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Montag, 13. Juni 2022

12 von 12, Juni 2022

Tagebuchbloggen ist nett. Als Leser*in erfahre, was wildfremde Menschen so machen, freue mich an der Alltäglichkeit. Als Schreiber denke ich: ey, super, kein Konzept, keine Story, einfach-so-runterschreiben.

Als besondere Form existiert das Bild-Tagebuchbloggen, wie in der Aktion 12-von-12. Zwölf Bilder, aufgenommen am 12. des Monats und gesammelt im Blog "Draußen nur Kännchen." Im Juni kamen bisher über 150 Beiträge zusammen. Bild-Tagebuchbloggen stellte mich bisher vor ein unüberwindliches Hindernis: ich muss morgens daran denken und entsprechende Bilder aufnahmen.

Im Juni des Jahres 2022..

..habe ich natürlich nicht daran gedacht. Aber praktischerweise war es ein fotofreundlicher Tag. Deshalb endlich auch meine 12-von-12.

(Der Text steht unter dem jeweiligen Bild)



Kaffee ist immer ein großes Thema am Morgen. Noch vielmehr wenn man zum Kaffeedienst eingeteilt ist und im Tagungshaus für 50 Teilnehmer*innen mit einer eher eigenwilligen Kaffeemaschine unterwegs ist. Irritierenderweise. Der Rest der Kücheneinrichtung wies gehobenes Gastromenü auf. Unser Kaffeedienst gestattete uns längeres wartendes Rumlungern in der Küche und den neidischen Blick auf Öfen, Herde und Profispülen. 


Einmal zum Anschauen: Weitere Verabschiedung von Feiergenoss*innen, Landschaft und Haus mit Blick auf die Berner Alpen und dem Emmentaler Rotmilan.




Und mit Beschriftung: 1 - Wetterhorn ; 2- Schreckhorn ; 3- Finsteraarhorn ; 4- Ochs ; 5- Gross Fiescherhorn ; 6-Eiger ; 7- Mönch ; 8 - Jungfraujoch; 9- Jungfrau ; 10- Lauberbrunner Breithorn 



Abstieg ins Dorf und Ausblick von der Bushaltestelle. Der Aushang dort erklärt uns, dass der Stutzen am Rüttlihubelbad bei extremen Winterbedingungen nicht geräumt werden kann und deshalb der Postbus eine andere Route nimmt. Ich überlege mir, wie extreme Winterbedingungen im Emmental so aussehen und bin beeindruckt. 


Mit dem Postbus nach Worb und in die futuristische S-Bahn Richtung Bern-Hauptbahnhof. 



Der IC bringt uns und mehrere Dutzend Teilnehmer*innen des Greenfield Festivals zum Flughafen Zürich. Für Festivalis wirken sie alle überraschend nüchtern und wohlerzogen. Unser Zug hält nicht in Olten. Wie ich später lernte ist dies der einzige Schweizer Zug, der durch hindurchfährt. Denn alle Züge halten in Olten. Alle Schweizer*innen steigen dort um. Aber niemand steigt dort aus. 


Ich falte mich irgendwie in den Flugzeugsitz, beschließe, dass das Wochenende diese zwei Stunden Schmerz wert sind, habe immerhin Fensterplatz, Sonne und keine Tragfläche vor der Nase. Ein Abschiedsblick auf den Flughafen Zürich. 


Und wo ich dabei bin: Zürichsee und noch einige Alpen. 


Im Anflug: Felder in Brandenburg, von denen ich dachte, es gäbe sie nur in Wüstengegenden. Mit kreisrunder Bewässerung. 


Sie existiert wirklich: die Tesla-Fabrik in Grünheide. 


Brandenburg, Land der 1000 Seen. Hier Schmöckwitz, der Zeuthener See (Dahme) und der Große Zug. Am Horizont Wildau, dahinter zu ahnen: Königs Wusterhausen.



Die wie-in-Bern-auch neue - aber bei weitem weniger futuristische - Berliner S-Bahn. Man beachte die sorgfältige Arbeit der Tourismuszentrale, die gleich typisches Berlin-Flair erzeugt, indem Sie subtil einen halbvollen Becher Bier in der S-Bahn platzierte.


Anlässlich der Rückkehr finden wir ein neues Schild in unserem Hinterhof. Es hielt keine 24 Stunden.



Donnerstag, 11. Oktober 2018

Treffen der Wikipedia-Community in St. Gallen. Wikicon 2018.

„Kas!“ Die jungen Frauen vor mir im Flugzeug nach Zürich wissen, welches Sandwich sie wollen. Und sie haben keine Hemmungen, den halben Flieger an dieser Entscheidung teilhaben zu lassen.

Überhaupt beweisen die drei Frauen den ganzen Flug über, dass auch Schweizerinnen eines Benehmens fähig sind, dass ich am ehesten von Engländern in Mallorca erwartet hätte. Aber okay. Nur, dass die kleinste und schmalste von ihnen mir ihre Rückenlehne in die Knie rammt, nehme ich persönlich.


Die Schweiz


Willkommen, in der Schweiz, die bei diesem Besuch einige meiner Vorurteile aus dem Wege räumt.

Blick in die Wikicon-Räume

Da waren die drei jungen Damen im Flugzeug. Oder die SBB, die Schweizer Bahn, die bei zwei von zwei genommenen Zügen Verspätung hatte und mir damit noch einen Gepäcksprint durch den Zürcher Hauptbahnhof bescherte. Oder Sankt Gallen, das direkt vor den Eingang der renommierten Kantonsschule am Burggraben den Tiffany Night Club setzte. Allgemein wies St. Gallen ein Nachtleben auf, dass ich eher in Friedrichshain erwartet hätte.

Blick aus dem Eingang der Kantonsschule. Rechts "Kirche neu erleben." Links der "Tiffany Night Club."


Manchmal aber bestätigte die Schweiz die Vorurteile.


Samstag, 9. Juli 2016

Freibad bei Basel. Schwimmen im Naturbad Riehen.

Nach dem Hallenbad in Lörrach heute ein zweiter Besuch im Dreiländereck Deutschland-Schweiz-Frankreich. Riehen ist ein Vorort Basels und liegt zwischen Basel und der deutschen Grenze. Wenn ich es richtig verstanden habe, kann mensch vom Schwimmbad aus schon deutsches Staatsgebiet sehen. Das Bad selbst liegt in der Schweiz. Das heutige Naturbad ist Nachfolger eines anderen eher normalen Freibads, das einer deutschen Zollfreistraße (eine Straße die ohne Abzweig durch Schweizer Gebiet von Deutschland nach Deutschland führt, für den Zoll also als Straße in Deutschland gilt) die durch das alte Freibadgelände führte, zum Opfer fiel.