Samstag, 3. März 2012
Playing Wikipedia - das Lernspiel
Der stets lesenswerte Tom Morris hatte ein paar Gedanken zum Thema Wikipedia und Newbies. Insbesondere kam er auf die gute Idee, doch mal nebenan zu schauen. Es gibt ja viele Onlinespiele, und alle sind darum bemüht, ihre Spieler möglichst erfolgreich ein komplexes Regelwerk zu erklären.
Wer in den letzten Jahren mal ein solches Computerspiel gespielt hat, wird auch gemerkt haben, dass das lernen längst nicht mehr über Regeln, sondern über das spielen selbst geht. Und dass diese Einführungsmissionen gut darin geworden sind, zu motivieren, und Wissen zu vermitteln. Also stellt er die Fragen: wie machen sie das.
Tom Morris: Wikipedia and teaching game rules
Der ganze Text ist lesenswert, ich poste mal nur die Überschriften. Zumal einem schon bei denen in die Augen springt, was Wikipedia zur Zeit alles anders macht:
* Don’t teach too much too soon: If we tell people that before even touching Wikipedia they need to understand N, V, RS, GNG, NPOV, COI, MOS, AfD, MOS, ANI, WTF and all that, they’ll just fuck off back to Facebook.
* Don’t give the answers before the questions: Again, we can spout policies at people, but they don’t understand why we have policies.
* Don’t be a bastard: Yeah, shouldn’t this be obvious? Shouldn’t it be obvious that this should be obvious? Obviously. But obvious point obviously needs obvious reinforcement.
Während wie drei zwar nur ab und an umsetzen, aber immehrin auf der Rechnung haben, scheinen eins und insbesondere zwei noch weitgehend unbeachtet.
*
Wer in den letzten Jahren mal ein solches Computerspiel gespielt hat, wird auch gemerkt haben, dass das lernen längst nicht mehr über Regeln, sondern über das spielen selbst geht. Und dass diese Einführungsmissionen gut darin geworden sind, zu motivieren, und Wissen zu vermitteln. Also stellt er die Fragen: wie machen sie das.
Tom Morris: Wikipedia and teaching game rules
Der ganze Text ist lesenswert, ich poste mal nur die Überschriften. Zumal einem schon bei denen in die Augen springt, was Wikipedia zur Zeit alles anders macht:
* Don’t teach too much too soon: If we tell people that before even touching Wikipedia they need to understand N, V, RS, GNG, NPOV, COI, MOS, AfD, MOS, ANI, WTF and all that, they’ll just fuck off back to Facebook.
* Don’t give the answers before the questions: Again, we can spout policies at people, but they don’t understand why we have policies.
* Don’t be a bastard: Yeah, shouldn’t this be obvious? Shouldn’t it be obvious that this should be obvious? Obviously. But obvious point obviously needs obvious reinforcement.
Während wie drei zwar nur ab und an umsetzen, aber immehrin auf der Rechnung haben, scheinen eins und insbesondere zwei noch weitgehend unbeachtet.
*
Der stets lesenswerte Tom Morris hatte ein paar Gedanken zum Thema Wikipedia und Newbies. Insbesondere kam er auf die gute Idee, doch mal nebenan zu schauen. Es gibt ja viele Onlinespiele, und alle sind darum bemüht, ihre Spieler möglichst erfolgreich ein komplexes Regelwerk zu erklären.
Wer in den letzten Jahren mal ein solches Computerspiel gespielt hat, wird auch gemerkt haben, dass das lernen längst nicht mehr über Regeln, sondern über das spielen selbst geht. Und dass diese Einführungsmissionen gut darin geworden sind, zu motivieren, und Wissen zu vermitteln. Also stellt er die Fragen: wie machen sie das.
Tom Morris: Wikipedia and teaching game rules
Der ganze Text ist lesenswert, ich poste mal nur die Überschriften. Zumal einem schon bei denen in die Augen springt, was Wikipedia zur Zeit alles anders macht:
* Don’t teach too much too soon: If we tell people that before even touching Wikipedia they need to understand N, V, RS, GNG, NPOV, COI, MOS, AfD, MOS, ANI, WTF and all that, they’ll just fuck off back to Facebook.
* Don’t give the answers before the questions: Again, we can spout policies at people, but they don’t understand why we have policies.
* Don’t be a bastard: Yeah, shouldn’t this be obvious? Shouldn’t it be obvious that this should be obvious? Obviously. But obvious point obviously needs obvious reinforcement.
Während wie drei zwar nur ab und an umsetzen, aber immehrin auf der Rechnung haben, scheinen eins und insbesondere zwei noch weitgehend unbeachtet.
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Wer in den letzten Jahren mal ein solches Computerspiel gespielt hat, wird auch gemerkt haben, dass das lernen längst nicht mehr über Regeln, sondern über das spielen selbst geht. Und dass diese Einführungsmissionen gut darin geworden sind, zu motivieren, und Wissen zu vermitteln. Also stellt er die Fragen: wie machen sie das.
Tom Morris: Wikipedia and teaching game rules
Der ganze Text ist lesenswert, ich poste mal nur die Überschriften. Zumal einem schon bei denen in die Augen springt, was Wikipedia zur Zeit alles anders macht:
* Don’t teach too much too soon: If we tell people that before even touching Wikipedia they need to understand N, V, RS, GNG, NPOV, COI, MOS, AfD, MOS, ANI, WTF and all that, they’ll just fuck off back to Facebook.
* Don’t give the answers before the questions: Again, we can spout policies at people, but they don’t understand why we have policies.
* Don’t be a bastard: Yeah, shouldn’t this be obvious? Shouldn’t it be obvious that this should be obvious? Obviously. But obvious point obviously needs obvious reinforcement.
Während wie drei zwar nur ab und an umsetzen, aber immehrin auf der Rechnung haben, scheinen eins und insbesondere zwei noch weitgehend unbeachtet.
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Playing Wikipedia - das Lernspiel
Freitag, 2. März 2012
WMF-Board-Chapter-Kandidaten zum letzten (mit kleinem Wunder)
Das unglaubliche ist geschehen. Alle Kandidaturen sind öffentlich, und die Vorstellungen der Kandidaten auch:
Chapter-selected Board seats/2012/Candidates
Neben den vier Kandidaten, die hier schon im Blog waren, sind es Craig Franklin (Lankiveil), Salmaan Haroon (Theo10011), Raúl Gutiérrez (Gumr51) und Patricio Lorente (Patricio.lorente).
Chapter-selected Board seats/2012/Candidates
Neben den vier Kandidaten, die hier schon im Blog waren, sind es Craig Franklin (Lankiveil), Salmaan Haroon (Theo10011), Raúl Gutiérrez (Gumr51) und Patricio Lorente (Patricio.lorente).
Das unglaubliche ist geschehen. Alle Kandidaturen sind öffentlich, und die Vorstellungen der Kandidaten auch:
Chapter-selected Board seats/2012/Candidates
Neben den vier Kandidaten, die hier schon im Blog waren, sind es Craig Franklin (Lankiveil), Salmaan Haroon (Theo10011), Raúl Gutiérrez (Gumr51) und Patricio Lorente (Patricio.lorente).
Chapter-selected Board seats/2012/Candidates
Neben den vier Kandidaten, die hier schon im Blog waren, sind es Craig Franklin (Lankiveil), Salmaan Haroon (Theo10011), Raúl Gutiérrez (Gumr51) und Patricio Lorente (Patricio.lorente).
WMF-Board-Chapter-Kandidaten zum letzten (mit kleinem Wunder)
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Wikimedia Foundation,
Wikipedia
Penny-Korrekturen
Vor ein paar Tagen war ich beim neuen renovierten Penny, und schrub unter anderem:
"Auch wie das Scheibenreinigerregal zwischen Süßwaren und Ostersüßwaren geriet, verstand ich jetzt so nicht."
Bei der heutigen Nachinspektion sah ich, das stimmt so nicht. Der Scheibenreiniger ist eigentlich Textilerfrischer. Und der rechte Süßigkeitenteil des Regals ist gar nicht der Süßigkeitenteil. Es ist eher der Negerkuss-Waffel-Tee-Mettwurst-Gurken-Teil. Wird wohl noch etwas dauern, bis ich alles wiederfinde.
Und noch ein Wort zum Publikum. Der Teil, der so wirkt, als würde er in Reality-Soaps des deutschen Fernsehens Leben ist immer noch da. Dafür kenne und liebe ich Penny. Neu: die Leute mit Biocompany-Taschen, die anscheinend noch nie im Penny, und noch nie in einem richtigen Supermarkt waren. Sowohl der Flaschenautomat als auch das Förderband an der Kasse überforderte sie heillos.
