Donnerstag, 20. Januar 2011

If in doubt

If in doubt, assume the reader knows nothing. However, never make the mistake of assuming that the reader is stupid. The classic error in journalism is to overestimate what the reader knows and underestimate the reader’s intelligence.


(Guardian: A manifesto for the simple scribe via dirk von gehlen)

Kommentare:

snotty hat gesagt…

Wow, ist das blauäugig.

Anonym hat gesagt…

@snotty: was würdest du stattdessen empfehlen?

snotty hat gesagt…

@Anonym: etwas mehr Sinn für die Realität. Der Guardian war immer schon ein Randgruppenblatt, wenn auch ein ehrenvolles. Heute bricht ihm die Leserschaft so gravierend weg, dass sie statistisch nicht mehr relevant ist. Relativen Erfolg haben (nicht nur in Großbritannien) hingegen die Schmierblätter - und auch die können heimgehen gegen die Quoten die das Prekariatsfernsehen einfährt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein reader stupid ist, ist demgemäß weitaus höher als der Guardian das gerne hätte.

In Deutschland etwa kriegt zwar die ARD die meisten "mag ich" Nennungen, aber ANSCHAUEN tun sich die gleichen Leute die RTL Action News.

Das Niveau ist hoch, aber keiner ist oben.

dirkfranke hat gesagt…

Wobei ich den Eindruck habe, dass die BBC ihre Zuschauer für weitaus intelligenter hält, als die ARD die ihrigen, und damit in jeder Hinsicht gut fährt. Auch Top Gear, was nun unzweifelhaft Zuschauer hat, spricht eher niedere Instinkte an. hält seine Zuschauer aber nicht für doof.

Was in UK aber tatsächlich anders ist, ist dass alle Zeitungen dank mangelnder lokaler Monopole, nie vergessen haben, dass sie ihren Ursprung in der Entertainmentindustrie hatten. In D und USA ging das Wissen dank Kleinanzeigenmonopolen verloren, und dementsprechend stürzen die Zeitungen da grade ab.