Mein liebster Zeitungs/Zigaretten/Post-Kiosk verkauft jetzt auch frische Backwaren. Ein Skandal!
Samstag, 16. Oktober 2010
Kann man über ein Automodell einen geopolitisch ausgerichteten Wikipedia-Artikel schreiben?
Ursächlich bedingt, durch mein lange anhaltendes Interesse am Toyota Hilux, jetzt inspiriert durch diesen Newsweek-Artikel, ermutigt durch diverse Stammtisch-Gesprächen, gibt es jetzt hier den liveversuch. Keine Ahnung ob es geht, aber es sollte möglich sein, bessere Auto-Artikel zu schreiben als jene, die auf Herstellerkatalogen beruhen.
Ursächlich bedingt, durch mein lange anhaltendes Interesse am Toyota Hilux, jetzt inspiriert durch diesen Newsweek-Artikel, ermutigt durch diverse Stammtisch-Gesprächen, gibt es jetzt hier den liveversuch. Keine Ahnung ob es geht, aber es sollte möglich sein, bessere Auto-Artikel zu schreiben als jene, die auf Herstellerkatalogen beruhen.
Kann man über ein Automodell einen geopolitisch ausgerichteten Wikipedia-Artikel schreiben?
Wikipedia-Stammtische sind gar nicht so schlimm
Ein Nachtrag zum Nachtrag zum Stammtischpost. Da ja auf meine Ankündigung hin zum Berliner Stammtisch in der Resonanz niemand kam, der nicht-Wikipedianer ist. Und da und außer Cirdan (großer Gewinn!) auch niemand Neues da war, mal einfach eine live-Übersetzung für Nicht-Wikipedia-Stammtischgeher wie ein 15-Personen-Stammtisch in einer netten eingewohnten Szenekneipe so vor sich geht, und welche Themen eigentlich besprochen werden; wie abgekapselt oder nicht es ist und welche Verschwörungstheorien so stattfinden. Ich kann natürlich nur von den Themen erzählen, die ich zumindest mitbekommen habe, also ist das nur ein kleiner Ausschnitt.
Der Wikimedia-Deutschland-Geschäftsführer ist trotz Ansage nicht gekommen, was nicht auf ungeteilte Zustimmung stieß.
Wo wir schon beim Thema waren:
Gibt es Alternativen zur jetzigen Vereinsstuktur? Wird es irgendwann möglich sein, den Finanzhaushalt so aufgeschlüsselt so kriegen, dass er aussagt wieviel Geld beispielsweise in das Schulprojekt geht, und wieviel in das Literaturstipiendium? Sollte das nicht im Sinne von Open Data und Open Government ein vordringliches Ziel sein? Sind die WP-Presseberichte eigentlich mehr oder besser geworden in den letzten Jahren?
Erlebnisse aus dem Japan-Urlaub: der Artikel Heidi in Japan untertreibt eher, als dass er übertreibt, Heide war wirklich allgegenwärtig. Knapp gefolgt aber von Pinocchio.
Der Platz der Luftbrücke ist schrecklicherweise seit einigen Monaten von Touristengruppen überlaufen.
Lohnt es, sich für 3 Euro/Artikel den Stress mit METIS und der VG Wort anzutun? Und wieviel bleibt von den drei Euros so übrig wenn mehr als 5 WP-Autoren mehr als 10 Testartikel anmelden? Der Gesamttopf bleibt ja gleich.
Klaus Wowereit steigt keine engen Treppen empor, wenn die Pressemeute auch mit muss.
Charlottenburger interessieren sich skandalöserweise nur wenig für den Schwarzen Graben.
Was macht der Qualitätsbeaufragte im Vereinsvorstand? Zumindest eine Teilantwort gibt es übrigens hier im Blog.
Deutschland-Türkei im DFB-Fanblock ist ein eigenwilliges Erlebnis.
Es gibt tatsächlich gebildete Berliner, die Rolf Eden nicht kennen. Tss.
Futschi schmeckt wie ranziger Weinbrand oder ehemalige Ostcola oder West-Cola ohne Kohlensäure oder Liebstöckel oder Rosmarin oder Cola-Gummibärchen. Muss beim nächsten mal näher ergründet werden.
Die alte Bilddekoration in der Resonanz war besser als die Neue.
Hostels, die in Berlin weiter wie Pilze aus dem Boden schießen.
WP-Artikel schreiben ist im Bezug zur wissenschaftlichen Reputation relativ neutral; für Wissenschaftler, die zumindest vor dem Lehrstuhl um ihr Leben schreiben müssen, also extrem uneffektiv. Dafür wird es halt tatsächlich gelesen.
Der Wikimedia-Deutschland-Geschäftsführer ist trotz Ansage nicht gekommen, was nicht auf ungeteilte Zustimmung stieß.
Wo wir schon beim Thema waren:
Gibt es Alternativen zur jetzigen Vereinsstuktur? Wird es irgendwann möglich sein, den Finanzhaushalt so aufgeschlüsselt so kriegen, dass er aussagt wieviel Geld beispielsweise in das Schulprojekt geht, und wieviel in das Literaturstipiendium? Sollte das nicht im Sinne von Open Data und Open Government ein vordringliches Ziel sein? Sind die WP-Presseberichte eigentlich mehr oder besser geworden in den letzten Jahren?
Erlebnisse aus dem Japan-Urlaub: der Artikel Heidi in Japan untertreibt eher, als dass er übertreibt, Heide war wirklich allgegenwärtig. Knapp gefolgt aber von Pinocchio.
Der Platz der Luftbrücke ist schrecklicherweise seit einigen Monaten von Touristengruppen überlaufen.
Lohnt es, sich für 3 Euro/Artikel den Stress mit METIS und der VG Wort anzutun? Und wieviel bleibt von den drei Euros so übrig wenn mehr als 5 WP-Autoren mehr als 10 Testartikel anmelden? Der Gesamttopf bleibt ja gleich.
Klaus Wowereit steigt keine engen Treppen empor, wenn die Pressemeute auch mit muss.
Charlottenburger interessieren sich skandalöserweise nur wenig für den Schwarzen Graben.
Was macht der Qualitätsbeaufragte im Vereinsvorstand? Zumindest eine Teilantwort gibt es übrigens hier im Blog.
Deutschland-Türkei im DFB-Fanblock ist ein eigenwilliges Erlebnis.
Es gibt tatsächlich gebildete Berliner, die Rolf Eden nicht kennen. Tss.
Futschi schmeckt wie ranziger Weinbrand oder ehemalige Ostcola oder West-Cola ohne Kohlensäure oder Liebstöckel oder Rosmarin oder Cola-Gummibärchen. Muss beim nächsten mal näher ergründet werden.
Die alte Bilddekoration in der Resonanz war besser als die Neue.
Hostels, die in Berlin weiter wie Pilze aus dem Boden schießen.
WP-Artikel schreiben ist im Bezug zur wissenschaftlichen Reputation relativ neutral; für Wissenschaftler, die zumindest vor dem Lehrstuhl um ihr Leben schreiben müssen, also extrem uneffektiv. Dafür wird es halt tatsächlich gelesen.
Ein Nachtrag zum Nachtrag zum Stammtischpost. Da ja auf meine Ankündigung hin zum Berliner Stammtisch in der Resonanz niemand kam, der nicht-Wikipedianer ist. Und da und außer Cirdan (großer Gewinn!) auch niemand Neues da war, mal einfach eine live-Übersetzung für Nicht-Wikipedia-Stammtischgeher wie ein 15-Personen-Stammtisch in einer netten eingewohnten Szenekneipe so vor sich geht, und welche Themen eigentlich besprochen werden; wie abgekapselt oder nicht es ist und welche Verschwörungstheorien so stattfinden. Ich kann natürlich nur von den Themen erzählen, die ich zumindest mitbekommen habe, also ist das nur ein kleiner Ausschnitt.
Der Wikimedia-Deutschland-Geschäftsführer ist trotz Ansage nicht gekommen, was nicht auf ungeteilte Zustimmung stieß.
Wo wir schon beim Thema waren:
Gibt es Alternativen zur jetzigen Vereinsstuktur? Wird es irgendwann möglich sein, den Finanzhaushalt so aufgeschlüsselt so kriegen, dass er aussagt wieviel Geld beispielsweise in das Schulprojekt geht, und wieviel in das Literaturstipiendium? Sollte das nicht im Sinne von Open Data und Open Government ein vordringliches Ziel sein? Sind die WP-Presseberichte eigentlich mehr oder besser geworden in den letzten Jahren?
Erlebnisse aus dem Japan-Urlaub: der Artikel Heidi in Japan untertreibt eher, als dass er übertreibt, Heide war wirklich allgegenwärtig. Knapp gefolgt aber von Pinocchio.
Der Platz der Luftbrücke ist schrecklicherweise seit einigen Monaten von Touristengruppen überlaufen.
Lohnt es, sich für 3 Euro/Artikel den Stress mit METIS und der VG Wort anzutun? Und wieviel bleibt von den drei Euros so übrig wenn mehr als 5 WP-Autoren mehr als 10 Testartikel anmelden? Der Gesamttopf bleibt ja gleich.
Klaus Wowereit steigt keine engen Treppen empor, wenn die Pressemeute auch mit muss.
Charlottenburger interessieren sich skandalöserweise nur wenig für den Schwarzen Graben.
Was macht der Qualitätsbeaufragte im Vereinsvorstand? Zumindest eine Teilantwort gibt es übrigens hier im Blog.
Deutschland-Türkei im DFB-Fanblock ist ein eigenwilliges Erlebnis.
Es gibt tatsächlich gebildete Berliner, die Rolf Eden nicht kennen. Tss.
Futschi schmeckt wie ranziger Weinbrand oder ehemalige Ostcola oder West-Cola ohne Kohlensäure oder Liebstöckel oder Rosmarin oder Cola-Gummibärchen. Muss beim nächsten mal näher ergründet werden.
Die alte Bilddekoration in der Resonanz war besser als die Neue.
Hostels, die in Berlin weiter wie Pilze aus dem Boden schießen.
WP-Artikel schreiben ist im Bezug zur wissenschaftlichen Reputation relativ neutral; für Wissenschaftler, die zumindest vor dem Lehrstuhl um ihr Leben schreiben müssen, also extrem uneffektiv. Dafür wird es halt tatsächlich gelesen.
Der Wikimedia-Deutschland-Geschäftsführer ist trotz Ansage nicht gekommen, was nicht auf ungeteilte Zustimmung stieß.
Wo wir schon beim Thema waren:
Gibt es Alternativen zur jetzigen Vereinsstuktur? Wird es irgendwann möglich sein, den Finanzhaushalt so aufgeschlüsselt so kriegen, dass er aussagt wieviel Geld beispielsweise in das Schulprojekt geht, und wieviel in das Literaturstipiendium? Sollte das nicht im Sinne von Open Data und Open Government ein vordringliches Ziel sein? Sind die WP-Presseberichte eigentlich mehr oder besser geworden in den letzten Jahren?
Erlebnisse aus dem Japan-Urlaub: der Artikel Heidi in Japan untertreibt eher, als dass er übertreibt, Heide war wirklich allgegenwärtig. Knapp gefolgt aber von Pinocchio.
Der Platz der Luftbrücke ist schrecklicherweise seit einigen Monaten von Touristengruppen überlaufen.
Lohnt es, sich für 3 Euro/Artikel den Stress mit METIS und der VG Wort anzutun? Und wieviel bleibt von den drei Euros so übrig wenn mehr als 5 WP-Autoren mehr als 10 Testartikel anmelden? Der Gesamttopf bleibt ja gleich.
Klaus Wowereit steigt keine engen Treppen empor, wenn die Pressemeute auch mit muss.
Charlottenburger interessieren sich skandalöserweise nur wenig für den Schwarzen Graben.
Was macht der Qualitätsbeaufragte im Vereinsvorstand? Zumindest eine Teilantwort gibt es übrigens hier im Blog.
