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Mittwoch, 4. Oktober 2017

Hornissenschwebfliege ungefährlich

Tapp. Tapp. Tapp. Eine Hornisse lugt über den Rand der Treppe. Kommt langsam näher. Sie schaut. Aber eine komische Hornisse. Eine breite Hornisse mit seltsamem Gang. Eine unheimliche Hornisse?




Langsam dachte ich, ich gewöhne mich an den Garten und seine Lage in der Brandenburger Trockensteppe. Ich legte meine persönlichen Vorstellungen von Farn, Bambus, Schilf etc. ad acta. Denn meine Vorstellungen wie Landschaft und damit auch kleinräumig gestaltete Landschaft – aka Garten – aussehen sollte, entstanden in der norddeutschen Tiefebene, teilweise nahe der Nordsee im Land von Regen und Nebel, bei Höchsttemperaturen von 22 Grad  und dem ein- oder anderen Entwässerungsgraben direkt an der Straße.

Aber dort bin ich nicht mehr: Hier ist Brandenburg! Mehrere Jahre knallende Sonne, wenig Regen, mitteldurchlässiger Boden. Lavendel statt Farn, Wilde Möhren statt Schilf, Sanddorn statt Hundsrosen.

Hummeln im Lavendel, Erdwespen in den Lehmhügeln, Zuzügler aus dem Süden wie die Große Holzbiene im Garten. Meine wagemutigeren Überlegungen gingen mittlerweile eher in Richtung Pomeranze als in Richtung Farn. So langsam hatte ich mich an die leicht mediterrane Anmutung gewöhnt, Grabwespen, Sandwespen, Grashüpfer, Eidechsen und Zikaden in mein Herz geschlossen. Semitrockensteppe hat etwas für sich.

Und dann 2017: Dauerregen. Starkregen. Dauerregen. Dauernder Starkregen und starker Dauerregen.