Mittwoch, 30. März 2011

Darummagichberlin (XXVIII)

Weil hier Leute auf der Mittelinsel stehen, die quer über die Fahrbahn verwirrten Touristengruppen mitteilen, dass das alles "ein kleines bißchen faschistisch" sei.


Dienstag, 29. März 2011

Was ist interessant und/oder relevant?


Alles. Wunderbar ausgedrückt von xkcd mal wieder:



Hurra! Gastbloggerin ist kein Fisch!

So, der neue Monat kommt, das Frühjahr sprießt, und über die neue Gastbloggerin notafish könnte ich soviel sagen, dass es mir vor Schreck glatt die Sprache verschlägt.

Für die Basisinformationen verweise ich auf die Meta-Benutzerseite. Darüber hinaus schreibt sie noch einen lesenswerten Blog Ceci n'est pas une endive. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass notafish eigentlich immer in der Nähe ist, wenn es irgendwo im Meta-Bereich spannend wird, sie unglaublich herzlich ist, einen spannenden Außenblick auf Deutschland hat, und sowieso ein Gewinn jeder Unterhaltung.

Ich bin stolz wie Oskar, sie hier zu haben, und bin sehr gespannt, was sich wohl bis zum 1. Mai an Blogposts ergeben wird.





Taubenvergrämen auf dem Balkon


Samstag, 26. März 2011

Hai! FA!

Wegen Information/Angeben/Offenlegung/Danksagen:

Lieber Dirk,

herzlichen Glückwunsch! Du gehörst zu 16 Menschen, die von Wikimedia Deutschland ein Stipendium für die Teilnahme an der Wikimania-Konferenz in Haifa erhalten werden. .. Wie in der Ausschreibung zum Wikimania-Stipendium geschrieben besteht dieses aus folgenden Punkten:

* Du bekommst von uns 675 Euro. Aus diesen Mitteln solltest du die Anreisekosten (Fahrt zum Flughafen, Flug nach Tel Aviv, Fahrt nach Haifa) und die Versorgung vor Ort
* Wikimedia Deutschland meldet dich zur Wikimania-Konferenz an und bezahlt deine Teilnahmegebühr
* Die Übernachtung in den Dormitories während der Zeit der Wikimania übernehmen wir, wenn du dir ein Zimmer an einem anderen Ort
reservierst, erhältst du von uns den Kostenanteil der Dorm-Übernachtung


(Erinnerungslink: Bewerbung)

Dazu:

herzlichen Dank für deine Anfrage [bezüglich des Cambridge Compagnions to Foucault]. Es freut mich, sie mit einer Zusage [im Rahmen des Literaturstipendiums] beantworten zu können und hoffe, es hilft Dir bei Deiner Arbeit in der Wikipedia.

Und das obwohl ich nicht mal die formalen Regeln einhielt, weil mein gewünschtes Buch mit 28,82€ (incl. Versand) um 1,18€ zu preiswert für die Bedingungen war.

Außerdem läuft da noch die Bewerbung meinerseits, ich bin aber optimistisch:

Wikipedia:Credo_accounts


Letzteres auch ein Tipp an alle Wikipedia-Autoren: bei Credo sind immer noch 160 Plätze frei.

Nazis allüberall

Seit bestimmt 15 Jahren lese ich regelmäßig Sätze wie: Vor allem über die Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“, dem „Scharnier“ zur Neonazi-Szene, gerate die NPD „immer tiefer in den Strudel der Nazifizierung“. Niemals das Gegenteil. Sollten die nach all den Jahren der Angleichung nicht mal langsam identisch sein?

Außerdem im selben Tagesspiegel-Artikel: Shocking! Nazis kriegen Kinder!

Mittwoch, 23. März 2011

Liz Taylor ist tot

Was aber erstaunlicher ist: der Autor ihres Nachrufs in der New York Times auch. Seit 2005.

Dienstag, 22. März 2011

Am Rande: alles was in Internet noch lebt ist weiblich

Spannender Artikel in TechCrunch: Why Women Rule The Internet

And take a look at four of the new “horsemen” of the consumer web—Facebook, Zynga, Groupon and Twitter. This may surprise you, the majority of all four properties’ users are female. Make that “horsewomen”.


If females had not adopted in the early days, I wonder if Facebook would be what it is today.
Kann man ja mal in der einen großen Community mit den 87% Männern und dem unterirdischen Sozialverhalten schauen..

Montag, 21. März 2011

Blanker Hans.. Fernost.



Ich bin Atom-Agnostiker

Schönes Stück von Kust Kister in der Süddeutschen ''Atomarer Glaubenskrieg''

Mal in der Kurzzusammenfassung: ''Jenseits der Tagespolitik haben im Laufe der Jahrzehnte drei Grundfragen die Politik- und Kulturgeschichte der Bundesrepublik geprägt.'' .. Deutsche Schuld.. Einheit in Freiheit.. Atom .. ''gewannen Befürwortung von oder Gegnerschaft zur Atomkraft eine hochsymbolische Bedeutung bei der Definition des politischen Standortes, ja der Weltanschauung. .. 30-jähriger Glaubenskrieg .. Und dennoch kann man froh sein, zwischen all den Hysterikern, Dandys und Söder-Fans in einem Land zu leben, in dem die Menschen so besorgt sind, dass sie zum Beispiel Kernkraftwerke als jenes Problem wahrnehmen, das sie sind - anders als bisher in Japan oder in Frankreich.''

Auch wenn ich wenig Gründe für Atomkraft in Deutschland 2011 sehe, jeden Tag hoffe, dass beispielsweise Brunsbüttel endlich endgültig vom Netz kommt, so fehlt mir doch der religiöse Furor. Unter anderen Umständen könnte die Abwägung anders aussehen. Energieerzeugung für hochmoderne Gesellschaften ist ein deprimierendes, aber kein absolutes Thema.

Aber ich merke schon: deutsche Identitätsfragen sind mir durchgehend nahezu wumpe. Mangelnde Integration in die Mehrheitsgesellschaft ist das wohl. Ich sollte echt auswandern.


Bei einem Tsunami an der deutschen Nordseeküste..

(..extrem wahrscheinlich aber gab's schon mal)

..wäre das KKW Brokdorf nicht sicher. Im schlimmsten Fall gäbe es hunderttausende Tote. Brokdorf jetzt aufgeben?

..wäre die Stadt Hamburg nicht sicher. Im schlimmsten Fall gäbe es hunderttausende Tote. Hamburg jetzt aufgeben?

Sonntag, 20. März 2011

Wort zum Sonntag

Quality and openness go hand in hand: if that weren't true, Wikipedia wouldn't —it couldn’t!— exist. Wikipedia is the largest and best and most-used informational resource ever compiled in human history. Openness works.

Sue Gardner

Samstag, 19. März 2011

Nicht-live-Blog Wikimedia Deutschland Mitgliederversammlung

Live geschrieben, nichtlive auf Senden gedrückt.




1017 Guten Morgen. Nach einem Fussweg durch das verschlafene Neukölln sind wir mittlerweile in einem Gemeindezentrum oder so. Der Vorsitzende spricht von der Kanzel sehr schick, leider ist kein Organist da, der die Orgel zu dramatischen Zwischenspielen nutzen könnte.

1017 Sorry für noch mehr Tippfehler als normal. Meine Finger sind verwundet.

1018 Anwesend 43 Personen soweit ich zählen kann. Im Hintergrund ordnungsgemäße Ladung festgestellt, jetzt Wahl der Zählkommission. Muss diesmal auch Umschläge öffnen. Erste Probleme, zu wenig Kandidaten, erst zwei, die zwei Ralfs.

1019 Dank Empore kann Zählkommission im Raum und doch getrennt sein.

1020 Angeblich gibt es Freifunk hier, aber der ist not free for me. Während ich noch nach einem offenen Wlan suchte, sind es sogar 5 Kandidaten geworden.

1022 Muss ja mal darauf hinweisen, dass ich diesmal den Premiumpatz beim Kaffee habe. Hooray.

1023 Versammlungsleitung: Mzbln meldet sich. Einstimmig gewählt-

1025 Raschka nominiert Fossa .Mit großer Mehrheit bei recht vielen Enthaltungen gewählt. (17/4/11)

1029 Vorschlag Gästeabstimmung vorzuziehen: vor allem WMDE-Mitarbeiter, die keine Mitgieder sind. Da jetzt verkündet wurde, welche WMDE-MItarbeiter keine Mitglieder sind, weiss ich nun auch, welche Mitarbeiter Mitglieder sind.

1031 Protokollwahl: fällt an Geschäftsstelle.

1032 Wir bräuchten mal eine Kampfabstimmung.

1033 Hmpf, Sir James hat Netz, mich nicht. Achim redet zu Öffentlichkeit.

1034 Ergebnis- oder Verlaufsprotokoll? Pavel informiert ohne Hintergedanken, dass es sehr aufwändig ist. War das jetzt schon ein Beschluss? Oder erst der Beschluss über den Beschluss.

