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Montag, 10. Mai 2021

In Hongkong beeindruckte mich ein Baum

Als mir 2013 die Wikimania vergönnte, nach Hongkong zu reisen, beeindruckte mich alles: Die Häuser, die Dichte, die friedliche Atmosphäre auf den Straßen, die Hochhäuser, der Taifun. Sechs Tage Mindflash. 

Aber besonders beeindruckten mich die einzelnen Bäume. Sie standen in den reichen Vierteln. Sie waren umgeben von Luxushochhäusern, viele Dutzend Stockwerke hoch, Einkauszenten. Selten ein ebenerdiger Parkplatz, bei dem Tagesgebühr einer Berliner Monatsmiete entsprach. Und in der Mitte: ein Baum. Einer - und ich dachte: "Welch absurder Luxus, in dieser Gegend, in der die Quadratmeter mit Diamantstaub gemessen werden, einen ganzen Baum zu stehen zu lassen. Was für ein Baum, welch Ausschweifung."

Hongkong 2013, Taifun Utor im Anmarsch.

 

Ähnlich beeindruckend waren die Restaurants, die mich - sofern sie nicht-extrem-touristisch waren - komplett überforderten. Oder der Wet Market am Fähranleger, an dem ich Tiere für das Abendessen kaufen konnte, deren Existenz ich nie erahnt hätte. An Schildkröten erinnere ich mich nicht. Aber sie hätten mich nicht gewundert. Die Geschichte der Schildkröte als Nahrungsmittel ist lang. Ich bloggte nebenan darüber: Drei Varianten der Schildkrötensuppe.

Mittwoch, 14. August 2013

Hongkong Day 1

Nach der Wikimania ist vor Hongkong. Oder so. Tatsächlich noch zwei Tage Zeit die Stadt zu sehen, und zumindest der erste war noch Taifunfrei.

Aber überhaupt: eine Millionenmetropole und ich stolpere gleich zweimal über die Schwäbin. Einen Abend stolperte ich aus dem Hotel, einfach mal zwanzig Minuten vage irgendwo hingehen und schauen wo ich lande. Und was passiert: nahe Chungking Mansions betrachte ich Fische/Krebse/Muscheln im Aquarium eines Fastfood-Snacks da stürzt der Hexer auf mich zu. Nächster Tag in der Post, Briefmarken kaufen: wenn treffe ich schon wieder? Dabei hatten wir nicht mal nahe Hotels.

Jetzt aber von der Nordküste (Kowloon) für die zwei Tage an die Nordküste (Hong Kong Island) gewechselt, wo ich am North Point einen schönen Blick auf den Hafen habe. Beziehungsweise auf den Hafen hätte, wenn ich ihn bei all dem Regen sehen könnte.

Jetzt: Blick aus dem Fenster auf viel Regen, viele Wolken und im Hintergrund auf Pearl TV Berichte vom Wetter. Gut, dass es in HK riesige Shoppingmalls gibt, und die fast alle einen Direkteingang zur U-Bahn haben.

Wobei die U-Bahn bzw. MTR-Stationen hier eh wie alles groß sind. Da läuft man gerne mal 20 Minuten von einem Ende zum nächsten. Dafür sind sie vorbildlich ausgeschildert.

Sämtliche vagen Ideen, das echte Hongkong kennenzulernen und zu sehen, habe ich schnell eingestellt. Ohne Kantonesisch-Kenntnisse wird das eh nichts und alles bleibt sehr an der Oberfläche. Außerdem sieht man mir den Fremden eh auf 300 Meter Entfernung an. Dafür sprechen fast alle irgendwie etwas englisch, spannend der Gegensatz zwischen dem sehr eigenen Chinglisch fast aller echten Sprecher und dem sauberen Oxford-Englisch bei offiziellen Durchsagen.

Ich weiß ich wiederhole mich. Aber diese Stadt ist riesig, und hat gewaltige Menschenmassen. Berlin, oh Du mein Dorf. Der Wet Market um die Ecke war als Markt spannend, vom Gemüseangebot her eher nicht. Dafür umso mehr der kleine Fisch/Muschel/Krebs/nochseltsameres-Meeresgetier-Markt beim Fähranleger. Allerlei Getier wuselte durchs Wasser, wie man es aus Bio-Büchern auch nicht eigentümlicher kennt.

