Der Candy Desk ist ein mit Süßigkeiten gefüllter Tisch im Sitzungssaal des US-Senats. Der Tisch, der als Arbeitsplatz eines republikanischen Senators dient, steht in der letzten Reihe in der Nähe des Saaleingangs. Senatoren, die dort vorbeilaufen, können sich frei an denen in einer Schublade gelagerten Süßigkeiten bedienen.
Samstag, 14. Mai 2011
Marie Curie und das Welterbe
Das stets großartige Webcomic xkcd hatte letztens eine Episode über Marie Curie und weibliche Vorbilder, die in dem Satz gipfelte "Aber eine Person wird nicht bedeutend, indem sie versucht bedeutend zu sein. Sie wird bedeutend in dem sie versucht etwas zu tun, und es dann so sehr versucht, dass sie auf dem Weg dahin bedeutend wird."
Das nun wiederum trifft die Einstellung vieler Wikipedianer sehr gut. Größenwahn und Eitelkeit gern - aber vermittelt durch das Werk. Keine Personen in den Vordergrund, keine Personalisierung, Ruhm ist Talmi; Autorennamen sind nur mit Mühe zu finden und die Suche nach den Personen dahinter endet oft im anonymen Nichts. Auch die Frage, ob Autoren oder Andere finanziell irgendwie entschädigt werden sollte, ist, vorsichtig gesagt, umstritten. Das Werk als Selbstzweck. Seien wir ehrlich, selbst die Leser interessieren keinen echten Wikipedianer auch nur ein kleines bißchen.
Ich gebe zu, desöfteren habe ich wirklich Mitleid mit den Leuten, die für eine so calvinistische Lasst-Uns-in-Ruhe-Gemeinschaft auch noch Öffentlichkeitsarbeit machen müssen, und die jedes mal zu hören kriegen "ihr hättet uns auch einfach in Ruhe lassen können." Ein Weg voller Missverständnisse, Fehlkommunikationen und beidseitigen Überraschungen.
Und jetzt wollen die einen nicht nur einfach nicht in Ruhe lassen, sondern gleich noch Welterbe. Ist das jetzt eigentlich mehr oder weniger als Nobelpreis und was wird dann 2020 die Steigerung? Das ist mutig. Oder wollen sie nicht? Wollen sie diskutieren? Aber warum? Und wer will? Wer will nicht?
Also ich bin persönlich bin ja immer noch verwirrt, wo das ganze nun hinsoll. Wikipedia muss nicht Welterbe werden, so richtig beschlossen scheint das nicht, soweit ich beurteilen kann. Aber so richtig ergebnissoffen kommt mit das auch nicht vor? Und sollte die ergebnissoffene Diskussion nicht beginnen mit: "Ist Wikipedia in Gefahr und muss geschützt werden. Wenn ja, wie?" oder "Wird Wikipedia auch in 200 Jahren noch jemand kennen?" oder "Wie kann Welterbe digital werden?" Für eine echte offene Diskussion ist das Thema Wikipedia muss/soll/darf Welterbe werden doch arg eingerenzt und für eine nicht-offene Diskussion verweise ich auf Stepros Post. Ich bin verwirrt.
Ach ja, und so ganz abstrakt zu der ich: ich glaube ich habe es tatsächlich geschafft, mich bisher auf einen Standpunkt festnageln zu lassen: Ganz abstrakt: Komplett bescheuerte Idee. Das finde ich super. In Angesicht der Tatsache, dass dafür andernweitig nutzbare Ressourcen aufgewendet werden: zuviel "versuchen bedeutend zu sein", zu wenig "ganz doll etwas ändern."

