Freitag, 23. Januar 2015

Going to Wuppertal GLAM (I) Keine Schwebebahn im Klexikon!

Wuppertal-100522-13447-Sonnborn Das schöne an diesem Blog ist ja, ich kann mir meine Zielgruppe aussuchen und deswegen Kontext weglassen. Eigentlich müsste ich jetzt umständlich GLAM, GLAM on Tour die Pissaro-Veranstaltung in Wuppertal und alles mögliche erklären, aber oh well..

WikipedianerInnen - in Wuppertal - im Museum - nächste Woche für mehr Hintergrund siehe Wikipedia

Egal, heute hatten wir so vage erste Vorgespräche: welchen Zug nehmen wir, wer kommt eigentich, wozu braucht es einen Newbieworkshop, hat Pissaro eigentlich je ein interessantes Gemälde gemalt, wird man dazu kommen, ungestört zu schreiben, sowas halt, was man sich fragt.

Nun ja, nach diversem Hin- und her kam dann eine Idee: warum nicht mal was anderes:

* einen Artikel für Wikipedia - vielleicht
* ein Foto für Commons - da man in der Ausstellung nicht fotografieren darf, vielleicht die SCHWEBEBAHN
* einen Artikel für Wikinews - natürlich über die GLAM-Veranstaltung. Vielleicht passiert auch etwas auf der SCHWEBEBAHN
* einen Artikel für Wikivoyage - Museum und/oder SCHWEBEBAHN
* und einen Artikel für das Klexikon - Wuppertal oder SCHWEBEBAHN

da man sich ja beim Klexikon irgendwie anmelden muss, wie sich vage jemand erinnerte, mal geschaut. Schreib eine Mail, steht da. Was in der Mail sein soll, ob ein "ey, account" reicht oder ob es eine ausfürhliche Begründung samt Motivationsschreiben sein muss, steht da nicht. Auch nicht, was passiert nachdem man die Mail geschrieben. Eine wunderbare Black-Box-Kommunikation.

Aber was viel schlimmer ist: da ich schon mal auf der Klexikon-Startseite war, stieß ich dann nach etwas clicken auf den Satz "Zunächst beschränken wir uns auf eine begrenzte Anzahl von Artikeln, die in unserer Wunschartikel-Liste stehen."

WHAT? Why that? Keine SCHWEBEBAHN im Klexikon? Kein Wuppertal? Warum? Das ist doch die einfachste Methode, Autoren zu vertreiben - mach was umsonst und wir sagen dir auch noch was du machen sollst. Warum? Jetzt wundert mich nicht, dass es erst 125 Artikel gibt. Eine Zahl die, seien wir ehrlich, ein halbwegs begabter Wikipedia-Autor an einem Wochenende hinbekommen könnte.


Dienstag, 13. Januar 2015

Cargo-Kult-Politik #pegida

These: Pegida betreibt Cargo-Kult-Politik: Pegida-Teilnehmer imitieren die Rituale, die sie bei anderen politischen Bewegungen gesehen hat und hoffen, dass daraufhin Großes passiert. Nachdem ich jetzt mehrere der Pegida-Demos im Stream angesehen habe und mich mit diversen Pegidisten ausgetauscht habe, scheinen mir mehrere Elemente immer wieder zuverlässig in ihrem Verhalten aufzutauchen.

Was ist Cargo-Kult?

Aber bevor ich zu Pegida komme noch drei Worte zum Cargo-Kult: Cargo-Kulte sind religiöse Bewegungen, die im Rahmen westlicher Kolonisation entstanden. Dabei imitieren die Kolonisierten Verhaltensweise und Rituale der Kolonisatoren in der Hoffnung, dass materieller Reichtum und Erfolg der Kolonisatoren auch auf sie Übergehen wird - allerdings ohne Verständnis dafür, wie die westlichen Gesellschaften funktionieren und wie der materialle Reichtum zustande kam. Als bekanntes Beispiel: Der Bau einer Flughafenattrappe auf Südseeinseln, in der Hoffnung, dass da dann auch aus dem Nichts Flugzeuge landen, die voller Luxusgüter sind. Für mehr: Cargo Cult .

