As I told you. Fangen wir mit Twitter und dem ganz einfachen Tweet an. .. gilt selbstverständlich auch hier das Urheberrechtsgesetz.
Übersicht, EU-Richtlinienentwurf zu verwaisten Werken.
Zwischenstand von der Mike-Tyson-Sage: die Maori sind sauer.
FAZ. nett: So selbstverständlich wie Dosenbier: die Wikipedia und das Altertum
Wir sind eine Gruppe von Teilnehmern mit unterschiedlichen Interessen im Bereich Textil. Gemeinsam wollen wir eine Ausstellung im Dithmarscher Landesmuseum gestalten.
Wer wissen will, was aus Wissenswert wurde, wird wissend, wo Wikimedia wirkt: WissensWert – Berichte aus den Projekten II
I was Randy "Macho Man" Savage's next-door neighbor for a year in 2000.
Samstag, 28. Mai 2011
Freitag, 27. Mai 2011
daughters of the authors (only if they are not married)
Another national peculiarity can be found in Chile where the term of [copyright] protection can be computed from the date of death of the last surviving person amongst the wife and daughters of the authors (only if they are not married). This strange (and not genderneutral) provision might be soon abrogated by a Bill currently in discussion.Aus: Dusollier, Séverine: WIPO Scoping Study on Copyright and Related Rights and the Public Domain, 2010
Another national peculiarity can be found in Chile where the term of [copyright] protection can be computed from the date of death of the last surviving person amongst the wife and daughters of the authors (only if they are not married). This strange (and not genderneutral) provision might be soon abrogated by a Bill currently in discussion.Aus: Dusollier, Séverine: WIPO Scoping Study on Copyright and Related Rights and the Public Domain, 2010
daughters of the authors (only if they are not married)
Labels:
gender,
Urheberrecht
Wiki/Copyright/Wissenschaft
Dasjadolle, es gibt tatsächlich Wissenschaft, die sich mit Urheberrecht und Wikis beschäftigt: Jeremy Philipps: Authorship, ownership, wikiship: copyright in the 21st century. In: Derclaye, E. (ed.) Copyright And Cultural Heritage Preservation and Access to Works in a Digital World. Edward Elgar, Cheltenham. ISBN 978 1 84980 004 4
Primär mit der Frage, ob ein Wiki eine Datenbank im Sinne der EU ist, und welche Rolle der einzelne Autor spielt. Mehr, wenn ich es mehr als überflogen habe. Wikipedia selbst bezeichnet Philipps dabei als Elefant am Frühstückstisch, den er mal vorsichtshalber ignoriert.
Bemerkung am Rande. Jeremy Philipps ist der Betreiber des Blogs IPkat, das ich ja auch hier immer mal wieder ganz gerne verlinke.
Primär mit der Frage, ob ein Wiki eine Datenbank im Sinne der EU ist, und welche Rolle der einzelne Autor spielt. Mehr, wenn ich es mehr als überflogen habe. Wikipedia selbst bezeichnet Philipps dabei als Elefant am Frühstückstisch, den er mal vorsichtshalber ignoriert.
Bemerkung am Rande. Jeremy Philipps ist der Betreiber des Blogs IPkat, das ich ja auch hier immer mal wieder ganz gerne verlinke.
Dasjadolle, es gibt tatsächlich Wissenschaft, die sich mit Urheberrecht und Wikis beschäftigt: Jeremy Philipps: Authorship, ownership, wikiship: copyright in the 21st century. In: Derclaye, E. (ed.) Copyright And Cultural Heritage Preservation and Access to Works in a Digital World. Edward Elgar, Cheltenham. ISBN 978 1 84980 004 4
Primär mit der Frage, ob ein Wiki eine Datenbank im Sinne der EU ist, und welche Rolle der einzelne Autor spielt. Mehr, wenn ich es mehr als überflogen habe. Wikipedia selbst bezeichnet Philipps dabei als Elefant am Frühstückstisch, den er mal vorsichtshalber ignoriert.
Bemerkung am Rande. Jeremy Philipps ist der Betreiber des Blogs IPkat, das ich ja auch hier immer mal wieder ganz gerne verlinke.
Primär mit der Frage, ob ein Wiki eine Datenbank im Sinne der EU ist, und welche Rolle der einzelne Autor spielt. Mehr, wenn ich es mehr als überflogen habe. Wikipedia selbst bezeichnet Philipps dabei als Elefant am Frühstückstisch, den er mal vorsichtshalber ignoriert.
Bemerkung am Rande. Jeremy Philipps ist der Betreiber des Blogs IPkat, das ich ja auch hier immer mal wieder ganz gerne verlinke.
Wiki/Copyright/Wissenschaft
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Urheberrecht,
Wikipedia
Traktorfreitag: Geh-hinterher-Traktor
Traktor bedeutet ja glaube ich auf lateinisch irgendwas, was in meinen vier Jahren Latein nicht vorkam. Trecker hingegen bedeutet auf Plattdeutsch Schlepper, und schleppen ist es ja, was ein Trecker soll: Pflug, Egge, Güllewagen, Abflammmaschinhttp://www.blogger.com/img/blank.gife und was es alles gibt. Nun sind Trecker groß wie Rapsfelder und damit zu groß für kleine Rapsfelder: die Lösung lautet Einachsschlepper.
Einachschlepper bestehen im wesentlichen aus einem Motor auf zwei Reifen, und einer Kupplung, um diverse Geräte anzuschließen: in der Landwirtschaft halt die üblichen Verdächtigen (Fräse, Pflug; Egge etc.), und im Gartenbau ebenso (Rasenmäher, Fräse, Laubsauger etc.) Das sieht ungefähr so aus:
Auch wenn mir das Gerät wirklich neu war, für unsere Großeltern war es noch High-Tech, und in China noch bis vor 10/20 Jahren Stand der Technik, und überall wo es kleine Felder oder wenig Geld gibt, sind sie immer noch weit verbreitet.
Auch wenn generell zum Hinterhergehen gedacht, verfügen die Geräte doch über einen eigenen Antrieb, es ist also einfach möglich, zwei weitere Räder anzumontieren, und sich damit, langsam, durch die Gegend zu bewegen.
Die Vorteile gegenüber einem richtigen Traktor sind ja eher offensichtlich: es ist wendig, leicht, preiswert, und unkommpliziert. Der Nachteil gegenüber einem konventionellen Traktor ist es natürlich auch: POOOOOOOOWER! Nicht ganz so offensichtlich ist das Gerät Nachts, weswegen der Einachser wohl - im öffentlichen Straßenverkehr betrieben - zu den Hauptverursachern schwerer Unfälle in den Ländern seines Hauptverbreitungsgebiets gehört.
Fern aller Notwendigkeit und öffentlichen Straßen gefällt mir das Gerät aber sehr. Es ist versatil, robust, sprotzt und tuckert wie sich das gehört. Auch wenn ich kein Beispiel gefunden habe: man kann sicher auch Steine dranbinden und Tractor-Pulling veranstalten. Das wird dann auch gleich noch echter Kraftsport.
Einachser im Einsatz (leider ohne Explosionen):
So ganz allgemein könnte die Geh-hinter-dem-Traktor-her-Szene etwas Nachhilfe gebrauchen, was packende Videos angeht. Das hier war das Highlight:
Immerhin, Ansätze zum Traktorpulling gibt es:
Einachschlepper bestehen im wesentlichen aus einem Motor auf zwei Reifen, und einer Kupplung, um diverse Geräte anzuschließen: in der Landwirtschaft halt die üblichen Verdächtigen (Fräse, Pflug; Egge etc.), und im Gartenbau ebenso (Rasenmäher, Fräse, Laubsauger etc.) Das sieht ungefähr so aus:
Auch wenn mir das Gerät wirklich neu war, für unsere Großeltern war es noch High-Tech, und in China noch bis vor 10/20 Jahren Stand der Technik, und überall wo es kleine Felder oder wenig Geld gibt, sind sie immer noch weit verbreitet.
Auch wenn generell zum Hinterhergehen gedacht, verfügen die Geräte doch über einen eigenen Antrieb, es ist also einfach möglich, zwei weitere Räder anzumontieren, und sich damit, langsam, durch die Gegend zu bewegen.
Die Vorteile gegenüber einem richtigen Traktor sind ja eher offensichtlich: es ist wendig, leicht, preiswert, und unkommpliziert. Der Nachteil gegenüber einem konventionellen Traktor ist es natürlich auch: POOOOOOOOWER! Nicht ganz so offensichtlich ist das Gerät Nachts, weswegen der Einachser wohl - im öffentlichen Straßenverkehr betrieben - zu den Hauptverursachern schwerer Unfälle in den Ländern seines Hauptverbreitungsgebiets gehört.
Fern aller Notwendigkeit und öffentlichen Straßen gefällt mir das Gerät aber sehr. Es ist versatil, robust, sprotzt und tuckert wie sich das gehört. Auch wenn ich kein Beispiel gefunden habe: man kann sicher auch Steine dranbinden und Tractor-Pulling veranstalten. Das wird dann auch gleich noch echter Kraftsport.
