Sinnsuchung an sich, kann man ja gerne mal betreiben. Auch tief kontemplieren, der Sache auf den Grund gehen und so ein paar natürlich scheinenden Strukturen im Leben hinterfragen. Aber so im Einkaufszentrum zwischen Uhrenbatteriewechsel, Zahnpastakauf und Buchladennichtkauf?
Ich frage mich da ja immer eher: wo kriege ich noch ein neues Bücherregal unter? Was unterscheidet sich Zahnweißzahnpasta von anderer? Weniger: was ist der Sinn des Lebens? Gäbe es nun ein Ladengeschäft, in das man kurz reingehen kann, und so die brennenden Fragen des täglichen Lebens stellen kann - ich wär dabei.

Was mache ich wenn mein Pudel schlecht erzogen ist?
In Zeiten des Internets dürfte das auch gehen. Man stelle zwei Freiwillige da rein (Crowd-Social-bla begeisterte halt), die nicht ganz auf den Kopf gefallen sind, geben ihnen einen Internetanschluss, ein kleines Bücherregal, und einen Würfel für die Liebt-er-Mich-Fragen, und vielen Fragen des Lebens dürfte abgeholfen werden. Halt Wikipedia zum reingehen in tatsächlich lebenstauglich.
Wenn man dann noch das Wikipedia-Logo draufsetzt, vielleicht ein paar Kaffee verkauft, und dann eine Spendenkasse aufstellt, sollte sich das für alle rechnen. Das Einkaufszentrum hat einen pressetauglichen Publikumsbringer, Wikipedia hat man wieder allen Menschen geholfen, und ich weiß, wo ich mein Bücherregal hinquetsche.