1035 Frage Marcus: er stellt einen Antrag, den ich akustisch nicht verstehe. Geht um spätesten Abgabetermin für Briefwahl.

1037 nebenbei: schwarz ist der Ksffee eher untrinkbar. Gut, dass ich das so mag.

1039 Abstimmung Tagesordnung, einstimmig, einer enthält sich, den die Tagungsleitung nicht sieht.

1040 Protokollerstellungsantrag: 24 dafür, 6 dagegen (alle Vorstand und/oder Geschäftsstelle), 11 Enthaltungen

1042 44 stimmberechtigte Mitglieder anwesend.

1043 HaJö weist auf Parteitagsgebräuche hin.

1044 Öffentlichkeit der Versammlung. Fossa dafür, outet sich moralisch, weiss es aber nicht rechtlich.

1046 Publikum: sofern kein Antrag dann nichtöffentlich. MaNo für geschützten Raum. Das war vereinsschädigend. „wir sollten unter uns sein können.“ Avatar „ich weiß dass es in der Vergangenheit, dass es Leute abschrecken kann, wenn es Öffentlich wird.“

1048 Publikum: nicht geheim, danach darf alles gesagt werden.

1049 Schad, akustik hier echt schlecht. Dafür wirken die Stühle so, als könnte man 8 Stunden auf ihnen ohne quälende Rückenschmerzen verbringen.

1050 Fossa adequatere Wiedergabe mit Twitter möglich.

1051 Frage Publikum: was Unterschied wenn ich jetzt rede oder in sechs Stunden?

1052 Publikum anders: slipping slope. Wann videokamera, wann mikrofon? Dann liveübertragung.

1052 Publikum: im Nachhinein kommt es halbwegs reflektiert. Gegen Twitter-Shitwall kann man nicht argumentieren. Rein theoretisch feedback-anfällig. „wir sind hier um Politik zu machen.“

1056 Antragsabstimmung: ob und inwieweit die Öffentlichkeit hergestelt wird. „im Verlauf der Versammlung sollen keine Informationen nach Außen dringen. Wer dagegen verstößt, kann ausgeschlossen werden.“ dafür: 26, dagegen 9, Enthaltungen 7

1059 top9 zwei briefwahlumschläge heute angekommen. Nach bisherigen regelungen sind die nicht mehr gültig, MC antrag, dass doch. Sebmol: einsendeschluss organisatorische gründe.

1101 problem: was bei leuten, die früher gehen, und dann briefwahl eingehen. Inhaltlich gibt es keine debatte, sondern eher formelle rätselein. Zweite Tasse Kaffee schmeckt besser. Strange.

1103 Verzeihung, Diskussion wird wirr. „Schließung des Briefwahlganges.“

1104 Dafür huste ich wieder als hätte ich zum Frühstück eine Packung Zigaretten gegessen. Sterbt Viren! Ach ne, können sie ja gar nicht. Pah!

1105 Berichte des Vorstandes.

1106 Vorsitznder spricht. Von der Kanzel. Schon bevor er anfängt, gibt es Forderungen nach Redezeitbegrenzung. „diesmal relativ kurzen Bericht.“

1106 Hinweis auf Tätigkeitsbericht „werde ihn nicht vorlesen“. Eher Kleinigkeiten zur Ergänzung.

1107 Frage: für wen berichtest Du? Antwort; es gibt keine weiteren Berichte von anderen Vorstandsmitgliedern. 15 Minuten Rede angekündigt danach Geschäftsführer mit detaillierter.

1108 Leitung: 15 Minuten Bericht, 30 Minuten Aussprache.

1109 mol: Kleinigkeiten „Verein nach Zahlen und Wachstum wozu und wohin?“ Steile Kurven mit Einnahmen und Ausgaben.

1110 mol: heftiges Einnahmewachstum, über 700 Mitglieder, knapp 300 neue Mitgliedsanträge. Kommen daher, dass den Spendenbescheinigungen Mitgliedsanträge beigelegt wurden. Auf gutem Weg 10.000 Mitglieder zu erreichen.

1112 mol: Einnahmeprognose 2010 für 2015 zwischen 2 und 9 Millionen. Jetzige Einnahmeprognose: auch bei konservativster Schätzung sehr hoch (ähm.. sehr konkret). Gedanken, wie wir mit den Mitteln umgehen.

1113 mol: Die Frage stellt sich „wozu brauchen wir Wachstum“. Herausforderungen meistern: Beteiligung, Reichweite, Qualität. Bisher „warum sollte man sich Sorgen machen, wie Wikipedia weitergeht.“ Jetzt problematischer.

1115 mol: Grafik; Entwicklung der Mitarbeit („Neue Mitarbeiter“): Höhepunkt länger vorbei. Sinkt länger, wenn auch langsam.

1117 mol: Wichtigste Folie: wie lange bleiben Wikipedianer: leider reichlich unübersichtlich. Je früher jemand kam, desto länger blieb er. Oder anders gesagt: wer heutzutage kommt, geht gleich wieder. „das ist ein Thema, das drüben viele umtreibt.“ „wir müssen überlegen wie es weitergehen soll. Was nutzt es der ganzen Welt zu erzählen, wie großartig Wikipedia ist, wenn uns die Autoren flöten gehen.“

1119 mol: „Oh Shit Graph“ - bei Fortführung des Trends gibt es 2015 keine Autoren mehr.

1120 mol: Programm: Benutzer anwerben, Community stärken, Ursachen erforschen und Lösungen entwickeln-

1121 mol: „das müssen wir gemeinsam mit der Community entwickeln.“

1122 mol: das bedeutet, dass das Thema strategische Planung immer wichtiger wird. Zuspruch wird immer größer, gleichzeitig stehen wir vor Herausforderungen, die wir früher nicht hatten.

1122 mol: Müssen stärker darauf eingehen, unsere Aktivitäten zu bewerten. „diese Evaluation müssen wir schaffen.“

1123 Schlusswort „Man merkt nie, was schon getan wurde. Man sieht immer nur, was noch zu tun bleibt.“ So mittelprächtiger Applaus nach Rede.

1124 keine Fragen zum Bericht.

1125 Antrag: 5 Minuten Konzentrationspause. Große Mehrheit abgelehnt.

1125 Versammlungsleitung Fossa „Nebengespräche sind doch das schönste“

1126 Vorschlag VSL. Bericht der Geschäftsführung. 8 pro, 9 contra, große enthaltungen. Also erstmal aussprache.

1127 Raumakustik zwingt zur Kanzelbenutzung. Mecker: das war interessant, aber kein Bericht.

1128 mol: ja, aber die Details kommen vom Geschäftsführer. „Personelle Entwicklung ist Aufgabe des Geschäftsführers“. Gegenrede aus Publikum. Auch schwierig, dass „der Vorstand“ Sebastian ist. „Das kann nicht Pavel vortragen.“

1130 Publikum: noch stellt der Vorstand die Mitarbeiter ein und hat darüber zu entscheiden. Wo ist die Linie, wo soll es hingehen? Wieso Deu 17 Mitarbeiter und Fra 1. da erwarte ich Antworten vom Vorstand, nicht vom Geschäftsführer-

1131 Publikum zwei „solche Berichte können wir uns sparen. Das war nett aber inhaltsleer.“ Vorsichtiger Applaus. Maria: einzelne Mitglieder schriftliche Rechenschaftsberichte.

1132 Publikum 3: von vier gewählten Mitgliedern einen Rechenschaftsbericht, wir haben meines Wissens acht gewählt. Was ist mit den anderen 4 (die zT wieder kandidieren). Etwas größerer Applaus.

1133 Publikum 4 „ich sitze hier nicht um einfach da zu sein. Wir sind hier um den Vorstand zu entlasten. Wir bekommen öffentliches PR-Material.“ Ganz paar super Berichte. Auf welcher Basis sollen wir Vorstand entlasten? Ist nicht die Funktion des Geschäftsführers, zu berichten, wsa Verein getan hat.

1134 Publikum 5: Was ich vermisse ist Finanzbericht. Großer Applaus.

1135 Versammlungsleitung F: ich hätte mir gewünscht, die Einstellung unendlich vieler Mitarbeiter einzustellen. Zieht Kausalität mit fehlendem Einsatz zu WM-Projekten. Stellt These auf, dass bezahlte an sich Ehrenamtler vertreiben.