Einachser im Einsatz (leider ohne Explosionen):
So ganz allgemein könnte die Geh-hinter-dem-Traktor-her-Szene etwas Nachhilfe gebrauchen, was packende Videos angeht. Das hier war das Highlight:
Immerhin, Ansätze zum Traktorpulling gibt es:
Traktor bedeutet ja glaube ich auf lateinisch irgendwas, was in meinen vier Jahren Latein nicht vorkam. Trecker hingegen bedeutet auf Plattdeutsch Schlepper, und schleppen ist es ja, was ein Trecker soll: Pflug, Egge, Güllewagen, Abflammmaschinhttp://www.blogger.com/img/blank.gife und was es alles gibt. Nun sind Trecker groß wie Rapsfelder und damit zu groß für kleine Rapsfelder: die Lösung lautet Einachsschlepper.
Einachschlepper bestehen im wesentlichen aus einem Motor auf zwei Reifen, und einer Kupplung, um diverse Geräte anzuschließen: in der Landwirtschaft halt die üblichen Verdächtigen (Fräse, Pflug; Egge etc.), und im Gartenbau ebenso (Rasenmäher, Fräse, Laubsauger etc.) Das sieht ungefähr so aus:
Auch wenn mir das Gerät wirklich neu war, für unsere Großeltern war es noch High-Tech, und in China noch bis vor 10/20 Jahren Stand der Technik, und überall wo es kleine Felder oder wenig Geld gibt, sind sie immer noch weit verbreitet.
Auch wenn generell zum Hinterhergehen gedacht, verfügen die Geräte doch über einen eigenen Antrieb, es ist also einfach möglich, zwei weitere Räder anzumontieren, und sich damit, langsam, durch die Gegend zu bewegen.
Die Vorteile gegenüber einem richtigen Traktor sind ja eher offensichtlich: es ist wendig, leicht, preiswert, und unkommpliziert. Der Nachteil gegenüber einem konventionellen Traktor ist es natürlich auch: POOOOOOOOWER! Nicht ganz so offensichtlich ist das Gerät Nachts, weswegen der Einachser wohl - im öffentlichen Straßenverkehr betrieben - zu den Hauptverursachern schwerer Unfälle in den Ländern seines Hauptverbreitungsgebiets gehört.
Fern aller Notwendigkeit und öffentlichen Straßen gefällt mir das Gerät aber sehr. Es ist versatil, robust, sprotzt und tuckert wie sich das gehört. Auch wenn ich kein Beispiel gefunden habe: man kann sicher auch Steine dranbinden und Tractor-Pulling veranstalten. Das wird dann auch gleich noch echter Kraftsport.
Einachser im Einsatz (leider ohne Explosionen):
So ganz allgemein könnte die Geh-hinter-dem-Traktor-her-Szene etwas Nachhilfe gebrauchen, was packende Videos angeht. Das hier war das Highlight:
Immerhin, Ansätze zum Traktorpulling gibt es:
Einachschlepper bestehen im wesentlichen aus einem Motor auf zwei Reifen, und einer Kupplung, um diverse Geräte anzuschließen: in der Landwirtschaft halt die üblichen Verdächtigen (Fräse, Pflug; Egge etc.), und im Gartenbau ebenso (Rasenmäher, Fräse, Laubsauger etc.) Das sieht ungefähr so aus:
Auch wenn mir das Gerät wirklich neu war, für unsere Großeltern war es noch High-Tech, und in China noch bis vor 10/20 Jahren Stand der Technik, und überall wo es kleine Felder oder wenig Geld gibt, sind sie immer noch weit verbreitet.
Auch wenn generell zum Hinterhergehen gedacht, verfügen die Geräte doch über einen eigenen Antrieb, es ist also einfach möglich, zwei weitere Räder anzumontieren, und sich damit, langsam, durch die Gegend zu bewegen.
Die Vorteile gegenüber einem richtigen Traktor sind ja eher offensichtlich: es ist wendig, leicht, preiswert, und unkommpliziert. Der Nachteil gegenüber einem konventionellen Traktor ist es natürlich auch: POOOOOOOOWER! Nicht ganz so offensichtlich ist das Gerät Nachts, weswegen der Einachser wohl - im öffentlichen Straßenverkehr betrieben - zu den Hauptverursachern schwerer Unfälle in den Ländern seines Hauptverbreitungsgebiets gehört.
Fern aller Notwendigkeit und öffentlichen Straßen gefällt mir das Gerät aber sehr. Es ist versatil, robust, sprotzt und tuckert wie sich das gehört. Auch wenn ich kein Beispiel gefunden habe: man kann sicher auch Steine dranbinden und Tractor-Pulling veranstalten. Das wird dann auch gleich noch echter Kraftsport.
Einachser im Einsatz (leider ohne Explosionen):
So ganz allgemein könnte die Geh-hinter-dem-Traktor-her-Szene etwas Nachhilfe gebrauchen, was packende Videos angeht. Das hier war das Highlight:
Immerhin, Ansätze zum Traktorpulling gibt es:
Traktorfreitag: Geh-hinterher-Traktor
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Arte und die orange Orange
Gestern Abend sendete Arte den recht bekannten Kubrick-Film Uhrwerk Orange. Vorher war eine 52minütige Doku zur Entstehung des Films unter dem Namen Es war einmal ... angekündigt. Den Film habe ich schon mehrfach gesehen, die Doku hat mich interessiert.
Ausgehalten habe ich sie 7 Minuten, dann hatte ich Angst um meine Zähne und die Tischplatte und habe abgeschaltet.
So ein unterirdisches Niveau hätte ich auf Arte wohl zuletzt vermutet. Offenbar hatten die Autoren sich zwar mit Produzenten, der Witwe Kubricks und wer-weiß-nicht-alles unterhalten, aber den Film nicht gesehen und das Buch nicht gelesen. Zumindest aber haben die Redakteure es wohl nicht verstanden. Schon ein kurzer Blick auf den englischen Originaltitel "A Clockwork Orange" hätten dem Off-Sprecher und dem Synchron-Regisseur nicht nur ein Licht, sondern einen ganzen Kronleuchter aufgehen lassen müssen. Aber nein, man erwähnte im gefühlten 10-Sekunden-Takt den Namen des Films als "Uhrwerk orange", ohne e am Ende ausgesprochen. Dumm nur, dass es eben nicht um ein orangefarbenes Uhrwerk, sondern eigentlich um eine (wie einen Wecker) aufgezogene Orange geht. Darüber, warum im deutschen Titel der Artikel damals weggelassen wurde, kann man nur spekulieren. Nun muss das nicht jeder Zuschauer des Films unbedingt gleich realisieren. Wenn man aber eine fast einstündige Doku zu diesem Film produziert, ist das nicht mehr nur peinlich, sondern völlig daneben.
Schon ein Blick in Wikipedia hätte hier übrigens weitergeholfen, es gibt dort sogar einen Abschnitt über den Titel des Films: »Anthony Burgess selbst erklärte den Titel seines Buches so: „1945, als ich von der Army kam, hörte ich einen achtzigjährigen Cockney in einem Londoner Pub von jemandem sagen, er sei schräg wie eine aufgezogene Orange" (as queer as a clockwork orange).«
Wer sich nicht gruselt und nicht zum Tischkantenbeißen neigt, kann sich diese "Doku" übrigens noch ansehen: Arte wiederholt den Schrecken am 4. Juni.
Mir bleibt nur, die Toten Hosen zu zitieren: "And always remember: The world is an orange!"
Gestern Abend sendete Arte den recht bekannten Kubrick-Film Uhrwerk Orange. Vorher war eine 52minütige Doku zur Entstehung des Films unter dem Namen Es war einmal ... angekündigt. Den Film habe ich schon mehrfach gesehen, die Doku hat mich interessiert.
Ausgehalten habe ich sie 7 Minuten, dann hatte ich Angst um meine Zähne und die Tischplatte und habe abgeschaltet.
So ein unterirdisches Niveau hätte ich auf Arte wohl zuletzt vermutet. Offenbar hatten die Autoren sich zwar mit Produzenten, der Witwe Kubricks und wer-weiß-nicht-alles unterhalten, aber den Film nicht gesehen und das Buch nicht gelesen. Zumindest aber haben die Redakteure es wohl nicht verstanden. Schon ein kurzer Blick auf den englischen Originaltitel "A Clockwork Orange" hätten dem Off-Sprecher und dem Synchron-Regisseur nicht nur ein Licht, sondern einen ganzen Kronleuchter aufgehen lassen müssen. Aber nein, man erwähnte im gefühlten 10-Sekunden-Takt den Namen des Films als "Uhrwerk orange", ohne e am Ende ausgesprochen. Dumm nur, dass es eben nicht um ein orangefarbenes Uhrwerk, sondern eigentlich um eine (wie einen Wecker) aufgezogene Orange geht. Darüber, warum im deutschen Titel der Artikel damals weggelassen wurde, kann man nur spekulieren. Nun muss das nicht jeder Zuschauer des Films unbedingt gleich realisieren. Wenn man aber eine fast einstündige Doku zu diesem Film produziert, ist das nicht mehr nur peinlich, sondern völlig daneben.
