland-Vereinsvorstand. In dem sitzt unter anderem Robert Radke ("Geschäftsführender Gesellschafter von Twoonix").


Montag, 18. Juli 2011

Community-Projektbudget (IV): Was ist überhaupt passiert?

Die Geschichte des Community-Projektbudgets vom WMDE schlägt weitere Wellen. Hatte ich ja schon gedacht, die dramatischen Momente wären eigentlich schon vorüber, haben mich gleich zwei Rücktritte Gestern und Heute eines besseren belehrt.

Nach einem kurzen Hintergrund zum Community-Projektbudget und der ganzen farbenfrohen dramatischen Auseinandersetzung fehlt ja noch das wichtigste: der Blick wenn der Rauch verflogen ist, und darauf, was nun zu einem rückgetretenen Ausschussmitglied, zwei absentierten Ausschussmitgliedern und zwei zurückgetretenen WMDE-Vorstandsmitgliedern führte.

Freundlicherweise ist mir die Wikipedia zuvorgekommen, wo heute Abend auf der Diskussionsseite zum Community-Projektebudget eine Dokumentation entstand. An der haben den Abend über diverse Vorstands- und Ausschussmitglieder mitgearbeitet, und scheinen halbwegs einig zu sein, so dass zumindest kein kompletter Unsinn in der Chronologie steht. Stand ist 18.7.2011 um 23:10 und hier ist der Text zur Dokumentation:


31. Mai 2011: deadline zum einreichen von anträgen für das CPB. eingereicht sind u.a. auch anträge des vorstands- und ausschussmitglieds olaf k (2 Anträge), sowie der vorstandsmitglieder sebastian m (1 Antrag) und achim (2 Anträge) [1] und ein antrag des wikimedia chapter serbien auf unterstützung bei einem kongress, in dieser sache vertreten durch juliana, die beruflich sowohl mit dem ausschussmitglied ralf r als auch mit dem vorstandsmitglied robert verbunden ist.

Anfang Juni 2011: der CPB-ausschuss konstituiert sich telefonisch und sortiert bereits einige anträge endgültig aus, die übrigen anträge werden einzelnen berichterstattern zugeteilt, die daraufhin mit den antragstellern kommunizieren. die geschäftsstelle richtet im anschluss eine mailingliste und ein wiki ein, die anträge werden durch sebastian s in das wiki übertragen.

7. Juni 2011: olaf k versendet mails an die antragsteller, in denen diesen mitgeteilt wird, ihre anträge könnten lediglich durch die ausschussmitglieder eingesehen werden.

17.-18. Juni 2011: der ausschuss tagt in hamburg. der ausschuss ändert seine geschäftsordnung. dem vorstand wird diese änderung zunächst nicht mitgeteilt. aus sicht des ausschusses beseitigt die änderung lediglich eine sprachliche redundanz. die berichterstatter berichten, die antragsteller stellen ihre anträge persönlich vor, anschließend stimmen die ausschussmitglieder per handzeichen über jeden antrag ab. die tagung des ausschusses wird durch sebastian s protokolliert. als die arbeit der geschäftsstelle bezüglich des landtagsprojektes in hamburg kritisiert wird, wird sebastian s gebeten, den raum zu verlassen. direkt danach stellte olaf k seinen eigenen antrag vor, dies wude durch anneke protokolliert. achim konnte kurzfristig doch nicht teilnehmen. eines seiner projekte wurde abgelehnt, der andere antrag von achim wurde teilweise angenommen. ein antrag von olaf k wurde abgelehnt, einer wurde angenommen.