"Auch wie das Scheibenreinigerregal zwischen Süßwaren und Ostersüßwaren geriet, verstand ich jetzt so nicht."
Bei der heutigen Nachinspektion sah ich, das stimmt so nicht. Der Scheibenreiniger ist eigentlich Textilerfrischer. Und der rechte Süßigkeitenteil des Regals ist gar nicht der Süßigkeitenteil. Es ist eher der Negerkuss-Waffel-Tee-Mettwurst-Gurken-Teil. Wird wohl noch etwas dauern, bis ich alles wiederfinde.
Und noch ein Wort zum Publikum. Der Teil, der so wirkt, als würde er in Reality-Soaps des deutschen Fernsehens Leben ist immer noch da. Dafür kenne und liebe ich Penny. Neu: die Leute mit Biocompany-Taschen, die anscheinend noch nie im Penny, und noch nie in einem richtigen Supermarkt waren. Sowohl der Flaschenautomat als auch das Förderband an der Kasse überforderte sie heillos.
Vor ein paar Tagen war ich beim neuen renovierten Penny, und schrub unter anderem:
"Auch wie das Scheibenreinigerregal zwischen Süßwaren und Ostersüßwaren geriet, verstand ich jetzt so nicht."
Bei der heutigen Nachinspektion sah ich, das stimmt so nicht. Der Scheibenreiniger ist eigentlich Textilerfrischer. Und der rechte Süßigkeitenteil des Regals ist gar nicht der Süßigkeitenteil. Es ist eher der Negerkuss-Waffel-Tee-Mettwurst-Gurken-Teil. Wird wohl noch etwas dauern, bis ich alles wiederfinde.
Und noch ein Wort zum Publikum. Der Teil, der so wirkt, als würde er in Reality-Soaps des deutschen Fernsehens Leben ist immer noch da. Dafür kenne und liebe ich Penny. Neu: die Leute mit Biocompany-Taschen, die anscheinend noch nie im Penny, und noch nie in einem richtigen Supermarkt waren. Sowohl der Flaschenautomat als auch das Förderband an der Kasse überforderte sie heillos.
"Auch wie das Scheibenreinigerregal zwischen Süßwaren und Ostersüßwaren geriet, verstand ich jetzt so nicht."
Bei der heutigen Nachinspektion sah ich, das stimmt so nicht. Der Scheibenreiniger ist eigentlich Textilerfrischer. Und der rechte Süßigkeitenteil des Regals ist gar nicht der Süßigkeitenteil. Es ist eher der Negerkuss-Waffel-Tee-Mettwurst-Gurken-Teil. Wird wohl noch etwas dauern, bis ich alles wiederfinde.
Und noch ein Wort zum Publikum. Der Teil, der so wirkt, als würde er in Reality-Soaps des deutschen Fernsehens Leben ist immer noch da. Dafür kenne und liebe ich Penny. Neu: die Leute mit Biocompany-Taschen, die anscheinend noch nie im Penny, und noch nie in einem richtigen Supermarkt waren. Sowohl der Flaschenautomat als auch das Förderband an der Kasse überforderte sie heillos.
Penny-Korrekturen
Hagelprozession (Ostbevern)
"Oh da habe ich nicht geschludert, dass könnte ich auch nachweisen. Ich glaube, dass [[Hagelprozession (Ostbevern)]] sich zu einer Machtfrage entwickelt. Ich habe verschiedene Anfragen von Portalen vorliegen, die mich um Mitarbeit bitten. Bislang habe ich das immer abgeschlagen, weil ich meine Freiheit und Unabhängigkeit waren wollte. Ich denke langsam darüber nach, in eines dieser Portale einzutreten, um mit Hilfe dieser Macht, jene Bastion in den öffentlichen Vermittlungsausschuss zu zwingen und einzurennen, die diesen Artikel verhindern will."
here
"Oh da habe ich nicht geschludert, dass könnte ich auch nachweisen. Ich glaube, dass [[Hagelprozession (Ostbevern)]] sich zu einer Machtfrage entwickelt. Ich habe verschiedene Anfragen von Portalen vorliegen, die mich um Mitarbeit bitten. Bislang habe ich das immer abgeschlagen, weil ich meine Freiheit und Unabhängigkeit waren wollte. Ich denke langsam darüber nach, in eines dieser Portale einzutreten, um mit Hilfe dieser Macht, jene Bastion in den öffentlichen Vermittlungsausschuss zu zwingen und einzurennen, die diesen Artikel verhindern will."
here
Hagelprozession (Ostbevern)
lyzzy kandidiert. Und Liam auch,
Nach Phoebe und Lodewijk folgen hier das dritte und das vierte Kandidatenstatement für die Chapterssitze im Wikimedia-Foundation-Board. Diesmal von unserer one and only lyzzy: Ich kandidiere für das Board of Trustees
und weil es diesmal die die eigene und unsere kandidatin ist, zitiere ich doch auch etwas:
My relationship with Wikimedia started at the end of 2004, when I joined the German Wikipedia. ...
I have been a member of Wikimedia Deutschland since 2005 and a member of Wikimedia Nederland since 2010. I joined Wikimedia Deutschland’s board in 2008 as secretary and served as vice president from 2009 to 2011. The main focus of my work on the board was the development of the strategic plan “Kompass 2020”, the preparation and backing of the chapter’s structural advancement, and controlling and assessing the chapter’s executive. ...
... Wikimedia organizations including the Wikimedia Foundation are no ends to themselves. To bring out the best they can in supporting the communities, they need stable, consistent, and reliable organizational structures. ... Sometimes it’s better to make a decision which must be changed later than to not decide at all. And I am a friend of letting things grow with their own pace. Providing fertilizer helps on occasion, though.
What I want to achieve:
* Strengthen Wikimedia by strengthening decentralized structures
* Bring together the best of all parts: their voices ... We must make it easy and attractive for every entity to share more information than just reports. Each publication should enrich the whole movement and should be understandable, independently of the reader‘s origin or culture.
* Identification with Wikimedia
Dank lyzzy habe ich dann auch noch das Kandidaturstatement von Liam Wyatt gefunden: times-they-are-a-changin’
Insgesamt muss ich ja sagen: schöne Auswahl.
und weil es diesmal die die eigene und unsere kandidatin ist, zitiere ich doch auch etwas:
My relationship with Wikimedia started at the end of 2004, when I joined the German Wikipedia. ...
I have been a member of Wikimedia Deutschland since 2005 and a member of Wikimedia Nederland since 2010. I joined Wikimedia Deutschland’s board in 2008 as secretary and served as vice president from 2009 to 2011. The main focus of my work on the board was the development of the strategic plan “Kompass 2020”, the preparation and backing of the chapter’s structural advancement, and controlling and assessing the chapter’s executive. ...
... Wikimedia organizations including the Wikimedia Foundation are no ends to themselves. To bring out the best they can in supporting the communities, they need stable, consistent, and reliable organizational structures. ... Sometimes it’s better to make a decision which must be changed later than to not decide at all. And I am a friend of letting things grow with their own pace. Providing fertilizer helps on occasion, though.
What I want to achieve:
* Strengthen Wikimedia by strengthening decentralized structures
* Bring together the best of all parts: their voices ... We must make it easy and attractive for every entity to share more information than just reports. Each publication should enrich the whole movement and should be understandable, independently of the reader‘s origin or culture.
* Identification with Wikimedia
Dank lyzzy habe ich dann auch noch das Kandidaturstatement von Liam Wyatt gefunden: times-they-are-a-changin’
Insgesamt muss ich ja sagen: schöne Auswahl.
Nach Phoebe und Lodewijk folgen hier das dritte und das vierte Kandidatenstatement für die Chapterssitze im Wikimedia-Foundation-Board. Diesmal von unserer one and only lyzzy: Ich kandidiere für das Board of Trustees
und weil es diesmal die die eigene und unsere kandidatin ist, zitiere ich doch auch etwas:
My relationship with Wikimedia started at the end of 2004, when I joined the German Wikipedia. ...
I have been a member of Wikimedia Deutschland since 2005 and a member of Wikimedia Nederland since 2010. I joined Wikimedia Deutschland’s board in 2008 as secretary and served as vice president from 2009 to 2011. The main focus of my work on the board was the development of the strategic plan “Kompass 2020”, the preparation and backing of the chapter’s structural advancement, and controlling and assessing the chapter’s executive. ...
... Wikimedia organizations including the Wikimedia Foundation are no ends to themselves. To bring out the best they can in supporting the communities, they need stable, consistent, and reliable organizational structures. ... Sometimes it’s better to make a decision which must be changed later than to not decide at all. And I am a friend of letting things grow with their own pace. Providing fertilizer helps on occasion, though.