Deutschland-Türkei im DFB-Fanblock ist ein eigenwilliges Erlebnis.
Es gibt tatsächlich gebildete Berliner, die Rolf Eden nicht kennen. Tss.
Futschi schmeckt wie ranziger Weinbrand oder ehemalige Ostcola oder West-Cola ohne Kohlensäure oder Liebstöckel oder Rosmarin oder Cola-Gummibärchen. Muss beim nächsten mal näher ergründet werden.
Die alte Bilddekoration in der Resonanz war besser als die Neue.
Hostels, die in Berlin weiter wie Pilze aus dem Boden schießen.
WP-Artikel schreiben ist im Bezug zur wissenschaftlichen Reputation relativ neutral; für Wissenschaftler, die zumindest vor dem Lehrstuhl um ihr Leben schreiben müssen, also extrem uneffektiv. Dafür wird es halt tatsächlich gelesen.
Wikipedia-Stammtische sind gar nicht so schlimm
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Darummagichberlin (XI)
Von Wilmersdorf aus gesehen, ist der Osten auch 2010 noch wild. Er erfordert den Einsatz erfahrener Safariführer.
Von Wilmersdorf aus gesehen, ist der Osten auch 2010 noch wild. Er erfordert den Einsatz erfahrener Safariführer.
Darummagichberlin (XI)
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Tolanor, Du Schmalspur-Schneeschleuder!
Wie war das jetzt mit gastbloggen? Halber Monat ist rum. Jetzt muss ich bald wieder bei Necrophorus betteln, und das gibt dann immer so häßliche Szenen.
An die hier noch aktiven Mitblogger: ich habe einstimmig beschlossen, dass wir ab jetzt einen Traktormontag einrichten.
Und vielleicht von allgemeinerem Interesse: theoretisch gehört iberty.org zu diesem Blog, ich muss nur noch lernen wie ich es bediene.
An die hier noch aktiven Mitblogger: ich habe einstimmig beschlossen, dass wir ab jetzt einen Traktormontag einrichten.
Und vielleicht von allgemeinerem Interesse: theoretisch gehört iberty.org zu diesem Blog, ich muss nur noch lernen wie ich es bediene.
Wie war das jetzt mit gastbloggen? Halber Monat ist rum. Jetzt muss ich bald wieder bei Necrophorus betteln, und das gibt dann immer so häßliche Szenen.
An die hier noch aktiven Mitblogger: ich habe einstimmig beschlossen, dass wir ab jetzt einen Traktormontag einrichten.
Und vielleicht von allgemeinerem Interesse: theoretisch gehört iberty.org zu diesem Blog, ich muss nur noch lernen wie ich es bediene.
An die hier noch aktiven Mitblogger: ich habe einstimmig beschlossen, dass wir ab jetzt einen Traktormontag einrichten.
Und vielleicht von allgemeinerem Interesse: theoretisch gehört iberty.org zu diesem Blog, ich muss nur noch lernen wie ich es bediene.
Tolanor, Du Schmalspur-Schneeschleuder!
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Freitag, 15. Oktober 2010
Darummagichberlin (X)
In diesem Fall eher darummagichschönenberg. Der Tagesspiegel hat ein lesenswertes Portrait der Belziger Straße, die hier in unmittelbarer Nachbarschaft liegt, und fasst zusammen, was ich an hier mag.
Perlen wie das Straßenbahndepot oder das Postfuhramt, die fern jeden Hypes oder jeder stadtplanerisch-künstlerischen Herausputzerei einfach da sind. Die Weltoffenheit, die eine Szene mitsichbringt, durch die Jahre reduziert um Hype, Schaumschläger und die ganze Anstrengung, die Szene mit sich bringt; glücklicherweise durch tausende von Besuchern schon auf ihre bleibenden Werte abgeklopft. Und weil Schöneberg-Nord nahe ist, auch nicht im Oberlehrer-Professoren-sein erstarrt, sondern mit reichlich Dönerien, Obstläden, jungen Menschen und Abwechslung. Nur ins Narkösestübchen trau ich mich seit Jahren nicht.
Der Tagesspiegel: Belziger Straße - Willkommen im Narkosestübchen.
Perlen wie das Straßenbahndepot oder das Postfuhramt, die fern jeden Hypes oder jeder stadtplanerisch-künstlerischen Herausputzerei einfach da sind. Die Weltoffenheit, die eine Szene mitsichbringt, durch die Jahre reduziert um Hype, Schaumschläger und die ganze Anstrengung, die Szene mit sich bringt; glücklicherweise durch tausende von Besuchern schon auf ihre bleibenden Werte abgeklopft. Und weil Schöneberg-Nord nahe ist, auch nicht im Oberlehrer-Professoren-sein erstarrt, sondern mit reichlich Dönerien, Obstläden, jungen Menschen und Abwechslung. Nur ins Narkösestübchen trau ich mich seit Jahren nicht.
Der Tagesspiegel: Belziger Straße - Willkommen im Narkosestübchen.
In diesem Fall eher darummagichschönenberg. Der Tagesspiegel hat ein lesenswertes Portrait der Belziger Straße, die hier in unmittelbarer Nachbarschaft liegt, und fasst zusammen, was ich an hier mag.
Perlen wie das Straßenbahndepot oder das Postfuhramt, die fern jeden Hypes oder jeder stadtplanerisch-künstlerischen Herausputzerei einfach da sind. Die Weltoffenheit, die eine Szene mitsichbringt, durch die Jahre reduziert um Hype, Schaumschläger und die ganze Anstrengung, die Szene mit sich bringt; glücklicherweise durch tausende von Besuchern schon auf ihre bleibenden Werte abgeklopft. Und weil Schöneberg-Nord nahe ist, auch nicht im Oberlehrer-Professoren-sein erstarrt, sondern mit reichlich Dönerien, Obstläden, jungen Menschen und Abwechslung. Nur ins Narkösestübchen trau ich mich seit Jahren nicht.
Der Tagesspiegel: Belziger Straße - Willkommen im Narkosestübchen.
Perlen wie das Straßenbahndepot oder das Postfuhramt, die fern jeden Hypes oder jeder stadtplanerisch-künstlerischen Herausputzerei einfach da sind. Die Weltoffenheit, die eine Szene mitsichbringt, durch die Jahre reduziert um Hype, Schaumschläger und die ganze Anstrengung, die Szene mit sich bringt; glücklicherweise durch tausende von Besuchern schon auf ihre bleibenden Werte abgeklopft. Und weil Schöneberg-Nord nahe ist, auch nicht im Oberlehrer-Professoren-sein erstarrt, sondern mit reichlich Dönerien, Obstläden, jungen Menschen und Abwechslung. Nur ins Narkösestübchen trau ich mich seit Jahren nicht.
Der Tagesspiegel: Belziger Straße - Willkommen im Narkosestübchen.
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Ein nichtkommerzielles Bezahlsystem
Kachingle hat gerade eine große Aktion am laufen: Rettet die New York Times Blogs vor der Paywall. Die Alternative aus Kachingles Sicht ist natürlich auch klar: nutzt Kachingle. Nun bin ich bei solchen Aktionen innerlich immer zwiegespalten: einerseits halte ich Social Payment-Systeme wie Kachingle für eine der besten Ideen, um Inhalte im Internet zu finanzieren, je mehr Teilnehmer sie gewinnen, desto mehr Geld im System, desto besser. Wenn die New York Times hilft, diese zu popularisieren, umso besser.
Andererseits: wenn wirklich ein großer Player wie NYT, Spon etc. an Bord geht, wird das ganze sehr schnell ein Winner-Takes-it-all-Markt werden, und der politisch anstrengende Hinterhofblogger wird nicht der Winner sein.
Da trifft es sich gut, Sean Kollak von Twick.it gerade die Idee zu einem Alternativsystem hat. Er schlägt ein "Soziales Bezahlsystem zur Förderung freien Wissens" vor. Das würde sich an bestehenden Anbietern wie Kachingle orientieren, aber von einer Stiftung etc. verwaltet und nur gute Inhalte fördern:
Wie schon mehrfach in Iberty angesprochen, kommt es bei einem solchen Bezahlsystem auf Vertrauen in die Macher/Verwalter an. Und gerade was Geld angeht, weiß ich nicht, ob bei der Verwaltung größerer Geldmengen wirklich Non-Profits die Besseren sind. Die Geschichte sozialer/nonkommerzieller/politischer Banken ist ein noch größeres Trauerspiel als die Geschichte kommerzieller Banken. Wenn ich mir aktuell gerade die Geschichte um die Wikimedia gGmbh-Gründung ansehe, ist die auch kein überzeugendes Beispiel dafür, ausgerechnet eine Organistion wie Wikimedia mit Geldverwaltung zu betrauen.
Was allerdings eine gute Forderung an Kachingle, Flattr et al wäre: Open Source zur Vertrauenssicherung des Systems. Vielleicht findet sich eine Stiftung, die das macht, vielleicht kriegen die kommerziellen Anbieter die Kurve.
Kollak schlägt dann noch Kriterien dafür vor, wem ein solches System zur Verfügung stehen sollte:
Ich glaube, mit diesen Anforderungen, würde es schwer, Wikimedia dazu zu bewegen, das Projekt zu stemmen. Wikipedia selbst verfehlt klar Kriterium Nummer 3 und deshalb rückwirkend vermutlich auch Kriterium Nummer 1. Ich sehe es für die Zukunft eines solchen Systems als problematisch an, wenn es eine der Hauptattraktionen direkt ausschließt.
Die Probleme von Kriterium 4 spricht Sean ja gleich selbst an; ich bin mir zum Beispiel nicht sicher, ob sein eigener Post jetzt nicht reine Meinung ist? Und wer soll das entscheiden? Fünf Minuten Arbeitszeit eines Social-Payment-Mitarbeiters für eine Entscheidung, deren Auswirkungen dann bestenfalls im Cent-Bereich liegen? Ich halte das für eine Fehlallokation.
Mein Alternativvorüchlag wäre eine radikale Vereinfachung: förderungswürdig in einer solchen Konstruktion ist, was unter einer freien Lizenz steht. Punkt. Das ist übersichtlich, verständlich, und lässt sich vermutlich auch programmieren.
Für das soziale Bezahlsystem für freie Lizenzen: ich denke das hat tatsächlich große Zukunft. Mit einfachereren Kriterien als vorgeschlagen, gerne Open Source, vielleicht von einer Stiftung, vielleicht aber kriegt ja auch Kachingle oder so den Bogen und programmiert dafür eine Möglichkeit.
Andererseits: wenn wirklich ein großer Player wie NYT, Spon etc. an Bord geht, wird das ganze sehr schnell ein Winner-Takes-it-all-Markt werden, und der politisch anstrengende Hinterhofblogger wird nicht der Winner sein.
Da trifft es sich gut, Sean Kollak von Twick.it gerade die Idee zu einem Alternativsystem hat. Er schlägt ein "Soziales Bezahlsystem zur Förderung freien Wissens" vor. Das würde sich an bestehenden Anbietern wie Kachingle orientieren, aber von einer Stiftung etc. verwaltet und nur gute Inhalte fördern:
Weil dahinter kommerzielle Unternehmen stehen, die mit der Förderung freien Wissens nichts am Hut haben, sondern in erster Linie an ihren eigen Profit denken. Sinnvollerweise sollte das neue Bezahlsystem von einem etablierten Anbieter wie Wikimedia gestemmt werden.
Wie schon mehrfach in Iberty angesprochen, kommt es bei einem solchen Bezahlsystem auf Vertrauen in die Macher/Verwalter an. Und gerade was Geld angeht, weiß ich nicht, ob bei der Verwaltung größerer Geldmengen wirklich Non-Profits die Besseren sind. Die Geschichte sozialer/nonkommerzieller/politischer Banken ist ein noch größeres Trauerspiel als die Geschichte kommerzieller Banken. Wenn ich mir aktuell gerade die Geschichte um die Wikimedia gGmbh-Gründung ansehe, ist die auch kein überzeugendes Beispiel dafür, ausgerechnet eine Organistion wie Wikimedia mit Geldverwaltung zu betrauen.
