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Sonntag, 18. März 2018

Uri Buri in Akko, heute in Kitchen Impossible

Akko, eine Stadt in der Bucht von Haifa. Unser Blick fällt im Herbst 2017 auf ihren Hafen am östlichen Mittelmeer. Ein junger bärtiger Mann mit Stirnband stellte uns gerade einen Heringssalat vor die Nase. Madame fragt „War Kitchen Impossible schon hier?“. Ich „Nein, aber sie sollten hier drehen.“ Manchmal schon hielten wir uns in Restaurants auf, von denen wir dachten, sie wären eine geeignete Location für die Fernsehsendung. Dies war das einzige Mal, das wir uns wirklich wunderten, warum sie hier noch nicht drehten.

Am Ende des Roten Pfeils liegt Uri Buri,


Kein halbes Jahr später hat uns die Fernsehsendung erhört. Die Kitchen-Impossible-Folge vom 18. März wird in Akko spielen – und in Akko kann es nur ein Restaurant geben: Uri Buri.


Blick auf den Hafen.


Kitchen Impossible


Kitchen Impossible ist – neben the Great British Menu – die beste Kochsendung der Welt.

Freitag, 9. Februar 2018

Schwimmen Israel: Akko, Argaman Beach

Herbst in Israel. Wir chillen bei entspannten 26 Grad Lufttemperatur. Die Wassertemperatur liegt in ähnlichen Bereichen. Die Israelis baden nicht mehr. Denn es ist ja kalt. Nur noch die hartgesottenen kälteunempfindlichen Extremschwimmer halten sich am Strand auf.

Die Strände und ihre Einrichtungen befinden sich in Auflösung. Während in Tel Aviv gerade ganze Strände zwecks Umgestaltung abgetragen werden, sind die Anlagen in Akko noch offen, aber deutlich am Zusammenpacken. Als Mitteleuropäer wirkt manches in Israel unerwartet.

Andererseits: wir befanden uns an einer Traumlage bei bestem Wetter an einem nahezu leeren Mittelmeerstrand. Die Konfrontation mit dem Ungewohnten nehme ich gerne auf mich.



Akko liegt im äußersten Norden Israels. Die Grenze zum Libanon befindet sich in Laufweite. Die Stadt liegt am nördlichen Ende der Bucht von Haifa auf einem Felsvorsprung in diese Bucht hinein.

Felsen und Bucht eignen sich als natürlicher Hafen, so dass Akko seit Jahrtausenden besiedelt ist. Der Argaman Beach selbst ist nach der purpurnen Farbe benannt, den die Kanaaniter einst aus Schnecken gewannen. Eine prägende Blüte erlebte die Stadt mit den Kreuzzügen. Über den Hafen Akkos reisten die christlichen Pilger schon vor den Kreuzzügen ins Land. Die Kreuzritter bauten die Stadt dann zu einer Festungsstadt - der Festungsstadt - aus.

Hier hatte der Ritterorden der Johanniter (jetzt: Malteser) seine große Zeit. Die Festungsanlage von Akko ließ jede europäische Burg der Zeit wirken wie die Schwimmhalle Hohenschönhausen im Vergleich zu den Londoner Olympiaanlagen von 2012.



Kein Wunder, dass die Ritter vom Heiligen Lande in Europa nicht den besten Ruf hatten. Zu einer Zeit, in der die anderen Ritter im Dunkeln auf klammen, zugigen Burgen in Wales saßen und mühsam den Kamin anheizten, saßen die Kreuzfahrer in einer sonnenbeschienenen gigantischen Festung, hatten Zugang zu Seide, Gewürzen und Zucker. Das warme Meer brachte Fische direkt an den Strand.