1137 Publikum 4: F zu eindimensioal. Was fehlt ist Personalplan. Für fünf Jahre „wir haben folgenden Personalplan, wir haben folgenden Finanzplan für 5 Jahre.“

1138 Mutig ist ja, dass alle Laptops letztlich an einer Steckdose hängen.

1140 Publikum 6: bin entsetzt, dass Vorstands nichts besseres vorzuweisen hat, als Grafiken aus San Francisco vorzulesen. „was geht diesen Verein Wikimedia an“

1140 Ermahnung an Versammlungsleitung bitte ohne Mikro sprechen oder das öffentlich zu benutzen, wenn als Mitglied spricht.

1141 Frage an die 4 Mitglieder, wo die Rechenschaftsberichte sind?

1141 Publikum 6: Jeder Stipendiat muss eine determinierte Rechenschaft ablegen, aber nicht der Vereinsvorstand?

1141 Keine Wortmeldung der 4 Vorständler zu dem Thema.

1141 Bericht Geschäftsführung.

1141 Antrag auf kurze Pause: eine Gegenstimme (die die Versammlungsleitung nicht gesehen hat). Fortzsetzung 1152.

1155 Hörte in der Pause Vorwürfe, dass Iberty in letzter Zeit zu wenig Wikip/media hatte. Na, wenn von irgendwo Vorwürfe kommen müssten, dann von hier-

1155 Nun Bericht Geschäftsführer: Berichtswesen so organisiert. In den Monatsberichten detailliierte Bericht. Jahresbericht: Finanzwesen und große Linien.

1156 Bericht heute: Kompass2020-Abgleich 2010. Erfolge und Schatten, welche Konsequenzen. Ausblick 2011: Diskussion über Haushaltsplan.

1157 Möchte nach Vierstelstunde. Hm, gleicht der Geschäftsführer über die Jahre sich an den Vorsitzenden im Sprechrhythmus an?

1158 Kompass2020 enorm hilfreich, weil strategische Vorgaben, klarer inhaltlicher Rahmen, bessere Erfolgskontrolle.

1159 Planung und Umsetzung holprig. „das müssen wir lernen.“ Einbindung in den Arbeitsalltag. „Kompass 2020 und die Ziele müssen die gesamte Arbeit der Mitarbeiter anleiten.“

1201 Viele Ressorts und Projekte. Überfordert mich alles an Masse grad etwas, Usability → Barrierefreiheit. „haben zu wenig Personal“

1203 Zählkommission auf der Empore anscheinend zur Ruhe verbannt, Saalakustik wirklich viel besser.

1204 Projekt Qualität: Highlight „Redaktionsnewsletter“ - Projekt gescheitert. Feedback: wollen wir nicht. Gelernt: Scheitern ist erlaubt. Ausbau Literaturstipendium. Wichtig Angebote sichtbar zu machen. Ausschließlich positives Feedback „Rechtsschulungen für Support-Teams“.

1207 Projekt Freiwilligenförderung: Vereinsstammtische, Versicherungen für Freiwillig, Forum „zu wenig Personal“, haben es zu sehr als eigenständiges Projekt gesehen, muss Bestandteil aller Projekte sein.

1210 Projekt Öffentlichkeitsarbeit: 10 Jahre/ verstärkte Kommunikation mit Community: 10 Jahre enormes Medienecho, lessons learned „es herrscht Pressefreiheit“, mehr Zusammenarbeit mit Community.

1212 Projekt Lobbying: Zahlreiche Gespräche mit Abgeordneten, großes Interesse von anderen NPOs, aktive Teilnahme an zahlreichen Anhörungen. NPOs rennen uns die Bude ein für gemeinsames Lobbying.

1214 Lessons learned: Politiker haben keine Zeit („alles was über eine DIN-A4-Seite ist, lese ich nicht“), auch nein sagen, mehr selbstätig agieren. „Wikimedia Deutschland macht Expertenanhörung“.

1215 Ausblick: 20 Mitarbeiter (Teilzeit und Vollzeit): Projektmanagement-Standards, Weniger ist mehr, Community einbinden – aber wie?

1216 Persönliches Licht: WissensWert, gesprochene Wikipedia, 10 Jahre Wikipedia, Spendenkampagne; persönliche Schatten. Zedler, Redaktionsnewsletter, einige Kooperationen (zB filmproduktionsfirma, groß geplant ohne ergebnis)

1218 Ausblick 2011: leute wedeln schon mit uhr? Beantragt 10 minuten redezeit, publikum sagt nichts, versammlungsleitung schlägt 5 vor.

1219 den spirit von 10 jahren über das jahr tragen. Fokussierung auf wikipedia als „kulturelles phänomen“, „Großartigkeit der Menschen hinter Wikipedia feiern.“

1220 Wikipedia will umziehen, inclusive eines Community spaces und eigene Veranstaltungsfläche.

1220 Personalbedarf: Entwickling (MediaWiki, Drupal), Entwicklung RENDER, IT Managment, Barrierfreiheit, Communityförderung, und einiges mehr, Folie weg...

1221 „Gruppierung der Bereiche“, klarere Struktur, vmtl mehr Hierarchie. „Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeiter“ sind da nett ausgedrückt. Klare Strukturen.

1222 betont auch für Mitarbeiter zu sprechen.

1224 Publikumsfrage 1: nachfrage zu pressearbeit: wo fand die pressekonferenz statt? Wer hat teilgenommen, wieviele journalisten? A: gab keine pressekonferenz.

1224 Ant: aber Do pressekonferenz. Viel individuelle pressearbeit.

1225: publikum 1: ist eine frage der effektiven gestaltung, ob ich 50 journos auf einmal abfertige oder alle in einzelgesprächen abfertige. Kein wunder, dass assistenz notwendig ist. Weiter assistenz notwendig. A. Ja, assistenz weiter notwendig.

1226 Zählkommission scheint briefumschläge fertig geöffnet haben wollen.

1227 publikum 2: habe ich genauere finanzaufstellungen verpasst? A: im vergleich mit anderen gemeinnützigen Organisationen, ist er enorm detailliert. Wir veröffentlichen sämtliche Jahresabschlüsse. Auf internetseite des Vereins.

1228 publkum 3: muss mich leider anschließen, letztes jahr geschäftsführung deutlich besser, dieses jahr leider drei schritte zurück. „jetzt haben wir wieder nur pr-material.“ a: „da haben wir unterschiedliche auffassungen von pr-material.“ wollte nicht noch mal die debatte um den haushaltsplan 2011 wieder aufrollen.p3 „es ist wirklich so, dass ich nicht weiss, auf was entlasten wir den vorstand.“

1230 p4: „was mich irritiert, ist wie sprachlos du da stehst, im bereich der freiwilligenförderung“ wie soll das gehen, wenn ihr keine infos über laufende projekte, keine über vergangen projekte, keine über finanzen offenlegt. A: natürlich berichten wir in den monatsberichten über laufende projekte. P4: muss frühzeitig angekündigt werden, geschäftsberichte sollten detaillierter sagen, wen man hat und was man braucht. A: freut mich, frage community einbinden bewusst gefragt, auch wirklich als frage.. ist aber nicht wirklich so, dass wir wenig mit freiwilligen machen, kriege viel mitarbeit von ehrenamtlichen.

1233 p5: finanzberichtsfrage, darstellung des vermögen zu einem stichtag. Ist nicht enthalten. „was ist das vereinsmögen an einem bestimmten stichtag?“ „du willst mir doch nicht erzählen, dass dieser bericht in dieser form an das finanzamt geht?“ könnte an mitglieder bspw. Passwortgeschützt im forum oder zur einsicht. A. Steht auf website.

1235 p3: genügt nicht ,dass das zwar auf website ist irgendwo, aber nicht versandt wird. Dachte es wäre letztes jahr sehr klar geworden. A. Steht auf website.

1236 p6: auf website nachgeschaut istsoll: 988.000 euro. Steht auf wikimedia.de; weiterhin beschwerde, dass URL nicht mitgeschickt.

1237 p4: Price waterhouse coopers vergibt preis für transparente geschäftsbericte, kann man preisträger anschauen- nochmal freiwilligenförderung: nachfrage zu redaktionsnewslettern; wie geht es mit wissenswert weiter? Seit 6 monaten null informationen.

1239 A. 2 redaktionen, die als redaktionen gut funktionieren, angesprochen: medizin und chemie. „wir wollen nicht noch zusätzlich einen newsletter befüllen müssen.“ wissenswert: wird einen bericht von nicole geben, sobald es mehr gibt als „wir machen die verträge“, Pavel hat letzte woche 3 unterschreiben, andere sind in Vorbereitung.

1241 p3: wenn wir den menschen nicht deutlich machen, warum und wofür wir dieses personal bezahlen, dann gehen diese leute dahin und fragen, wieso soll ich unbezahlt diese arbeit leisten. „kein mensch erzählt mir nachvollziehbar, wo das geld bleibt.“ demotiviert massiv. Merkbarer wenn auch nicht riesiger applaus.

