Frei/offen/libre.
Etwas verspätet, wenn auch wichtig, mein Bericht zur Open Knowledge Convention 2011 in Berlin. Die Konferenz fand am Monatsübergang Juni/Juli in Berlin statt, wurde von der britischen Open Knowledge Foundation veranstaltet, und zu den Unterstützern gehörten Organisationen wie die Bundeszentrale, Wikimedia Deutschland oder Googles Co:llaboratory. Zweck der ganzen Aktion "is a wide-ranging conference that brings together individuals and organizations from across the open knowledge spectrum for two days of presentations, workshops and exchange of ideas"
Zum Ort: mit der Kalkscheune werde ich einfach nicht warm. Pro: ein wunderbarer Innenhof, bei dem die Gestalter es geschafft haben, den Vorteile von Draußen (frische Luft) und Drinnen (kein Regen) so gut zu kombinieren, dass man unter einer Art horizontaler Segeln trocken und doch luftig sitzen kann. Contra: die Räume. Entweder gibt es die Halle, die fast immer deutlich zu groß sind, oder winzige Veranstaltungsräumchen, die fast immer zu klein sind.
Positiv an der Kalkscheune immerhin, dass der Ort mir eine Radtour durch sämtliche Touristenschreckensorte Berlins erlaubt, und ich dann Leute beim Sightseeing sightsee'en kann. Aber kann mir irgendjemand erklären, warum Menschen freiwillig zum Checkpoint Chalie gehen?
Drumherum: Sehr übersichtliche Zahl an Ständen, aber mit Open Access, Wikimedia, FSF etc. natürlich tatsächlich das was ich suchte. Hohe dichte an interessanten Leute, und fast erfreulicher, sehr geringe Dichte an uninteressanten Leuten.
Programm: Irgendwie hatte ich den Eindruck, die gesamte britische Regierung ist anwesend, und erläutert ihr offene-Daten-Programm. Okay, nur der Offene-Daten-Arm der britischen Regierung, aber der scheint größer. Dazu noch einiges anderes über Freie Software, eine Art Offene-Daten-Facebook, der Schock wenn Regierungsprogramme in den USA plötzlich massiv gekürzt werden, über Freie Inhalte zur gerechten Weltordnung und einiges anderes mehr.
Programm detailliert:
Featureless und Anti-Featureless: Mein persönliches Highlight war Benjamin Mako Hills When Free Software Isn’t Better, der spannend genug war, um einen eigenen Blogpost zu bekommen. Dito der Vortrag zu Wikipedia & Research. Der stellte im wesentlichen das Research Committee vor, was auch noch dringend einen ganz eigenen Iberty-Beitrag benötigt. Aber falls jemand Ahnunghabendes mitliest: in meinen Notizen findet sich "2100 Papers, 38 Doctoral Thesis" on Wikipedia in einem Jahr. Im Vergleich zu allen Zahlen, die ich jetzt online finde, scheint mir das sehr viel. Habe ich da was falsch notiert? Stimmen die Online-Zahlen nicht?
Freie Inhalte vermehren sich.
Die britische Regierungsoffensive: (Data All the Way Down), Keynote: Open data as business model, Implementing an Open Data programme within government)