Pegida wird noch aggressiver

Und je mehr ich von Pegida lese und sehe, desto mehr habe ich den Eindruck, dass da die Rituale einer pluralen westlichen Demokratie imitiert werden, ohne dass Macher oder - erst recht - Teilnehmer verstehen wie Politik im 21. Jahrhundert funktioniert - und dann aggressiv werden, weil das alles nicht die erwünschten Ergebnisse bringt. Im Einzelnen:

(1) Ein komplettes Unverständnis darüber, wie eine pluralistische Gesellschaft funktioniert: angefangen von dieser seltsamen Überfremdungsangst in einer Gegend in der es nicht mal Fremde gibt bis, hin dazu, dass sich alle in eine anscheinend uniforme Gesellschaft integrieren sollen.

Sonntag, 4. Januar 2015

Der Irrsinn des Legida-Positionspapiers

Die Stadt Leipzig liegt mir am Herzen. Nachdem Dresden sich mit Pegida gerade bundesweit zum Affen macht, hoffe ich natürlich darauf, dass Leipzig sich auch hier als die bessere Stadt in Sachsen erweist. Ich hoffe, dass Leipzig nicht so sehr hinter-den-sieben-Bergen-bei-den-sieben-Zwergen spielt wie Dresden derzeit.

Aber natürlich existiert es auch Legida (also Leipzig gegen..). Ich konnte ich nicht umhin, das Legida-Positionspapier zu lesen. 

Positiv kann über das Leipziger Papier sagen, dass es ehrlicher wirkt als das Dresdner Papier. Das Legida-Papier ist zu einem Großteil offen rechtsextrem, verfassungsfeindlich und zum anderen Teil nur noch irr,  In vielen Passagen ist es auch beides.

Hier nun ein kleines kommentiertes "Best of" des Legida-Papiers. Zur Info: Es gibt ein Positionspapier der Legida mit einer Präambel und Kurzforderungen und es gibt ausführlichere Erläuterungen, die die Forderungen erläutern.

Aus dem Positionspapier/Präambel


"Die Legida ist eine Bürgerbewegung patriotischer Menschen der gesellschaftlichen Mitte, denen Fremdenhass, Rassismus und Extremismus fremd sind" 
Sagen kann man viel. Nur sollte man es dann einlösen. Und der abstruse Unsinn, der gleich kommt, dürfte nicht mal mehr in der sächsischen Provinz gesellschaftliche Mitte sein. 

Falls Büsum ein Identitätsproblem bekommt

..kann es sich immer noch problemlos als lebendes Museum der alten Bundesrepublik wiedererfinden.

Büsum Wintermarkt 27.12.2014 14-51-33

Büsum Wintermarkt 27.12.2014 14-51-19

Büsum Grothus 27.12.2014 14-12-11

Büsum Stranddomicil 27.12.2014 14-10-46

Büsum Seegarten 27.12.2014 14-13-04

Büsum Hohenzollern 27.12.2014 14-12-36
Fairerweise sollte ich sagen, dass es seit drei, vier Jahren auch ein paar Ecken gibt die anders aussehen. Aber wie wir schon am 11.9.2001 sagten "ach, wenn der dritte Weltkrieg ausbricht, dann haben wir hier immer noch 20 Jahre Zeit um uns darauf einzustellen bevor er da ist."

Update 2019. Die Zahl der zeitgenössisch wirkenden Ecken hat sich stark erhöht. Vor wenigen Jahren hätte mich diese Aussage überrascht. Aber das Büsum des Jahres 2019 wirkt modern.

Sonntag, 16. November 2014

Wahlverfahren und taktisches Wählen

Die Frage 

Letztens fragte mich eine Person aus dem persönlichen Umfeld: stell' Dir vor, es gibt eine Wahl mit einem eher ungewöhnlichen Verfahren: Es gilt ein Gremium zu besetzen, bei dem es viel mehr Kandidaten als Plätze gibt, sagen wir mal 29 Kandidaten und 9 Plätze in drei verschiedenen Funktionen. Das Verfahren läuft so, dass man so viele Stimmen wie Kandidaten hat (insgesamt also 29 Stimmen), aber pro Kandidat nur eine Stimme vergeben kann. In einer Funktion kommt erschwerend hinzu, dass die jeweiligen Kanidaten mindestens 50% der Stimmen benötigen. Wie stimme ich denn jetzt geschickt ab?