Eine Stadt ohne Haustiere auf der Straße. Oder Vögel in der Luft. Aber wo sollen die auch hin?

Dank squally Rainshowers war gestern Indoor-Tag mit Mallbesichtigungen. Wer eine gute englische Buchhandlung sucht: Page One im 9. Stockwerk am Times Square, Causeway Bay. Wobei es gewöhnungsbedürftig ist, dass Kaufhäuser 14 Etagen haben. Oder dass an jedem Stand drei Verkäufer warten und einen bedienen wollen.

Die vagen Überlegungen ein neues Smartphone anzuschaffen, scheiterten an dem Punkt, als ich nicht wusste, welche Geräte was taugen. Oder was ein normaler Preis in Deutschland wäre. Habe beschlossen, dass ich anscheinend kein dringendes Bedürfnis nach einem neuen Smartphone habe.

Im Gegensatz zu den Ankündigungen laufen die Hongkonger gar nicht so schnell durch die Stadt. Aber sie hören nie auf mit dem laufen. Bei vielen Menschen auf engen Gehwegen ist es quasi unmöglich anzuhalten, ohne im Weg zu stehen. (Und Bänke gibts ja auch nicht). Kein Wunder, dass Fußmassagen anscheinend ein Hauptgewerbezweig in der Stadt sind.

Ich habe fliegende Fische gesehen. Beziehungsweise ehrlicherweise: springende Fische. Dafür gleich einen großen Schwarm direkt neben dem Boot.

Es ist möglich mit einem Stapel unaufgeschnittenen Durians und zehn Packungen aufgeschnitte-Durian-unter-Folie einen gesamten großen Supermarkt vollzustinken.

Habe beschlossen, keine Tiere zu essen, deren englischen Namen ich noch nie gehört habe.

Heimflug ist bereits um 4 Stunden auf 3:15 nachts verschoben. Das wird ein sehr langer Tag.  

Utor

Hongkong gibt sich ja Mühe, in Erinerung zu bleiben. Der Taifun Utor zieht gerade in 270 Kilometern an Hongkong vorbei. Soweit man was sieht, sieht es draußen nach Weltuntergang aus. Die Busse und Taxe sind um neun Uhr morgens noch alle in ihrem nächtlichen Zuhause, und die Hochstraße am Hafen ist nahezu leer. Die Fähren fahren auch nicht mehr.

Seit heute Nacht gilt Sturmwarnstufe 8, das heißt der Flughafen ist mehr oder weniger stillgelegt, "you are advised to stay away from the shoreline" und "Do not stand near windows on the exposed side of your home." Noch hat Utor seinen Stadtnäcsten Punkt ict erreicht (das sollen dann 250 Kilometer nähe werden), aber in ein paar Stunden ist das hoffentlich vorbei.

Dienstag, 22. Januar 2013

Bezahlte China-Reisen für Wikipedianer

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Wikimania 2013 findet in Hongkong statt. Das ist weit weg, Flugtickets sind teuer. Deshalb wird es wie jedes Jahr Stipendien von Wikimedia geben. 

Stipendienbewerbungen sind ab 22. Januar möglich, der Bewerbungsschluß ist der 22. Februar.

In Frage kommen: "Any active contributor to a Wikimedia project and/or Wikimedia volunteer in any other capacity, from anywhere in the world,"

Getting into the mood and the swing of things for the evening... (8133964059)
Hauptkriterien sind laut Formular Aktivität in Wikimedia-Projekten (50%) und Interesse für Wikimedia/Wikimania. Es hilft vermutlich auch, wenn man vage einen Grund angeben kann, was man dann in Hongkong eigentlich will.  Fortgeschrittene könnten noch dazu sagen, warum dass die Leute in Hongkong nicht selber können.

WMDE macht auch irgendwas. Zumindest habe ich in der Geschäftsstelle aus den Ohrwinkeln heraus, öfters mal das Wort "Wikimania" gehört. Nachragen für Detailinfos würde ich mal auf Verdacht an das Team Communitys wenden. Oder an die Stabsstelle Internationales.