What I want to achieve:
* Strengthen Wikimedia by strengthening decentralized structures
* Bring together the best of all parts: their voices ... We must make it easy and attractive for every entity to share more information than just reports. Each publication should enrich the whole movement and should be understandable, independently of the reader‘s origin or culture.
* Identification with Wikimedia
Dank lyzzy habe ich dann auch noch das Kandidaturstatement von Liam Wyatt gefunden: times-they-are-a-changin’
Insgesamt muss ich ja sagen: schöne Auswahl.
und weil es diesmal die die eigene und unsere kandidatin ist, zitiere ich doch auch etwas:
My relationship with Wikimedia started at the end of 2004, when I joined the German Wikipedia. ...
I have been a member of Wikimedia Deutschland since 2005 and a member of Wikimedia Nederland since 2010. I joined Wikimedia Deutschland’s board in 2008 as secretary and served as vice president from 2009 to 2011. The main focus of my work on the board was the development of the strategic plan “Kompass 2020”, the preparation and backing of the chapter’s structural advancement, and controlling and assessing the chapter’s executive. ...
... Wikimedia organizations including the Wikimedia Foundation are no ends to themselves. To bring out the best they can in supporting the communities, they need stable, consistent, and reliable organizational structures. ... Sometimes it’s better to make a decision which must be changed later than to not decide at all. And I am a friend of letting things grow with their own pace. Providing fertilizer helps on occasion, though.
What I want to achieve:
* Strengthen Wikimedia by strengthening decentralized structures
* Bring together the best of all parts: their voices ... We must make it easy and attractive for every entity to share more information than just reports. Each publication should enrich the whole movement and should be understandable, independently of the reader‘s origin or culture.
* Identification with Wikimedia
Dank lyzzy habe ich dann auch noch das Kandidaturstatement von Liam Wyatt gefunden: times-they-are-a-changin’
Insgesamt muss ich ja sagen: schöne Auswahl.
lyzzy kandidiert. Und Liam auch,
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Donnerstag, 1. März 2012
Noch ein Kandidatenstatement
Lodewijk: Nomination 2012
Erwähnte ich bereits, dass der Prozess besser übersichtlicher und transparenter sein könnte. Und das man dafür die Zustimmung von geschätzt 40 Leuten in dutzenden Organisationen (also Foundation und Chaptern) braucht. Es ist doch ein Elend!
Erwähnte ich bereits, dass der Prozess besser übersichtlicher und transparenter sein könnte. Und das man dafür die Zustimmung von geschätzt 40 Leuten in dutzenden Organisationen (also Foundation und Chaptern) braucht. Es ist doch ein Elend!
Lodewijk: Nomination 2012
Erwähnte ich bereits, dass der Prozess besser übersichtlicher und transparenter sein könnte. Und das man dafür die Zustimmung von geschätzt 40 Leuten in dutzenden Organisationen (also Foundation und Chaptern) braucht. Es ist doch ein Elend!
Erwähnte ich bereits, dass der Prozess besser übersichtlicher und transparenter sein könnte. Und das man dafür die Zustimmung von geschätzt 40 Leuten in dutzenden Organisationen (also Foundation und Chaptern) braucht. Es ist doch ein Elend!
Noch ein Kandidatenstatement
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WMF-Boardkandidatin stellt sich vor
Zur Zeit bestimmen die Chapter in einem Prozess voller Mysterien und Unklarheiten ihre Vertreter für das Board der Wikimedia Foundation, die aber auch nicht die Interessen der Chapter vertreten sollen. Klingt verbesserungsfähig? - Ja.
Anyway, eine der potenziellen Kandidatinnen hat ihre Bewerbungsrede auf ihrem Blog veröffentlicht:
Phoebe Ayers: statement
Anyway, eine der potenziellen Kandidatinnen hat ihre Bewerbungsrede auf ihrem Blog veröffentlicht:
Phoebe Ayers: statement
Zur Zeit bestimmen die Chapter in einem Prozess voller Mysterien und Unklarheiten ihre Vertreter für das Board der Wikimedia Foundation, die aber auch nicht die Interessen der Chapter vertreten sollen. Klingt verbesserungsfähig? - Ja.
Anyway, eine der potenziellen Kandidatinnen hat ihre Bewerbungsrede auf ihrem Blog veröffentlicht:
Phoebe Ayers: statement
Anyway, eine der potenziellen Kandidatinnen hat ihre Bewerbungsrede auf ihrem Blog veröffentlicht:
Phoebe Ayers: statement
WMF-Boardkandidatin stellt sich vor
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Mittwoch, 29. Februar 2012
Aber das Gemüse war wirklich frischer
Aufmerksame Leser des Supermarktblogs oder anderer Fachlektüre oder von Berliner Werbeplakaten werden es mitbekommen haben: Der zu Rewe gehörende Discounter Penny renoviert, baut um, wird schöner und heller. Sagt er.
Da diese Renovierung netterweise auch in der Nachbarschaft stattfand, nutzt ich die Gelegenheit zum Investigativeinkauf im neuen, schönen und renovierten Penny.
Gut war:
* Subjektiv mehr Platz, mehr Übersicht, mehr Chancen an den Einkaufswagen zu kommen etc.
* Alles wirkte wertiger.
* Das kann allerdings daran liegen, dass der neue Penny noch nicht so gründlich eingewohnt ist, wie es der alte war.
* Inbsesondere das Gemüse wirkte für Penny-Verhältnisse frisch und einladend.
* Die Auswahl scheint vergrößert, dafür sind die Aktionsflächen mit willkürlich gesammelten Lebensmittel seltsamer Art deutlich geschrumpft.
Nicht so gut war:
* Die Anordnung ist immer noch eher bizarr. Warum Bier am Eingang, Wein aber am Ausgang steht, erschließt sich mir nicht, und ist beim Suchen kontraintuitiv.
* Auch wie das Scheibenreinigerregal zwischen Süßwaren und Ostersüßwaren geriet, verstand ich jetzt so nicht.
* Besonders überdenkenswert scheint mir das Abenteuerfeature. Nicht jeder mag es, wenn neben dem Weinregal plötzlich Deckenplatten auf die Erde niedergehen, und einen Meter neben dem Kunden einschlagen.

Da diese Renovierung netterweise auch in der Nachbarschaft stattfand, nutzt ich die Gelegenheit zum Investigativeinkauf im neuen, schönen und renovierten Penny.
Gut war:
* Subjektiv mehr Platz, mehr Übersicht, mehr Chancen an den Einkaufswagen zu kommen etc.
* Alles wirkte wertiger.
* Das kann allerdings daran liegen, dass der neue Penny noch nicht so gründlich eingewohnt ist, wie es der alte war.
* Inbsesondere das Gemüse wirkte für Penny-Verhältnisse frisch und einladend.
* Die Auswahl scheint vergrößert, dafür sind die Aktionsflächen mit willkürlich gesammelten Lebensmittel seltsamer Art deutlich geschrumpft.
Nicht so gut war:
* Die Anordnung ist immer noch eher bizarr. Warum Bier am Eingang, Wein aber am Ausgang steht, erschließt sich mir nicht, und ist beim Suchen kontraintuitiv.
* Auch wie das Scheibenreinigerregal zwischen Süßwaren und Ostersüßwaren geriet, verstand ich jetzt so nicht.
* Besonders überdenkenswert scheint mir das Abenteuerfeature. Nicht jeder mag es, wenn neben dem Weinregal plötzlich Deckenplatten auf die Erde niedergehen, und einen Meter neben dem Kunden einschlagen.
Aufmerksame Leser des Supermarktblogs oder anderer Fachlektüre oder von Berliner Werbeplakaten werden es mitbekommen haben: Der zu Rewe gehörende Discounter Penny renoviert, baut um, wird schöner und heller. Sagt er.
Da diese Renovierung netterweise auch in der Nachbarschaft stattfand, nutzt ich die Gelegenheit zum Investigativeinkauf im neuen, schönen und renovierten Penny.
Gut war:
* Subjektiv mehr Platz, mehr Übersicht, mehr Chancen an den Einkaufswagen zu kommen etc.
* Alles wirkte wertiger.
* Das kann allerdings daran liegen, dass der neue Penny noch nicht so gründlich eingewohnt ist, wie es der alte war.
* Inbsesondere das Gemüse wirkte für Penny-Verhältnisse frisch und einladend.
* Die Auswahl scheint vergrößert, dafür sind die Aktionsflächen mit willkürlich gesammelten Lebensmittel seltsamer Art deutlich geschrumpft.