Ende Juni 2011: dem vorstand wird zugetragen, der ausschuss habe seine geschäftsordnung geändert, olaf k habe einen antrag für das CPB gestellt, über diesen selbst (mit-)beraten und dieser antrag sei auch bewilligt worden. das selbe wird dem vorstand hinsichtlich des antrages von wikimedia serbien zugetragen, bei dem mitglieder des vorstandes das ausschussmitglied ralf r für befangen halten. ausserdem wird dem vorstand zugetragen, der antrag sebastian m sei abgelehnt worden. mitglieder des vorstands verlangen auskunft von olaf k, insb. über dessen eigenen antrag, den antrag von wikimedia serbien und die änderung der geschäftsordnung. mitglieder des vorstandes sind der auffassung, die geänderte geschäftsordnung und/oder das antrags- und abstimmtungsverhalten von olaf k und ralf r widerspreche den regeln von WMDE zur vermeidung von interessenkonflikten. olaf k reagiert nicht. der für 30. Juni 2011 angekündigte bericht des ausschusses verzögert sich, als neuen termin für den bericht nennt der ausschuss den 2. Juli 2011. dem vorstand wird von olaf k ein dringlicher antrag genannt, woraufhin der vorstand olaf k um eine begründung des ausschusses, wieso der antrag gefördert werden sollte, bat. olaf k reagiert nicht. aus sicht von sebastian m besteht die gefahr, dass der ausschuss seinen bericht veröffentlicht und der vorstand sodann die seiner auffassung nach unkorrekt zustande gekommenen voten des ausschusses bestätigen muss, wenn er nicht eine öffentliche debatte hierüber führen möchte.

29. und 30. Juni 2011: sebastian m zieht daraufhin seinen eigenen antrag formal zurück und dringt am 29. Juni verdeckt in die mailingliste ein, gibt sich und achim (die beide als antragssteller schon im wiki angemeldet waren) am 30. Juni die leserechte auch für alle anderen wikiseiten, wird darauf von anneke angesprochen, warum er sich als antragsteller im Wiki aufhalte und schreibt im anschluss an die CPB-Liste, dass er dies getan habe, weil den Eindruck habem dass der Ausschuss ihm vorsätzlich Informationen vorenthalte. parallel informiert er den vorstand, dass er sich und achim die rechte gegeben habe. ein vorstandsmitglied fragt, wieso nicht alle leserechte bekommen haben; daraufhin richtet sebastian m benutzerkonten für die anderen vorstandsmitglieder ein und gibt ihnen ebenfalls leserechte. ausser sebstian m machen die vorstandsmitglieder von diesen rechten keinen gebrauch.

1. Juli 2011: ausschussmitglied anneke tritt wegen der eingriffe des vorstandes in mailingliste und wiki zurück, ausschusssmitglied ralf r kündigt an, zu pausieren. aus sicht des ausschusses stehen sebastian m eingriffe mit dessen abgelehntem antrag in zusammenhang. der vorwurf der informationsverweigerung sorgt für irritationen, da der ausschuss selbst bis dato vom vorstand noch nicht direkt kontaktiert wurde und insbesondere oben aufgeführte fakten nicht kommuniziert wurden.

2. Juli 2011: antragstellerin juliana fordert im namen von wikimedia serbien den rücktritt von sebastian m. kurz darauf stellen mitglieder von wikimedia serbien klar, dass juliana nicht für wikimedia serbien sprechen kann.

4. Juli: Ausschussmittglied Atomiccocktail - gerade im Urlaub - legt seine Arbeit nieder.

6. Juli: Der Vorstand verschickt eine Darstellung seiner Wahrnehmung und bittet um eine Stellungnahme. 4 von 7 Ausschussmitgliedern beantworten diese. Einige lehnen dies kategorisch ab, da sich aus dieser Darstellung der Vorwurf der Korruption bzw. Begünstigung von Korruption ableiten lässt.

1.-13. Juli 2011: ausschuss und vorstand halten diverse telcos zur aufklärung der gegenseitigen vorwürfe ab. mitglieder der community spekulieren, was wohl eigentlich genau vorgefallen ist. der ausschuss übergibt dem vorstand einen detaillierten bericht.

13. Juli 2011: der vorstand macht deutlich, mehrheitlich das verhalten sebastian moleskis zu missbilligen. zugleich benennt der vorstand eine mitschuld olaf konsinskys an den entstandenen missverständnissen und weist noch einmal auf die regelungen zu interessenkonflikten hin. mehrere antragsteller bitten wiederholt um klärung datenschutzrechtlicher Fragen. die gegenseitigen vorwürfe von ausschuss und vorstand sind trotz des statements des vorstandes nicht endgültig ausgeräumt. die community diskutiert weiter.