Das nun wiederum trifft die Einstellung vieler Wikipedianer sehr gut. Größenwahn und Eitelkeit gern - aber vermittelt durch das Werk. Keine Personen in den Vordergrund, keine Personalisierung, Ruhm ist Talmi; Autorennamen sind nur mit Mühe zu finden und die Suche nach den Personen dahinter endet oft im anonymen Nichts. Auch die Frage, ob Autoren oder Andere finanziell irgendwie entschädigt werden sollte, ist, vorsichtig gesagt, umstritten. Das Werk als Selbstzweck. Seien wir ehrlich, selbst die Leser interessieren keinen echten Wikipedianer auch nur ein kleines bißchen.
Ich gebe zu, desöfteren habe ich wirklich Mitleid mit den Leuten, die für eine so calvinistische Lasst-Uns-in-Ruhe-Gemeinschaft auch noch Öffentlichkeitsarbeit machen müssen, und die jedes mal zu hören kriegen "ihr hättet uns auch einfach in Ruhe lassen können." Ein Weg voller Missverständnisse, Fehlkommunikationen und beidseitigen Überraschungen.
Und jetzt wollen die einen nicht nur einfach nicht in Ruhe lassen, sondern gleich noch Welterbe. Ist das jetzt eigentlich mehr oder weniger als Nobelpreis und was wird dann 2020 die Steigerung? Das ist mutig. Oder wollen sie nicht? Wollen sie diskutieren? Aber warum? Und wer will? Wer will nicht?
Also ich bin persönlich bin ja immer noch verwirrt, wo das ganze nun hinsoll. Wikipedia muss nicht Welterbe werden, so richtig beschlossen scheint das nicht, soweit ich beurteilen kann. Aber so richtig ergebnissoffen kommt mit das auch nicht vor? Und sollte die ergebnissoffene Diskussion nicht beginnen mit: "Ist Wikipedia in Gefahr und muss geschützt werden. Wenn ja, wie?" oder "Wird Wikipedia auch in 200 Jahren noch jemand kennen?" oder "Wie kann Welterbe digital werden?" Für eine echte offene Diskussion ist das Thema Wikipedia muss/soll/darf Welterbe werden doch arg eingerenzt und für eine nicht-offene Diskussion verweise ich auf Stepros Post. Ich bin verwirrt.
Ach ja, und so ganz abstrakt zu der ich: ich glaube ich habe es tatsächlich geschafft, mich bisher auf einen Standpunkt festnageln zu lassen: Ganz abstrakt: Komplett bescheuerte Idee. Das finde ich super. In Angesicht der Tatsache, dass dafür andernweitig nutzbare Ressourcen aufgewendet werden: zuviel "versuchen bedeutend zu sein", zu wenig "ganz doll etwas ändern."

Das stets großartige Webcomic xkcd hatte letztens eine Episode über Marie Curie und weibliche Vorbilder, die in dem Satz gipfelte "Aber eine Person wird nicht bedeutend, indem sie versucht bedeutend zu sein. Sie wird bedeutend in dem sie versucht etwas zu tun, und es dann so sehr versucht, dass sie auf dem Weg dahin bedeutend wird."
Das nun wiederum trifft die Einstellung vieler Wikipedianer sehr gut. Größenwahn und Eitelkeit gern - aber vermittelt durch das Werk. Keine Personen in den Vordergrund, keine Personalisierung, Ruhm ist Talmi; Autorennamen sind nur mit Mühe zu finden und die Suche nach den Personen dahinter endet oft im anonymen Nichts. Auch die Frage, ob Autoren oder Andere finanziell irgendwie entschädigt werden sollte, ist, vorsichtig gesagt, umstritten. Das Werk als Selbstzweck. Seien wir ehrlich, selbst die Leser interessieren keinen echten Wikipedianer auch nur ein kleines bißchen.
Ich gebe zu, desöfteren habe ich wirklich Mitleid mit den Leuten, die für eine so calvinistische Lasst-Uns-in-Ruhe-Gemeinschaft auch noch Öffentlichkeitsarbeit machen müssen, und die jedes mal zu hören kriegen "ihr hättet uns auch einfach in Ruhe lassen können." Ein Weg voller Missverständnisse, Fehlkommunikationen und beidseitigen Überraschungen.