Horn Head - One sheep nursing two lambs - geograph.org.uk - 1181912
Der einfachste Fall: zwei Kandidaten, zwei Plätze. Bild: Sue Mischyshyn [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons
 
Grundsätzliche Erwägungen

Grundsätzlich gibt es für den taktischen Wähler zwei verschiedene Vorgehensweisen bei einem solchen Verfahren:

Montag, 10. November 2014

Tools für Communitymanagement

Mal wieder ein Blogpost als Merkzettel. Gesammelt auf diversen Vorträgen/Webseiten:

Addvocate - Viel-Personen-Social-Media CMS

Asana - Projektmangement

Buffer - Social Media Accounts benutzen und manager

Canva - Design simpel

CloudApp - einfach teilen

Desk - Ticket System

Droplr - Dropbox in business

Evernote - PM-Software

Hootsuite - Social Media Allrounder

IFTTT - Automatisiert das Web

Jobeeper - Alert für offene Stellen

Launchrock - "leere Website" mit "hier entsteht was" und diversen Tools. Wenn man was neu machen will.

Mailchimp: für Newsletter/Spam

Mention - Social Media Monitoring

Over - Bildverschönerung

Riffle - Social Networks für Bücher

Slack - siehe Asana/Trello

Skitch - Social Media Bildbearbeitung

SocialOomph - Social Media alles mögliche

SproutSocial - Social Media Allrounder

Squarespace - Websites selber machen/ Wordpress in einfach

Swayy - Findet interessanten Content, den man verteilen kann

Trello - Projektmanagement

visual.ly - Infographiken

Und wo ich gerade dabei bin: The Community Manager Manifesto.

Samstag, 25. Oktober 2014

#ccb14 - Stuff I learned

Kontext: http://communitycamp.mixxt.de/

* Foren sind nicht tot. Eher im Gegenteil. Sie wachsen fröhlich weiter.
* "Der Mann zwischen 30 und 60, Je unerfüllter sein Leben auf Google aussieht desto netter sollte man sein."
* "Seitdem wir >>Penetranz<< als Sperrgrund eingeführt haben, hat sich das Community-Klima deutlich verbessert."
* Poppen.de möchte in der Mitte der Gesellschaft ankommen.
* Kaufmich.de möchte das noch nicht.
* Sessions zu Facebook-Gewinnspielen - seriously?
* Die Gute-Frage-net-Trolle sind unterhaltsamer als die Wikipedia-Auskunfts-Trolle
* Es gibt eine riesige Diabetes-Community im Netz und ihre Macher sind total nett.
* Sowieso: krass hoher Flauschfaktor.
* Neid: der BVCM (Bundesverband Community-Management) braucht nur 2 Stunden für eine MV. Aber okay, da sind ja auch leuter designierte nette ausgleichende Menschen Mitglied. 
* Was Bosch und Telekom intern mit Community machen klingt echt spannend.
* Mein Verständnis von "quality content" unterscheidet sich anscheinend vom Verständnis anderer Leute.
* Mit einer Session, die sich im Wesentlichen mit Impressumspflicht und Cookie-Hinweis beschäftigt kann man den größten Raum locker überfüllen.
* "Habt ihr Zahlen?" - "Ja". "Dürft ihr sie sagen?" - "Nein."
* Es ausdifferenziert sich zwischen Social-Media-Krams, Communitymanagement (extern) und Communitymanagement (intern)
* Man kann Buletten mit Rahmsauce servieren.
* Der langsamste Fahrstuhl Berlins ist in Charlottenburg.
* Communitymanagement-Outsourcing ist ein Thema.
* Bei lauschig/launigen Sessions macht sich ein Lagerfeuer-Dauerschleifen-Video gut als Hintergrund.
* Firmensitz Barcelona. "Es gibt Internet und ist sehr schön da."
* Bosch hat tolle Wimmelbilder.