14. Juli 2011: sebastian m begründet seinen eingriff in mailingliste und wiki des ausschusses mit verdacht auf korruption. peter verlangt eine vollumfängliche entschuldigung von sebastian m.

17. Juli 2011: vorstandsmitglied alice tritt entnervt zurück.

18. Juli 2011: vorstandsmitglied achim tritt entnervt zurück.


P.S. Kleines Interna: Wer C-PB (I) vermisst, möge sich hierhin wenden.


Zur Nacht: Sita

Jetzt auch in Deutschland.



Wikipedia needs Heroes!

Gen Con Indy 2008 - costumes 208

Kleiner Hinweis auf Psychology Today und deren Artikel über ein gewisses Internetenzyklopädieprojekt, der den mild enthusiastischen Titel Hail to Wikipedia trägt. Geschrieben hat ihn Prof. Christopher Peterson von der University of Michigan.

Peterson nun schildert wie er vom großen Wikipedia-Skeptiker zu jemand wurde, der selbst heimlich in Wikipedia nachschaute, und schließlich zum offenen Anhänger der Website. Soweit so bekannt, würde ich sagen.

Interessant wird es aber an dem Punkt, an dem er seine Wandlung schildert:

What really changed my attitude was a book chapter I was asked to write about comic book superheroes from a positive psychology perspective (Peterson & Park, 2008). Other than boxes of comics stored in the garage of my parents, there were no other places I could turn for information about superheroes in the DC and Marvel stables, and Wikipedia proved invaluable.


Das bestätigt eine ganze Menge Einstellungen, die eigentlich selbstverständlich sind, aber irgendwie im (deutschen) Projekt selber nicht ankommen: (1) das was Wissenschaft interessiert ist deutlich breiter als das, was deutsche Wikipedianer denken, was Wissenschaft interessiert. (2) Es sind nicht immer die Meta-Informationen, die wichtig sind. Den psychologisch einordnenden Teil kann Peterson die Superhelden ja selbst. Oft genug braucht es nur die "Fan-Information." (3) Eine Enzyklopädie ist nicht so gut wie der durchschnittliche Artikel, sondern wie die Summe all ihrer Artikel.




Sonntag, 17. Juli 2011

Open Knowledge Convention Berlin

Rosental Ost mit Hochobir und Petzen 13112007 21
Frei/offen/libre.

Etwas verspätet, wenn auch wichtig, mein Bericht zur Open Knowledge Convention 2011 in Berlin. Die Konferenz fand am Monatsübergang Juni/Juli in Berlin statt, wurde von der britischen Open Knowledge Foundation veranstaltet, und zu den Unterstützern gehörten Organisationen wie die Bundeszentrale, Wikimedia Deutschland oder Googles Co:llaboratory. Zweck der ganzen Aktion "is a wide-ranging conference that brings together individuals and organizations from across the open knowledge spectrum for two days of presentations, workshops and exchange of ideas"

Zum Ort: mit der Kalkscheune werde ich einfach nicht warm. Pro: ein wunderbarer Innenhof, bei dem die Gestalter es geschafft haben, den Vorteile von Draußen (frische Luft) und Drinnen (kein Regen) so gut zu kombinieren, dass man unter einer Art horizontaler Segeln trocken und doch luftig sitzen kann. Contra: die Räume. Entweder gibt es die Halle, die fast immer deutlich zu groß sind, oder winzige Veranstaltungsräumchen, die fast immer zu klein sind.

Positiv an der Kalkscheune immerhin, dass der Ort mir eine Radtour durch sämtliche Touristenschreckensorte Berlins erlaubt, und ich dann Leute beim Sightseeing sightsee'en kann. Aber kann mir irgendjemand erklären, warum Menschen freiwillig zum Checkpoint Chalie gehen?

Drumherum: Sehr übersichtliche Zahl an Ständen, aber mit Open Access, Wikimedia, FSF etc. natürlich tatsächlich das was ich suchte. Hohe dichte an interessanten Leute, und fast erfreulicher, sehr geringe Dichte an uninteressanten Leuten.