Was allerdings eine gute Forderung an Kachingle, Flattr et al wäre: Open Source zur Vertrauenssicherung des Systems. Vielleicht findet sich eine Stiftung, die das macht, vielleicht kriegen die kommerziellen Anbieter die Kurve.
Kollak schlägt dann noch Kriterien dafür vor, wem ein solches System zur Verfügung stehen sollte:
1. Die Website, auf der die Inhalte veröffentlicht wurden, muss nicht-kommerziell sein und darf keine Werbung enthalten
2. Förderungswürdige Inhalte müssen unter einer CC-Lizenz (oder einer sonstigen freien Lizenz) veröffentlicht werden
3. Geförderte Inhalte dürfen nicht im Nachhinein kommerzialisiert werden
4. Es sollte sich um Wissen handeln und nicht um reine Meinung oder pure Unterhaltung
Ich glaube, mit diesen Anforderungen, würde es schwer, Wikimedia dazu zu bewegen, das Projekt zu stemmen. Wikipedia selbst verfehlt klar Kriterium Nummer 3 und deshalb rückwirkend vermutlich auch Kriterium Nummer 1. Ich sehe es für die Zukunft eines solchen Systems als problematisch an, wenn es eine der Hauptattraktionen direkt ausschließt.
Die Probleme von Kriterium 4 spricht Sean ja gleich selbst an; ich bin mir zum Beispiel nicht sicher, ob sein eigener Post jetzt nicht reine Meinung ist? Und wer soll das entscheiden? Fünf Minuten Arbeitszeit eines Social-Payment-Mitarbeiters für eine Entscheidung, deren Auswirkungen dann bestenfalls im Cent-Bereich liegen? Ich halte das für eine Fehlallokation.
Mein Alternativvorüchlag wäre eine radikale Vereinfachung: förderungswürdig in einer solchen Konstruktion ist, was unter einer freien Lizenz steht. Punkt. Das ist übersichtlich, verständlich, und lässt sich vermutlich auch programmieren.
Für das soziale Bezahlsystem für freie Lizenzen: ich denke das hat tatsächlich große Zukunft. Mit einfachereren Kriterien als vorgeschlagen, gerne Open Source, vielleicht von einer Stiftung, vielleicht aber kriegt ja auch Kachingle oder so den Bogen und programmiert dafür eine Möglichkeit.
Kachingle hat gerade eine große Aktion am laufen: Rettet die New York Times Blogs vor der Paywall. Die Alternative aus Kachingles Sicht ist natürlich auch klar: nutzt Kachingle. Nun bin ich bei solchen Aktionen innerlich immer zwiegespalten: einerseits halte ich Social Payment-Systeme wie Kachingle für eine der besten Ideen, um Inhalte im Internet zu finanzieren, je mehr Teilnehmer sie gewinnen, desto mehr Geld im System, desto besser. Wenn die New York Times hilft, diese zu popularisieren, umso besser.
Andererseits: wenn wirklich ein großer Player wie NYT, Spon etc. an Bord geht, wird das ganze sehr schnell ein Winner-Takes-it-all-Markt werden, und der politisch anstrengende Hinterhofblogger wird nicht der Winner sein.
Da trifft es sich gut, Sean Kollak von Twick.it gerade die Idee zu einem Alternativsystem hat. Er schlägt ein "Soziales Bezahlsystem zur Förderung freien Wissens" vor. Das würde sich an bestehenden Anbietern wie Kachingle orientieren, aber von einer Stiftung etc. verwaltet und nur gute Inhalte fördern:
Wie schon mehrfach in Iberty angesprochen, kommt es bei einem solchen Bezahlsystem auf Vertrauen in die Macher/Verwalter an. Und gerade was Geld angeht, weiß ich nicht, ob bei der Verwaltung größerer Geldmengen wirklich Non-Profits die Besseren sind. Die Geschichte sozialer/nonkommerzieller/politischer Banken ist ein noch größeres Trauerspiel als die Geschichte kommerzieller Banken. Wenn ich mir aktuell gerade die Geschichte um die Wikimedia gGmbh-Gründung ansehe, ist die auch kein überzeugendes Beispiel dafür, ausgerechnet eine Organistion wie Wikimedia mit Geldverwaltung zu betrauen.
Was allerdings eine gute Forderung an Kachingle, Flattr et al wäre: Open Source zur Vertrauenssicherung des Systems. Vielleicht findet sich eine Stiftung, die das macht, vielleicht kriegen die kommerziellen Anbieter die Kurve.
Kollak schlägt dann noch Kriterien dafür vor, wem ein solches System zur Verfügung stehen sollte:
Ich glaube, mit diesen Anforderungen, würde es schwer, Wikimedia dazu zu bewegen, das Projekt zu stemmen. Wikipedia selbst verfehlt klar Kriterium Nummer 3 und deshalb rückwirkend vermutlich auch Kriterium Nummer 1. Ich sehe es für die Zukunft eines solchen Systems als problematisch an, wenn es eine der Hauptattraktionen direkt ausschließt.
Die Probleme von Kriterium 4 spricht Sean ja gleich selbst an; ich bin mir zum Beispiel nicht sicher, ob sein eigener Post jetzt nicht reine Meinung ist? Und wer soll das entscheiden? Fünf Minuten Arbeitszeit eines Social-Payment-Mitarbeiters für eine Entscheidung, deren Auswirkungen dann bestenfalls im Cent-Bereich liegen? Ich halte das für eine Fehlallokation.
Mein Alternativvorüchlag wäre eine radikale Vereinfachung: förderungswürdig in einer solchen Konstruktion ist, was unter einer freien Lizenz steht. Punkt. Das ist übersichtlich, verständlich, und lässt sich vermutlich auch programmieren.
Für das soziale Bezahlsystem für freie Lizenzen: ich denke das hat tatsächlich große Zukunft. Mit einfachereren Kriterien als vorgeschlagen, gerne Open Source, vielleicht von einer Stiftung, vielleicht aber kriegt ja auch Kachingle oder so den Bogen und programmiert dafür eine Möglichkeit.
Andererseits: wenn wirklich ein großer Player wie NYT, Spon etc. an Bord geht, wird das ganze sehr schnell ein Winner-Takes-it-all-Markt werden, und der politisch anstrengende Hinterhofblogger wird nicht der Winner sein.
Da trifft es sich gut, Sean Kollak von Twick.it gerade die Idee zu einem Alternativsystem hat. Er schlägt ein "Soziales Bezahlsystem zur Förderung freien Wissens" vor. Das würde sich an bestehenden Anbietern wie Kachingle orientieren, aber von einer Stiftung etc. verwaltet und nur gute Inhalte fördern:
Weil dahinter kommerzielle Unternehmen stehen, die mit der Förderung freien Wissens nichts am Hut haben, sondern in erster Linie an ihren eigen Profit denken. Sinnvollerweise sollte das neue Bezahlsystem von einem etablierten Anbieter wie Wikimedia gestemmt werden.
Wie schon mehrfach in Iberty angesprochen, kommt es bei einem solchen Bezahlsystem auf Vertrauen in die Macher/Verwalter an. Und gerade was Geld angeht, weiß ich nicht, ob bei der Verwaltung größerer Geldmengen wirklich Non-Profits die Besseren sind. Die Geschichte sozialer/nonkommerzieller/politischer Banken ist ein noch größeres Trauerspiel als die Geschichte kommerzieller Banken. Wenn ich mir aktuell gerade die Geschichte um die Wikimedia gGmbh-Gründung ansehe, ist die auch kein überzeugendes Beispiel dafür, ausgerechnet eine Organistion wie Wikimedia mit Geldverwaltung zu betrauen.
Was allerdings eine gute Forderung an Kachingle, Flattr et al wäre: Open Source zur Vertrauenssicherung des Systems. Vielleicht findet sich eine Stiftung, die das macht, vielleicht kriegen die kommerziellen Anbieter die Kurve.
Kollak schlägt dann noch Kriterien dafür vor, wem ein solches System zur Verfügung stehen sollte:
1. Die Website, auf der die Inhalte veröffentlicht wurden, muss nicht-kommerziell sein und darf keine Werbung enthalten
2. Förderungswürdige Inhalte müssen unter einer CC-Lizenz (oder einer sonstigen freien Lizenz) veröffentlicht werden
3. Geförderte Inhalte dürfen nicht im Nachhinein kommerzialisiert werden
4. Es sollte sich um Wissen handeln und nicht um reine Meinung oder pure Unterhaltung
Ich glaube, mit diesen Anforderungen, würde es schwer, Wikimedia dazu zu bewegen, das Projekt zu stemmen. Wikipedia selbst verfehlt klar Kriterium Nummer 3 und deshalb rückwirkend vermutlich auch Kriterium Nummer 1. Ich sehe es für die Zukunft eines solchen Systems als problematisch an, wenn es eine der Hauptattraktionen direkt ausschließt.
Die Probleme von Kriterium 4 spricht Sean ja gleich selbst an; ich bin mir zum Beispiel nicht sicher, ob sein eigener Post jetzt nicht reine Meinung ist? Und wer soll das entscheiden? Fünf Minuten Arbeitszeit eines Social-Payment-Mitarbeiters für eine Entscheidung, deren Auswirkungen dann bestenfalls im Cent-Bereich liegen? Ich halte das für eine Fehlallokation.
Mein Alternativvorüchlag wäre eine radikale Vereinfachung: förderungswürdig in einer solchen Konstruktion ist, was unter einer freien Lizenz steht. Punkt. Das ist übersichtlich, verständlich, und lässt sich vermutlich auch programmieren.
Für das soziale Bezahlsystem für freie Lizenzen: ich denke das hat tatsächlich große Zukunft. Mit einfachereren Kriterien als vorgeschlagen, gerne Open Source, vielleicht von einer Stiftung, vielleicht aber kriegt ja auch Kachingle oder so den Bogen und programmiert dafür eine Möglichkeit.
Ein nichtkommerzielles Bezahlsystem
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Donnerstag, 14. Oktober 2010
Kurzrezension Rauf Ceylan - Die Prediger des Islam
Islamisten bauen in Deutschland keine Moscheen, weil sie aus dem Land der Ungläubigen eigentlich so schnell weg wollen wie möglich (wenn nur nicht die Gläubigen in lauter Diktaturen lebten in denen gefoltert wird..), türkische Imame finden ungezogene Jugendliche noch schlimmer als es deutsche Lehrer tun, glauben aber dass die deutsche Gesellschaft gute disziplinierte Jugendliche verdorben hat.
Mit etwas Pech wird einem beim Freitagsgebet in Neukölln ausführlich vorgerechnet, wieviel Almosen ein Bauer pro Hektar zahlen muss. Türkei-Türken, die Deutschland-Türken treffen, haben oft den Eindruck, eine Zeitreise in die 1970er zu unternehmen.
Soweit ein paar der interessanteren Erkenntnisse, die aus der Lektüre von Rauf Ceylans "Die Prediger des Islam" gewonnen hab. Ceylan selbst ist Religions- und Sozialwissenschaftler, und hat für seine Studie bewundernswerterweise das Vertrauen von einer Anzahl Imame verschiedenster Moscheen und Gemeinschaften gewonnen.
Sein Buch ist wohltuend unaufgeregt, der Autor hat offensichtlich tiefen Einblick in das Thema. Er zeichnet so ein vielfältiges Bild islamischer Kultur in Deutschland. Er vermittelt so den dringend gebrauchten Einblick in den Alltag der deutschen Moscheen - oft problematisch, aber doch weit entfernt von den Pauschalierungen, die den Diskurs so oft beherrschen.
