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Langsam dachte ich, ich gewöhne mich an den Garten und seine
Lage in der Brandenburger Trockensteppe. Ich legte meine persönlichen
Vorstellungen von Farn, Bambus, Schilf etc. ad acta. Denn meine Vorstellungen
wie Landschaft und damit auch kleinräumig gestaltete Landschaft – aka Garten –
aussehen sollte, entstanden in der norddeutschen Tiefebene, teilweise nahe der Nordsee
im Land von Regen und Nebel, bei Höchsttemperaturen von 22 Grad und dem ein- oder anderen Entwässerungsgraben
direkt an der Straße.
Aber dort bin ich nicht mehr: Hier ist Brandenburg! Mehrere Jahre knallende Sonne, wenig Regen, mitteldurchlässiger Boden. Lavendel statt Farn, Wilde Möhren statt Schilf, Sanddorn statt Hundsrosen.
Aber dort bin ich nicht mehr: Hier ist Brandenburg! Mehrere Jahre knallende Sonne, wenig Regen, mitteldurchlässiger Boden. Lavendel statt Farn, Wilde Möhren statt Schilf, Sanddorn statt Hundsrosen.
Hummeln im Lavendel, Erdwespen in den Lehmhügeln, Zuzügler
aus dem Süden wie die Große Holzbiene im Garten. Meine wagemutigeren
Überlegungen gingen mittlerweile eher in Richtung Pomeranze als in Richtung
Farn. So langsam hatte ich mich an die leicht mediterrane Anmutung gewöhnt,
Grabwespen, Sandwespen, Grashüpfer, Eidechsen und Zikaden in mein Herz
geschlossen. Semitrockensteppe hat etwas für sich.
Und dann 2017: Dauerregen. Starkregen. Dauerregen. Dauernder
Starkregen und starker Dauerregen.