Programm:
Irgendwie hatte ich den Eindruck, die gesamte britische Regierung ist anwesend, und erläutert ihr offene-Daten-Programm. Okay, nur der Offene-Daten-Arm der britischen Regierung, aber der scheint größer. Dazu noch einiges anderes über Freie Software, eine Art Offene-Daten-Facebook, der Schock wenn Regierungsprogramme in den USA plötzlich massiv gekürzt werden, über Freie Inhalte zur gerechten Weltordnung und einiges anderes mehr.

Programm detailliert:

Featureless und Anti-Featureless:
Mein persönliches Highlight war Benjamin Mako Hills When Free Software Isn’t Better, der spannend genug war, um einen eigenen Blogpost zu bekommen. Dito der Vortrag zu Wikipedia & Research. Der stellte im wesentlichen das Research Committee vor, was auch noch dringend einen ganz eigenen Iberty-Beitrag benötigt. Aber falls jemand Ahnunghabendes mitliest: in meinen Notizen findet sich "2100 Papers, 38 Doctoral Thesis" on Wikipedia in einem Jahr. Im Vergleich zu allen Zahlen, die ich jetzt online finde, scheint mir das sehr viel. Habe ich da was falsch notiert? Stimmen die Online-Zahlen nicht?

Ewe and lamb in Kent
Freie Inhalte vermehren sich.

Die britische Regierungsoffensive: (Data All the Way Down), Keynote: Open data as business model, Implementing an Open Data programme within government)

Die erzählten größtenteils aus der Praxis, und wie es ist, einer ausgewachsenen Bürokratie die Veröffentlichung von Daten schmackhaft zu machen. Denn auch wenn the UK vergleichsweise weit ist, wsa die Veröffentlichung von Daten angeht, geht das weder ohne technische Probleme, noch ohne interne Widersprüche. Mühselig müssen einzelne Behörden davon überzeugt werden "ihre" Daten zu veröffentlichen, mühsam müssen sie dazu gebracht werden, dass das Vorteile bringen könnte. Teilweise zitierten sie Körbe, die sie gekriegt haben aus Gründen wie "wir wissen, dass die Daten falsch sind, haben aber keine bessere", "wir wissen, dass die Daten falsch sind, und die Leute würden es merken", "wir wissen, dass die Daten falsch sind, Leute würden richtige Daten schicken und wir müssten dann Ressorucen aufwenden, um sie zu verbessern." Wichtige Lehre: auch Behärden sind nur Menschen, wenn eine Abetilung erfolgreich mitmacht, wollen die anderen sofort auch. Wichtige Merksätze "Compromise on Data, not on license" - also lieber weniger unter wirklich offener Lizenz, und das immer stets beherzenswerte "Do something."

Technisch kam dann noch der Vorschlag mehrere Schichten zu schaffen: angefangen von der grafischen Oberfläche (die auch auswählender und damit verständlicher sein darf als offizielle Datensammlungen so normalerweise sind) über APIs, die Möglichkeit zu Datenbankqueries und schließlich Daten raw.

SchafherdeInKoeln
Freie Inhalte verbreiten sich an vorher ungeahnten Stellen.

Daten-Evangelist:Open Data at the World Bank: What we learned in a year and what’s next war recht interessant, aber nicht so wirklich publikumadäquat. Weder musste dem Publikum erklärt werden was Open Data ist, noch warum es sinnvoll ist. Gerade im Vergleich mit den Briten war das eine glattpolierte Erfolgspräsentation.

Freie Gesellschaft: Angewandte Weltverbesserung: (Understanding Commons and Peer Production und The Emergence of Benefit-driven Production) war sehr spannend aber overkill. In jeder Hinsicht. Sehr viel Anspruch, sehr viel Theorie, sehr viel Zeit. Angefangen mit einer grundlegenden Erklärung zu Allmende, Konkurrenz- und Nichtkonkurrenzgütern und verschiedenen ökonomischen Ideen dazu, bis hin zum Entwurf einer freien Gesellschaft in der Allmende, in der niemand arbeiten muss. Positiv: in den Vorträgen waren genug spannende Gedanken, um einen tagelang beschäftigt zu halten. Negativ: in der Darstellungsform war es ziemlich erschlagend, und ich bin dann auch irgendwann gegangen, weil ich mich darauf verlassen hatten, dass sie um 1900 enden + ich dann noch eine Verabredung wahrnehmen kann.