1243 p1: „es gibt 4 projektmanager und 3 projektassistenten“, weiterhin keine zuordnung der mitarbeiter zu projekten, unmöglich sich zu orientieren, wenn man sich für ein projekt interessiert. Bin etwas erschrocken über die vielen stellen, die du in der zukunft siehst.

1244: A: was zuordnung angeht: dafür neue organisationsstruktur. Ab diesem monat berichte aus der geschäftstselle, klar welcher mitarbeiter was machte. „personelles wachstum ist kein selbstzweck, sondern beruht auf den vorgaben und den möglichkeiten. Spenden und zielsetzungen.“

1246 p7: gesuchte URL: wikimedia.de/wiki/jahresabschluss2010 frage zu unterstützung: fotografenworkshop sehr schön. Was immer nachgefragt wurde, juristische unterstützung (recht am eigenen bild zB), rechtsanwalt als ansprechpartner? Dossier als pdf hinterlegt? Zweites Thema Akkreditierung?

1250 A: sagt bescheid, dann anwalt kommt zum fotoworkshop, der wird auch das dokumentieren. Akkreditierungen laufen aktuell auf einzelanfragebasis, das ist nicht sehr effektiv.

1251 auf nachfrage verspricht Pavel die Folien gleich hochzuladen und einen Link zu schicken.

1252 p3 tut mir leid, dass wir dir die ohren langziehen für etwas was aufgabe des vorstandes wäre. A. Fühle mich weder gegrillt noch ohren langgezogen.

1253 Frage Fossa: gefährdet 1 mitarbeiter bei WMFR das freie wissen, ist die wp dort schlechter? Antwort Vo „franzosen haben mehr zeit sich zu entwickeln. Persönlich: nicht so effizient.“ werden (auch NL/UK etc.) sich in ähnliche richtungen entwickeln wie DE,

1255 im Wikimedia-International-Raum „jeder sollte eines Tages Wikimedia Deutschland sein“ würde dem widersprechen. Z zt keinen Mitglieder mehr, werden sich entwicklen, haben aber andere Kultur und andere Art Sachen zu machen.

1256: mol: viele Chapter haben gar nicht das Geld, diejenigen, die das Geld haben, wollen auch. NL/UK wollen dieses Jahr ein halbes dutzend Mitarbeiter einstellen.

1258 p8 zu den zahlen aus mols bericht: zahlen sind besorgniserregnd. Das ist unsere aufgabe, meine meinung hauptstellschraube, grösster wumms pro euro: verbesserung des nutzerinterfaces. Frage :wie weit sind wir in der weiterentwicklung eines nutzerinterfaces, dass sich eher an word-editor denn html-editor anlehnt? Bisher keine substanzielle weiterentwicklung. Paar leute applaudieren-.

1259 pavel: der eine teilzeit-software-entwickler, den wir haben, wird kein wysiwyg-editor schreiben. Keine akten des vereins außer druck auf foundation machen.

1300 p1: frage zu chapter-meeting: 50.000 euro haushaltsposten. Inhaltlich sehr einverstanden, wieso versorgt DE die anderen chapter mit? Wie sieht deren eigenbeitrag aus? A: WMDE unterstützt teilnahme von chaptern, die nicht teilnehmen. Teilweise kommen die 50.000 von anderen Spenden: zB aus F und NL und UK (insgesamt 15.000), wir unterstützen 34 chapter, die sich das sonst nicht leisten können..

1303 p9 widerspruch zu könig: freiwilliger arbeiten durchaus auch freiwillig mit bezahlten mitarbeitern zusammen. P9 arbeitet dauernd mit bezahlzten zusammen: mache das, weil ich machen kann, wozu ich lust habe „mir kann keiner sagen, was ich gerade machen soll.“

1305 p10: zum finanzbericht, bin durchaus anderer meinung, was die aufgaben einer MV sind ,hat gerade die aufgabe, finanzen zu prüfen. Dazu muss sie unterlagen haben. „MV muss wissen wieviel Geld für Briefmarken ausgegeben wurde“. Frage zum finanzbericht: wie sollen die Ausgaben nächstes Jahr bewältigt werden? Zum Thema wysiwyg: haben kunden, die ganz konkrete wünsche an mediawiki haben; es bräuchte koordinierungsfunktion, die externes geld und entwickler zusammenbringt.

1309 super, diesmal gib es überall strom, aber ich habe erst gar nicht das netzkabel mit.

1310 p4: gibt es einen finanzbericht oder irgendwas zur ggmbh? Bericht aus der geschäftststelle, projektbezogen zu organisieren.

1311 pavel: ggmbh wird 2011 finanzbericht haben, im jahr 2010 gab es keinerlei ausgaben.

1313 zwischenbemerkung versammlungsleitung: es ist 13:15h. Rednerliste geschlossen.

1314 fossa zitiert soziologische literatur. Lustigerweise kenn ich die auch, sehe, dass sie sogar drin steht, würde aber das gegenteil daraus schließen.Verzeihung, fossa redet wirr an den themen vorbei.

1316 p11: in einer viertelstunde kann pavel nicht ausführlicher berichten, wir müssten ihm mehr zeit geben. Vorschlag: unterlagen besser vorbereiten: doch mehr zeit für tätigkeitsbericht. Drittens: einbeziehung der community, der mitglieder. War enttäsucht wie wenig im forum passiert. War enttäsucht wie wenig passiert.

1319 Versammlungsleitungsvorschlag: Bericht der Kassenprüfer und Vorstandsentleistungs vor Mittagspause.

1320 Kassenprüfer dp liest vor (leider neben dem Mikro): „im Ergebnis keine Zweifel Mittel insgesamt Satzungsgemäß“ verwendet. In wenigen Fällen Reisekosten nicht komplett nachvollziehbar, teilweise Überschreitung (zB 22,50 Verpflegung statt 20 Euro/Tag), bei Bewirtung nicht immer dabei geschrieben, wer bewirtet. Bei UMTS-Sticks etc. nicht immer Verwendungszweck dabei geschrieben. Verein hat Gründungsgebühr ggmbh bezahlt, kann sein, dass bestimmte Kosten der Künstlersozialkasse bezahlt werden. Insgsamt bewegen sich Unregelmäßigkeiten im tolerierbaren Bereich, empfehlen Entlastung.

1326 Konto „durchlaufende Kosten“, geht um Buchungen zu denen es den Beleg nicht gibt – bsp. Buchung Bahnfahrkarte über Kreditkarte; Geld raus aber Bahnfahrkarte noch nicht in der Geschäftsstelle.

1328 Entlastung des Vorstandes: Kommentare: neben den Rechenschaftsberichtenm die nicht da sind, was ist mit dem Beisitzer Ulli passiert? Antwort Lyzzy: Ulli hat sich aus persönlichen Gründen vollständig aus Wikipedia und seinen Ämtern zurückgezogen. Frage: er ist im Amt, hätte er nicht besser zurücktreten sollen? Antwort lyzzy: habe mit Ulli darüber gesprochen, Ulli aber so sehr mit seinem Privatleben beschäftigt, dass er sich darüber nicht beschäftigen möchte.

1330 Weiteres Publikum: stecke in Dilemma wie ich abstimmen soll. Gibt Vorstandsmitglieder, die einen sehr schönen Rechenschaftsbericht haben, andere – darunter der Schatzmeister, der leztztes mal gewähkt wurde – die keinen haben. Kann ihn zB nicht entlasten und beantrage eine Einzelabstimmung zur Entlastung?

1333 sebmol erklärt wann man entlasten darf und wann nicht.

1333 publikum: vorstand haftet gesamtschuldnerisch, gibt da keine einzelverantwortung. Anderes publikum zitiert satzung §8, „vorstand und schatzmeister“ wird entlastet.

1336 Publikum: „Wir können nur entlasten worüber wie informiert wurden. Das heißt wir entlasten den vorstand über die sinkende Mitarbeiterzahl der Wikipedia. Das können wir wohl tun.“

1338 GO-Antrag Vorstandsmitglieder einzeln zu entlasten. Mittagspause bis 1430.

1429 Bin da. Wer noch?

1430 Was eine nette Idee für eine Fotoserie hier wäre: Laptoprückseiten. Leider keine Kamera dabei.

1430 Ah, zum Essen: es gab eine Käse-Hackfleischsuppe, nicht gegessen, aber sah mE komisch aus und vegetarische Rataouilla, oder Tomatensuppe mit Gemüse innendrin. Die war recht okay. Dazu Brezeln. Kein Kuchen, kein Naschkram, nur Obst. Schon herausgefunden dass dafür der Geschäftsführer verantwortlich ist.