Und jetzt wollen die einen nicht nur einfach nicht in Ruhe lassen, sondern gleich noch Welterbe. Ist das jetzt eigentlich mehr oder weniger als Nobelpreis und was wird dann 2020 die Steigerung? Das ist mutig. Oder wollen sie nicht? Wollen sie diskutieren? Aber warum? Und wer will? Wer will nicht?
Also ich bin persönlich bin ja immer noch verwirrt, wo das ganze nun hinsoll. Wikipedia muss nicht Welterbe werden, so richtig beschlossen scheint das nicht, soweit ich beurteilen kann. Aber so richtig ergebnissoffen kommt mit das auch nicht vor? Und sollte die ergebnissoffene Diskussion nicht beginnen mit: "Ist Wikipedia in Gefahr und muss geschützt werden. Wenn ja, wie?" oder "Wird Wikipedia auch in 200 Jahren noch jemand kennen?" oder "Wie kann Welterbe digital werden?" Für eine echte offene Diskussion ist das Thema Wikipedia muss/soll/darf Welterbe werden doch arg eingerenzt und für eine nicht-offene Diskussion verweise ich auf Stepros Post. Ich bin verwirrt.
Ach ja, und so ganz abstrakt zu der ich: ich glaube ich habe es tatsächlich geschafft, mich bisher auf einen Standpunkt festnageln zu lassen: Ganz abstrakt: Komplett bescheuerte Idee. Das finde ich super. In Angesicht der Tatsache, dass dafür andernweitig nutzbare Ressourcen aufgewendet werden: zuviel "versuchen bedeutend zu sein", zu wenig "ganz doll etwas ändern."

Das nun wiederum trifft die Einstellung vieler Wikipedianer sehr gut. Größenwahn und Eitelkeit gern - aber vermittelt durch das Werk. Keine Personen in den Vordergrund, keine Personalisierung, Ruhm ist Talmi; Autorennamen sind nur mit Mühe zu finden und die Suche nach den Personen dahinter endet oft im anonymen Nichts. Auch die Frage, ob Autoren oder Andere finanziell irgendwie entschädigt werden sollte, ist, vorsichtig gesagt, umstritten. Das Werk als Selbstzweck. Seien wir ehrlich, selbst die Leser interessieren keinen echten Wikipedianer auch nur ein kleines bißchen.
Ich gebe zu, desöfteren habe ich wirklich Mitleid mit den Leuten, die für eine so calvinistische Lasst-Uns-in-Ruhe-Gemeinschaft auch noch Öffentlichkeitsarbeit machen müssen, und die jedes mal zu hören kriegen "ihr hättet uns auch einfach in Ruhe lassen können." Ein Weg voller Missverständnisse, Fehlkommunikationen und beidseitigen Überraschungen.
Und jetzt wollen die einen nicht nur einfach nicht in Ruhe lassen, sondern gleich noch Welterbe. Ist das jetzt eigentlich mehr oder weniger als Nobelpreis und was wird dann 2020 die Steigerung? Das ist mutig. Oder wollen sie nicht? Wollen sie diskutieren? Aber warum? Und wer will? Wer will nicht?
Also ich bin persönlich bin ja immer noch verwirrt, wo das ganze nun hinsoll. Wikipedia muss nicht Welterbe werden, so richtig beschlossen scheint das nicht, soweit ich beurteilen kann. Aber so richtig ergebnissoffen kommt mit das auch nicht vor? Und sollte die ergebnissoffene Diskussion nicht beginnen mit: "Ist Wikipedia in Gefahr und muss geschützt werden. Wenn ja, wie?" oder "Wird Wikipedia auch in 200 Jahren noch jemand kennen?" oder "Wie kann Welterbe digital werden?" Für eine echte offene Diskussion ist das Thema Wikipedia muss/soll/darf Welterbe werden doch arg eingerenzt und für eine nicht-offene Diskussion verweise ich auf Stepros Post. Ich bin verwirrt.