Data-dancing: Eher eigentümlich war BuzzData: a social data hub. BuzzData ist ein Start-Up, der eine Art Social-Network für OpenData machen will. Also Daten bereitstellen und daneben die üblichen Kommentar-, Share- sonstwie-Funktionen. Gewinnt sicher den Preis für den buntesten und Meme-lastisgten Vortrag, ließ mich aber eher ratlos zurück. Was eventuell daran lag, dass er etwa die Hälfte der Zeit darauf verwendete, zu erläutern, warum Data-Mining doch lieber Data-Dancing heißen sollte.

Who uses the Data? Und dann manchmal eigentümlich, manchmal dringend notwendig war Michael Gursteins: Empowering communities with information and communications technologies Der hat die nicht ganz unwichtige Frage gestellt: wer profitiert von den Daten und wem nützen sie? Denn so nett das alles klingt, wer keinen Internetanschluss hat, und wem die Bildung fehlt, komplexere Daten zu verstehen, dem hilft das wenig. Auch die gern vorgezeigten Beispiele, wo arme Ghettobewohner in den USA dank Open Data erfolgreich klagten, funktionierten vor allem deshalb, weil sie sowohl Gesundheitsforscher als auch Harvard-Anwälte an ihrer Seite haben. Was dann die Frage stellt, inwieweit wirklich die offenen Daten ihnen halfen, und inwieweit nicht Harcard-Anwälte an sich eine deutliche Chance bieten, Prozesse zu gewinnen. Gurstein: wenn ich einen Satz mitgeben soll, fragt Euch "Who are the Users?".

Playing Lambs 01
Auf zur nächsten OKCon.

Offenetabswegbloggen Sonntag 20110717

Welcome to my first foray into hosting the Giant's Shoulders, the monthly blog carnival devoted to the history of science. Considering the diverse arrange of wonderful and exotic posts that span the entire range of the sciences, it put me in mind of the marvelous wunderkammer (wonder-room) a.k.a. the cabinet of curiosities

RIYADH – Researchers at King Abdulaziz City for Sciences And Technology (KACST) are exerting extensive efforts in enriching Arabic Content in Wikipedia, as part of King Abdullah Initiative for Arabic Content that opts to translate worthy scientific contents in Wikipedia into Arabic.

Meiner Meinung nach der bisher beste, weil klarste Pressepost zur Causa Wikiwatch: Der Fall Wiki-Watch bleibt ungeklärt. Auch spannende Kommentare.


Langweiliger Post, aber mit schickem Bild: Wikipedia: to trust or not to trust when writing a paper

Erwähnte ich schon explizit "Best of Wikipedia", wunderbare Sammlung schöner (englischer) WP-Artikel. Die feiern Jubiläum: One Thousand

Netto gegen Netto. Wobei der dänische (mit Hund) bei mir ja viele Symapthiepunkte hat, ich dem deutschen aber Vorwerfe, Plus kaputtgemacht zu haben. Was der Text nur leise anddeutet: alle existenziellen Lebensmittel sind grundsätzlich alle, dafür gibt es ganze Regalreihen voller Schlesischer Kohlcreme und ähnliche Absonderlichkeiten.

Die Wikipedia-Bild-Weiternutzungs-Debatte in neuer Runde. Finanzer: Warum Bilder aus Commons in der Wikipedia nicht nutzbar sind

WATTOLÜMPIADE!

Wikipedia: The iron harvest is the annual "harvest" of unexploded ordnance, barbed wire, shrapnel balls, bullets and congruent trench supports collected by Belgian and French farmers after ploughing their fields.

