Freitag, 29. Juli 2016

Große Holzbiene

Ist es eine Hummel? Nein, zu groß. Eine Drohne? Nein, brummt zu laut. Eine Hornisse? Nein, zu blau. Ist es Superman? Nein, zu sehr Insekt.

Es war blau, groß und brummte: Eine große Holzbiene schwirrte um die Wicken. Wobei schwirren deutlich zu schnell und zu hektisch dafür klingt, was das blau-schwarz-glänzende Insekt mit dem possierlichen Pollenkragen veranstaltete. Sie flog gemählich aber zielsicher von der einen Blüte zur nächsten.



Wobei wir beide das Tier nicht erkannten, sondern erst die Hilfe durch den ebenso praktischen wie handlichen Kosmos-Naturführer zur Hilfe nehmen mussten, um sie als Xylocopa violacea zu identifizieren. Was dann wieder die nächste Frage aufwarf: ein Tierchen, dass deutlich größer als eine Hummel ist und dazu noch metallisch glänzt und wir hatten es noch nie bewusst gesehen? Wie kann das sein?


Dienstag, 26. Juli 2016

Schwimmbäder nah und fern: Spaggia, Lagna, Piemont

Schwimmbäder sind schön. Eine deutsche Errungenschaft besteht darin, das Land flächendeckend mit Schwimmbädern überzogen zu haben. Schwimmnbäder sind ein Ort für Alle, ein Ort für Bewegung, Spiel und Überraschungen. Schwimmbäder geben einen guten Einblick, wie Menschen sinnvoll ihre Freizeit verbringen. Als Liebhaber von Schwimmbädern werde ich dieses Blog nutzen, um einen Überblick über große und kleine Schwimmbäder zu geben: Becken, Menschen, Duschen, Kaffee und sonstige Annehmlichkeiten. Derzeit ist die Reihe im Ferienmodus und schwimmt sich am Lago d'Orta entlang. Nach dem 
* Strand des Croce Bianca in Omegna
* und dem offiziellen Badestrand Omegna
geht es jetzt einmal um den See an dessen Südspitze. Lagna ist ein bezauberndes kleines Örtchen im Süden des Sees und hat natürlich auch eine Spaggia.

Lagna ist definitiv kein Ort, der sich auf den Tourismus spezielisiert hat. Allein zum Strand zu gelangen, war gar nicht so einfach.






Wir sind auf dem Schiff der Navigazione di Orta und versuchen eine Fahrkarte nach Lagna zu lösen.

- „Da gibt es nichts“, weiß der Schiffer.
- Nachfrage: Aber sie fahren schon dorthin mit dem Schiff? 
- Ja, aber da ist nichts.
- Können wir eine Fahrkarte haben?
- Da wollen sie nicht hin.
- Aber es gibt einen netten Strand.
- Das stimmt. Der in Pettenasco ist aber schöner.


Freitag, 22. Juli 2016

Kraniche

Mein erstes Paar Kraniche traf ich im Wohnzimmer von Opa Hamburg. Die handgeschnitzten Tiere hingen dort an der Wand. Natürlich war es auch das Wohnzimmer von Oma Uetersen. Aber da Opa die Kraniche geschnitzt hatte, handelte es sich in diesem Kontext um sein Wohnzimmer.

Opa war Kapitän zur See (Nord- und Ostsee) und wenn in den Wintermonaten das Meer schwierig war oder das Schiff im Hafen lag und warten musste, dann waren Holz und Messer schnell zur Hand. Neben den schmalen, eleganten Kranichen im Flug erinnere ich mich auch noch an einen besonders eindrucksvollen Elefanten aus schwarzem Holz. Den Elefant wirkte detailliert und lebensecht, vermutlich nach einem einzigen Tier oder Bild gestaltet. Die Kraniche waren abstrakter, stilisierter, vermutlich nach vielen hundert oder tausenden Kranichen gestaltet, die Opa im Laufe seines Lebens oder dem Schiff sah. Opa konnte auch Zinnsoldaten gießen (auf jeden Fall hatten sie eine rote Jacke) und am allerwichtigsten: Opa konnte Spielzeugautos reparieren!