Ach ja, und so ganz abstrakt zu der ich: ich glaube ich habe es tatsächlich geschafft, mich bisher auf einen Standpunkt festnageln zu lassen: Ganz abstrakt: Komplett bescheuerte Idee. Das finde ich super. In Angesicht der Tatsache, dass dafür andernweitig nutzbare Ressourcen aufgewendet werden: zuviel "versuchen bedeutend zu sein", zu wenig "ganz doll etwas ändern."

Marie Curie und das Welterbe
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Wikipedia
Freitag, 13. Mai 2011
Wikipedia und das Welterbe
Das deutsche Wikimedia-Chapter ist nicht nur das älteste und eines der aktivsten, sondern auf jeden Fall auch eines der kreativsten. In vielerlei Hinsicht kann man Wikimedia Deutschland als innovativen Vorreiter betrachten: Sei es die Herausgabe einer Wikipedia-CD/DVD, die Ausrichtung der ersten Wikimania, die Etablierung anderer internationaler Wiki-Konferenzen oder die Entwicklung der gesichteten und geprüften Versionen.
Einem sicher ganz besonderen Krea-Tief entsprang der dringende Wunsch, Wikipedia müsste UNESCO-Welterbe werden. Für einige offenbar völlig unverständlicherweise traf diese Idee nicht überall nur auf ungeteilte Zustimmung. Natürlich - der Gedanke klingt verlockend, der ohnehin schon wertvolle Markenname würde noch einmal geadelt. So zeigten sich bei einer Konferenz in Berlin auch die Vertreter anderer Länder wohl recht angetan von dieser Idee.
In der deutschen Wikipedia-Community dagegen wollen sich jedoch nicht nur viele Fürsprecher einfinden, sondern in einer Art kleinem "Meinungsbild" überwiegen zur Zeit gar die Gegner des Vorhabens.
Nun kann man darüber streiten, ob Wikipedia tatsächlich als Immaterielles Kulturerbe geeignet ist. Auch kann man verschiedener Ansicht sein, ob so ein Titel nun eher hilfreich oder eher hinderlich für die Fortentwicklung unserer Enzyklopädie sein könnte. Wirklich wissen kann es niemand, eine Untersuchung in der Art einer Technikfolgeabschätzung oder so etwas ähnlichem hat sicher noch niemand ins Auge gefasst.
Was mich persönlich aber an dieser ganzen Geschichte immens stört, ist der Umgang der Geschäftsstelle (und auch des Vorstands?) mit den Mitgliedern. Durch die Darstellung in der Öffentlichkeit muss man zwangsläufig zu der Ansicht kommen, dieses Projekt wurde "vom Verein" (das wären ja eigentlich die Vereinsmitglieder) beschlossen und unterstützt. Leider kann davon nicht die Rede sein. Während auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung Ende letzten Jahres fast nur die verstärkte Einbindung der Mitglieder in die Vereinsprojekte Thema war, und auch auf der regulären MV im Januar dies wieder beschworen wurde, sieht die Realität für mich anders aus.
Auf der Mitgliederversammlung war vom Welterbe-Projekt keine Rede. Nicht im Ausblick auf das kommende Jahr, nicht in den Berichten der Vorstände, nicht im Bericht aus der Geschäftsstelle. Tags darauf fand ein "open space" statt, an dem ich ebenfalls teilnahm. Meine Verwunderung war enorm, als ich dort zufällig (es gab verschiedene Themengruppen) von dem Vorhaben erfuhr. "Getarnt" war diese Idee unter dem Namen "10 Jahre Wikipedia".
Nun hielt ich das für eine erste Idee, über die man mal so eben rumspinnt. Umso verblüffter war ich dann, als kurz danach dieses Thema der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und sich als ein großes Hauptprojekt des Vereins für dieses Jahr herausstellte. Pressemitteilungen, Titelthema der Vereinszeitung, in den Blogbeiträgen angepriesen.