Nicht so gut war:
* Die Anordnung ist immer noch eher bizarr. Warum Bier am Eingang, Wein aber am Ausgang steht, erschließt sich mir nicht, und ist beim Suchen kontraintuitiv.
* Auch wie das Scheibenreinigerregal zwischen Süßwaren und Ostersüßwaren geriet, verstand ich jetzt so nicht.
* Besonders überdenkenswert scheint mir das Abenteuerfeature. Nicht jeder mag es, wenn neben dem Weinregal plötzlich Deckenplatten auf die Erde niedergehen, und einen Meter neben dem Kunden einschlagen.

Da diese Renovierung netterweise auch in der Nachbarschaft stattfand, nutzt ich die Gelegenheit zum Investigativeinkauf im neuen, schönen und renovierten Penny.
Gut war:
* Subjektiv mehr Platz, mehr Übersicht, mehr Chancen an den Einkaufswagen zu kommen etc.
* Alles wirkte wertiger.
* Das kann allerdings daran liegen, dass der neue Penny noch nicht so gründlich eingewohnt ist, wie es der alte war.
* Inbsesondere das Gemüse wirkte für Penny-Verhältnisse frisch und einladend.
* Die Auswahl scheint vergrößert, dafür sind die Aktionsflächen mit willkürlich gesammelten Lebensmittel seltsamer Art deutlich geschrumpft.
Nicht so gut war:
* Die Anordnung ist immer noch eher bizarr. Warum Bier am Eingang, Wein aber am Ausgang steht, erschließt sich mir nicht, und ist beim Suchen kontraintuitiv.
* Auch wie das Scheibenreinigerregal zwischen Süßwaren und Ostersüßwaren geriet, verstand ich jetzt so nicht.
* Besonders überdenkenswert scheint mir das Abenteuerfeature. Nicht jeder mag es, wenn neben dem Weinregal plötzlich Deckenplatten auf die Erde niedergehen, und einen Meter neben dem Kunden einschlagen.
Aber das Gemüse war wirklich frischer
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"This is pretty epic."
xkcd mal wieder. am südpol. zu kompliziert, um es hier zu erklären. einfach nachlesen: Geohashing
"This is pretty epic."
Montag, 27. Februar 2012
Das Präsidiale an sich
Meine erste Kolumne im Wikimedium - tote-Baum-Zeitschrift von Wikimedia Deutschland - in Rohfassung: Das Präsidiale an sich.
Wenn jemand korrigieren möchte: it's a wiki! Wenn jemand eine Bildidee har: Bitte melde Dich!
Wenn jemand korrigieren möchte: it's a wiki! Wenn jemand eine Bildidee har: Bitte melde Dich!
Meine erste Kolumne im Wikimedium - tote-Baum-Zeitschrift von Wikimedia Deutschland - in Rohfassung: Das Präsidiale an sich.
Wenn jemand korrigieren möchte: it's a wiki! Wenn jemand eine Bildidee har: Bitte melde Dich!
Wenn jemand korrigieren möchte: it's a wiki! Wenn jemand eine Bildidee har: Bitte melde Dich!
Das Präsidiale an sich
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MdP,
Wikimedia Deutschland,
Wikipedia
Hinweis
Ja, meine Handynummer ist öffentlich. Und ja, ich kann im Zweifel auch nachts um drei aus dem Tiefschlaf geweckt, zitables und ausführliches zur Wikipedia von mir geben.
Aber: wenn ihr mit unterdrückter Nummer, ohne einen Namen zu nennen (auch auf Nachfrage nicht), nach Mitternacht anruft, um mal so über die schönen Bilder in Wikipedia zu reden - dann könnte ich zwar ausführlich antworten, nur mag ich vermutlich nicht länger mit Euch palavern. Immerhin hat die Tatsache eines sächsischen Einschlags in der Sprache keinerlei Auswirkungen auf meine Antwortbereitschaft.

Aber: wenn ihr mit unterdrückter Nummer, ohne einen Namen zu nennen (auch auf Nachfrage nicht), nach Mitternacht anruft, um mal so über die schönen Bilder in Wikipedia zu reden - dann könnte ich zwar ausführlich antworten, nur mag ich vermutlich nicht länger mit Euch palavern. Immerhin hat die Tatsache eines sächsischen Einschlags in der Sprache keinerlei Auswirkungen auf meine Antwortbereitschaft.
Ja, meine Handynummer ist öffentlich. Und ja, ich kann im Zweifel auch nachts um drei aus dem Tiefschlaf geweckt, zitables und ausführliches zur Wikipedia von mir geben.
Aber: wenn ihr mit unterdrückter Nummer, ohne einen Namen zu nennen (auch auf Nachfrage nicht), nach Mitternacht anruft, um mal so über die schönen Bilder in Wikipedia zu reden - dann könnte ich zwar ausführlich antworten, nur mag ich vermutlich nicht länger mit Euch palavern. Immerhin hat die Tatsache eines sächsischen Einschlags in der Sprache keinerlei Auswirkungen auf meine Antwortbereitschaft.

Aber: wenn ihr mit unterdrückter Nummer, ohne einen Namen zu nennen (auch auf Nachfrage nicht), nach Mitternacht anruft, um mal so über die schönen Bilder in Wikipedia zu reden - dann könnte ich zwar ausführlich antworten, nur mag ich vermutlich nicht länger mit Euch palavern. Immerhin hat die Tatsache eines sächsischen Einschlags in der Sprache keinerlei Auswirkungen auf meine Antwortbereitschaft.
Hinweis
Das Wissen ist schon frei (Freies Wissen I)
Vor ein paar Tagen hatte ich einen Gedanken, und stellte den als Frage der Woche in Iberty. Und wie es sich für eine gute Frage gehört. sie hat weitere Fragen aufgeworfen. Nicht zuletzt: "Wie? Ich dachte Du bist Wikimedia-Gründungsmitglied?!?" Nein, ich trat Ende 2004 nachts um drei halb betrunken auf dem 21C3 bei Wikimedia Deutschland ein, weil mir Mathias Schindler ein Eintrittsformular untermogelte. Aber gedanklich und ideell war ich natürlich schon bei der Gründung dabei, und habe diese inhaltlich unterstützt; und ich hätte vermutlich auch nichts großartig etwas gemacht, als die Leute bei der Gründungsveranstaltung. Deshalb war meine Frage von vor ein paar Tagen auch so halb rhetorisch. Natürlich weiß ich, was die Gründungsmitglieder bewegte, und was sie ungefähr dachten. Trotzdem halte ich meine Frage aufrecht. Aber dafür muss ich vielleicht etwas weiter ausholen.
Wikipedia und ich: 2002

Also ich habe meine Magisterarbeit über die Entstehung der EG-Richtlinie 2001/29/EG ("Urheberrecht in der Informationsgesellschaft") geschrieben, und meine Diss beschäftigt sich mit der Theorie des Geistiges Eigentums. Ich würde also schon behaupten, dass ich mich mit Theorie und Auswirkungen des Urheberrechts halbwegs auskenne, und ich mich dafür interessiere. Das erste mal hörte ich von Wikipedia über eine Fußnote in Volker Grassmucks Buch "Freie Software" von 2002. Das wollte jemand Linux aber mit Text! Wow! So etwas braucht die Menschheit. Bis ich mich dann wirklich bei Wikipedia anmeldete, dauerte es noch anderthalb Jahre, aber die Vision war diesselbe. Das, was Linux für Software war - oder besser: das was Linux für Software der Vision nach werden sollte - sollte Wikipedia für Texte werden. Das Paradebeispiel für Freie Inhalte mit einer freien Lizenz. Wiki war mir egal, Enzyklopädie war mir so semi-egal, es war die Freie-Wissens-Vision, die zählte.
Wikpedia und ich: 2004

Nachdem ich mich dann habe davon überzeugen lassen, dass Wikipedia tatsächlich nutzbare Inhalte produzieren kann, meldete ich mich dann an. Es dauerte nur wenig, um mich von Wikis zu überzeugen, um Diderot für einen Befreier der Menschheit zu halten. Auch war ich davob überzeugt, dass die pseudoenzyklopädische Sortierung (ein Artikel pro Thema, Themen selbst möglichst klar und einfach abgrenzbar), eine gute Methode sind, um Wissen zu ordnen. Die damals verwendete GFDL-Lizenz machte bei strenger Auslegung zwar jede Nachnutzung weitgehend unmöglich, und ehrlich gesagt, fand sich auch keine nichtkommerzielle oder gar kommerzielle Nachnutzung der Inhalte: aber hey, es war die Vision Freies Wissen, die zählte!