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Vorletzter Schritt im Falten eins Origami-Kranichs. Bild: Origami'de yapılan Basit Düzey iki yıldızlı zorluk düzeyinde bir kuş uygulaması. Von: Serhat Erdoğan Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic

Meine zweiten Kraniche sind eng mit einem Kasten oder mehreren Kästen Bier verbunden.


Mittwoch, 20. Juli 2016

P wie Pikachu

Pikachu ist ein Pokemon. Nein, Pikachu ist DAS Pokemon. Oder, um es im Wikipedia-deutsch zu sagen:
Das Pikachu (jap. ピカチュウ, Pikachū) ist ein fiktives Wesen und das bekannteste Pokémon aus den gleichnamigen Videospielen der japanischen Spielesoftwarefirma Game Freak, sowie eine Kernfigur im zugehörigen Anime. ..Japanische Forscher des Osaka Bioscience Institute benannten nach dem Pokémon ein neu entdecktes Protein, Pikachurin, welchem eine Rolle beim Bewegungssehen zugeschrieben wird.

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Bild: Ana.b747.pokemon.arp.750pix Von: Adrian Pingstone Lizenz: Public Domain. Warning: One or more elements in this image are protected by copyright Some parts of this file are not fully free but believed to be de minimis for this work. Derivatives of this file which focus more on the non-free element(s) may not qualify as de minimis and may be copyright violations. As a direct consequence it might be needed to review the copyright status if you crop the picture.

Außerdem ist Pikachu sehr gelb, sehr niedlich und vemutlich das einzige Pokémon, das auch viele Nicht-Spieler kennen. Und es hat seit mittlerweile 11 Jahren seinen eigenen Wikipedia-Artikel. Pikachu begann sein deutsches Wikipedialeben am 25. Februar 2005.


Montag, 18. Juli 2016

Schwimmbäder nah und fern: Lido, Omegna, Piemont

Schwimmbäder sind schön. Eine deutsche Errungenschaft besteht darin, das Land flächendeckend mit Schwimmbädern überzogen zu haben. Schwimmnbäder sind ein Ort für Alle, ein Ort für Bewegung, Spiel und Überraschungen. Schwimmbäder geben einen guten Einblick, wie Menschen sinnvoll ihre Freizeit verbringen. Als Liebhaber von Schwimmbädern werde ich dieses Blog nutzen, um einen Überblick über große und kleine Schwimmbäder zu geben: Becken, Menschen, Duschen, Kaffee und sonstige Annehmlichkeiten. Nachdem der letzte Beitrag sich schon dem Lago d'Orta widmete, bleibt die Badestellenbeschreibung am See, umrundet die Nordspitze und landet in Omegnas Ortsteil Bagnella am richtigen Stand des Ortes: der Lido vom Piscina di Omegna.

Über den Ortasee schrieb ich letzte Woche ja schon einiges. Ein klarer, fischreicher Rand-Alpensee mit spannender Geschichte. Nun liegt am See nicht nur die eine beschriebene Badestelle, sondern an sich ist das gesamte Ufer des Sees eine Ansammlung von Badestellen; mal eher privat mal eher öffentlich. In Omegna gibt es diverse Plätze an denen man ans Wasser kann und die sich so im Sommer ganz alleine in öffentliche Badestellen verwandeln. Es existiert aber auch ein Ort, der als DIE Badestelle ausgewiesen ist: Der kommunale Strand direkt am Hallenbad.




Freitag, 15. Juli 2016

"Aber wen, um Himmels willen, interessiert das? Wen geht überhaupt Neuruppin etwas an?"

Die Wanderungen durch die Mark Brandenburg – Theodor Fontanes fünfbändiges Mammutwerk schiebt sich zwangsläufig zwischen Brandenburg und jede Literatur zum Land. Die Wanderungen selbst las ich noch nicht, aber ich las bereits jede Menge Autorinnen und Autoren, die sich auf die Wanderungen beziehen; oder Autorinnen und Autoren, die sich auf Autoren beziehen, die sich auf die Wanderungen beziehen – vom Heimatkundler bis hin zur Hochliteratur. Es gibt keinen längeren Brandenburg-Text, der nicht auf die ein oder andere Weise durch die Wanderungen beeinflusst wäre.

