Freitag, 20. Mai 2011

Traktorfreitag: Open Source


Bild: CC-BY-SA 3.0, Fotograf: vermutlich Marcin Jakubowski, Quelle

Aus Linux wurde Wikipedia wurde ein Traktor. Die Welt entwickelt sich weiter und strebt nach Höherem. Nachdem Open Source seine ersten erfolgreichen Implementation in der Software hatte, und sich jetzt auch ganz achtbar bei der sonstigen Erschaffung von Inhalten gestaltet, gibt es endlich auch Open Souce Traktoren.

In Missouri, USA, steht die Factor e Farm von Open Source Ecology, gegründet von einem polnisch amerikanischen Fusionsphysiker, und möchte den Grundstock für ein bequemes Leben in kleinen Gemeinschaften schaffen. 50 Maschinen vom Laserschneider zur Backsteinpresse, die man tatsächlich braucht, um komfortabel Leben zu können, alle dem Prinzip Lego nach miteinander vertauschbar und einfach zu warten, zu kaufen und mit überall erhältlichen Teilen zu reparieren.

Die Sendung Breitband sendete letztens einen Beitrag über deren Open-Source-Traktoren. Da staunte nicht nur ich. Der sieht zwar etwas anders aus als gängige Traktoren, soll aber angeblich all deren Eigenschaften aufweisen und dazu noch diejenigen eines Frontladers. Geschaffen aus dem Erfahrungen was alles mit einem alten, robusten 50er-Jahre-Traktor schief gehen kann und ausgelegt auf Jahrzehnte. Leider noch als Prototyp, aber wir hoffen ja.


Bild:CC-BY-SA 3.0 Fotograf: vmtl. WikiSysop, Quelle.

Zumal wenn man den Traktor dann in einen Minitraktor zum Hinterlaufen umbauen kann. Oder in eine Drehbank. Oder so ähnlich. Auch wenn es bisher nur ein wirklich fertiges Gerät gibt - die Backsteinpresse -, wollen sie doch bis Ende 2012 alle 50 Geräte im Einsatz haben, und dann ebenso Dritt-Welt-Länder wie amerikanische Jungfarmer beglücken. Natürlich auch noch Nachhaltig, mit selbst gewonnener Energie, und was dazu gehört.

Noch bin ich skeptisch, ob das wirklich einfacher und billiger und langlebiger und gemütlich ist, und ob sie ihre zwei Millionen Finanzierung zusammenbringen und ob das wirklich Jahrzehnte funktioniert. Aber die Idee ist super, finden auch Atlantic und Make.

Wer die Sendung auch noch anhören möchte, hier ist der Player.



Und der TED-Talk




Und weil das alles sehr ernst war, folgt eine Explosion:

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