1431 Anfang. Für die Versammlungsleitung heißen alle Geschäftstsellen-Mitarbeiter Dennis scheint mir.

1432 Entlastungsabstimmung. Diskussion warum. Changiert seltsam zwischen formalem und inhaltlichem.

1437 Antrag Einzelentlastung: dafür 3 (beim ersten Versuch schon wieder jemand übersehen..), dagegen: sehr viele, 11 enthaltungen.

1438 Antrag auf geheime Abstimmung. 6 dafür, 19 dagegen, 14 enthaltungen

1439 Entlastungsabstimmung: für E : 23, gegen E: 0, Enthaltung; 13

1442 Und jetzt beginnt der Wahlmarathon:

1443 Zählkommission zur Briefwahl und bisher eingegangenen Stimmen. Hier anwensend 51 stimmberechtigte Mitglieder. 118 akzeptierte Wahlbriefe. Zusätzlich 8 Briefe ohne Wahlscheine, werden einheitlich nicht mitgezählt.

1446 Nochmal Hinweis Wahlkommission: leere Wahlzettel zählen gar nicht. Wenn 2 Leute für Kandidat A stimmen, einer für Kandidat B und 150 leere Wahlzettel abgegeben werden, ist Kandidat A gewählt.

1447 wahl 1. votrsitzender beginnt. Sebmol vs Olaf

1450 sebmol: hab dem nichts hinzuzufügen was ich geschrieben hab.
1450 Olaf : verschiedenes. Wir müssen mit den gedanken leben, dass wir nicht in derselben form wachsen. Andere plattformen aufbauen. „wir werden überholt werden, wenn wir nicht in neue plattformen investieren.“ NPOV geht nicht im wissenschaftlichen Bereich.

1451 Unsere projekte stammen aus der anfangszeit. Denke nicht, dass silberwissen und schulprojekt uns weiterhelfen. Dankbar über pavels bericht, weil probleme aufgezeigt. „wir haben wachstum im geld und dieses geld muss verbraten werden. Strukturen wachsen mit angestellten. Zielrichtungen; mehr stipendierte Projekte oder Einzelleistungen. Alle Projekte stehen auf dem Prüfstand. Transparente Projektschmiede. Es wird niemand für einen bezahlten Mitarbeiter das Projekt machen.

1456 Jetzt hab ich kurz gesagt was zu zun ist.

1457 Fragen: an sebmol: wie siehst du zukunft zedler? Sebmol: schreibwettbewerb kann so nicht mehr weitergeführt werden.

1501 Wahlgang offensichtlich beendet. (sollte man das nicht ansagen?)

1501 Wahl zweite Vorsitzende Martina vs. lyzzy

1502 Martina: Denke es ist einigermaßen klar, was ich will, hilft wenig wenn ich es nochmal sage.

1502 lyzzy: „Möchte jetzt nicht so viele Wort verlieren, habe in meiner Kandidatur geschrieben, stehe für alle Fragen offen.“

1502 Frage Fossa: zum wievielten male kandidaiert du: lyzzy: drittes mal.

1502 Frage an Martina: wie siehst du deine Rolle als zweite Vorsitzende im Zusammenspiel mit 1. Vorsitzendem. M: stellvertretung heißt für mich stellvertretung was funktion nach außen angeht, intern gehe ich von Vorstandsteam aus, dass sich aufgaben aufteilt.

1515 Wahlergebniservkündung 1. Vorsitzender: 156 Wahlzettel abgegeben; sowohl doppelte wie ohne Stimme, 9 Zettel ungltig, sebmol 88, Olaf 65. Moleski gewählt, nimmt an.

1517 Wahlzetteleinsammeln 2. vorsitzende.

1519 Schatzmeisterwahl. Ein Bewerber Olaf K: möchte es bei der vorstellung belassen. Wichtiger bereich: transparente darstellung auch während des Jahres.

1520 frage sebmol: vorschlag K im vorfeld: schlägt vor, wirtschaftliche verhältnisse der vorstandskandidaten zu durchleuchten, um zu sehen ob abhängig von verein sind. K: habe das nicht vorgeschlagen, sondern provokant in den raum gestellt, was wäre, wenn jemand das thema aufbringt.

1522 frage: nachdem du letztes jahr als beisitzer nicht gewählt worden bist, warum dann diesmal gleich bgb-vorstand? A: bin beruflich qualifiziert. Hatte letztes jahr gefühl, dass damaliger schatzmeisterkandidat qualifiziert ist.

1524 Geplänkel sebmol/K wer wen richtig interpretiert und zitiert hat.

1526 warten auf auszählungsende. Doch nicht. Vorstellung schriftführer ist dran.

1528 abstimmung zweite vorsitzende: 158 zettel, drei stimmen ungültig, 14 doppelt, nolte 77, wiegand 92.

1530 jetzt also wirklich vorstellung schriftführer: attila: hatte mich ursprünglich nicht entschlossen zu kandidieren, da 2 tage vor annahmeschluss niemand hat, doch. Verschiedene strömungen: professionalisierung oder back to the roots. Bin neutal, bewerbe mich eher als dienstleister um den job zu machen.

1532 frage: kannst du jetzt heute abschätzen, dass du die nächsten 12 monate da sein wirst? A. Auf jeden fall.

1533 frage: können wir investigativen vorstand haben, der endlich mal sachen aus dem vorstand nach außen trägt? A. Dafür gibt es ja den Pressesprecher.

1534 Marcus: „möchte in Marias Horn blasen.“ doppeltes endorsement der beiden.

1536 Verkündung Schatzmeister. 156 stimmzettel; keine ungültig. Ja: 118, nein 38.

1537 Beisitzervorstellung. T.L. zieht Kandidatur aus privaten Gründen zurück.

1541 vorstellug finanzer. Frage: warum kein rechenschaftsbericht? A: verpennt. Glaube nicht, dass rechenschaftsbericht was darüber aussagt, was ich getan habe und wie ich mich engagiert habe. Hinweis aus publikum, dass bewerbungstext grossteil ein rückblick war.

1542 anmerkung aus publikum: auch bei AOMV zu erkennen gegeben, dass nicht geneigt ist, seine Vorstandsarbeit zu besprechen.

1543 rlb: erlinmöchte schriftlichen Ausführungen nichts hinzufügen. Frage: du hast 7 Ressorts angegeben, die du machen willst: wie schaffst du das? A: auf keinen fall in 7 ressorts aktiv werden. Da sind die 7 wo ich etwas machen könnte- Natürlich nicht in allen, das hängt von Zusammensetzung ab. Frage: du schreibst, du fändest auslandsselbstbeschränkung für andere auch nicht schlecht. A: ein teil der belohung für vorstandsmitglieder bestand daraus, an auslandsreisen teilzunehmen. Es war für mich nicht klar ersichtlich, wie die Entscheidung zu stande kam. Finde es problematisch, wenn der Vorstand sich selbst etwas genehmigt. „ich schließe für mich solche Reisen ins Ausland aus, möchte sie mir selbst nicht genehmigen.“

1547 notafish: habe schon alles geschrieben.

1548 bemerkung publikum: kann finanzer und notafish aus Zusammenarbeit im Vorstand empfehlen aus Zusammenarbeit. Hat als Vorstandskollegin sehr gute Arbeit gemacht.

1549 Robert: möchte nichts hinzufügen, habe da auch einiges geschrieben. Berate Kunden im Einsatz mit Mediawiki, wenn es Fragen wegen Interessenkonflikten gibt, dann gerne.

1549 Frage: wie mit Öffentlichkeit: werden wir erfahren, was du machst, werden wir erfahren, was die anderen machen? A: bin durchaus offen was ich mache. Bin jemand, der sich selbst der Offenheit auferlegt.

1551 Achim: habe wiezuviel geschrieben in Bewerbung, denke mal in ähnlicjem stil wird das weitergehen. Frage: (das soll keine Kritik sein): fand es sehr gut, wie du nach Amerika geflogen bist und was du gemacht hast. Frage: bist du öfter gereist, sind andere gereist. A: reise nach SF war einladung der foundation,

1553 Reisetätigkeiten des Vorstands sind weniger als man denkt. Sebmol war zweimal in SF, einmal wegen Verein, letzte Woche privat. Einmal im Jahr wird es einen Trip nach SF geben, das wird vermutlich Geschäftsführer und 1. Vorsitzender sind.

1556 Sebastian W: hatte noch mal die Gelegenheit tief in mich zu sehen, was meine Motivation ist. Habe keine möglichkeit, mich effektiv zu engagieren, und sehe nur Möglichkeit das im Vorstand zu tun. Möchte das ändern. Bin mir nicht sicher ob das zu ändern: neid-debatte um die Reisen. Stellt Frage in die Runde: soll mich nicht mehr austauschen? Soll ich Wikimania-Stipendium zurückgeben, weil ich im Vorstand bin?

