Nach der Wikimania ist vor Hongkong. Oder so. Tatsächlich noch zwei Tage Zeit die Stadt zu sehen, und zumindest der erste war noch Taifunfrei.
Aber überhaupt: eine Millionenmetropole und ich stolpere gleich zweimal über die Schwäbin. Einen Abend stolperte ich aus dem Hotel, einfach mal zwanzig Minuten vage irgendwo hingehen und schauen wo ich lande. Und was passiert: nahe Chungking Mansions betrachte ich Fische/Krebse/Muscheln im Aquarium eines Fastfood-Snacks da stürzt der Hexer auf mich zu. Nächster Tag in der Post, Briefmarken kaufen: wenn treffe ich schon wieder? Dabei hatten wir nicht mal nahe Hotels.
Jetzt aber von der Nordküste (Kowloon) für die zwei Tage an die Nordküste (Hong Kong Island) gewechselt, wo ich am North Point einen schönen Blick auf den Hafen habe. Beziehungsweise auf den Hafen hätte, wenn ich ihn bei all dem Regen sehen könnte.
Jetzt: Blick aus dem Fenster auf viel Regen, viele Wolken und im Hintergrund auf Pearl TV Berichte vom Wetter. Gut, dass es in HK riesige Shoppingmalls gibt, und die fast alle einen Direkteingang zur U-Bahn haben.
Wobei die U-Bahn bzw. MTR-Stationen hier eh wie alles groß sind. Da läuft man gerne mal 20 Minuten von einem Ende zum nächsten. Dafür sind sie vorbildlich ausgeschildert.
Sämtliche vagen Ideen, das echte Hongkong kennenzulernen und zu sehen, habe ich schnell eingestellt. Ohne Kantonesisch-Kenntnisse wird das eh nichts und alles bleibt sehr an der Oberfläche. Außerdem sieht man mir den Fremden eh auf 300 Meter Entfernung an. Dafür sprechen fast alle irgendwie etwas englisch, spannend der Gegensatz zwischen dem sehr eigenen Chinglisch fast aller echten Sprecher und dem sauberen Oxford-Englisch bei offiziellen Durchsagen.
Ich weiß ich wiederhole mich. Aber diese Stadt ist riesig, und hat gewaltige Menschenmassen. Berlin, oh Du mein Dorf. Der Wet Market um die Ecke war als Markt spannend, vom Gemüseangebot her eher nicht. Dafür umso mehr der kleine Fisch/Muschel/Krebs/nochseltsameres-Meeresgetier-Markt beim Fähranleger. Allerlei Getier wuselte durchs Wasser, wie man es aus Bio-Büchern auch nicht eigentümlicher kennt.
Eine Stadt ohne Haustiere auf der Straße. Oder Vögel in der Luft. Aber wo sollen die auch hin?
Dank squally Rainshowers war gestern Indoor-Tag mit Mallbesichtigungen. Wer eine gute englische Buchhandlung sucht: Page One im 9. Stockwerk am Times Square, Causeway Bay. Wobei es gewöhnungsbedürftig ist, dass Kaufhäuser 14 Etagen haben. Oder dass an jedem Stand drei Verkäufer warten und einen bedienen wollen.
Die vagen Überlegungen ein neues Smartphone anzuschaffen, scheiterten an dem Punkt, als ich nicht wusste, welche Geräte was taugen. Oder was ein normaler Preis in Deutschland wäre. Habe beschlossen, dass ich anscheinend kein dringendes Bedürfnis nach einem neuen Smartphone habe.
Im Gegensatz zu den Ankündigungen laufen die Hongkonger gar nicht so schnell durch die Stadt. Aber sie hören nie auf mit dem laufen. Bei vielen Menschen auf engen Gehwegen ist es quasi unmöglich anzuhalten, ohne im Weg zu stehen. (Und Bänke gibts ja auch nicht). Kein Wunder, dass Fußmassagen anscheinend ein Hauptgewerbezweig in der Stadt sind.
Ich habe fliegende Fische gesehen. Beziehungsweise ehrlicherweise: springende Fische. Dafür gleich einen großen Schwarm direkt neben dem Boot.
