Viel ist passiert im Lande Wikileaks. Unwichtigstes zuerst: ein paar Kiddies spielen mit Programmen, die sie nur halb verstehen, und der Hühneraufen namens Social-Media-Teilnehmer (Untergruppe Politfraktion) gerät in Wallung. Sollen sie mal vor sich hin wallen, c't erklärt. Während die US-Regierung weiterhin verzweifelt ein Gesetz sucht, nachdem Wikileaks sich strafbar gemacht hat, diskutiert Berkeley, ob Bradley Manning ein Held sein sollte.
Wer den Überblick behalten möchte, den Verweise ich vor allem auf Foreign Policy. Die haben sowohl mittlerweile ein eigenes Blog zu Wikileaks, den Wochenrückblick mit allen wichtigen Wikileaks-News, als auch mal wieder eine nette Zusammenstellung der wichtigsten/spannendsten/interessanten Themen WikiFamous. Noch eine nette Zusammenstellung bietet der Atlantic, mehr mit theoretischen Meta-Texten was das alles soll: "How to think about Wikileaks". John Naughton vom Guardian weist auf eine ähnliche Zusammenstellung der New York Times hin: WikiLeaks: five expert opinions. Die deutsche Debatte scheint mir soweit ich sehe die gefühlt drölfzigmillionste "das Internet an sich"-Debatte zu sein und dementsprechend nicht weiter bemerkenswert. Ganz spannend, auch von einer Amerikanerin, aber immerhin auf Deutsch: Nur Skandälchen.
Die eigentliche Depesche verdanke ich einem Hinweis von Herrn Schindler: 04RANGOON88, BURMA: RUMORS OF CONSTRUCTION OF A NUCLEAR REACTOR. Da die Debatte schon ausufert, diesmal ein kurzes, aber eines, dass es in sich haben könnte. Gerüchte, dass in Burma ein Atomkraftwerk gebaut wird; das ist in einer längeren Jahre andauernden Reihe von Gerüchten, die erst Russland und dann Nordkorea in der Gegend vermuteten, zusammen mit sich vermehrenden Sichtungen von dementsprechenden Materialien und Personen. Glanz und Elend der Depschen: spannend und interessant. Aber halt ein Gerücht aus vieler Hand, und dazu von 2004. Hat Burma schon die Atombombe und wir wissen es nicht? Oder war das alles eine große Müllverbrennungsanlage?
Tuesday, 20 January 2004, 09:44
S E C R E T RANGOON 000088
SIPDIS
NOFORN
EO 12958 DECL: 01/09/2014
TAGS PGOV, PARM, PREL, BM, RS, KS, KNPP
SUBJECT: BURMA: RUMORS OF CONSTRUCTION OF A NUCLEAR REACTOR
NEAR MINBU
REF: STATE 297614 AND PREVIOUS 03 RANGOON 1427
Classified By: COM Carmen Martinez for Reasons 1.5 (B,D)
¶1. (S/NF) An expatriate businessmanXXXXXXXXXXXX recently volunteered to an Embassy Officer that he had heard rumors that a nuclear reactor was being built near Minbu, in central Magway Division on the Irawaddy River. The businessman added that he personally had seen a “massive” barge containing large-sized rebar being unloaded on a trip to the area. After asking local residents about the rebar’s purpose, he was told that similar size barge shipments were arriving almost weekly and that the rebar was to be used in the construction of unnamed/unidentified factories. In the opinion of the businessman, the quantities involved as well as the diameter of the rebar suggested a project larger than “factories.” Along these lines, the businessman noted that there was a new airport near Minbu with a landing strip that, based on its length and thickness, seemed excessive, adding that “you could land the space shuttle on it.”
¶2. (S/NF) Comment: Rumors of construction of a nuclear facility in/near Magway Division date back to 2002 and generally refer to alleged Goverment of Burma (GOB) and Russian cooperation on a nuclear research reactor project. Similar rumors, sans the “Russia” angle, have been circulating with greater frequency within diplomatic and expatriate circles since a November 2003 Far Eastern Economic Review (FEER) article which described signs of growing military ties between North Korea and Burma. While we have no direct evidence of this alleged cooperation, rumors of ongoing construction of a nuclear reactor are surprisingly consistent and observations of activity such as that described above appear to be increasing, as are alleged sightings of North Korean “technicians” inside Burma. Martinez
Samstag, 11. Dezember 2010
Darummagichberlin (XIX)
Weil, wenn man nichtsahnend im Dezemberregen auf dem Balkon steht, plötzlich ein Weihnachtsmanncorso auf glittergeschmückten Motorrädern vorbeifährt.
Weil, wenn man nichtsahnend im Dezemberregen auf dem Balkon steht, plötzlich ein Weihnachtsmanncorso auf glittergeschmückten Motorrädern vorbeifährt.
Darummagichberlin (XIX)
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Freitag, 10. Dezember 2010
Traktorfreitag: Wikileaks
Aus traktoristischer Perspektive bietet Wikileaks wenig. In den Depeschen findet sich keinerlei traktorbezogenes und selbst die nur noch im Google-Cache auffindbaren Irak-Depeschen bieten dem Traktorfreund nur weniges. Einzig in Inventarlisten taucht "Tractor, Industrial" auf oder "Truck Tractor." Und die sind nicht mal richtige Traktoren. Während Truck Tractor sich bei näheren Recherechen als recht normaler geländegängiger Truck herausstellte, bot der Tractor, Wheeled Industrial oder manchmal auch genauer TRACTOR, WHEELED, 4X4 DED SMALL EMPLACEMENT EXCAVATOR immerhin mehr Stoff.
Ein paar Recherchen weiter hatte sich dessen nondeskriptive Beschreibung als aufgebohrter Unimog herausgestellt. Und alszwarwohl ein Unimog kein Traktor im engeren Sinne ist, wird er doch als Straßentraktor ausgewiesen, hat doch ähnliche Qualitäten wie ein Traktor im engeren Sinne, und erfreut sich hier bei Iberty ähnlicher Beliebtheit wie Traktoren.
Tatsächlich entstand der Unimog auch als Traktor direkt nach dem Krieg, der ersten Blüte der Traktorproduktion. Gestaltet als Mischung aus Traktor und Laster sollte er dem Bauern nicht nur dazu dienen, das Feld zu bewirtschaften, sondern die Sachen auch gleich zum Markt zu fahren. Das erste 1946 gebaute Gefährt hatte einen Benzinmotor und furh 50 km/h.

US Army
In der US Army - man bedenke, ein deutsches Auto in der US Army - dient er als Hochgeschwindigkeitsbulldozer und Bergungsfahrzeug, falsche Gerüchte erzählen, dass die Army ihn vor allem anschaffte, um gestrandete Hummer zu bergen. Wie ein konventioneller Schlepper auch kann er mit diversen Aufsätzen versehen werden und besitzt eine eindrucksvolle Zugkraft, ist aber deutlich geländegängiger.
Wie sich mir dann weiterhin erschloß, ist der Unimog der Armeetraktor erster Wahl weltweit. Allein Wikimedia Commons bietet Fotos aus Afghanistan, Malaysia, Neuseeland, Australien, den USA und Argentinien. Weltweit ist er im Schneedienst eingesetzt, anhand vollkommen seltsamer Internetquellen behaupte ich jetzt mal, dass er die Hälfte aller Schneepflüge weltweit stellt.

Argentinien. für die Antarktis ausgerüstet.
Zivil hat das Gefährt in den USA dafür überhaupt keinen Erfolg. Eine niedrige Dreistellige Zahl hat Mercedes/Freightliner zwischen 2000 und 2005 verkauft, bis sie den Zivilimport aufgaben. Aber was soll's, eigentlich geht es hier doch eh um fast-Explosionen.
Ein paar Recherchen weiter hatte sich dessen nondeskriptive Beschreibung als aufgebohrter Unimog herausgestellt. Und alszwarwohl ein Unimog kein Traktor im engeren Sinne ist, wird er doch als Straßentraktor ausgewiesen, hat doch ähnliche Qualitäten wie ein Traktor im engeren Sinne, und erfreut sich hier bei Iberty ähnlicher Beliebtheit wie Traktoren.
Tatsächlich entstand der Unimog auch als Traktor direkt nach dem Krieg, der ersten Blüte der Traktorproduktion. Gestaltet als Mischung aus Traktor und Laster sollte er dem Bauern nicht nur dazu dienen, das Feld zu bewirtschaften, sondern die Sachen auch gleich zum Markt zu fahren. Das erste 1946 gebaute Gefährt hatte einen Benzinmotor und furh 50 km/h.
US Army
In der US Army - man bedenke, ein deutsches Auto in der US Army - dient er als Hochgeschwindigkeitsbulldozer und Bergungsfahrzeug, falsche Gerüchte erzählen, dass die Army ihn vor allem anschaffte, um gestrandete Hummer zu bergen. Wie ein konventioneller Schlepper auch kann er mit diversen Aufsätzen versehen werden und besitzt eine eindrucksvolle Zugkraft, ist aber deutlich geländegängiger.
Wie sich mir dann weiterhin erschloß, ist der Unimog der Armeetraktor erster Wahl weltweit. Allein Wikimedia Commons bietet Fotos aus Afghanistan, Malaysia, Neuseeland, Australien, den USA und Argentinien. Weltweit ist er im Schneedienst eingesetzt, anhand vollkommen seltsamer Internetquellen behaupte ich jetzt mal, dass er die Hälfte aller Schneepflüge weltweit stellt.

Argentinien. für die Antarktis ausgerüstet.
Zivil hat das Gefährt in den USA dafür überhaupt keinen Erfolg. Eine niedrige Dreistellige Zahl hat Mercedes/Freightliner zwischen 2000 und 2005 verkauft, bis sie den Zivilimport aufgaben. Aber was soll's, eigentlich geht es hier doch eh um fast-Explosionen.
Aus traktoristischer Perspektive bietet Wikileaks wenig. In den Depeschen findet sich keinerlei traktorbezogenes und selbst die nur noch im Google-Cache auffindbaren Irak-Depeschen bieten dem Traktorfreund nur weniges. Einzig in Inventarlisten taucht "Tractor, Industrial" auf oder "Truck Tractor." Und die sind nicht mal richtige Traktoren. Während Truck Tractor sich bei näheren Recherechen als recht normaler geländegängiger Truck herausstellte, bot der Tractor, Wheeled Industrial oder manchmal auch genauer TRACTOR, WHEELED, 4X4 DED SMALL EMPLACEMENT EXCAVATOR immerhin mehr Stoff.
Ein paar Recherchen weiter hatte sich dessen nondeskriptive Beschreibung als aufgebohrter Unimog herausgestellt. Und alszwarwohl ein Unimog kein Traktor im engeren Sinne ist, wird er doch als Straßentraktor ausgewiesen, hat doch ähnliche Qualitäten wie ein Traktor im engeren Sinne, und erfreut sich hier bei Iberty ähnlicher Beliebtheit wie Traktoren.
Tatsächlich entstand der Unimog auch als Traktor direkt nach dem Krieg, der ersten Blüte der Traktorproduktion. Gestaltet als Mischung aus Traktor und Laster sollte er dem Bauern nicht nur dazu dienen, das Feld zu bewirtschaften, sondern die Sachen auch gleich zum Markt zu fahren. Das erste 1946 gebaute Gefährt hatte einen Benzinmotor und furh 50 km/h.

US Army
In der US Army - man bedenke, ein deutsches Auto in der US Army - dient er als Hochgeschwindigkeitsbulldozer und Bergungsfahrzeug, falsche Gerüchte erzählen, dass die Army ihn vor allem anschaffte, um gestrandete Hummer zu bergen. Wie ein konventioneller Schlepper auch kann er mit diversen Aufsätzen versehen werden und besitzt eine eindrucksvolle Zugkraft, ist aber deutlich geländegängiger.
Wie sich mir dann weiterhin erschloß, ist der Unimog der Armeetraktor erster Wahl weltweit. Allein Wikimedia Commons bietet Fotos aus Afghanistan, Malaysia, Neuseeland, Australien, den USA und Argentinien. Weltweit ist er im Schneedienst eingesetzt, anhand vollkommen seltsamer Internetquellen behaupte ich jetzt mal, dass er die Hälfte aller Schneepflüge weltweit stellt.

Argentinien. für die Antarktis ausgerüstet.
Zivil hat das Gefährt in den USA dafür überhaupt keinen Erfolg. Eine niedrige Dreistellige Zahl hat Mercedes/Freightliner zwischen 2000 und 2005 verkauft, bis sie den Zivilimport aufgaben. Aber was soll's, eigentlich geht es hier doch eh um fast-Explosionen.
Ein paar Recherchen weiter hatte sich dessen nondeskriptive Beschreibung als aufgebohrter Unimog herausgestellt. Und alszwarwohl ein Unimog kein Traktor im engeren Sinne ist, wird er doch als Straßentraktor ausgewiesen, hat doch ähnliche Qualitäten wie ein Traktor im engeren Sinne, und erfreut sich hier bei Iberty ähnlicher Beliebtheit wie Traktoren.
Tatsächlich entstand der Unimog auch als Traktor direkt nach dem Krieg, der ersten Blüte der Traktorproduktion. Gestaltet als Mischung aus Traktor und Laster sollte er dem Bauern nicht nur dazu dienen, das Feld zu bewirtschaften, sondern die Sachen auch gleich zum Markt zu fahren. Das erste 1946 gebaute Gefährt hatte einen Benzinmotor und furh 50 km/h.
US Army
In der US Army - man bedenke, ein deutsches Auto in der US Army - dient er als Hochgeschwindigkeitsbulldozer und Bergungsfahrzeug, falsche Gerüchte erzählen, dass die Army ihn vor allem anschaffte, um gestrandete Hummer zu bergen. Wie ein konventioneller Schlepper auch kann er mit diversen Aufsätzen versehen werden und besitzt eine eindrucksvolle Zugkraft, ist aber deutlich geländegängiger.
Wie sich mir dann weiterhin erschloß, ist der Unimog der Armeetraktor erster Wahl weltweit. Allein Wikimedia Commons bietet Fotos aus Afghanistan, Malaysia, Neuseeland, Australien, den USA und Argentinien. Weltweit ist er im Schneedienst eingesetzt, anhand vollkommen seltsamer Internetquellen behaupte ich jetzt mal, dass er die Hälfte aller Schneepflüge weltweit stellt.

Argentinien. für die Antarktis ausgerüstet.
Zivil hat das Gefährt in den USA dafür überhaupt keinen Erfolg. Eine niedrige Dreistellige Zahl hat Mercedes/Freightliner zwischen 2000 und 2005 verkauft, bis sie den Zivilimport aufgaben. Aber was soll's, eigentlich geht es hier doch eh um fast-Explosionen.
Traktorfreitag: Wikileaks
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Wikipedia verlinkt 20101210
Wikipedia ist nicht Wikileaks. Glaubwürdigen Berichten aus dem Supportteam zufolge ist die Zahl der Mails, die was von Wikileaks wollen, aber Wikipedia anschreiben, mittlerweile gut dreistellig. Der Tagesspiegel twitterte von Wikipedia-Anhängern, die Mastercard lahmlegten. Die Wikimedia Foundation weist nochmal daraufhin, dass Wiki ungleich Wiki ist. Nebenbei hat der Signpost noch umfangreiche Schmähungen von Larry Sanger über Wikileaks dokumentiert. Mann gut, dass der uns früh verließ. Andererseits hat Jimmy Wales' Unternehmen Wikia sich anno 1900 die Domains wikileaks.us und wikileaks.com gesichert, und ist bis jetzt mit der Übergabe an Wikileaks gescheitert.
Die Welt, also die gleichnamige Zeitung, ist natürlich aufgesprungen und ist irgendwie gegen das Internet und alles ganz schlimm.. Asssange hat sich im Internet eine Wirkungssphäre geschaffen, die ohne geltendes Recht auskommen will. Diese Haltung ist im Web ohnehin sehr verbreitet. Sie beginnt bei beleidigenden Leserkommentaren, reicht über üble Nachrede, getarnt als objektiver Eintrag bei Wikipedia, und endet letztlich beim organisierten Geheimnisverrat des Wikileaks-Projektes. Ich muss aber nicht mehr ranten, das hat freundlicherweise schon der Spiegelfechter getan.
Neues von der Foundation. Das Financial Post Magazine mit einem ausführlichen Porträt von Sue Gardner und der Wikimedia Foundation. In terms of our open-source nature and our commitment to open-source software, she goes further than I ever would have imagined a non-programmer, non-tech person to do," Wales says. "She's really put in the effort to learn about the tech and to become a tech geek herself.
Neue Studie über Wikipedianer: Dabei stellte sich heraus, dass die Arbeitsteilung in diesem Netzwerk mehr mit einer Fabrik gemeinhat, als vorher angenommen. Erste Ergebnisse zeigen, dass es durchaus eine hierarchische Arbeitsteilung gibt, die von besonders aktiven Knoten aus gesteuert wird.
Auf anderer Front geht der Kampf der deutschen Wikipedia gegen das Internet weiter. Der Aluhut immerhin konnte gerettet werden. Zalando - Platz 9 bei Google Zeitgeist, aber in de gelöscht. Charlie bit my finger - zweimal durch zwei Admins schnellgelöscht und durch Seitensperre geschützt, bevor zumindest eine Löschdiskussion erreicht werden konnte. Alternativlos gelöscht, derzeit in der Löschprüfung.
Besser steht es um die Materialien von Academy und Zedler-Verleihung. Die sind allesamt online. (shame on me, die ohne-begleittext-unverständliche Prezi meines Vortrags ist weiterhin außerordentlich unfertig)
Encyclopedia of life reviewed Wikipedia-Artikel.
Die Deutsche Welle fragt wie es mit dem Ehrenamt und Wikipedia ist, belegt mal wieder, dass kein Mensch je die Autorenennung findet.
Ein optisches Goody, leider anscheinend nicht frei, Wikipedia-Artikeldichte in UK. Gerechnet auf Fläche und auf Einwohner. Stark vertreten: London, Cornwall, Isle of Man, und ländliche Gegenden mit Nationalparks. Eher schwach Nordirland und Städte des Nordens. Gleich mal auf der deutschen Kartenwerkstatt anfragen, ob die dazu Lust haben.
Die Welt, also die gleichnamige Zeitung, ist natürlich aufgesprungen und ist irgendwie gegen das Internet und alles ganz schlimm.. Asssange hat sich im Internet eine Wirkungssphäre geschaffen, die ohne geltendes Recht auskommen will. Diese Haltung ist im Web ohnehin sehr verbreitet. Sie beginnt bei beleidigenden Leserkommentaren, reicht über üble Nachrede, getarnt als objektiver Eintrag bei Wikipedia, und endet letztlich beim organisierten Geheimnisverrat des Wikileaks-Projektes. Ich muss aber nicht mehr ranten, das hat freundlicherweise schon der Spiegelfechter getan.
Neues von der Foundation. Das Financial Post Magazine mit einem ausführlichen Porträt von Sue Gardner und der Wikimedia Foundation. In terms of our open-source nature and our commitment to open-source software, she goes further than I ever would have imagined a non-programmer, non-tech person to do," Wales says. "She's really put in the effort to learn about the tech and to become a tech geek herself.
Neue Studie über Wikipedianer: Dabei stellte sich heraus, dass die Arbeitsteilung in diesem Netzwerk mehr mit einer Fabrik gemeinhat, als vorher angenommen. Erste Ergebnisse zeigen, dass es durchaus eine hierarchische Arbeitsteilung gibt, die von besonders aktiven Knoten aus gesteuert wird.
Auf anderer Front geht der Kampf der deutschen Wikipedia gegen das Internet weiter. Der Aluhut immerhin konnte gerettet werden. Zalando - Platz 9 bei Google Zeitgeist, aber in de gelöscht. Charlie bit my finger - zweimal durch zwei Admins schnellgelöscht und durch Seitensperre geschützt, bevor zumindest eine Löschdiskussion erreicht werden konnte. Alternativlos gelöscht, derzeit in der Löschprüfung.
Besser steht es um die Materialien von Academy und Zedler-Verleihung. Die sind allesamt online. (shame on me, die ohne-begleittext-unverständliche Prezi meines Vortrags ist weiterhin außerordentlich unfertig)
Encyclopedia of life reviewed Wikipedia-Artikel.
Die Deutsche Welle fragt wie es mit dem Ehrenamt und Wikipedia ist, belegt mal wieder, dass kein Mensch je die Autorenennung findet.
Ein optisches Goody, leider anscheinend nicht frei, Wikipedia-Artikeldichte in UK. Gerechnet auf Fläche und auf Einwohner. Stark vertreten: London, Cornwall, Isle of Man, und ländliche Gegenden mit Nationalparks. Eher schwach Nordirland und Städte des Nordens. Gleich mal auf der deutschen Kartenwerkstatt anfragen, ob die dazu Lust haben.
Wikipedia ist nicht Wikileaks. Glaubwürdigen Berichten aus dem Supportteam zufolge ist die Zahl der Mails, die was von Wikileaks wollen, aber Wikipedia anschreiben, mittlerweile gut dreistellig. Der Tagesspiegel twitterte von Wikipedia-Anhängern, die Mastercard lahmlegten. Die Wikimedia Foundation weist nochmal daraufhin, dass Wiki ungleich Wiki ist. Nebenbei hat der Signpost noch umfangreiche Schmähungen von Larry Sanger über Wikileaks dokumentiert. Mann gut, dass der uns früh verließ. Andererseits hat Jimmy Wales' Unternehmen Wikia sich anno 1900 die Domains wikileaks.us und wikileaks.com gesichert, und ist bis jetzt mit der Übergabe an Wikileaks gescheitert.
Die Welt, also die gleichnamige Zeitung, ist natürlich aufgesprungen und ist irgendwie gegen das Internet und alles ganz schlimm.. Asssange hat sich im Internet eine Wirkungssphäre geschaffen, die ohne geltendes Recht auskommen will. Diese Haltung ist im Web ohnehin sehr verbreitet. Sie beginnt bei beleidigenden Leserkommentaren, reicht über üble Nachrede, getarnt als objektiver Eintrag bei Wikipedia, und endet letztlich beim organisierten Geheimnisverrat des Wikileaks-Projektes. Ich muss aber nicht mehr ranten, das hat freundlicherweise schon der Spiegelfechter getan.
Neues von der Foundation. Das Financial Post Magazine mit einem ausführlichen Porträt von Sue Gardner und der Wikimedia Foundation. In terms of our open-source nature and our commitment to open-source software, she goes further than I ever would have imagined a non-programmer, non-tech person to do," Wales says. "She's really put in the effort to learn about the tech and to become a tech geek herself.
Neue Studie über Wikipedianer: Dabei stellte sich heraus, dass die Arbeitsteilung in diesem Netzwerk mehr mit einer Fabrik gemeinhat, als vorher angenommen. Erste Ergebnisse zeigen, dass es durchaus eine hierarchische Arbeitsteilung gibt, die von besonders aktiven Knoten aus gesteuert wird.
Auf anderer Front geht der Kampf der deutschen Wikipedia gegen das Internet weiter. Der Aluhut immerhin konnte gerettet werden. Zalando - Platz 9 bei Google Zeitgeist, aber in de gelöscht. Charlie bit my finger - zweimal durch zwei Admins schnellgelöscht und durch Seitensperre geschützt, bevor zumindest eine Löschdiskussion erreicht werden konnte. Alternativlos gelöscht, derzeit in der Löschprüfung.
Besser steht es um die Materialien von Academy und Zedler-Verleihung. Die sind allesamt online. (shame on me, die ohne-begleittext-unverständliche Prezi meines Vortrags ist weiterhin außerordentlich unfertig)
Encyclopedia of life reviewed Wikipedia-Artikel.
Die Deutsche Welle fragt wie es mit dem Ehrenamt und Wikipedia ist, belegt mal wieder, dass kein Mensch je die Autorenennung findet.
Ein optisches Goody, leider anscheinend nicht frei, Wikipedia-Artikeldichte in UK. Gerechnet auf Fläche und auf Einwohner. Stark vertreten: London, Cornwall, Isle of Man, und ländliche Gegenden mit Nationalparks. Eher schwach Nordirland und Städte des Nordens. Gleich mal auf der deutschen Kartenwerkstatt anfragen, ob die dazu Lust haben.
Die Welt, also die gleichnamige Zeitung, ist natürlich aufgesprungen und ist irgendwie gegen das Internet und alles ganz schlimm.. Asssange hat sich im Internet eine Wirkungssphäre geschaffen, die ohne geltendes Recht auskommen will. Diese Haltung ist im Web ohnehin sehr verbreitet. Sie beginnt bei beleidigenden Leserkommentaren, reicht über üble Nachrede, getarnt als objektiver Eintrag bei Wikipedia, und endet letztlich beim organisierten Geheimnisverrat des Wikileaks-Projektes. Ich muss aber nicht mehr ranten, das hat freundlicherweise schon der Spiegelfechter getan.
Neues von der Foundation. Das Financial Post Magazine mit einem ausführlichen Porträt von Sue Gardner und der Wikimedia Foundation. In terms of our open-source nature and our commitment to open-source software, she goes further than I ever would have imagined a non-programmer, non-tech person to do," Wales says. "She's really put in the effort to learn about the tech and to become a tech geek herself.
Neue Studie über Wikipedianer: Dabei stellte sich heraus, dass die Arbeitsteilung in diesem Netzwerk mehr mit einer Fabrik gemeinhat, als vorher angenommen. Erste Ergebnisse zeigen, dass es durchaus eine hierarchische Arbeitsteilung gibt, die von besonders aktiven Knoten aus gesteuert wird.
Auf anderer Front geht der Kampf der deutschen Wikipedia gegen das Internet weiter. Der Aluhut immerhin konnte gerettet werden. Zalando - Platz 9 bei Google Zeitgeist, aber in de gelöscht. Charlie bit my finger - zweimal durch zwei Admins schnellgelöscht und durch Seitensperre geschützt, bevor zumindest eine Löschdiskussion erreicht werden konnte. Alternativlos gelöscht, derzeit in der Löschprüfung.
Besser steht es um die Materialien von Academy und Zedler-Verleihung. Die sind allesamt online. (shame on me, die ohne-begleittext-unverständliche Prezi meines Vortrags ist weiterhin außerordentlich unfertig)
Encyclopedia of life reviewed Wikipedia-Artikel.
Die Deutsche Welle fragt wie es mit dem Ehrenamt und Wikipedia ist, belegt mal wieder, dass kein Mensch je die Autorenennung findet.
