Abgründe tun sich auf! Abgründe!
Interkulturelle Verständigungsprobleme. Madame Poupou kennt Achim Reichel nicht!. Und Knut Kiesewetter kennt sie auch nicht. Nun ist Madame Poupou zwar südbadisch sozialisiert, sollte aber lange genug in Hamburg gelebt haben, um derartige Bildungslücken zu schließen. Aber nein!
Normalerweise hängt unsere Nord-Süd-Differenz ja an solchen Fragen, wie ob das Gerät nun Harke (natürlich) oder Rechen (natürlich nicht) heißt, auf welcher Silbe Büro betont wird, und ob es sich um ein Fahrrad oder um ein Velo handelt. Aber nun: Knut Kiesewetter! Achim Reichel! Unbekannt.
Ich würde nicht sagen: Helden meiner Kindheit. Aber doch beides dauernde Begleiter, die einfach zur selbstverständlichen Matrix des Lebens gehören, so wie der Coop an der Ecke, die Tatsache, dass die Straßenbahn grün ist, oder dass man zur Zeugnisvergabe beim Chinesen essen geht. Alles, ähnlich wie Kiesewetter und Reichen halb in der Vergangenheit versunken.
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Mittwoch, 4. Januar 2017
Dienstag, 6. Oktober 2015
Ramos Gin Fizz - für die Enzyklopädie
Das erste mal in der Geschichte der Menschheit trafen sich Wikipedia-interessierte Menschen, um gemeinsam und im Austausch die Cocktail-Artikel in der Online-Enzyklopädie zu verbessern. Erkenntnisse. des Tages: viele neue Teilnehmer; die Cocktail--Interessierten waren unfassbar freundlich; echte Nerds lassen sich auch von einem Raum voller frei-Alkoholika nicht von der Tätigkeit abhalten; ein guter Cocktail ist schon was besonderes.
Was mich an der Wikipedia fasziniert, ist die unglaubliche Vielfältigkeit der Themen und Perspektiven. Was ich sehr schätze, ist, dass dort jedes Thema vom Pizzakarton bis zur UNO-Vollversammlung ernst genommen wird. Die Wikipedia hat den Anspruch hat über alles fair, ausgewogen und mit Hintergrund zu informieren. Dazu gehören auch Nischenthemen wie Cocktails: (fast) jeder trinkt sie, aber die wenigsten kommen über gesundes oder auch seltsames Halbwissen hinaus. Um so dankbarer bin ich dem Benutzer:Mangomix, der sich seit Jahren den Cocktailartikeln annimmt, und versucht diese auf ein lesbares Niveau zu heben. Artikel wie beispielsweise der Old Fashioned sind Mangomix mittlerweile großes Kino. Er schreibt aber nicht nur selbst, sondern hat im Laufe der Zeit ein Projekt in der Wikipedia zu diesem Thema gegründet, dessen erstes Treffen Ende September in Hamburg stattfand: sich über Cocktails austauschen, Cocktails so fotografieren wie sie aussehen sollen und potenziellen Neuautoren Wikipedia vermitteln. Klang spannend, sinnvoll und lecker: also nichts wie hin.

Royal Bermuda Yacht Club Bild: Ralf Roletschek [FAL], via Wikimedia Commons
Also abends nach der Arbeit in den Zug gefallen und nach Hamburg gefahren. Die Ankunft in der Stadt war irritierend: auf dem Fußweg vom Hauptbahnhof zum Wikipedia-Kontor-Hamburg sind mir mehrfach betrunkene Menschen in Dirndl und/oder Lederhosen entgegengekommen - liebe Bayern, ihr wisst dass der Rest der Menschheit bald nur noch an Saufen denkt, wenn er eine Lederhose sieht?
Cocktails in der Wikipedia
Was mich an der Wikipedia fasziniert, ist die unglaubliche Vielfältigkeit der Themen und Perspektiven. Was ich sehr schätze, ist, dass dort jedes Thema vom Pizzakarton bis zur UNO-Vollversammlung ernst genommen wird. Die Wikipedia hat den Anspruch hat über alles fair, ausgewogen und mit Hintergrund zu informieren. Dazu gehören auch Nischenthemen wie Cocktails: (fast) jeder trinkt sie, aber die wenigsten kommen über gesundes oder auch seltsames Halbwissen hinaus. Um so dankbarer bin ich dem Benutzer:Mangomix, der sich seit Jahren den Cocktailartikeln annimmt, und versucht diese auf ein lesbares Niveau zu heben. Artikel wie beispielsweise der Old Fashioned sind Mangomix mittlerweile großes Kino. Er schreibt aber nicht nur selbst, sondern hat im Laufe der Zeit ein Projekt in der Wikipedia zu diesem Thema gegründet, dessen erstes Treffen Ende September in Hamburg stattfand: sich über Cocktails austauschen, Cocktails so fotografieren wie sie aussehen sollen und potenziellen Neuautoren Wikipedia vermitteln. Klang spannend, sinnvoll und lecker: also nichts wie hin.