1559 Publikum: weniger Neid-Debatte, sondern Informationsdebatte: bei reisen reisst man ja was, wäre gut wenn man mehr wüsste. Frage: was hindert dich, etwas zu ändern, wenn du nicht im Vorstand bist. Anwort: finde keinen Ansatzpunkt etwas zu ändern. Forum ist erste Schritt in die richtige Richtung. Bin auch unzufrieden, weil so wenige Leute sich gemeldet haben.

1601 Sebastian W „drittes zeitalter“, im ersten ging alles von selbst, zweites: müssen professionalisierter werden, brauchen geschäftsstelle, müssen geplanter werden, „es geht um freies Wissen“.

1603 zwei Aspekte: kann entscheiden und werde informiert. Wichtig wäre Treffen.

1605 Ergebnis Schriftführer: 154 stimmen, 3 ungültig, 113 ja, 38 nein

1607 Wahlzetteleinsammlung, Pause bis 1615.

1619 und weiter-zählkommission zählt immer noch. Vorstellung Kassenprüfer kommt. Stühle übrigens noch gut ertragbar. Irgendwelche Anwesende haben geheime Keks- und Kuchenquellen aufgetan, w#hrend die offizielle Versorgung aus Äpfeln und Bananen besteht.

1622 YEO verspricht Rechenschaftsbericht als Kassenprüfer abzugeben. Frage: was besser machen als bisher? A. Fand den Bericht gut, haben Kasse wirklich geprüft, Bericht langsamer vortragen nächstes mal.

1623 anderen beiden Kandidaten sind nicht da.

1623 Beratung Satzungsänderung. Antrag für das große und ganze und alles. Akku sagt noch zewi Stunden. Mit Glück reicht das noch.

1625 Antragssteller Vorstand und sebmol. Der ist grad abwesend. Stattdessen finanzer. Wobei mir auffällt: wo ist Rene S heute?

1625 Vorstellung Antrag: wurde knapp abgelehnt. Aber weil er doch große Mehrheit dafür gab.. ??? was meint er ???

1625 Vorstand ist immer noch der Meinung, dass Antrag an sich gut, aber modifiziert. Wichtigster Punkt: 2 Jahre Amtszeit. Daneben noch wie ist das mit Vertretungsregelung und Übergangszeit? Absichtlich nicht als Satzungsänderung, weil danach leichter zu ändern.

1629 Frage: halte es nicht für möglich, dass „der Vorstand“ etwas beantragt ,weil kein Organ. Hätten die Vorstandsmitglieder einzeln. Das ist keine Korinthenkackerei: daher hat Antrag gewisse Legitimation auf Wahlzettel. Zustimmung aus Publikum: schwierig, weil ja schon neuer Vorstand. Widerrede: neuer Vorstand zwar schon gewählt, aber noch nicjht im Amt. Sebmol: alter Vorstand hat Antrag einstimmig beschlossen. Amtszeit des neuen Vorstands beginnt frühestens morgen früh. „Heute Nacht werden wir alle Kürbisse“

1632 publikum: finde das irrelevant. Steht name drauf, ist fristgerecht, geht um Inhalte. Widerrede: nicht irrelevant, weil es viele Briefwähler sind. „Vorstand“ hat Qualitätsprädikat.

1633 Mikro wieder zurück „Thomas, wir müssen dann Anträge stellen“. Und die Mitglieder entscheiden lassen. Hier einfach diskutieren bringt nichts. Teile die Auffassung, halte sie aber an dieser Stelle nutzlos angebracht.

1635 mol (von Kanzel) „möchte an alle Mitglieder appellieren, dem Antrag zuzustimmen“. 2 Jahre dran gearbeitet, Struktur für Haftungsfragen und für weiteres Wachstum. Antrag um wesentliche Regelung entschärft. Ich sehe keinerlei Grund, dem Antrag nicht zuzustimmen. Zusatzplus: alle, die mich nicht gewählt haben, haben mit dem Antrag schon in 8 Monaten Chancen mich wieder abzuwählen.

1637 weitere Diskussion: Geschäftsordnung sagt, Vorstand darf einbringen.

1638 Inhalt: werde das ablehnen. Haftungsrisiken nicht überzeugend dargestellt. Nachwievor ist nicht da, was wir mit mehreren hauptamtlichen Vorständen haben sollten. Sehe strukturelle Unklarheiten, bei denen nicht klar ist, was sie beinhalten.Erstmal klare Strukturen und Abläufe in der Rechtsform, die wir jetzt haben.

1639 langsam wird der Stuhl doch unbequem.

1640 Beisitzerwahl: Mindestens 50% abgegebener stimmen. 158 abgegeben stimmen, mindestens 79 stimmen. finanzer 125, rlberlin 90, tl 46, notafish 121, robert 87, achim 124, sebastian W 104.

1644 diskussion wer nachrückt. Sebmol: Reihenfolge der wahl muss festgelegt werden, geht nicht dass vorstand erst im falle bestimmt. Unglücklicher passus aber er ist da.

1645 finanzer (der bei nachrücken mit meisten stimmen dran wäre) mit „halber gegenrede“. Formalunklarheiten was satzung sagt und was nicht und was geht.

1648 weiterhin verwirrte diskussion um interpretationsspielraum.

1651 Neben Wikipedia-Sitzsäcken im Büro gibt es übrigens auch einen „Be Bold“-Regenschirm, der hier rumsteht. Beschluss naht: falls jemand aus dem BGB-Vorstand verloren geht, rücken beisitzer nach: in der reihenfolge der stimmen, sofern sie bereit sind das anzunehmen. MV hat jetzt grad beschlossen, dass das satzunsggemäß ist.

1654 sehr grosse ja-anzahl. Vier enthaltungen.

1655 stimmabgabe kassenprüfer und satzungsänderung s1.

1659 um noch ein bißchen an den umständen rumzumäkeln: die kaffeetassen sind zu klein.

1700 GO-Antrag Kaffeepause. Publikum beschwert sich, dass Kuchen fehlt. Für kaffepause 7, gegen kaffeepause 19, ent: einige.

1701 satzungsänderungsantrag s2 (amtszeit) heraufsetzen auf zwei jahre. Begründung: man braucht zeit sich einzubringen.

1702 gegenrede: sehe kein problem, dass vorstand andauernd rausgewählt wird, bisher zeigen wahlen alles andere.

1703: pub: halte zwei jahre für sinnvoll, sehe aber kein problem, dass jemand nicht wiedergewählt würde. Sehe keinen zwingenden grund für zwei jahre. Sebmol: habe überlegt, nicht wieder anzutreten. Suche nachfolger.

1709 pub: sehe eher die gefahr, dass zwei jahre amtszeit die hürde höher zieht gegenüber neuen kandiaten, weil verpflichtung größer.

1710 pub: was ist aufgabe der ehrenamter bei erfolgreicher satzungsänderung. Auch mit zwei jahren amtszeit hat ehrenamt kaum noch aufgaben.

1713 geplänkel olaf s/mol wer wann welchem amtszeitbegrenzungsantrag zugestimmt hat zustimmen wird.

1714 antwort auf frage was machen ehrenamtler nach satzungsänderung. mol: dasselbe

1716 lyzzy redet zu zwei jahren amtszeit, wenn man grad halb zuhört, hört sich das an wie staatstragende bundestagsrede. Bemerkung von mitlesern hinten: angela merkel.

1717 notafish: bin prinzipiell für 2 jahre, aber gegen den antrag, 2jahre amtszeit sind wichtig.

1718 hätte ich das kabel eingepackt, machte ich mir jetzt weniger sorgen um den akku.

1719 kurzunterbrechung, da s2 nur abstimmbar ist, wenn ergebnis s1 bekannt.

1719 doch nicht: beratung s3 „genehmigung des wirtschaftsplans durch die mitglieder“

1721 Nolte: noch deutlichere aufsplittung nach Kostenarten.

1721 pub: Verständnisfrage: was wären folgen, wenn s3 nicht durchkommt? Nolte: wenn s1 nicht durchkommt, gibt es keine klare Entscheidung zum Wirtschaftsplan.

1724 kassenprüfungsergebnis: 154 zettel, 9 ungültig, yeo 118, dab 88, t.r. 64

1724 s1-ergebnis. Problem leere Zettel, je nachdem wie gezählt 157 stimmzettel abgegeben, davon waren 7 leer. Ja: 104 stimmen; Nein: 46. je nachdem wie sie zählen. Notwendig ist Zweidrittelmehrheit. Das sind entweder 105 Stimmen oder 100 Stimmen.

1727 finanzer: abgegebene Stimmen sind laut Rechtsordnung ja- oder nein-Stimmen.

1727 Pub: das entscheidet sowieso das Registergericht, dass Satzungsgemäße Änderung überprüfen muss. Deshalb ganz entspannt weitermachen, nur halt ohne juristische Sicherheit.

