Dienstag, 28. Juni 2011

Horrio Horizobu

Juhu, endlich mal wieder eine neue Suchmaschine. Horizobu hat zuerst einmal einen unaussprachlichen Namen. Darüberhinaus kommt es aus der Schweiz, richtet sich seiner Pressearbeit nach "vor allem an Personen, die zu einem Thema eine vertiefende Recherche durchführen wollen", und bietet diverse lustige Web 2.0-Spielerein. Aber bevor ich Sachen share und kollaboriere und ähnliches, will ich doch erstmal wissen, kann ich suchen?

Nehmen wir drei Anfragen, die aus dem realen Leben stammen, und die ich mir in den letzten Fragen gestellt habe:

* Wann fängt das Crellestraßenfest an? (query: Crellestraßenfest 2011)
* Was sagt die Sekundärliteratur zu Foucault und Recht? (query: Foucault and Law)
* Gibt es Computerspiele zum Tractorpulling? (query: Tractorpulling games)

Einfacher Test: einmal google suchen, einmal horizobuen. Wobei ich bei Google eine Standardeinstellung von 100 Ergebnissen/Seite habe, und auch oft bis zu Seite 7 oder 8 komme, also einfach deutlich mehr Ergebnisse zur Kenntnis nehme als der statistische Standarduser.

Crellestraßenfest:

Google, Treffer 5 -> Kulturkalender Schöneberg, leider kein Crellestraßenfest. Mit der Abfrage kein Treffer, Such-Modifikation Crellestraße Fest 2011. Weiter erfolglos, nächste Modifikation crellestraße fest "25. Juni", hurra gleich der erste Treffer auf der ersten Seite.

Horizobu: Bringt mich zuerst zum Chor Choriosa, der demnächst einen Auftritt hat, leider nicht da, wo ich hinwill. Findet mit dem Suchbegriff weiter gar nichts. Crellestraße Fest 2011. Führt erstmal alles zum Fest von 14. Mai. Nutze die tolle offensichtliche Eingrenzungsmöglichkeit mit "26 Juni" siehe da.

Ergebnis: beide nehmen sich nicht viel, besser wäre es gewesen nach "Nachbarschaftsfest Crellesraße" zu suchen. Horizobu wirkte tatsächlich intuitiver.

Foucault and Law:


Google erkennt schon mal richtig, dass ich eigentlich zu scholar will, und bietet mir darüberhinaus Bücher an, daneben noch diverse Aufsätze, und die Wikipedia-Artikel zu Governmentality und Sociology of Law. Das ist schon alles recht gut.

Horizobu: weniger Bücher (und Verkaufsseiten), mehr Aufsätze. Dafür mit Problemen zweimal denselben Text zu erkennen, wenn er über Unterseiten oder ähnliches mehrfach auftaucht. Wieder knappes unentschieden. horizobu macht schon Lust, gerade hier bieten sich die diversen Knöpfe auch zum Spielen an.

Tractorpulling Games

Google: viel Junk, ein paar Browserspiele, zu denen man sich über Junk-Seiten und nicht-mehr-existierende Websites hinhangeln muss.

Horizobu: Unfortunately, we weren't able to retrieve good results. Please try with another query.

Fazit: Horizobu schneidet deutlich besser ab als gedacht. Meinem Verständnis nach hätte es vor allem bei Foucault and Law glänzen sollen; hat es auch, aber auch Google hat sich gut geschlagen. Echte Überraschung wie gut es beim ganz unexplorativen Crellestraßenfest abschnitt. Lohnt auf jeden Fall weiteres testen.

Und noch ein lustiges Video. Wer mir verrät, welch interessanten Akzent der Sprecher zur Schau trägt, gewinnt drei Kekse!



Kommentare:

Nando Stöcklin hat gesagt…

Ich melde mich für die drei Kekse: Irish!

dirkfranke hat gesagt…

Danke. Dann müssen wir wohl mal eine Keksübergabeprozedur überlegen.