Dienstag, 14. Juni 2011

Ei verdautz, facebook verliert User

Facebook verliert User. Mich wundert ja eher, dass der Verlust Leute wundert. Wie jede Community und jedes Sozialdings, lebt facebook nicht von seinem Nutzwert; abgesehen von FarmVille hat es keinen.

Facebook lebt davon, der Ort zu sein, an dem die coolen Leute sind. Und wie überall sonst im Leben - bei jeder Kneipe, jedem Club, jedem Restaurant, jeder Tankstelle, jedem Stadtteil - hat der Coolheitszirkel auch bei facebook eine begrenzte Lebensdauer.

Ich formuliere jetzt mal Frankes Gesetz: sobald Deine Eltern einer sozialen Community beitreten, ist es Zeit, sofort das Konto zu kündigen.

Update: Ja, ich sollte es doch noch bringen. Vielleicht verliert facebook auch noch keine User in den USA. Dann habe ich halt in zwei Monaten recht und nicht jetzt

Kommentare:

Torsten hat gesagt…

Ich wundere mich immer noch über die absolute Nutzlosigkeit von Facebook. Alleine seine Blogbeiträge in sein Profil zu pipen ist nur durch hässliche externe Applikationen möglich, die eine Zeitverzögerung zwischen ein paar Stunden und sieben Tagen einbauen.

Terminankündigung ist möglich, aber Terminplanung? Nix da. Ein Terminkalender für mich als User? Dokumentsharing? Geht doch zu Google! Oder Apple.

DaB. hat gesagt…

"lebt facebook nicht von seinem Nutzwert davon,"
Irgendwie kann mein Gehirn das nicht parsen :-/.

dirkfranke hat gesagt…

DaB.,

ich habe mal versucht, den Satz zu ändern.

Torsten,

ja, ich weiss auch immer nicht, was mich mehr irritiert: der Erfolg einer komplett nutzlosen Website oder die komplette Nutzlosigkeit einer derart erfolgreichen Website.

Neben der Eignung als Daddelkonsole, taugt es als sehr niederschwelliges Blog. Nur dass sich mehr als drei Zeilen Text auf einmal einfach falsch anfühlen.

jakob hat gesagt…

Du hast das Killerfeature "Anstupsen" vergessen. Zu meiner eigenen Überraschung nutze ich Facebook tatsächlich zum Chatten mit Verwandten, die kein Skype o.Ä. haben oder dort nie Online sind, weil sie es nur zum Chatten oder telefonieren starten, während Facebook bei denen irgendwie immer automatisch offen ist. Ergo: Features sind Nebensache, es kommt darauf an, wie sie genutzt (oder eben nicht genutzt) werden.

dirkfranke hat gesagt…

Da hast Du vielleicht auch Recht + ich gehe ja eh davon aus, Facebook eigentlich falsch zu nutzen. Andererseits sagt es ja auch nur, alle sind bei facebook weil da schon alle sind. Und da würde ich immer noch behaupten, Menschen sind launisch, facebook wird natürlich in gewisser Größe noch für lange Zeit existieren. Es gehen ja auch immer noch Leute mit AOL ins Netz. Aber facebook wird beträchtlich schrumpfen.

Anonym hat gesagt…

Also Facebook ist nicht das MasterControlProgramm. Sondern: Twitter mit mehr als 140 Zeichen? Und mit Farmville.

dirkfranke hat gesagt…

Wobei Twitter natürlich auch komplett überhyped ist, und nicht ewig diese Position einnehmen wird. Ich finde es ja fast immer niedlich, wenn Leute meinen, sie könnten direkt mit Prominenten in Kontakt treten, weil Twitter so toll ist.

Auch das klappt nur, weil es nicht so viele Leute gibt. Das Zeitbudget bei Prominenten ist kein technisches Problem, sondern ein soziales.