Im Wikimedia-Blog erwähnt Sebastian Sooth heute die Frage "Und warum wir die Community nicht von Anfang an viel stärker einbezogen haben." Eine Antwort darauf gibt es leider auch dort nicht.
Vielleicht verstehen ja einige, dass ich mich als Mitglied bei so einem Vorgehen nicht wirklich sonderlich ernst genommen fühle. Mein Schweigen zu dem Thema in letzter Zeit war mehr oder weniger größere Frustvermeidung. Offenbar wurde aus den Diskussionen der außerordentlichen MV doch nicht so viel gelernt, wie ich erhofft hatte. Schade!
Das deutsche Wikimedia-Chapter ist nicht nur das älteste und eines der aktivsten, sondern auf jeden Fall auch eines der kreativsten. In vielerlei Hinsicht kann man Wikimedia Deutschland als innovativen Vorreiter betrachten: Sei es die Herausgabe einer Wikipedia-CD/DVD, die Ausrichtung der ersten Wikimania, die Etablierung anderer internationaler Wiki-Konferenzen oder die Entwicklung der gesichteten und geprüften Versionen.
Einem sicher ganz besonderen Krea-Tief entsprang der dringende Wunsch, Wikipedia müsste UNESCO-Welterbe werden. Für einige offenbar völlig unverständlicherweise traf diese Idee nicht überall nur auf ungeteilte Zustimmung. Natürlich - der Gedanke klingt verlockend, der ohnehin schon wertvolle Markenname würde noch einmal geadelt. So zeigten sich bei einer Konferenz in Berlin auch die Vertreter anderer Länder wohl recht angetan von dieser Idee.
In der deutschen Wikipedia-Community dagegen wollen sich jedoch nicht nur viele Fürsprecher einfinden, sondern in einer Art kleinem "Meinungsbild" überwiegen zur Zeit gar die Gegner des Vorhabens.
Nun kann man darüber streiten, ob Wikipedia tatsächlich als Immaterielles Kulturerbe geeignet ist. Auch kann man verschiedener Ansicht sein, ob so ein Titel nun eher hilfreich oder eher hinderlich für die Fortentwicklung unserer Enzyklopädie sein könnte. Wirklich wissen kann es niemand, eine Untersuchung in der Art einer Technikfolgeabschätzung oder so etwas ähnlichem hat sicher noch niemand ins Auge gefasst.
Was mich persönlich aber an dieser ganzen Geschichte immens stört, ist der Umgang der Geschäftsstelle (und auch des Vorstands?) mit den Mitgliedern. Durch die Darstellung in der Öffentlichkeit muss man zwangsläufig zu der Ansicht kommen, dieses Projekt wurde "vom Verein" (das wären ja eigentlich die Vereinsmitglieder) beschlossen und unterstützt. Leider kann davon nicht die Rede sein. Während auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung Ende letzten Jahres fast nur die verstärkte Einbindung der Mitglieder in die Vereinsprojekte Thema war, und auch auf der regulären MV im Januar dies wieder beschworen wurde, sieht die Realität für mich anders aus.
Auf der Mitgliederversammlung war vom Welterbe-Projekt keine Rede. Nicht im Ausblick auf das kommende Jahr, nicht in den Berichten der Vorstände, nicht im Bericht aus der Geschäftsstelle. Tags darauf fand ein "open space" statt, an dem ich ebenfalls teilnahm. Meine Verwunderung war enorm, als ich dort zufällig (es gab verschiedene Themengruppen) von dem Vorhaben erfuhr. "Getarnt" war diese Idee unter dem Namen "10 Jahre Wikipedia".