Ein optisches Goody, leider anscheinend nicht frei, Wikipedia-Artikeldichte in UK. Gerechnet auf Fläche und auf Einwohner. Stark vertreten: London, Cornwall, Isle of Man, und ländliche Gegenden mit Nationalparks. Eher schwach Nordirland und Städte des Nordens. Gleich mal auf der deutschen Kartenwerkstatt anfragen, ob die dazu Lust haben.
Wikipedia verlinkt 20101210
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Ich will freie Bilder! Panda bonanza: Researchers try to dupe pandas with panda costumes (Photos)
So so hillarious. I'm the Foursquare mayor of this goddamn Safeway, people, you better believe it. And if you don't believe it, I've got my mayorship badge right here on my iPhone screen, posers. And if you don't believe THAT I've got a genuine email from Foursquare in my Hotmail inbox, losers. Read it and weep.
Weniger lustig. Jürgen Dollase ist unglücklich über Gordon Ramsays Kochbuch.
Economist: Yet, uncomfortable as it may be for the French, the reality is that nowadays Germany has the upper hand.
IUWIS zu Urheberrecht in Museen und Archiven: Der vorliegende Band ist daher keine Kampffibel für die Open-Access-Bewegung. Dennoch gehört er unbedingt auf den Schreibtisch einer jeden Ausstellungskuratorin, Dokumentarin und Mitarbeiterin der Öffentlichkeitsarbeit in allen deutschen Museen und Archiven.
Noch was zum Thema Urheberrecht. The Atlantic: Wie das erste Kochbuch Amerikas besser wurde, weil jemand eklatant Autorenrechte verletzte. The Mysterious Corruption of America's First Cookbook
Was brachten und sie Sozialwissenschaften. Rundumschlag. New York Times. According to John Gaski and Jeff Sagarin in the Journal of Neuroscience, Psychology and Economics, there is a surprisingly strong relationship between daylight saving time and lower SAT scores. No explanation was offered.
Spannender Post über Nerds und ihre Social Skills (und warum der Umgangston bspw. bei Wikipedia so ist wie er ist): Defecting by Accident - A Flaw Common to Analytical People If someone had told me that at the time, I would have laughed at him. Being unpopular in school makes kids miserable, some of them so miserable that they commit suicide. Telling me that I didn't want to be popular would have seemed like telling someone dying of thirst in a desert that he didn't want a glass of water. Of course I wanted to be popular. But in fact I didn't, not enough. There was something else I wanted more: to be smart.
Und wo wir bei Wissenschaft sind. National Geographic: Ten Weirdest New Animals of 2010: Editors' Picks
Wer noch mehr offene Tabs braucht. Longform. Best of 2010.
So so hillarious. I'm the Foursquare mayor of this goddamn Safeway, people, you better believe it. And if you don't believe it, I've got my mayorship badge right here on my iPhone screen, posers. And if you don't believe THAT I've got a genuine email from Foursquare in my Hotmail inbox, losers. Read it and weep.
Weniger lustig. Jürgen Dollase ist unglücklich über Gordon Ramsays Kochbuch.
Economist: Yet, uncomfortable as it may be for the French, the reality is that nowadays Germany has the upper hand.
IUWIS zu Urheberrecht in Museen und Archiven: Der vorliegende Band ist daher keine Kampffibel für die Open-Access-Bewegung. Dennoch gehört er unbedingt auf den Schreibtisch einer jeden Ausstellungskuratorin, Dokumentarin und Mitarbeiterin der Öffentlichkeitsarbeit in allen deutschen Museen und Archiven.
Noch was zum Thema Urheberrecht. The Atlantic: Wie das erste Kochbuch Amerikas besser wurde, weil jemand eklatant Autorenrechte verletzte. The Mysterious Corruption of America's First Cookbook
Was brachten und sie Sozialwissenschaften. Rundumschlag. New York Times. According to John Gaski and Jeff Sagarin in the Journal of Neuroscience, Psychology and Economics, there is a surprisingly strong relationship between daylight saving time and lower SAT scores. No explanation was offered.
Spannender Post über Nerds und ihre Social Skills (und warum der Umgangston bspw. bei Wikipedia so ist wie er ist): Defecting by Accident - A Flaw Common to Analytical People If someone had told me that at the time, I would have laughed at him. Being unpopular in school makes kids miserable, some of them so miserable that they commit suicide. Telling me that I didn't want to be popular would have seemed like telling someone dying of thirst in a desert that he didn't want a glass of water. Of course I wanted to be popular. But in fact I didn't, not enough. There was something else I wanted more: to be smart.
Und wo wir bei Wissenschaft sind. National Geographic: Ten Weirdest New Animals of 2010: Editors' Picks
Wer noch mehr offene Tabs braucht. Longform. Best of 2010.
Ich will freie Bilder! Panda bonanza: Researchers try to dupe pandas with panda costumes (Photos)
So so hillarious. I'm the Foursquare mayor of this goddamn Safeway, people, you better believe it. And if you don't believe it, I've got my mayorship badge right here on my iPhone screen, posers. And if you don't believe THAT I've got a genuine email from Foursquare in my Hotmail inbox, losers. Read it and weep.
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IUWIS zu Urheberrecht in Museen und Archiven: Der vorliegende Band ist daher keine Kampffibel für die Open-Access-Bewegung. Dennoch gehört er unbedingt auf den Schreibtisch einer jeden Ausstellungskuratorin, Dokumentarin und Mitarbeiterin der Öffentlichkeitsarbeit in allen deutschen Museen und Archiven.
Noch was zum Thema Urheberrecht. The Atlantic: Wie das erste Kochbuch Amerikas besser wurde, weil jemand eklatant Autorenrechte verletzte. The Mysterious Corruption of America's First Cookbook
Was brachten und sie Sozialwissenschaften. Rundumschlag. New York Times. According to John Gaski and Jeff Sagarin in the Journal of Neuroscience, Psychology and Economics, there is a surprisingly strong relationship between daylight saving time and lower SAT scores. No explanation was offered.
Spannender Post über Nerds und ihre Social Skills (und warum der Umgangston bspw. bei Wikipedia so ist wie er ist): Defecting by Accident - A Flaw Common to Analytical People If someone had told me that at the time, I would have laughed at him. Being unpopular in school makes kids miserable, some of them so miserable that they commit suicide. Telling me that I didn't want to be popular would have seemed like telling someone dying of thirst in a desert that he didn't want a glass of water. Of course I wanted to be popular. But in fact I didn't, not enough. There was something else I wanted more: to be smart.
Und wo wir bei Wissenschaft sind. National Geographic: Ten Weirdest New Animals of 2010: Editors' Picks
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Weniger lustig. Jürgen Dollase ist unglücklich über Gordon Ramsays Kochbuch.
Economist: Yet, uncomfortable as it may be for the French, the reality is that nowadays Germany has the upper hand.
IUWIS zu Urheberrecht in Museen und Archiven: Der vorliegende Band ist daher keine Kampffibel für die Open-Access-Bewegung. Dennoch gehört er unbedingt auf den Schreibtisch einer jeden Ausstellungskuratorin, Dokumentarin und Mitarbeiterin der Öffentlichkeitsarbeit in allen deutschen Museen und Archiven.
Noch was zum Thema Urheberrecht. The Atlantic: Wie das erste Kochbuch Amerikas besser wurde, weil jemand eklatant Autorenrechte verletzte. The Mysterious Corruption of America's First Cookbook
Was brachten und sie Sozialwissenschaften. Rundumschlag. New York Times. According to John Gaski and Jeff Sagarin in the Journal of Neuroscience, Psychology and Economics, there is a surprisingly strong relationship between daylight saving time and lower SAT scores. No explanation was offered.
Spannender Post über Nerds und ihre Social Skills (und warum der Umgangston bspw. bei Wikipedia so ist wie er ist): Defecting by Accident - A Flaw Common to Analytical People If someone had told me that at the time, I would have laughed at him. Being unpopular in school makes kids miserable, some of them so miserable that they commit suicide. Telling me that I didn't want to be popular would have seemed like telling someone dying of thirst in a desert that he didn't want a glass of water. Of course I wanted to be popular. But in fact I didn't, not enough. There was something else I wanted more: to be smart.
Und wo wir bei Wissenschaft sind. National Geographic: Ten Weirdest New Animals of 2010: Editors' Picks
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Donnerstag, 9. Dezember 2010
Wikipedia-Leaks: Ankleiderischer und packender Wollfetischismus
Wikipedia verschweigt vieles. Oft bedauert, umkämpft, gerechtfertigt etc. Während die Löschung zur Wahrung von Persönlichkeitsrechten und zur Abwehr von Werbung theoretisch noch relativ gut begründbar sind, wird es bei weiteren Themen schwierig. Oft ist es dann zu unseriös oder der Bearbeiter findet es doof oder ähnliches. Dabei sind ein paar wirklich schöne Artikel über die Jahre verschwunden, die bei mir als Leser einen tiefen Eindruck hinterließen. Damals 2004 enthielt Wikipedia noch Wissen aus erster, nicht aus Dritter Hand, der Stil war offener, das Konzept unklarer, und es ging einfach mehr. Einer der denkwürdigeren Artikel jener Zeit war Wollfetischismus. Mittlerweile auf einen Halbsatz im Fetischismus zusammengedampft, stand 2004 doch alles in der Wikipedia, was sie je zu Wollfetischismus wissen wollten.
Gücklicherweise komplett geschrieben von anonym und leicht redaktionell bearbeitet von Benutzer:WoolLayers, so dass es auch keine Urheberrechtsprobleme gibt. Da es ein alter Text ist, steht er komplett unter der GNU Free Documentation License.
Wollfetischismus kommt in verschiedenen Ausprägungen und Stärken vor. Am weitesten verbreitet dürfte die Form des voyeuristischen Wollfetischismus sein, bei dem es der betroffenen Person lediglich darum geht, sich am Anblick von Strickkleidung und Personen die Strickkleidung tragen zu erfreuen. Eine andere Ausprägung ist das Verlangen und der Zwang, sich selbst in Wolle zu kleiden. Dieses Verlangen gipfelt bei einigen Wollfetischisten darin, dass sie sich in mehrere Schichten Wolle kleiden und sich danach sehnen, mit der Wolle Eins zu werden bzw. aus der Wollkleidung nicht mehr entkommen zu können.
Wie beim übergeordneten [[Fetischismus]] scheinen eher Männer als Frauen zu dieser Art des Fetischismus zu neigen. Die Ursachen des Wollfetischismus sind nicht gänzlich geklärt, könnten aber damit zusammenhängen, dass z.B. die Großmutter in der Kindheit und Pubertät immer so schöne Pullover gestrickt hat. Die bestrickte Person hat es dann entweder als sehr angenehm oder abstoßend empfunden, diese Stricksachen zu tragen.
Der ankleiderische Wollfetischismus ist eine Steigerungsform des voyeuristischen [[Wollfetischismus]]. In der Regel ist der ankleiderische Wollfetischist auch mit voyeuristischem Wollfetischismus behaftet. Dabei geht es dem betroffenen Menschen vor allem darum, sich in Wolle zu kleiden.
So ist verständlich, dass diese Art des [[Wollfetischismus]], wie auch der voyeuristische, in der kalten Jahreszeit ihren Höhepunkt findet. Menschen, die mit dem voyeuristischen- oder ankleiderischen Wollfetischismus behaftet sind, denken unter Umständen den ganzen Sommer über nicht an ihr Faible. Sobald aber der Herbst naht, bricht der Wollfetischismus wieder aus.
Eine Form des ankleiderischen Wollfetischismus besteht darin, dass der Fetischist den ganzen Winter über alle Hemden und Sweatshirts in den Schrank verbannt und nur noch Wollpullover anzieht. Manche Wollfetischisten steigern dies, indem sie zwei oder mehr Schichten Strickkleidung übereinander anziehen. In diesem Fall kommen zwei Varianten des ankleiderischen Wollfetischismus ins Spiel.
Beim offenen ankleiderischen Wollfetischismus (oA-Wollfetischismus) zeigt die Person freimütig alle Wollschichten, die sie trägt. Das kann z.B. so aussehen: Ein Rollkragenpullover, ein Pullover mit V-Ausschnitt und eine Strickjacke. Dabei scheint es dem ankleiderischen Wollfetischisten wichtig zu sein, dass alle Menschen, denen er begegnet, sehen können, wie viele Schichten Strickkleidung er trägt.
Bei der Variante versteckter ankleiderischer Wollfetischismus (vA-Wollfetischismus) kommt als äußerste Schicht immer ein dicker Rollkragenpullover zum Einsatz. Oft schaut bei dieser Variante noch ein weiterer Rollkragen unter dem Kragen des äußersten Pullovers hervor. Diese Krägen sind selten farblich voneinander abgesetzt, sondern meistens Ton in Ton. Wie viele Schichten Wolle die Person tatsächlich trägt, ist kaum zu erahnen.
Eine sehr große Rolle spielt bei allen Formen des ankleiderischen Wollfetischismus das Material. Manche bevorzugen als unterste Schicht weiche Angoraunterwäsche mit bis nahezu 100% Angoraanteil andere wiederum verzichten komplett auf ein Unterhemd oder T-Shirt und ziehen gleich einen kratzigen Pullover auf den nackten Oberkörper.
Beim ankleiderischen Wollfetischismus wurde ein Körperabschnitt bisher außer Betracht gelassen, nämlich die Beine. Oftmals tragen ankleiderische Wollfetischisten lange Angoraunterwäsche, dicke Wollstrumpfhosen oder Strickleggings aus [[Mohair]] oder [[Schurwolle]] unter der Straßenkleidung.
In manchen Fällen neigt ein ankleiderischer Wollfetischist dazu, sein Outfit durch Mützen, Schals und Handschuhe zu komplettieren.
Ankleiderische Wollfetischisten dürfen nicht mit Menschen zu verwechselt werden, die sich aus gesundheitlichen Gründen oder nur weil's Winter ist warm anziehen.
Bei allen Ausprägungen des Wollfetischismus spielt das Material und die Art der Wollkleidung eine große Rolle. Alle Kombinationen von Pullovern, Jacken, Hosen, Mützen, Schals, Strümpfen, Handschuhen und anderen Accessiores aus [[Angora]], [[Mohair]], [[Islandwolle]], [[Alpaka]] usw. sind möglich. Nur ganz selten sind Wollfetischisten nur auf ein Material und ein bestimmtes Kleidungsstück fixiert. Oft macht es die Kombination.
Im Gegensatz z.B. zu [[Lederfetischismus]] oder [[Lackfetischismus]] wurde erst in Zeiten des Internets bekannt, dass es einen '''Wollfetischismus''' gibt. Viele Betroffene äußerten sich: ''"Ich dachte immer, ich sei der einzige auf der Welt, der Sticksachen mag."'' Mittlerweile hat sich ein Markt für Wollfetischkleidung entwickelt. Auf Bestellung stricken die Anbieter auch ausgefallene Stücke aus Wolle, wie z.B. Sturmmützen ([[Balaclava]]s), Catsuits, Unterwäsche, Schlafsäcke, Pullover mit angestrickten Fausthandschuhen, Wollmonster usw.
Hier einige Ausprägungen des Wollfetischismus:
Der voyeuristische Wollfetischist erfreut sich einfach am Anblick von Strickkleidung. Da eher Männer als Frauen mit dem [[Wollfetischismus]] behaftet sind, sind es meistens Frauen in Wollpullovern oder Strickjacken, die die Blicke von männlichen Wollfetischisten auf sich ziehen. Dabei scheint das Aussehen, Alter und die Figur der Frau oftmals eine untergeordnete Rolle zu spielen. Nicht die Frau selbst ist das Anziehungsstück, sondern die Strickkleidung.
Bei den Materialien aus denen die Kleidungsstücke gefertigt sind, sind zwei Tendenzen erkennbar. Weiche Wolle, wie z.B. [[Angora]] oder [[Alpaka]] und eher kratzige Wolle wie z.B. [[Mohair]] oder [[Islandwolle]]. Dabei spielt zunächst einmal das Kleidungsstück selbst keine Rolle, bevorzugt werden jedoch Pullover und Jacken, weil diese am weitesten verbreitet sind.
Ein anderer Aspekt ist die Anfertigung und die Art der Kleidung. Sehr viele voyeuristische Wollfetischisten erfreuen sich am Anblick einer Frau im Wollrollkragenpullover, andere sehen gerne Frauen in Strickjacken, anderen wiederum ist das Kleidungsstück gleichgültig Hauptsache aus Wolle lautet die Devise. Dabei scheint es primär auch keine Rolle zu spielen, ob es sich bei dem Pullover oder der Jacke um Feinstrick oder Grobstrick handelt.
Der packende Wollfetischismus ist eine Weiterentwicklung bzw. eine Steigerungsform des ankleiderischen [[Wollfetischismus]]. Dabei bedeutet "packend" nicht, dass betroffene Personen ganz besonders vom ankleiderischen Wollfetischismus gepackt sind, sondern dass sie sich ganz dick in Kleidung aus Wolle einpacken oder einpacken lassen.
Diese Form des [[Wollfetischismus]] überschreitet auch manchmal schon die Grenze zu [[BDSM]], da [[Sadomasochismus]] und [[Masochismus]] oftmals eine Rolle spielen. Der packende Wollfetischismus wird in der Regel hinter den eigenen vier Wänden ausgelebt.
Die packenden Wollfetischisten ziehen sich selbst oftmals fast bis zur völligen Bewegungsunfähigkeit Strickkleidung Schicht um Schicht übereinander an. Meistens alleine, öffnen sie ihren Kleiderschrank und ziehen so lange Pullover um Pullover und Strickhose um Strickhose an, bis dies ohne fremde Hilfe nicht mehr geht. Auch wird an Accessoires wie Mützen, Schals, Kniestrümpfen und Handschuhen nicht gespart. So verpackt verbringt der packende Wollfetischist oftmals Stunden, bis er sich total verschwitzt und glücklich wieder aus seinem Cocon schält.
Oftmals geht die packende Wollfetischismus auch mit dem Wunsch einher, gefesselt zu werden. Da Selbstfesselungen (Selbst-[[Bondage]]) in solch einer Verpackung sehr schwer möglich sind, bleibt es oftmals beim Versuch. Das größte Glück einer mit dem packenden Wollfetischismus behafteten Person scheint es zu sein, sich aus eigener Kraft nicht mehr aus der Verpackung befreien zu können.
Und noch eine kleine Anmerkung für Wikipedianer: der Artikel hatte mal einen Löschantrag von Dickbauch, den dieser selbsttätig wieder zurückgezogen hat. Selbst so etwas ist vorgekommen.
Gücklicherweise komplett geschrieben von anonym und leicht redaktionell bearbeitet von Benutzer:WoolLayers, so dass es auch keine Urheberrechtsprobleme gibt. Da es ein alter Text ist, steht er komplett unter der GNU Free Documentation License.
Wollfetischismus kommt in verschiedenen Ausprägungen und Stärken vor. Am weitesten verbreitet dürfte die Form des voyeuristischen Wollfetischismus sein, bei dem es der betroffenen Person lediglich darum geht, sich am Anblick von Strickkleidung und Personen die Strickkleidung tragen zu erfreuen. Eine andere Ausprägung ist das Verlangen und der Zwang, sich selbst in Wolle zu kleiden. Dieses Verlangen gipfelt bei einigen Wollfetischisten darin, dass sie sich in mehrere Schichten Wolle kleiden und sich danach sehnen, mit der Wolle Eins zu werden bzw. aus der Wollkleidung nicht mehr entkommen zu können.
Wie beim übergeordneten [[Fetischismus]] scheinen eher Männer als Frauen zu dieser Art des Fetischismus zu neigen. Die Ursachen des Wollfetischismus sind nicht gänzlich geklärt, könnten aber damit zusammenhängen, dass z.B. die Großmutter in der Kindheit und Pubertät immer so schöne Pullover gestrickt hat. Die bestrickte Person hat es dann entweder als sehr angenehm oder abstoßend empfunden, diese Stricksachen zu tragen.
Der ankleiderische Wollfetischismus ist eine Steigerungsform des voyeuristischen [[Wollfetischismus]]. In der Regel ist der ankleiderische Wollfetischist auch mit voyeuristischem Wollfetischismus behaftet. Dabei geht es dem betroffenen Menschen vor allem darum, sich in Wolle zu kleiden.
So ist verständlich, dass diese Art des [[Wollfetischismus]], wie auch der voyeuristische, in der kalten Jahreszeit ihren Höhepunkt findet. Menschen, die mit dem voyeuristischen- oder ankleiderischen Wollfetischismus behaftet sind, denken unter Umständen den ganzen Sommer über nicht an ihr Faible. Sobald aber der Herbst naht, bricht der Wollfetischismus wieder aus.
Eine Form des ankleiderischen Wollfetischismus besteht darin, dass der Fetischist den ganzen Winter über alle Hemden und Sweatshirts in den Schrank verbannt und nur noch Wollpullover anzieht. Manche Wollfetischisten steigern dies, indem sie zwei oder mehr Schichten Strickkleidung übereinander anziehen. In diesem Fall kommen zwei Varianten des ankleiderischen Wollfetischismus ins Spiel.
Beim offenen ankleiderischen Wollfetischismus (oA-Wollfetischismus) zeigt die Person freimütig alle Wollschichten, die sie trägt. Das kann z.B. so aussehen: Ein Rollkragenpullover, ein Pullover mit V-Ausschnitt und eine Strickjacke. Dabei scheint es dem ankleiderischen Wollfetischisten wichtig zu sein, dass alle Menschen, denen er begegnet, sehen können, wie viele Schichten Strickkleidung er trägt.
Bei der Variante versteckter ankleiderischer Wollfetischismus (vA-Wollfetischismus) kommt als äußerste Schicht immer ein dicker Rollkragenpullover zum Einsatz. Oft schaut bei dieser Variante noch ein weiterer Rollkragen unter dem Kragen des äußersten Pullovers hervor. Diese Krägen sind selten farblich voneinander abgesetzt, sondern meistens Ton in Ton. Wie viele Schichten Wolle die Person tatsächlich trägt, ist kaum zu erahnen.
Eine sehr große Rolle spielt bei allen Formen des ankleiderischen Wollfetischismus das Material. Manche bevorzugen als unterste Schicht weiche Angoraunterwäsche mit bis nahezu 100% Angoraanteil andere wiederum verzichten komplett auf ein Unterhemd oder T-Shirt und ziehen gleich einen kratzigen Pullover auf den nackten Oberkörper.
Beim ankleiderischen Wollfetischismus wurde ein Körperabschnitt bisher außer Betracht gelassen, nämlich die Beine. Oftmals tragen ankleiderische Wollfetischisten lange Angoraunterwäsche, dicke Wollstrumpfhosen oder Strickleggings aus [[Mohair]] oder [[Schurwolle]] unter der Straßenkleidung.
In manchen Fällen neigt ein ankleiderischer Wollfetischist dazu, sein Outfit durch Mützen, Schals und Handschuhe zu komplettieren.
Ankleiderische Wollfetischisten dürfen nicht mit Menschen zu verwechselt werden, die sich aus gesundheitlichen Gründen oder nur weil's Winter ist warm anziehen.
Bei allen Ausprägungen des Wollfetischismus spielt das Material und die Art der Wollkleidung eine große Rolle. Alle Kombinationen von Pullovern, Jacken, Hosen, Mützen, Schals, Strümpfen, Handschuhen und anderen Accessiores aus [[Angora]], [[Mohair]], [[Islandwolle]], [[Alpaka]] usw. sind möglich. Nur ganz selten sind Wollfetischisten nur auf ein Material und ein bestimmtes Kleidungsstück fixiert. Oft macht es die Kombination.
Im Gegensatz z.B. zu [[Lederfetischismus]] oder [[Lackfetischismus]] wurde erst in Zeiten des Internets bekannt, dass es einen '''Wollfetischismus''' gibt. Viele Betroffene äußerten sich: ''"Ich dachte immer, ich sei der einzige auf der Welt, der Sticksachen mag."'' Mittlerweile hat sich ein Markt für Wollfetischkleidung entwickelt. Auf Bestellung stricken die Anbieter auch ausgefallene Stücke aus Wolle, wie z.B. Sturmmützen ([[Balaclava]]s), Catsuits, Unterwäsche, Schlafsäcke, Pullover mit angestrickten Fausthandschuhen, Wollmonster usw.
Hier einige Ausprägungen des Wollfetischismus:
Der voyeuristische Wollfetischist erfreut sich einfach am Anblick von Strickkleidung. Da eher Männer als Frauen mit dem [[Wollfetischismus]] behaftet sind, sind es meistens Frauen in Wollpullovern oder Strickjacken, die die Blicke von männlichen Wollfetischisten auf sich ziehen. Dabei scheint das Aussehen, Alter und die Figur der Frau oftmals eine untergeordnete Rolle zu spielen. Nicht die Frau selbst ist das Anziehungsstück, sondern die Strickkleidung.
Bei den Materialien aus denen die Kleidungsstücke gefertigt sind, sind zwei Tendenzen erkennbar. Weiche Wolle, wie z.B. [[Angora]] oder [[Alpaka]] und eher kratzige Wolle wie z.B. [[Mohair]] oder [[Islandwolle]]. Dabei spielt zunächst einmal das Kleidungsstück selbst keine Rolle, bevorzugt werden jedoch Pullover und Jacken, weil diese am weitesten verbreitet sind.
Ein anderer Aspekt ist die Anfertigung und die Art der Kleidung. Sehr viele voyeuristische Wollfetischisten erfreuen sich am Anblick einer Frau im Wollrollkragenpullover, andere sehen gerne Frauen in Strickjacken, anderen wiederum ist das Kleidungsstück gleichgültig Hauptsache aus Wolle lautet die Devise. Dabei scheint es primär auch keine Rolle zu spielen, ob es sich bei dem Pullover oder der Jacke um Feinstrick oder Grobstrick handelt.
Der packende Wollfetischismus ist eine Weiterentwicklung bzw. eine Steigerungsform des ankleiderischen [[Wollfetischismus]]. Dabei bedeutet "packend" nicht, dass betroffene Personen ganz besonders vom ankleiderischen Wollfetischismus gepackt sind, sondern dass sie sich ganz dick in Kleidung aus Wolle einpacken oder einpacken lassen.
Diese Form des [[Wollfetischismus]] überschreitet auch manchmal schon die Grenze zu [[BDSM]], da [[Sadomasochismus]] und [[Masochismus]] oftmals eine Rolle spielen. Der packende Wollfetischismus wird in der Regel hinter den eigenen vier Wänden ausgelebt.