Er schildert die Probleme von Imamem, die meist aus dem Ausland kommen und selber meist mehr Probleme haben sich in der deutschen Gesellschaft zurechtzufinden, als ihre Gemeindemitglieder; den Konflikt zwischen liberaleren-westlich/deutscheren Jungen und traditionellen Gastarbeitern, die in den 1960/1970ern nach Deutschland kamen, und oftmals die Moscheevereine beherrschen. Die Entfremdung, die so in den Gemeinden entsteht, die Probleme, die besonders die oft abgeschottenen Männer-Cafes bereiten, und die prekäre Lage fast aller Imame, die nicht fest im türkischen Staatsdienst stehen. Er schildert mühsame Modernisierungsbemühungen, und den Versuch Gemeinden auf eine Art und Weise zu betreuen, die der Umgebung angemessen ist.
Erschreckend die Interviews mit den Imamen, die Ceylan selbst als Neo-salafitisch beschreibt, oft Autodidakten, nur demokratiefeindlich mag man das nicht mehr nennen, und das einzig etwas beruhigende Fakt aus Sicht eines Deutschen, ist dass sie die "falschen (verwestlichen) Muslime" für deutlich geeignetere Ziele im bewaffneten Kampf halten als die gänzlich Ungläubigen.
Ein kleiner Nachteil: Ceylan ist Vertreter eines progressiven Islam, der sich in einer engen Abstimmung mit dem deutschen Staatswesen entwickeln soll. Das ist an sich nicht das schlechteste Ziel, und von den Handlungsempfehlungen, die er am Ende aus seiner Studie zieht, hat er mich überzeugt. Dass er aber das quasi Buch hindurch quasi niemand unkommentiert sprechen lassen kann, ohne auf die Irrungen dieser Meinung hinzuweisen, ist ein bißchen anstrengend..
"Neo-Salafiten", umgangssprachlich wohl als Islamisten bezeichnet, intellektuell auszuhebeln hat ein bißchen den Schwierigkeitsgrad wie in Twitter eine Massenhysterie auszulösen. Da das Zielpublikum dieses Buches auch noch kaum in den abgeschotteten Hinterhofmoscheen liegen dürfte, und deren Besucher zudem jede Menge von Ceylans Prämissen nicht anerkennen würden, ist das ein bißchen eine fruchtlose Übung, die im Zweifelsfall unnötigerweise nur betont, wie gemäßigt Ceylan doch selber ist.
Zum Laizismus und dem kooperativen Verhältnis zwischen Staat und Kirche andererseits habe ich beispielsweise eine dezidiert andere Auffassung als Ceylan, und fühle mich dezent bevormundet, wenn er auf einer halben Seite mal kurz einschiebt, warum die gar nicht stimmen kann.
Das fällt aber eher in die Rubrik kleinlicher Stilkritik. Insgesamt ist das Buch sicher eines der lesenswertesten zur deutschen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts, das ich in den letzten Jahren gelesen habe.
Mit etwas Pech wird einem beim Freitagsgebet in Neukölln ausführlich vorgerechnet, wieviel Almosen ein Bauer pro Hektar zahlen muss. Türkei-Türken, die Deutschland-Türken treffen, haben oft den Eindruck, eine Zeitreise in die 1970er zu unternehmen.
Soweit ein paar der interessanteren Erkenntnisse, die aus der Lektüre von Rauf Ceylans "Die Prediger des Islam" gewonnen hab. Ceylan selbst ist Religions- und Sozialwissenschaftler, und hat für seine Studie bewundernswerterweise das Vertrauen von einer Anzahl Imame verschiedenster Moscheen und Gemeinschaften gewonnen.
Sein Buch ist wohltuend unaufgeregt, der Autor hat offensichtlich tiefen Einblick in das Thema. Er zeichnet so ein vielfältiges Bild islamischer Kultur in Deutschland. Er vermittelt so den dringend gebrauchten Einblick in den Alltag der deutschen Moscheen - oft problematisch, aber doch weit entfernt von den Pauschalierungen, die den Diskurs so oft beherrschen.
Er schildert die Probleme von Imamem, die meist aus dem Ausland kommen und selber meist mehr Probleme haben sich in der deutschen Gesellschaft zurechtzufinden, als ihre Gemeindemitglieder; den Konflikt zwischen liberaleren-westlich/deutscheren Jungen und traditionellen Gastarbeitern, die in den 1960/1970ern nach Deutschland kamen, und oftmals die Moscheevereine beherrschen. Die Entfremdung, die so in den Gemeinden entsteht, die Probleme, die besonders die oft abgeschottenen Männer-Cafes bereiten, und die prekäre Lage fast aller Imame, die nicht fest im türkischen Staatsdienst stehen. Er schildert mühsame Modernisierungsbemühungen, und den Versuch Gemeinden auf eine Art und Weise zu betreuen, die der Umgebung angemessen ist.
Erschreckend die Interviews mit den Imamen, die Ceylan selbst als Neo-salafitisch beschreibt, oft Autodidakten, nur demokratiefeindlich mag man das nicht mehr nennen, und das einzig etwas beruhigende Fakt aus Sicht eines Deutschen, ist dass sie die "falschen (verwestlichen) Muslime" für deutlich geeignetere Ziele im bewaffneten Kampf halten als die gänzlich Ungläubigen.
Ein kleiner Nachteil: Ceylan ist Vertreter eines progressiven Islam, der sich in einer engen Abstimmung mit dem deutschen Staatswesen entwickeln soll. Das ist an sich nicht das schlechteste Ziel, und von den Handlungsempfehlungen, die er am Ende aus seiner Studie zieht, hat er mich überzeugt. Dass er aber das quasi Buch hindurch quasi niemand unkommentiert sprechen lassen kann, ohne auf die Irrungen dieser Meinung hinzuweisen, ist ein bißchen anstrengend..
"Neo-Salafiten", umgangssprachlich wohl als Islamisten bezeichnet, intellektuell auszuhebeln hat ein bißchen den Schwierigkeitsgrad wie in Twitter eine Massenhysterie auszulösen. Da das Zielpublikum dieses Buches auch noch kaum in den abgeschotteten Hinterhofmoscheen liegen dürfte, und deren Besucher zudem jede Menge von Ceylans Prämissen nicht anerkennen würden, ist das ein bißchen eine fruchtlose Übung, die im Zweifelsfall unnötigerweise nur betont, wie gemäßigt Ceylan doch selber ist.
Zum Laizismus und dem kooperativen Verhältnis zwischen Staat und Kirche andererseits habe ich beispielsweise eine dezidiert andere Auffassung als Ceylan, und fühle mich dezent bevormundet, wenn er auf einer halben Seite mal kurz einschiebt, warum die gar nicht stimmen kann.
Das fällt aber eher in die Rubrik kleinlicher Stilkritik. Insgesamt ist das Buch sicher eines der lesenswertesten zur deutschen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts, das ich in den letzten Jahren gelesen habe.
Islamisten bauen in Deutschland keine Moscheen, weil sie aus dem Land der Ungläubigen eigentlich so schnell weg wollen wie möglich (wenn nur nicht die Gläubigen in lauter Diktaturen lebten in denen gefoltert wird..), türkische Imame finden ungezogene Jugendliche noch schlimmer als es deutsche Lehrer tun, glauben aber dass die deutsche Gesellschaft gute disziplinierte Jugendliche verdorben hat.
Mit etwas Pech wird einem beim Freitagsgebet in Neukölln ausführlich vorgerechnet, wieviel Almosen ein Bauer pro Hektar zahlen muss. Türkei-Türken, die Deutschland-Türken treffen, haben oft den Eindruck, eine Zeitreise in die 1970er zu unternehmen.
Soweit ein paar der interessanteren Erkenntnisse, die aus der Lektüre von Rauf Ceylans "Die Prediger des Islam" gewonnen hab. Ceylan selbst ist Religions- und Sozialwissenschaftler, und hat für seine Studie bewundernswerterweise das Vertrauen von einer Anzahl Imame verschiedenster Moscheen und Gemeinschaften gewonnen.
Sein Buch ist wohltuend unaufgeregt, der Autor hat offensichtlich tiefen Einblick in das Thema. Er zeichnet so ein vielfältiges Bild islamischer Kultur in Deutschland. Er vermittelt so den dringend gebrauchten Einblick in den Alltag der deutschen Moscheen - oft problematisch, aber doch weit entfernt von den Pauschalierungen, die den Diskurs so oft beherrschen.
Er schildert die Probleme von Imamem, die meist aus dem Ausland kommen und selber meist mehr Probleme haben sich in der deutschen Gesellschaft zurechtzufinden, als ihre Gemeindemitglieder; den Konflikt zwischen liberaleren-westlich/deutscheren Jungen und traditionellen Gastarbeitern, die in den 1960/1970ern nach Deutschland kamen, und oftmals die Moscheevereine beherrschen. Die Entfremdung, die so in den Gemeinden entsteht, die Probleme, die besonders die oft abgeschottenen Männer-Cafes bereiten, und die prekäre Lage fast aller Imame, die nicht fest im türkischen Staatsdienst stehen. Er schildert mühsame Modernisierungsbemühungen, und den Versuch Gemeinden auf eine Art und Weise zu betreuen, die der Umgebung angemessen ist.
Erschreckend die Interviews mit den Imamen, die Ceylan selbst als Neo-salafitisch beschreibt, oft Autodidakten, nur demokratiefeindlich mag man das nicht mehr nennen, und das einzig etwas beruhigende Fakt aus Sicht eines Deutschen, ist dass sie die "falschen (verwestlichen) Muslime" für deutlich geeignetere Ziele im bewaffneten Kampf halten als die gänzlich Ungläubigen.
Ein kleiner Nachteil: Ceylan ist Vertreter eines progressiven Islam, der sich in einer engen Abstimmung mit dem deutschen Staatswesen entwickeln soll. Das ist an sich nicht das schlechteste Ziel, und von den Handlungsempfehlungen, die er am Ende aus seiner Studie zieht, hat er mich überzeugt. Dass er aber das quasi Buch hindurch quasi niemand unkommentiert sprechen lassen kann, ohne auf die Irrungen dieser Meinung hinzuweisen, ist ein bißchen anstrengend..
"Neo-Salafiten", umgangssprachlich wohl als Islamisten bezeichnet, intellektuell auszuhebeln hat ein bißchen den Schwierigkeitsgrad wie in Twitter eine Massenhysterie auszulösen. Da das Zielpublikum dieses Buches auch noch kaum in den abgeschotteten Hinterhofmoscheen liegen dürfte, und deren Besucher zudem jede Menge von Ceylans Prämissen nicht anerkennen würden, ist das ein bißchen eine fruchtlose Übung, die im Zweifelsfall unnötigerweise nur betont, wie gemäßigt Ceylan doch selber ist.
Zum Laizismus und dem kooperativen Verhältnis zwischen Staat und Kirche andererseits habe ich beispielsweise eine dezidiert andere Auffassung als Ceylan, und fühle mich dezent bevormundet, wenn er auf einer halben Seite mal kurz einschiebt, warum die gar nicht stimmen kann.
Das fällt aber eher in die Rubrik kleinlicher Stilkritik. Insgesamt ist das Buch sicher eines der lesenswertesten zur deutschen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts, das ich in den letzten Jahren gelesen habe.
Mit etwas Pech wird einem beim Freitagsgebet in Neukölln ausführlich vorgerechnet, wieviel Almosen ein Bauer pro Hektar zahlen muss. Türkei-Türken, die Deutschland-Türken treffen, haben oft den Eindruck, eine Zeitreise in die 1970er zu unternehmen.
Soweit ein paar der interessanteren Erkenntnisse, die aus der Lektüre von Rauf Ceylans "Die Prediger des Islam" gewonnen hab. Ceylan selbst ist Religions- und Sozialwissenschaftler, und hat für seine Studie bewundernswerterweise das Vertrauen von einer Anzahl Imame verschiedenster Moscheen und Gemeinschaften gewonnen.