1729 Akku sieht leider brenzlig aus, ich fürchte ich muss mich auf ergebnisse beschränken.

1752 diskussion um quorum für einberufung einer außerordentlichen MV.

1753 Finanzer redet wirr.

1754 ergebnis abstimmung s2 (zwei jahre amtszeit) 157 zettel, 1 un, 3 leer, 85 ja, 68 nein. Satzungsänderung abgelehnt , s3 (finanzbericht) 155 zettel, 1 un, 6 leer, 57 ja, 91 nein, satzungsänderung abgelehnt

1755 akku fast hinüber. Schonen, vielleicht reicht es nachher noch zum hochladen.

1939 Ende! Aus! Vorbei! Weizere Abstimmungen s4 (quorum außerordentliche MV) abgelehnt 64: 83, allgemeine Anträge a 1/2/3 (details präsidum, details wirtschaftsplan, und community project budget) mit dezenten Änderungen bei riesigen Mehrheiten angenommen, a4 zurückgezogen, weil mittlerweile obsolet.


Freitag, 18. März 2011

Wikimedia Deutschland-Mitgliederversammluings-Liveblog..

Da heut Abend mehrfach die Frage kam zur WMDE-Mitgliederversammlung morgen kam: meinetwegen gibt es das. Aber weder weiß ich, wie öffentlich die Versammlung sich dieses mal sieht, noch ob es WLAN oder einen Leih-UMTS-Stick gibt.

Wie die ganze Versammlung: alle Überraschungen sind möglich.

Aber zumindest Angst hatten wir alle

Danke an snotty, der online einen Tagesspiegel-Artikel entdeckt hat (warum kauf ich den eigentlich am Kiosk?..), zum Thema ''Die Gesundheitsfolgen von Niedrigdosis-Strahlung zeigten sich schon nach Tschernobyl. Dadurch verursachte Krebsfälle sind statistisch in Deutschland nicht nachweisbar.''

Der greift die Frage welche Schäden gab es denn nun wirklich aus dem Blog auf und antwortet im großen und ganzen:

Es gibt bisher keinen Nachweis, dass in Deutschland oder anderen Ländern Mittel- oder Nordeuropas negative gesundheitliche Strahleneffekte durch den Tschernobyl Unfall verursacht wurden", heißt es von Seiten des Bundesamts. Kann die Akte Tschernobyl also geschlossen werden, zumindest für Deutschland? Nicht ganz.

Strange times indeed.

.. man bangt mit Wasserwerfern und Kampfflugzeugen. Volle Marktplätze in Nordafrika, die sich über ein militärisches Eingreifen der Kolonialmächte freuen.

Ich finde die New York Times Paywall ja gar nicht so schlecht

Die New York Times versucht mal wieder Geld direkt von ihren Kunden zu verdienen im Netz. Bis zu 20 Artikel pro Monat kann man umsonst sehen, danach kann man noch Links von anderen Seiten wie Twitter oder Facebook folgen. Wer alles sehen will, muss mindestens 15 USD bezahlen, wer die NYT auch auf das iPad haben will, kann meiner Erinnerung nach bis zu 35 USD hochsteigen. Die Grenzen sind offen genug, so dass es natürlich auch sofort workarounds gibt, die mit ein paar Umwegen Vollzugriff erlauben.

Natürlich ist die Aufregung groß, da kostet was Geld, meine Lieblingspöbler von techdirt schreiben It Took The NY Times 14 Months And $40 Million Dollars To Build The World's Stupidest Paywall? Ich kann die Aufregung aber nicht wirklich teilen: meine Arbeitsdefiniton von frei "kann man damit arbeiten" erfüllt die NYT neu genauso gut oder schlecht wie NYT alt, und weitaus besser als die anderen Paywall-Modelle.

Immerhin reichte mir das in den letzten Monaten um zu merken, dass tatsächlich ein größerer Teil der weltweiten Newsstories irgendwann ihren Anfang in der NYT nimmt. Gemessen daran, dass 15 USD etwa der Preis von dreimal Kaffee bei Starbucks ist, finde ich einen Monat New York Times auch nicht als übermäßig teuer bewertet.

Und sorry, aber die Argumentation, dass die Medien quasi verpflichtet sind, mir als Internetheld alle Inhalte bequemstmöglich kostenlos anzubieten, naja, das Netz ist halt die Welt der verwöhnten Prinzesschen.

Dass Leute an sich bereit sind, für Bequemlichkeit und einfachen Zugriff zu bezahlen, denke ich, hat sich im Internet des öfteren gezeigt. Bleiben zwei Fragen: sind 15 USD zu viel? Und vor allem schaffen sie es, dass zahlende Kunden wirklich einfacher und besser an die Inhalte kommen als andere?

Donnerstag, 17. März 2011

Mittwoch, 16. März 2011

Stochastik statt Godzilla

Kleiner Hinweis auf einen informativen Post von Joachim Schulz auf den Wissenslogs:

Die Angst vor dem Atom

um mal wichtige Ausschnitte zu zitieren:

Radioaktivität ist schädlich. Das sind chemische Gifte aber auch. Was Radioaktivität besonders erschreckend wirken lässt, sind die stochastischen Strahlenschäden. Gemeint sind damit Folgen der Bestrahlung, die mit einer dosisabhängigen Wahrscheinlichkeit eintreten, deren Auswirkung aber von der Stärke der Bestrahlung unabhängig sind.

..

Erschreckend an stochastischen Schäden ist, dass die Schäden selbst in ihrer Stärke nicht von der Strahlendosis abhängen. Sie können auch ganz ohne künstliche Radioaktivität zum Beispiel durch natürliche Radioaktivität oder andere Schädigungen des Erbguts auftreten. Jede noch so geringe zusätzliche Dosis radioaktiver Strahlung erhöht aber die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten stochastischer Schäden ein Wenig.

..

Wir Menschen haben offenbar kein besonders realistisches Gefühl für Wahrscheinlichkeiten. .. Die natürliche Radioaktivität, der wir unausweichlich immer ausgesetzt sind, ist ebenso gefährlich wie künstliche Radioaktivität.

..

Auch der Vergleich zwischen Tschernobyl und Störfällen, wie sie 2007 in Krümmel und jetzt nach dem Erdbeben und Tsunami in Fukushima aufgetreten sind, kann unkommentiert nicht zur Aufklärung sondern allenfalls zur Panikmache beitragen.

..

Tendenziell werden Gefahren durch Radioaktivität und speziell durch Atomkraftwerke aber unrealistisch hoch eingeschätzt. Vergleichbare Gefahren können auch bei Chemieunfällen, durch Krankheitserreger und bei Naturkatastrophen auftreten.

...

Die Mehrheit der Bevölkerung möchte aber scheinbar einen schnellen Ausstieg aus der Kernkraft, deshalb müssen solche Alternativen untersucht werden. Diese Alternativen dürfen ebenso wenig idealisiert werden, wie die Kernkraft verteufelt werden darf. Nur durch eine realistsiche Gegenüberstellung von Energieszenarien mit und ohne Kernkraft wird die Gesellschaft in der Lage sein, eine informierte Entscheidung zu treffen.

"Wir erinnern uns alle an die Angst"

Da Tschernobyl noch in meiner Kindheit lag, sind meine Erinnerungen eher vage. Dennoch erinnere ich mich an viel Angst und Panik und Vorsicht und erhöhte Werte in den Pilzen, aber an keinerlei gesundheitliche Langzeitfolgen in Deutschland. Liege ich falsch? Gibt es dazu irgendwo seriöse Daten? Weiß, welche Folgen Tschernobyl wirklich langfristig auf Deutschland hatte?


Gespenstisch

CDU-Politiker, die im ersten Satz "angesichts der Ereignisse" die extralegalen Maßnahmen Merkel verteidigen, und dann zwei Sätze weiter immer noch aus Gewohnheit die bekannte "alles ist sicher, Ruhe, seriös"-Argumentation bringen.

Dienstag, 15. März 2011

Panik!

Vorweg: wir werden nicht alle sterben. Nichtmal alle Japaner werden sterben. Auch wenn ich manchmal den leisen Eindruck habe, mancher würde sich freuen, weil das seinen politischen Punkt besser machte.

Auch vorweg: Jedesmal wenn ich das KKW Brunsbüttel sehe, warte ich auf den Tag, an dem das KKW einfach aus Altersschwäche zusammenbricht. Die Abschaltung der derzeit diskutierten Atomkraftwerke ist sehr dringend nötig. Und nochmal vorweg: was wirklich in Fukuschima passiert, weiß nur eine zweistellige Zahl von Leuten, und selbst die nicht, da anscheinend ein Großteil der Messgeräte hinüber scheint. Mittlerweile tritt ernsthaft Radioaktivität aus, aber immer noch weiß niemand, wo wie wann es in Japan nun jemand trifft. In Panik wegrennen, wenn es einen vielleicht trifft, ist meistens kontraproduktiv, aber verständlich. In Panik wegrennen, wenn es vielleicht jemand auf der anderen Hälfte des Erdballs trifft...

