Das Jacobs Restaurant in Hamburg hatte zwei Sterne und liegt in einem fünf-Sterne-Hotel. Aus Kitchen Impossible lernte ich, dass dort eine großartigsten Saucen Deutschlands gekocht wird. Köche arbeiten in Jacobs Restaurant. Sie machen sich danach selbstständig und übernehmen im Umland von ihren Eltern ein "Sportlerheim " - das Zeitzeugen zu Folge genau so war wie es hieß. Vielleicht essen wir dort zu Weihnachten. Und wenn das Lokal etwa die Mitte zwischen zwei Sternen und Sportlerheim trifft, werden wir sehr zufrieden sein.
Ich traf unseren neuen Kooperations-Azubi; leider ich war zu sehr damit beschäftigt, meine verschiedenen Phasen der Abwesenheit innerlich aufzuarbeiten, um mich mit ihm zu beschäftigen. Aber ich war von ihm sehr angetan.
Die kulinarischen Festspiele setzten sich familienfeierbedingt heute fort; jetzt in der südbadischen Variante: 3-Gang-Mittagsmenü in Feldberg (Gutedelsuppe, Reh-Ragout, „Mini-Kirsch(Torte) im Glas.
Über den Tag verteilt: best of italienische Mitbringsel, best of badische Fleischereien, Gutedeltrauben, Wein und Calvados. Umfangreiche Updates über den Stand in weiterer Familie und Bekanntschaft.
Mein letzter Hallenbadbesuch dieses Jahr fand am 9. März statt und führte mich in die Traglufthalle Seestraße. Errichtet von Paranet, die ich schon alleine deshalb mag, weil sie das Schwimmbadquartett sponserten. Ein großes Zelt, isoliert mit Luft, gespannt über einem Freibad. Es war ein Traum. Diese Fläche, diese Ruhe, dieses Sonnenlicht, welches das ganze Zeltdach leuchten ließ. Es war so schwebend leicht und so unfassbar schön. Ich hätte es genießen können - wäre es nicht der 9. März 2020 gewesen. Mir war innerlich klar, dass dies der letzte Badbesuch für eine lange Zeit werden würde. Es wurden mindestens neun Monate, vermutlich werden es mehr als zwölf werden. Aber es war ein lohnender Besuch, einer der schönsten Hallenbadbesuche aller Zeiten. Dieses Bad ist noch nicht auf Poolhopping.de, wird dort aber landen.
Nymphensee Brieselang. Ein schöner See.
Mein letztes Schwimmen dieses Jahr fand am 18. Oktober statt und führte mich zum Nymphensee in Brieselang. Die Berliner Freibäder hatten schon geschlossen. Luft und Wasser luden nur noch an außergewöhnlich schönen Tagen zum Baden ein. Unserer Sommerplatz, der Kremmener See, wurde dieses Jahr - ganz ohne Pandemie - kompliziert, so dass wir öfters an den Nymphensee auswichen. Der ist nicht ganz so märchenhaft, aber größer, klarer und inzwischen deutlich unkomplizierter. Ein schöner Ort zum Baden. Wir hatten Besuch, wollten noch einmal so tun als wäre es Sommer und fuhren auf zum See. Wir umschwammen nicht mehr die Insel. Aber wir, die letzten beiden Familien, die in der Abendsonne herumtobten und die beiden Enten, verbrachten einen schönen Abend. Dieser See ist noch nicht auf Poolhopping.de, wird dort aber landen.
Schwimmen ist nicht mehr. Hallenbäder sind geschlossen, und selbst wenn sie offen sind, als geschlossener Raum mit vielen Menschen, schwierig. Freibäder sind bis in ein paar Monaten geschlossen. Um Kaltwassersee zu schwimmen, muss man regelmäßig hin und langsam die Abkühlung mitmachen. Das habe ich verpasst, und in Berlin ist der nächste See ehrlich gesagt auch zu weit weg, um wirklich zuverlässig hinzufahren.
No swim until April, I guess.
Da kann ich wenigstens über das Schwimmen und die Bäder schreiben. Und ihr vielleicht auch. Die Schwimmbäder ziehen auf ein anderes Blog um: Poolhopping.de
Können wir bitte die Gelegenheit nutzen, den Profifußball loszuwerden? Ich weiß, es ist nicht das vordringlichste aller Probleme, aber die Gelegenheit ist günstig. Und ein wenig Hoffnung am Ende des Tunnels muss ja bleiben. Wenigstens in einer Hinsicht sollte die Welt nach Corona besser sein als die Welt vor Corona. Die Umstände legen den Profifußball in seiner ganzen abgehobenen Arroganz und Weltabgewandtheit wie er ist. Die Gelegenheit ist günstig.
Das ist nur ein Rant am Rande. Es ist Zeit für Frohe Ostern. Der Freitag der Einkehr, der Sonntag des Feierns. Ich wünsche auch Boeuf Bourgignon, Ginger Chicken und Tarte Tatin. Ich wünsche Frische Luft, liebevolle Anverwandte und die Erkenntnis, dass persönliche Nähe auch aus der Ferne funktioniert.
Wie ich Tage lang einer eingebetteten Schrift in einem PDF nachjagte. Und entdeckte, dass die Lösung in Scribus liegt. Nachzulesen auf Fahrrad-Datenautobahn: Type3 Schrift Scribus in PDF.
Bild: Finnish anti-vegetation task force on a Baltic sea island. These sheep, owned by the government of Finland, keep the meadows from turning to thickets. By Hansenit [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons
"Troll" im Internet ist ja zur Zeit irgendwie alles: von Menschen, die ein bisschen eine andere Meinung haben, bis hin zu sadistischen Arschlöchern und ab und an erwischt man tatsächlich einen klassischen Troll.
Ausgerechnet HuffPost
hat es geschafft, einen Post zu veröffentlichen, der jetzt auch nicht totoriginell ist, aber zumindest die Grunddifferenzierung zwischen "Mensch mit inhaltlichen Punkt", "Troll" und "sadistisches Arschloch" hinbekommt.
Voila: "First, determine if the person is disagreeing, attacking, or simply baiting" im Post 50 Shades of Trolls.