Nun hielt ich das für eine erste Idee, über die man mal so eben rumspinnt. Umso verblüffter war ich dann, als kurz danach dieses Thema der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und sich als ein großes Hauptprojekt des Vereins für dieses Jahr herausstellte. Pressemitteilungen, Titelthema der Vereinszeitung, in den Blogbeiträgen angepriesen.
Im Wikimedia-Blog erwähnt Sebastian Sooth heute die Frage "Und warum wir die Community nicht von Anfang an viel stärker einbezogen haben." Eine Antwort darauf gibt es leider auch dort nicht.
Vielleicht verstehen ja einige, dass ich mich als Mitglied bei so einem Vorgehen nicht wirklich sonderlich ernst genommen fühle. Mein Schweigen zu dem Thema in letzter Zeit war mehr oder weniger größere Frustvermeidung. Offenbar wurde aus den Diskussionen der außerordentlichen MV doch nicht so viel gelernt, wie ich erhofft hatte. Schade!
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Donnerstag, 12. Mai 2011
Haftung für Fotos in eingebundenen RSS-Feeds
Im März hat das Landgericht Berlin eine wie ich finde bemerkenswerte Entscheidung zur Haftung bei per RSS-Feeds eingebundenen Fotos getroffen.
Die Quintessenz des Ganzen dürfte sein: Im Gegensatz zu Links macht sich der Seitenbetreiber die per RSS-Feed eingebetteten Inhalte zu eigen und sie nach § 19a UrhG öffentlich zugänglich. Das gilt auch dann, wenn klar erkennbar ist, von welchem Anbieter die Inhalte übernommen wurden. Ein Haftungsausschluss im Impressum ist diesbezüglich wirkungslos.
Im verhandelten Fall ging es um Urheber- bzw. Nutzungsrechte an einem Foto. Besagtes Foto wurde samt Text 1:1 per vom Anbieter zur Verfügung gestellten RSS-News-Feed automatisch mit in die Webseite des Nutzers eingebunden. Die Quelle des Feeds wurde als Hinweis angegeben.
Mein hoffentlich gesunder Menschenverstand, auf den es bei Gericht ja bekanntlich meist nicht ankommt, sträubt sich energisch gegen diese Entscheidung. Warum in aller Welt stellt jemand einen RSS-Feed zur Verfügung, wenn er bei dessen Einbindung dann wegen Urheberrechtsverletzung dagegen vorgeht?
Für die Praxis dürfte das bedeuten: Entweder man findet eine technische Möglichkeit, Fotos von der Einbindung eines News-Feeds auszunehmen, oder man lässt es besser gleich ganz bleiben. Denn: Auch wenn es in dieser Entscheidung um ein Foto geht, ist ein ähnliches Vorgehen wegen textlichen Urheberrechtsverletzungen ja nicht ausgeschlossen. Schöpfungshöhe dürfte auch bei Nachrichtenmeldungen recht schnell erreicht sein.
Da man keinen Einfluss auf die Inhalte des Feeds hat, bleibt jegliche Einbindung ein unkalkulierbares Risiko.
Also Lesen des Feeds per Offline-Reader auf dem eigenen PC ja, Einbindung in eine eigene (auch rein private) Webseite vorerst nein. Bleibt zu hoffen, dass diese merkwürdige - erstmal vorläufige im einstweiligen Verfügungsverfahren - Entscheidung des Gerichts demnächst im Hauptsacheverfahren oder noch besser höchstrichterlich gekippt wird. Dass diese Ansicht kein Einzelfall ist, zeigt eine fast identische Entscheidung des AG Hamburg vom September 2010 (Az. 36A C 375/09).
Das Risiko beschränkt sich im Übrigen nicht nur auf eigene Websites: Das allseits beliebte "Teilen/Sharen" von Webseiten auf der Facebook-Pinnwand ist eigentlich kaum anders zu beurteilen. Dazu machte Rechtsanwalt Ferner sich so seine Gedanken.
Im März hat das Landgericht Berlin eine wie ich finde bemerkenswerte Entscheidung zur Haftung bei per RSS-Feeds eingebundenen Fotos getroffen.