Tortendiagramme für alle:

Today a startup called Visually drew back the curtains a little bit further on its data visualization technology and community. The company today unveiled an index of 2,000 data visualizations, a cute Twitter visualization creation tool and promises to help anyone create their own visualizations with a series of self-service tools to be released throughout the year. Interest in the service is so heated that the Visually website melted early this morning.


Babelfish? The main thing is Wikipedia is like a global encyclopaedia and this has a good response on the internet business now. The first thing that people look up for any doubts or enquiries regarding any subject is the Wikipedia only and hence the details entered here should be trust worthy and nearly perfect

TED. TED, TED-Talking: TED Global 2011: Forget Glastonbury, this is Nerdstock Auf deutsch und etwas länger hier: TED Global 2011/4: Virtuose Reizüberflutung

Länger überlegt es zu posten, weil doch arg hart die Videos. Facts About Turkmen Blast Hard To Come By, aus anderer Perspektive bei Youtube.

Fee as in coffee: Lernresistenz beim Wikimedia-Vorstand

Video: How to edit an Wikipedia-article:


How To Edit a Wikipedia Article von Howcast

Samstag, 16. Juli 2011

Wikimania-Chiara-Rough draft

Sehr sehr rougher draft. Aber für Kommentare und Anmerkungen wäre ich trotzdem schon dankbar.




Zur Nacht: der langsamste Trecker-Treck der Welt

Aber super Stadionsprecher. Der moderiert sonst bestimmt Hamburger Hafenrundfahrten. (und eine Dithmarschen-Fahne im Standbild!)




Was wurde aus..

Drei kurze Updates: der Müsteraner Doktorarbeitsplagiator (..Wachstumsfaktor aus der Prostata, der Osteoblasten zur Proliferation..) ist seinen Doktortitel los. (und Klaus Graf regt sich auf)

Nina Paley und ihr Streit mit der GEMA (in Iberty) erhöht tatsächlich den Weltbekanntheitsgrad der GEMA. Heute/Gestern in der New York Times: Sita Sings The Blues Blocked in Germany Was nun auch mit hoher Wahrscheinlichkeit bedeutet, dass Medien weltweit das Thema in den nächsten Tagen entdecken werden.

Und schlußendlich, nächste Runde beim Copyfraud-Makaken. Der Fotograf hat sich bei Techdirt gemeldet und scheint langsam die urheberrechtlichen Implikationen seine Story zu bemerken. Behauptet "‘I was the artist behind it" und bemerkt langsam seinen Catch-22. Entweder er bleibt bei der Geschichte mit dem Unfall: dann hat er eine weltweit umhergehende Story aber keine Rechte am Foto, oder er gibt zu, dass er selbst fotografierte: dann hat er die Rechte, aber das Foto ist nichts mehr wert. Bin mal gespannt ob er sich für weltweiten Ruhm als Affenfotounfallentdecker oder als Lügner entscheidet. Ich gehe jetzt mal von ersterem aus, und danach sind die Fotos frei.



Freitag, 15. Juli 2011

Traktorfreitag: Rain Out

So hart es mir fällt es zuzugeben: es gibt Größeres. Größeres selbst als einen 8000-PS-Traktor, der mit einem ehemaligen Schiffsmotor angetrieben wird. Eingestanden, dafür bedarf es der Naturgewalten. Aber die tobten sich tatsächlich 10 kurze aber intensive Minuten über dem Hexenkessel im Vorpommerschen Grimmen aus. Aber von Anfang an:

Grimmen nach dem regen 09.07.2011 21-10-53

Trecker-Treck ist hier ja öfter mal Thema.

Grimmen start 09.07.2011 22-07-34

Nun ist aber Berlin, selbst Brandenburg totale Trecker-Treck-Diaspora. Während es in Schleswig-Holstein eigentlich jedes Sommer- und Herbstwochenende irgendwo eine Veransatltung gibt, ist in Berlin nichts. In Brandenburg nichts, und selbst noch weiter weg nur sehr sehr wenig. Also ergriff ich die Chance nach Grimmen zu fahren. Dort fand mit einem Lauf der Deutschen Meisterschaft sogar richtig großes Pulling statt, mit den frei gebauten 8000-PS-Traktoren unter Flutlicht etc. also wirklich großes Kinoo.