Die packenden Wollfetischisten ziehen sich selbst oftmals fast bis zur völligen Bewegungsunfähigkeit Strickkleidung Schicht um Schicht übereinander an. Meistens alleine, öffnen sie ihren Kleiderschrank und ziehen so lange Pullover um Pullover und Strickhose um Strickhose an, bis dies ohne fremde Hilfe nicht mehr geht. Auch wird an Accessoires wie Mützen, Schals, Kniestrümpfen und Handschuhen nicht gespart. So verpackt verbringt der packende Wollfetischist oftmals Stunden, bis er sich total verschwitzt und glücklich wieder aus seinem Cocon schält.
Oftmals geht die packende Wollfetischismus auch mit dem Wunsch einher, gefesselt zu werden. Da Selbstfesselungen (Selbst-[[Bondage]]) in solch einer Verpackung sehr schwer möglich sind, bleibt es oftmals beim Versuch. Das größte Glück einer mit dem packenden Wollfetischismus behafteten Person scheint es zu sein, sich aus eigener Kraft nicht mehr aus der Verpackung befreien zu können.
Und noch eine kleine Anmerkung für Wikipedianer: der Artikel hatte mal einen Löschantrag von Dickbauch, den dieser selbsttätig wieder zurückgezogen hat. Selbst so etwas ist vorgekommen.
Wikipedia verschweigt vieles. Oft bedauert, umkämpft, gerechtfertigt etc. Während die Löschung zur Wahrung von Persönlichkeitsrechten und zur Abwehr von Werbung theoretisch noch relativ gut begründbar sind, wird es bei weiteren Themen schwierig. Oft ist es dann zu unseriös oder der Bearbeiter findet es doof oder ähnliches. Dabei sind ein paar wirklich schöne Artikel über die Jahre verschwunden, die bei mir als Leser einen tiefen Eindruck hinterließen. Damals 2004 enthielt Wikipedia noch Wissen aus erster, nicht aus Dritter Hand, der Stil war offener, das Konzept unklarer, und es ging einfach mehr. Einer der denkwürdigeren Artikel jener Zeit war Wollfetischismus. Mittlerweile auf einen Halbsatz im Fetischismus zusammengedampft, stand 2004 doch alles in der Wikipedia, was sie je zu Wollfetischismus wissen wollten.
Gücklicherweise komplett geschrieben von anonym und leicht redaktionell bearbeitet von Benutzer:WoolLayers, so dass es auch keine Urheberrechtsprobleme gibt. Da es ein alter Text ist, steht er komplett unter der GNU Free Documentation License.
Wollfetischismus kommt in verschiedenen Ausprägungen und Stärken vor. Am weitesten verbreitet dürfte die Form des voyeuristischen Wollfetischismus sein, bei dem es der betroffenen Person lediglich darum geht, sich am Anblick von Strickkleidung und Personen die Strickkleidung tragen zu erfreuen. Eine andere Ausprägung ist das Verlangen und der Zwang, sich selbst in Wolle zu kleiden. Dieses Verlangen gipfelt bei einigen Wollfetischisten darin, dass sie sich in mehrere Schichten Wolle kleiden und sich danach sehnen, mit der Wolle Eins zu werden bzw. aus der Wollkleidung nicht mehr entkommen zu können.
Wie beim übergeordneten [[Fetischismus]] scheinen eher Männer als Frauen zu dieser Art des Fetischismus zu neigen. Die Ursachen des Wollfetischismus sind nicht gänzlich geklärt, könnten aber damit zusammenhängen, dass z.B. die Großmutter in der Kindheit und Pubertät immer so schöne Pullover gestrickt hat. Die bestrickte Person hat es dann entweder als sehr angenehm oder abstoßend empfunden, diese Stricksachen zu tragen.
Der ankleiderische Wollfetischismus ist eine Steigerungsform des voyeuristischen [[Wollfetischismus]]. In der Regel ist der ankleiderische Wollfetischist auch mit voyeuristischem Wollfetischismus behaftet. Dabei geht es dem betroffenen Menschen vor allem darum, sich in Wolle zu kleiden.
So ist verständlich, dass diese Art des [[Wollfetischismus]], wie auch der voyeuristische, in der kalten Jahreszeit ihren Höhepunkt findet. Menschen, die mit dem voyeuristischen- oder ankleiderischen Wollfetischismus behaftet sind, denken unter Umständen den ganzen Sommer über nicht an ihr Faible. Sobald aber der Herbst naht, bricht der Wollfetischismus wieder aus.
Eine Form des ankleiderischen Wollfetischismus besteht darin, dass der Fetischist den ganzen Winter über alle Hemden und Sweatshirts in den Schrank verbannt und nur noch Wollpullover anzieht. Manche Wollfetischisten steigern dies, indem sie zwei oder mehr Schichten Strickkleidung übereinander anziehen. In diesem Fall kommen zwei Varianten des ankleiderischen Wollfetischismus ins Spiel.
Beim offenen ankleiderischen Wollfetischismus (oA-Wollfetischismus) zeigt die Person freimütig alle Wollschichten, die sie trägt. Das kann z.B. so aussehen: Ein Rollkragenpullover, ein Pullover mit V-Ausschnitt und eine Strickjacke. Dabei scheint es dem ankleiderischen Wollfetischisten wichtig zu sein, dass alle Menschen, denen er begegnet, sehen können, wie viele Schichten Strickkleidung er trägt.
Bei der Variante versteckter ankleiderischer Wollfetischismus (vA-Wollfetischismus) kommt als äußerste Schicht immer ein dicker Rollkragenpullover zum Einsatz. Oft schaut bei dieser Variante noch ein weiterer Rollkragen unter dem Kragen des äußersten Pullovers hervor. Diese Krägen sind selten farblich voneinander abgesetzt, sondern meistens Ton in Ton. Wie viele Schichten Wolle die Person tatsächlich trägt, ist kaum zu erahnen.
Eine sehr große Rolle spielt bei allen Formen des ankleiderischen Wollfetischismus das Material. Manche bevorzugen als unterste Schicht weiche Angoraunterwäsche mit bis nahezu 100% Angoraanteil andere wiederum verzichten komplett auf ein Unterhemd oder T-Shirt und ziehen gleich einen kratzigen Pullover auf den nackten Oberkörper.
Beim ankleiderischen Wollfetischismus wurde ein Körperabschnitt bisher außer Betracht gelassen, nämlich die Beine. Oftmals tragen ankleiderische Wollfetischisten lange Angoraunterwäsche, dicke Wollstrumpfhosen oder Strickleggings aus [[Mohair]] oder [[Schurwolle]] unter der Straßenkleidung.
In manchen Fällen neigt ein ankleiderischer Wollfetischist dazu, sein Outfit durch Mützen, Schals und Handschuhe zu komplettieren.
Ankleiderische Wollfetischisten dürfen nicht mit Menschen zu verwechselt werden, die sich aus gesundheitlichen Gründen oder nur weil's Winter ist warm anziehen.
Bei allen Ausprägungen des Wollfetischismus spielt das Material und die Art der Wollkleidung eine große Rolle. Alle Kombinationen von Pullovern, Jacken, Hosen, Mützen, Schals, Strümpfen, Handschuhen und anderen Accessiores aus [[Angora]], [[Mohair]], [[Islandwolle]], [[Alpaka]] usw. sind möglich. Nur ganz selten sind Wollfetischisten nur auf ein Material und ein bestimmtes Kleidungsstück fixiert. Oft macht es die Kombination.
Im Gegensatz z.B. zu [[Lederfetischismus]] oder [[Lackfetischismus]] wurde erst in Zeiten des Internets bekannt, dass es einen '''Wollfetischismus''' gibt. Viele Betroffene äußerten sich: ''"Ich dachte immer, ich sei der einzige auf der Welt, der Sticksachen mag."'' Mittlerweile hat sich ein Markt für Wollfetischkleidung entwickelt. Auf Bestellung stricken die Anbieter auch ausgefallene Stücke aus Wolle, wie z.B. Sturmmützen ([[Balaclava]]s), Catsuits, Unterwäsche, Schlafsäcke, Pullover mit angestrickten Fausthandschuhen, Wollmonster usw.
Hier einige Ausprägungen des Wollfetischismus:
Der voyeuristische Wollfetischist erfreut sich einfach am Anblick von Strickkleidung. Da eher Männer als Frauen mit dem [[Wollfetischismus]] behaftet sind, sind es meistens Frauen in Wollpullovern oder Strickjacken, die die Blicke von männlichen Wollfetischisten auf sich ziehen. Dabei scheint das Aussehen, Alter und die Figur der Frau oftmals eine untergeordnete Rolle zu spielen. Nicht die Frau selbst ist das Anziehungsstück, sondern die Strickkleidung.
Bei den Materialien aus denen die Kleidungsstücke gefertigt sind, sind zwei Tendenzen erkennbar. Weiche Wolle, wie z.B. [[Angora]] oder [[Alpaka]] und eher kratzige Wolle wie z.B. [[Mohair]] oder [[Islandwolle]]. Dabei spielt zunächst einmal das Kleidungsstück selbst keine Rolle, bevorzugt werden jedoch Pullover und Jacken, weil diese am weitesten verbreitet sind.
Ein anderer Aspekt ist die Anfertigung und die Art der Kleidung. Sehr viele voyeuristische Wollfetischisten erfreuen sich am Anblick einer Frau im Wollrollkragenpullover, andere sehen gerne Frauen in Strickjacken, anderen wiederum ist das Kleidungsstück gleichgültig Hauptsache aus Wolle lautet die Devise. Dabei scheint es primär auch keine Rolle zu spielen, ob es sich bei dem Pullover oder der Jacke um Feinstrick oder Grobstrick handelt.
Der packende Wollfetischismus ist eine Weiterentwicklung bzw. eine Steigerungsform des ankleiderischen [[Wollfetischismus]]. Dabei bedeutet "packend" nicht, dass betroffene Personen ganz besonders vom ankleiderischen Wollfetischismus gepackt sind, sondern dass sie sich ganz dick in Kleidung aus Wolle einpacken oder einpacken lassen.
Diese Form des [[Wollfetischismus]] überschreitet auch manchmal schon die Grenze zu [[BDSM]], da [[Sadomasochismus]] und [[Masochismus]] oftmals eine Rolle spielen. Der packende Wollfetischismus wird in der Regel hinter den eigenen vier Wänden ausgelebt.
Die packenden Wollfetischisten ziehen sich selbst oftmals fast bis zur völligen Bewegungsunfähigkeit Strickkleidung Schicht um Schicht übereinander an. Meistens alleine, öffnen sie ihren Kleiderschrank und ziehen so lange Pullover um Pullover und Strickhose um Strickhose an, bis dies ohne fremde Hilfe nicht mehr geht. Auch wird an Accessoires wie Mützen, Schals, Kniestrümpfen und Handschuhen nicht gespart. So verpackt verbringt der packende Wollfetischist oftmals Stunden, bis er sich total verschwitzt und glücklich wieder aus seinem Cocon schält.
Oftmals geht die packende Wollfetischismus auch mit dem Wunsch einher, gefesselt zu werden. Da Selbstfesselungen (Selbst-[[Bondage]]) in solch einer Verpackung sehr schwer möglich sind, bleibt es oftmals beim Versuch. Das größte Glück einer mit dem packenden Wollfetischismus behafteten Person scheint es zu sein, sich aus eigener Kraft nicht mehr aus der Verpackung befreien zu können.
Und noch eine kleine Anmerkung für Wikipedianer: der Artikel hatte mal einen Löschantrag von Dickbauch, den dieser selbsttätig wieder zurückgezogen hat. Selbst so etwas ist vorgekommen.
Gücklicherweise komplett geschrieben von anonym und leicht redaktionell bearbeitet von Benutzer:WoolLayers, so dass es auch keine Urheberrechtsprobleme gibt. Da es ein alter Text ist, steht er komplett unter der GNU Free Documentation License.
Wollfetischismus kommt in verschiedenen Ausprägungen und Stärken vor. Am weitesten verbreitet dürfte die Form des voyeuristischen Wollfetischismus sein, bei dem es der betroffenen Person lediglich darum geht, sich am Anblick von Strickkleidung und Personen die Strickkleidung tragen zu erfreuen. Eine andere Ausprägung ist das Verlangen und der Zwang, sich selbst in Wolle zu kleiden. Dieses Verlangen gipfelt bei einigen Wollfetischisten darin, dass sie sich in mehrere Schichten Wolle kleiden und sich danach sehnen, mit der Wolle Eins zu werden bzw. aus der Wollkleidung nicht mehr entkommen zu können.
Wie beim übergeordneten [[Fetischismus]] scheinen eher Männer als Frauen zu dieser Art des Fetischismus zu neigen. Die Ursachen des Wollfetischismus sind nicht gänzlich geklärt, könnten aber damit zusammenhängen, dass z.B. die Großmutter in der Kindheit und Pubertät immer so schöne Pullover gestrickt hat. Die bestrickte Person hat es dann entweder als sehr angenehm oder abstoßend empfunden, diese Stricksachen zu tragen.
Der ankleiderische Wollfetischismus ist eine Steigerungsform des voyeuristischen [[Wollfetischismus]]. In der Regel ist der ankleiderische Wollfetischist auch mit voyeuristischem Wollfetischismus behaftet. Dabei geht es dem betroffenen Menschen vor allem darum, sich in Wolle zu kleiden.
So ist verständlich, dass diese Art des [[Wollfetischismus]], wie auch der voyeuristische, in der kalten Jahreszeit ihren Höhepunkt findet. Menschen, die mit dem voyeuristischen- oder ankleiderischen Wollfetischismus behaftet sind, denken unter Umständen den ganzen Sommer über nicht an ihr Faible. Sobald aber der Herbst naht, bricht der Wollfetischismus wieder aus.
Eine Form des ankleiderischen Wollfetischismus besteht darin, dass der Fetischist den ganzen Winter über alle Hemden und Sweatshirts in den Schrank verbannt und nur noch Wollpullover anzieht. Manche Wollfetischisten steigern dies, indem sie zwei oder mehr Schichten Strickkleidung übereinander anziehen. In diesem Fall kommen zwei Varianten des ankleiderischen Wollfetischismus ins Spiel.
Beim offenen ankleiderischen Wollfetischismus (oA-Wollfetischismus) zeigt die Person freimütig alle Wollschichten, die sie trägt. Das kann z.B. so aussehen: Ein Rollkragenpullover, ein Pullover mit V-Ausschnitt und eine Strickjacke. Dabei scheint es dem ankleiderischen Wollfetischisten wichtig zu sein, dass alle Menschen, denen er begegnet, sehen können, wie viele Schichten Strickkleidung er trägt.
Bei der Variante versteckter ankleiderischer Wollfetischismus (vA-Wollfetischismus) kommt als äußerste Schicht immer ein dicker Rollkragenpullover zum Einsatz. Oft schaut bei dieser Variante noch ein weiterer Rollkragen unter dem Kragen des äußersten Pullovers hervor. Diese Krägen sind selten farblich voneinander abgesetzt, sondern meistens Ton in Ton. Wie viele Schichten Wolle die Person tatsächlich trägt, ist kaum zu erahnen.
Eine sehr große Rolle spielt bei allen Formen des ankleiderischen Wollfetischismus das Material. Manche bevorzugen als unterste Schicht weiche Angoraunterwäsche mit bis nahezu 100% Angoraanteil andere wiederum verzichten komplett auf ein Unterhemd oder T-Shirt und ziehen gleich einen kratzigen Pullover auf den nackten Oberkörper.
Beim ankleiderischen Wollfetischismus wurde ein Körperabschnitt bisher außer Betracht gelassen, nämlich die Beine. Oftmals tragen ankleiderische Wollfetischisten lange Angoraunterwäsche, dicke Wollstrumpfhosen oder Strickleggings aus [[Mohair]] oder [[Schurwolle]] unter der Straßenkleidung.
In manchen Fällen neigt ein ankleiderischer Wollfetischist dazu, sein Outfit durch Mützen, Schals und Handschuhe zu komplettieren.
Ankleiderische Wollfetischisten dürfen nicht mit Menschen zu verwechselt werden, die sich aus gesundheitlichen Gründen oder nur weil's Winter ist warm anziehen.
Bei allen Ausprägungen des Wollfetischismus spielt das Material und die Art der Wollkleidung eine große Rolle. Alle Kombinationen von Pullovern, Jacken, Hosen, Mützen, Schals, Strümpfen, Handschuhen und anderen Accessiores aus [[Angora]], [[Mohair]], [[Islandwolle]], [[Alpaka]] usw. sind möglich. Nur ganz selten sind Wollfetischisten nur auf ein Material und ein bestimmtes Kleidungsstück fixiert. Oft macht es die Kombination.
Im Gegensatz z.B. zu [[Lederfetischismus]] oder [[Lackfetischismus]] wurde erst in Zeiten des Internets bekannt, dass es einen '''Wollfetischismus''' gibt. Viele Betroffene äußerten sich: ''"Ich dachte immer, ich sei der einzige auf der Welt, der Sticksachen mag."'' Mittlerweile hat sich ein Markt für Wollfetischkleidung entwickelt. Auf Bestellung stricken die Anbieter auch ausgefallene Stücke aus Wolle, wie z.B. Sturmmützen ([[Balaclava]]s), Catsuits, Unterwäsche, Schlafsäcke, Pullover mit angestrickten Fausthandschuhen, Wollmonster usw.
Hier einige Ausprägungen des Wollfetischismus:
Der voyeuristische Wollfetischist erfreut sich einfach am Anblick von Strickkleidung. Da eher Männer als Frauen mit dem [[Wollfetischismus]] behaftet sind, sind es meistens Frauen in Wollpullovern oder Strickjacken, die die Blicke von männlichen Wollfetischisten auf sich ziehen. Dabei scheint das Aussehen, Alter und die Figur der Frau oftmals eine untergeordnete Rolle zu spielen. Nicht die Frau selbst ist das Anziehungsstück, sondern die Strickkleidung.
Bei den Materialien aus denen die Kleidungsstücke gefertigt sind, sind zwei Tendenzen erkennbar. Weiche Wolle, wie z.B. [[Angora]] oder [[Alpaka]] und eher kratzige Wolle wie z.B. [[Mohair]] oder [[Islandwolle]]. Dabei spielt zunächst einmal das Kleidungsstück selbst keine Rolle, bevorzugt werden jedoch Pullover und Jacken, weil diese am weitesten verbreitet sind.
Ein anderer Aspekt ist die Anfertigung und die Art der Kleidung. Sehr viele voyeuristische Wollfetischisten erfreuen sich am Anblick einer Frau im Wollrollkragenpullover, andere sehen gerne Frauen in Strickjacken, anderen wiederum ist das Kleidungsstück gleichgültig Hauptsache aus Wolle lautet die Devise. Dabei scheint es primär auch keine Rolle zu spielen, ob es sich bei dem Pullover oder der Jacke um Feinstrick oder Grobstrick handelt.
Der packende Wollfetischismus ist eine Weiterentwicklung bzw. eine Steigerungsform des ankleiderischen [[Wollfetischismus]]. Dabei bedeutet "packend" nicht, dass betroffene Personen ganz besonders vom ankleiderischen Wollfetischismus gepackt sind, sondern dass sie sich ganz dick in Kleidung aus Wolle einpacken oder einpacken lassen.
Diese Form des [[Wollfetischismus]] überschreitet auch manchmal schon die Grenze zu [[BDSM]], da [[Sadomasochismus]] und [[Masochismus]] oftmals eine Rolle spielen. Der packende Wollfetischismus wird in der Regel hinter den eigenen vier Wänden ausgelebt.
Die packenden Wollfetischisten ziehen sich selbst oftmals fast bis zur völligen Bewegungsunfähigkeit Strickkleidung Schicht um Schicht übereinander an. Meistens alleine, öffnen sie ihren Kleiderschrank und ziehen so lange Pullover um Pullover und Strickhose um Strickhose an, bis dies ohne fremde Hilfe nicht mehr geht. Auch wird an Accessoires wie Mützen, Schals, Kniestrümpfen und Handschuhen nicht gespart. So verpackt verbringt der packende Wollfetischist oftmals Stunden, bis er sich total verschwitzt und glücklich wieder aus seinem Cocon schält.
Oftmals geht die packende Wollfetischismus auch mit dem Wunsch einher, gefesselt zu werden. Da Selbstfesselungen (Selbst-[[Bondage]]) in solch einer Verpackung sehr schwer möglich sind, bleibt es oftmals beim Versuch. Das größte Glück einer mit dem packenden Wollfetischismus behafteten Person scheint es zu sein, sich aus eigener Kraft nicht mehr aus der Verpackung befreien zu können.
Und noch eine kleine Anmerkung für Wikipedianer: der Artikel hatte mal einen Löschantrag von Dickbauch, den dieser selbsttätig wieder zurückgezogen hat. Selbst so etwas ist vorgekommen.
Wikipedia-Leaks: Ankleiderischer und packender Wollfetischismus
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Wikipedia,
wollfetischismus
Wikileaks: welche Inhalte?
Großen Zahlen liegt ein Zauber inne. 250 000! Geheim! Eine Revolution des Informationswesens, die Neubestimmung des Journalismus. Was hört man nicht alles. Nur wie Torsten Kleinz schon zu Recht feststellte: Ach ja — eine relevante Sache bekommt zur Zeit relativ wenig Aufmerksamkeit: die Inhalte, die auf Wikileaks veröffentlicht wurden. über die Inhalte wird kaum geredet.
Das ist sicher zum Teil der Hype-Maschine geschuldet: Sex, mysterlöse Hacker und der Kampf Gut gegen Böse machen sich besser als diplomatische Details aus langweiligen Sitzungen. In Deutschland gilt das verstärkt. Die meisten von Wikileaks veröffentlichten Depeschen handeln von Ländern, die deutsche Medien eh kaum covern, und die deutsche Leser nicht wirklich interessieren. Oder, Frage in die Runde, weiß jemand aus dem Stand wer bei der letzten Irakwahl knapp gegen wen gewonnen hat? Wie die pakistanische Regierungspartei heißt? Kann jemand hier ohne nachzusehen die neun Unruheprovinzen in Afghanistan nennen?
Aber auch wenn man den deutsch geprägten Blick auf die Welt abzieht; selbst Foreign Policy, das namensgemäß der amerikanischen Außenpolitik auf der Spur ist, hat bisher nur mäßig skandalöses entdeckt. Das ist nicht unwichtig, aber doch eher Stoff für den Auffüller auf Seite drei, nicht aber für die Hauptseite.
Die Informationen sind nicht alle banal, aber doch spektakulär unspektakulär. Die Depeschen enthalten wirklich wenig, was man nicht hätte durch gezielte Zeitungslektüre hätte erfahren können, und im Zweifelsfall schreiben die Diplomaten Informationen aus zweiter Hand auf. Als Beispiel einfach mal die neuesten Depeschen, die gerade online sind:
- Türkische Nationalisten waren 2005 sauer auf Mastercard
- Russland will Nationale Kreditkarten einführen, im wesentlichen zitiert die Depesche Komersant
- Friedensgespräche zwischen Djibouti und Eritrea (Frage an die Iberty-Leser: wer findet Eritrea auf Anhieb auf einer Landkarte?)
- Eritrea hat direkt nach Obama-Amtsantritt freundliche Signale an USA ausgesandt
- "Young Eritreans are fleeing their country in droves, the economy appears to be in a death spiral, Eritrea’s prisons are overflowing, and the country’s unhinged dictator remains cruel and defiant."
- Äthiopien fühlt sich von den USA unverstanden
- "Things are getting worse and worse in Eritrea."
- Nigerianischer Präsident "Jonathan [Goodluck] claims he wants to do a good job over the next 12 months"
Die eriträischen Depeschen sind gruselige, aber gut geschriebene Lektüre. Aber enthält das weltverändernde Informationen? Ne, wirklich nicht. Nun kann es natürlich sein, dass die 249.000 unveröffentlichten Dokumente alle außerordentlich brisant sind. Aber warum sind sie dann nicht öffentlich?

Inhalte gesucht.
Kann es sein, dass sie absichtlich zurückgehalten werden? Verzichten Spiegel, NYT und Guardian auf einen Scoop und veröffentlicht Wikileaks nur Banalitäten. Ist Wikileaks plötzlich zum Freund des amerikanischen Außenministeriums geworden? Oder können die vereinigten Rechercheure der bestaugestattsten Zeitungen der Welt nur die wichtigen Sachen nicht finden? Ist das auch nur annähernd wahrscheinlich?
Und vor allem: ist das wahrscheinlich, dass überhaupt jemand solche Inhalte in die Datenbank gegeben hat? Auf die Datenbank, aus der die Depeschen stammten, hatte im wesentlichen jeder Depp im amerikanischen Staatsdienst Zugriff; es ist also davon auszugehen, dass Russland, China, Indien, Israel, Saudi-Arabien und Google - eigentlich alle bis auf die FDP - die Dokumente im wesentlichen haben und kennen. Enthielten sie wirklich Zündstoff, wäre dieser wohl auch schon vor Jahren bei den Medien gelandet.
Und mehr noch: auch die amerikanischen Behörden haben zwar offensichtlich nicht damit gerechnet, dass alle Dokumente im Internet stehen; dass aber interessierte Stellen mit ausreichenden Mitteln an die Dokumente kommen, sollte den entsprechenden Stellen klar gewesen sein. Da die Depeschen außerdem immerhin beweisen, dass der diplomatische Dienst der USA weit smarter ist, als es nach außen ankommt, wäre es wirklich ungewöhnlich, sollten er tatsächlich brisantes Material in die Datenbank gesteckt haben.
Was natürlich die Frage um so interessanter macht, warum all der Aufstand? Wovor die Angst? Warum die Ausraster? Abgesehen von all dem alles-ist-so-anders-und-OMG-Informationsrevolution!-Bohei: Meine Eindrücke aus der Lektüre bisher: Geheimakten werden überschätzt. Und: amerikanische Diplomaten sind anscheinend deutlich intelligenter und besser als man so nach Außen vermuten könnte. Mein Eindruck aus dem Verfahren hat John Naughton netterweise schon geschrieben:
Das ist sicher zum Teil der Hype-Maschine geschuldet: Sex, mysterlöse Hacker und der Kampf Gut gegen Böse machen sich besser als diplomatische Details aus langweiligen Sitzungen. In Deutschland gilt das verstärkt. Die meisten von Wikileaks veröffentlichten Depeschen handeln von Ländern, die deutsche Medien eh kaum covern, und die deutsche Leser nicht wirklich interessieren. Oder, Frage in die Runde, weiß jemand aus dem Stand wer bei der letzten Irakwahl knapp gegen wen gewonnen hat? Wie die pakistanische Regierungspartei heißt? Kann jemand hier ohne nachzusehen die neun Unruheprovinzen in Afghanistan nennen?