Die Quintessenz des Ganzen dürfte sein: Im Gegensatz zu Links macht sich der Seitenbetreiber die per RSS-Feed eingebetteten Inhalte zu eigen und sie nach § 19a UrhG öffentlich zugänglich. Das gilt auch dann, wenn klar erkennbar ist, von welchem Anbieter die Inhalte übernommen wurden. Ein Haftungsausschluss im Impressum ist diesbezüglich wirkungslos.
Im verhandelten Fall ging es um Urheber- bzw. Nutzungsrechte an einem Foto. Besagtes Foto wurde samt Text 1:1 per vom Anbieter zur Verfügung gestellten RSS-News-Feed automatisch mit in die Webseite des Nutzers eingebunden. Die Quelle des Feeds wurde als Hinweis angegeben.
Mein hoffentlich gesunder Menschenverstand, auf den es bei Gericht ja bekanntlich meist nicht ankommt, sträubt sich energisch gegen diese Entscheidung. Warum in aller Welt stellt jemand einen RSS-Feed zur Verfügung, wenn er bei dessen Einbindung dann wegen Urheberrechtsverletzung dagegen vorgeht?
Für die Praxis dürfte das bedeuten: Entweder man findet eine technische Möglichkeit, Fotos von der Einbindung eines News-Feeds auszunehmen, oder man lässt es besser gleich ganz bleiben. Denn: Auch wenn es in dieser Entscheidung um ein Foto geht, ist ein ähnliches Vorgehen wegen textlichen Urheberrechtsverletzungen ja nicht ausgeschlossen. Schöpfungshöhe dürfte auch bei Nachrichtenmeldungen recht schnell erreicht sein.
Da man keinen Einfluss auf die Inhalte des Feeds hat, bleibt jegliche Einbindung ein unkalkulierbares Risiko.
Also Lesen des Feeds per Offline-Reader auf dem eigenen PC ja, Einbindung in eine eigene (auch rein private) Webseite vorerst nein. Bleibt zu hoffen, dass diese merkwürdige - erstmal vorläufige im einstweiligen Verfügungsverfahren - Entscheidung des Gerichts demnächst im Hauptsacheverfahren oder noch besser höchstrichterlich gekippt wird. Dass diese Ansicht kein Einzelfall ist, zeigt eine fast identische Entscheidung des AG Hamburg vom September 2010 (Az. 36A C 375/09).
Das Risiko beschränkt sich im Übrigen nicht nur auf eigene Websites: Das allseits beliebte "Teilen/Sharen" von Webseiten auf der Facebook-Pinnwand ist eigentlich kaum anders zu beurteilen. Dazu machte Rechtsanwalt Ferner sich so seine Gedanken.
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Montag, 9. Mai 2011
Darummagichdithmarschen (V)
Beim Edeka gibt es Strandkörbe im Angebot. (Ja, die Echten)
Beim Edeka gibt es Strandkörbe im Angebot. (Ja, die Echten)
Darummagichdithmarschen (V)
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Sonntag, 8. Mai 2011
Public-Domain-Texte Digitalisieren mit Wikimedia Deutschland?
Hat hier jemand praktische Erfahrungen wie gut/schlecht, einfach/unkompliziert das derzeit läuft? Und wo man welche Formblätter ausfüllen muss? Und wen bei WMDE ansprechen? Falls ja bitte melden, entweder hier oder unter der bekannten gmail-Adresse dirkingofranke.
Hat hier jemand praktische Erfahrungen wie gut/schlecht, einfach/unkompliziert das derzeit läuft? Und wo man welche Formblätter ausfüllen muss? Und wen bei WMDE ansprechen? Falls ja bitte melden, entweder hier oder unter der bekannten gmail-Adresse dirkingofranke.
Public-Domain-Texte Digitalisieren mit Wikimedia Deutschland?
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