Sein Buch ist wohltuend unaufgeregt, der Autor hat offensichtlich tiefen Einblick in das Thema. Er zeichnet so ein vielfältiges Bild islamischer Kultur in Deutschland. Er vermittelt so den dringend gebrauchten Einblick in den Alltag der deutschen Moscheen - oft problematisch, aber doch weit entfernt von den Pauschalierungen, die den Diskurs so oft beherrschen.
Er schildert die Probleme von Imamem, die meist aus dem Ausland kommen und selber meist mehr Probleme haben sich in der deutschen Gesellschaft zurechtzufinden, als ihre Gemeindemitglieder; den Konflikt zwischen liberaleren-westlich/deutscheren Jungen und traditionellen Gastarbeitern, die in den 1960/1970ern nach Deutschland kamen, und oftmals die Moscheevereine beherrschen. Die Entfremdung, die so in den Gemeinden entsteht, die Probleme, die besonders die oft abgeschottenen Männer-Cafes bereiten, und die prekäre Lage fast aller Imame, die nicht fest im türkischen Staatsdienst stehen. Er schildert mühsame Modernisierungsbemühungen, und den Versuch Gemeinden auf eine Art und Weise zu betreuen, die der Umgebung angemessen ist.
Erschreckend die Interviews mit den Imamen, die Ceylan selbst als Neo-salafitisch beschreibt, oft Autodidakten, nur demokratiefeindlich mag man das nicht mehr nennen, und das einzig etwas beruhigende Fakt aus Sicht eines Deutschen, ist dass sie die "falschen (verwestlichen) Muslime" für deutlich geeignetere Ziele im bewaffneten Kampf halten als die gänzlich Ungläubigen.
Ein kleiner Nachteil: Ceylan ist Vertreter eines progressiven Islam, der sich in einer engen Abstimmung mit dem deutschen Staatswesen entwickeln soll. Das ist an sich nicht das schlechteste Ziel, und von den Handlungsempfehlungen, die er am Ende aus seiner Studie zieht, hat er mich überzeugt. Dass er aber das quasi Buch hindurch quasi niemand unkommentiert sprechen lassen kann, ohne auf die Irrungen dieser Meinung hinzuweisen, ist ein bißchen anstrengend..
"Neo-Salafiten", umgangssprachlich wohl als Islamisten bezeichnet, intellektuell auszuhebeln hat ein bißchen den Schwierigkeitsgrad wie in Twitter eine Massenhysterie auszulösen. Da das Zielpublikum dieses Buches auch noch kaum in den abgeschotteten Hinterhofmoscheen liegen dürfte, und deren Besucher zudem jede Menge von Ceylans Prämissen nicht anerkennen würden, ist das ein bißchen eine fruchtlose Übung, die im Zweifelsfall unnötigerweise nur betont, wie gemäßigt Ceylan doch selber ist.
Zum Laizismus und dem kooperativen Verhältnis zwischen Staat und Kirche andererseits habe ich beispielsweise eine dezidiert andere Auffassung als Ceylan, und fühle mich dezent bevormundet, wenn er auf einer halben Seite mal kurz einschiebt, warum die gar nicht stimmen kann.
Das fällt aber eher in die Rubrik kleinlicher Stilkritik. Insgesamt ist das Buch sicher eines der lesenswertesten zur deutschen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts, das ich in den letzten Jahren gelesen habe.
Kurzrezension Rauf Ceylan - Die Prediger des Islam
Kleiner Nachtrag zu den Wikipedia-Stammtischen
Um die Stammtischdiskussion nochmal praktisch aufzugreifen: Morgen 19 Uhr, wer persönlich mit mir hadern will, hat auch dazu Gelegenheit. Aber bitte lasst Eure großen Brüder zu Hause, ich glaube bei >20 Anwesenden würde es sehr sehr eng werden.
Um die Stammtischdiskussion nochmal praktisch aufzugreifen: Morgen 19 Uhr, wer persönlich mit mir hadern will, hat auch dazu Gelegenheit. Aber bitte lasst Eure großen Brüder zu Hause, ich glaube bei >20 Anwesenden würde es sehr sehr eng werden.
Kleiner Nachtrag zu den Wikipedia-Stammtischen
Hihi, automated #twitter money making system.
Dieser kleine Post von mir über Twitter hat doch glatt einen wunderbaren Retweet von:
bekommen. I rest my case. Suckers.
Kein Link.
Twitter Marketer: The Completely Automated Twitter Growth & Money Making System for People That Want to Set Up A System ONCE, Forget About It, and Have it Grow
bekommen. I rest my case. Suckers.
Kein Link.
Dieser kleine Post von mir über Twitter hat doch glatt einen wunderbaren Retweet von:
bekommen. I rest my case. Suckers.
Kein Link.
Twitter Marketer: The Completely Automated Twitter Growth & Money Making System for People That Want to Set Up A System ONCE, Forget About It, and Have it Grow
bekommen. I rest my case. Suckers.
Kein Link.
Hihi, automated #twitter money making system.
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turing test,
Twitter
The Troll
Als Kind neigt man ja zu radikalen Ansichten. Ich meinte damals, dass man gegen die englischen Kinderbücher alle deutschen getrost in die Tonne kloppen könnte (Michael Ende großzügig ausgenommen). Ein bißchen hat sich diese Ansicht bis heute gehalten. Grund genug, beim Kinderbücherstöbern auch in die Ecke englischer Bücher zu schauen. Dort fand ich dann neulich
Keine Frage, das Buch musste mit. Das Vorlesen gestaltet sich relativ schwierig, beschränken sich doch die Englischkenntnisse des Kinds bisher auf ein akzentfreies "Charlie bit me!" und "duck duck duck", meist artet es also in eine Art Simultanübersetzung aus.
Für ein Bilderbuch doch eher unüblich, ziehen sich zwei Handlungsstränge durchs Buch, die am Ende zusammengeführt werden.
beginnt das Buch und genau aus diesem "supposed to", den Konventionen für Trolle und Piraten, entwickelt sich die Handlung. Der Troll ist auf der Jagd nach Ziegen, die er laut Konvention essen sollte, er findet aber zu seiner Enttäuschung immer nur Fisch zu essen. Die Piraten (selbstverständlich auf einem Schiff lebend) sind selbstverständlich auf Schatzsuche. Im spannenden Finale treffen Troll und Piraten aufeinander. Mehr sei hier nicht von der Handlung verraten.
Was begeistert an dem Buch? Zuallerst die Sprache, mit viel Witz und immer genau auf den Punkt. Die Typographie, die so genau zum Text passt. Dann die Zeichnungen, die so gar nicht Kinderbuchniedlich sind. Der Troll, der mit Kochbuch und Bratpfanne unterm Arm von Brücke zu Brücke zieht. Das Wort "trip-trapping" in "Who's that trip-trapping over my bridge?" Die Buchrückseite, auf der sich statt Klappentext die Charaktere in Sprechblasen über das Buch, über die Autoren und übereinander auslassen dürfen (Der kahle Pirat: "So 'ow come that the Troll gets on the front? I's be more 'andsome!")
Technische Daten
The Troll von Julia Donaldson und David Roberts
32 Seiten. Pan Macmillan 2009.
Angeblich für Kinder von 36 Monaten bis 5 Jahren.
The Troll
Keine Frage, das Buch musste mit. Das Vorlesen gestaltet sich relativ schwierig, beschränken sich doch die Englischkenntnisse des Kinds bisher auf ein akzentfreies "Charlie bit me!" und "duck duck duck", meist artet es also in eine Art Simultanübersetzung aus.
Für ein Bilderbuch doch eher unüblich, ziehen sich zwei Handlungsstränge durchs Buch, die am Ende zusammengeführt werden.
There was once a troll who lived under a bridge. (That's where trolls are supposed to live.)
beginnt das Buch und genau aus diesem "supposed to", den Konventionen für Trolle und Piraten, entwickelt sich die Handlung. Der Troll ist auf der Jagd nach Ziegen, die er laut Konvention essen sollte, er findet aber zu seiner Enttäuschung immer nur Fisch zu essen. Die Piraten (selbstverständlich auf einem Schiff lebend) sind selbstverständlich auf Schatzsuche. Im spannenden Finale treffen Troll und Piraten aufeinander. Mehr sei hier nicht von der Handlung verraten.
Was begeistert an dem Buch? Zuallerst die Sprache, mit viel Witz und immer genau auf den Punkt. Die Typographie, die so genau zum Text passt. Dann die Zeichnungen, die so gar nicht Kinderbuchniedlich sind. Der Troll, der mit Kochbuch und Bratpfanne unterm Arm von Brücke zu Brücke zieht. Das Wort "trip-trapping" in "Who's that trip-trapping over my bridge?" Die Buchrückseite, auf der sich statt Klappentext die Charaktere in Sprechblasen über das Buch, über die Autoren und übereinander auslassen dürfen (Der kahle Pirat: "So 'ow come that the Troll gets on the front? I's be more 'andsome!")
Technische Daten
The Troll von Julia Donaldson und David Roberts
32 Seiten. Pan Macmillan 2009.
Angeblich für Kinder von 36 Monaten bis 5 Jahren.
Als Kind neigt man ja zu radikalen Ansichten. Ich meinte damals, dass man gegen die englischen Kinderbücher alle deutschen getrost in die Tonne kloppen könnte (Michael Ende großzügig ausgenommen). Ein bißchen hat sich diese Ansicht bis heute gehalten. Grund genug, beim Kinderbücherstöbern auch in die Ecke englischer Bücher zu schauen. Dort fand ich dann neulich
Keine Frage, das Buch musste mit. Das Vorlesen gestaltet sich relativ schwierig, beschränken sich doch die Englischkenntnisse des Kinds bisher auf ein akzentfreies "Charlie bit me!" und "duck duck duck", meist artet es also in eine Art Simultanübersetzung aus.
Für ein Bilderbuch doch eher unüblich, ziehen sich zwei Handlungsstränge durchs Buch, die am Ende zusammengeführt werden.
beginnt das Buch und genau aus diesem "supposed to", den Konventionen für Trolle und Piraten, entwickelt sich die Handlung. Der Troll ist auf der Jagd nach Ziegen, die er laut Konvention essen sollte, er findet aber zu seiner Enttäuschung immer nur Fisch zu essen. Die Piraten (selbstverständlich auf einem Schiff lebend) sind selbstverständlich auf Schatzsuche. Im spannenden Finale treffen Troll und Piraten aufeinander. Mehr sei hier nicht von der Handlung verraten.
Was begeistert an dem Buch? Zuallerst die Sprache, mit viel Witz und immer genau auf den Punkt. Die Typographie, die so genau zum Text passt. Dann die Zeichnungen, die so gar nicht Kinderbuchniedlich sind. Der Troll, der mit Kochbuch und Bratpfanne unterm Arm von Brücke zu Brücke zieht. Das Wort "trip-trapping" in "Who's that trip-trapping over my bridge?" Die Buchrückseite, auf der sich statt Klappentext die Charaktere in Sprechblasen über das Buch, über die Autoren und übereinander auslassen dürfen (Der kahle Pirat: "So 'ow come that the Troll gets on the front? I's be more 'andsome!")
Technische Daten
The Troll von Julia Donaldson und David Roberts
32 Seiten. Pan Macmillan 2009.
Angeblich für Kinder von 36 Monaten bis 5 Jahren.
The Troll
Keine Frage, das Buch musste mit. Das Vorlesen gestaltet sich relativ schwierig, beschränken sich doch die Englischkenntnisse des Kinds bisher auf ein akzentfreies "Charlie bit me!" und "duck duck duck", meist artet es also in eine Art Simultanübersetzung aus.
Für ein Bilderbuch doch eher unüblich, ziehen sich zwei Handlungsstränge durchs Buch, die am Ende zusammengeführt werden.