Aber auch wenn man den deutsch geprägten Blick auf die Welt abzieht; selbst Foreign Policy, das namensgemäß der amerikanischen Außenpolitik auf der Spur ist, hat bisher nur mäßig skandalöses entdeckt. Das ist nicht unwichtig, aber doch eher Stoff für den Auffüller auf Seite drei, nicht aber für die Hauptseite.
Die Informationen sind nicht alle banal, aber doch spektakulär unspektakulär. Die Depeschen enthalten wirklich wenig, was man nicht hätte durch gezielte Zeitungslektüre hätte erfahren können, und im Zweifelsfall schreiben die Diplomaten Informationen aus zweiter Hand auf. Als Beispiel einfach mal die neuesten Depeschen, die gerade online sind:
- Türkische Nationalisten waren 2005 sauer auf Mastercard
- Russland will Nationale Kreditkarten einführen, im wesentlichen zitiert die Depesche Komersant
- Friedensgespräche zwischen Djibouti und Eritrea (Frage an die Iberty-Leser: wer findet Eritrea auf Anhieb auf einer Landkarte?)
- Eritrea hat direkt nach Obama-Amtsantritt freundliche Signale an USA ausgesandt
- "Young Eritreans are fleeing their country in droves, the economy appears to be in a death spiral, Eritrea’s prisons are overflowing, and the country’s unhinged dictator remains cruel and defiant."
- Äthiopien fühlt sich von den USA unverstanden
- "Things are getting worse and worse in Eritrea."
- Nigerianischer Präsident "Jonathan [Goodluck] claims he wants to do a good job over the next 12 months"
Die eriträischen Depeschen sind gruselige, aber gut geschriebene Lektüre. Aber enthält das weltverändernde Informationen? Ne, wirklich nicht. Nun kann es natürlich sein, dass die 249.000 unveröffentlichten Dokumente alle außerordentlich brisant sind. Aber warum sind sie dann nicht öffentlich?
Inhalte gesucht.
Kann es sein, dass sie absichtlich zurückgehalten werden? Verzichten Spiegel, NYT und Guardian auf einen Scoop und veröffentlicht Wikileaks nur Banalitäten. Ist Wikileaks plötzlich zum Freund des amerikanischen Außenministeriums geworden? Oder können die vereinigten Rechercheure der bestaugestattsten Zeitungen der Welt nur die wichtigen Sachen nicht finden? Ist das auch nur annähernd wahrscheinlich?
Und vor allem: ist das wahrscheinlich, dass überhaupt jemand solche Inhalte in die Datenbank gegeben hat? Auf die Datenbank, aus der die Depeschen stammten, hatte im wesentlichen jeder Depp im amerikanischen Staatsdienst Zugriff; es ist also davon auszugehen, dass Russland, China, Indien, Israel, Saudi-Arabien und Google - eigentlich alle bis auf die FDP - die Dokumente im wesentlichen haben und kennen. Enthielten sie wirklich Zündstoff, wäre dieser wohl auch schon vor Jahren bei den Medien gelandet.
Und mehr noch: auch die amerikanischen Behörden haben zwar offensichtlich nicht damit gerechnet, dass alle Dokumente im Internet stehen; dass aber interessierte Stellen mit ausreichenden Mitteln an die Dokumente kommen, sollte den entsprechenden Stellen klar gewesen sein. Da die Depeschen außerdem immerhin beweisen, dass der diplomatische Dienst der USA weit smarter ist, als es nach außen ankommt, wäre es wirklich ungewöhnlich, sollten er tatsächlich brisantes Material in die Datenbank gesteckt haben.
Was natürlich die Frage um so interessanter macht, warum all der Aufstand? Wovor die Angst? Warum die Ausraster? Abgesehen von all dem alles-ist-so-anders-und-OMG-Informationsrevolution!-Bohei: Meine Eindrücke aus der Lektüre bisher: Geheimakten werden überschätzt. Und: amerikanische Diplomaten sind anscheinend deutlich intelligenter und besser als man so nach Außen vermuten könnte. Mein Eindruck aus dem Verfahren hat John Naughton netterweise schon geschrieben:
The tone of much public American discussion about WikiLeaks is increasingly “extra legal”, to put it politely. The spectacle of public figures and elected representatives calling for the assassination of Assange is revealing, given Bobbitt’s assertion that the reason why the United States is not itself a terrorist state — even though its warfare brings suffering and destruction to many innocent persons, including civilians — is that it acts within the law. To which the only reasonable response is: let’s see.
Großen Zahlen liegt ein Zauber inne. 250 000! Geheim! Eine Revolution des Informationswesens, die Neubestimmung des Journalismus. Was hört man nicht alles. Nur wie Torsten Kleinz schon zu Recht feststellte: Ach ja — eine relevante Sache bekommt zur Zeit relativ wenig Aufmerksamkeit: die Inhalte, die auf Wikileaks veröffentlicht wurden. über die Inhalte wird kaum geredet.
Das ist sicher zum Teil der Hype-Maschine geschuldet: Sex, mysterlöse Hacker und der Kampf Gut gegen Böse machen sich besser als diplomatische Details aus langweiligen Sitzungen. In Deutschland gilt das verstärkt. Die meisten von Wikileaks veröffentlichten Depeschen handeln von Ländern, die deutsche Medien eh kaum covern, und die deutsche Leser nicht wirklich interessieren. Oder, Frage in die Runde, weiß jemand aus dem Stand wer bei der letzten Irakwahl knapp gegen wen gewonnen hat? Wie die pakistanische Regierungspartei heißt? Kann jemand hier ohne nachzusehen die neun Unruheprovinzen in Afghanistan nennen?
Aber auch wenn man den deutsch geprägten Blick auf die Welt abzieht; selbst Foreign Policy, das namensgemäß der amerikanischen Außenpolitik auf der Spur ist, hat bisher nur mäßig skandalöses entdeckt. Das ist nicht unwichtig, aber doch eher Stoff für den Auffüller auf Seite drei, nicht aber für die Hauptseite.
Die Informationen sind nicht alle banal, aber doch spektakulär unspektakulär. Die Depeschen enthalten wirklich wenig, was man nicht hätte durch gezielte Zeitungslektüre hätte erfahren können, und im Zweifelsfall schreiben die Diplomaten Informationen aus zweiter Hand auf. Als Beispiel einfach mal die neuesten Depeschen, die gerade online sind:
- Türkische Nationalisten waren 2005 sauer auf Mastercard
- Russland will Nationale Kreditkarten einführen, im wesentlichen zitiert die Depesche Komersant
- Friedensgespräche zwischen Djibouti und Eritrea (Frage an die Iberty-Leser: wer findet Eritrea auf Anhieb auf einer Landkarte?)
- Eritrea hat direkt nach Obama-Amtsantritt freundliche Signale an USA ausgesandt
- "Young Eritreans are fleeing their country in droves, the economy appears to be in a death spiral, Eritrea’s prisons are overflowing, and the country’s unhinged dictator remains cruel and defiant."
- Äthiopien fühlt sich von den USA unverstanden
- "Things are getting worse and worse in Eritrea."
- Nigerianischer Präsident "Jonathan [Goodluck] claims he wants to do a good job over the next 12 months"
Die eriträischen Depeschen sind gruselige, aber gut geschriebene Lektüre. Aber enthält das weltverändernde Informationen? Ne, wirklich nicht. Nun kann es natürlich sein, dass die 249.000 unveröffentlichten Dokumente alle außerordentlich brisant sind. Aber warum sind sie dann nicht öffentlich?

Inhalte gesucht.
Kann es sein, dass sie absichtlich zurückgehalten werden? Verzichten Spiegel, NYT und Guardian auf einen Scoop und veröffentlicht Wikileaks nur Banalitäten. Ist Wikileaks plötzlich zum Freund des amerikanischen Außenministeriums geworden? Oder können die vereinigten Rechercheure der bestaugestattsten Zeitungen der Welt nur die wichtigen Sachen nicht finden? Ist das auch nur annähernd wahrscheinlich?
Und vor allem: ist das wahrscheinlich, dass überhaupt jemand solche Inhalte in die Datenbank gegeben hat? Auf die Datenbank, aus der die Depeschen stammten, hatte im wesentlichen jeder Depp im amerikanischen Staatsdienst Zugriff; es ist also davon auszugehen, dass Russland, China, Indien, Israel, Saudi-Arabien und Google - eigentlich alle bis auf die FDP - die Dokumente im wesentlichen haben und kennen. Enthielten sie wirklich Zündstoff, wäre dieser wohl auch schon vor Jahren bei den Medien gelandet.
Und mehr noch: auch die amerikanischen Behörden haben zwar offensichtlich nicht damit gerechnet, dass alle Dokumente im Internet stehen; dass aber interessierte Stellen mit ausreichenden Mitteln an die Dokumente kommen, sollte den entsprechenden Stellen klar gewesen sein. Da die Depeschen außerdem immerhin beweisen, dass der diplomatische Dienst der USA weit smarter ist, als es nach außen ankommt, wäre es wirklich ungewöhnlich, sollten er tatsächlich brisantes Material in die Datenbank gesteckt haben.
Was natürlich die Frage um so interessanter macht, warum all der Aufstand? Wovor die Angst? Warum die Ausraster? Abgesehen von all dem alles-ist-so-anders-und-OMG-Informationsrevolution!-Bohei: Meine Eindrücke aus der Lektüre bisher: Geheimakten werden überschätzt. Und: amerikanische Diplomaten sind anscheinend deutlich intelligenter und besser als man so nach Außen vermuten könnte. Mein Eindruck aus dem Verfahren hat John Naughton netterweise schon geschrieben:
Das ist sicher zum Teil der Hype-Maschine geschuldet: Sex, mysterlöse Hacker und der Kampf Gut gegen Böse machen sich besser als diplomatische Details aus langweiligen Sitzungen. In Deutschland gilt das verstärkt. Die meisten von Wikileaks veröffentlichten Depeschen handeln von Ländern, die deutsche Medien eh kaum covern, und die deutsche Leser nicht wirklich interessieren. Oder, Frage in die Runde, weiß jemand aus dem Stand wer bei der letzten Irakwahl knapp gegen wen gewonnen hat? Wie die pakistanische Regierungspartei heißt? Kann jemand hier ohne nachzusehen die neun Unruheprovinzen in Afghanistan nennen?
Aber auch wenn man den deutsch geprägten Blick auf die Welt abzieht; selbst Foreign Policy, das namensgemäß der amerikanischen Außenpolitik auf der Spur ist, hat bisher nur mäßig skandalöses entdeckt. Das ist nicht unwichtig, aber doch eher Stoff für den Auffüller auf Seite drei, nicht aber für die Hauptseite.
Die Informationen sind nicht alle banal, aber doch spektakulär unspektakulär. Die Depeschen enthalten wirklich wenig, was man nicht hätte durch gezielte Zeitungslektüre hätte erfahren können, und im Zweifelsfall schreiben die Diplomaten Informationen aus zweiter Hand auf. Als Beispiel einfach mal die neuesten Depeschen, die gerade online sind:
- Türkische Nationalisten waren 2005 sauer auf Mastercard
- Russland will Nationale Kreditkarten einführen, im wesentlichen zitiert die Depesche Komersant
- Friedensgespräche zwischen Djibouti und Eritrea (Frage an die Iberty-Leser: wer findet Eritrea auf Anhieb auf einer Landkarte?)
- Eritrea hat direkt nach Obama-Amtsantritt freundliche Signale an USA ausgesandt
- "Young Eritreans are fleeing their country in droves, the economy appears to be in a death spiral, Eritrea’s prisons are overflowing, and the country’s unhinged dictator remains cruel and defiant."
- Äthiopien fühlt sich von den USA unverstanden
- "Things are getting worse and worse in Eritrea."
- Nigerianischer Präsident "Jonathan [Goodluck] claims he wants to do a good job over the next 12 months"
Die eriträischen Depeschen sind gruselige, aber gut geschriebene Lektüre. Aber enthält das weltverändernde Informationen? Ne, wirklich nicht. Nun kann es natürlich sein, dass die 249.000 unveröffentlichten Dokumente alle außerordentlich brisant sind. Aber warum sind sie dann nicht öffentlich?
Inhalte gesucht.
Kann es sein, dass sie absichtlich zurückgehalten werden? Verzichten Spiegel, NYT und Guardian auf einen Scoop und veröffentlicht Wikileaks nur Banalitäten. Ist Wikileaks plötzlich zum Freund des amerikanischen Außenministeriums geworden? Oder können die vereinigten Rechercheure der bestaugestattsten Zeitungen der Welt nur die wichtigen Sachen nicht finden? Ist das auch nur annähernd wahrscheinlich?
Und vor allem: ist das wahrscheinlich, dass überhaupt jemand solche Inhalte in die Datenbank gegeben hat? Auf die Datenbank, aus der die Depeschen stammten, hatte im wesentlichen jeder Depp im amerikanischen Staatsdienst Zugriff; es ist also davon auszugehen, dass Russland, China, Indien, Israel, Saudi-Arabien und Google - eigentlich alle bis auf die FDP - die Dokumente im wesentlichen haben und kennen. Enthielten sie wirklich Zündstoff, wäre dieser wohl auch schon vor Jahren bei den Medien gelandet.
Und mehr noch: auch die amerikanischen Behörden haben zwar offensichtlich nicht damit gerechnet, dass alle Dokumente im Internet stehen; dass aber interessierte Stellen mit ausreichenden Mitteln an die Dokumente kommen, sollte den entsprechenden Stellen klar gewesen sein. Da die Depeschen außerdem immerhin beweisen, dass der diplomatische Dienst der USA weit smarter ist, als es nach außen ankommt, wäre es wirklich ungewöhnlich, sollten er tatsächlich brisantes Material in die Datenbank gesteckt haben.
Was natürlich die Frage um so interessanter macht, warum all der Aufstand? Wovor die Angst? Warum die Ausraster? Abgesehen von all dem alles-ist-so-anders-und-OMG-Informationsrevolution!-Bohei: Meine Eindrücke aus der Lektüre bisher: Geheimakten werden überschätzt. Und: amerikanische Diplomaten sind anscheinend deutlich intelligenter und besser als man so nach Außen vermuten könnte. Mein Eindruck aus dem Verfahren hat John Naughton netterweise schon geschrieben:
The tone of much public American discussion about WikiLeaks is increasingly “extra legal”, to put it politely. The spectacle of public figures and elected representatives calling for the assassination of Assange is revealing, given Bobbitt’s assertion that the reason why the United States is not itself a terrorist state — even though its warfare brings suffering and destruction to many innocent persons, including civilians — is that it acts within the law. To which the only reasonable response is: let’s see.
Wikileaks: welche Inhalte?
Wikileaks-Depescher für heute: "Public Relations Nightmare for Mastercard"
Wikileaks-Depesche des heutigen Tages, man sage nicht, die Organisation hätte keinen Humor "Mastercard has found itself dealing with a public relations nightmare in recent days."
Ansonsten, wie üblich bei den Depeschen bisher, gibt es keine Infos, die nicht auf öffentlichem Wege zugänglich gewesen wären, aber es liest sich halt nett. Und ich geh mit jetzt fragen ob 4chan sowas ist wie türkische Nationalisten auf Internet.
C O N F I D E N T I A L ISTANBUL 000890
SIPDIS
DEPT FOR EUR/SE, DS/DSS/OSAC AND DS/IP/EUR
ANKARA FOR RSO
E.O. 12958: DECL: 05/31/2015
TAGS: PGOV SOCI KISL ASEC TU
SUBJECT: REFLEXIVE TURKISH NATIONALISM ENSNARES MASTERCARD
This cable was coordinated with Embassy Ankara.
¶1. (SBU) Summary: After briefly basking in the reflected
glow of last week's exciting UEFA Champion's League Final in
Istanbul between Milan and Liverpool, corporate sponsor
Mastercard has found itself dealing with a public relations
nightmare in recent days following public criticism of
inclusion in its match city guide of critical commentary
about both Turkey and its revered founder, Mustafa Kemal
Ataturk. The offending passages, first publicized in the
liberal Islamist daily "Zaman," addressed the issue of
Turkish-Kurdish relations and the Armenian tragedy of 1915.
Mastercard briefly closed its office following death threats
against its General Manager, and has since officially
apologized, noting that the offending material had not been
reviewed by any company officials, but instead emanated from
the "Lonely Planet," which produced the bulk of the
publication. The public reaction, which has also included
calls for a boycott of the company by Turkish NGO's and the
threat of public prosecution from the Istanbul Governor,
highlights once again how close to the surface core
nationalist reflexes and taboos are in the post-December 17th
environment. End Summary.
¶2. (SBU) Shortlived Honeymoon: Mastercard officials, whose
biggest problem last week was the deluge of calls they were
receiving seeking tickets to the May 25th Milan-Liverpool
match, faced a more serious crisis on May 30 when "Zaman"
newspaper published extracts from the city guide the company
distributed to its VIP guests and journalists. In the
"Lonely Planet" produced publication, which was written by an
Istanbul-based British journalist, brief reference was made
to the issue of minorities in Turkey, with sections covering
both the Kurds and the Armenians. The breezy narrative noted
that "Ataturk banned any expression of Kurdishness in an
attempt at assimilation," adding that major battles and
atrocities followed in the 1920s and 1930s, with the deaths
of more than 30,000 coming since 1984. On the equally
sensitive Armenian issue, the guide noted that while most
Armenians had remained loyal to the Ottoman Empire, some had
rebelled, engaging in terrorism that set off a powerful
anti-Armenian backlash and the "widespread massacre of
innocent Armenians in Istanbul and elsewhere."
¶3. (SBU) Harsh Reaction: The publication sparked harsh
reaction from most quarters, with Istanbul Governor Guler
denouncing the "insult" to Turkey and warning that "such a
sponsorship firm needs to be more cautious." He added that
officials would investigate the publication and determine if
it constituted a criminal offense. NGO's were also quick to
leap on the bandwagon, with the Consumers' Union calling for
a boycott of the company if it did not officially apologize.
Turkish sports officials also expressed disappointment with
the publication. More worryingly, anonymous callers phoned
in death threats, and nationalist groups indicated that they
would organize protests, resulting in closure of Mastercard's
office early this week and the provision of extra security
for General Manager Ozlem Imece.
¶4. (C) Damage Control: Since the story broke on May 30,
Mastercard has been engaged in damage control. In an initial
announcement on May 30, the company admitted its mistake and
noted it had contacted the "Lonely Planet" to demand the
removal of "erroneous information" from the guide. When this
did not quell the furor, the company went further a day later
and officially apologized. In a public statement, General
Manager Imece observed that she had not known of some of the
material that was to be included in the publication, and was
"deeply shocked" by it. Privately she has told us that the
company was blind-sided by the furor, having been focused on
security for their VIP guests last week. This, she said, was
something that "no one expected."
¶5. (C) Comment: Given the sensitivities that exist here,
inclusion of any material on topics such as Turkey's minority
policy or the Armenian tragedy in a sporting guide was in
retrospect a serious mistake. The harsh, instinctive
reaction, however, shows the heightened sensitivities and
hair-trigger nature of public discourse here since the
December 17th EU decision. Post RSO has reached out to
Mastercard, which is an active member of the OSAC Advisory
Council, to ensure that they are satisfied with the police
response they have received and to provide assistance if
needed. End Comment.
ARNETT
Ansonsten, wie üblich bei den Depeschen bisher, gibt es keine Infos, die nicht auf öffentlichem Wege zugänglich gewesen wären, aber es liest sich halt nett. Und ich geh mit jetzt fragen ob 4chan sowas ist wie türkische Nationalisten auf Internet.
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This cable was coordinated with Embassy Ankara.
¶1. (SBU) Summary: After briefly basking in the reflected
glow of last week's exciting UEFA Champion's League Final in
Istanbul between Milan and Liverpool, corporate sponsor
Mastercard has found itself dealing with a public relations
nightmare in recent days following public criticism of
inclusion in its match city guide of critical commentary
about both Turkey and its revered founder, Mustafa Kemal
Ataturk. The offending passages, first publicized in the
liberal Islamist daily "Zaman," addressed the issue of
Turkish-Kurdish relations and the Armenian tragedy of 1915.
Mastercard briefly closed its office following death threats
against its General Manager, and has since officially
apologized, noting that the offending material had not been
reviewed by any company officials, but instead emanated from
the "Lonely Planet," which produced the bulk of the
publication. The public reaction, which has also included
calls for a boycott of the company by Turkish NGO's and the
threat of public prosecution from the Istanbul Governor,
highlights once again how close to the surface core
nationalist reflexes and taboos are in the post-December 17th
environment. End Summary.
¶2. (SBU) Shortlived Honeymoon: Mastercard officials, whose
biggest problem last week was the deluge of calls they were
receiving seeking tickets to the May 25th Milan-Liverpool
match, faced a more serious crisis on May 30 when "Zaman"
newspaper published extracts from the city guide the company
distributed to its VIP guests and journalists. In the
"Lonely Planet" produced publication, which was written by an
Istanbul-based British journalist, brief reference was made
to the issue of minorities in Turkey, with sections covering
both the Kurds and the Armenians. The breezy narrative noted
that "Ataturk banned any expression of Kurdishness in an
attempt at assimilation," adding that major battles and
atrocities followed in the 1920s and 1930s, with the deaths
of more than 30,000 coming since 1984. On the equally
sensitive Armenian issue, the guide noted that while most
Armenians had remained loyal to the Ottoman Empire, some had
rebelled, engaging in terrorism that set off a powerful
anti-Armenian backlash and the "widespread massacre of
innocent Armenians in Istanbul and elsewhere."
¶3. (SBU) Harsh Reaction: The publication sparked harsh
reaction from most quarters, with Istanbul Governor Guler
denouncing the "insult" to Turkey and warning that "such a
sponsorship firm needs to be more cautious." He added that
officials would investigate the publication and determine if
it constituted a criminal offense. NGO's were also quick to
leap on the bandwagon, with the Consumers' Union calling for
a boycott of the company if it did not officially apologize.
Turkish sports officials also expressed disappointment with
the publication. More worryingly, anonymous callers phoned
in death threats, and nationalist groups indicated that they
would organize protests, resulting in closure of Mastercard's
office early this week and the provision of extra security
for General Manager Ozlem Imece.
¶4. (C) Damage Control: Since the story broke on May 30,
Mastercard has been engaged in damage control. In an initial
announcement on May 30, the company admitted its mistake and
noted it had contacted the "Lonely Planet" to demand the
removal of "erroneous information" from the guide. When this
did not quell the furor, the company went further a day later
and officially apologized. In a public statement, General
Manager Imece observed that she had not known of some of the
material that was to be included in the publication, and was
"deeply shocked" by it. Privately she has told us that the
company was blind-sided by the furor, having been focused on
security for their VIP guests last week. This, she said, was
something that "no one expected."
¶5. (C) Comment: Given the sensitivities that exist here,
inclusion of any material on topics such as Turkey's minority
policy or the Armenian tragedy in a sporting guide was in
retrospect a serious mistake. The harsh, instinctive
reaction, however, shows the heightened sensitivities and
hair-trigger nature of public discourse here since the
December 17th EU decision. Post RSO has reached out to
Mastercard, which is an active member of the OSAC Advisory
Council, to ensure that they are satisfied with the police
response they have received and to provide assistance if
needed. End Comment.
ARNETT
Wikileaks-Depesche des heutigen Tages, man sage nicht, die Organisation hätte keinen Humor "Mastercard has found itself dealing with a public relations nightmare in recent days."
Ansonsten, wie üblich bei den Depeschen bisher, gibt es keine Infos, die nicht auf öffentlichem Wege zugänglich gewesen wären, aber es liest sich halt nett. Und ich geh mit jetzt fragen ob 4chan sowas ist wie türkische Nationalisten auf Internet.
C O N F I D E N T I A L ISTANBUL 000890
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This cable was coordinated with Embassy Ankara.
¶1. (SBU) Summary: After briefly basking in the reflected
glow of last week's exciting UEFA Champion's League Final in
Istanbul between Milan and Liverpool, corporate sponsor
Mastercard has found itself dealing with a public relations
nightmare in recent days following public criticism of
inclusion in its match city guide of critical commentary
about both Turkey and its revered founder, Mustafa Kemal
Ataturk. The offending passages, first publicized in the
liberal Islamist daily "Zaman," addressed the issue of
Turkish-Kurdish relations and the Armenian tragedy of 1915.
Mastercard briefly closed its office following death threats
against its General Manager, and has since officially
apologized, noting that the offending material had not been
reviewed by any company officials, but instead emanated from
the "Lonely Planet," which produced the bulk of the
publication. The public reaction, which has also included
calls for a boycott of the company by Turkish NGO's and the
threat of public prosecution from the Istanbul Governor,
highlights once again how close to the surface core
nationalist reflexes and taboos are in the post-December 17th
environment. End Summary.
¶2. (SBU) Shortlived Honeymoon: Mastercard officials, whose
biggest problem last week was the deluge of calls they were
receiving seeking tickets to the May 25th Milan-Liverpool
match, faced a more serious crisis on May 30 when "Zaman"
newspaper published extracts from the city guide the company
distributed to its VIP guests and journalists. In the
"Lonely Planet" produced publication, which was written by an
Istanbul-based British journalist, brief reference was made
to the issue of minorities in Turkey, with sections covering
both the Kurds and the Armenians. The breezy narrative noted
that "Ataturk banned any expression of Kurdishness in an
attempt at assimilation," adding that major battles and
atrocities followed in the 1920s and 1930s, with the deaths
of more than 30,000 coming since 1984. On the equally
sensitive Armenian issue, the guide noted that while most
Armenians had remained loyal to the Ottoman Empire, some had
rebelled, engaging in terrorism that set off a powerful
anti-Armenian backlash and the "widespread massacre of
innocent Armenians in Istanbul and elsewhere."
¶3. (SBU) Harsh Reaction: The publication sparked harsh
reaction from most quarters, with Istanbul Governor Guler
denouncing the "insult" to Turkey and warning that "such a
sponsorship firm needs to be more cautious." He added that
officials would investigate the publication and determine if
it constituted a criminal offense. NGO's were also quick to
leap on the bandwagon, with the Consumers' Union calling for
a boycott of the company if it did not officially apologize.
