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Montag, 7. November 2022

22-11-07 Wie riecht Deutschland?

Madame fuhr nach Charlottenburg und ließ Fahrradreifen aufpumpen.

Das Küchenthermometer zeigte heute Morgen 15 Grad, ist aktuell bei 16 Grad. Noch ist das gut aushaltbar. Aber trotz des wärmsten Novembers aller bisherigen Zeiten, ist der Zeitpunkt absehbar, an dem wir die Heizung anschalten werden. (mit kurzem Gedanken an die Menschen weiter östlich in den beschädigten Häusern ohne funktionierende Heizung).

Nachdem sich ein komplettes journalistisches Genre namens "Energiespartipps" bildet, zitierte Madame einen besseren Artikel zum Thema aus dem Guardian. Quintessenz: Heat the Human, not the room. Und seitdem kennt mein Google schöne neue Wörter wie Indoormütze und Schlafmütze. Es freut auch meinen inneren Haushälter, der deutsche-Michel-Mützen als "Investition" verbucht, Heizgas hingegen als "Konsum".

Nebenan in der New York Times fand sich eine Anpreisung für die kürzlich verstorbene Julie Powell - frühe Foodbloggerin, mit dem Projekt alle Rezepte eine Julia-Child-Kochbuchs nachzukochen. Es führte zu einem Blog, einem Buch, Ruhm und einer Fernsehserie "Julie & Julia". 


Nachdem Madame aus Charlottenburg zurückkam, beschloss sie, dass Miesmuscheln nicht so sehr fein sind, sondern auch vergleichsweise nachhaltig. Man muss immerhin nicht das halbe Meer zerstören, um sie zu finden. Da sie von Natur aus in dicht besiedelten Kolonien leben, ist der Anbau auch unkompliziert und Antibiotika-frei. Außerdem konnten wir so schon für das Weihnachtsmenü üben.



Ich brachte vom Istanbul-Supermarket ein Büschel Petersilie mit. Und entdeckte an der Kasse WM-Duftbäume: Deutschland, Polen, Brasilien, Argentinien.. Fast hätte ich die 1,98€ alleine aus Neugier investiert. Dann aber fiel mir ein, dass die normale Insassenzahl unseres Autos >1 beträgt und dieses Experiment vielleicht nicht auf Gegenliebe fällt.

Nun aber sitze ich zu Hause und grüble "Wie riecht wohl Deutschland? Wie Polen?"

Sonntag, 23. Oktober 2022

22-10-23 Mit dem Finger im Mantel statt einer Puff'n

 "Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank"

(Bertolt Brecht)

Ehrlich gesagt, das Wort "Gründung" wäre zu groß für unser heutiges Lochbuddeln, mit Rasengittersteinen und Kies verfüllen und wieder mit Erde auffüllen. Aber es bildete immerhin das Fundament auf dem nun eine neue Bank steht. Ich bin Bankdirektor und Bankbesitzer.


Natürlich erfolgte die Einweihung dieses Rotweinbänkle/ dieser Milchbank gleich darauf mit Kaffee und Buch - endlich entspannt die Nachbarn im Auge behalten. Und auch an dieser Stelle noch einmal an Dank für Organisation und Bezahlung dieses Geburtstagsgeschenks. Ich nehme es als Zeichen guten Glück, dass mein zwischenzeitlich arg gequetschter Finger (Rasengitterstein), sich nicht schwarz-blau verfärbte sondern immer noch so aussieht wie heute Morgen.

Auch das Kranich- und Gänseschwarmbeobachten funktionierte ganz hervorragend.

Auch auf der Bank gelesen. Erst berichtete der Oranienburger Generalanzeiger in seiner Printausgabe von der neuen (alten) Bahnstrecke zwischen Guben und Zielona Góra, die irgendwann in ferner Zukunft an die alte Bahnstrecke Leipzig-Posen anknüpfen soll. Dann stieß ich in der New York Times auf einen Artikel über Jon Worth, der der selbstgestellten Aufgabe nachgeht: Warum ist grenzüberschreitendes Bahnfahren in Europa so schwierig?: ‘Always Annoying’: Hassles of Cross-Border Trains Hamper E.U.’s Green Ambitions

Als ein Mensch, der grenzüberschreitendes Bahnfahren extrem großartig findet - und das Buchen grenzüberschreitender Bahnfahren extrem nervig, hat Jon Worth natürlich all' meine Sympathie und meine innere Unterstützung. 

Vielleicht fahren wir nächsten Ostern nach Prag oder Warschau. Das sind von Berlin immerhin erreichbare Ziele mit dem Zug. Während ich mich so durch das Internet las, pflanzte Madame Astern und Gaura. 

Und da ich seit Tagen einen Ohrwurm habe, sollt ihr natürlich an diesem Teilhaben:



Mittwoch, 20. Januar 2016

Trying a digital gift subscription of the New York Times (@NYTsupport)

So, the offer was reasonable, the paper is amazing, so fo Christmas we tried a digital New York Times subscription.

First experiences: the process to subscribe is horrible. Mails getting lost several times, finding somebody who may responsible is a mess, people writing mails that evrything is cancelled while at the same time the money is being taken by the same organisation. I'm sure if my personal baker would ever open a webshop for bread it would be more professional.
 
Customer Care is a bit better than useless. After several mails we finally got the code to redeem the gift, but still had to look for ourselves where to redeem. Still there are some unanswered questions but by now the Customer Care seems to have decided that two mails written to me is all the time and effort they can expend.

It is kind of irritating that my subscription is linked to my e-mail adress, but still to the same adress I get offers to subscribe.

So, for reading. The paper is amazing and I have to stop myself not to read it every day for hours.

Still being amazed that the NYTimes offer stories and portraits about normal people - just like you and me - getting married.

Interestingly compared to German papers, way more content about Fashion, Style and Food and way less content about architecture.

To be continued.