Freitag, 27. Januar 2012

Ich habe (k)einen Eintrag bei Wikipedia - Session zur re:publica

So, sofern die re:publicaner es auch wollen, dürft ihr mich auf re:publica 12 bei folgender Session erleben:

Es gibt Menschen, die haben einen eigenen Wikipedia-Eintrag - und sie sind darüber unglücklich. Es gibt Menschen, die haben keinen eigenen Wikipedia-Eintrag - und auch sie sind darüber unglücklich. Beide Gruppen sind in der Lage, ihren Problemen mit Wikipedia abzuhelfen. Sie wissen oft nur nicht, wie sie vorgehen sollen. Der Vortrag wird Betroffenen, Neugierigen, und Wikipediahassern auf kurzweilige Art und Weise erläutern, wie das Opfer eines Artikels sich wehren kann.

Der Vortrag wird die Kriterien darlegen, nach denen Wikipedia Themen aufnimmt. Er wird dabei die Relevanzkriterien streifen, und in einer kleinen Exkursion die schönsten Formulierungen aus den Relevanzkriterien rezitieren. Dazu aber wird der Vortragende erläutern, warum die Relevanzkriterien nicht wichtig sind, und wonach Wikipedianer und Wikipedianerinnen in Wahrheit über Relevanz entscheiden. Er wird darlegen, wie man sich als potentielles Objekt eines Artikels interessant macht – oder eben nicht.

Der vorhandene Artikel in der Wikipedia kann sich allerdings als echtes Problem erweisen: Das beschriebene Objekt erleidet einen massiven Kontrollverlust über sein öffentliches Bild. Das kann positive sein: Nicht Jede und Jeder ist wirklich die beste Darstellerin ihrer selbst.
Die Folgen eines Wikipedia-Eintrags können aber auch negativ sein. Es mag sein, dass der Wikipedia-Eintrag falsch gewichtet ist oder veraltete Informationen enthält. Es kann aber auch zu echten Fehlern kommen, im schlimmsten Fall mit rufschädigenden Wirkungen. Erfahrungsgemäß können Versuche der Beschriebenen, ihren Eintrag zu korrigieren, die Lage eskalieren.

Der Vortrag wird einen Überblick über Konfliktlösungsmechanismen auf verschiedenen Eskalationsstufen geben, und Hilfestellungen vermitteln, Er wird erläutern in welchen Fällen ein Eingreifen lohnt, und in welchen nicht. Und er wird reichlich Gelegenheit bieten, über Sinn und Unsinn von Relevanz, anonyme Autoren, und Selbstbestimmung über Informationen zu diskutieren.

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