Schon ein Blick in Wikipedia hätte hier übrigens weitergeholfen, es gibt dort sogar einen Abschnitt über den Titel des Films: »Anthony Burgess selbst erklärte den Titel seines Buches so: „1945, als ich von der Army kam, hörte ich einen achtzigjährigen Cockney in einem Londoner Pub von jemandem sagen, er sei schräg wie eine aufgezogene Orange" (as queer as a clockwork orange).«
Wer sich nicht gruselt und nicht zum Tischkantenbeißen neigt, kann sich diese "Doku" übrigens noch ansehen: Arte wiederholt den Schrecken am 4. Juni.
Mir bleibt nur, die Toten Hosen zu zitieren: "And always remember: The world is an orange!"
Arte und die orange Orange
Donnerstag, 26. Mai 2011
Mein Gesicht ist satirisch gemeint #tyson #urheberrecht
So, da der Film Hangover 2 nun auch in Deutschland anläuft, und auch TVTotal berichtet, ein guter Grund nochmal kurz auf das Tyson-Tattoo einzugehen. Als kurze Rekapitulation: Mike Tyson hat ein auffallendes Gesichtstattoo und spielt im Film Hangover 2 mit. Die Hauptrolle im Film trägt ebenfalls diese Tätowierung, und ist auf den Werbeplakaten für den Film zu sehen. Mike Tysons Tätowierer nun wiederum geht dagegen vor Gericht vor, weil er die Rechte an der Tätowierung hat, und die nicht einfach so Werbung mit seinem Kunstwerk.. Schlußendlich wird es auf einen Vergleich hinauslaufen und alle kriegen Geld.
Abgesehen davon, dass jetzt jede Menge Leute Geld verdienen, sehe ich aber gerade zwei Gesichtspunkte, die über den konkreten Fall hinausweisen. Ralf Möbius schrieb kurz, dass Mike Tyson im Gebiet des deutschen Urheberrechts weiter ins Schwimmbad darf. Dem würde ich nicht widersprechen, finde es aber zu fantasielos gedacht.
Zum einen ist Möbius Beispiel des "Logos für seine Security-Firma" sicher nicht die häufigsten kommerzielle Übernahme von Tätowierungen anderer Leute. Die dürfte eher erfolgen, wenn jemand in ein Tattoo-Studie kommt und sagt "Ich hätte auch gern das Tattoo von Mike Tyson/David Beckham/Chiara Ohoven/Kate Middleton/meiner Lehrerin" etc. Oder natürlich, wenn die sowieso alle diesselben fünf Tribals tätowieren. Die Umstellung der ganzen Tätowiererei von einem jeder-darf-alles-Gebrauch auf ein System mit Lizenzen, Verboten, Verwertungsgesellschaften und Leergeräteabgabe auf Tätowiernadeln ist so bedeutungslos nicht.

Zum anderen kamen bisher alle Fälle ja deswegen zum Konflikt, weil es kommerziell Fotos der Tätowierung gab. Sei es das Filmplakat, sei es Werbung mit David Beckham und prominent aufgenommenem Tattoo. Und da scheint mir durchaus noch unsicher, wo die Grenze liegt. Sind keine kommerziell nutzbaren Fotos von Mike Tyson mehr möglich? Müssen die SuicideGirls immer eine Einverständniserklärung des Tätowierers abgeben? Muss bei einer Werbeaufnahme das Tattoo deutlich im Vordergrund stehen oder reicht es, wenn es zu erkennen ist? Mir deucht, die Juristierei hat da noch viel zu entscheiden, wenn es jemand darauf anlegt.
Techdirt hat mich auf einen anderen Gesichtspunkt aufmerksam gemacht: Warner Bros. argumentiert damit, dass das Tattoo in Hangover 2 eine Parodie sei - abgestritten vom Tätowierer, weil die Tätowierung im Film identisch ist. Nun würde ich ja Techdirt folgen, dass diesselbe Tätowierung auf dem Anti-Mike-Tyson-Gesicht von Ed Helms satirisch sein kann. Was nun aber dazu führt, dass das Gesicht Teil des Kunstwerks ist, und dementsprechend der Gestalter/Träger des Gesichts auch Rechte.. ach, es ist ein endloses Feld.
Jetzt bin ich erstmal gespannt, ob andere Tätowierer den Ball aufgreifen, und bewusst wahrnehmen, dass sie Rechte einklagen können, oder lieber alles beim alten bleibt.
Und ganz am Rande: wer umsonst mit Chio Chips nach Thailand fahren will, kann das versuchen.
Abgesehen davon, dass jetzt jede Menge Leute Geld verdienen, sehe ich aber gerade zwei Gesichtspunkte, die über den konkreten Fall hinausweisen. Ralf Möbius schrieb kurz, dass Mike Tyson im Gebiet des deutschen Urheberrechts weiter ins Schwimmbad darf. Dem würde ich nicht widersprechen, finde es aber zu fantasielos gedacht.
Zum einen ist Möbius Beispiel des "Logos für seine Security-Firma" sicher nicht die häufigsten kommerzielle Übernahme von Tätowierungen anderer Leute. Die dürfte eher erfolgen, wenn jemand in ein Tattoo-Studie kommt und sagt "Ich hätte auch gern das Tattoo von Mike Tyson/David Beckham/Chiara Ohoven/Kate Middleton/meiner Lehrerin" etc. Oder natürlich, wenn die sowieso alle diesselben fünf Tribals tätowieren. Die Umstellung der ganzen Tätowiererei von einem jeder-darf-alles-Gebrauch auf ein System mit Lizenzen, Verboten, Verwertungsgesellschaften und Leergeräteabgabe auf Tätowiernadeln ist so bedeutungslos nicht.
Zum anderen kamen bisher alle Fälle ja deswegen zum Konflikt, weil es kommerziell Fotos der Tätowierung gab. Sei es das Filmplakat, sei es Werbung mit David Beckham und prominent aufgenommenem Tattoo. Und da scheint mir durchaus noch unsicher, wo die Grenze liegt. Sind keine kommerziell nutzbaren Fotos von Mike Tyson mehr möglich? Müssen die SuicideGirls immer eine Einverständniserklärung des Tätowierers abgeben? Muss bei einer Werbeaufnahme das Tattoo deutlich im Vordergrund stehen oder reicht es, wenn es zu erkennen ist? Mir deucht, die Juristierei hat da noch viel zu entscheiden, wenn es jemand darauf anlegt.
Techdirt hat mich auf einen anderen Gesichtspunkt aufmerksam gemacht: Warner Bros. argumentiert damit, dass das Tattoo in Hangover 2 eine Parodie sei - abgestritten vom Tätowierer, weil die Tätowierung im Film identisch ist. Nun würde ich ja Techdirt folgen, dass diesselbe Tätowierung auf dem Anti-Mike-Tyson-Gesicht von Ed Helms satirisch sein kann. Was nun aber dazu führt, dass das Gesicht Teil des Kunstwerks ist, und dementsprechend der Gestalter/Träger des Gesichts auch Rechte.. ach, es ist ein endloses Feld.
Jetzt bin ich erstmal gespannt, ob andere Tätowierer den Ball aufgreifen, und bewusst wahrnehmen, dass sie Rechte einklagen können, oder lieber alles beim alten bleibt.
Und ganz am Rande: wer umsonst mit Chio Chips nach Thailand fahren will, kann das versuchen.
So, da der Film Hangover 2 nun auch in Deutschland anläuft, und auch TVTotal berichtet, ein guter Grund nochmal kurz auf das Tyson-Tattoo einzugehen. Als kurze Rekapitulation: Mike Tyson hat ein auffallendes Gesichtstattoo und spielt im Film Hangover 2 mit. Die Hauptrolle im Film trägt ebenfalls diese Tätowierung, und ist auf den Werbeplakaten für den Film zu sehen. Mike Tysons Tätowierer nun wiederum geht dagegen vor Gericht vor, weil er die Rechte an der Tätowierung hat, und die nicht einfach so Werbung mit seinem Kunstwerk.. Schlußendlich wird es auf einen Vergleich hinauslaufen und alle kriegen Geld.
Abgesehen davon, dass jetzt jede Menge Leute Geld verdienen, sehe ich aber gerade zwei Gesichtspunkte, die über den konkreten Fall hinausweisen. Ralf Möbius schrieb kurz, dass Mike Tyson im Gebiet des deutschen Urheberrechts weiter ins Schwimmbad darf. Dem würde ich nicht widersprechen, finde es aber zu fantasielos gedacht.
Zum einen ist Möbius Beispiel des "Logos für seine Security-Firma" sicher nicht die häufigsten kommerzielle Übernahme von Tätowierungen anderer Leute. Die dürfte eher erfolgen, wenn jemand in ein Tattoo-Studie kommt und sagt "Ich hätte auch gern das Tattoo von Mike Tyson/David Beckham/Chiara Ohoven/Kate Middleton/meiner Lehrerin" etc. Oder natürlich, wenn die sowieso alle diesselben fünf Tribals tätowieren. Die Umstellung der ganzen Tätowiererei von einem jeder-darf-alles-Gebrauch auf ein System mit Lizenzen, Verboten, Verwertungsgesellschaften und Leergeräteabgabe auf Tätowiernadeln ist so bedeutungslos nicht.