Turkish sports officials also expressed disappointment with
the publication. More worryingly, anonymous callers phoned
in death threats, and nationalist groups indicated that they
would organize protests, resulting in closure of Mastercard's
office early this week and the provision of extra security
for General Manager Ozlem Imece.
¶4. (C) Damage Control: Since the story broke on May 30,
Mastercard has been engaged in damage control. In an initial
announcement on May 30, the company admitted its mistake and
noted it had contacted the "Lonely Planet" to demand the
removal of "erroneous information" from the guide. When this
did not quell the furor, the company went further a day later
and officially apologized. In a public statement, General
Manager Imece observed that she had not known of some of the
material that was to be included in the publication, and was
"deeply shocked" by it. Privately she has told us that the
company was blind-sided by the furor, having been focused on
security for their VIP guests last week. This, she said, was
something that "no one expected."
¶5. (C) Comment: Given the sensitivities that exist here,
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policy or the Armenian tragedy in a sporting guide was in
retrospect a serious mistake. The harsh, instinctive
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hair-trigger nature of public discourse here since the
December 17th EU decision. Post RSO has reached out to
Mastercard, which is an active member of the OSAC Advisory
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response they have received and to provide assistance if
needed. End Comment.
ARNETT
Ansonsten, wie üblich bei den Depeschen bisher, gibt es keine Infos, die nicht auf öffentlichem Wege zugänglich gewesen wären, aber es liest sich halt nett. Und ich geh mit jetzt fragen ob 4chan sowas ist wie türkische Nationalisten auf Internet.
C O N F I D E N T I A L ISTANBUL 000890
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SUBJECT: REFLEXIVE TURKISH NATIONALISM ENSNARES MASTERCARD
This cable was coordinated with Embassy Ankara.
¶1. (SBU) Summary: After briefly basking in the reflected
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Istanbul between Milan and Liverpool, corporate sponsor
Mastercard has found itself dealing with a public relations
nightmare in recent days following public criticism of
inclusion in its match city guide of critical commentary
about both Turkey and its revered founder, Mustafa Kemal
Ataturk. The offending passages, first publicized in the
liberal Islamist daily "Zaman," addressed the issue of
Turkish-Kurdish relations and the Armenian tragedy of 1915.
Mastercard briefly closed its office following death threats
against its General Manager, and has since officially
apologized, noting that the offending material had not been
reviewed by any company officials, but instead emanated from
the "Lonely Planet," which produced the bulk of the
publication. The public reaction, which has also included
calls for a boycott of the company by Turkish NGO's and the
threat of public prosecution from the Istanbul Governor,
highlights once again how close to the surface core
nationalist reflexes and taboos are in the post-December 17th
environment. End Summary.
¶2. (SBU) Shortlived Honeymoon: Mastercard officials, whose
biggest problem last week was the deluge of calls they were
receiving seeking tickets to the May 25th Milan-Liverpool
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newspaper published extracts from the city guide the company
distributed to its VIP guests and journalists. In the
"Lonely Planet" produced publication, which was written by an
Istanbul-based British journalist, brief reference was made
to the issue of minorities in Turkey, with sections covering
both the Kurds and the Armenians. The breezy narrative noted
that "Ataturk banned any expression of Kurdishness in an
attempt at assimilation," adding that major battles and
atrocities followed in the 1920s and 1930s, with the deaths
of more than 30,000 coming since 1984. On the equally
sensitive Armenian issue, the guide noted that while most
Armenians had remained loyal to the Ottoman Empire, some had
rebelled, engaging in terrorism that set off a powerful
anti-Armenian backlash and the "widespread massacre of
innocent Armenians in Istanbul and elsewhere."
¶3. (SBU) Harsh Reaction: The publication sparked harsh
reaction from most quarters, with Istanbul Governor Guler
denouncing the "insult" to Turkey and warning that "such a
sponsorship firm needs to be more cautious." He added that
officials would investigate the publication and determine if
it constituted a criminal offense. NGO's were also quick to
leap on the bandwagon, with the Consumers' Union calling for
a boycott of the company if it did not officially apologize.
Turkish sports officials also expressed disappointment with
the publication. More worryingly, anonymous callers phoned
in death threats, and nationalist groups indicated that they
would organize protests, resulting in closure of Mastercard's
office early this week and the provision of extra security
for General Manager Ozlem Imece.
¶4. (C) Damage Control: Since the story broke on May 30,
Mastercard has been engaged in damage control. In an initial
announcement on May 30, the company admitted its mistake and
noted it had contacted the "Lonely Planet" to demand the
removal of "erroneous information" from the guide. When this
did not quell the furor, the company went further a day later
and officially apologized. In a public statement, General
Manager Imece observed that she had not known of some of the
material that was to be included in the publication, and was
"deeply shocked" by it. Privately she has told us that the
company was blind-sided by the furor, having been focused on
security for their VIP guests last week. This, she said, was
something that "no one expected."
¶5. (C) Comment: Given the sensitivities that exist here,
inclusion of any material on topics such as Turkey's minority
policy or the Armenian tragedy in a sporting guide was in
retrospect a serious mistake. The harsh, instinctive
reaction, however, shows the heightened sensitivities and
hair-trigger nature of public discourse here since the
December 17th EU decision. Post RSO has reached out to
Mastercard, which is an active member of the OSAC Advisory
Council, to ensure that they are satisfied with the police
response they have received and to provide assistance if
needed. End Comment.
ARNETT
Wikileaks-Depescher für heute: "Public Relations Nightmare for Mastercard"
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türkei,
wikileaks
Mittwoch, 8. Dezember 2010
Darummagichberlin (XVIII)
Weil der Kellner einen schokoladentafelgroßen Taschenrechner im Suchsystem benutzt, um zwei Kaffee und ein Stück Kuchen aufzuaddieren.
Weil der Kellner einen schokoladentafelgroßen Taschenrechner im Suchsystem benutzt, um zwei Kaffee und ein Stück Kuchen aufzuaddieren.
Darummagichberlin (XVIII)
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kellner
Zwischenruf Hillary Clinton: such tactics cannot go unanswered
Weil es so schön ist. Hillary Clinton zum World Press Freedom Day 2009:
Ansonsten hat Herr Kleinz dankenswerterweise schon im wesentlichen den Text zu Wikileaks geschrieben, den ich schreiben wollte, weswegen ich den jetzt einfach verlinken kann: Wikileaks – Substanz und Inszenierung
Those who seek to abuse power and spread corruption view media freedom as a threat. Instead of supporting an open press, they attempt to control or silence independent voices. The methods they use against news organizations and journalists range from restrictive laws and regulations to censorship, violence, imprisonment, and even murder. Such tactics are not new, and cannot go unanswered.
Ansonsten hat Herr Kleinz dankenswerterweise schon im wesentlichen den Text zu Wikileaks geschrieben, den ich schreiben wollte, weswegen ich den jetzt einfach verlinken kann: Wikileaks – Substanz und Inszenierung
Weil es so schön ist. Hillary Clinton zum World Press Freedom Day 2009:
Ansonsten hat Herr Kleinz dankenswerterweise schon im wesentlichen den Text zu Wikileaks geschrieben, den ich schreiben wollte, weswegen ich den jetzt einfach verlinken kann: Wikileaks – Substanz und Inszenierung
Those who seek to abuse power and spread corruption view media freedom as a threat. Instead of supporting an open press, they attempt to control or silence independent voices. The methods they use against news organizations and journalists range from restrictive laws and regulations to censorship, violence, imprisonment, and even murder. Such tactics are not new, and cannot go unanswered.
Ansonsten hat Herr Kleinz dankenswerterweise schon im wesentlichen den Text zu Wikileaks geschrieben, den ich schreiben wollte, weswegen ich den jetzt einfach verlinken kann: Wikileaks – Substanz und Inszenierung
Zwischenruf Hillary Clinton: such tactics cannot go unanswered
Dienstag, 7. Dezember 2010
Merkel und SWIFT, über die Verlässlichkeit von Wikileaks als Quelle
Szenario 2 zu der Depesche von gerade eben: Merkel hat keine Meinung zu SWIFT. Sie weiß aber, dass die Amerikaner dafür sind, die FDP dagegen und die EP-Parlamentarier gerne einmal Aufstand spielen möchten. Okay, lassen wir sie Aufstand spielen.
Vorabend des Gesprächs mit dem US-Botschafter Murphy. Anwesend: Angela Merke und Ole von Beust. M: Du Ole, sag mal, Du triffst doch Morgen den Murphy. vB: Jo. M: Und der wird verärgert sein wegen SWIFT und sich beschweren, dass wir öffentlich so wenig Druck gemacht haben. vB: Jo. M: Dann sag ich doch einfach mal, dass ich privat ganz total sehr sauer bin und vor Wut koche, vielleicht sind die USA dann weniger gereizt. vB: Jo.
Murphy mailt nach Hause, dass alles schwierig ist, aber Mrs Bundeskanzler voll auf unserer Seite. Alles wird gut.
Vorabend des Gesprächs mit dem US-Botschafter Murphy. Anwesend: Angela Merke und Ole von Beust. M: Du Ole, sag mal, Du triffst doch Morgen den Murphy. vB: Jo. M: Und der wird verärgert sein wegen SWIFT und sich beschweren, dass wir öffentlich so wenig Druck gemacht haben. vB: Jo. M: Dann sag ich doch einfach mal, dass ich privat ganz total sehr sauer bin und vor Wut koche, vielleicht sind die USA dann weniger gereizt. vB: Jo.
Murphy mailt nach Hause, dass alles schwierig ist, aber Mrs Bundeskanzler voll auf unserer Seite. Alles wird gut.
Szenario 2 zu der Depesche von gerade eben: Merkel hat keine Meinung zu SWIFT. Sie weiß aber, dass die Amerikaner dafür sind, die FDP dagegen und die EP-Parlamentarier gerne einmal Aufstand spielen möchten. Okay, lassen wir sie Aufstand spielen.
Vorabend des Gesprächs mit dem US-Botschafter Murphy. Anwesend: Angela Merke und Ole von Beust. M: Du Ole, sag mal, Du triffst doch Morgen den Murphy. vB: Jo. M: Und der wird verärgert sein wegen SWIFT und sich beschweren, dass wir öffentlich so wenig Druck gemacht haben. vB: Jo. M: Dann sag ich doch einfach mal, dass ich privat ganz total sehr sauer bin und vor Wut koche, vielleicht sind die USA dann weniger gereizt. vB: Jo.
Murphy mailt nach Hause, dass alles schwierig ist, aber Mrs Bundeskanzler voll auf unserer Seite. Alles wird gut.
Vorabend des Gesprächs mit dem US-Botschafter Murphy. Anwesend: Angela Merke und Ole von Beust. M: Du Ole, sag mal, Du triffst doch Morgen den Murphy. vB: Jo. M: Und der wird verärgert sein wegen SWIFT und sich beschweren, dass wir öffentlich so wenig Druck gemacht haben. vB: Jo. M: Dann sag ich doch einfach mal, dass ich privat ganz total sehr sauer bin und vor Wut koche, vielleicht sind die USA dann weniger gereizt. vB: Jo.
Murphy mailt nach Hause, dass alles schwierig ist, aber Mrs Bundeskanzler voll auf unserer Seite. Alles wird gut.
Merkel und SWIFT, über die Verlässlichkeit von Wikileaks als Quelle
Experimentalblogging. Wikileaks-Depesche auf Blogger: Merkel sehr sehr ärgerlich über Swift
Vorgeschichte: Alexis Madrigal fragte sich beim Atlantic ob man bei Blogger eigentlich Wikileaks-Depeschen posten kann oder Sanktionen befürchten muss? Die Google-Antwort auf diverse Fragen "No comment."
Naja, zum Glück kann man in diesem Fall ja Experimentalbloggen. Es gibt die Depesche 10BERLIN180, CHANCELLOR MERKEL ANGERED BY LACK OF GERMAN MEP Inhaltlich geht es darum, dass Merkel "ärgerlich wie noch nie" war, weil das Europaparlament im ersten Durchgang das SWIFT-Abkommen (hier Terrorist Finance Tracking Program (TFTP)) hat scheitern lassen. Und das auch noch mit Stimmen der Union. Soviel zum Datenschutz und Street View und allem. Wobei ich immerhin positiv erstaunt bin, überhaupt eine bestimmbare Position von Merkel zu finden.
VZCZCXRO2876
PP RUEHAG RUEHROV RUEHSL RUEHSR
DE RUEHRL #0180/01 0431709
ZNY CCCCC ZZH
P 121709Z FEB 10
FM AMEMBASSY BERLIN
TO RUEHC/SECSTATE WASHDC PRIORITY 6546
INFO RUCNMEM/EU MEMBER STATES COLLECTIVE PRIORITY
RHEHNSC/NSC WASHINGTON DC PRIORITY
RUEATRS/DEPT OF TREASURY WASHDC PRIORITY
RHEFHLC/HOMELAND SECURITY CENTER WASHINGTON DC PRIORITY
RUEAWJA/DEPT OF JUSTICE WASHINGTON DC PRIORITY
RHMCSUU/FBI WASHINGTON DC PRIORITY
RHMFISS/DEPT OF HOMELAND SECURITY WASHINGTON DC PRIORITY
ID: 248711
ORIGIN: 10BERLIN180
DATE: 2010-02-12 17:09:00
SOURCE: Embassy Berlin
CLASSIFICATION: CONFIDENTIAL
MISC: 10BERLIN128|10BERLIN176
DESTINATION: VZCZCXRO2876RUEHAG RUEHROV RUEHSL RUEHSRRUEHRL #0180/01 0431709CCCCC ZZH121709Z FEB 10AMEMBASSY BERLINRUEHC/SECSTATE WASHDC PRIORITY 6546RUCNMEM/EU MEMBER STATES COLLECTIVE PRIORITY/NSC WASHINGTON DC PRIORITY/DEPT OF TREASURY WASHDC PRIORITY/HOMELAND SECURITY CENTER WASHINGTON DC PRIORITY/DEPT OF JUSTICE WASHINGTON DC PRIORITY/FBI WASHINGTON DC PRIORITY/DEPT OF HOMELAND SECURITY WASHINGTON DC PRIORITY
C O N F I D E N T I A L SECTION 01 OF 02 BERLIN 000180
SENSITIVE
SIPDIS
DEPT FOR EUR, L, S/CT, EEB, INL
TREASURY FOR TFI
E.O. 12958: DECL: 02/11/2020
TAGS: PTER KTFN PGOV PREL PINR ETTC EAIR EFIN KCRM
KJUS, KHLS, GM
SUBJECT: CHANCELLOR MERKEL ANGERED BY LACK OF GERMAN MEP
SUPPORT FOR TFTP
REF: A. BERLIN 176
¶B. BERLIN 128
Classified By: ROBERT A. POLLARD, Minister-Counselor for Economics Affa
irs, for Reasons 1.4 (b and d).
¶1. (C) SUMMARY: Chancellor Merkel is privately angry over the
lack of support German members of the European Parliament
gave the Terrorist Finance Tracking Program (TFTP) interim
agreement and is worried that Washington will view the EP's
veto as a sign that Europe does not take the terrorist threat
seriously. Merkel is particularly irritated with German MEPs
from her Christian Democratic Union (CDU) and sister
Christian Social Union (CSU) parties, most of whom reportedly
voted against the agreement despite previously indicating
they would support it. Public German reactions to the EP
vote have come exclusively from TFTP detractors who portrayed
the veto as a sign that the European Parliament has won a
victory over an arrogant Commission/Council, as well as
delivering a rebuke to U.S. counterterrorism policies that
undervalue data privacy. These events suggest the need to
intensify our engagement with German government
interlocutors, Bundestag and European parliamentarians, and
opinion makers to demonstrate that the U.S. has strong data
privacy measures in place. END SUMMARY
¶2. (C) Hamburg Mayor Ole von Beust (CDU) told Ambassador
today (2/12) that he had met with Chancellor Merkel last
night and she was "very, very angry - angrier than he had
ever seen her" with the outcome of the vote. Beust said that
the Chancellor had personally lobbied German MEPs from the
CDU/CSU parties to support the agreement, but that most of
these MEPs ended up voting against the agreement anyway.
Merkel expressed concerns to Beust that Washington will view
the EP veto as a sign that Europe does not take the terrorist
threat seriously. Merkel also worried about the
ramifications (presumably within Europe and for transatlantic
relations) that might follow were a terrorist attack to occur
that could have been prevented had SWIFT data been exchanged.
¶3. (C) Federal Justice Minister Leutheusser-Schnarrenberger,
a strong proponent of data privacy rights from the Free
Democratic Party (FDP; see reftels), quickly welcomed the
TFTP veto. She said "the citizens of Europe have won a
victory today that strengthened not just data protection, but
democracy in all of Europe." The Minister has been a vocal
critic of the TFTP and in interviews today stressed that the
EP veto will lead to a change of European policy in which
"data protection is no longer just an appendix of security
policy." She also restated her understanding that German
investigators believe TFTP data has not/not contributed
meaningfully to terrorism investigations. She said the EP
decision paves the way for new negotiations that take into
account European notions of data protection.
¶4. (C) Some German members of the European Parliament
likewise applauded the TFTP veto. Green Party MEP Jan
Philipp Albrecht stated that the vote would not cause a
"transatlantic ice-age" because President Obama has more
important concerns and would not "emphasize this defeat too
much at home." Werner Langen, head of the EP CDU/CSU group,
said that his group did not vote against the United States,
but rather against the European Commission and the Council
who had "negotiated a bad agreement." Martin Schulz, head of
the Social Democratic faction, said that the "negotiating
position of the EU is now better." FDP MEP Alexander Graf
Lambsdorff acknowledged that the decision could be a
temporary irritation in transatlantic relations, but believed
that this would not last long and the time would soon come to
"negotiate a reasonable agreement." Bavarian State Minister
Mueller told Munich CG that the CSU is interested in moving
forward with the negotiation of a new agreement that meets US
and European needs.
¶5. (C) COMMENT: Why did so many German MEPs oppose TFTP?
BERLIN 00000180 002 OF 002
First, the debate was not just about TFTP. Germans across
the political spectrum adamantly support data protection )
whether it has to do with Passenger Name Records, Google,s
supposed &monopoly8 on data searches, or individual credit
ratings. Recent scandals in which major firms such as
Deutsche Telekom and Deutsche Bahn illegally tapped phones or
files of tens of thousands of employees and customers
reinforced Germans, concerns about the misuse of data
technology. Historical memory also plays a part, as stories
about how the Stasi abused information to destroy people,s
lives still regularly circulate in the press. Paranoia runs
deep especially about U.S. intelligence agencies. We were
astonished to learn how quickly rumors about alleged U.S.
economic espionage ) at first associated with the new U.S.
air passenger registration system (ESTA), then with TFTP )
gained currency among German parliamentarians in the run-up
to the February 11 vote in Strasbourg. Moreover, the fact
that the libertarian Free Democratic Party (FDP) made data
privacy a central plank of the pact with its coalition
partners, the CDU/CSU ) and more importantly, captured the
Justice Ministry ) made it very difficult for TFTP advocates
like Interior Minister de Maiziere to speak up. None of this
may excuse the behavior of certain German MEPs, but it says
something about the challenge ahead.
¶6. (C) COMMENT CONT.: The overwhelming rejection of the
interim agreement by German MEPs from all political parties
nonetheless is surprising. Although we anticipated that the
FDP and Greens would come out strongly against the interim
agreement, the broad lack of support it received from the
CDU/CSU and Social Democrats was unexpected. We believe a
number of factors contributed to this including the fact that
MEPs of all stripes saw this as an early opportunity to exert
their new post-Lisbon powers and send a message to the
Commission and Council. Specific to Germany, the almost
complete absence of public statements by German leadership in
support of the agreement resulted in a situation in which
MEPs received no political coverage supporting a positive
vote and saw little political cost for a no vote.
Furthermore, the German public and political class largely
tends to view terrorism abstractly given that it has been
decades since any successful terrorist attack has occurred on
German soil. This week's TFTP vote demonstrates that we need
to intensify our engagement with German government
interlocutors, Bundestag and European parliamentarians and
opinion makers to get our views across. We need to also
demonstrate that the U.S. has strong data privacy measures in
place so that robust data sharing comes with robust data
protections.
Murphy
Naja, zum Glück kann man in diesem Fall ja Experimentalbloggen. Es gibt die Depesche 10BERLIN180, CHANCELLOR MERKEL ANGERED BY LACK OF GERMAN MEP Inhaltlich geht es darum, dass Merkel "ärgerlich wie noch nie" war, weil das Europaparlament im ersten Durchgang das SWIFT-Abkommen (hier Terrorist Finance Tracking Program (TFTP)) hat scheitern lassen. Und das auch noch mit Stimmen der Union. Soviel zum Datenschutz und Street View und allem. Wobei ich immerhin positiv erstaunt bin, überhaupt eine bestimmbare Position von Merkel zu finden.
VZCZCXRO2876
PP RUEHAG RUEHROV RUEHSL RUEHSR
DE RUEHRL #0180/01 0431709
ZNY CCCCC ZZH
P 121709Z FEB 10
FM AMEMBASSY BERLIN
TO RUEHC/SECSTATE WASHDC PRIORITY 6546
INFO RUCNMEM/EU MEMBER STATES COLLECTIVE PRIORITY
RHEHNSC/NSC WASHINGTON DC PRIORITY
RUEATRS/DEPT OF TREASURY WASHDC PRIORITY
RHEFHLC/HOMELAND SECURITY CENTER WASHINGTON DC PRIORITY
RUEAWJA/DEPT OF JUSTICE WASHINGTON DC PRIORITY
RHMCSUU/FBI WASHINGTON DC PRIORITY
RHMFISS/DEPT OF HOMELAND SECURITY WASHINGTON DC PRIORITY
ID: 248711
ORIGIN: 10BERLIN180
DATE: 2010-02-12 17:09:00
SOURCE: Embassy Berlin
CLASSIFICATION: CONFIDENTIAL
MISC: 10BERLIN128|10BERLIN176
DESTINATION: VZCZCXRO2876RUEHAG RUEHROV RUEHSL RUEHSRRUEHRL #0180/01 0431709CCCCC ZZH121709Z FEB 10AMEMBASSY BERLINRUEHC/SECSTATE WASHDC PRIORITY 6546RUCNMEM/EU MEMBER STATES COLLECTIVE PRIORITY/NSC WASHINGTON DC PRIORITY/DEPT OF TREASURY WASHDC PRIORITY/HOMELAND SECURITY CENTER WASHINGTON DC PRIORITY/DEPT OF JUSTICE WASHINGTON DC PRIORITY/FBI WASHINGTON DC PRIORITY/DEPT OF HOMELAND SECURITY WASHINGTON DC PRIORITY
C O N F I D E N T I A L SECTION 01 OF 02 BERLIN 000180
SENSITIVE
SIPDIS
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TREASURY FOR TFI
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TAGS: PTER KTFN PGOV PREL PINR ETTC EAIR EFIN KCRM
KJUS, KHLS, GM
SUBJECT: CHANCELLOR MERKEL ANGERED BY LACK OF GERMAN MEP
SUPPORT FOR TFTP
REF: A. BERLIN 176
¶B. BERLIN 128
Classified By: ROBERT A. POLLARD, Minister-Counselor for Economics Affa
irs, for Reasons 1.4 (b and d).
¶1. (C) SUMMARY: Chancellor Merkel is privately angry over the
lack of support German members of the European Parliament
gave the Terrorist Finance Tracking Program (TFTP) interim
agreement and is worried that Washington will view the EP's
veto as a sign that Europe does not take the terrorist threat
seriously. Merkel is particularly irritated with German MEPs
from her Christian Democratic Union (CDU) and sister
Christian Social Union (CSU) parties, most of whom reportedly
voted against the agreement despite previously indicating
they would support it. Public German reactions to the EP
vote have come exclusively from TFTP detractors who portrayed
the veto as a sign that the European Parliament has won a
victory over an arrogant Commission/Council, as well as
delivering a rebuke to U.S. counterterrorism policies that
undervalue data privacy. These events suggest the need to
intensify our engagement with German government
interlocutors, Bundestag and European parliamentarians, and
opinion makers to demonstrate that the U.S. has strong data
privacy measures in place. END SUMMARY
¶2. (C) Hamburg Mayor Ole von Beust (CDU) told Ambassador
today (2/12) that he had met with Chancellor Merkel last
night and she was "very, very angry - angrier than he had
ever seen her" with the outcome of the vote. Beust said that
the Chancellor had personally lobbied German MEPs from the
CDU/CSU parties to support the agreement, but that most of
these MEPs ended up voting against the agreement anyway.
Merkel expressed concerns to Beust that Washington will view
the EP veto as a sign that Europe does not take the terrorist
threat seriously. Merkel also worried about the
ramifications (presumably within Europe and for transatlantic
relations) that might follow were a terrorist attack to occur
that could have been prevented had SWIFT data been exchanged.
¶3. (C) Federal Justice Minister Leutheusser-Schnarrenberger,
a strong proponent of data privacy rights from the Free
Democratic Party (FDP; see reftels), quickly welcomed the
TFTP veto. She said "the citizens of Europe have won a
victory today that strengthened not just data protection, but
democracy in all of Europe." The Minister has been a vocal
critic of the TFTP and in interviews today stressed that the
EP veto will lead to a change of European policy in which
"data protection is no longer just an appendix of security
policy." She also restated her understanding that German
investigators believe TFTP data has not/not contributed
meaningfully to terrorism investigations. She said the EP
decision paves the way for new negotiations that take into
account European notions of data protection.
¶4. (C) Some German members of the European Parliament
likewise applauded the TFTP veto. Green Party MEP Jan
Philipp Albrecht stated that the vote would not cause a
"transatlantic ice-age" because President Obama has more
important concerns and would not "emphasize this defeat too
much at home." Werner Langen, head of the EP CDU/CSU group,
said that his group did not vote against the United States,
but rather against the European Commission and the Council
who had "negotiated a bad agreement." Martin Schulz, head of
the Social Democratic faction, said that the "negotiating
position of the EU is now better." FDP MEP Alexander Graf
Lambsdorff acknowledged that the decision could be a
temporary irritation in transatlantic relations, but believed
that this would not last long and the time would soon come to
"negotiate a reasonable agreement." Bavarian State Minister
Mueller told Munich CG that the CSU is interested in moving
forward with the negotiation of a new agreement that meets US
and European needs.
