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Dienstag, 17. Januar 2012

Vorletztes Wochenende präsidierte ich #wmde

Wildbad kreuth uneingeschneites auto 06.01.2012 20-20-16.2012 20-20-16

Schnee, bunte Kärtchen, kontroverse Diskussionen, Menschen, die mindestens so spannend waren wie erwartet, Schnee, noch mehr Schnee, ein Flipchart, und fröhliche Spiele. Das präsidiale Reisen startete spannend. Hier sind eher die persönlichen Eindrücke meiner Klausur als Wikimedia-Deutschland-Präsidiumsmitglied

Kreuth zimmer

Der Berg

Die Klausur fand im Hanns-Seidel-Tagungshaus im Wildbad Kreuth statt. Während die Bundestagsgruppe der CSU noch morgens abreiste, kamen wir nachmittags an. Kreuth liegt ungefähr so weit weg von München wie Itzehoe von Hamburg, war aber eine andere Welt. Und Kreuth erwies sich als pittoresker denn Itzehoe. Insbesondere die letzten 500 Meter den Berg hinauf nach Kreuth hatten es in sich. Wenn man oben angekommen war, wollte man nicht mehr herunter. Zumal – wer verlässt schon gerne die eigene Klosterzelle, wenn Franz Josef Strauß gütig über einen lächelt.

Andererseits war das mit dem rauf- und runterkommen nicht so einfach. Mit Schneeketten war das fahren auf den Berg möglich, ohne Schneeketten nur manchmal. Ich hörte von tapferen Präsiden, die ihre Koffer noch den Berg hinauf getragen haben. Dafür haben ich dann mit Delphine und Anja nach zwei Tagen auf dem Parkplatz meinen Peugeot eine knappe halbe Stunde lang ausgraben müssen. Der Scheepflugtraktor ist soweit nicht gekommen, dieses Auto wieder auszugraben.

Auch sonst funktionierte die Abschließung der Klausur gegenüber der Welt: Internet gab es nur über den einzigen Telekom-Hotspot. Das Handynetz funktionierte gleich gar nicht. Im Talkessel sah und hörte man nichts von der weiten Welt. Selbst zum Fernsehen hätte man in den einen Fernsehraum im Hause gehen müssen.

Wildbad kreuth wald und berge 07.01.2012 13-31-09.2012 13-31-09

Teambuilding

Teambuilding stand auf der Tagesordnung, und machte mich misstrauisch. Mein letzter Versuch an einem professionell gecoachten Teambuilding teilzunehmen, endete darin, dass wir alle linksherum um eine brennende Kerze gingen, und uns gegenseitig sagten, wie toll wir sind.

Und natürlich befürchtete ich die obligatorische Wollknäuelübung, bei der wir am Ende alle verwickelt sind, und überrascht tun, wie vernetzt das ist. Aber okay, es ist meine erste WMDE-Klausur, ich lasse mich überraschen, und atme tieeeeef durch. Tiefenentspannt beschloss ich, dass ich alles auf mich zukommen lasse und alles mit mir machen lassen würde - selbst Kerzen und Wollknäuel.

Kerzen gab es keine, und das Wollknäuel entpuppte sich als Haken mit Bändern zum Bauklötze stapeln. Ich nahm schon an Schlimmeren teil, würde aber trotzdem die Behauptung aufrechterhalten, dass gemeinsames Schneemannbauen genauso teambildnerisch gewesen wäre, und dabei deutlich mehr Spaß gemacht hätte.

Wildbad kreuth maibaum 07.01.2012 13-19-21.2012 13-19-21

Die langweiligen organisatorischen Teile

Was ist Kompass 2020, wo kommt er her, und wie sollte man ihn ändern? Was sind Ressorts? Wer macht was? Wer will in welches Ressort? Wie oft finden Telefonkonferenzen statt? Wie findet man „seine“ Mitarbeiter in der Geschäftsstelle? Etc.

Die genaue Ressortverteilung findet man im Forum, wobei die Ressorts ihre Aufgaben und Möglichkeiten an sich eher noch vage beschrieben sind, und durchaus etwas konkrete Ausgestaltung vertragen können.

Meine Ressorts sind mittlerweile Lobbying (aka Politik), Freiwilligenförderung, Organisationsentwickelung, und Vereinskommunikation. Außerdem bin ich noch in den AGs Visionen und Mitgliederversammlung gelandet. Das bedeutet im Umkehrschluss: erst einmal nichts zu tun habe ich mit Finanzen, Fundraising, und PR, vermittle aber natürlich gerne Kontakt.

Communityentwicklung:

Ausgehend von einer Umfrage in der Wikipedia haben wir kontrovers diskutiert, inwieweit WMDE Probleme lösen kann, die nach Meinung der Community nicht dringlich sind, oder auch gar nicht bestehen. Oder auch: inwieweit WMDE diese Probleme überhaupt lösen sollte. Sicher kein Thema, mit dem man bei einem Mittagessen zu einem abschließenden Ergebnis kommt.

Lizenzen für Fotos

Um es mal so zu sagen: es wurde kontrovers diskutiert.


SMARTe Ziele des Präsidiums für 2012:


Einige. Um die detailliert aufzuzählen, verweise ich auf das Protokoll der Klausur; das hoffentlich bald öffentlich ist. Da steht dann auch drin, was SMART ist.

