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Dienstag, 4. Oktober 2022

22-10-04 Sono al lavoro

Und sie haben mich wieder, die Berliner Bäder Betriebe, zusammen mit meinen guten Bekannten Outlook, Active Directory und Palette voller Monitore. Neue Kolleg*innen gab es auch (Monatsanfang!), die alle einen erfreulich angenehmen Eindruck machten.

Noch aber lebe ich innerlich im Zwischenreich zwischen Urlaub und Arbeit und deshalb folgen einige Urlaubsnachträge. Zum Beispiel Fotos:

Blick vom Sacro Monte auf Domodossola und beginnende Alpen



Auf dem Sacro Monte. (Wo wir passend zum Heiligen Berg nicht nur Eidechsen sondern auch eine Gottesanbeterin trafen):


In der Stadt


Gestrige Reiselektüre war Oliver Dirr: "Walfahrt" (ein Geburtstagsgeschenk). In seinem informativen und in begeisterndem Staunen vorgetragenen Ton ein ideales Reisebuch. Um ein wirklich großes Buch zu werden, hätte ich mir mehr Anforderung des Autors an Leser*innen und sich selber gewünscht. Aber nicht jedes Buch muss groß sein. Ich war blendend unterhalten, lernte viel über Orcas, Pottwale und Blauwale; und nebenbei noch über Norwegen, die Azoren, Grönland und Island. 

Sehr erfreulich auch, dass eine Stadt mit 18.000 Einwohnern gleich zwei beeindruckende Buchhandlungen am Leben halten kann. Libreria Grossi direkt am Marktplatz, mit allem was man braucht und ein bisschen mehr, auf den ersten Blick unscheinbar wirkend aber dann kommt noch ein Raum und noch ein Raum und ehe man es sich versieht, hat man eine Stunde dort verbracht. (Vor allem italienisch aber es gibt auch ein Regal mit fremdsprachigen Büchern, u.a. englisch und deutsch). Sowie Wonderland. Sehr viel kleiner, individueller, mit einem besonderen Blick auf phantastische Schönheit. Das Sortiment tendiert Richtung Fantastik/Comic, vor allem aber stehen in Wonderland Bücher, die einfach schön aussehen, sich schön anfassen und zum speziellen Stil des Ladens passen.




 

Montag, 19. April 2021

Linktipp: Buchhandlungs-Portrait Lichtenrader Bücherstube

Ihr kennt das: das Veröffentlichen eines Schwimmbad-Quartetts bringt vieles Erwartetes und auch vieles Unerwartetes mit sich. Da wäre zum Beispiel das wochenlange Verfluchen des eigenen DTP-Programms, weil es einfach nicht so will wie ich. Oder die Entdeckung, dass ein tonnenschweres Paket mit Quartetten aus Gründen bei einem Paketshop in Kreuzberg etwa 8 Kilometer entfernt der eigenen Wohnung gelandet ist.

Aber es gab natürlich auch anderes, weniger anstrengendes. Die ganzen Besuche in Schwimmbädern natürlich. Die verschiedenen Menschen und Journalisten, die ich kennenlernte und ganz besonders all' die Schwimmbadbegeisterten. Nicht zuletzt der Kontakt zu vielen Buchhandlungen. Fragt mich, inzwischen kann ich in ziemlich jedem Berliner Bezirk eine handvoll empfehlenswerter Buchhandlungen nennen.

Zum Beispiel in Lichtenrade, am südlichsten Südzipfel Berlins, die Lichtenrader Bücherstube. Einst vor langer Zeit musste ich am Bahnhof Lichtenrade Zeit totschlagen. Samstag Nachmittag in Lichtenrade ist eher tot als schlagen. Aber die Bücherstube blieb mir in positiver Erinnerung. Selbst nur aus dem Schaufenster sah es nach liebevollem Einzelhandel aus.

Wikipedia kennt keine Bilder der Bücherstube. Aber diese aparte  Sonnenblume mit Hummel in der Berlin-Lichtenrader Bahnhofstraße von Srittau Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 Unported

Leider ist Lichtenrade von meiner Wohnung noch weiter entfernt als der dammiche Kreuzberger Paketshop damals. Und so blieb es mir nur, ab und an ein Quartett in einen Umschlag zu stecken und zu denken: "Schöne Reise, du wirst es gut haben."

Lutz Röhrig war reisefreudiger als ich, und ist zu Öffnungszeiten bis nach Lichtenrade gekommen. Er porträtierte lesenswert die Bücherstube.

Deshalb mein heutiger Linktipp:

 Zeit für Berlin über die Lichtenrader Bücherstübe. 

 

Ansonsten: es wird Frühling. Junge Herren im T-Shirt mit Man-Bun gehen abends um 19 Uhr auf dem Fußweg, nur um eine so dastehende Ampel plötzlich anzubrüllen: "Ey, Bitch. Was willst du, Mann???"