[Zwischenbemerkung: um die Argumentation halbwegs simpel zu halten, werde ich im weiteren Bilder ignorieren, und Wikipedia ausschließlich als Text behandeln. Bei Bildern ist das alles ganz anders, und noch schlimmer.]
Immer noch keine Nachnutzung
Über die Jahre entwickelte sich Wikipedia dann prima, das Wissen sammelte sich, die Leute lasen Wikipedia, formulierten sie für ihre Referate um. nutzten die Informationen für Zeitungsartikel, Doktorarbeiten, Ausstellungen, anderen Wikipedias, ihre Homepages, Romane, Postkarten, Versuche, ihre Freundin zu beeindrucken. Es dürfte kaum eine Form menschlicher Kommunikation geben, der bei der mittlerweile noch niemand auf Wikipedia-Wissen zurückgegriffen hat. Der Plan, freies Wissen in die Welt zu setzen, hat wunderbar funktioniert. Leider ist eine Form bisher gescheitert: lizenzkonforme Nachnutzung der originalen Wikipedia-Texte. Fast jeder Versuch, wirklich ganze Texte zu nehmen, ist entweder weitgehend gescheitert - wie die diversen Wikipedia-Bücher - ist ein Versuch, den die Menschheit nicht wirklich braucht [Internetspiegel einer bestens erreichbaren Internet-Seite], oder ist eigentlich Betrug, in dem Leuten schlechte Bücher verkauft werden, die ausschließlich Texte aus Wikipedia enthalten. Eine konstruktive, kreative Form, Wikipedia-Texte weiterzunutzen, existiert meines Wissens nicht. Was die ersten Jahre auch wie Zufall oder noch nicht ausgereifte Entwicklung hätte sein können, erscheint bei weiterer Überlegung durch Wikipedia und das Urheberrecht bedingt:
Das Wissen ist schon frei

Zumindest was Texte angeht, kommt die Free-Software-Bewegung etwa 200 Jahre zu spät. Das Wissen in Texten ist schon frei. Oder, um es im deutsch des deutschen Urheberrechts zu sagen: Werke im Sinne dieses Gesetzes sind nur persönliche geistige Schöpfungen. Der Satz wiederum verweist auf die etwa 200 Jahre alte Unterscheidung zwischen Inhalt und Form, nach der die Form eine persönliche geistige Schöpfung ist, der Inhalt (bei Sachtexten wie Wikipedia: das Wissen), aber nicht schutzfähig ist. Anders gesagt: er ist frei. Und die Arbeit, den zu befreien, hat uns netterweise die echte Aufklärung abgenommen. Nur deshalb konnte Wikipedia überhaupt so schnell wachsen - indem es andere Texte umformulierte, und deren bereits freien Inhalte nahm. Deshalb auch nutzen hunderte Millionen Menschen frei Wikipedia-Inhalte, ändern die Form, und können ganz unbelastet von allen Lizenzdebatten von Wikipedia profitieren. [Wie gesagt, bei Bildern ist das komplett anders, weil man Form und Inhalt nicht trennen kann..] Und genau deshalb braucht auch niemand die freie Textlizenz von Wikipedia, weil das Projekt selbst durch seine Regeln versucht, jede individuelle Form und persönliche geistige Schöpfung zu verhindern.
Trotzdem befreite Wikipedia
Wenn aber die Befreiungsleistung der Wikipedia nicht darin liegt, schon freie Inhalte unter eine kompliziert zu benutzende Lizenz zu stellen, warum funktioniert Wissensbefreiung durch Wikipedia trotzdem so großartig? Wie kann Wikipedia Wissen befreien, dass dem Urheberrecht zufolge schon frei ist? Warum kann Wikipedia Wissen in die Welt setzen, ohne dass die Menschheit sich mit den Fallstricken der CC-BY-SA 3.0 auseinandersetzen muss? Weil das Wissen zwar frei war, aber es war auch unzugänglich. Wissen lag in einsamen ungelesenen BÜchern in verstaubten Bibliotheken; Wissen war im Fachjargon formuliert, und der Erwerb desselben verlangte theoretische Erkenntnis. Wissen fand sich in alten Zeitungen, die in Archiven vor sich hinstaubten, und verschiedene fachliche Betrachtungsweisen eines Themas fanden nie zueinander. Weil Wikipedia weltweit per Knopfdruck und weitgehend barrierefrei abzurufen ist; weil es in eine Form gegossen ist, die kein Spezialwissen verlangt, um sie zu verstehen; weil das Wissen auf eine Art und Weise organisiert ist, die jeder Nachvollziehen kann; und weil Wikipedia Wissen aus allen Ecken und Wissensbereichen sammelt, und zugänglich macht. Das sind erstaunliche Befreiungsleistungen - nur haben sie gar nichts mit der Lizenz zu tun, unter der das ganze steht.
Wikimedia und die Lizenzen
Nun wurde der Verein Wikimedia Deutschland gegründet, als die Entwicklung von Wikipedia, ihre Stärken und Schwächen, noch nicht so klar und deutlich waren. Der Verein wurde zu einem größeren Teil von Menschen wie mir gegründet, die Freies Wissen und Virale Lizenz immer mit dem selben Atemgedankenzug dachten, und die sich nicht wirklich vorstellen konnten, dass Freies Wissen - was Text angeht - unabhängig von der Lizenz ist. Deshalb auch fährt der Verein auch weiterhin oft eine relativ urheberrechtliche Engführung, was freies Wissen angeht. Freies Wissen = freie Lizenz. Freie Lizenz = freies Wissen. Beziehungsweise: was schon (lizenz-)frei ist, muss nicht weiter befreit werden.
Wissen zugänglich machen, und sammeln. Hojaho.

Wir haben allerdings mittlerweile eigentlich soviel Erfahrung, dass Offenheit, Teilhabe, Zugänglichkeit und Nachvollziehbarkeit soviel mehr dazu beigetragen haben, Wissen zu befreien, als ausgerechnet die reichlich unbeachte herumliegende Lizenz. Warum versteifen wir uns so sehr auf diese Lizenz? Warum ist nicht Nachvollziehbar und Offenheit Grundbedingung alles Handels, und die Lizenz nur ein Nice-to-have. Warum fördern wir nicht viel mehr Methoden Wissen zusammenzutragen, als nur diejenigen, die sich textgenau übernehmen lassen? Warum konzentrieren wir Lobbying auf Urheberrecht? Und nicht darauf, Veröffentlichungspflichten durchzusetzen, und bereits existierende Veröffentlichungen einfacher zugänglich zu machen? Wikipedia lehrte uns viele Wege, Wissen zu befreien, und der Menschheit zugänglich zu macen. Warum versteifen wir uns viel zu oft, auf den einen Weg namens Urheberrecht, der immer nur disfunktional endete? Freie Lizenzen allein machen noch kein Freies Wissen, Freies Wissen kann auch unter unfreien Lizenzen existieren.
Wikipedia und ich: 2002
Also ich habe meine Magisterarbeit über die Entstehung der EG-Richtlinie 2001/29/EG ("Urheberrecht in der Informationsgesellschaft") geschrieben, und meine Diss beschäftigt sich mit der Theorie des Geistiges Eigentums. Ich würde also schon behaupten, dass ich mich mit Theorie und Auswirkungen des Urheberrechts halbwegs auskenne, und ich mich dafür interessiere. Das erste mal hörte ich von Wikipedia über eine Fußnote in Volker Grassmucks Buch "Freie Software" von 2002. Das wollte jemand Linux aber mit Text! Wow! So etwas braucht die Menschheit. Bis ich mich dann wirklich bei Wikipedia anmeldete, dauerte es noch anderthalb Jahre, aber die Vision war diesselbe. Das, was Linux für Software war - oder besser: das was Linux für Software der Vision nach werden sollte - sollte Wikipedia für Texte werden. Das Paradebeispiel für Freie Inhalte mit einer freien Lizenz. Wiki war mir egal, Enzyklopädie war mir so semi-egal, es war die Freie-Wissens-Vision, die zählte.
Wikpedia und ich: 2004

Nachdem ich mich dann habe davon überzeugen lassen, dass Wikipedia tatsächlich nutzbare Inhalte produzieren kann, meldete ich mich dann an. Es dauerte nur wenig, um mich von Wikis zu überzeugen, um Diderot für einen Befreier der Menschheit zu halten. Auch war ich davob überzeugt, dass die pseudoenzyklopädische Sortierung (ein Artikel pro Thema, Themen selbst möglichst klar und einfach abgrenzbar), eine gute Methode sind, um Wissen zu ordnen. Die damals verwendete GFDL-Lizenz machte bei strenger Auslegung zwar jede Nachnutzung weitgehend unmöglich, und ehrlich gesagt, fand sich auch keine nichtkommerzielle oder gar kommerzielle Nachnutzung der Inhalte: aber hey, es war die Vision Freies Wissen, die zählte!