Hier beim Losfahren war strahlender Sonnenschein, in Grimmen war strahlender Sonnenschein, nur auf der Autobahn befand sich ein heftiges Regengebiet, das auch so ganz ungünstig in Richtung Grimmen zog. Kaum also hatte ich die Jugendherberge in Greifswald bezogen, die örtliche Tankstelle gefunden, mich mit allem Grundlegenden versorgt, und war wieder in Grimmen, war es dann nicht mehr ganz so sonnig:

Grimmen wolken kommen

Zum Glück gab es ein Festzelt, in das ungeähr 30 Sekunden nach dem Foto gleich auch die Leute auf dem Foto flüchteten:

Grimmen wolken über zuschauern

Zehn Minuten später hatte der knochentrockene Boden sich leider in eine Schlammwüste verwandelt. Mit Hilfe diverser Servicetraktoren und einer Planierraupe versuchten die Veranstalter, die Bahn wieder herzurichten: Traktorpulling auf einer feuchten Unterlage ohne Grip ergibt leider wenig Sinn. Und die Teams versuchten ihre Traktoren wieder herzurichten.

Immerhin Zeit mich ein bisschen umzusehen. Und was soll ich sagen: Respekt. Während in SH ja im Zweifel Keule, Ralle und Peter von der Landjugend das ganze ausrichten, und dann die Landjugend kommt und den Traktorfahrern zusieht, die mal in der Landjugend waren, war das hier echt anderer Schnack. Mehrere Tausend Anwesende, darunter sehr viele Familien, und ein überraschend hoher Anteil an Nicht-Landjugendmäßig aussehenden Menschen. Umfangreiches Begleitprogramm, und dank der Ostseewellen-Party am Abend ein Haufen hochgebrezleter 17jähriger Mädchen - für mich eine Treckertreck-Neuheit. Selbst ein eindrucksvolles Höhenfeuerwerk hatten sie, auch wenn das eher unmotiviert mitten während der Veranstaltung losging. Eigentlich wäre die Wartzeit auch noch für einen Hubschrauberrundflug gut gewesen.

Grimmen hubschrauber 09.07.2011 21-23-01

Aber das war dann wohl doch zu spontan. Statt der versprochenen 4,5-Tonnen-Gewichte sollten dann "nur" die freie Klasse 2,5-Tonnen fahren. Also Selbstbauten, die in der Form vage an einen Traktor erinnern, an sich aber ein Gestellt mit aufgeschraubten sowjetischen Hubschrauberturbinen oder 1960er-Flugzeugmotoren sind. Manchmal reichen auch einfach 4-aneinandergekoppelte-V8-Sportwagenmotoren. PS-Zahlen im vierstelligen Bereich sind garantiert.

Grimmen luxemburger aus nähe 09.07.2011 22-41-13

Aber, was oh was, können vierstrahlige PS-Zahlen anrichten, wenn die Reifen keinen Halt finden. Die Bahn war nicht mehr trocken und griffig zu kriegen, die startenden Traktoren waren zwar extrem eindurcksvoll, hatten aber (bis auf einen) alle Probleme, wenigstens etwas Strecke zu machen. Letztlich hat die Jury beide Läufe abgesagt. Was dann zur Alternative führte: Schaulaufen. Die Urgewalt eines solchen Gefährts merkt man ja auch, wenn es nicht um Meisterschaftspunkte geht. Wenn Dragon Fire den Motor anwirft spürt man das in jeder Körperfaser. Einige Traktoren kämpfen tapfer gegen den Matsch.

Grimmen luxemburger anfahrt 09.07.2011 22-35-57

Aber auch nicht viele. Denn nicht nur Sandböden ertragen Starkregenschauer nur schlecht - hochgezüchteten freiligenden Traktormotoren geht es nicht viel besser. Neben einigen körperfasererzitternden Momenten gab es auch viele Startschwierigkeitenmomente. Die Naturgewalten siegten gegen die Motorgewalten.

Was nichts daran ändert: Großes, großes Kino, nächtes Jahr wieder.

Grimmen schuhe 10.07.2011 08-15-18