Bildrechte und Tequila
Royal Bermuda Yacht Club Bild: Ralf Roletschek [FAL], via Wikimedia Commons
Also abends nach der Arbeit in den Zug gefallen und nach Hamburg gefahren. Die Ankunft in der Stadt war irritierend: auf dem Fußweg vom Hauptbahnhof zum Wikipedia-Kontor-Hamburg sind mir mehrfach betrunkene Menschen in Dirndl und/oder Lederhosen entgegengekommen - liebe Bayern, ihr wisst dass der Rest der Menschheit bald nur noch an Saufen denkt, wenn er eine Lederhose sieht?
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Sonntag, 27. September 2015
Hamburg, Nacht, Oktober
Polizeieinsatz am Hauptbahnhof
Dirndl, Lederhosen
ein einsamer Punk
Menschenleere U-Bahnhöfe
zwei Mädchen arm in arm
ein Mädchen kotzt
Dirndl, Lederhosen
ein einsamer Punk
Menschenleere U-Bahnhöfe
zwei Mädchen arm in arm
ein Mädchen kotzt
Samstag, 17. Dezember 2011
Stürmt die Bibliotheken!
Altona, eine semi-urige Kneipe direkt am Elbhang. Im Hintergrund blinkende Lichter und Kräne des Containerhafens. Vor uns Apfelschorle und Bier. Regen peitscht an die Scheiben, das Klavier wartet auf den Walzer zur späteren Stunde. Zwei Wikipedianer unterhalten sich:
Wobei ich den Eindruck habe, dass viele Leute dies noch nicht mitbekommen haben. Leute, stürmt die Bibliotheken und lasst andere Menschen dafür bezahlen. Ich kann mir tatsächlich kaum effizienter eingesetztes Geld vorstellen.
Soviel dazu.
Das Gespräch fand am Rande des Hamburger Wikipedia-Stammtisches statt, der - zumindest da, wo ich saß, sehr unverschwörerisch war. Neben den Bibliotheken ging es um Hamburger Siele, Hochwasser in Sankt Pauli, Halligen, Inkunabeln, singende Wirte, trockenen Zander und saftigere Scholle, darüber ob man seine Toilette für Wikimedia-Fotos aufschneiden sollte, natürlich die leidige Lizenz-Debatte, warum die Hafencity keine Hochbahn bekommt, den Berliner Stammtisch, Anstandswauwaus auf Stammtischen, Freimaurer, Glücksrotweinkäufe, schimmelnde Buchrücken, und halt das worüber Wikipedianer so reden. Wie immer nett, wie immer schön. Auch wenn es eine Frechheit ist, dass Mitglieder des Hamburger Stammtisch, *fußaufstampf* den ich mitgegründet habe *fußaufstampf* ganz überrascht sind, dass ich nicht schon immer in Berlin bin. Ahnungslose Frischlinge!

* sp: "Mein Ziel ist es ja, dass möglichst viel Geld direkt den Leuten zugute kommt, die die Inhalte erstellen. Mir ist nur noch nicht vollkommen klar, wie das am geschicktesten geht."
* nn: "Warum zum Beispiel finanziert Wikimedia nicht allen Leuten - die meinetwegen eine bestimmte Zahl an Edits haben - die Bibliotheksgebühren. Und bloß keine große Bürokratie. Wikipedianer werden die Bücher doch auf jeden Fall für Wikipedia-Artikel nutzen.
* sp: Macht Wikimedia doch neuerdings. Genau so.
* nn: Ach, ich weiß wieder von nichts.
Wobei ich den Eindruck habe, dass viele Leute dies noch nicht mitbekommen haben. Leute, stürmt die Bibliotheken und lasst andere Menschen dafür bezahlen. Ich kann mir tatsächlich kaum effizienter eingesetztes Geld vorstellen.
Soviel dazu.
Das Gespräch fand am Rande des Hamburger Wikipedia-Stammtisches statt, der - zumindest da, wo ich saß, sehr unverschwörerisch war. Neben den Bibliotheken ging es um Hamburger Siele, Hochwasser in Sankt Pauli, Halligen, Inkunabeln, singende Wirte, trockenen Zander und saftigere Scholle, darüber ob man seine Toilette für Wikimedia-Fotos aufschneiden sollte, natürlich die leidige Lizenz-Debatte, warum die Hafencity keine Hochbahn bekommt, den Berliner Stammtisch, Anstandswauwaus auf Stammtischen, Freimaurer, Glücksrotweinkäufe, schimmelnde Buchrücken, und halt das worüber Wikipedianer so reden. Wie immer nett, wie immer schön. Auch wenn es eine Frechheit ist, dass Mitglieder des Hamburger Stammtisch, *fußaufstampf* den ich mitgegründet habe *fußaufstampf* ganz überrascht sind, dass ich nicht schon immer in Berlin bin. Ahnungslose Frischlinge!
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