Kreuth naturkaeserei 07.01.2012 14-06-17.2012 14-06-17

Kein Präsidiums-Klausurpost ohne Essen

Gut, aber nicht die opulenten Luxusschwelgereien wegen der ich mich habe aufstellen lassen. Freitag beim Südtiroler war ich nicht, weil sich die Planungen änderten, und ich schon auf dem unzugänglichen Berg im Funkloch saß.

Sonnabend mittags Kässpätzle in einer Kleinbauern-Selbstverwalteten-Natur-Glückliche-Kühe-Meierei (kulinarischer Höhepunkt), Sa Abend Huhn (okay) mit leckeren karamellisierten Zwiebeln, und einem Dessert, das vermutlich noch von der CSU übrig geblieben war. Das war echt eine andere Liga. Sonntags mittags gab es auch etwas, aber da gleichzeitig die Lizenzdiskussion stattfand, habe ich nicht wirklich mitbekommen, was auf dem Teller lag.

Wildbad kreuth eingeschneites auto 08.01.2012 13-24-10.11.11

Freitag, 17. Dezember 2010

Traktorfreitag: Unimog Schneepflug

Unimog mit Schneefräse um 1955

Manchmal fallen Themen einfach aufeinander. Während ich letztes mal ja schon die vielen Qualitäten des Unimogs anriss, bietet es sich heute an, noch ein paar Worte, diverse Videos und eine Auswahl an wirklich eigentümlicher Hintergrundmusik zum Thema Unimogs und Schneepflüge, oder besser, Schneeschleudern loszuwerden.

Wie ich vorletztes mal ja schon schrub, sind Traktoren geborene Schneeräumer. Wie ich letztes mal schrub, sind Unimogs im wesentlichen geländegängige Traktoren. Wie ich ebenfalls schrieb, hat ein komischer Mensch im Internet geschrieben, dass die Hälfte aller Schneepflüge vor Unimogs hängen. Da das anscheinend niemand wirklich gezählt hat, gibt es keine valide Gegenquellen, was bedeutet: die Hälfte aller Schneepfüge hängt vor Unimogs.

Was aucb bietet sich mehr an, als ein geländegängiges Fahrzeug mit meterhoher Bodenfreiheit und der Fähigkeit wirklich jedes Werkzeug dran zu befestigen, auf den Schnee loszulassen? Okay, ein Fahrzeug, das deutlich weniger kostet und deutlich weniger wartungsbedürftig ist vielleicht... Aber was sind Kosten wenn es doch im TRAKTOOOR geht.

Für den Anfang erstmal klein. Aber seien wir ehrlich: selbst dieses Spielzeug ist wahrscheinlich effektiver, als die komischen Elektrohandfeger, die gerade Berlins Gehwege schneefrei bekommen sollen.



Jetzt größer. In der Hoffnung, dass die Tonspur irgendwie ins 80er-Revival passt.



Und zum Abschluss: kein Schnee, aber cool. Bodenfreiheit.



Freitag, 3. Dezember 2010

Traktorfreitag: Trecker statt S-Bahn!

Meine Freundin sagt, ich solle mal darüber bloggen, wie "Mahlzeit mit Salat" ein Establishing Shot in Filmen ist, um ein bestimmtes amerikanisches Milieu anzuzeigen. Werde ich gern machen, nur hätte ich da jetzt Probleme, die Kurve zum Traktorfreitag zu kriegen. Deshalb erstmal nur kurz: "The Kids are alright" ist ein wunderbarer, herzerwärmender, humorvoller, intelligenter, liebevoller Film und unbedingt sehenswert. Am Ende möchte man alle knuddeln.

Break. Traktor. Eis. Der Übergang ist ungefähr so hart, wie wenn man im Kino einen Film aus dem kalifornischen Spätsommer sieht, und dann in die Berliner Vergletscherung stolpert. Und hier gibt es nicht mal Traktoren zu hülf.

Denn - wie natürlich nicht anders zu erwarten - Traktoren sind ein Wunder, wenn es um widrige Witterung geht. Ich war ja zeitweise auf dem Dorfe an der See. Und weil es da fast nie schneit, gibt es auch keinen organisierten Winterdienst. Es sei denn es schneit. Dann gibt es auch keinen Winterdienst, aber es schneit.

Und man kommt auch nicht mehr weg. Es ist mir schon passiert, dass ich zwei Stunden für die 40 Kilometer zur Landkreisgrenze gebraucht habe, während überall drumherum der letzte Schnee vor 10 Tagen gesehen. Da hilft nur noch ein Hoch auf den Nachbarn mit dem Traktor; der einen freischiebt. Und Salz verstreut. Und das Auto aus dem Graben zieht. Und das Auto aus der rutschigen Einfahrt zieht. Und das Auto nächste Woche wieder aus dem Graben zieht (öhm..). Traktoren sind das beste was einem bei Eis und Schnee passieren kann. So gesehen kein Wunder, dass Berlin solche Winterprobleme hat. Trecker statt S-Bahn!



Eine Kurzdemonstration mit John Deere.



Eine Langdemonstration mit Weihnachten.