Mi-6 over Neuruppin airbase (East Germany), 1992 (11032163934)
Bild: Mi-6 over Neuruppin airbase (East Germany), 1992 Von: Rob Schleifert. Lizenz: CC-BY-SA 2.0

Die Wanderungen entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Weitgehend unbekannt kam es in der DDR 1967 zum Versuch, die Wanderungen zu aktualisieren, indem lebende Literaten der DDR noch einmal Brandenburg bereisten und eine Neuauflage der Wanderungen herausgaben – natürlich nicht ohne auf die Verbesserungen und Entwicklungen seit den Zeiten Fontanes hinzuweisen. Zwei Autoren machten sich auf den Weg. Gustav Seyppel, damals noch in West-Berlin lebend, später zeitweise in die DDR gezogen, und Franz Fühmann. Seyppel tat wie beauftragt und veröffentlichte Ein Yankee in der Mark, derjenige, der  sein Werk dann nicht schrieb war Franz Fühmann.


Donnerstag, 14. Juli 2016

Wiki Loves Cocktails auf der Wikicon

Wer sich erinnert: Wiki Loves Cocktails war eines der besten Wikipedia-Projekte, das je stattfand.


Sidecar Cocktail

Nun gibt es die Anfrage, das Projekt auf der Wikicon im Herbst in Kornwestheim zu wiederholen. Es scheint noch nicht sicher zu sein - aber damit würden zwei wunderbare Sachen zusammenkommen.

Im Konferenzzentrum gibt es eine Bar, an der am Freitag und Samstag Drinks für die teilnehmenden Wikipedianer gemixt und verkauft werden könnten. Darüber hinaus wäre in einem benachbarten Seminarraum Platz für ein Fotoshooting. 

Iberty bleibt am Ball und hofft auf das Beste.

Mittwoch, 13. Juli 2016

Schwimmbäder nah und fern: "Nostra rivetta", Croce Bianca, Omegna, Provinz Piemont

Schwimmbäder sind schön. Eine deutsche Errungenschaft besteht darin, das Land flächendeckend mit Schwimmbädern überzogen zu haben. Schwimmnbäder sind ein Ort für Alle, ein Ort für Bewegung, Spiel und Überraschungen. Schwimmbäder geben einen guten Einblick, wie Menschen sinnvoll ihre Freizeit verbringen. Als Liebhaber von Schwimmbädern werde ich dieses Blog nutzen, um einen Überblick über große und kleine Schwimmbäder zu geben: Becken, Menschen, Duschen, Kaffee und sonstige Annehmlichkeiten. Heute ein Ausflug zu den Nachbarn: "Nostra Rivetta" vom Hotel Croce Bianca in Omegna, Region Piemont, Italien.

Nach dem Naturbad Riehen gleich eine zweite Badestelle außerhalb der deutschen Grenzen.  Aber handelt es sich hierbei um eine öffentliche Badestelle? Der kleine Strand am Lago d'Orta gehört zum familiengeführten Hotel „Croce Bianca“ in Omegna und steht dessen Gästen offen. Für mich ist das öffentlich. Gegen Geld ist es für jeden öffentlich zugänglich und zu zweit bezahlt man in den Tropical Islands mehr als hier für ein Hotelzimmer und Badestellenzugang.



Omegna selbst ist mit etwas über 10.000 Einwohnern der größte Ort am Lago d'Orta (auch: Ortasee), ein Städtchen am Ausfluss des Lagos in den Nigoglia-Fluss. Der Ortasee ist einer der oberitalienischen Alpenseen (zusammen mit den bekannteren Lago Maggiore, Comer See oder Gardasee) ist aber kleiner als diese und liegt auch etwas höher - so fließt der Nigoglia über diverse Umwege schließlich in den Lago Maggiore. Wie die anderen Seen auch ist der Ortasee rundherum von Bergen umgeben, was ihm ein gemütliches, anheimelndes Gefühl mit gelegentlichen spektakulären Anblicken Richtung Alpen ergibt.