Zum anderen kamen bisher alle Fälle ja deswegen zum Konflikt, weil es kommerziell Fotos der Tätowierung gab. Sei es das Filmplakat, sei es Werbung mit David Beckham und prominent aufgenommenem Tattoo. Und da scheint mir durchaus noch unsicher, wo die Grenze liegt. Sind keine kommerziell nutzbaren Fotos von Mike Tyson mehr möglich? Müssen die SuicideGirls immer eine Einverständniserklärung des Tätowierers abgeben? Muss bei einer Werbeaufnahme das Tattoo deutlich im Vordergrund stehen oder reicht es, wenn es zu erkennen ist? Mir deucht, die Juristierei hat da noch viel zu entscheiden, wenn es jemand darauf anlegt.
Techdirt hat mich auf einen anderen Gesichtspunkt aufmerksam gemacht: Warner Bros. argumentiert damit, dass das Tattoo in Hangover 2 eine Parodie sei - abgestritten vom Tätowierer, weil die Tätowierung im Film identisch ist. Nun würde ich ja Techdirt folgen, dass diesselbe Tätowierung auf dem Anti-Mike-Tyson-Gesicht von Ed Helms satirisch sein kann. Was nun aber dazu führt, dass das Gesicht Teil des Kunstwerks ist, und dementsprechend der Gestalter/Träger des Gesichts auch Rechte.. ach, es ist ein endloses Feld.
Jetzt bin ich erstmal gespannt, ob andere Tätowierer den Ball aufgreifen, und bewusst wahrnehmen, dass sie Rechte einklagen können, oder lieber alles beim alten bleibt.
Und ganz am Rande: wer umsonst mit Chio Chips nach Thailand fahren will, kann das versuchen.
Abgesehen davon, dass jetzt jede Menge Leute Geld verdienen, sehe ich aber gerade zwei Gesichtspunkte, die über den konkreten Fall hinausweisen. Ralf Möbius schrieb kurz, dass Mike Tyson im Gebiet des deutschen Urheberrechts weiter ins Schwimmbad darf. Dem würde ich nicht widersprechen, finde es aber zu fantasielos gedacht.
Zum einen ist Möbius Beispiel des "Logos für seine Security-Firma" sicher nicht die häufigsten kommerzielle Übernahme von Tätowierungen anderer Leute. Die dürfte eher erfolgen, wenn jemand in ein Tattoo-Studie kommt und sagt "Ich hätte auch gern das Tattoo von Mike Tyson/David Beckham/Chiara Ohoven/Kate Middleton/meiner Lehrerin" etc. Oder natürlich, wenn die sowieso alle diesselben fünf Tribals tätowieren. Die Umstellung der ganzen Tätowiererei von einem jeder-darf-alles-Gebrauch auf ein System mit Lizenzen, Verboten, Verwertungsgesellschaften und Leergeräteabgabe auf Tätowiernadeln ist so bedeutungslos nicht.
Zum anderen kamen bisher alle Fälle ja deswegen zum Konflikt, weil es kommerziell Fotos der Tätowierung gab. Sei es das Filmplakat, sei es Werbung mit David Beckham und prominent aufgenommenem Tattoo. Und da scheint mir durchaus noch unsicher, wo die Grenze liegt. Sind keine kommerziell nutzbaren Fotos von Mike Tyson mehr möglich? Müssen die SuicideGirls immer eine Einverständniserklärung des Tätowierers abgeben? Muss bei einer Werbeaufnahme das Tattoo deutlich im Vordergrund stehen oder reicht es, wenn es zu erkennen ist? Mir deucht, die Juristierei hat da noch viel zu entscheiden, wenn es jemand darauf anlegt.
Techdirt hat mich auf einen anderen Gesichtspunkt aufmerksam gemacht: Warner Bros. argumentiert damit, dass das Tattoo in Hangover 2 eine Parodie sei - abgestritten vom Tätowierer, weil die Tätowierung im Film identisch ist. Nun würde ich ja Techdirt folgen, dass diesselbe Tätowierung auf dem Anti-Mike-Tyson-Gesicht von Ed Helms satirisch sein kann. Was nun aber dazu führt, dass das Gesicht Teil des Kunstwerks ist, und dementsprechend der Gestalter/Träger des Gesichts auch Rechte.. ach, es ist ein endloses Feld.
Jetzt bin ich erstmal gespannt, ob andere Tätowierer den Ball aufgreifen, und bewusst wahrnehmen, dass sie Rechte einklagen können, oder lieber alles beim alten bleibt.
Und ganz am Rande: wer umsonst mit Chio Chips nach Thailand fahren will, kann das versuchen.
Mein Gesicht ist satirisch gemeint #tyson #urheberrecht
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Geistiges Eigentum,
mike tyson,
tätowierung,
Urheberrecht
Mittwoch, 25. Mai 2011
Andere Überzeugen ist tückisch
Es könnte passieren, dass man seine eigene Meinung ändert, und dann andauernd über Dritte gegen sein früheres Selbst anargumentieren muss. Anstrengend ist das.
Es könnte passieren, dass man seine eigene Meinung ändert, und dann andauernd über Dritte gegen sein früheres Selbst anargumentieren muss. Anstrengend ist das.
Andere Überzeugen ist tückisch
Labels:
Internes
Behördenwahnsinn und moderne Technologie
Seit November gibt es den neuen Personalausweis, nun habe auch ich zwangsläufigerweise so ein Teil. Da mein "alter" am ablaufen war und ich einen Reisepass brauche, dachte ich mir es wäre sinnvoll gleich mit zwei Klappen auf eine Fliege zu schlagen. Also beides zusammen beantragt.
Keine Überraschung: Natürlich kann man sein Passbild nicht digital abgeben, weder per Mail noch per Stick oder sonst irgendwie. Also ausdrucken...
Erste Überraschung: Um ein Passbild von den Mitarbeitern des Bürgerzentrums akzeptiert zu bekommen, braucht man sehr gute Nerven. Bei meinen Besuchen hatte ich den Eindruck, etwa die Hälfte aller
Zweite Überraschung: Die (man erinnere sich: nur analog akzeptierten) Fotos werden gleich vor Ort einscannt. Mit einem Standard-Billig-Kombi-Gerät aus dem Ichbindochnichtblöd-Markt. Bei jedem Sachbearbeiter schien eine andere Marke zu stehen. Also Passbild auf den Scanner gelegt, in der Software geklickt. Helligkeitskorrektur oder so ein Schnickschnack angeblich nicht möglich.
Dritte Überraschung: Der Wahnsinn hat Methode. Für Perso und für Pass werden die Bilder jeweils neu eingescannt. Eine Datenübernahme von einem zum anderen Antrag ist nicht möglich. Die beiden Fotos werden auf die Formulare geklebt, die vor Ort bleiben. Grotesk: Bei der Abholung bekommt man beide Fotos zurück. Wozu für die Zeit zwischen Beantragung und Aushändigung zwei Fotos dort physisch herumliegen müssen, konnte man mir nicht beantworten. Prinzipiell hätte eines ja zumindest gereicht.
Vierte Überraschung: Na gut, überrascht war ich dann nicht mehr wirklich. Meine Fingerabdrücke wurden auch zweimal eingescannt. Keine Datenübernahme zwischen den beiden Anträgen, man erinnert sich.
Kostenpunkt: 87,80 € für beides. Teure neue Welt.
Was kann ich nun mit meinem Wunderwerk der Innovation und Datensammlung anstellen? Meine größte Überraschung: Fast nichts. Selbst über ein halbes Jahr nach dessen lang zelebrierter Einführung kann man noch keine elektronische Signatur auf den Ausweis laden. Alles noch in der Entwicklung. Um dies irgendwann - sofern es jemals fertig sein wird - auch nutzen zu können, braucht man ein Komfort-Lesegerät der Klasse 3. Aus Sicherheitsgründen sowieso zu empfehlen. Zertifiziert ist bisher ein einziges, ein Reiner SCT. Seit 2 Monaten warte ich nun darauf, dass dieses einzig mögliche Gerät lieferbar ist. Bisher ist es noch nicht erhältlich. Heute bekam ich als voraussichtlichen Liefertermin Mitte Juli genannt.
Während man woanders über die digitale Zukunft diskutiert, überlegt der Amtsschimmel noch, ob er an der Zukunft überhaupt teilnimmt. Jahrelange Planung für den sogenannten nPA, tolle Marketing-Aktionen und dann: Nichts funktioniert. Bizarre neue Welt.
Seit November gibt es den neuen Personalausweis, nun habe auch ich zwangsläufigerweise so ein Teil. Da mein "alter" am ablaufen war und ich einen Reisepass brauche, dachte ich mir es wäre sinnvoll gleich mit zwei Klappen auf eine Fliege zu schlagen. Also beides zusammen beantragt.