¶5. (C) COMMENT: Why did so many German MEPs oppose TFTP?
BERLIN 00000180 002 OF 002
First, the debate was not just about TFTP. Germans across
the political spectrum adamantly support data protection )
whether it has to do with Passenger Name Records, Google,s
supposed &monopoly8 on data searches, or individual credit
ratings. Recent scandals in which major firms such as
Deutsche Telekom and Deutsche Bahn illegally tapped phones or
files of tens of thousands of employees and customers
reinforced Germans, concerns about the misuse of data
technology. Historical memory also plays a part, as stories
about how the Stasi abused information to destroy people,s
lives still regularly circulate in the press. Paranoia runs
deep especially about U.S. intelligence agencies. We were
astonished to learn how quickly rumors about alleged U.S.
economic espionage ) at first associated with the new U.S.
air passenger registration system (ESTA), then with TFTP )
gained currency among German parliamentarians in the run-up
to the February 11 vote in Strasbourg. Moreover, the fact
that the libertarian Free Democratic Party (FDP) made data
privacy a central plank of the pact with its coalition
partners, the CDU/CSU ) and more importantly, captured the
Justice Ministry ) made it very difficult for TFTP advocates
like Interior Minister de Maiziere to speak up. None of this
may excuse the behavior of certain German MEPs, but it says
something about the challenge ahead.
¶6. (C) COMMENT CONT.: The overwhelming rejection of the
interim agreement by German MEPs from all political parties
nonetheless is surprising. Although we anticipated that the
FDP and Greens would come out strongly against the interim
agreement, the broad lack of support it received from the
CDU/CSU and Social Democrats was unexpected. We believe a
number of factors contributed to this including the fact that
MEPs of all stripes saw this as an early opportunity to exert
their new post-Lisbon powers and send a message to the
Commission and Council. Specific to Germany, the almost
complete absence of public statements by German leadership in
support of the agreement resulted in a situation in which
MEPs received no political coverage supporting a positive
vote and saw little political cost for a no vote.
Furthermore, the German public and political class largely
tends to view terrorism abstractly given that it has been
decades since any successful terrorist attack has occurred on
German soil. This week's TFTP vote demonstrates that we need
to intensify our engagement with German government
interlocutors, Bundestag and European parliamentarians and
opinion makers to get our views across. We need to also
demonstrate that the U.S. has strong data privacy measures in
place so that robust data sharing comes with robust data
protections.
Murphy
Vorgeschichte: Alexis Madrigal fragte sich beim Atlantic ob man bei Blogger eigentlich Wikileaks-Depeschen posten kann oder Sanktionen befürchten muss? Die Google-Antwort auf diverse Fragen "No comment."
Naja, zum Glück kann man in diesem Fall ja Experimentalbloggen. Es gibt die Depesche 10BERLIN180, CHANCELLOR MERKEL ANGERED BY LACK OF GERMAN MEP Inhaltlich geht es darum, dass Merkel "ärgerlich wie noch nie" war, weil das Europaparlament im ersten Durchgang das SWIFT-Abkommen (hier Terrorist Finance Tracking Program (TFTP)) hat scheitern lassen. Und das auch noch mit Stimmen der Union. Soviel zum Datenschutz und Street View und allem. Wobei ich immerhin positiv erstaunt bin, überhaupt eine bestimmbare Position von Merkel zu finden.
VZCZCXRO2876
PP RUEHAG RUEHROV RUEHSL RUEHSR
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ZNY CCCCC ZZH
P 121709Z FEB 10
FM AMEMBASSY BERLIN
TO RUEHC/SECSTATE WASHDC PRIORITY 6546
INFO RUCNMEM/EU MEMBER STATES COLLECTIVE PRIORITY
RHEHNSC/NSC WASHINGTON DC PRIORITY
RUEATRS/DEPT OF TREASURY WASHDC PRIORITY
RHEFHLC/HOMELAND SECURITY CENTER WASHINGTON DC PRIORITY
RUEAWJA/DEPT OF JUSTICE WASHINGTON DC PRIORITY
RHMCSUU/FBI WASHINGTON DC PRIORITY
RHMFISS/DEPT OF HOMELAND SECURITY WASHINGTON DC PRIORITY
ID: 248711
ORIGIN: 10BERLIN180
DATE: 2010-02-12 17:09:00
SOURCE: Embassy Berlin
CLASSIFICATION: CONFIDENTIAL
MISC: 10BERLIN128|10BERLIN176
DESTINATION: VZCZCXRO2876RUEHAG RUEHROV RUEHSL RUEHSRRUEHRL #0180/01 0431709CCCCC ZZH121709Z FEB 10AMEMBASSY BERLINRUEHC/SECSTATE WASHDC PRIORITY 6546RUCNMEM/EU MEMBER STATES COLLECTIVE PRIORITY/NSC WASHINGTON DC PRIORITY/DEPT OF TREASURY WASHDC PRIORITY/HOMELAND SECURITY CENTER WASHINGTON DC PRIORITY/DEPT OF JUSTICE WASHINGTON DC PRIORITY/FBI WASHINGTON DC PRIORITY/DEPT OF HOMELAND SECURITY WASHINGTON DC PRIORITY
C O N F I D E N T I A L SECTION 01 OF 02 BERLIN 000180
SENSITIVE
SIPDIS
DEPT FOR EUR, L, S/CT, EEB, INL
TREASURY FOR TFI
E.O. 12958: DECL: 02/11/2020
TAGS: PTER KTFN PGOV PREL PINR ETTC EAIR EFIN KCRM
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SUBJECT: CHANCELLOR MERKEL ANGERED BY LACK OF GERMAN MEP
SUPPORT FOR TFTP
REF: A. BERLIN 176
¶B. BERLIN 128
Classified By: ROBERT A. POLLARD, Minister-Counselor for Economics Affa
irs, for Reasons 1.4 (b and d).
¶1. (C) SUMMARY: Chancellor Merkel is privately angry over the
lack of support German members of the European Parliament
gave the Terrorist Finance Tracking Program (TFTP) interim
agreement and is worried that Washington will view the EP's
veto as a sign that Europe does not take the terrorist threat
seriously. Merkel is particularly irritated with German MEPs
from her Christian Democratic Union (CDU) and sister
Christian Social Union (CSU) parties, most of whom reportedly
voted against the agreement despite previously indicating
they would support it. Public German reactions to the EP
vote have come exclusively from TFTP detractors who portrayed
the veto as a sign that the European Parliament has won a
victory over an arrogant Commission/Council, as well as
delivering a rebuke to U.S. counterterrorism policies that
undervalue data privacy. These events suggest the need to
intensify our engagement with German government
interlocutors, Bundestag and European parliamentarians, and
opinion makers to demonstrate that the U.S. has strong data
privacy measures in place. END SUMMARY
¶2. (C) Hamburg Mayor Ole von Beust (CDU) told Ambassador
today (2/12) that he had met with Chancellor Merkel last
night and she was "very, very angry - angrier than he had
ever seen her" with the outcome of the vote. Beust said that
the Chancellor had personally lobbied German MEPs from the
CDU/CSU parties to support the agreement, but that most of
these MEPs ended up voting against the agreement anyway.
Merkel expressed concerns to Beust that Washington will view
the EP veto as a sign that Europe does not take the terrorist
threat seriously. Merkel also worried about the
ramifications (presumably within Europe and for transatlantic
relations) that might follow were a terrorist attack to occur
that could have been prevented had SWIFT data been exchanged.
¶3. (C) Federal Justice Minister Leutheusser-Schnarrenberger,
a strong proponent of data privacy rights from the Free
Democratic Party (FDP; see reftels), quickly welcomed the
TFTP veto. She said "the citizens of Europe have won a
victory today that strengthened not just data protection, but
democracy in all of Europe." The Minister has been a vocal
critic of the TFTP and in interviews today stressed that the
EP veto will lead to a change of European policy in which
"data protection is no longer just an appendix of security
policy." She also restated her understanding that German
investigators believe TFTP data has not/not contributed
meaningfully to terrorism investigations. She said the EP
decision paves the way for new negotiations that take into
account European notions of data protection.
¶4. (C) Some German members of the European Parliament
likewise applauded the TFTP veto. Green Party MEP Jan
Philipp Albrecht stated that the vote would not cause a
"transatlantic ice-age" because President Obama has more
important concerns and would not "emphasize this defeat too
much at home." Werner Langen, head of the EP CDU/CSU group,
said that his group did not vote against the United States,
but rather against the European Commission and the Council
who had "negotiated a bad agreement." Martin Schulz, head of
the Social Democratic faction, said that the "negotiating
position of the EU is now better." FDP MEP Alexander Graf
Lambsdorff acknowledged that the decision could be a
temporary irritation in transatlantic relations, but believed
that this would not last long and the time would soon come to
"negotiate a reasonable agreement." Bavarian State Minister
Mueller told Munich CG that the CSU is interested in moving
forward with the negotiation of a new agreement that meets US
and European needs.
¶5. (C) COMMENT: Why did so many German MEPs oppose TFTP?
BERLIN 00000180 002 OF 002
First, the debate was not just about TFTP. Germans across
the political spectrum adamantly support data protection )
whether it has to do with Passenger Name Records, Google,s
supposed &monopoly8 on data searches, or individual credit
ratings. Recent scandals in which major firms such as
Deutsche Telekom and Deutsche Bahn illegally tapped phones or
files of tens of thousands of employees and customers
reinforced Germans, concerns about the misuse of data
technology. Historical memory also plays a part, as stories
about how the Stasi abused information to destroy people,s
lives still regularly circulate in the press. Paranoia runs
deep especially about U.S. intelligence agencies. We were
astonished to learn how quickly rumors about alleged U.S.
economic espionage ) at first associated with the new U.S.
air passenger registration system (ESTA), then with TFTP )
gained currency among German parliamentarians in the run-up
to the February 11 vote in Strasbourg. Moreover, the fact
that the libertarian Free Democratic Party (FDP) made data
privacy a central plank of the pact with its coalition
partners, the CDU/CSU ) and more importantly, captured the
Justice Ministry ) made it very difficult for TFTP advocates
like Interior Minister de Maiziere to speak up. None of this
may excuse the behavior of certain German MEPs, but it says
something about the challenge ahead.
¶6. (C) COMMENT CONT.: The overwhelming rejection of the
interim agreement by German MEPs from all political parties
nonetheless is surprising. Although we anticipated that the
FDP and Greens would come out strongly against the interim
agreement, the broad lack of support it received from the
CDU/CSU and Social Democrats was unexpected. We believe a
number of factors contributed to this including the fact that
MEPs of all stripes saw this as an early opportunity to exert
their new post-Lisbon powers and send a message to the
Commission and Council. Specific to Germany, the almost
complete absence of public statements by German leadership in
support of the agreement resulted in a situation in which
MEPs received no political coverage supporting a positive
vote and saw little political cost for a no vote.
Furthermore, the German public and political class largely
tends to view terrorism abstractly given that it has been
decades since any successful terrorist attack has occurred on
German soil. This week's TFTP vote demonstrates that we need
to intensify our engagement with German government
interlocutors, Bundestag and European parliamentarians and
opinion makers to get our views across. We need to also
demonstrate that the U.S. has strong data privacy measures in
place so that robust data sharing comes with robust data
protections.
Murphy
Naja, zum Glück kann man in diesem Fall ja Experimentalbloggen. Es gibt die Depesche 10BERLIN180, CHANCELLOR MERKEL ANGERED BY LACK OF GERMAN MEP Inhaltlich geht es darum, dass Merkel "ärgerlich wie noch nie" war, weil das Europaparlament im ersten Durchgang das SWIFT-Abkommen (hier Terrorist Finance Tracking Program (TFTP)) hat scheitern lassen. Und das auch noch mit Stimmen der Union. Soviel zum Datenschutz und Street View und allem. Wobei ich immerhin positiv erstaunt bin, überhaupt eine bestimmbare Position von Merkel zu finden.
VZCZCXRO2876
PP RUEHAG RUEHROV RUEHSL RUEHSR
DE RUEHRL #0180/01 0431709
ZNY CCCCC ZZH
P 121709Z FEB 10
FM AMEMBASSY BERLIN
TO RUEHC/SECSTATE WASHDC PRIORITY 6546
INFO RUCNMEM/EU MEMBER STATES COLLECTIVE PRIORITY
RHEHNSC/NSC WASHINGTON DC PRIORITY
RUEATRS/DEPT OF TREASURY WASHDC PRIORITY
RHEFHLC/HOMELAND SECURITY CENTER WASHINGTON DC PRIORITY
RUEAWJA/DEPT OF JUSTICE WASHINGTON DC PRIORITY
RHMCSUU/FBI WASHINGTON DC PRIORITY
RHMFISS/DEPT OF HOMELAND SECURITY WASHINGTON DC PRIORITY
ID: 248711
ORIGIN: 10BERLIN180
DATE: 2010-02-12 17:09:00
SOURCE: Embassy Berlin
CLASSIFICATION: CONFIDENTIAL
MISC: 10BERLIN128|10BERLIN176
DESTINATION: VZCZCXRO2876RUEHAG RUEHROV RUEHSL RUEHSRRUEHRL #0180/01 0431709CCCCC ZZH121709Z FEB 10AMEMBASSY BERLINRUEHC/SECSTATE WASHDC PRIORITY 6546RUCNMEM/EU MEMBER STATES COLLECTIVE PRIORITY/NSC WASHINGTON DC PRIORITY/DEPT OF TREASURY WASHDC PRIORITY/HOMELAND SECURITY CENTER WASHINGTON DC PRIORITY/DEPT OF JUSTICE WASHINGTON DC PRIORITY/FBI WASHINGTON DC PRIORITY/DEPT OF HOMELAND SECURITY WASHINGTON DC PRIORITY
C O N F I D E N T I A L SECTION 01 OF 02 BERLIN 000180
SENSITIVE
SIPDIS
DEPT FOR EUR, L, S/CT, EEB, INL
TREASURY FOR TFI
E.O. 12958: DECL: 02/11/2020
TAGS: PTER KTFN PGOV PREL PINR ETTC EAIR EFIN KCRM
KJUS, KHLS, GM
SUBJECT: CHANCELLOR MERKEL ANGERED BY LACK OF GERMAN MEP
SUPPORT FOR TFTP
REF: A. BERLIN 176
¶B. BERLIN 128
Classified By: ROBERT A. POLLARD, Minister-Counselor for Economics Affa
irs, for Reasons 1.4 (b and d).
¶1. (C) SUMMARY: Chancellor Merkel is privately angry over the
lack of support German members of the European Parliament
gave the Terrorist Finance Tracking Program (TFTP) interim
agreement and is worried that Washington will view the EP's
veto as a sign that Europe does not take the terrorist threat
seriously. Merkel is particularly irritated with German MEPs
from her Christian Democratic Union (CDU) and sister
Christian Social Union (CSU) parties, most of whom reportedly
voted against the agreement despite previously indicating
they would support it. Public German reactions to the EP
vote have come exclusively from TFTP detractors who portrayed
the veto as a sign that the European Parliament has won a
victory over an arrogant Commission/Council, as well as
delivering a rebuke to U.S. counterterrorism policies that
undervalue data privacy. These events suggest the need to
intensify our engagement with German government
interlocutors, Bundestag and European parliamentarians, and
opinion makers to demonstrate that the U.S. has strong data
privacy measures in place. END SUMMARY
¶2. (C) Hamburg Mayor Ole von Beust (CDU) told Ambassador
today (2/12) that he had met with Chancellor Merkel last
night and she was "very, very angry - angrier than he had
ever seen her" with the outcome of the vote. Beust said that
the Chancellor had personally lobbied German MEPs from the
CDU/CSU parties to support the agreement, but that most of
these MEPs ended up voting against the agreement anyway.
Merkel expressed concerns to Beust that Washington will view
the EP veto as a sign that Europe does not take the terrorist
threat seriously. Merkel also worried about the
ramifications (presumably within Europe and for transatlantic
relations) that might follow were a terrorist attack to occur
that could have been prevented had SWIFT data been exchanged.
¶3. (C) Federal Justice Minister Leutheusser-Schnarrenberger,
a strong proponent of data privacy rights from the Free
Democratic Party (FDP; see reftels), quickly welcomed the
TFTP veto. She said "the citizens of Europe have won a
victory today that strengthened not just data protection, but
democracy in all of Europe." The Minister has been a vocal
critic of the TFTP and in interviews today stressed that the
EP veto will lead to a change of European policy in which
"data protection is no longer just an appendix of security
policy." She also restated her understanding that German
investigators believe TFTP data has not/not contributed
meaningfully to terrorism investigations. She said the EP
decision paves the way for new negotiations that take into
account European notions of data protection.
¶4. (C) Some German members of the European Parliament
likewise applauded the TFTP veto. Green Party MEP Jan
Philipp Albrecht stated that the vote would not cause a
"transatlantic ice-age" because President Obama has more
important concerns and would not "emphasize this defeat too
much at home." Werner Langen, head of the EP CDU/CSU group,
said that his group did not vote against the United States,
but rather against the European Commission and the Council
who had "negotiated a bad agreement." Martin Schulz, head of
the Social Democratic faction, said that the "negotiating
position of the EU is now better." FDP MEP Alexander Graf
Lambsdorff acknowledged that the decision could be a
temporary irritation in transatlantic relations, but believed
that this would not last long and the time would soon come to
"negotiate a reasonable agreement." Bavarian State Minister
Mueller told Munich CG that the CSU is interested in moving
forward with the negotiation of a new agreement that meets US
and European needs.
¶5. (C) COMMENT: Why did so many German MEPs oppose TFTP?
BERLIN 00000180 002 OF 002
First, the debate was not just about TFTP. Germans across
the political spectrum adamantly support data protection )
whether it has to do with Passenger Name Records, Google,s
supposed &monopoly8 on data searches, or individual credit
ratings. Recent scandals in which major firms such as
Deutsche Telekom and Deutsche Bahn illegally tapped phones or
files of tens of thousands of employees and customers
reinforced Germans, concerns about the misuse of data
technology. Historical memory also plays a part, as stories
about how the Stasi abused information to destroy people,s
lives still regularly circulate in the press. Paranoia runs
deep especially about U.S. intelligence agencies. We were
astonished to learn how quickly rumors about alleged U.S.
economic espionage ) at first associated with the new U.S.
air passenger registration system (ESTA), then with TFTP )
gained currency among German parliamentarians in the run-up
to the February 11 vote in Strasbourg. Moreover, the fact
that the libertarian Free Democratic Party (FDP) made data
privacy a central plank of the pact with its coalition
partners, the CDU/CSU ) and more importantly, captured the
Justice Ministry ) made it very difficult for TFTP advocates
like Interior Minister de Maiziere to speak up. None of this
may excuse the behavior of certain German MEPs, but it says
something about the challenge ahead.
¶6. (C) COMMENT CONT.: The overwhelming rejection of the
interim agreement by German MEPs from all political parties
nonetheless is surprising. Although we anticipated that the
FDP and Greens would come out strongly against the interim
agreement, the broad lack of support it received from the
CDU/CSU and Social Democrats was unexpected. We believe a
number of factors contributed to this including the fact that
MEPs of all stripes saw this as an early opportunity to exert
their new post-Lisbon powers and send a message to the
Commission and Council. Specific to Germany, the almost
complete absence of public statements by German leadership in
support of the agreement resulted in a situation in which
MEPs received no political coverage supporting a positive
vote and saw little political cost for a no vote.
Furthermore, the German public and political class largely
tends to view terrorism abstractly given that it has been
decades since any successful terrorist attack has occurred on
German soil. This week's TFTP vote demonstrates that we need
to intensify our engagement with German government
interlocutors, Bundestag and European parliamentarians and
opinion makers to get our views across. We need to also
demonstrate that the U.S. has strong data privacy measures in
place so that robust data sharing comes with robust data
protections.
Murphy
Experimentalblogging. Wikileaks-Depesche auf Blogger: Merkel sehr sehr ärgerlich über Swift
Nicht empfehlenswert: Philadelphia-Käse mit Milka
Schock auf dem Weg zur morgendlichen Dosis Dinkelfuchs-Brötchen; während ich noch damit beschäftigt bin, den Weg durch die nebelige Berliner Gletscherlandschaft zu verkraften, drückt mir der Bäcker einfach so eine Produktprobe in die Hand. Das passierte noch nie. Also sonst gibt es ab und zu Lebkuchenstückchen, oder Kürbis-Muffin-Teile (lecker!), aber so bunt und in Plastik? Vielleicht hätte ich was anderes sagen sollen als "Öh". Bber bitte, keine Überraschungen vor dem ersten Koffein.
Das Plastik entpuppte sich bei genauerem Hinsehen als Philadelphia-Frischkäse mit Milka und großer "Nur 14 Prozent Fett!" aufschrift; fettarme Nutella für Markenfetischisten, die noch nie von Zucker gehört haben. Den Markt gibt es sicher. Und abenteuerlustig und experimentell wie dieser Haushalt veranlagt ist, gab es 20 Minuten später natürlich auch einen Dinkelfuchs-mit-Philadelphia-mit-Milka-Test:
Wenn man es eh geschenkt bekommt, kann man es essen. Wenn nicht, dann eher nicht. Erinnert an labbrigen Schokopudding, ist also weder sonderlich schokoladig noch gar nussig. Und von Käse oder Milch ist logischerweise gar nichts mehr dagewesen. Schokopudding an sich ist zwar nie komplett verkehrt: aber es gibt deutlich besseren Schokoaufstrich, es gibt deutlich gesündere Frühstückszutaten und es gibt selbst einiges an Frühstücksutensil was sowohl gesünder als auch leckerer ist. Philadelphie Milka ist eher was für Verzeifelte. Aber das hat Coke Zero ja auch nicht aufgehalten.
Das Plastik entpuppte sich bei genauerem Hinsehen als Philadelphia-Frischkäse mit Milka und großer "Nur 14 Prozent Fett!" aufschrift; fettarme Nutella für Markenfetischisten, die noch nie von Zucker gehört haben. Den Markt gibt es sicher. Und abenteuerlustig und experimentell wie dieser Haushalt veranlagt ist, gab es 20 Minuten später natürlich auch einen Dinkelfuchs-mit-Philadelphia-mit-Milka-Test:
Wenn man es eh geschenkt bekommt, kann man es essen. Wenn nicht, dann eher nicht. Erinnert an labbrigen Schokopudding, ist also weder sonderlich schokoladig noch gar nussig. Und von Käse oder Milch ist logischerweise gar nichts mehr dagewesen. Schokopudding an sich ist zwar nie komplett verkehrt: aber es gibt deutlich besseren Schokoaufstrich, es gibt deutlich gesündere Frühstückszutaten und es gibt selbst einiges an Frühstücksutensil was sowohl gesünder als auch leckerer ist. Philadelphie Milka ist eher was für Verzeifelte. Aber das hat Coke Zero ja auch nicht aufgehalten.
Schock auf dem Weg zur morgendlichen Dosis Dinkelfuchs-Brötchen; während ich noch damit beschäftigt bin, den Weg durch die nebelige Berliner Gletscherlandschaft zu verkraften, drückt mir der Bäcker einfach so eine Produktprobe in die Hand. Das passierte noch nie. Also sonst gibt es ab und zu Lebkuchenstückchen, oder Kürbis-Muffin-Teile (lecker!), aber so bunt und in Plastik? Vielleicht hätte ich was anderes sagen sollen als "Öh". Bber bitte, keine Überraschungen vor dem ersten Koffein.
Das Plastik entpuppte sich bei genauerem Hinsehen als Philadelphia-Frischkäse mit Milka und großer "Nur 14 Prozent Fett!" aufschrift; fettarme Nutella für Markenfetischisten, die noch nie von Zucker gehört haben. Den Markt gibt es sicher. Und abenteuerlustig und experimentell wie dieser Haushalt veranlagt ist, gab es 20 Minuten später natürlich auch einen Dinkelfuchs-mit-Philadelphia-mit-Milka-Test:
Wenn man es eh geschenkt bekommt, kann man es essen. Wenn nicht, dann eher nicht. Erinnert an labbrigen Schokopudding, ist also weder sonderlich schokoladig noch gar nussig. Und von Käse oder Milch ist logischerweise gar nichts mehr dagewesen. Schokopudding an sich ist zwar nie komplett verkehrt: aber es gibt deutlich besseren Schokoaufstrich, es gibt deutlich gesündere Frühstückszutaten und es gibt selbst einiges an Frühstücksutensil was sowohl gesünder als auch leckerer ist. Philadelphie Milka ist eher was für Verzeifelte. Aber das hat Coke Zero ja auch nicht aufgehalten.
Das Plastik entpuppte sich bei genauerem Hinsehen als Philadelphia-Frischkäse mit Milka und großer "Nur 14 Prozent Fett!" aufschrift; fettarme Nutella für Markenfetischisten, die noch nie von Zucker gehört haben. Den Markt gibt es sicher. Und abenteuerlustig und experimentell wie dieser Haushalt veranlagt ist, gab es 20 Minuten später natürlich auch einen Dinkelfuchs-mit-Philadelphia-mit-Milka-Test:
Wenn man es eh geschenkt bekommt, kann man es essen. Wenn nicht, dann eher nicht. Erinnert an labbrigen Schokopudding, ist also weder sonderlich schokoladig noch gar nussig. Und von Käse oder Milch ist logischerweise gar nichts mehr dagewesen. Schokopudding an sich ist zwar nie komplett verkehrt: aber es gibt deutlich besseren Schokoaufstrich, es gibt deutlich gesündere Frühstückszutaten und es gibt selbst einiges an Frühstücksutensil was sowohl gesünder als auch leckerer ist. Philadelphie Milka ist eher was für Verzeifelte. Aber das hat Coke Zero ja auch nicht aufgehalten.
Nicht empfehlenswert: Philadelphia-Käse mit Milka
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schokolade
Montag, 6. Dezember 2010
Öhm Zeit.. selbst die Datenkabel sind eigentlich gut bekannt.
... irgendwie scheint Inhalt verloren gegangen zu sein, bei Eurer neusten Wikileaks-Meldung.
Wie auch sonst sollten Terroristen den weltgrößten Chemiekomplex entdecken als durch Wikileaks.. Immer noch selten so ein Missverhältnis zwischen Bohei und Substanz gesehen wie gerade. Dabei liest doch schon jetzt nie jemand die politischen Hintergrundinfos, die es ja zu Hauf unbeachtet gibt. Aber da fehlt dann halt Drama und Verschwörung.