There was once a troll who lived under a bridge. (That's where trolls are supposed to live.)
beginnt das Buch und genau aus diesem "supposed to", den Konventionen für Trolle und Piraten, entwickelt sich die Handlung. Der Troll ist auf der Jagd nach Ziegen, die er laut Konvention essen sollte, er findet aber zu seiner Enttäuschung immer nur Fisch zu essen. Die Piraten (selbstverständlich auf einem Schiff lebend) sind selbstverständlich auf Schatzsuche. Im spannenden Finale treffen Troll und Piraten aufeinander. Mehr sei hier nicht von der Handlung verraten.
Was begeistert an dem Buch? Zuallerst die Sprache, mit viel Witz und immer genau auf den Punkt. Die Typographie, die so genau zum Text passt. Dann die Zeichnungen, die so gar nicht Kinderbuchniedlich sind. Der Troll, der mit Kochbuch und Bratpfanne unterm Arm von Brücke zu Brücke zieht. Das Wort "trip-trapping" in "Who's that trip-trapping over my bridge?" Die Buchrückseite, auf der sich statt Klappentext die Charaktere in Sprechblasen über das Buch, über die Autoren und übereinander auslassen dürfen (Der kahle Pirat: "So 'ow come that the Troll gets on the front? I's be more 'andsome!")
Technische Daten
The Troll von Julia Donaldson und David Roberts
32 Seiten. Pan Macmillan 2009.
Angeblich für Kinder von 36 Monaten bis 5 Jahren.
The Troll
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Kinderkram,
Rezension
Mittwoch, 13. Oktober 2010
If you can't find a way out of the maze, break some walls.
Moral rot seems to be a theme of the times, although of course, only when it concerns others. Twenty years after the end of history, history is vital again. In fact history is so vital, that it even threatens areas of life, which could be considered ample hideaways from the noise of the world just ten years ago. Intellectual property for example.
The Journal of Intellectual Property Law and Practice posts in its editorial a moving lamento "IP and the moral maze" for todays missing moral in the justification of IP rights. In just ten years the IP world has gone from a fixed set of axiomatic beliefs centered around the two propositions "using another's intellectual creation so as to obtain a gain at his expense is unfair" and "intellectual creation is entitled to legal protection in exchange for the disclosure of its intellectual content to the public" into a moral mess.
For todays situation Jeremy Philips laments "patents are increasingly regarded as the privilege of the greedy few" .. "Within the sphere of brands we are now informed by learned reports commissioned by the European Union that counterfeiting is good for consumers, good for the economy, and good for brand owners", in another matter "if copyright infringement is now so easy to commit and we all have the equipment to infringe it, we should legitimize it so that people do not feel bad about what they are doing" Coming to a heartshaking end:
Of course, Jeremy Philips is a learned man, and so I will refrain from the niddly-fiddly pecking about copyright misuse, ongoing legal battles on spurious claims, the strange role of the RIAA, lobbying efforts etc. I only want to hint on a small one: Philips mentions copyright infringement in a line with "motoring speed limits, parking restrictions, fare-dodging"; if copyright infringements were actually treated in law and lobbying like speed limits, and not like bankrobberies, the public legitimacy of the law would be much higher. But, to be serious, coming to the heart of the matter, these happenings are just white noise, distorting the real questions.

Not caught up in a moral maze: a sheep.
Is IP morally bankrupt? And where are the moral propositions on which the IP system has hitherto been based? But even ten years ago, this question was less easy to answer then it seemed at that time. Copyright (and patent law and..) in its historic form was a hard fought political compromise, the standard-justifications - Locke, Diderot, Edward Young, Kant - could already be refuted on philisophical grounds at the time being. Still, they bear an intuitively convincing appeal by connecting the lone man or woman with her creation, the fruit of her labour, the work which is intrinsically linked to her persona. It is indeed amazing that this notion seems to have hardly any moral credibility today.
Jeremy, as a man of impressive education and knowledge, you certainly know about the less than beautiful coming into the world of the Statute of Anne, know of Millar v. Donaldson, where the House of Lords explicitly denied a natural right in intellectual creations. You know that modern copyright law came into existence, to end the system of the greedy few who lived happily on royal grants. Know that the publishers innovation to secure at least parts of their rights, was to include the author into the system, and to put some limitations into the law. Maybe you know about the German patent law debate of the 19th century when patent proponents could only turn the tide by relying on economic arguments and abandoning the moral sphere. You know of course that economic arguments have in their heart a moral argument as well: "the greatest good for the greatest number" is a moral claim, not a natural law.
And so, we have at least three rival moral claims: the man and his home, the greatest good, and the post-Jeffersonian claim that information should spread like light. In its glorious time IP was able to combine these claims, to take care of the lonely inventor, claim to be market efficient and - per its innovations like limited duration and publishing obligations - IP could have a justified claim to spread knowledge.
And yes, Jeremy Philips, in the last decades the situation of the single author and inventor in regards to his employer or publisher has become worse; and yes, new empirical studies strongly suggest that IP in its known form is far from efficient, and the claim to spread knowledge through IP has been thoroughly shattered by the IP proprietors itself.
It is possible, it really should be done, to battle the sole market-morality now brought forward in these debates. But to do so, first needs some proponents who still can gain trust and who haven't already lost all their moral capital. And one needs some kind of system where the author and inventor really has a claim next to the greedy few, a system which can actually rightfully say that it helps to spread knowledge like light. This time could be right time to fight for a new Statute of Anne. And IP will live forth in some form; but I am pretty sure it won't be the form we have today.
The Journal of Intellectual Property Law and Practice posts in its editorial a moving lamento "IP and the moral maze" for todays missing moral in the justification of IP rights. In just ten years the IP world has gone from a fixed set of axiomatic beliefs centered around the two propositions "using another's intellectual creation so as to obtain a gain at his expense is unfair" and "intellectual creation is entitled to legal protection in exchange for the disclosure of its intellectual content to the public" into a moral mess.
For todays situation Jeremy Philips laments "patents are increasingly regarded as the privilege of the greedy few" .. "Within the sphere of brands we are now informed by learned reports commissioned by the European Union that counterfeiting is good for consumers, good for the economy, and good for brand owners", in another matter "if copyright infringement is now so easy to commit and we all have the equipment to infringe it, we should legitimize it so that people do not feel bad about what they are doing" Coming to a heartshaking end:
Where, then, are the moral arguments that support IP rights, just as they support a man's right to his home, the clothes on his back, and the privacy of his personal thoughts and feelings? And where are the philosophers who are prepared to identify the moral propositions on which the IP system has hitherto been based, at least in part? Or has IP become so morally bankrupt that there none prepared to stand up and defend it?
Of course, Jeremy Philips is a learned man, and so I will refrain from the niddly-fiddly pecking about copyright misuse, ongoing legal battles on spurious claims, the strange role of the RIAA, lobbying efforts etc. I only want to hint on a small one: Philips mentions copyright infringement in a line with "motoring speed limits, parking restrictions, fare-dodging"; if copyright infringements were actually treated in law and lobbying like speed limits, and not like bankrobberies, the public legitimacy of the law would be much higher. But, to be serious, coming to the heart of the matter, these happenings are just white noise, distorting the real questions.
Not caught up in a moral maze: a sheep.
Is IP morally bankrupt? And where are the moral propositions on which the IP system has hitherto been based? But even ten years ago, this question was less easy to answer then it seemed at that time. Copyright (and patent law and..) in its historic form was a hard fought political compromise, the standard-justifications - Locke, Diderot, Edward Young, Kant - could already be refuted on philisophical grounds at the time being. Still, they bear an intuitively convincing appeal by connecting the lone man or woman with her creation, the fruit of her labour, the work which is intrinsically linked to her persona. It is indeed amazing that this notion seems to have hardly any moral credibility today.
Jeremy, as a man of impressive education and knowledge, you certainly know about the less than beautiful coming into the world of the Statute of Anne, know of Millar v. Donaldson, where the House of Lords explicitly denied a natural right in intellectual creations. You know that modern copyright law came into existence, to end the system of the greedy few who lived happily on royal grants. Know that the publishers innovation to secure at least parts of their rights, was to include the author into the system, and to put some limitations into the law. Maybe you know about the German patent law debate of the 19th century when patent proponents could only turn the tide by relying on economic arguments and abandoning the moral sphere. You know of course that economic arguments have in their heart a moral argument as well: "the greatest good for the greatest number" is a moral claim, not a natural law.
And so, we have at least three rival moral claims: the man and his home, the greatest good, and the post-Jeffersonian claim that information should spread like light. In its glorious time IP was able to combine these claims, to take care of the lonely inventor, claim to be market efficient and - per its innovations like limited duration and publishing obligations - IP could have a justified claim to spread knowledge.
And yes, Jeremy Philips, in the last decades the situation of the single author and inventor in regards to his employer or publisher has become worse; and yes, new empirical studies strongly suggest that IP in its known form is far from efficient, and the claim to spread knowledge through IP has been thoroughly shattered by the IP proprietors itself.
It is possible, it really should be done, to battle the sole market-morality now brought forward in these debates. But to do so, first needs some proponents who still can gain trust and who haven't already lost all their moral capital. And one needs some kind of system where the author and inventor really has a claim next to the greedy few, a system which can actually rightfully say that it helps to spread knowledge like light. This time could be right time to fight for a new Statute of Anne. And IP will live forth in some form; but I am pretty sure it won't be the form we have today.
Moral rot seems to be a theme of the times, although of course, only when it concerns others. Twenty years after the end of history, history is vital again. In fact history is so vital, that it even threatens areas of life, which could be considered ample hideaways from the noise of the world just ten years ago. Intellectual property for example.
The Journal of Intellectual Property Law and Practice posts in its editorial a moving lamento "IP and the moral maze" for todays missing moral in the justification of IP rights. In just ten years the IP world has gone from a fixed set of axiomatic beliefs centered around the two propositions "using another's intellectual creation so as to obtain a gain at his expense is unfair" and "intellectual creation is entitled to legal protection in exchange for the disclosure of its intellectual content to the public" into a moral mess.
For todays situation Jeremy Philips laments "patents are increasingly regarded as the privilege of the greedy few" .. "Within the sphere of brands we are now informed by learned reports commissioned by the European Union that counterfeiting is good for consumers, good for the economy, and good for brand owners", in another matter "if copyright infringement is now so easy to commit and we all have the equipment to infringe it, we should legitimize it so that people do not feel bad about what they are doing" Coming to a heartshaking end:
Of course, Jeremy Philips is a learned man, and so I will refrain from the niddly-fiddly pecking about copyright misuse, ongoing legal battles on spurious claims, the strange role of the RIAA, lobbying efforts etc. I only want to hint on a small one: Philips mentions copyright infringement in a line with "motoring speed limits, parking restrictions, fare-dodging"; if copyright infringements were actually treated in law and lobbying like speed limits, and not like bankrobberies, the public legitimacy of the law would be much higher. But, to be serious, coming to the heart of the matter, these happenings are just white noise, distorting the real questions.

Not caught up in a moral maze: a sheep.
Is IP morally bankrupt? And where are the moral propositions on which the IP system has hitherto been based? But even ten years ago, this question was less easy to answer then it seemed at that time. Copyright (and patent law and..) in its historic form was a hard fought political compromise, the standard-justifications - Locke, Diderot, Edward Young, Kant - could already be refuted on philisophical grounds at the time being. Still, they bear an intuitively convincing appeal by connecting the lone man or woman with her creation, the fruit of her labour, the work which is intrinsically linked to her persona. It is indeed amazing that this notion seems to have hardly any moral credibility today.
Jeremy, as a man of impressive education and knowledge, you certainly know about the less than beautiful coming into the world of the Statute of Anne, know of Millar v. Donaldson, where the House of Lords explicitly denied a natural right in intellectual creations. You know that modern copyright law came into existence, to end the system of the greedy few who lived happily on royal grants. Know that the publishers innovation to secure at least parts of their rights, was to include the author into the system, and to put some limitations into the law. Maybe you know about the German patent law debate of the 19th century when patent proponents could only turn the tide by relying on economic arguments and abandoning the moral sphere. You know of course that economic arguments have in their heart a moral argument as well: "the greatest good for the greatest number" is a moral claim, not a natural law.