Keine Überraschung: Natürlich kann man sein Passbild nicht digital abgeben, weder per Mail noch per Stick oder sonst irgendwie. Also ausdrucken...
Erste Überraschung: Um ein Passbild von den Mitarbeitern des Bürgerzentrums akzeptiert zu bekommen, braucht man sehr gute Nerven. Bei meinen Besuchen hatte ich den Eindruck, etwa die Hälfte aller
Zweite Überraschung: Die (man erinnere sich: nur analog akzeptierten) Fotos werden gleich vor Ort einscannt. Mit einem Standard-Billig-Kombi-Gerät aus dem Ichbindochnichtblöd-Markt. Bei jedem Sachbearbeiter schien eine andere Marke zu stehen. Also Passbild auf den Scanner gelegt, in der Software geklickt. Helligkeitskorrektur oder so ein Schnickschnack angeblich nicht möglich.
Dritte Überraschung: Der Wahnsinn hat Methode. Für Perso und für Pass werden die Bilder jeweils neu eingescannt. Eine Datenübernahme von einem zum anderen Antrag ist nicht möglich. Die beiden Fotos werden auf die Formulare geklebt, die vor Ort bleiben. Grotesk: Bei der Abholung bekommt man beide Fotos zurück. Wozu für die Zeit zwischen Beantragung und Aushändigung zwei Fotos dort physisch herumliegen müssen, konnte man mir nicht beantworten. Prinzipiell hätte eines ja zumindest gereicht.
Vierte Überraschung: Na gut, überrascht war ich dann nicht mehr wirklich. Meine Fingerabdrücke wurden auch zweimal eingescannt. Keine Datenübernahme zwischen den beiden Anträgen, man erinnert sich.
Kostenpunkt: 87,80 € für beides. Teure neue Welt.
Was kann ich nun mit meinem Wunderwerk der Innovation und Datensammlung anstellen? Meine größte Überraschung: Fast nichts. Selbst über ein halbes Jahr nach dessen lang zelebrierter Einführung kann man noch keine elektronische Signatur auf den Ausweis laden. Alles noch in der Entwicklung. Um dies irgendwann - sofern es jemals fertig sein wird - auch nutzen zu können, braucht man ein Komfort-Lesegerät der Klasse 3. Aus Sicherheitsgründen sowieso zu empfehlen. Zertifiziert ist bisher ein einziges, ein Reiner SCT. Seit 2 Monaten warte ich nun darauf, dass dieses einzig mögliche Gerät lieferbar ist. Bisher ist es noch nicht erhältlich. Heute bekam ich als voraussichtlichen Liefertermin Mitte Juli genannt.
Während man woanders über die digitale Zukunft diskutiert, überlegt der Amtsschimmel noch, ob er an der Zukunft überhaupt teilnimmt. Jahrelange Planung für den sogenannten nPA, tolle Marketing-Aktionen und dann: Nichts funktioniert. Bizarre neue Welt.
Behördenwahnsinn und moderne Technologie
Offene Tabs wegbloggen 20110525
Ryan Giggs.
Von Zeit und Aufwand her, die insgesamt in Wikipedia weltweit stecken. hätte man auch locker ein paar Pyramiden in Handarbeit bauen können.
Kurzinterview mit Sue Gardner in Marie Claire ..the whole Silicon Valley apparatus. I spent about three months visiting maybe 100 organizations, and I didn't come across a single woman who was not getting us coffee or answering the phone.
Schicke Enduro-Fotos bei Liesels Artikeln.
Sehr schöner Kommentar des stets lesenwerten John Haughton im Observer zum Hargreaves-Review: Hallelujah! At last we are getting somewhere
Und somewhere kommen wir auch woanders hin, ich dachte ja das Thema wäre tot, aber anscheinend ist es eher untot. Amerikanische Ärzte lassen sich per Unterschrift zusichern, dass ihre Patienten nicht böses über sie veröffentlichen dürfen. Ars Technica: Doctors and dentists tell patients, "all your review are belong to us"
Muss ich noch dazuschreiben xkcd oder weiß das eh jeder?

Weniger angetan: Verleumdung gehört nun mal zum Geschäft bei Wikipedia. Recherchieren unnötig. Leider benutzen „Journalisten“ auch immer wieder Wikipedia als Quelle, obwohl sie es besser wissen sollten.
*sigh* Ludwig von Mises Institute
Ralf Möbius zum Tattoo-Tyson-Problem im deutschen Recht. Gemäß dem urheberrechtlichen Zweckübertragungsgrundsatz wird der Träger eines derart schutzfähigen Tattos lebenslang vom Tätowierer unbehelligt in ärmellosen T-shirts posieren dürfen, während der Bruder des Tätowierten das Motiv jedoch nicht ohne den Urheber zu fragen als Logo für seine Security-Firma nutzen darf.
ORF kompetent: Das Wechselspiel von Wikipedia und Journalismus
… and everyday life: Pointing to Wikipedia or the Encyclopedia Britanica as the best of a culture’s intellectual output makes about as much sense as looking to sausage for the best of a culture’s protein sources.
Literary Blurb = der Satzfetzen eines berühmten Kollegen, der hinten auf dem Buch selbiges anpreist. Literary blurb translation guide
Kleider in den luftleeren Raum hängen. Chris Brock: Creating the Invisible Mannequin Effect
Löschkandidatensaga, immerhin, der Tagesanzeiger hat Spaß, und Wikipedia gibt sich jede Mühe für unfreiwilliges Entertainment zu sorgen. Hirschmann ist für Wikipedia Persona non grata
So Dithmarschen an sich:
(via Dirk Jacobs):
Von Zeit und Aufwand her, die insgesamt in Wikipedia weltweit stecken. hätte man auch locker ein paar Pyramiden in Handarbeit bauen können.
Kurzinterview mit Sue Gardner in Marie Claire ..the whole Silicon Valley apparatus. I spent about three months visiting maybe 100 organizations, and I didn't come across a single woman who was not getting us coffee or answering the phone.
Schicke Enduro-Fotos bei Liesels Artikeln.
Sehr schöner Kommentar des stets lesenwerten John Haughton im Observer zum Hargreaves-Review: Hallelujah! At last we are getting somewhere
Und somewhere kommen wir auch woanders hin, ich dachte ja das Thema wäre tot, aber anscheinend ist es eher untot. Amerikanische Ärzte lassen sich per Unterschrift zusichern, dass ihre Patienten nicht böses über sie veröffentlichen dürfen. Ars Technica: Doctors and dentists tell patients, "all your review are belong to us"
Muss ich noch dazuschreiben xkcd oder weiß das eh jeder?

Weniger angetan: Verleumdung gehört nun mal zum Geschäft bei Wikipedia. Recherchieren unnötig. Leider benutzen „Journalisten“ auch immer wieder Wikipedia als Quelle, obwohl sie es besser wissen sollten.
*sigh* Ludwig von Mises Institute
One type of popular user-created object sold in Second Life is the breedable animal. Essentially, these objects mimic the life cycle of a real animal; they eat to survive, sleep, and replicate. Amaretto created a breedable horse and associated virtual horse food, both of which it sells in Second Life. Amaretto competes in the market of virtual animal sellers with Ozimals, which owns and sells virtual breedable bunnies.
In early November 2010, Ozimals sent Amaretto a “cease-and-desist” letter alleging that (1) Amaretto’s virtual horses were a “virtual clone” of Ozimals’s virtual bunnies and (2) Amaretto was infringing Ozimals’s copyrights.
Ralf Möbius zum Tattoo-Tyson-Problem im deutschen Recht. Gemäß dem urheberrechtlichen Zweckübertragungsgrundsatz wird der Träger eines derart schutzfähigen Tattos lebenslang vom Tätowierer unbehelligt in ärmellosen T-shirts posieren dürfen, während der Bruder des Tätowierten das Motiv jedoch nicht ohne den Urheber zu fragen als Logo für seine Security-Firma nutzen darf.
ORF kompetent: Das Wechselspiel von Wikipedia und Journalismus
… and everyday life: Pointing to Wikipedia or the Encyclopedia Britanica as the best of a culture’s intellectual output makes about as much sense as looking to sausage for the best of a culture’s protein sources.
Literary Blurb = der Satzfetzen eines berühmten Kollegen, der hinten auf dem Buch selbiges anpreist. Literary blurb translation guide
Kleider in den luftleeren Raum hängen. Chris Brock: Creating the Invisible Mannequin Effect
Löschkandidatensaga, immerhin, der Tagesanzeiger hat Spaß, und Wikipedia gibt sich jede Mühe für unfreiwilliges Entertainment zu sorgen. Hirschmann ist für Wikipedia Persona non grata
So Dithmarschen an sich:
(via Dirk Jacobs):
Ryan Giggs.
Von Zeit und Aufwand her, die insgesamt in Wikipedia weltweit stecken. hätte man auch locker ein paar Pyramiden in Handarbeit bauen können.
Kurzinterview mit Sue Gardner in Marie Claire ..the whole Silicon Valley apparatus. I spent about three months visiting maybe 100 organizations, and I didn't come across a single woman who was not getting us coffee or answering the phone.
