Donnerstag, 17. November 2011

Wikimedia Deutschland 2012: mehr Hierarchien, 60% mehr Mitarbeiter.(Update)

Wikimedia Deutschland plant "Eine der Größe des Vereins angemessene Organisationsstruktur zu bieten, die die Personalverwaltung und –entwicklung verbessert". Was praktisch bedeutet: mehr Mitarbeiter, mehr Bereiche, vielleicht und hoffnungsvollerweise sogar mehr Struktur.

Sheep NZ

Die Zahl der Vollzeitstellenäquivalente steigt von 19,95 auf 32, die - wenn ich richtig zähle - in 10 Teilbereichen mit insgesamt drei Hierarchieebenen einsortiert werden. Neue Stellen sollen vor allem dem Controlling, der Koordination, und Dienstleistungen zugute kommen.

Die tatsächlich durchführenden Stellen für Wikidata sind noch nicht eingeschlossen, weil noch unklar ist, bei wem die Wikidatisten letztlich arbeiten. Sollten die alle beim Arbeitgeber Wikimedia Deutschland landen, verdoppelt sich die Zahl der Mitarbeiter.


Update:

Update: Pavel bat in den Kommentaren noch um folgenden Hinweis/Korrektur. Mein Eindruck war ja eher, dass zB "Dienstleistungen" und "Bereiche" sich eher überlappen, als ausschließen, aber zu Pavel:

"Neue Stellen sollen vor allem dem Controlling, der Koordination, und Dienstleistungen zugute kommen." Und das stimmt schlicht nicht:

Community: von 2 auf 5,5
Politik & Gesellschaft: von 2 auf 4
Bildung & Wissen: von 2 auf 3,5
F & E: von 2,8 auf 4

Das heisst, von den geplant 12,45 neuen Stellen fallen 8,2 auf das, was im Organigramm "Bereiche" heisst. Der Zuwachs im Bereich Veranstaltungsmanagement beträgt dann nochmals 1,25. Das bedeutet, das im Verwaltungsbereich gerade mal 3 Vollzeitstellen entstehen.

Kommentare:

Attila Albert hat gesagt…

Dein Beitrag zählt nur auf, kommentiert nicht - und tut es in der Auswahl der Fakten doch. Ich habe das mal, da auch in der Mailingliste in diese Richtung diskutiert wurde, zum Anlass für einen Blogeintrag genommen.

dirkfranke hat gesagt…

Ich finde die Einziehung einer zweiten Hierarchieebene ja durchaus sinnvoll. Aber "4 neue Leute für die Selbstverwaltung" ist jetzt echt nicht das, was ich mir unter Weltherrschaft vorstelle. Um genauer zu sein: wir verwalten uns besser, ist so eher das Gegenteil vom großen Träumen.

Attila Albert hat gesagt…

Ich finde "Selbstverwaltung" etwas - nun ja - polemisch, wenn man von Selbstverständlichkeiten wie einem Controlling (bei den Einnahmen) redet. Bis zu "wir verwalten uns selber" ist es wohl noch ein bisschen hin bei den paar Leuten :-)

dirkfranke hat gesagt…

Es streitet ja niemand die Notwendigkeit einer gewissen Selbstverwaltung ab - aber Selbstverwaltung ist es dennoch. Und Attila, an sich vermute ich, auch Du verstehst unter "dream big" nicht in erster Linie "besseres Controlling."

Attila Albert hat gesagt…

Absolut nicht, aber es ist die notwendige Basis, um sie umzusetzen. In den letzten Jahren ist der Verein eher der Entwicklung hintergehastet, als strukturell dafür gerüstet zu sein (dies u.a. zu Lasten des Vorstandes)

Pavel hat gesagt…

"Neue Stellen sollen vor allem dem Controlling, der Koordination, und Dienstleistungen zugute kommen." Und das stimmt schlicht nicht:

Community: von 2 auf 5,5
Politik & Gesellschaft: von 2 auf 4
Bildung & Wissen: von 2 auf 3,5
F & E: von 2,8 auf 4

Das heisst, von den geplant 12,45 neuen Stellen fallen 8,2 auf das, was im Organigramm "Bereiche" heisst. Der Zuwachs im Bereich Veranstaltungsmanagement beträgt dann nochmals 1,25. Das bedeutet, das im Verwaltungsbereich gerade mal 3 Vollzeitstellen entstehen.

Es würde mich freuen, wenn Du das in Deinem Beitrag korrigieren könntest.

dirkfranke hat gesagt…

Hm, da bin ich gegangen nach "Auch weiterhin wird der Verein eigene Projektmitarbeiter beschäftigen, die unsere Projekte planen und durchführen, die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen und der Community koordinieren, etc.; zugleich werden wir aber mehr personelle Ressourcen in den Bereichen Mittelverwendung, Controlling und Dienstleistungen aufbauen." - da schien es mir so zu sein, dass der Schwerpunkt dieses mal im zweiten Teil liegt. Wie kann man das denn jetzt sinnvoll formulieren?

Pavel hat gesagt…

Den Satz, den Du zitierst, meint folgendes:

Der Cerein wird auch in Zukunft eigene Projekte fortführen, neue starten, etc. und hierfür Projektmitarbeiter benötigen. Dann aber werden wir (wie es im CPB, Wissenswert, Communitybudget, Technikpool und vielen anderen Projekten bereits der Fall ist) auch vermehrt rein fördernd tätig werden - da gehts also nicht um Projekte, die von Mitarbeitern durchgeführt werden, sondern z.B. von Leuten aus der Community. Und für diese Projekte brauchen wir schlicht andere Mitarbeiter - da unsere Aufgabe eher in der Beratung und im Controlling liegt als im Projektmanagement. Ist das verständlicher? Sorry, vielleicht stehe ich da einfach auch auf dem Schlauch und sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht...

dirkfranke hat gesagt…

Ich glaube ja eigentlich schon, dass ich Dich so verstehe wie Du meinst: Dienstleistungen ist für mich total gar nicht-Verwaltung und Koordination hinreichend unscharf um alles möglich sein zu können.

Nur scheint mir der wichtigere strukturelle Unterschied halt weniger darin zu lagen, dass es mehr Projektmanager gibt - die tun soweit ich verstehe im wesentlichen dasselbe wie die Projektmanager jetzt schon - sondern eher der Ausbau der Dienstleistungen, und die beginnende Binnenstrukturierung.

Literaturluder hat gesagt…

Hallo nochmals, für mich sind Wikis natürlich soziale Medien. Jedoch scheint das ein oder andere Wikimedia-Mitglied, mir nicht zuzustimmen. So bekam ich via Twitter einen Kommentar, der meinte, dass Social Media Affinität ein NACHTEIL bei der Erstellung einer Enzyklopädie sei. Fand ich sehr komisch. Auf meine Frage, wie er denn das begründe, ist er nicht eingegangen...ich frotzel jetzt nicht dazu, dass mich dieser Kommentar des eingefleischten Wikimedianers per Twitter erreichte...

Viele Grüße wieder aus Düsseldorf

Carmen

dirkfranke hat gesagt…

Hallo Carmen,

ja, ich fürchte das kam deutlich mißverständlicher rüber als Du es gemeint hattest. Wohl weil umgangssprachlich Social Media für viele Facebook&Co ist, und der idealtypische Wikipedianer Facebook für eine Ausgeburt infantiler Irrelevanz hält. Andererseits sind Wikis natürlich extrem social.

Ich würde vielleicht eher sagen: Wikimedianer/pedianer finden Social Media super, wissen das aber zum Teil selber nicht :-)