And so, we have at least three rival moral claims: the man and his home, the greatest good, and the post-Jeffersonian claim that information should spread like light. In its glorious time IP was able to combine these claims, to take care of the lonely inventor, claim to be market efficient and - per its innovations like limited duration and publishing obligations - IP could have a justified claim to spread knowledge.
And yes, Jeremy Philips, in the last decades the situation of the single author and inventor in regards to his employer or publisher has become worse; and yes, new empirical studies strongly suggest that IP in its known form is far from efficient, and the claim to spread knowledge through IP has been thoroughly shattered by the IP proprietors itself.
It is possible, it really should be done, to battle the sole market-morality now brought forward in these debates. But to do so, first needs some proponents who still can gain trust and who haven't already lost all their moral capital. And one needs some kind of system where the author and inventor really has a claim next to the greedy few, a system which can actually rightfully say that it helps to spread knowledge like light. This time could be right time to fight for a new Statute of Anne. And IP will live forth in some form; but I am pretty sure it won't be the form we have today.
The Journal of Intellectual Property Law and Practice posts in its editorial a moving lamento "IP and the moral maze" for todays missing moral in the justification of IP rights. In just ten years the IP world has gone from a fixed set of axiomatic beliefs centered around the two propositions "using another's intellectual creation so as to obtain a gain at his expense is unfair" and "intellectual creation is entitled to legal protection in exchange for the disclosure of its intellectual content to the public" into a moral mess.
For todays situation Jeremy Philips laments "patents are increasingly regarded as the privilege of the greedy few" .. "Within the sphere of brands we are now informed by learned reports commissioned by the European Union that counterfeiting is good for consumers, good for the economy, and good for brand owners", in another matter "if copyright infringement is now so easy to commit and we all have the equipment to infringe it, we should legitimize it so that people do not feel bad about what they are doing" Coming to a heartshaking end:
Where, then, are the moral arguments that support IP rights, just as they support a man's right to his home, the clothes on his back, and the privacy of his personal thoughts and feelings? And where are the philosophers who are prepared to identify the moral propositions on which the IP system has hitherto been based, at least in part? Or has IP become so morally bankrupt that there none prepared to stand up and defend it?
Of course, Jeremy Philips is a learned man, and so I will refrain from the niddly-fiddly pecking about copyright misuse, ongoing legal battles on spurious claims, the strange role of the RIAA, lobbying efforts etc. I only want to hint on a small one: Philips mentions copyright infringement in a line with "motoring speed limits, parking restrictions, fare-dodging"; if copyright infringements were actually treated in law and lobbying like speed limits, and not like bankrobberies, the public legitimacy of the law would be much higher. But, to be serious, coming to the heart of the matter, these happenings are just white noise, distorting the real questions.
Not caught up in a moral maze: a sheep.
Is IP morally bankrupt? And where are the moral propositions on which the IP system has hitherto been based? But even ten years ago, this question was less easy to answer then it seemed at that time. Copyright (and patent law and..) in its historic form was a hard fought political compromise, the standard-justifications - Locke, Diderot, Edward Young, Kant - could already be refuted on philisophical grounds at the time being. Still, they bear an intuitively convincing appeal by connecting the lone man or woman with her creation, the fruit of her labour, the work which is intrinsically linked to her persona. It is indeed amazing that this notion seems to have hardly any moral credibility today.
Jeremy, as a man of impressive education and knowledge, you certainly know about the less than beautiful coming into the world of the Statute of Anne, know of Millar v. Donaldson, where the House of Lords explicitly denied a natural right in intellectual creations. You know that modern copyright law came into existence, to end the system of the greedy few who lived happily on royal grants. Know that the publishers innovation to secure at least parts of their rights, was to include the author into the system, and to put some limitations into the law. Maybe you know about the German patent law debate of the 19th century when patent proponents could only turn the tide by relying on economic arguments and abandoning the moral sphere. You know of course that economic arguments have in their heart a moral argument as well: "the greatest good for the greatest number" is a moral claim, not a natural law.
And so, we have at least three rival moral claims: the man and his home, the greatest good, and the post-Jeffersonian claim that information should spread like light. In its glorious time IP was able to combine these claims, to take care of the lonely inventor, claim to be market efficient and - per its innovations like limited duration and publishing obligations - IP could have a justified claim to spread knowledge.
And yes, Jeremy Philips, in the last decades the situation of the single author and inventor in regards to his employer or publisher has become worse; and yes, new empirical studies strongly suggest that IP in its known form is far from efficient, and the claim to spread knowledge through IP has been thoroughly shattered by the IP proprietors itself.
It is possible, it really should be done, to battle the sole market-morality now brought forward in these debates. But to do so, first needs some proponents who still can gain trust and who haven't already lost all their moral capital. And one needs some kind of system where the author and inventor really has a claim next to the greedy few, a system which can actually rightfully say that it helps to spread knowledge like light. This time could be right time to fight for a new Statute of Anne. And IP will live forth in some form; but I am pretty sure it won't be the form we have today.
If you can't find a way out of the maze, break some walls.
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Geschichte des Urheberrechts,
Moral,
Urheberrecht
Ein paar lose Gedanken zu #Twitter
Twitter hat den Turing-Test radikal vereinfacht. Wenn Dir jemand folgt, ist es ein Bot. In den paar Wochen meines kleinen niedlichen Twitteraccounts habe ich mehr Gesundheits/Börsen/SEO/sonstigen Spam bekommen, als in den letzten 15 Jahren per Post. Über das Bottwitter hat Eric Kubitz nebenan einen netten Post: "das große Twitter-Missverständnis".
Neben das vollautomatisierte Werbetwitter, in dem vor allem Bots anderen Bots folgen, stellt Kubitz das "... Twitter in dem manche Berufs- und Hobby-Gruppen ihre relevante, kuschelige, sinnvolle und spaßmachende Kommunikation betreiben." Und selbst in diesem Sinnvollkuscheltwitter muss ich sagen, je mehr ich davon sehe, desto irritierter bin ich.
- Trotz aller Vorbehalte bin ich über Twitter auf überraschend viele interessante Menschen gestoßen bzw. habe bei einigen erst festgestellt, wie interessant sie eigentlich sind.
- Je diverser und entfernter Menschen sind, desto mehr müssen Selbstverständlichkeiten und Erklärungen mitkommuniziert werden, desto informationsärmer wird eine gegebene Anzahl Zeichen.
- Umkehrschluß: je vertrauter desto Twitter.
- Sinnstiftend sind links; reine Informationen.
- Links funktionieren vor allem dann, wenn ich dem Linkgeber vertraue.
- So lange sich Vertrauen nicht quantifizieren lässt, werden Twitterbots weiter erfolglos irrlichtern.
- Reine Informationsposts sind bei 140 Zeichen so beschränkt, dass sie meist nur ein was/wo/wann/wie enthalten, meist also unmittelbar umzusetzende Handlungsanforderungen enthalten.
- Fast alle Menschen haben keine Information, die jetzt gerade für mich handlungsanleitend wäre.
- Menschen, deren Meinung sich verläßlich in 140 Zeichen zusammenfassen lässt, machen mich depressiv.
- Was immer geht sind schnell hingeworfene Aphorismen. Gute Aphorismen zu erfinden ist erstaunlich schwer.
- Habe gehört es soll ein Twitter-Buch geben. Stelle es mir so ähnlich wie mein dickes gelbes "Großes Buch der 1001 Witze" vor.
- Die Banalitäten, die alle Menschen (inkl. mir natürlich) im Alltag von sich geben, ertragen wir nur, weil wir diese Menschen an sich mögen.
- Umkehrschluß: je vertrauter desto Twitter.
- Nebenschluß: deshalb sind Prominenten-Accounts in Twitter so prominent.
- In der Zeit in der ich aus Twitter Informationen rausziehe, die mir morgen noch helfen, habe ich drei Artikel bei longform.org gelesen.
- 140 Zeichen eigenen sich gut für Schwarz/Weiß-Malerei, der Netzwerkeffekt für Massenhysterie. Entweder sind alle dagegen oder alle dafür.
- Faszinierend, dass man trotz all der Nachteile soviele spannende Menschen trifft.
Neben das vollautomatisierte Werbetwitter, in dem vor allem Bots anderen Bots folgen, stellt Kubitz das "... Twitter in dem manche Berufs- und Hobby-Gruppen ihre relevante, kuschelige, sinnvolle und spaßmachende Kommunikation betreiben." Und selbst in diesem Sinnvollkuscheltwitter muss ich sagen, je mehr ich davon sehe, desto irritierter bin ich.
- Trotz aller Vorbehalte bin ich über Twitter auf überraschend viele interessante Menschen gestoßen bzw. habe bei einigen erst festgestellt, wie interessant sie eigentlich sind.
- Je diverser und entfernter Menschen sind, desto mehr müssen Selbstverständlichkeiten und Erklärungen mitkommuniziert werden, desto informationsärmer wird eine gegebene Anzahl Zeichen.
- Umkehrschluß: je vertrauter desto Twitter.
- Sinnstiftend sind links; reine Informationen.
- Links funktionieren vor allem dann, wenn ich dem Linkgeber vertraue.
- So lange sich Vertrauen nicht quantifizieren lässt, werden Twitterbots weiter erfolglos irrlichtern.
- Reine Informationsposts sind bei 140 Zeichen so beschränkt, dass sie meist nur ein was/wo/wann/wie enthalten, meist also unmittelbar umzusetzende Handlungsanforderungen enthalten.
- Fast alle Menschen haben keine Information, die jetzt gerade für mich handlungsanleitend wäre.
- Menschen, deren Meinung sich verläßlich in 140 Zeichen zusammenfassen lässt, machen mich depressiv.
- Was immer geht sind schnell hingeworfene Aphorismen. Gute Aphorismen zu erfinden ist erstaunlich schwer.
- Habe gehört es soll ein Twitter-Buch geben. Stelle es mir so ähnlich wie mein dickes gelbes "Großes Buch der 1001 Witze" vor.
- Die Banalitäten, die alle Menschen (inkl. mir natürlich) im Alltag von sich geben, ertragen wir nur, weil wir diese Menschen an sich mögen.
- Umkehrschluß: je vertrauter desto Twitter.
- Nebenschluß: deshalb sind Prominenten-Accounts in Twitter so prominent.
- In der Zeit in der ich aus Twitter Informationen rausziehe, die mir morgen noch helfen, habe ich drei Artikel bei longform.org gelesen.
- 140 Zeichen eigenen sich gut für Schwarz/Weiß-Malerei, der Netzwerkeffekt für Massenhysterie. Entweder sind alle dagegen oder alle dafür.
- Faszinierend, dass man trotz all der Nachteile soviele spannende Menschen trifft.
Twitter hat den Turing-Test radikal vereinfacht. Wenn Dir jemand folgt, ist es ein Bot. In den paar Wochen meines kleinen niedlichen Twitteraccounts habe ich mehr Gesundheits/Börsen/SEO/sonstigen Spam bekommen, als in den letzten 15 Jahren per Post. Über das Bottwitter hat Eric Kubitz nebenan einen netten Post: "das große Twitter-Missverständnis".
Neben das vollautomatisierte Werbetwitter, in dem vor allem Bots anderen Bots folgen, stellt Kubitz das "... Twitter in dem manche Berufs- und Hobby-Gruppen ihre relevante, kuschelige, sinnvolle und spaßmachende Kommunikation betreiben." Und selbst in diesem Sinnvollkuscheltwitter muss ich sagen, je mehr ich davon sehe, desto irritierter bin ich.
- Trotz aller Vorbehalte bin ich über Twitter auf überraschend viele interessante Menschen gestoßen bzw. habe bei einigen erst festgestellt, wie interessant sie eigentlich sind.
- Je diverser und entfernter Menschen sind, desto mehr müssen Selbstverständlichkeiten und Erklärungen mitkommuniziert werden, desto informationsärmer wird eine gegebene Anzahl Zeichen.
