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Freitag, 6. Juli 2018

Nanas Hannover zu Fuß?

Die Nanas in Hannovers Innenstadt lassen sich zu Fuß erreichen. Aber ist dieser Ausflug sinnvoll?

Kann man die Nanas in Hannovers Innenstadt zu Fuß erreichen? Die Frage wird manchem Besucher der Hannoveraner Altstadt absurd erscheinen: schließlich findet der halbe Flohmarkt der Stadt um die Nanas herum statt. Mir aber stellte sie sich: kannte ich die Nanas doch nur vom  Rücksitz eines fahrenden Autos aus am anderen Ende einer sechsspurigen Straße – im Anderen, geradezu exotisch fremdelnden Teil Hannovers. 

Ein Fluss, die Leine, floss bei den Nanas: Fluss und sechsspurige Straße und irgendwo in der Mitte drei große Skulpturen. Ist es möglich, zu Fuß all‘ diese Hindernisse zu überwinden?

Hinten rechts. Am anderen Ende der Welt. Bild: Leibnizufer Von: AxelHH. Public Domain.


Kann der Besucher vordringen zu diesen Skulpturen, in einer Stadt, die gemeinhin als Paradebeispiel für autogerechtes Baues gilt?


Dienstag, 21. November 2017

Parken Jerusalem möglich?

Parken in Jerusalem ist möglich. Autofahren in Jerusalem ist möglich. Beides ist nicht einmal wirklich schwer. Von den zahlreichen Israel-Mythen, mit denen wir vor unserer Reise konfrontiert waren, erwies sich Mythos von der Unmöglichkeit des Autofahrens in Jerusalem als einer der hartnäckigsten – und falschesten. Mit etwas Planung lässt es sich in dieser Stadt problemlos Parken und Fahren.

Bei allen unseren Erkundigungen, die wir vorher einholten, erfuhren wir dasselbe: "Gebt den Mietwagen bloß ab!", "Seid nicht wahnsinnig und fahrt mit dem Auto in die Stadt.", "Niemand parkt freiwillig in Jerusalem" und ähnliches. Einzig unser Hotel sah das etwas anders, aber dazu später. Generell waren sich alle einig, dass es weder sinnvoll noch möglich ist, mit dem Auto nach Jerusalem zu fahren. Da die Alternativen allerdings waren, entweder einen knappen Tag durch komplexes Mietwagen hin- und hertauschen zu verlieren oder aber saftige Aufschläge zu bezahlen, weil wir das Auto an anderen Orten zurückgeben als abholen, probierten wir es einfach aus.

Autofahren


Neben dem Mythos „In Jerusalem kann man gar nicht parken“, hielt sich ein anderer Mythos auch hartnäckig „Fahren in Israel ist total chaotisch.“ Ich verstehe, wie Deutsche zu dieser Auffassung kommen: Autofahren in Israel ist anders als Autofahren in Deutschland.

Madame beschrieb es schöner als ich „Nicht aggressiv. Aber manchmal überraschend.“ Ich würde sagen: „Gefahren wird dort, wo Platz ist“. Nicht unbedingt derjenige fährt, der Vorfahrt hat, sondern derjenige, der zuerst in der Lücke ist. Die Lücken, in die man stößt, sind kleiner, die Fahrmanöver auf den ersten Blick waghalsiger. Das ist gewöhnungsbedürftig. Aber – und hier folgt ein großes Aber – nach einiger Zeit mir persönlich sympathischer.

Unser Isra-Mobil. Hier nicht in Jerusalem.

Denn der israelische Fahrstil ist nicht aggressiv. Wer zuerst fährt, der wird fahren gelassen. Die anderen bremsen, weichen aus, machen Platz. In Situationen, in denen ich in Deutschland nie fahren würde – weil ich Angst hätte, dass mir ein Anderer einfach aus Prinzip in die Tür fährt – fuhr ich in Israel vollkommen problemlos. Weniger fahren nach sturer Vorgabe und mehr fahren mit Mitdenken. Fahren mit aufeinander achten. Insgesamt schien mir das flüssiger. Vor allem wirkte es weniger aggressiv als in Deutschland.

Mittwoch, 26. September 2012

Mal ernstlich Berliner Feierabendverkehr,

...von einem Randale-Smart überfahren. Das wäre kein poetisches Ende gewesen.

Pro-Tipp: nicht beim Ausweichen aus voller Fahrt mit dem Knie auf dem Asphalt landen. Das tut ausgesprochen unangenehm weh.


KnieNachFahrradsturz 0364
dies ist nur ein metaphorisches knie. nicht meines.


Donnerstag, 21. Oktober 2010

Liebe Kinderfahrrad-im-Kofferraum-transportier-Fahrer,

wenn Ihr mit Eurem Mittelklassekombi so eng auf die Fahrradspur zieht, dass ich bei der Zwangsvollbremsung fast über den Lenker fliege, dann setzt das ein wirklich unschönes Beispiel.

Samstag, 2. Oktober 2010

Ein paar lose Gedanken zu Stuttgart 21. Nur bedingt dagegen.

- Kopfbahnhöfe sind per se cooler als andere Bahnhöfe.

- Meine Empathie für 300 zu fällende Bäume in der Stuttgarter Innenstadt beträgt ziemlich genau ein Hundertstel meiner Empathie, die ich für die etwa 30 000 Bäume bei Itzehoe empfinde, die gerade dem Ausbau der A 23 zum Opfer fallen.

- Wenn Menschen im Jahre 2010 tatsächlich geschockt sind, dass die Polizei im Zweifel auch Schlagstöcke und Tränengas gegen Schüler und mäßig Beteiligte einsetzt, bin ich geschockt. Wo wart ihr die letzten Jahre?

- Die Polizei BaWü hat offensichtlich wenig Demoerfahrung. Berlin oder Hamburg oder andere hätten besser aufgepasst, wo Kameras stehen und wo nicht.

- Bahnhöfe sind primär Funktionsgebäude keine Denkmäler. Funktionalität siegt über Coolness, S21 ist funktionaler als die jetzige Lösung.

- Die durch das Volk vorangetriebene Musealisierung Deutschlands entsetzt mich.

- Für dasselbe Geld, dass in Stuttgart ein paar Minuten Fahrzeit gewinnt, hätte man auf den Regionalstrecken vermutlich viele Stunden gewonnen.

- Die Landesregierung BaWü betreibt keine politische Strategie, sondern fährt eine eher peinliche und verzweifelt wirkende Bunkerstrategie.

- Es gibt so unendlich viel, dass Großdemos viel mehr verdient hätte als die Stuttgarter Innenstadt.

- Gewalt ist (leider) eine (politische) Lösung; aber nur wenn man klar stärker ist. Das ist hier auf beiden Seiten nicht der Fall.

- Gäbe es S21 schon, wäre die Welt besser dran, der Bau verschlechtert sie aber