[Zwischenbemerkung: um die Argumentation halbwegs simpel zu halten, werde ich im weiteren Bilder ignorieren, und Wikipedia ausschließlich als Text behandeln. Bei Bildern ist das alles ganz anders, und noch schlimmer.]
Immer noch keine Nachnutzung
Über die Jahre entwickelte sich Wikipedia dann prima, das Wissen sammelte sich, die Leute lasen Wikipedia, formulierten sie für ihre Referate um. nutzten die Informationen für Zeitungsartikel, Doktorarbeiten, Ausstellungen, anderen Wikipedias, ihre Homepages, Romane, Postkarten, Versuche, ihre Freundin zu beeindrucken. Es dürfte kaum eine Form menschlicher Kommunikation geben, der bei der mittlerweile noch niemand auf Wikipedia-Wissen zurückgegriffen hat. Der Plan, freies Wissen in die Welt zu setzen, hat wunderbar funktioniert. Leider ist eine Form bisher gescheitert: lizenzkonforme Nachnutzung der originalen Wikipedia-Texte. Fast jeder Versuch, wirklich ganze Texte zu nehmen, ist entweder weitgehend gescheitert - wie die diversen Wikipedia-Bücher - ist ein Versuch, den die Menschheit nicht wirklich braucht [Internetspiegel einer bestens erreichbaren Internet-Seite], oder ist eigentlich Betrug, in dem Leuten schlechte Bücher verkauft werden, die ausschließlich Texte aus Wikipedia enthalten. Eine konstruktive, kreative Form, Wikipedia-Texte weiterzunutzen, existiert meines Wissens nicht. Was die ersten Jahre auch wie Zufall oder noch nicht ausgereifte Entwicklung hätte sein können, erscheint bei weiterer Überlegung durch Wikipedia und das Urheberrecht bedingt:
Das Wissen ist schon frei
Zumindest was Texte angeht, kommt die Free-Software-Bewegung etwa 200 Jahre zu spät. Das Wissen in Texten ist schon frei. Oder, um es im deutsch des deutschen Urheberrechts zu sagen: Werke im Sinne dieses Gesetzes sind nur persönliche geistige Schöpfungen. Der Satz wiederum verweist auf die etwa 200 Jahre alte Unterscheidung zwischen Inhalt und Form, nach der die Form eine persönliche geistige Schöpfung ist, der Inhalt (bei Sachtexten wie Wikipedia: das Wissen), aber nicht schutzfähig ist. Anders gesagt: er ist frei. Und die Arbeit, den zu befreien, hat uns netterweise die echte Aufklärung abgenommen. Nur deshalb konnte Wikipedia überhaupt so schnell wachsen - indem es andere Texte umformulierte, und deren bereits freien Inhalte nahm. Deshalb auch nutzen hunderte Millionen Menschen frei Wikipedia-Inhalte, ändern die Form, und können ganz unbelastet von allen Lizenzdebatten von Wikipedia profitieren. [Wie gesagt, bei Bildern ist das komplett anders, weil man Form und Inhalt nicht trennen kann..] Und genau deshalb braucht auch niemand die freie Textlizenz von Wikipedia, weil das Projekt selbst durch seine Regeln versucht, jede individuelle Form und persönliche geistige Schöpfung zu verhindern.
Trotzdem befreite Wikipedia
Wenn aber die Befreiungsleistung der Wikipedia nicht darin liegt, schon freie Inhalte unter eine kompliziert zu benutzende Lizenz zu stellen, warum funktioniert Wissensbefreiung durch Wikipedia trotzdem so großartig? Wie kann Wikipedia Wissen befreien, dass dem Urheberrecht zufolge schon frei ist? Warum kann Wikipedia Wissen in die Welt setzen, ohne dass die Menschheit sich mit den Fallstricken der CC-BY-SA 3.0 auseinandersetzen muss? Weil das Wissen zwar frei war, aber es war auch unzugänglich. Wissen lag in einsamen ungelesenen BÜchern in verstaubten Bibliotheken; Wissen war im Fachjargon formuliert, und der Erwerb desselben verlangte theoretische Erkenntnis. Wissen fand sich in alten Zeitungen, die in Archiven vor sich hinstaubten, und verschiedene fachliche Betrachtungsweisen eines Themas fanden nie zueinander. Weil Wikipedia weltweit per Knopfdruck und weitgehend barrierefrei abzurufen ist; weil es in eine Form gegossen ist, die kein Spezialwissen verlangt, um sie zu verstehen; weil das Wissen auf eine Art und Weise organisiert ist, die jeder Nachvollziehen kann; und weil Wikipedia Wissen aus allen Ecken und Wissensbereichen sammelt, und zugänglich macht. Das sind erstaunliche Befreiungsleistungen - nur haben sie gar nichts mit der Lizenz zu tun, unter der das ganze steht.
Wikimedia und die Lizenzen
Nun wurde der Verein Wikimedia Deutschland gegründet, als die Entwicklung von Wikipedia, ihre Stärken und Schwächen, noch nicht so klar und deutlich waren. Der Verein wurde zu einem größeren Teil von Menschen wie mir gegründet, die Freies Wissen und Virale Lizenz immer mit dem selben Atemgedankenzug dachten, und die sich nicht wirklich vorstellen konnten, dass Freies Wissen - was Text angeht - unabhängig von der Lizenz ist. Deshalb auch fährt der Verein auch weiterhin oft eine relativ urheberrechtliche Engführung, was freies Wissen angeht. Freies Wissen = freie Lizenz. Freie Lizenz = freies Wissen. Beziehungsweise: was schon (lizenz-)frei ist, muss nicht weiter befreit werden.
Wissen zugänglich machen, und sammeln. Hojaho.
Wir haben allerdings mittlerweile eigentlich soviel Erfahrung, dass Offenheit, Teilhabe, Zugänglichkeit und Nachvollziehbarkeit soviel mehr dazu beigetragen haben, Wissen zu befreien, als ausgerechnet die reichlich unbeachte herumliegende Lizenz. Warum versteifen wir uns so sehr auf diese Lizenz? Warum ist nicht Nachvollziehbar und Offenheit Grundbedingung alles Handels, und die Lizenz nur ein Nice-to-have. Warum fördern wir nicht viel mehr Methoden Wissen zusammenzutragen, als nur diejenigen, die sich textgenau übernehmen lassen? Warum konzentrieren wir Lobbying auf Urheberrecht? Und nicht darauf, Veröffentlichungspflichten durchzusetzen, und bereits existierende Veröffentlichungen einfacher zugänglich zu machen? Wikipedia lehrte uns viele Wege, Wissen zu befreien, und der Menschheit zugänglich zu macen. Warum versteifen wir uns viel zu oft, auf den einen Weg namens Urheberrecht, der immer nur disfunktional endete? Freie Lizenzen allein machen noch kein Freies Wissen, Freies Wissen kann auch unter unfreien Lizenzen existieren.
Vor ein paar Tagen hatte ich einen Gedanken, und stellte den als Frage der Woche in Iberty. Und wie es sich für eine gute Frage gehört. sie hat weitere Fragen aufgeworfen. Nicht zuletzt: "Wie? Ich dachte Du bist Wikimedia-Gründungsmitglied?!?" Nein, ich trat Ende 2004 nachts um drei halb betrunken auf dem 21C3 bei Wikimedia Deutschland ein, weil mir Mathias Schindler ein Eintrittsformular untermogelte. Aber gedanklich und ideell war ich natürlich schon bei der Gründung dabei, und habe diese inhaltlich unterstützt; und ich hätte vermutlich auch nichts großartig etwas gemacht, als die Leute bei der Gründungsveranstaltung. Deshalb war meine Frage von vor ein paar Tagen auch so halb rhetorisch. Natürlich weiß ich, was die Gründungsmitglieder bewegte, und was sie ungefähr dachten. Trotzdem halte ich meine Frage aufrecht. Aber dafür muss ich vielleicht etwas weiter ausholen.