Im Zuge der Veröffentlichung des Schriftwechsels von US-Diplomaten ist eine Liste mit Orten und Einrichtungen in aller Welt ins Netz gelangt, die als wichtig für die nationale Sicherheit der USA erachtet werden. ... Zeitungen wie die britische Times oder The Australian zitierten Sicherheitsexperten, die die Liste ein "Geschenk für die Terroristen" nannten. Das Dokument sei ein Beweis, dass Wikileaks unverantwortlich handele und sich am Rande der Kriminalität bewege ... Laut einer Depeche von 2009 ist beispielsweise das BASF-Stammwerk in Ludwigshafen als "weltgrößter zusammenhängender Chemie-Komplex" von Bedeutung für die nationale Sicherheit der USA.
Wie auch sonst sollten Terroristen den weltgrößten Chemiekomplex entdecken als durch Wikileaks.. Immer noch selten so ein Missverhältnis zwischen Bohei und Substanz gesehen wie gerade. Dabei liest doch schon jetzt nie jemand die politischen Hintergrundinfos, die es ja zu Hauf unbeachtet gibt. Aber da fehlt dann halt Drama und Verschwörung.
... irgendwie scheint Inhalt verloren gegangen zu sein, bei Eurer neusten Wikileaks-Meldung.
Wie auch sonst sollten Terroristen den weltgrößten Chemiekomplex entdecken als durch Wikileaks.. Immer noch selten so ein Missverhältnis zwischen Bohei und Substanz gesehen wie gerade. Dabei liest doch schon jetzt nie jemand die politischen Hintergrundinfos, die es ja zu Hauf unbeachtet gibt. Aber da fehlt dann halt Drama und Verschwörung.
Im Zuge der Veröffentlichung des Schriftwechsels von US-Diplomaten ist eine Liste mit Orten und Einrichtungen in aller Welt ins Netz gelangt, die als wichtig für die nationale Sicherheit der USA erachtet werden. ... Zeitungen wie die britische Times oder The Australian zitierten Sicherheitsexperten, die die Liste ein "Geschenk für die Terroristen" nannten. Das Dokument sei ein Beweis, dass Wikileaks unverantwortlich handele und sich am Rande der Kriminalität bewege ... Laut einer Depeche von 2009 ist beispielsweise das BASF-Stammwerk in Ludwigshafen als "weltgrößter zusammenhängender Chemie-Komplex" von Bedeutung für die nationale Sicherheit der USA.
Wie auch sonst sollten Terroristen den weltgrößten Chemiekomplex entdecken als durch Wikileaks.. Immer noch selten so ein Missverhältnis zwischen Bohei und Substanz gesehen wie gerade. Dabei liest doch schon jetzt nie jemand die politischen Hintergrundinfos, die es ja zu Hauf unbeachtet gibt. Aber da fehlt dann halt Drama und Verschwörung.
Öhm Zeit.. selbst die Datenkabel sind eigentlich gut bekannt.
Wikimedia-Wettbewerbe. Acht Gewinner bei Wissenswert, diverse Verlierer bei Zedler
Und auf dem laufenden zu bleiben. Wikimedia hat gestern Abend (ich hoffe ihr habt einen brauchbaren Überstudenausgleich..) die Nicht-Gewinner des Zedler-Wettbewerbs für mich findbar verlinkt, und vorhin dann die Gewinner des Wissenswert-Wettbewerbs. Um mit den guten Nachrichten anzufangen. Folgende Projekte werden durch Wikimedia Deutschland gefördert:
herzlich:
* WikiStories – Einblicke von Zeitzeugen von Werner Jansen und Ahmet Emre Acar
* Luftbilder für OpenStreetMap von OSM-Stammtisch Dortmund (Marc Gehling, Olaf Kotzte)
* Links to free and open – das Verzeichnis freier Projekte von Jan-Christoph Borchardt
* Motivationsfilm für Creative Commons von Amadeus Wittwer
* WikiQuest – kooperatives Lernen mit freien Inhalten von Andreas Bietenbeck
* Freies Wissen als hörbarer Podcast von Tabitha Hammer
* Barrierefreies Onlineportal für Karten- und Routing-Services von Annette Thurow
* Public Domain Projekt von Carl Fisch und Philippe Perreaux
Und ja, bei den acht Projekten ist nicht eines dabei, das in meiner inneren Auswahl war und genau zwei, die ich immerhin in Erwägung gezogen hatte. Gut, dass ich im Moment keine Zeit zum ranten hab :-) Da freue ich mich lieber darüber, dass Wikimedia den Wettbewerb nächstes Jahr wiederholen möchte, und wir bis dahin hoffentlich viel gutes von den Siegern hören werden. Mindestens ein Juror erlaubt auch einen kleinen Einblick in den Entscheidungsprozess. Philipp Otto zu Wissenswert:
Als Mitglied der Jury freue ich mich besonders, dass es gelungen ist, acht wirklich innovative Projekte zur Förderung freien Wissens auszuwählen. Bei insgesamt 93 Einsendungen war es alles andere als leicht, hier eine Entscheidung zu treffen.
Wesentlich weniger Teilnehmer als bei Wissenswert haben sich an der Zedler-Medaille beteiligt. Die Liste der Teilnehmer steht zwar schon seit einer Woche online, aber ich war in Wikipedia ehrlich gesagt vor allem damit beschäftigt, den Aluhut und die SuicideGirls durch Artikelausbau von den Löschkandidaten zu retten. Schön, dass der Verein mittlerweile redundant genug arbeitet, um auch mir das Auffinden solcher Seiten zu ermöglichen. Hier ist die Liste der Zedler-Teilnehmer. Und ja, ich habe leider den Verdacht, dass die Zahl der Extra-für-Zedler geschriebenen Beiträge bei unter 10 liegt. Andererseits: liebe Wikipedianer, ein Gewinn ist möglich.

Kein Gewinner beim Zedler-Bildwettbewerb: Grüne Energie.
herzlich:
* WikiStories – Einblicke von Zeitzeugen von Werner Jansen und Ahmet Emre Acar
* Luftbilder für OpenStreetMap von OSM-Stammtisch Dortmund (Marc Gehling, Olaf Kotzte)
* Links to free and open – das Verzeichnis freier Projekte von Jan-Christoph Borchardt
* Motivationsfilm für Creative Commons von Amadeus Wittwer
* WikiQuest – kooperatives Lernen mit freien Inhalten von Andreas Bietenbeck
* Freies Wissen als hörbarer Podcast von Tabitha Hammer
* Barrierefreies Onlineportal für Karten- und Routing-Services von Annette Thurow
* Public Domain Projekt von Carl Fisch und Philippe Perreaux
Und ja, bei den acht Projekten ist nicht eines dabei, das in meiner inneren Auswahl war und genau zwei, die ich immerhin in Erwägung gezogen hatte. Gut, dass ich im Moment keine Zeit zum ranten hab :-) Da freue ich mich lieber darüber, dass Wikimedia den Wettbewerb nächstes Jahr wiederholen möchte, und wir bis dahin hoffentlich viel gutes von den Siegern hören werden. Mindestens ein Juror erlaubt auch einen kleinen Einblick in den Entscheidungsprozess. Philipp Otto zu Wissenswert:
Als Mitglied der Jury freue ich mich besonders, dass es gelungen ist, acht wirklich innovative Projekte zur Förderung freien Wissens auszuwählen. Bei insgesamt 93 Einsendungen war es alles andere als leicht, hier eine Entscheidung zu treffen.
Wesentlich weniger Teilnehmer als bei Wissenswert haben sich an der Zedler-Medaille beteiligt. Die Liste der Teilnehmer steht zwar schon seit einer Woche online, aber ich war in Wikipedia ehrlich gesagt vor allem damit beschäftigt, den Aluhut und die SuicideGirls durch Artikelausbau von den Löschkandidaten zu retten. Schön, dass der Verein mittlerweile redundant genug arbeitet, um auch mir das Auffinden solcher Seiten zu ermöglichen. Hier ist die Liste der Zedler-Teilnehmer. Und ja, ich habe leider den Verdacht, dass die Zahl der Extra-für-Zedler geschriebenen Beiträge bei unter 10 liegt. Andererseits: liebe Wikipedianer, ein Gewinn ist möglich.
Kein Gewinner beim Zedler-Bildwettbewerb: Grüne Energie.
Und auf dem laufenden zu bleiben. Wikimedia hat gestern Abend (ich hoffe ihr habt einen brauchbaren Überstudenausgleich..) die Nicht-Gewinner des Zedler-Wettbewerbs für mich findbar verlinkt, und vorhin dann die Gewinner des Wissenswert-Wettbewerbs. Um mit den guten Nachrichten anzufangen. Folgende Projekte werden durch Wikimedia Deutschland gefördert:
herzlich:
* WikiStories – Einblicke von Zeitzeugen von Werner Jansen und Ahmet Emre Acar
* Luftbilder für OpenStreetMap von OSM-Stammtisch Dortmund (Marc Gehling, Olaf Kotzte)
* Links to free and open – das Verzeichnis freier Projekte von Jan-Christoph Borchardt
* Motivationsfilm für Creative Commons von Amadeus Wittwer
* WikiQuest – kooperatives Lernen mit freien Inhalten von Andreas Bietenbeck
* Freies Wissen als hörbarer Podcast von Tabitha Hammer
* Barrierefreies Onlineportal für Karten- und Routing-Services von Annette Thurow
* Public Domain Projekt von Carl Fisch und Philippe Perreaux
Und ja, bei den acht Projekten ist nicht eines dabei, das in meiner inneren Auswahl war und genau zwei, die ich immerhin in Erwägung gezogen hatte. Gut, dass ich im Moment keine Zeit zum ranten hab :-) Da freue ich mich lieber darüber, dass Wikimedia den Wettbewerb nächstes Jahr wiederholen möchte, und wir bis dahin hoffentlich viel gutes von den Siegern hören werden. Mindestens ein Juror erlaubt auch einen kleinen Einblick in den Entscheidungsprozess. Philipp Otto zu Wissenswert:
Als Mitglied der Jury freue ich mich besonders, dass es gelungen ist, acht wirklich innovative Projekte zur Förderung freien Wissens auszuwählen. Bei insgesamt 93 Einsendungen war es alles andere als leicht, hier eine Entscheidung zu treffen.
Wesentlich weniger Teilnehmer als bei Wissenswert haben sich an der Zedler-Medaille beteiligt. Die Liste der Teilnehmer steht zwar schon seit einer Woche online, aber ich war in Wikipedia ehrlich gesagt vor allem damit beschäftigt, den Aluhut und die SuicideGirls durch Artikelausbau von den Löschkandidaten zu retten. Schön, dass der Verein mittlerweile redundant genug arbeitet, um auch mir das Auffinden solcher Seiten zu ermöglichen. Hier ist die Liste der Zedler-Teilnehmer. Und ja, ich habe leider den Verdacht, dass die Zahl der Extra-für-Zedler geschriebenen Beiträge bei unter 10 liegt. Andererseits: liebe Wikipedianer, ein Gewinn ist möglich.

Kein Gewinner beim Zedler-Bildwettbewerb: Grüne Energie.
herzlich:
* WikiStories – Einblicke von Zeitzeugen von Werner Jansen und Ahmet Emre Acar
* Luftbilder für OpenStreetMap von OSM-Stammtisch Dortmund (Marc Gehling, Olaf Kotzte)
* Links to free and open – das Verzeichnis freier Projekte von Jan-Christoph Borchardt
* Motivationsfilm für Creative Commons von Amadeus Wittwer
* WikiQuest – kooperatives Lernen mit freien Inhalten von Andreas Bietenbeck
* Freies Wissen als hörbarer Podcast von Tabitha Hammer
* Barrierefreies Onlineportal für Karten- und Routing-Services von Annette Thurow
* Public Domain Projekt von Carl Fisch und Philippe Perreaux
Und ja, bei den acht Projekten ist nicht eines dabei, das in meiner inneren Auswahl war und genau zwei, die ich immerhin in Erwägung gezogen hatte. Gut, dass ich im Moment keine Zeit zum ranten hab :-) Da freue ich mich lieber darüber, dass Wikimedia den Wettbewerb nächstes Jahr wiederholen möchte, und wir bis dahin hoffentlich viel gutes von den Siegern hören werden. Mindestens ein Juror erlaubt auch einen kleinen Einblick in den Entscheidungsprozess. Philipp Otto zu Wissenswert:
Als Mitglied der Jury freue ich mich besonders, dass es gelungen ist, acht wirklich innovative Projekte zur Förderung freien Wissens auszuwählen. Bei insgesamt 93 Einsendungen war es alles andere als leicht, hier eine Entscheidung zu treffen.
Wesentlich weniger Teilnehmer als bei Wissenswert haben sich an der Zedler-Medaille beteiligt. Die Liste der Teilnehmer steht zwar schon seit einer Woche online, aber ich war in Wikipedia ehrlich gesagt vor allem damit beschäftigt, den Aluhut und die SuicideGirls durch Artikelausbau von den Löschkandidaten zu retten. Schön, dass der Verein mittlerweile redundant genug arbeitet, um auch mir das Auffinden solcher Seiten zu ermöglichen. Hier ist die Liste der Zedler-Teilnehmer. Und ja, ich habe leider den Verdacht, dass die Zahl der Extra-für-Zedler geschriebenen Beiträge bei unter 10 liegt. Andererseits: liebe Wikipedianer, ein Gewinn ist möglich.
Kein Gewinner beim Zedler-Bildwettbewerb: Grüne Energie.
Wikimedia-Wettbewerbe. Acht Gewinner bei Wissenswert, diverse Verlierer bei Zedler
Sonntag, 5. Dezember 2010
Wikimedia-Mitgliederversammlung am 22. Januar; Misstrauensvotum und neue Struktur
Bei Wikimedia Deutschland gab es Knatsch. Anlass war vor ein paar Wochen eine für alle überraschende Gründung einer gemeinnützigen Gmbh (gGmbh), und damit einer Änderung der Vereinsstruktur. Ursache wohl eher das Gefühl vieler Mitglieder, dass Verein sich abkapselt, und versucht auf sechsstelligen Wikipedia-Spendengeldern eine Organisation aufzubauen, die möglichst wenig mit Community und Mitgliedern zu tun hat. Den Knatsch gibt es nun immer mal wieder alle paar Monate, aber diesmal hat ein Mitglied, René Schwarz, tatsächlich begonnen Unterschriften für eine außerordentliche Mitgliedsversammlung und ein Misstrauensvotum zu sammeln.
Gleichzeitig war der Vorstand dieses Jahr deutlich aktiver als in der letzten Amtszeit, um seine Struktur zu ändern und nach diversen Jahren und einigem Ärger mal die Struktur an neue Begebenheiten anzugleichen. Dafür gibt es eine AG Verantwortungsstruktur, deren Geschichte noch komplexer ist als die des Wikimedia e.V. im ganzen. Diese AG hat jetzt auch einen Vorschlag zur Umgestaltung von Wikimedia Deutschland in die Welt gesetzt.
Vorausschauend bei all den dramatischen Veranstaltungen hatte der Vorstand jetzt für den 22. Januar 2011 eine außerordentliche Mitgliederversammlung in Berlin einberufen. Ebenso haben ausreichend Leute den Antrag auf Misstrauensvotum unterschrieben (darunter ich) - immerhin mehr als gemeinhin so zu normalen Mitgliederversammlungen kommen. Weshalb der Wikimedia-Vorstand, jetzt die Satzungsänderungs- und die Misstrauensanträge zu einer Versammlung zusammengezogen hat.
Die neuen Punkte sind:
* Rechenschaft des Vorstandes und Diskussion zu dringenden Vereinsthemen. Wobei diverse Unterpunkte den Antrag ausführen. Vor allem geht es um die gGmbh.
* Misstrauensausspruch gegenüber dem Vorstand, Widerruf der Vorstandsbestellung
Wobei ich natürlich darauf hinweisen möchte, dass die letztendliche Tagesordnung von der Mitgliederversammlung selbst beschlossen wird und geändert werden kann. Nach derzeitigem Stand findet erst eine Grundsatzdiskussion anlässlich der gGmbh und vermutlich dann auch über alles andere ab. Dann wählen die Mitglieder den Vorstand ab oder nicht, und dann wird über die Satzung gesprochen. Eine öffentliche Wiki-Seite zum Thema gibt es auf meta.wikimedia.org: Außerordentliche Mitgliederversammlung.
Zwei Satzungsentwürfe
Bevor ich zu den beiden Satzungsentwürfen komme, muss ich nochmal drei Worte zur Vorgeschichte loswerden. Seit der Mitgliedsversammlung 2009 gab es eine "AG Verantwortungsstruktur", die eben jene Verantwortungsstruktur von Wikimedia überprüfen und gegenbenenfalls reformieren sollte.
Während die AG 2009/2010 weitgehend folgenlos verpuffte, hat sie 2010/2011 auch eher gepufft, wenn auch eher laut. Neben diversen anderen Vertretern (Mitglieder des Vorstands, Geschäftsführer Wikimedia, Kassenprüfer, Volljurist als solcher) saßen da auch zwei Vertreter der Mitglieder in der AG.
Im Zuge der gGmbh-Diskussion ist die erste, Martina Nolte, gegangen, weil die AG zwar fleißig diskutierte, der Vorstand aber die tatsächlichen Änderungen - in diesem Fall die gGmbh - komplett an der AG vorbeischleuste. Der zweite Mitgliedervertreterm Olaf Simons, ist nun ebenfalls sehr unzufrieden mit der AG-Arbeit "In dieser AG wurde nicht wirklich gearbeitet. Herr Brexl [der Anwalt in der AG - d.f.] schuf Modell und Satzung in einem eigenen Prozess" und mehr als unzufrieden mit dem neuen Entwurf, und dabei einen eigenen Vorschlag vorzulegen.
Folglich gibt es für die MV zwei Satzungsvorschläge, Einen mehr oder weniger offiziellen der "AG Verantwortungsstruktur" (liegt auch auf dem Meta-Wiki.) Nach der AG Verantwortungsstruktur ist ihres ein Vorschlag,
Der letzte Mitgliedervertreter in der AG, Olaf Simons, allerdings fasst ihn zusammen:
Der Vorschlag von Olaf Simons kursiert schon länger, und er hat ihn in den letzten Wochen an etwa 20 Mitglieder zum kommentieren gegeben. (darunter auch an mich, wobei ich nicht wirklich zum kommentieren gekommen bin) Der Gegendentwurf von Olaf Simons ist eigenen Aussagen nach noch in einer Endüberarbeitung mit einigen Mitgliedern (nicht mit mir diesmal), liegt deshalb noch gar nicht öffentlich vor; soll aber die nächsten Tage öffentlich werden. Antragsschluss zur Mitgliederversammlung ist der 27. Dezember; bis dahin sollte es beide auf jeden Fall geben.
Während die öffentlich diskutierenden Mitglieder sich bisher fragen, wer denn Vorstand werden soll, wenn das Misstrauensvotum durchkommt, scheint die Satzung vor allem was für die interne Diskussion im Mitgliederforum. Die gGmbh spielt soweit ich das sehe, in der aktiven Diskussion gar keine Rolle mehr.
Um die Sache noch weiter zu verwirren: Am 13. Dezember veranstaltet Wikimedia Deutschland ein "Forum" in Berlin, am 14. Dezember eines in Köln, keine Ahnung ob die Information für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Möglicherweise gibt es noch weitere Foren in anderen Städten. Offizieller Zweck "damit wir uns besser kennenlernen". Wobei ich ja schon skeptisch bin, ob noch eine Verantstaltung "unter dem Radar" jetzt jemand hilft, und dass die auch noch so heißt wie die Online-Diskussionsgruppe ist nun wirklich sehr ungeschickt. Alle Wikim/pedianer, die nicht grad zum Vereinsvorstand gehören und mit denen ich kommuniziert hab, sind auf jeden Fall eher verwirrt und tendenziell sauer, warum das auch noch in die Adventszeit gequetscht wird. Wobei der grad der Verwirrung zu oder abnimmt je nachdem wie gut die persönlichen Kontakte zu Verein sind. Zur Einberufung an sich bemerkte jemand mir gegenüber, dass das ja eine wirklich durchsichtige Form des Wahlkampfs ist.
Zwei Nachträge, im Text geändert:
(1) Das Wikipedia-Forum (also das online) verwirrt mich immer wieder erfolgreich damit, was öffentlich ist und was nicht. Der Satzungsentwurf ist öffentlich, im Text geändert.
(2) Und natürlich sind nicht alle hunderte Wikim/pedianer sauer über die Forums-Veranstaltung, sondern nur diejenigen, mit denen ich in den letzten Tagen drüber kommuniziert hab oder diejenigen, die sich dazu geäußert haben.
Noch einer:
(3) Der AG-Satzungsentwurf ist mittlerweile auch ohne Anmeldung einsehbar. Link im Text geändert. Wer nicht scrollen mag: AG-Entwurf.
Gleichzeitig war der Vorstand dieses Jahr deutlich aktiver als in der letzten Amtszeit, um seine Struktur zu ändern und nach diversen Jahren und einigem Ärger mal die Struktur an neue Begebenheiten anzugleichen. Dafür gibt es eine AG Verantwortungsstruktur, deren Geschichte noch komplexer ist als die des Wikimedia e.V. im ganzen. Diese AG hat jetzt auch einen Vorschlag zur Umgestaltung von Wikimedia Deutschland in die Welt gesetzt.
Vorausschauend bei all den dramatischen Veranstaltungen hatte der Vorstand jetzt für den 22. Januar 2011 eine außerordentliche Mitgliederversammlung in Berlin einberufen. Ebenso haben ausreichend Leute den Antrag auf Misstrauensvotum unterschrieben (darunter ich) - immerhin mehr als gemeinhin so zu normalen Mitgliederversammlungen kommen. Weshalb der Wikimedia-Vorstand, jetzt die Satzungsänderungs- und die Misstrauensanträge zu einer Versammlung zusammengezogen hat.
Die neuen Punkte sind:
* Rechenschaft des Vorstandes und Diskussion zu dringenden Vereinsthemen. Wobei diverse Unterpunkte den Antrag ausführen. Vor allem geht es um die gGmbh.
* Misstrauensausspruch gegenüber dem Vorstand, Widerruf der Vorstandsbestellung
Wobei ich natürlich darauf hinweisen möchte, dass die letztendliche Tagesordnung von der Mitgliederversammlung selbst beschlossen wird und geändert werden kann. Nach derzeitigem Stand findet erst eine Grundsatzdiskussion anlässlich der gGmbh und vermutlich dann auch über alles andere ab. Dann wählen die Mitglieder den Vorstand ab oder nicht, und dann wird über die Satzung gesprochen. Eine öffentliche Wiki-Seite zum Thema gibt es auf meta.wikimedia.org: Außerordentliche Mitgliederversammlung.
Zwei Satzungsentwürfe
Bevor ich zu den beiden Satzungsentwürfen komme, muss ich nochmal drei Worte zur Vorgeschichte loswerden. Seit der Mitgliedsversammlung 2009 gab es eine "AG Verantwortungsstruktur", die eben jene Verantwortungsstruktur von Wikimedia überprüfen und gegenbenenfalls reformieren sollte.
Während die AG 2009/2010 weitgehend folgenlos verpuffte, hat sie 2010/2011 auch eher gepufft, wenn auch eher laut. Neben diversen anderen Vertretern (Mitglieder des Vorstands, Geschäftsführer Wikimedia, Kassenprüfer, Volljurist als solcher) saßen da auch zwei Vertreter der Mitglieder in der AG.
Im Zuge der gGmbh-Diskussion ist die erste, Martina Nolte, gegangen, weil die AG zwar fleißig diskutierte, der Vorstand aber die tatsächlichen Änderungen - in diesem Fall die gGmbh - komplett an der AG vorbeischleuste. Der zweite Mitgliedervertreterm Olaf Simons, ist nun ebenfalls sehr unzufrieden mit der AG-Arbeit "In dieser AG wurde nicht wirklich gearbeitet. Herr Brexl [der Anwalt in der AG - d.f.] schuf Modell und Satzung in einem eigenen Prozess" und mehr als unzufrieden mit dem neuen Entwurf, und dabei einen eigenen Vorschlag vorzulegen.
Folglich gibt es für die MV zwei Satzungsvorschläge, Einen mehr oder weniger offiziellen der "AG Verantwortungsstruktur" (liegt auch auf dem Meta-Wiki.) Nach der AG Verantwortungsstruktur ist ihres ein Vorschlag,
der mit hauptamtlichem Vorstand als geschäftsführendem Organ und ehrenamtlichem Präsidium als Aufsichtsorgan eine Strukur schafft, in der Handlung und Verantwortung in einer Hand liegen und zukünftigen Entwicklungen des Vereins mit ausreichender Flexibilität begegnet wird.
Der letzte Mitgliedervertreter in der AG, Olaf Simons, allerdings fasst ihn zusammen:
[..] der aktuelle Entwurf des Vorstands ist eine weitgehende Entmachtung der Community. Die vielen Wahlen schafft man sich vom Hals, von nun an soll auf längere Zeit Ruhe sein. Die Projekte verlagert man unter den Geschäftführer, der nicht gewählt werden muss. Die Community-Mitbestimmung soll vor allem über den Finanzplan laufen (der bislang bereits die Kassenprüfer gewaltig überforderte).
Der Vorschlag von Olaf Simons kursiert schon länger, und er hat ihn in den letzten Wochen an etwa 20 Mitglieder zum kommentieren gegeben. (darunter auch an mich, wobei ich nicht wirklich zum kommentieren gekommen bin) Der Gegendentwurf von Olaf Simons ist eigenen Aussagen nach noch in einer Endüberarbeitung mit einigen Mitgliedern (nicht mit mir diesmal), liegt deshalb noch gar nicht öffentlich vor; soll aber die nächsten Tage öffentlich werden. Antragsschluss zur Mitgliederversammlung ist der 27. Dezember; bis dahin sollte es beide auf jeden Fall geben.
Während die öffentlich diskutierenden Mitglieder sich bisher fragen, wer denn Vorstand werden soll, wenn das Misstrauensvotum durchkommt, scheint die Satzung vor allem was für die interne Diskussion im Mitgliederforum. Die gGmbh spielt soweit ich das sehe, in der aktiven Diskussion gar keine Rolle mehr.