Dienstag, 12. Juli 2016

Iberty-Leserausflug: Strandbad Wannsee?

Bundesarchiv Bild 102-09849, Tanzschule Laban im Strandbad Wannsee

Bild: Die berühmte Laban-Tanzschule trainiert! Nach den modernsten Unterrichstmethoden werden die zukünftigen Tanzstars in der Labanschule ausgebildet. Unsere Bilder zeigen eine Morgenübung der berühmten Tanzschule Laban im Strandbad Wannsee bei Berlin. Eine Szene aus einem ausdrucksvollen Tanz von Schülerinnen Laban-Tanzschule am Strande in Wannsee. Mai 1930. Bundesarchiv, Bild 102-09849 / CC-BY-SA 3.0

Mal kurz in die Runde gefragt: hat jemand Interesse in den nächsten Wochen einen Iberty-Leserausflug ins Strandbad Wannsee zu machen? DAS Berliner Bad überhaupt, Sandstrand Architekturikone und mittlerweile vielen Berlinern aus eigener Anschauung nicht mehr bekannt? Bad besichtigen, Gastronomie testen und natürlich schwimmen und plantschen?

Montag, 11. Juli 2016

Wikimania 2016 - random thoughts

Wikimania! The world Wikipedia conference. Every year in a different place on changing continents, organised by locals but with basically a lot of the same people always attending. A highlight in the Wikipedia year. So much to see and to comprehend. In case you missed it, here is my live twitter feed (and thanks to Sucomo for the support). But what happened there of course lasts longer than just for the moment,

Just to get some thinking going and pin down some notes from Wikimania as long as I still remember. Some random thoughts about Wikimania 2016 in Esino Lario, close to Lake Como, Lomardy, Italy.

1200 Wikipedians in a small village with about 800 inhabitants. Sleeping in every free bed the village had to offer, attending workshops in discussions in a school, the local museum, the local gym and the theater. The Wikimania was down to earth. Literally, as this was outdoors and the environment played a big part in Wikipedia, but also metaphorically. Much less about "we save the world" and "why we are important" and a lot more about "The How". Stuff for daily activities one can work with.

Wikimania 2016 the How 26.06.2016 11-11-31

So just for some random thought before I did more thorough thinking and analysis:


Samstag, 9. Juli 2016

Schwimmbäder nah und fern: Naturbad Riehen, Kanton Basel-Stadt

Schwimmbäder sind schön. Eine deutsche Errungenschaft besteht darin, das Land flächendeckend mit Schwimmbädern überzogen zu haben. Schwimmnbäder sind ein Ort für Alle, ein Ort für Bewegung, Spiel und Überraschungen. Schwimmbäder geben einen guten Einblick, wie Menschen sinnvoll ihre Freizeit verbringen. Als Liebhaber von Schwimmbädern werde ich dieses Blog nutzen, um einen Überblick über große und kleine Schwimmbäder zu geben: Becken, Menschen, Duschen, Kaffee und sonstige Annehmlichkeiten. Heute ein Ausflug zu den Nachbarn: das Naturbad Riehen

Nach dem Hallenbad in Lörrach heute ein zweiter Besuch im Dreiländereck Deutschland-Schweiz-Frankreich. Riehen ist ein Vorort Basels und liegt zwischen Basel und der deutschen Grenze. Wenn ich es richtig verstanden habe, kann mensch vom Schwimmbad aus schon deutsches Staatsgebiet sehen. Das Bad selbst liegt in der Schweiz. Das heutige Naturbad ist Nachfolger eines anderen eher normalen Freibads, das einer deutschen Zollfreistraße (eine Straße die ohne Abzweig durch Schweizer Gebiet
von Deutschland nach Deutschland führt, für den Zoll also als Straße in Deutschland gilt) die durch das alte Freibadgelände führte, zum Opfer fiel.