Schicke Enduro-Fotos bei Liesels Artikeln.
Sehr schöner Kommentar des stets lesenwerten John Haughton im Observer zum Hargreaves-Review: Hallelujah! At last we are getting somewhere
Und somewhere kommen wir auch woanders hin, ich dachte ja das Thema wäre tot, aber anscheinend ist es eher untot. Amerikanische Ärzte lassen sich per Unterschrift zusichern, dass ihre Patienten nicht böses über sie veröffentlichen dürfen. Ars Technica: Doctors and dentists tell patients, "all your review are belong to us"
Muss ich noch dazuschreiben xkcd oder weiß das eh jeder?

Weniger angetan: Verleumdung gehört nun mal zum Geschäft bei Wikipedia. Recherchieren unnötig. Leider benutzen „Journalisten“ auch immer wieder Wikipedia als Quelle, obwohl sie es besser wissen sollten.
*sigh* Ludwig von Mises Institute
Ralf Möbius zum Tattoo-Tyson-Problem im deutschen Recht. Gemäß dem urheberrechtlichen Zweckübertragungsgrundsatz wird der Träger eines derart schutzfähigen Tattos lebenslang vom Tätowierer unbehelligt in ärmellosen T-shirts posieren dürfen, während der Bruder des Tätowierten das Motiv jedoch nicht ohne den Urheber zu fragen als Logo für seine Security-Firma nutzen darf.
ORF kompetent: Das Wechselspiel von Wikipedia und Journalismus
… and everyday life: Pointing to Wikipedia or the Encyclopedia Britanica as the best of a culture’s intellectual output makes about as much sense as looking to sausage for the best of a culture’s protein sources.
Literary Blurb = der Satzfetzen eines berühmten Kollegen, der hinten auf dem Buch selbiges anpreist. Literary blurb translation guide
Kleider in den luftleeren Raum hängen. Chris Brock: Creating the Invisible Mannequin Effect
Löschkandidatensaga, immerhin, der Tagesanzeiger hat Spaß, und Wikipedia gibt sich jede Mühe für unfreiwilliges Entertainment zu sorgen. Hirschmann ist für Wikipedia Persona non grata
So Dithmarschen an sich:
(via Dirk Jacobs):
Von Zeit und Aufwand her, die insgesamt in Wikipedia weltweit stecken. hätte man auch locker ein paar Pyramiden in Handarbeit bauen können.
Kurzinterview mit Sue Gardner in Marie Claire ..the whole Silicon Valley apparatus. I spent about three months visiting maybe 100 organizations, and I didn't come across a single woman who was not getting us coffee or answering the phone.
Schicke Enduro-Fotos bei Liesels Artikeln.
Sehr schöner Kommentar des stets lesenwerten John Haughton im Observer zum Hargreaves-Review: Hallelujah! At last we are getting somewhere
Und somewhere kommen wir auch woanders hin, ich dachte ja das Thema wäre tot, aber anscheinend ist es eher untot. Amerikanische Ärzte lassen sich per Unterschrift zusichern, dass ihre Patienten nicht böses über sie veröffentlichen dürfen. Ars Technica: Doctors and dentists tell patients, "all your review are belong to us"
Muss ich noch dazuschreiben xkcd oder weiß das eh jeder?

Weniger angetan: Verleumdung gehört nun mal zum Geschäft bei Wikipedia. Recherchieren unnötig. Leider benutzen „Journalisten“ auch immer wieder Wikipedia als Quelle, obwohl sie es besser wissen sollten.
*sigh* Ludwig von Mises Institute
One type of popular user-created object sold in Second Life is the breedable animal. Essentially, these objects mimic the life cycle of a real animal; they eat to survive, sleep, and replicate. Amaretto created a breedable horse and associated virtual horse food, both of which it sells in Second Life. Amaretto competes in the market of virtual animal sellers with Ozimals, which owns and sells virtual breedable bunnies.
In early November 2010, Ozimals sent Amaretto a “cease-and-desist” letter alleging that (1) Amaretto’s virtual horses were a “virtual clone” of Ozimals’s virtual bunnies and (2) Amaretto was infringing Ozimals’s copyrights.
Ralf Möbius zum Tattoo-Tyson-Problem im deutschen Recht. Gemäß dem urheberrechtlichen Zweckübertragungsgrundsatz wird der Träger eines derart schutzfähigen Tattos lebenslang vom Tätowierer unbehelligt in ärmellosen T-shirts posieren dürfen, während der Bruder des Tätowierten das Motiv jedoch nicht ohne den Urheber zu fragen als Logo für seine Security-Firma nutzen darf.
ORF kompetent: Das Wechselspiel von Wikipedia und Journalismus
… and everyday life: Pointing to Wikipedia or the Encyclopedia Britanica as the best of a culture’s intellectual output makes about as much sense as looking to sausage for the best of a culture’s protein sources.
Literary Blurb = der Satzfetzen eines berühmten Kollegen, der hinten auf dem Buch selbiges anpreist. Literary blurb translation guide
Kleider in den luftleeren Raum hängen. Chris Brock: Creating the Invisible Mannequin Effect
Löschkandidatensaga, immerhin, der Tagesanzeiger hat Spaß, und Wikipedia gibt sich jede Mühe für unfreiwilliges Entertainment zu sorgen. Hirschmann ist für Wikipedia Persona non grata
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(via Dirk Jacobs):
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Dienstag, 24. Mai 2011
Darummagicherfurt
Das Leben ist völlig unkompliziert, sogar im Landtag ist man relaxt und lässt sich zu über 90% entspannt fotografieren. Dabei sind die Abgeordneten samt Mops quer durch die Fraktionen freundlich bis äußerst lustig und die ein-zwei "schwierigen Fälle" liegen im Bodensatzbereich.
Auf der Fahrt vom Shooting hinter den Kulissen des Flughafens zurück zum Landtag macht der Taxifahrer mal eben für diverse Ralfs eine Extra-Sightseeingtour durch Erfurts Altstadt. Die auswärtigen Teilnehmer am Landtagsprojekt sind mit einer Übernachtung im Kloster absolut zufrieden. Erstes Abendessen mit Blick zum wunderschönen Rathaus, zweites Abendessen mit Blick zu Dom und Severi. Ein Gnu findet den Reiz der Stadt nahe an seinem Idealmaximum Fürth.
Alles in allem gefällt mir Erfurt einfach - inklusive seiner wikiaffinen Gäste. Danke für tolle Leute mit perfekter Organisation. So macht das Hobby Spaß und Frust bleibt komplett weg. Das Projekt lief dermaßen zufriedenstellend, dass kaum Verbesserungsmöglichkeiten zu finden sind. Auch das kann Wikipedia.
Das Leben ist völlig unkompliziert, sogar im Landtag ist man relaxt und lässt sich zu über 90% entspannt fotografieren. Dabei sind die Abgeordneten samt Mops quer durch die Fraktionen freundlich bis äußerst lustig und die ein-zwei "schwierigen Fälle" liegen im Bodensatzbereich.
Auf der Fahrt vom Shooting hinter den Kulissen des Flughafens zurück zum Landtag macht der Taxifahrer mal eben für diverse Ralfs eine Extra-Sightseeingtour durch Erfurts Altstadt. Die auswärtigen Teilnehmer am Landtagsprojekt sind mit einer Übernachtung im Kloster absolut zufrieden. Erstes Abendessen mit Blick zum wunderschönen Rathaus, zweites Abendessen mit Blick zu Dom und Severi. Ein Gnu findet den Reiz der Stadt nahe an seinem Idealmaximum Fürth.
Alles in allem gefällt mir Erfurt einfach - inklusive seiner wikiaffinen Gäste. Danke für tolle Leute mit perfekter Organisation. So macht das Hobby Spaß und Frust bleibt komplett weg. Das Projekt lief dermaßen zufriedenstellend, dass kaum Verbesserungsmöglichkeiten zu finden sind. Auch das kann Wikipedia.
Darummagicherfurt
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Wikipedia
Pro & Contra Welterbe
Pro:
- Die Idee ist bescheuert.
- Die Idee ist so geschickt bescheuert, dass man ausgiebig darüber parlieren kann.
- Okay, grundsätzlich nette Presseberichte in New York Times oder The Atlantic sind jetzt nicht das schlimmste was passieren kann.
- So gut parlieren kann man, dass das jetzt der ungefähr drölfzigste Blogpost zum Thema ist. Allein dafür: danke.
- Die Gefahr, dass der Plan wirklich erfolgreich ist, sind gering.
Contra:
- Baal, Bakunin und Gott mögen verhüten, dass die UNESCO doch noch eine Goldene Gurke findet, die sie überreichen kann.
- Verein, Communiy, Fragen und so.. Siehe Stepros Post.
- Die grundsätzlich strukturkonservative hammwanochniewollenwirnicht deutsche Community ist ein denkbar schlechter Startpunkt für sowas.
- Schon wieder Videos mit Jimmy; als ob wir nicht alle noch fundraisingtraumatisiert wären.
- Sollte die UNESCO sich nicht lieber um kulturelle Schätzen kümmern, die tatsächlich bedroht sind?