Um die Sache noch weiter zu verwirren: Am 13. Dezember veranstaltet Wikimedia Deutschland ein "Forum" in Berlin, am 14. Dezember eines in Köln, keine Ahnung ob die Information für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Möglicherweise gibt es noch weitere Foren in anderen Städten. Offizieller Zweck "damit wir uns besser kennenlernen". Wobei ich ja schon skeptisch bin, ob noch eine Verantstaltung "unter dem Radar" jetzt jemand hilft, und dass die auch noch so heißt wie die Online-Diskussionsgruppe ist nun wirklich sehr ungeschickt. Alle Wikim/pedianer, die nicht grad zum Vereinsvorstand gehören und mit denen ich kommuniziert hab, sind auf jeden Fall eher verwirrt und tendenziell sauer, warum das auch noch in die Adventszeit gequetscht wird. Wobei der grad der Verwirrung zu oder abnimmt je nachdem wie gut die persönlichen Kontakte zu Verein sind. Zur Einberufung an sich bemerkte jemand mir gegenüber, dass das ja eine wirklich durchsichtige Form des Wahlkampfs ist.
Zwei Nachträge, im Text geändert:
(1) Das Wikipedia-Forum (also das online) verwirrt mich immer wieder erfolgreich damit, was öffentlich ist und was nicht. Der Satzungsentwurf ist öffentlich, im Text geändert.
(2) Und natürlich sind nicht alle hunderte Wikim/pedianer sauer über die Forums-Veranstaltung, sondern nur diejenigen, mit denen ich in den letzten Tagen drüber kommuniziert hab oder diejenigen, die sich dazu geäußert haben.
Noch einer:
(3) Der AG-Satzungsentwurf ist mittlerweile auch ohne Anmeldung einsehbar. Link im Text geändert. Wer nicht scrollen mag: AG-Entwurf.
Bei Wikimedia Deutschland gab es Knatsch. Anlass war vor ein paar Wochen eine für alle überraschende Gründung einer gemeinnützigen Gmbh (gGmbh), und damit einer Änderung der Vereinsstruktur. Ursache wohl eher das Gefühl vieler Mitglieder, dass Verein sich abkapselt, und versucht auf sechsstelligen Wikipedia-Spendengeldern eine Organisation aufzubauen, die möglichst wenig mit Community und Mitgliedern zu tun hat. Den Knatsch gibt es nun immer mal wieder alle paar Monate, aber diesmal hat ein Mitglied, René Schwarz, tatsächlich begonnen Unterschriften für eine außerordentliche Mitgliedsversammlung und ein Misstrauensvotum zu sammeln.
Gleichzeitig war der Vorstand dieses Jahr deutlich aktiver als in der letzten Amtszeit, um seine Struktur zu ändern und nach diversen Jahren und einigem Ärger mal die Struktur an neue Begebenheiten anzugleichen. Dafür gibt es eine AG Verantwortungsstruktur, deren Geschichte noch komplexer ist als die des Wikimedia e.V. im ganzen. Diese AG hat jetzt auch einen Vorschlag zur Umgestaltung von Wikimedia Deutschland in die Welt gesetzt.
Vorausschauend bei all den dramatischen Veranstaltungen hatte der Vorstand jetzt für den 22. Januar 2011 eine außerordentliche Mitgliederversammlung in Berlin einberufen. Ebenso haben ausreichend Leute den Antrag auf Misstrauensvotum unterschrieben (darunter ich) - immerhin mehr als gemeinhin so zu normalen Mitgliederversammlungen kommen. Weshalb der Wikimedia-Vorstand, jetzt die Satzungsänderungs- und die Misstrauensanträge zu einer Versammlung zusammengezogen hat.
Die neuen Punkte sind:
* Rechenschaft des Vorstandes und Diskussion zu dringenden Vereinsthemen. Wobei diverse Unterpunkte den Antrag ausführen. Vor allem geht es um die gGmbh.
* Misstrauensausspruch gegenüber dem Vorstand, Widerruf der Vorstandsbestellung
Wobei ich natürlich darauf hinweisen möchte, dass die letztendliche Tagesordnung von der Mitgliederversammlung selbst beschlossen wird und geändert werden kann. Nach derzeitigem Stand findet erst eine Grundsatzdiskussion anlässlich der gGmbh und vermutlich dann auch über alles andere ab. Dann wählen die Mitglieder den Vorstand ab oder nicht, und dann wird über die Satzung gesprochen. Eine öffentliche Wiki-Seite zum Thema gibt es auf meta.wikimedia.org: Außerordentliche Mitgliederversammlung.
Zwei Satzungsentwürfe
Bevor ich zu den beiden Satzungsentwürfen komme, muss ich nochmal drei Worte zur Vorgeschichte loswerden. Seit der Mitgliedsversammlung 2009 gab es eine "AG Verantwortungsstruktur", die eben jene Verantwortungsstruktur von Wikimedia überprüfen und gegenbenenfalls reformieren sollte.
Während die AG 2009/2010 weitgehend folgenlos verpuffte, hat sie 2010/2011 auch eher gepufft, wenn auch eher laut. Neben diversen anderen Vertretern (Mitglieder des Vorstands, Geschäftsführer Wikimedia, Kassenprüfer, Volljurist als solcher) saßen da auch zwei Vertreter der Mitglieder in der AG.
Im Zuge der gGmbh-Diskussion ist die erste, Martina Nolte, gegangen, weil die AG zwar fleißig diskutierte, der Vorstand aber die tatsächlichen Änderungen - in diesem Fall die gGmbh - komplett an der AG vorbeischleuste. Der zweite Mitgliedervertreterm Olaf Simons, ist nun ebenfalls sehr unzufrieden mit der AG-Arbeit "In dieser AG wurde nicht wirklich gearbeitet. Herr Brexl [der Anwalt in der AG - d.f.] schuf Modell und Satzung in einem eigenen Prozess" und mehr als unzufrieden mit dem neuen Entwurf, und dabei einen eigenen Vorschlag vorzulegen.
Folglich gibt es für die MV zwei Satzungsvorschläge, Einen mehr oder weniger offiziellen der "AG Verantwortungsstruktur" (liegt auch auf dem Meta-Wiki.) Nach der AG Verantwortungsstruktur ist ihres ein Vorschlag,
Der letzte Mitgliedervertreter in der AG, Olaf Simons, allerdings fasst ihn zusammen:
Der Vorschlag von Olaf Simons kursiert schon länger, und er hat ihn in den letzten Wochen an etwa 20 Mitglieder zum kommentieren gegeben. (darunter auch an mich, wobei ich nicht wirklich zum kommentieren gekommen bin) Der Gegendentwurf von Olaf Simons ist eigenen Aussagen nach noch in einer Endüberarbeitung mit einigen Mitgliedern (nicht mit mir diesmal), liegt deshalb noch gar nicht öffentlich vor; soll aber die nächsten Tage öffentlich werden. Antragsschluss zur Mitgliederversammlung ist der 27. Dezember; bis dahin sollte es beide auf jeden Fall geben.
Während die öffentlich diskutierenden Mitglieder sich bisher fragen, wer denn Vorstand werden soll, wenn das Misstrauensvotum durchkommt, scheint die Satzung vor allem was für die interne Diskussion im Mitgliederforum. Die gGmbh spielt soweit ich das sehe, in der aktiven Diskussion gar keine Rolle mehr.
Um die Sache noch weiter zu verwirren: Am 13. Dezember veranstaltet Wikimedia Deutschland ein "Forum" in Berlin, am 14. Dezember eines in Köln, keine Ahnung ob die Information für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Möglicherweise gibt es noch weitere Foren in anderen Städten. Offizieller Zweck "damit wir uns besser kennenlernen". Wobei ich ja schon skeptisch bin, ob noch eine Verantstaltung "unter dem Radar" jetzt jemand hilft, und dass die auch noch so heißt wie die Online-Diskussionsgruppe ist nun wirklich sehr ungeschickt. Alle Wikim/pedianer, die nicht grad zum Vereinsvorstand gehören und mit denen ich kommuniziert hab, sind auf jeden Fall eher verwirrt und tendenziell sauer, warum das auch noch in die Adventszeit gequetscht wird. Wobei der grad der Verwirrung zu oder abnimmt je nachdem wie gut die persönlichen Kontakte zu Verein sind. Zur Einberufung an sich bemerkte jemand mir gegenüber, dass das ja eine wirklich durchsichtige Form des Wahlkampfs ist.
Zwei Nachträge, im Text geändert:
(1) Das Wikipedia-Forum (also das online) verwirrt mich immer wieder erfolgreich damit, was öffentlich ist und was nicht. Der Satzungsentwurf ist öffentlich, im Text geändert.
(2) Und natürlich sind nicht alle hunderte Wikim/pedianer sauer über die Forums-Veranstaltung, sondern nur diejenigen, mit denen ich in den letzten Tagen drüber kommuniziert hab oder diejenigen, die sich dazu geäußert haben.
Noch einer:
(3) Der AG-Satzungsentwurf ist mittlerweile auch ohne Anmeldung einsehbar. Link im Text geändert. Wer nicht scrollen mag: AG-Entwurf.
Gleichzeitig war der Vorstand dieses Jahr deutlich aktiver als in der letzten Amtszeit, um seine Struktur zu ändern und nach diversen Jahren und einigem Ärger mal die Struktur an neue Begebenheiten anzugleichen. Dafür gibt es eine AG Verantwortungsstruktur, deren Geschichte noch komplexer ist als die des Wikimedia e.V. im ganzen. Diese AG hat jetzt auch einen Vorschlag zur Umgestaltung von Wikimedia Deutschland in die Welt gesetzt.
Vorausschauend bei all den dramatischen Veranstaltungen hatte der Vorstand jetzt für den 22. Januar 2011 eine außerordentliche Mitgliederversammlung in Berlin einberufen. Ebenso haben ausreichend Leute den Antrag auf Misstrauensvotum unterschrieben (darunter ich) - immerhin mehr als gemeinhin so zu normalen Mitgliederversammlungen kommen. Weshalb der Wikimedia-Vorstand, jetzt die Satzungsänderungs- und die Misstrauensanträge zu einer Versammlung zusammengezogen hat.
Die neuen Punkte sind:
* Rechenschaft des Vorstandes und Diskussion zu dringenden Vereinsthemen. Wobei diverse Unterpunkte den Antrag ausführen. Vor allem geht es um die gGmbh.
* Misstrauensausspruch gegenüber dem Vorstand, Widerruf der Vorstandsbestellung
Wobei ich natürlich darauf hinweisen möchte, dass die letztendliche Tagesordnung von der Mitgliederversammlung selbst beschlossen wird und geändert werden kann. Nach derzeitigem Stand findet erst eine Grundsatzdiskussion anlässlich der gGmbh und vermutlich dann auch über alles andere ab. Dann wählen die Mitglieder den Vorstand ab oder nicht, und dann wird über die Satzung gesprochen. Eine öffentliche Wiki-Seite zum Thema gibt es auf meta.wikimedia.org: Außerordentliche Mitgliederversammlung.
Zwei Satzungsentwürfe
Bevor ich zu den beiden Satzungsentwürfen komme, muss ich nochmal drei Worte zur Vorgeschichte loswerden. Seit der Mitgliedsversammlung 2009 gab es eine "AG Verantwortungsstruktur", die eben jene Verantwortungsstruktur von Wikimedia überprüfen und gegenbenenfalls reformieren sollte.
Während die AG 2009/2010 weitgehend folgenlos verpuffte, hat sie 2010/2011 auch eher gepufft, wenn auch eher laut. Neben diversen anderen Vertretern (Mitglieder des Vorstands, Geschäftsführer Wikimedia, Kassenprüfer, Volljurist als solcher) saßen da auch zwei Vertreter der Mitglieder in der AG.
Im Zuge der gGmbh-Diskussion ist die erste, Martina Nolte, gegangen, weil die AG zwar fleißig diskutierte, der Vorstand aber die tatsächlichen Änderungen - in diesem Fall die gGmbh - komplett an der AG vorbeischleuste. Der zweite Mitgliedervertreterm Olaf Simons, ist nun ebenfalls sehr unzufrieden mit der AG-Arbeit "In dieser AG wurde nicht wirklich gearbeitet. Herr Brexl [der Anwalt in der AG - d.f.] schuf Modell und Satzung in einem eigenen Prozess" und mehr als unzufrieden mit dem neuen Entwurf, und dabei einen eigenen Vorschlag vorzulegen.
Folglich gibt es für die MV zwei Satzungsvorschläge, Einen mehr oder weniger offiziellen der "AG Verantwortungsstruktur" (liegt auch auf dem Meta-Wiki.) Nach der AG Verantwortungsstruktur ist ihres ein Vorschlag,
der mit hauptamtlichem Vorstand als geschäftsführendem Organ und ehrenamtlichem Präsidium als Aufsichtsorgan eine Strukur schafft, in der Handlung und Verantwortung in einer Hand liegen und zukünftigen Entwicklungen des Vereins mit ausreichender Flexibilität begegnet wird.
Der letzte Mitgliedervertreter in der AG, Olaf Simons, allerdings fasst ihn zusammen:
[..] der aktuelle Entwurf des Vorstands ist eine weitgehende Entmachtung der Community. Die vielen Wahlen schafft man sich vom Hals, von nun an soll auf längere Zeit Ruhe sein. Die Projekte verlagert man unter den Geschäftführer, der nicht gewählt werden muss. Die Community-Mitbestimmung soll vor allem über den Finanzplan laufen (der bislang bereits die Kassenprüfer gewaltig überforderte).
Der Vorschlag von Olaf Simons kursiert schon länger, und er hat ihn in den letzten Wochen an etwa 20 Mitglieder zum kommentieren gegeben. (darunter auch an mich, wobei ich nicht wirklich zum kommentieren gekommen bin) Der Gegendentwurf von Olaf Simons ist eigenen Aussagen nach noch in einer Endüberarbeitung mit einigen Mitgliedern (nicht mit mir diesmal), liegt deshalb noch gar nicht öffentlich vor; soll aber die nächsten Tage öffentlich werden. Antragsschluss zur Mitgliederversammlung ist der 27. Dezember; bis dahin sollte es beide auf jeden Fall geben.
Während die öffentlich diskutierenden Mitglieder sich bisher fragen, wer denn Vorstand werden soll, wenn das Misstrauensvotum durchkommt, scheint die Satzung vor allem was für die interne Diskussion im Mitgliederforum. Die gGmbh spielt soweit ich das sehe, in der aktiven Diskussion gar keine Rolle mehr.
Um die Sache noch weiter zu verwirren: Am 13. Dezember veranstaltet Wikimedia Deutschland ein "Forum" in Berlin, am 14. Dezember eines in Köln, keine Ahnung ob die Information für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Möglicherweise gibt es noch weitere Foren in anderen Städten. Offizieller Zweck "damit wir uns besser kennenlernen". Wobei ich ja schon skeptisch bin, ob noch eine Verantstaltung "unter dem Radar" jetzt jemand hilft, und dass die auch noch so heißt wie die Online-Diskussionsgruppe ist nun wirklich sehr ungeschickt. Alle Wikim/pedianer, die nicht grad zum Vereinsvorstand gehören und mit denen ich kommuniziert hab, sind auf jeden Fall eher verwirrt und tendenziell sauer, warum das auch noch in die Adventszeit gequetscht wird. Wobei der grad der Verwirrung zu oder abnimmt je nachdem wie gut die persönlichen Kontakte zu Verein sind. Zur Einberufung an sich bemerkte jemand mir gegenüber, dass das ja eine wirklich durchsichtige Form des Wahlkampfs ist.
Zwei Nachträge, im Text geändert:
(1) Das Wikipedia-Forum (also das online) verwirrt mich immer wieder erfolgreich damit, was öffentlich ist und was nicht. Der Satzungsentwurf ist öffentlich, im Text geändert.
(2) Und natürlich sind nicht alle hunderte Wikim/pedianer sauer über die Forums-Veranstaltung, sondern nur diejenigen, mit denen ich in den letzten Tagen drüber kommuniziert hab oder diejenigen, die sich dazu geäußert haben.
Noch einer:
(3) Der AG-Satzungsentwurf ist mittlerweile auch ohne Anmeldung einsehbar. Link im Text geändert. Wer nicht scrollen mag: AG-Entwurf.
Wikimedia-Mitgliederversammlung am 22. Januar; Misstrauensvotum und neue Struktur
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Offene Tabs wegbloggen 20101205
Öhm, 298 sagt der Browser.. Vielleicht werde ich hier ja ein paar los.
kim jong-il looking at things.
Am I supposed to be impressed? My smoothie comes with gps.
Okay, ich bin nicht im Trainingszustand dafür, aber es reizte mich ja: The Steepest Road On Earth Takes No Prisoners
Boing Boing: KKK Snowman. Okay, dafür bräuchte ich einen nicht-einsehbaren Hinterhof. Aber als alter Skeletor-Fan: irgendwie finde ich den cool.
Journalismus in Leipzig hab ich auch mal drei Wochen studiert. Scheint eine gute Idee gewesen zu sein, es zu wechseln. Professor verklagt Student wegen Urheberrecht. Zitat: Ich habe keine Lust, meine Zeit mit irgendwelchen Studenten zu vertändeln. (bei Netzpolitik)
Auch eine nette Idee. Public-Domain-Spende wenn man erstmal tot ist. Löst nicht alle Probleme, aber doch so einige. Und leider nur für die USA: Public domain or copyrighted? Here’s how to tell.
Warum eine e-Mail kündigen: Slate: In fact, I wouldn't be writing this today if Hotmail had stuck to being Hotmail. But no, these days it wants to stand between me and the entire Web, monitoring my every step. When I sign on to collect Hotmail, it immediately starts hectoring me to connect my account to Facebook, MySpace, and LinkedIn. It implores me to "Share something new" with people in my network.
Warum sind Google Maps so gut lesbar. 41 Latitude: Google Maps & Label Readability
Weitere Geschenke gesucht. Sunday Book Review. The 10 Best Books of 2010.
Enquete Urheberrecht. Zusammenfassung bei der Zeit. Links zu den einzelnen Stellungnahmen bei Netzpolitik.
Und zu Wikileaks gibt es natürlich auch einiges. Wanted: For peddling pornography of naked emperors. Textlich angefangen mit einem Torsten-Kleinz-Rant: Überfordert von Transparenz? Zu den Inhalten, noch von letzter Woche, für den Überblick. Foreign Policy: 10 Conversations That Just Got a Little More Awkward
Mir gehts ja eher so, dass mein Bild der USA steigt. Dass die nicht alles sauber ist, war ja nun vorher bekannt, aber die inhaltliche und literarische Qualität der Depeschen hat mich dann doch überrascht. Mein Respekt steigt. Und nicht nur meiner, EU Observer: EU officials envy quality of US diplomatic cables, Foreign Policy: U.S. Diplomats Aren't Stupid After All
Fußball in Katar.
kim jong-il looking at things.
Am I supposed to be impressed? My smoothie comes with gps.
Okay, ich bin nicht im Trainingszustand dafür, aber es reizte mich ja: The Steepest Road On Earth Takes No Prisoners
Boing Boing: KKK Snowman. Okay, dafür bräuchte ich einen nicht-einsehbaren Hinterhof. Aber als alter Skeletor-Fan: irgendwie finde ich den cool.
Journalismus in Leipzig hab ich auch mal drei Wochen studiert. Scheint eine gute Idee gewesen zu sein, es zu wechseln. Professor verklagt Student wegen Urheberrecht. Zitat: Ich habe keine Lust, meine Zeit mit irgendwelchen Studenten zu vertändeln. (bei Netzpolitik)
Auch eine nette Idee. Public-Domain-Spende wenn man erstmal tot ist. Löst nicht alle Probleme, aber doch so einige. Und leider nur für die USA: Public domain or copyrighted? Here’s how to tell.
Warum eine e-Mail kündigen: Slate: In fact, I wouldn't be writing this today if Hotmail had stuck to being Hotmail. But no, these days it wants to stand between me and the entire Web, monitoring my every step. When I sign on to collect Hotmail, it immediately starts hectoring me to connect my account to Facebook, MySpace, and LinkedIn. It implores me to "Share something new" with people in my network.
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Enquete Urheberrecht. Zusammenfassung bei der Zeit. Links zu den einzelnen Stellungnahmen bei Netzpolitik.
Und zu Wikileaks gibt es natürlich auch einiges. Wanted: For peddling pornography of naked emperors. Textlich angefangen mit einem Torsten-Kleinz-Rant: Überfordert von Transparenz? Zu den Inhalten, noch von letzter Woche, für den Überblick. Foreign Policy: 10 Conversations That Just Got a Little More Awkward
Mir gehts ja eher so, dass mein Bild der USA steigt. Dass die nicht alles sauber ist, war ja nun vorher bekannt, aber die inhaltliche und literarische Qualität der Depeschen hat mich dann doch überrascht. Mein Respekt steigt. Und nicht nur meiner, EU Observer: EU officials envy quality of US diplomatic cables, Foreign Policy: U.S. Diplomats Aren't Stupid After All
Fußball in Katar.
Öhm, 298 sagt der Browser.. Vielleicht werde ich hier ja ein paar los.
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Okay, ich bin nicht im Trainingszustand dafür, aber es reizte mich ja: The Steepest Road On Earth Takes No Prisoners
Boing Boing: KKK Snowman. Okay, dafür bräuchte ich einen nicht-einsehbaren Hinterhof. Aber als alter Skeletor-Fan: irgendwie finde ich den cool.
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Warum eine e-Mail kündigen: Slate: In fact, I wouldn't be writing this today if Hotmail had stuck to being Hotmail. But no, these days it wants to stand between me and the entire Web, monitoring my every step. When I sign on to collect Hotmail, it immediately starts hectoring me to connect my account to Facebook, MySpace, and LinkedIn. It implores me to "Share something new" with people in my network.
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Boing Boing: KKK Snowman. Okay, dafür bräuchte ich einen nicht-einsehbaren Hinterhof. Aber als alter Skeletor-Fan: irgendwie finde ich den cool.
Journalismus in Leipzig hab ich auch mal drei Wochen studiert. Scheint eine gute Idee gewesen zu sein, es zu wechseln. Professor verklagt Student wegen Urheberrecht. Zitat: Ich habe keine Lust, meine Zeit mit irgendwelchen Studenten zu vertändeln. (bei Netzpolitik)
Auch eine nette Idee. Public-Domain-Spende wenn man erstmal tot ist. Löst nicht alle Probleme, aber doch so einige. Und leider nur für die USA: Public domain or copyrighted? Here’s how to tell.
Warum eine e-Mail kündigen: Slate: In fact, I wouldn't be writing this today if Hotmail had stuck to being Hotmail. But no, these days it wants to stand between me and the entire Web, monitoring my every step. When I sign on to collect Hotmail, it immediately starts hectoring me to connect my account to Facebook, MySpace, and LinkedIn. It implores me to "Share something new" with people in my network.
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Kachingle/Flattr-Bias
Hm, da mal wieder die Abrechnungen eintrudeln. Zumindest bei mir hat Kachingle/Flattr den Nachteil, dass nur Seiten Geld bekommen, die ich Anfang des Monats besuche. Danach loggt sich das ganze aus, ich bin zu faul wieder einzuloggen, und niemand weiss mehr, dass ich da bin. Bis Anfang des Monats die Erinnerung kommt..
Hm, da mal wieder die Abrechnungen eintrudeln. Zumindest bei mir hat Kachingle/Flattr den Nachteil, dass nur Seiten Geld bekommen, die ich Anfang des Monats besuche. Danach loggt sich das ganze aus, ich bin zu faul wieder einzuloggen, und niemand weiss mehr, dass ich da bin. Bis Anfang des Monats die Erinnerung kommt..
Kachingle/Flattr-Bias
Wikipedia verlinkt 20101205
Robert Basic ist auch mal auf den Löschkandidaten aufgeschlagen. Ausführliche aber seltsame Mischung aus viel berechtigter Kritik und seltsamer Verschwörungstheorierhetorik: soziale Empathie auf Wikipedia: Löschen und Labern
SEOs, warum Wikipedia langfristig den Top-Google-Sport verlieren wird. Kurzzusammenfassung: die Artikel werden immer besser aber immer schwerer lesbar, was für weniger Leser sorgt. Würde ich leider unterschreiben. Das “Problem” Wikipedia aus Seo-Sicht
Erik Möller of Wikimedia Foundation gibt einen Überblick darüber, was der Stand beim potenziellen Wiki-Daten-Verzeichnis ist. Re: [Commons-l] Wikidata Daniel Kinzler of Wikimedia Deutschland hat dazu auch was zu sagen. Versioning Structured Data
Wikipedia und Daten. Wie Wikipedia-Begriffsklärungsseiten der Forschung helfen. O'Reilly: Strata Gems: Use Wikipedia as training data
Wikipedia-Deutschland sucht Buch-Autoren. Wobei das Kleingedruckte abtörnend wirkt.
Und was macht Wikimedia Deutschland sonst so.
SEOs, warum Wikipedia langfristig den Top-Google-Sport verlieren wird. Kurzzusammenfassung: die Artikel werden immer besser aber immer schwerer lesbar, was für weniger Leser sorgt. Würde ich leider unterschreiben. Das “Problem” Wikipedia aus Seo-Sicht
Erik Möller of Wikimedia Foundation gibt einen Überblick darüber, was der Stand beim potenziellen Wiki-Daten-Verzeichnis ist. Re: [Commons-l] Wikidata Daniel Kinzler of Wikimedia Deutschland hat dazu auch was zu sagen. Versioning Structured Data
Wikipedia und Daten. Wie Wikipedia-Begriffsklärungsseiten der Forschung helfen. O'Reilly: Strata Gems: Use Wikipedia as training data
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Und was macht Wikimedia Deutschland sonst so.
Robert Basic ist auch mal auf den Löschkandidaten aufgeschlagen. Ausführliche aber seltsame Mischung aus viel berechtigter Kritik und seltsamer Verschwörungstheorierhetorik: soziale Empathie auf Wikipedia: Löschen und Labern
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Erik Möller of Wikimedia Foundation gibt einen Überblick darüber, was der Stand beim potenziellen Wiki-Daten-Verzeichnis ist. Re: [Commons-l] Wikidata Daniel Kinzler of Wikimedia Deutschland hat dazu auch was zu sagen. Versioning Structured Data
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Und was macht Wikimedia Deutschland sonst so.
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Erik Möller of Wikimedia Foundation gibt einen Überblick darüber, was der Stand beim potenziellen Wiki-Daten-Verzeichnis ist. Re: [Commons-l] Wikidata Daniel Kinzler of Wikimedia Deutschland hat dazu auch was zu sagen. Versioning Structured Data
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