Wikipedia und ich: 2002

Also ich habe meine Magisterarbeit über die Entstehung der EG-Richtlinie 2001/29/EG ("Urheberrecht in der Informationsgesellschaft") geschrieben, und meine Diss beschäftigt sich mit der Theorie des Geistiges Eigentums. Ich würde also schon behaupten, dass ich mich mit Theorie und Auswirkungen des Urheberrechts halbwegs auskenne, und ich mich dafür interessiere. Das erste mal hörte ich von Wikipedia über eine Fußnote in Volker Grassmucks Buch "Freie Software" von 2002. Das wollte jemand Linux aber mit Text! Wow! So etwas braucht die Menschheit. Bis ich mich dann wirklich bei Wikipedia anmeldete, dauerte es noch anderthalb Jahre, aber die Vision war diesselbe. Das, was Linux für Software war - oder besser: das was Linux für Software der Vision nach werden sollte - sollte Wikipedia für Texte werden. Das Paradebeispiel für Freie Inhalte mit einer freien Lizenz. Wiki war mir egal, Enzyklopädie war mir so semi-egal, es war die Freie-Wissens-Vision, die zählte.
Wikpedia und ich: 2004

Nachdem ich mich dann habe davon überzeugen lassen, dass Wikipedia tatsächlich nutzbare Inhalte produzieren kann, meldete ich mich dann an. Es dauerte nur wenig, um mich von Wikis zu überzeugen, um Diderot für einen Befreier der Menschheit zu halten. Auch war ich davob überzeugt, dass die pseudoenzyklopädische Sortierung (ein Artikel pro Thema, Themen selbst möglichst klar und einfach abgrenzbar), eine gute Methode sind, um Wissen zu ordnen. Die damals verwendete GFDL-Lizenz machte bei strenger Auslegung zwar jede Nachnutzung weitgehend unmöglich, und ehrlich gesagt, fand sich auch keine nichtkommerzielle oder gar kommerzielle Nachnutzung der Inhalte: aber hey, es war die Vision Freies Wissen, die zählte!
[Zwischenbemerkung: um die Argumentation halbwegs simpel zu halten, werde ich im weiteren Bilder ignorieren, und Wikipedia ausschließlich als Text behandeln. Bei Bildern ist das alles ganz anders, und noch schlimmer.]
Immer noch keine Nachnutzung
Über die Jahre entwickelte sich Wikipedia dann prima, das Wissen sammelte sich, die Leute lasen Wikipedia, formulierten sie für ihre Referate um. nutzten die Informationen für Zeitungsartikel, Doktorarbeiten, Ausstellungen, anderen Wikipedias, ihre Homepages, Romane, Postkarten, Versuche, ihre Freundin zu beeindrucken. Es dürfte kaum eine Form menschlicher Kommunikation geben, der bei der mittlerweile noch niemand auf Wikipedia-Wissen zurückgegriffen hat. Der Plan, freies Wissen in die Welt zu setzen, hat wunderbar funktioniert. Leider ist eine Form bisher gescheitert: lizenzkonforme Nachnutzung der originalen Wikipedia-Texte. Fast jeder Versuch, wirklich ganze Texte zu nehmen, ist entweder weitgehend gescheitert - wie die diversen Wikipedia-Bücher - ist ein Versuch, den die Menschheit nicht wirklich braucht [Internetspiegel einer bestens erreichbaren Internet-Seite], oder ist eigentlich Betrug, in dem Leuten schlechte Bücher verkauft werden, die ausschließlich Texte aus Wikipedia enthalten. Eine konstruktive, kreative Form, Wikipedia-Texte weiterzunutzen, existiert meines Wissens nicht. Was die ersten Jahre auch wie Zufall oder noch nicht ausgereifte Entwicklung hätte sein können, erscheint bei weiterer Überlegung durch Wikipedia und das Urheberrecht bedingt:
Das Wissen ist schon frei

Zumindest was Texte angeht, kommt die Free-Software-Bewegung etwa 200 Jahre zu spät. Das Wissen in Texten ist schon frei. Oder, um es im deutsch des deutschen Urheberrechts zu sagen: Werke im Sinne dieses Gesetzes sind nur persönliche geistige Schöpfungen. Der Satz wiederum verweist auf die etwa 200 Jahre alte Unterscheidung zwischen Inhalt und Form, nach der die Form eine persönliche geistige Schöpfung ist, der Inhalt (bei Sachtexten wie Wikipedia: das Wissen), aber nicht schutzfähig ist. Anders gesagt: er ist frei. Und die Arbeit, den zu befreien, hat uns netterweise die echte Aufklärung abgenommen. Nur deshalb konnte Wikipedia überhaupt so schnell wachsen - indem es andere Texte umformulierte, und deren bereits freien Inhalte nahm. Deshalb auch nutzen hunderte Millionen Menschen frei Wikipedia-Inhalte, ändern die Form, und können ganz unbelastet von allen Lizenzdebatten von Wikipedia profitieren. [Wie gesagt, bei Bildern ist das komplett anders, weil man Form und Inhalt nicht trennen kann..] Und genau deshalb braucht auch niemand die freie Textlizenz von Wikipedia, weil das Projekt selbst durch seine Regeln versucht, jede individuelle Form und persönliche geistige Schöpfung zu verhindern.
Trotzdem befreite Wikipedia
Wenn aber die Befreiungsleistung der Wikipedia nicht darin liegt, schon freie Inhalte unter eine kompliziert zu benutzende Lizenz zu stellen, warum funktioniert Wissensbefreiung durch Wikipedia trotzdem so großartig? Wie kann Wikipedia Wissen befreien, dass dem Urheberrecht zufolge schon frei ist? Warum kann Wikipedia Wissen in die Welt setzen, ohne dass die Menschheit sich mit den Fallstricken der CC-BY-SA 3.0 auseinandersetzen muss? Weil das Wissen zwar frei war, aber es war auch unzugänglich. Wissen lag in einsamen ungelesenen BÜchern in verstaubten Bibliotheken; Wissen war im Fachjargon formuliert, und der Erwerb desselben verlangte theoretische Erkenntnis. Wissen fand sich in alten Zeitungen, die in Archiven vor sich hinstaubten, und verschiedene fachliche Betrachtungsweisen eines Themas fanden nie zueinander. Weil Wikipedia weltweit per Knopfdruck und weitgehend barrierefrei abzurufen ist; weil es in eine Form gegossen ist, die kein Spezialwissen verlangt, um sie zu verstehen; weil das Wissen auf eine Art und Weise organisiert ist, die jeder Nachvollziehen kann; und weil Wikipedia Wissen aus allen Ecken und Wissensbereichen sammelt, und zugänglich macht. Das sind erstaunliche Befreiungsleistungen - nur haben sie gar nichts mit der Lizenz zu tun, unter der das ganze steht.
Wikimedia und die Lizenzen
Nun wurde der Verein Wikimedia Deutschland gegründet, als die Entwicklung von Wikipedia, ihre Stärken und Schwächen, noch nicht so klar und deutlich waren. Der Verein wurde zu einem größeren Teil von Menschen wie mir gegründet, die Freies Wissen und Virale Lizenz immer mit dem selben Atemgedankenzug dachten, und die sich nicht wirklich vorstellen konnten, dass Freies Wissen - was Text angeht - unabhängig von der Lizenz ist. Deshalb auch fährt der Verein auch weiterhin oft eine relativ urheberrechtliche Engführung, was freies Wissen angeht. Freies Wissen = freie Lizenz. Freie Lizenz = freies Wissen. Beziehungsweise: was schon (lizenz-)frei ist, muss nicht weiter befreit werden.
Wissen zugänglich machen, und sammeln. Hojaho.

Wir haben allerdings mittlerweile eigentlich soviel Erfahrung, dass Offenheit, Teilhabe, Zugänglichkeit und Nachvollziehbarkeit soviel mehr dazu beigetragen haben, Wissen zu befreien, als ausgerechnet die reichlich unbeachte herumliegende Lizenz. Warum versteifen wir uns so sehr auf diese Lizenz? Warum ist nicht Nachvollziehbar und Offenheit Grundbedingung alles Handels, und die Lizenz nur ein Nice-to-have. Warum fördern wir nicht viel mehr Methoden Wissen zusammenzutragen, als nur diejenigen, die sich textgenau übernehmen lassen? Warum konzentrieren wir Lobbying auf Urheberrecht? Und nicht darauf, Veröffentlichungspflichten durchzusetzen, und bereits existierende Veröffentlichungen einfacher zugänglich zu machen? Wikipedia lehrte uns viele Wege, Wissen zu befreien, und der Menschheit zugänglich zu macen. Warum versteifen wir uns viel zu oft, auf den einen Weg namens Urheberrecht, der immer nur disfunktional endete? Freie Lizenzen allein machen noch kein Freies Wissen, Freies Wissen kann auch unter unfreien Lizenzen existieren.