- Schon jetzt sind Leute in der Wikipedia, die vor lauter gefühlter Wichtigkeit kaum mehr gehen können, arg unerträglich.
- Wehe dem Moment, in dem eine Behörde anfängt, bei Wikipedia-Interna mitzureden.
- Ins Museum kommt man erst, wenn man mausetot ist.
- Die Idee ist bescheuert.
- Die Idee ist so geschickt bescheuert, dass man ausgiebig darüber parlieren kann.
- Okay, grundsätzlich nette Presseberichte in New York Times oder The Atlantic sind jetzt nicht das schlimmste was passieren kann.
- So gut parlieren kann man, dass das jetzt der ungefähr drölfzigste Blogpost zum Thema ist. Allein dafür: danke.
- Die Gefahr, dass der Plan wirklich erfolgreich ist, sind gering.
Contra:
- Baal, Bakunin und Gott mögen verhüten, dass die UNESCO doch noch eine Goldene Gurke findet, die sie überreichen kann.
- Verein, Communiy, Fragen und so.. Siehe Stepros Post.
- Die grundsätzlich strukturkonservative hammwanochniewollenwirnicht deutsche Community ist ein denkbar schlechter Startpunkt für sowas.
- Schon wieder Videos mit Jimmy; als ob wir nicht alle noch fundraisingtraumatisiert wären.
- Sollte die UNESCO sich nicht lieber um kulturelle Schätzen kümmern, die tatsächlich bedroht sind?
- Schon jetzt sind Leute in der Wikipedia, die vor lauter gefühlter Wichtigkeit kaum mehr gehen können, arg unerträglich.
- Wehe dem Moment, in dem eine Behörde anfängt, bei Wikipedia-Interna mitzureden.
- Ins Museum kommt man erst, wenn man mausetot ist.
Pro:
- Die Idee ist bescheuert.
- Die Idee ist so geschickt bescheuert, dass man ausgiebig darüber parlieren kann.
- Okay, grundsätzlich nette Presseberichte in New York Times oder The Atlantic sind jetzt nicht das schlimmste was passieren kann.
- So gut parlieren kann man, dass das jetzt der ungefähr drölfzigste Blogpost zum Thema ist. Allein dafür: danke.
- Die Gefahr, dass der Plan wirklich erfolgreich ist, sind gering.
Contra:
- Baal, Bakunin und Gott mögen verhüten, dass die UNESCO doch noch eine Goldene Gurke findet, die sie überreichen kann.
- Verein, Communiy, Fragen und so.. Siehe Stepros Post.
- Die grundsätzlich strukturkonservative hammwanochniewollenwirnicht deutsche Community ist ein denkbar schlechter Startpunkt für sowas.
- Schon wieder Videos mit Jimmy; als ob wir nicht alle noch fundraisingtraumatisiert wären.
- Sollte die UNESCO sich nicht lieber um kulturelle Schätzen kümmern, die tatsächlich bedroht sind?
- Schon jetzt sind Leute in der Wikipedia, die vor lauter gefühlter Wichtigkeit kaum mehr gehen können, arg unerträglich.
- Wehe dem Moment, in dem eine Behörde anfängt, bei Wikipedia-Interna mitzureden.
- Ins Museum kommt man erst, wenn man mausetot ist.
- Die Idee ist bescheuert.
- Die Idee ist so geschickt bescheuert, dass man ausgiebig darüber parlieren kann.
- Okay, grundsätzlich nette Presseberichte in New York Times oder The Atlantic sind jetzt nicht das schlimmste was passieren kann.
- So gut parlieren kann man, dass das jetzt der ungefähr drölfzigste Blogpost zum Thema ist. Allein dafür: danke.
- Die Gefahr, dass der Plan wirklich erfolgreich ist, sind gering.
Contra:
- Baal, Bakunin und Gott mögen verhüten, dass die UNESCO doch noch eine Goldene Gurke findet, die sie überreichen kann.
- Verein, Communiy, Fragen und so.. Siehe Stepros Post.
- Die grundsätzlich strukturkonservative hammwanochniewollenwirnicht deutsche Community ist ein denkbar schlechter Startpunkt für sowas.
- Schon wieder Videos mit Jimmy; als ob wir nicht alle noch fundraisingtraumatisiert wären.
- Sollte die UNESCO sich nicht lieber um kulturelle Schätzen kümmern, die tatsächlich bedroht sind?
- Schon jetzt sind Leute in der Wikipedia, die vor lauter gefühlter Wichtigkeit kaum mehr gehen können, arg unerträglich.
- Wehe dem Moment, in dem eine Behörde anfängt, bei Wikipedia-Interna mitzureden.
- Ins Museum kommt man erst, wenn man mausetot ist.
Pro & Contra Welterbe
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Welterbeplan,
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Montag, 23. Mai 2011
Das Welterbe-Problem
Wikipedia has become the biggest encyclopedia in the human history. Worldwide Wikimedian movement was born. Wikimedia Foundation and Wikimedia chapters are getting more money every year. We are able to do more things to spread free knowledge. We grew up. We’ve built impressive monument of our generation. But, is our goal to build a monument? Or we want something different? If we want, what is that?
(milosh's blog - tatsächlich ohne Erwähnung des Welterbeplans, aber mit Ideen wie Wikipedia tatsächlich leben kann)
Wikipedia has become the biggest encyclopedia in the human history. Worldwide Wikimedian movement was born. Wikimedia Foundation and Wikimedia chapters are getting more money every year. We are able to do more things to spread free knowledge. We grew up. We’ve built impressive monument of our generation. But, is our goal to build a monument? Or we want something different? If we want, what is that?
(milosh's blog - tatsächlich ohne Erwähnung des Welterbeplans, aber mit Ideen wie Wikipedia tatsächlich leben kann)
Das Welterbe-Problem
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Welterbeplan,
Wikipedia
Sonntag, 22. Mai 2011
Stell Dir vor, jemand verklagt Deinen Steiß. Mike Tyson, Tätowierung und #Urheberrecht
Die Randbereiche des geistigen Eigentums sind ja die spannendsten. Dort, wo das System bricht, Inkonsistenzen auftreten, wo zum Beispiel die Frage verhandelt wird, was überhaupt ein Werk ist, und was nicht. Mit besonderem Interesse habe ich deshalb ja vor drei Wochen schon mal auf den Streit um Mike Tysons Tätowierung hingewiesen.

In Kürze: Mike Tyson hat im Gesicht ein auffallendes Tattoo, die Macher des Films The Hangover Part II bewiesen nicht nur bei der Filmtitelwahl wenig Originalität verpassten ihrer Hauptrolle in klarer Anspielung auf Tyson (der auch mitspielt) eine sehr ähnliche Tätowierung. Die wiederum ist auf den Plakaten zum Film zu sehen. Mike Tysons Tätowierer nun wiederum besteht darauf, dass seine Tätowierung Kunst ist, dementsprechend per Copyright geschützt, dementsprechend die Imitation und Fotos davon nicht ohne seine Nachahmung möglich.
Die Tyson-Tattoo-Debatte ist heute in der New York Times angekommen, was heißt, dass sie mit gewisser Wahrscheinlichkeit auch in ein paar Tagen bis Wochen bei den einschlägigen deutschen Medien auftaucht. Die NYT hat dabei gleich noch ein paar spannende andere Fälle gefunden: David Beckhams Tattoo-Artist gegen David Beckham oder der Tätowierer Matthew Reed gegen Nike, beide außerhalb der Gerichte geklärt. Da da eine Entscheidung aber weitreichende Konsequenzen haben dürfte, noch mal kurz eine kurze vorhergehende Erklärung:
Bisher war der Stand: es gibt kein Copyright auf Tätowierungen, weil noch niemand versucht hat, es durchzusetzen. Rechtlich ist das durchaus nicht sicher, ob es so bleibt. Ist ein künstlerisches Werk weniger Wert wenn es auf Haut statt Papier angebracht wird? Das klingt an sich wenig überzeugend, und das amerikansiche Copyright ist in der Integration neuer Entwicklungen deutlich flexibler als das europäische.

Gemalte Tätowierung - eindeutig Kunst. Tätowierte Tätowierung?
Andererseits könnten die Auswirkungen weitreichend sein: im Gegenzug hieße das natürlich, dass auch die Tätowierungen selber sich an's Copyright halten müssten: Symbole, die andere erfunden haben, bekannte Bilder, verbreitete Tribals, unbekannte neue Bilder, das Foto der Mutter, dass ein dritter gemacht hat - hallo Anwälte.
Andererseits sind die möglichen Auswirkungen in Bezug auf den Tätowierten noch monströser: wenn es schon verwirrend genug ist, dass einem das Bild, dass man gekauft hat, gar nicht wirklich gehört, wie ist das, wenn mein Arm oder Rücken mir noch nur in Teilen gehört? Der Schwimmbadbesuch dürfte wohl auf jeden Fall weiterhin möglich sein, aber das Foto davon? Das kommerzielle Foto? Der Auftritt im Laientheater mit Eintritt? Die Karriere als Model? Hat mein Tätowierer dann des Rest des Lebens Einfluss darauf, was ich mit meinem linken Arm mache?