Aber um mal auf Snotty zu antworten: das Kernkraftwerk scheint sowas wie die deutsche Urangst zu verkörpern. Die deutsche Anti-AKW-Bewegung ist wohl tatsächlich die einzige Bewegung, die relativ kontinuierlich große Menschenmassen auf die Straße bringt. Keine Friedensbewegung schafft das, Anti-Nazi nur ab und zu anlassbezogen und mit enormen internen Spannungen. Weder für noch gegen Integration bringt eine solche Massenbewegung zustande, keine Frauenrechte, keine niedrigeren Steuern, Welthunger schon gar nicht. Nicht mal bessere Straßen bringen zuverlässig solche Menschenmassen auf die Straßen und Plätze. Aber sei gegen Atom, und die Menge ist Dein Freund. Bei allem, was man Deutschen gern, oft und gut vorwerfen kann, eine besondere Sympathie für Atomkraft gehört nicht dazu.

Nun ist Kernkraft dennoch nicht das einzige Thema, dass die Deutschen an sich bewegt. Wahlen haben den Nachteil, dass es Pakete gibt, und seien wir ehrlich: die SPD ist ein wandelndes Desaster, die Linke vor allem mit sich selbst beschäftigt, und die Grünen geben einem mehr als genug Gründe, halt auch eventuell die Kernkraftkröte zu schlucken. Aber ich muss doch sagen, nur weil ein Teil der Leute bereit war, in einem Punkt eine Kröte zu schlucken, heißt nun nicht, dass alle anderen die Kröte auch noch füttern müssen oder nicht darauf hinweisen dürfen, dass sie da ist. Das ist dann doch eher wilhelmisches Politikverständnis.

So gesehen verkörpert die derzeitige Aufwühlung genau das, was ich ja eigentlich immer predige: kein Hühnerhaufen, sondern langfristige politische Arbeit und Strukturen, die dem ganzen zu Grunde liegen. Aber, und das ist wohl das Schmerzliche, etwas für Japan tun kann man auch mit guten Strukturen und langfristiger Organisation nicht. Geld hat Japanan selber, die Mengen, die man braucht, um eine Wirtschaft zu stabilisieren, lassen sich mit privater Hilfe nicht aufbringen. Auch sich-selbst-detailgenau-informiert-halten ist zwar abstrakt gut, hilft aber Niemanden. Das was Japan braucht, hat hier niemand. Über Mappus schimpfen oder gar demonstrieren, ist zwar auch nicht zielführender, aber immerhin gibt es einem das Gefühl aktiv zu sein. Menschen brauchen sowas.

Rainer, heute letzter Tag als Gastblogger!

Elian, hast Du noch Internetanschluss?

Montag, 14. März 2011

Wider die Panikmache

Was sich seit den ersten Meldungen über die Probleme im Atomkraftwerk Fukushima in den Medien abspielt, allen voran den deutschsprachigen, ist die unverantwortlichste Panikmache des Jahrhunderts.

Löbliche Ausnahme ist die Süddeutsche Zeitung (Beispiel hier), die nur das berichtet was sie schwarz auf weiß hat - anders als etwa die Tagesschau, die einfach Mist verzapft, entweder weil der beim Seher gut ankommt oder der eigenen Überzeugung entspricht.

Darüber hinaus, und da wird es dann wirklich ärgerlich, scheint es deutsche Medien einen Dreck zu interessieren was sich in Japan abspielt (vgl. auch dies), viel wichtiger sind plötzlich die eigenen AKWs. "Deutschland, Deutschland über alles" ist der theme song der Berichterstattung - und da kann ich nicht soviel fressen wie ich kotzen möchte, um Qualtinger piefektauglich zu paraphrasieren. Eine ARD Sondersendung am Sonntag abend, in der NUR von deutschen AKWs die Rede ist...wirklich? Ganz im Ernst?

Newsflash: ihr habt euch eine Regierung gewählt, die den bereits beschlossenen Atomausstieg revidiert hat - jetzt lebt damit. Dass ausgerechnet im erzschwarzen Baden-Württhemberg plötzlich 60.000 Wähler zum nächstbesten AKW rennen und - typischerweise - eine Menschenkette bilden ist nur mehr peinlich. Die NIMBY Mentalität schlägt wieder mal vollumfänglich zu.

In der Wahlkabine wird die CDU angehakt, aus Sorge um den eigenen Geldbeutel, und wenn die dann tun was ihr Programm ist, z.B. Bahnhöfe bauen die keiner will (außer der sie bauenden Industrie), dann wird demonstriert. "Die armen Bäume..."

In genau diese Mentalität haken sich nun die Medien ein, ohne Rücksicht auf Verluste. Das führt dann etwa dazu, dass am Sonntag morgen der Verkaufstrend bei amazon.de anzeigt, dass DER hit ein Strahlenmessgerät ist. Geht's noch? Schickt die Kohle den Japanern, die können sie brauchen (am besten der Zentralbank, die versuchen muss, den Aktien- und Geldmarkt vor dem Totalabsturz zu bewahren, und DER würde uns allen auf den Kopf fallen).

P.S.: Damit der Vorwurf krimineller Blödheit nicht nur Deutschland trifft - dass Österreich KEIN Atomkraftwerk betreibt (haben tun wir ja eines) ist ausschließlich konservativen Wählern zu verdanken, die den sozialistischen (!) Juden (!!) Kreisky loswerden wollten, der gedroht hatte, im Fall einer negativen Volksabstimmung zum AKW Zwentendorf zurückzutreten.
Dass wir kein Wasserkraftwerk im Naturschutzgebiet Hainburger Au haben ist der Kronen Zeitung zu verdanken, die ansonsten mindestens genauso übel wie BILD ist, und prozentual weit mehr Leser hat.

In Erwartung der unvermeidlichen flames
mit besten Grüßen

der Nachbar

pps um viertel nach zehn: gerade einen zum Thema passenden Beitrag im DLF gehört - In den skandinavischen Kernkraftländern gibt es KEINE neue Debatte um die Reaktoren - es bleibt offenbar Deutschland vorbehalten einen Egotrip hinzulegen.

Samstag, 12. März 2011

Eishockeykarte in Berlin zu verschenken

Vergeben.

Wegen krankheitsbedingtem Ausfall:

Morgen, Sonntag 13.3., 14:30h Eisbären Berlin vs. Hamburg. 02-Arena.

Haken: ich bin Begleitung.

dirkingofranke hat seine mailadresse bei gmail und bittet dort um Meldung.



Sonntag, 6. März 2011

Darummagichberlin (XXVII)

... weil man immer wieder neue Stadtteile entdeckt. Mariendorf zum Beispiel ist eine einzige 80er-Jahre-Party. Nur ohne Party.


Samstag, 5. März 2011

Postprivacy, praktisch.

Neulich auf dem Dorfe: Edeka, wildfremder Mensch spricht mich an: Sag mal, hat Deine Mutter Ärger mit Inge [Putzfrau]? Ihre Gardinen sind so ungewöhnlich dreckig.

Mittwoch, 2. März 2011

Na danke, Internet

Alt: angeschlagener Verteidigungsminister, der ein unnachahmliches Talent hat, sein Umfeld in den Abgrund zu stürzen und CDU/CSU, die weder die Worte Ehre noch Forschung noch Geistiges Eigentum in den Mund nehmen können ohne für Hohngelächter zu sorgen.

Neu: Ein Märtyrer für Doofdeutsche, ein CSU-Innenminister und einer der wenigen halbwegs fähigen CDU-Minister muss jetzt die verkorkste Bundeswehrreform ausbaden.

Danke Netz, echt toll gemacht mit dem Rücktritt.


Zwei Gute Sachen über Siegmar Gabriel

(1) Als Umweltminister hat er E10 verhindert.

(2) Mit dem Rücktritt des Lügenbarons hat er nicht das geringste zu tun.

Dienstag, 1. März 2011

Ode an das Steaklet

Oh Hack! Oh Gummi! Oh Gummihack!
Fast handgemalte Grillstreifen.
Steaklet!

Oh Nostalgie! Oh Fermsehquiz!
Montagabend nach dem Handball mit Pommes.
Steaklet!

Ketchup leuchtend rot.
Form eines halben Herzens.
Steaklet!

Convenience und ARD,
Steaklet und Endorphin.

Na gutt..

... jetzt hattet ihr es gerade geschafft, dass ich beschlossen habe, dass neben Libyen auch das Thema Baron Münchhausen Relevanz hat, wollte schreiben, warum es besser ist, wenn er im Amt bleibt, und nun tritt er doch zurück. Der heutige Tag ist gegen mich.