Wikipedia und ich: 2002
Also ich habe meine Magisterarbeit über die Entstehung der EG-Richtlinie 2001/29/EG ("Urheberrecht in der Informationsgesellschaft") geschrieben, und meine Diss beschäftigt sich mit der Theorie des Geistiges Eigentums. Ich würde also schon behaupten, dass ich mich mit Theorie und Auswirkungen des Urheberrechts halbwegs auskenne, und ich mich dafür interessiere. Das erste mal hörte ich von Wikipedia über eine Fußnote in Volker Grassmucks Buch "Freie Software" von 2002. Das wollte jemand Linux aber mit Text! Wow! So etwas braucht die Menschheit. Bis ich mich dann wirklich bei Wikipedia anmeldete, dauerte es noch anderthalb Jahre, aber die Vision war diesselbe. Das, was Linux für Software war - oder besser: das was Linux für Software der Vision nach werden sollte - sollte Wikipedia für Texte werden. Das Paradebeispiel für Freie Inhalte mit einer freien Lizenz. Wiki war mir egal, Enzyklopädie war mir so semi-egal, es war die Freie-Wissens-Vision, die zählte.
Wikpedia und ich: 2004

Nachdem ich mich dann habe davon überzeugen lassen, dass Wikipedia tatsächlich nutzbare Inhalte produzieren kann, meldete ich mich dann an. Es dauerte nur wenig, um mich von Wikis zu überzeugen, um Diderot für einen Befreier der Menschheit zu halten. Auch war ich davob überzeugt, dass die pseudoenzyklopädische Sortierung (ein Artikel pro Thema, Themen selbst möglichst klar und einfach abgrenzbar), eine gute Methode sind, um Wissen zu ordnen. Die damals verwendete GFDL-Lizenz machte bei strenger Auslegung zwar jede Nachnutzung weitgehend unmöglich, und ehrlich gesagt, fand sich auch keine nichtkommerzielle oder gar kommerzielle Nachnutzung der Inhalte: aber hey, es war die Vision Freies Wissen, die zählte!
[Zwischenbemerkung: um die Argumentation halbwegs simpel zu halten, werde ich im weiteren Bilder ignorieren, und Wikipedia ausschließlich als Text behandeln. Bei Bildern ist das alles ganz anders, und noch schlimmer.]
Immer noch keine Nachnutzung
Über die Jahre entwickelte sich Wikipedia dann prima, das Wissen sammelte sich, die Leute lasen Wikipedia, formulierten sie für ihre Referate um. nutzten die Informationen für Zeitungsartikel, Doktorarbeiten, Ausstellungen, anderen Wikipedias, ihre Homepages, Romane, Postkarten, Versuche, ihre Freundin zu beeindrucken. Es dürfte kaum eine Form menschlicher Kommunikation geben, der bei der mittlerweile noch niemand auf Wikipedia-Wissen zurückgegriffen hat. Der Plan, freies Wissen in die Welt zu setzen, hat wunderbar funktioniert. Leider ist eine Form bisher gescheitert: lizenzkonforme Nachnutzung der originalen Wikipedia-Texte. Fast jeder Versuch, wirklich ganze Texte zu nehmen, ist entweder weitgehend gescheitert - wie die diversen Wikipedia-Bücher - ist ein Versuch, den die Menschheit nicht wirklich braucht [Internetspiegel einer bestens erreichbaren Internet-Seite], oder ist eigentlich Betrug, in dem Leuten schlechte Bücher verkauft werden, die ausschließlich Texte aus Wikipedia enthalten. Eine konstruktive, kreative Form, Wikipedia-Texte weiterzunutzen, existiert meines Wissens nicht. Was die ersten Jahre auch wie Zufall oder noch nicht ausgereifte Entwicklung hätte sein können, erscheint bei weiterer Überlegung durch Wikipedia und das Urheberrecht bedingt:
Das Wissen ist schon frei
Zumindest was Texte angeht, kommt die Free-Software-Bewegung etwa 200 Jahre zu spät. Das Wissen in Texten ist schon frei. Oder, um es im deutsch des deutschen Urheberrechts zu sagen: Werke im Sinne dieses Gesetzes sind nur persönliche geistige Schöpfungen. Der Satz wiederum verweist auf die etwa 200 Jahre alte Unterscheidung zwischen Inhalt und Form, nach der die Form eine persönliche geistige Schöpfung ist, der Inhalt (bei Sachtexten wie Wikipedia: das Wissen), aber nicht schutzfähig ist. Anders gesagt: er ist frei. Und die Arbeit, den zu befreien, hat uns netterweise die echte Aufklärung abgenommen. Nur deshalb konnte Wikipedia überhaupt so schnell wachsen - indem es andere Texte umformulierte, und deren bereits freien Inhalte nahm. Deshalb auch nutzen hunderte Millionen Menschen frei Wikipedia-Inhalte, ändern die Form, und können ganz unbelastet von allen Lizenzdebatten von Wikipedia profitieren. [Wie gesagt, bei Bildern ist das komplett anders, weil man Form und Inhalt nicht trennen kann..] Und genau deshalb braucht auch niemand die freie Textlizenz von Wikipedia, weil das Projekt selbst durch seine Regeln versucht, jede individuelle Form und persönliche geistige Schöpfung zu verhindern.
Trotzdem befreite Wikipedia
Wenn aber die Befreiungsleistung der Wikipedia nicht darin liegt, schon freie Inhalte unter eine kompliziert zu benutzende Lizenz zu stellen, warum funktioniert Wissensbefreiung durch Wikipedia trotzdem so großartig? Wie kann Wikipedia Wissen befreien, dass dem Urheberrecht zufolge schon frei ist? Warum kann Wikipedia Wissen in die Welt setzen, ohne dass die Menschheit sich mit den Fallstricken der CC-BY-SA 3.0 auseinandersetzen muss? Weil das Wissen zwar frei war, aber es war auch unzugänglich. Wissen lag in einsamen ungelesenen BÜchern in verstaubten Bibliotheken; Wissen war im Fachjargon formuliert, und der Erwerb desselben verlangte theoretische Erkenntnis. Wissen fand sich in alten Zeitungen, die in Archiven vor sich hinstaubten, und verschiedene fachliche Betrachtungsweisen eines Themas fanden nie zueinander. Weil Wikipedia weltweit per Knopfdruck und weitgehend barrierefrei abzurufen ist; weil es in eine Form gegossen ist, die kein Spezialwissen verlangt, um sie zu verstehen; weil das Wissen auf eine Art und Weise organisiert ist, die jeder Nachvollziehen kann; und weil Wikipedia Wissen aus allen Ecken und Wissensbereichen sammelt, und zugänglich macht. Das sind erstaunliche Befreiungsleistungen - nur haben sie gar nichts mit der Lizenz zu tun, unter der das ganze steht.
Wikimedia und die Lizenzen
Nun wurde der Verein Wikimedia Deutschland gegründet, als die Entwicklung von Wikipedia, ihre Stärken und Schwächen, noch nicht so klar und deutlich waren. Der Verein wurde zu einem größeren Teil von Menschen wie mir gegründet, die Freies Wissen und Virale Lizenz immer mit dem selben Atemgedankenzug dachten, und die sich nicht wirklich vorstellen konnten, dass Freies Wissen - was Text angeht - unabhängig von der Lizenz ist. Deshalb auch fährt der Verein auch weiterhin oft eine relativ urheberrechtliche Engführung, was freies Wissen angeht. Freies Wissen = freie Lizenz. Freie Lizenz = freies Wissen. Beziehungsweise: was schon (lizenz-)frei ist, muss nicht weiter befreit werden.
Wissen zugänglich machen, und sammeln. Hojaho.
Wir haben allerdings mittlerweile eigentlich soviel Erfahrung, dass Offenheit, Teilhabe, Zugänglichkeit und Nachvollziehbarkeit soviel mehr dazu beigetragen haben, Wissen zu befreien, als ausgerechnet die reichlich unbeachte herumliegende Lizenz. Warum versteifen wir uns so sehr auf diese Lizenz? Warum ist nicht Nachvollziehbar und Offenheit Grundbedingung alles Handels, und die Lizenz nur ein Nice-to-have. Warum fördern wir nicht viel mehr Methoden Wissen zusammenzutragen, als nur diejenigen, die sich textgenau übernehmen lassen? Warum konzentrieren wir Lobbying auf Urheberrecht? Und nicht darauf, Veröffentlichungspflichten durchzusetzen, und bereits existierende Veröffentlichungen einfacher zugänglich zu machen? Wikipedia lehrte uns viele Wege, Wissen zu befreien, und der Menschheit zugänglich zu macen. Warum versteifen wir uns viel zu oft, auf den einen Weg namens Urheberrecht, der immer nur disfunktional endete? Freie Lizenzen allein machen noch kein Freies Wissen, Freies Wissen kann auch unter unfreien Lizenzen existieren.
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