Es ist möglich mit einem Stapel unaufgeschnittenen Durians und zehn Packungen aufgeschnitte-Durian-unter-Folie einen gesamten großen Supermarkt vollzustinken.
Habe beschlossen, keine Tiere zu essen, deren englischen Namen ich noch nie gehört habe.
Heimflug ist bereits um 4 Stunden auf 3:15 nachts verschoben. Das wird ein sehr langer Tag.
Mittwoch, 14. August 2013
Utor
Hongkong gibt sich ja Mühe, in Erinerung zu bleiben. Der Taifun Utor zieht gerade in 270 Kilometern an Hongkong vorbei. Soweit man was sieht, sieht es draußen nach Weltuntergang aus. Die Busse und Taxe sind um neun Uhr morgens noch alle in ihrem nächtlichen Zuhause, und die Hochstraße am Hafen ist nahezu leer. Die Fähren fahren auch nicht mehr.
Seit heute Nacht gilt Sturmwarnstufe 8, das heißt der Flughafen ist mehr oder weniger stillgelegt, "you are advised to stay away from the shoreline" und "Do not stand near windows on the exposed side of your home." Noch hat Utor seinen Stadtnäcsten Punkt ict erreicht (das sollen dann 250 Kilometer nähe werden), aber in ein paar Stunden ist das hoffentlich vorbei.
Seit heute Nacht gilt Sturmwarnstufe 8, das heißt der Flughafen ist mehr oder weniger stillgelegt, "you are advised to stay away from the shoreline" und "Do not stand near windows on the exposed side of your home." Noch hat Utor seinen Stadtnäcsten Punkt ict erreicht (das sollen dann 250 Kilometer nähe werden), aber in ein paar Stunden ist das hoffentlich vorbei.
Montag, 8. Juli 2013
The Zustand of Wikipedia 2013
Im Jahre 2013 fragten die Wikipedianer sich: "Ich habe in dem Artikel XXXXXXXX beim Abschnitt Literatur ganz am Ende von jedem Buch einen Punkt gesetzt. Dann hat ein anderer aber diese Änderung entfernt und geschrieben "nein, da kommen keine Punkte hin". Wie soll ich dann damit umgehen?"
Samstag, 6. Juli 2013
Donnerstag, 4. Juli 2013
Wenn ich mir einen Community-Space aussuchen könnte..
Die Wikipedia-Community macht ja gerade in Community-Spaces. Also Räume vor Ort, an denen man sich mal treffen, und was machen kann. Und falls mich ausversehen jemand fragte wo und wie das wohl aussehen sollte: ich würde die Shaw Library der London School of Economics nehmen. Oder zumindest einen Raum, der so aussieht.
Am allerliebsten natürlich noch mit der LSE-Bibliothek in den Stockwerken drunter, aber ersatzweise täte es auch eine gute Internetanbindung. Leider auch nicht einfach so zugänglich: die Geschichte der Bibliothek. Möglich wäre immerhin:
"sitting in an old scarlet armchair, light seeping in through the tall windows onto the shelves of dusty books"
Ein sehr nettes unfreies Foto.
Und hier gibt es weitere Fotos. Sogar mit Menschen drauf.
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Freitag, 31. Mai 2013
Der HERR macht in Mikromanagemnt
Früher war mehr Gott.
Und der HERR redete mit Mose und sprach: Mache dir zwei Drommeten von getriebenem Silber, daß du sie brauchst, die Gemeinde zu berufen und wenn das Heer aufbrechen soll. ,Wenn man mit beiden schlicht bläst, soll sich zu dir versammeln die ganze Gemeinde vor die Tür der Hütte des Stifts. Wenn man nur mit einer schlicht bläst, so sollen sich zu dir versammeln die Fürsten, die Obersten über die Tausende in Israel. Wenn ihr aber drommetet, so sollen die Lager aufbrechen, die gegen Morgen liegen. Und wenn ihr zum andernmal drommetet, so sollen die Lager aufbrechen, die gegen Mittag liegen. Denn wenn sie reisen sollen, so sollt ihr drommeten. Wenn aber die Gemeinde zu versammeln ist, sollt ihr schlicht blasen und nicht drommeten. (4. Mose 10, 1-7)
Freitag, 17. Mai 2013
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