In Kürze: Mike Tyson hat im Gesicht ein auffallendes Tattoo, die Macher des Films The Hangover Part II bewiesen nicht nur bei der Filmtitelwahl wenig Originalität verpassten ihrer Hauptrolle in klarer Anspielung auf Tyson (der auch mitspielt) eine sehr ähnliche Tätowierung. Die wiederum ist auf den Plakaten zum Film zu sehen. Mike Tysons Tätowierer nun wiederum besteht darauf, dass seine Tätowierung Kunst ist, dementsprechend per Copyright geschützt, dementsprechend die Imitation und Fotos davon nicht ohne seine Nachahmung möglich.
Die Tyson-Tattoo-Debatte ist heute in der New York Times angekommen, was heißt, dass sie mit gewisser Wahrscheinlichkeit auch in ein paar Tagen bis Wochen bei den einschlägigen deutschen Medien auftaucht. Die NYT hat dabei gleich noch ein paar spannende andere Fälle gefunden: David Beckhams Tattoo-Artist gegen David Beckham oder der Tätowierer Matthew Reed gegen Nike, beide außerhalb der Gerichte geklärt. Da da eine Entscheidung aber weitreichende Konsequenzen haben dürfte, noch mal kurz eine kurze vorhergehende Erklärung:
Bisher war der Stand: es gibt kein Copyright auf Tätowierungen, weil noch niemand versucht hat, es durchzusetzen. Rechtlich ist das durchaus nicht sicher, ob es so bleibt. Ist ein künstlerisches Werk weniger Wert wenn es auf Haut statt Papier angebracht wird? Das klingt an sich wenig überzeugend, und das amerikansiche Copyright ist in der Integration neuer Entwicklungen deutlich flexibler als das europäische.

Gemalte Tätowierung - eindeutig Kunst. Tätowierte Tätowierung?
Andererseits könnten die Auswirkungen weitreichend sein: im Gegenzug hieße das natürlich, dass auch die Tätowierungen selber sich an's Copyright halten müssten: Symbole, die andere erfunden haben, bekannte Bilder, verbreitete Tribals, unbekannte neue Bilder, das Foto der Mutter, dass ein dritter gemacht hat - hallo Anwälte.
Andererseits sind die möglichen Auswirkungen in Bezug auf den Tätowierten noch monströser: wenn es schon verwirrend genug ist, dass einem das Bild, dass man gekauft hat, gar nicht wirklich gehört, wie ist das, wenn mein Arm oder Rücken mir noch nur in Teilen gehört? Der Schwimmbadbesuch dürfte wohl auf jeden Fall weiterhin möglich sein, aber das Foto davon? Das kommerzielle Foto? Der Auftritt im Laientheater mit Eintritt? Die Karriere als Model? Hat mein Tätowierer dann des Rest des Lebens Einfluss darauf, was ich mit meinem linken Arm mache?
Die Randbereiche des geistigen Eigentums sind ja die spannendsten. Dort, wo das System bricht, Inkonsistenzen auftreten, wo zum Beispiel die Frage verhandelt wird, was überhaupt ein Werk ist, und was nicht. Mit besonderem Interesse habe ich deshalb ja vor drei Wochen schon mal auf den Streit um Mike Tysons Tätowierung hingewiesen.

In Kürze: Mike Tyson hat im Gesicht ein auffallendes Tattoo, die Macher des Films The Hangover Part II bewiesen nicht nur bei der Filmtitelwahl wenig Originalität verpassten ihrer Hauptrolle in klarer Anspielung auf Tyson (der auch mitspielt) eine sehr ähnliche Tätowierung. Die wiederum ist auf den Plakaten zum Film zu sehen. Mike Tysons Tätowierer nun wiederum besteht darauf, dass seine Tätowierung Kunst ist, dementsprechend per Copyright geschützt, dementsprechend die Imitation und Fotos davon nicht ohne seine Nachahmung möglich.
Die Tyson-Tattoo-Debatte ist heute in der New York Times angekommen, was heißt, dass sie mit gewisser Wahrscheinlichkeit auch in ein paar Tagen bis Wochen bei den einschlägigen deutschen Medien auftaucht. Die NYT hat dabei gleich noch ein paar spannende andere Fälle gefunden: David Beckhams Tattoo-Artist gegen David Beckham oder der Tätowierer Matthew Reed gegen Nike, beide außerhalb der Gerichte geklärt. Da da eine Entscheidung aber weitreichende Konsequenzen haben dürfte, noch mal kurz eine kurze vorhergehende Erklärung:
Bisher war der Stand: es gibt kein Copyright auf Tätowierungen, weil noch niemand versucht hat, es durchzusetzen. Rechtlich ist das durchaus nicht sicher, ob es so bleibt. Ist ein künstlerisches Werk weniger Wert wenn es auf Haut statt Papier angebracht wird? Das klingt an sich wenig überzeugend, und das amerikansiche Copyright ist in der Integration neuer Entwicklungen deutlich flexibler als das europäische.

Gemalte Tätowierung - eindeutig Kunst. Tätowierte Tätowierung?
Andererseits könnten die Auswirkungen weitreichend sein: im Gegenzug hieße das natürlich, dass auch die Tätowierungen selber sich an's Copyright halten müssten: Symbole, die andere erfunden haben, bekannte Bilder, verbreitete Tribals, unbekannte neue Bilder, das Foto der Mutter, dass ein dritter gemacht hat - hallo Anwälte.
Andererseits sind die möglichen Auswirkungen in Bezug auf den Tätowierten noch monströser: wenn es schon verwirrend genug ist, dass einem das Bild, dass man gekauft hat, gar nicht wirklich gehört, wie ist das, wenn mein Arm oder Rücken mir noch nur in Teilen gehört? Der Schwimmbadbesuch dürfte wohl auf jeden Fall weiterhin möglich sein, aber das Foto davon? Das kommerzielle Foto? Der Auftritt im Laientheater mit Eintritt? Die Karriere als Model? Hat mein Tätowierer dann des Rest des Lebens Einfluss darauf, was ich mit meinem linken Arm mache?
In Kürze: Mike Tyson hat im Gesicht ein auffallendes Tattoo, die Macher des Films The Hangover Part II bewiesen nicht nur bei der Filmtitelwahl wenig Originalität verpassten ihrer Hauptrolle in klarer Anspielung auf Tyson (der auch mitspielt) eine sehr ähnliche Tätowierung. Die wiederum ist auf den Plakaten zum Film zu sehen. Mike Tysons Tätowierer nun wiederum besteht darauf, dass seine Tätowierung Kunst ist, dementsprechend per Copyright geschützt, dementsprechend die Imitation und Fotos davon nicht ohne seine Nachahmung möglich.
Die Tyson-Tattoo-Debatte ist heute in der New York Times angekommen, was heißt, dass sie mit gewisser Wahrscheinlichkeit auch in ein paar Tagen bis Wochen bei den einschlägigen deutschen Medien auftaucht. Die NYT hat dabei gleich noch ein paar spannende andere Fälle gefunden: David Beckhams Tattoo-Artist gegen David Beckham oder der Tätowierer Matthew Reed gegen Nike, beide außerhalb der Gerichte geklärt. Da da eine Entscheidung aber weitreichende Konsequenzen haben dürfte, noch mal kurz eine kurze vorhergehende Erklärung:
Bisher war der Stand: es gibt kein Copyright auf Tätowierungen, weil noch niemand versucht hat, es durchzusetzen. Rechtlich ist das durchaus nicht sicher, ob es so bleibt. Ist ein künstlerisches Werk weniger Wert wenn es auf Haut statt Papier angebracht wird? Das klingt an sich wenig überzeugend, und das amerikansiche Copyright ist in der Integration neuer Entwicklungen deutlich flexibler als das europäische.

Gemalte Tätowierung - eindeutig Kunst. Tätowierte Tätowierung?
Andererseits könnten die Auswirkungen weitreichend sein: im Gegenzug hieße das natürlich, dass auch die Tätowierungen selber sich an's Copyright halten müssten: Symbole, die andere erfunden haben, bekannte Bilder, verbreitete Tribals, unbekannte neue Bilder, das Foto der Mutter, dass ein dritter gemacht hat - hallo Anwälte.
Andererseits sind die möglichen Auswirkungen in Bezug auf den Tätowierten noch monströser: wenn es schon verwirrend genug ist, dass einem das Bild, dass man gekauft hat, gar nicht wirklich gehört, wie ist das, wenn mein Arm oder Rücken mir noch nur in Teilen gehört? Der Schwimmbadbesuch dürfte wohl auf jeden Fall weiterhin möglich sein, aber das Foto davon? Das kommerzielle Foto? Der Auftritt im Laientheater mit Eintritt? Die Karriere als Model? Hat mein Tätowierer dann des Rest des Lebens Einfluss darauf, was ich mit meinem linken Arm mache?
Stell Dir vor, jemand verklagt Deinen Steiß. Mike Tyson, Tätowierung und #Urheberrecht
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