- Umkehrschluß: je vertrauter desto Twitter.
- Sinnstiftend sind links; reine Informationen.
- Links funktionieren vor allem dann, wenn ich dem Linkgeber vertraue.
- So lange sich Vertrauen nicht quantifizieren lässt, werden Twitterbots weiter erfolglos irrlichtern.
- Reine Informationsposts sind bei 140 Zeichen so beschränkt, dass sie meist nur ein was/wo/wann/wie enthalten, meist also unmittelbar umzusetzende Handlungsanforderungen enthalten.
- Fast alle Menschen haben keine Information, die jetzt gerade für mich handlungsanleitend wäre.
- Menschen, deren Meinung sich verläßlich in 140 Zeichen zusammenfassen lässt, machen mich depressiv.
- Was immer geht sind schnell hingeworfene Aphorismen. Gute Aphorismen zu erfinden ist erstaunlich schwer.
- Habe gehört es soll ein Twitter-Buch geben. Stelle es mir so ähnlich wie mein dickes gelbes "Großes Buch der 1001 Witze" vor.
- Die Banalitäten, die alle Menschen (inkl. mir natürlich) im Alltag von sich geben, ertragen wir nur, weil wir diese Menschen an sich mögen.
- Umkehrschluß: je vertrauter desto Twitter.
- Nebenschluß: deshalb sind Prominenten-Accounts in Twitter so prominent.
- In der Zeit in der ich aus Twitter Informationen rausziehe, die mir morgen noch helfen, habe ich drei Artikel bei longform.org gelesen.
- 140 Zeichen eigenen sich gut für Schwarz/Weiß-Malerei, der Netzwerkeffekt für Massenhysterie. Entweder sind alle dagegen oder alle dafür.
- Faszinierend, dass man trotz all der Nachteile soviele spannende Menschen trifft.
Neben das vollautomatisierte Werbetwitter, in dem vor allem Bots anderen Bots folgen, stellt Kubitz das "... Twitter in dem manche Berufs- und Hobby-Gruppen ihre relevante, kuschelige, sinnvolle und spaßmachende Kommunikation betreiben." Und selbst in diesem Sinnvollkuscheltwitter muss ich sagen, je mehr ich davon sehe, desto irritierter bin ich.
- Trotz aller Vorbehalte bin ich über Twitter auf überraschend viele interessante Menschen gestoßen bzw. habe bei einigen erst festgestellt, wie interessant sie eigentlich sind.
- Je diverser und entfernter Menschen sind, desto mehr müssen Selbstverständlichkeiten und Erklärungen mitkommuniziert werden, desto informationsärmer wird eine gegebene Anzahl Zeichen.
- Umkehrschluß: je vertrauter desto Twitter.
- Sinnstiftend sind links; reine Informationen.
- Links funktionieren vor allem dann, wenn ich dem Linkgeber vertraue.
- So lange sich Vertrauen nicht quantifizieren lässt, werden Twitterbots weiter erfolglos irrlichtern.
- Reine Informationsposts sind bei 140 Zeichen so beschränkt, dass sie meist nur ein was/wo/wann/wie enthalten, meist also unmittelbar umzusetzende Handlungsanforderungen enthalten.
- Fast alle Menschen haben keine Information, die jetzt gerade für mich handlungsanleitend wäre.
- Menschen, deren Meinung sich verläßlich in 140 Zeichen zusammenfassen lässt, machen mich depressiv.
- Was immer geht sind schnell hingeworfene Aphorismen. Gute Aphorismen zu erfinden ist erstaunlich schwer.
- Habe gehört es soll ein Twitter-Buch geben. Stelle es mir so ähnlich wie mein dickes gelbes "Großes Buch der 1001 Witze" vor.
- Die Banalitäten, die alle Menschen (inkl. mir natürlich) im Alltag von sich geben, ertragen wir nur, weil wir diese Menschen an sich mögen.
- Umkehrschluß: je vertrauter desto Twitter.
- Nebenschluß: deshalb sind Prominenten-Accounts in Twitter so prominent.
- In der Zeit in der ich aus Twitter Informationen rausziehe, die mir morgen noch helfen, habe ich drei Artikel bei longform.org gelesen.
- 140 Zeichen eigenen sich gut für Schwarz/Weiß-Malerei, der Netzwerkeffekt für Massenhysterie. Entweder sind alle dagegen oder alle dafür.
- Faszinierend, dass man trotz all der Nachteile soviele spannende Menschen trifft.
Ein paar lose Gedanken zu #Twitter
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Hamburg Schwarz-Grün
Erst wenn die letzte Bücherhalle aufgegeben, und das letzte Museum geschlossen ist, werdet Ihr feststellen, dass man die Elbphilharmonie immer noch nicht bezahlen kann.
Erst wenn die letzte Bücherhalle aufgegeben, und das letzte Museum geschlossen ist, werdet Ihr feststellen, dass man die Elbphilharmonie immer noch nicht bezahlen kann.
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Politik
Dienstag, 12. Oktober 2010
Und dann machen wir im Wohnzimmer morgen Abend lizensierte Kunst. Beuys kommt auch vor.
Die Financial Times hat ein spannendes Stück "Performance art in the marketplace", in dem es um die Abstrahierung und Verrechtlichung der Performance Art geht. Um es mal kurz und entstellend zusammenzufassen:
Während der ursprüngliche Handel mit Performance Art sich auf materielle Gegenstände bezog, handelt man jetzt mit der Idee. Wobei noch vieles unklar ist: wieviele Leute werden die Szene dann zuhause nachstellen? Kann man es anderen verbieten? Kann man Performance Art ähnlich wie eine Choreographie oder ein musikalisches Werk andauernd neuinterpretieren? Werden die oft antikapitalistischen Performancekünstler der 1970er ihre Werke nachträglich Urheberrechtsschutz durchsetzen wollen? Und wie geht die Saga mit der Beuys-Witwe weiter? Spannendes Rechts/Politik/Kunst-Feld zur weiteren Beobachtung.
At what point did acquiring performance art switch from owning objects associated with the actions, such as videos and photographs, to possessing the “idea” behind the piece?
Während der ursprüngliche Handel mit Performance Art sich auf materielle Gegenstände bezog, handelt man jetzt mit der Idee. Wobei noch vieles unklar ist: wieviele Leute werden die Szene dann zuhause nachstellen? Kann man es anderen verbieten? Kann man Performance Art ähnlich wie eine Choreographie oder ein musikalisches Werk andauernd neuinterpretieren? Werden die oft antikapitalistischen Performancekünstler der 1970er ihre Werke nachträglich Urheberrechtsschutz durchsetzen wollen? Und wie geht die Saga mit der Beuys-Witwe weiter? Spannendes Rechts/Politik/Kunst-Feld zur weiteren Beobachtung.
Die Financial Times hat ein spannendes Stück "Performance art in the marketplace", in dem es um die Abstrahierung und Verrechtlichung der Performance Art geht. Um es mal kurz und entstellend zusammenzufassen:
Während der ursprüngliche Handel mit Performance Art sich auf materielle Gegenstände bezog, handelt man jetzt mit der Idee. Wobei noch vieles unklar ist: wieviele Leute werden die Szene dann zuhause nachstellen? Kann man es anderen verbieten? Kann man Performance Art ähnlich wie eine Choreographie oder ein musikalisches Werk andauernd neuinterpretieren? Werden die oft antikapitalistischen Performancekünstler der 1970er ihre Werke nachträglich Urheberrechtsschutz durchsetzen wollen? Und wie geht die Saga mit der Beuys-Witwe weiter? Spannendes Rechts/Politik/Kunst-Feld zur weiteren Beobachtung.
At what point did acquiring performance art switch from owning objects associated with the actions, such as videos and photographs, to possessing the “idea” behind the piece?
Während der ursprüngliche Handel mit Performance Art sich auf materielle Gegenstände bezog, handelt man jetzt mit der Idee. Wobei noch vieles unklar ist: wieviele Leute werden die Szene dann zuhause nachstellen? Kann man es anderen verbieten? Kann man Performance Art ähnlich wie eine Choreographie oder ein musikalisches Werk andauernd neuinterpretieren? Werden die oft antikapitalistischen Performancekünstler der 1970er ihre Werke nachträglich Urheberrechtsschutz durchsetzen wollen? Und wie geht die Saga mit der Beuys-Witwe weiter? Spannendes Rechts/Politik/Kunst-Feld zur weiteren Beobachtung.
Und dann machen wir im Wohnzimmer morgen Abend lizensierte Kunst. Beuys kommt auch vor.
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Qualitätskriterium auf der Suche nach Babyspielzeug
Es ist intelligent, aber weich.
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Kinderkram
Ja!!! zur Sockenpuppe
Das mit der Enzyklopädie ist natürlich nur Tarnung. Auch wenn Peter Habers These vom "Teil der alten Protestkultur der Nachkriegsgesellschaft" am Thema vorbeigeht, und "Teil der alten Briefmarkensammlerkultur der Nachkriegsgesellschaft" die passendere Polemikmetapher wäre; das mit dem Grundlegenden Werk für die Menschheit ist bei der Wikipedia tatsächlich nur ein Nebeneffekt. Wichtig ist Anderes. Auf ein geradezu anrührendes Beispiel des eigentlich Sinn und Zwecks, weist der aktuelle Wikipedia-Signpost hin.
Benutzer Cumulus an Benutzerin Rododendron:

Benutzerin Rododendron an Benutzer Cumulus:

Ereignet haben sich die bewegenden Szenen auf der Nutzerseite der niederländischen Benutzerin Rododendron.
Ich nehme an, die Seite ist dann auch die Adresse, auf der man gratulieren darf.
Benutzer Cumulus an Benutzerin Rododendron:
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Das mit der Enzyklopädie ist natürlich nur Tarnung. Auch wenn Peter Habers These vom "Teil der alten Protestkultur der Nachkriegsgesellschaft" am Thema vorbeigeht, und "Teil der alten Briefmarkensammlerkultur der Nachkriegsgesellschaft" die passendere Polemikmetapher wäre; das mit dem Grundlegenden Werk für die Menschheit ist bei der Wikipedia tatsächlich nur ein Nebeneffekt. Wichtig ist Anderes. Auf ein geradezu anrührendes Beispiel des eigentlich Sinn und Zwecks, weist der aktuelle Wikipedia-Signpost hin.
Benutzer Cumulus an Benutzerin Rododendron:

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Ereignet haben sich die bewegenden Szenen auf der Nutzerseite der niederländischen Benutzerin Rododendron.
Ich nehme an, die Seite ist dann auch die Adresse, auf der man gratulieren darf.
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Ja!!! zur Sockenpuppe
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Wikipedia
Zur Ehrenrettung des Almanachs
Drüben bei Common-Place gibt es einen sehr netten Blogpost "Redeeming the Almanac". Molly McCarthy bemüht sich, das kleine Büchlein für Jedermann mit den vielen Informationen in seiner Ehre zu retten. Im 18. und 19. allgegenwärtig, entwickelte es sich in den darauffolgenden Dekaden zur Lachnummer der Literaturkritik.
Im Bemühen den Almanach vor der abschätzigen Einschätzung zu retten, benutzt Molly McCarthy eine, meines Erachtens leicht deplatzierte, iPhone-Analogie. Die Analogie scheitert vor allem daran, dass das iPhone im Vergleich zum Almanach vergänglich und randständig ist. Almanache haben sich mehrere Jahrhunderte gehalten, und mit McCarthy:
Als Buch für das Allernotwendigste hat es sich auf das spezialisiert, wofür echter Bedarf bestand. Neben den Daten und Zeiten für Wetter, See und Landwirtschaft waren dies auch erbauliche Geschichten und mit der Zeit reichlicher Platz für eigene Anmerkungen.
Ich würde größer ansetzen als McCarthy: kein iPhone, sondern das mobile Internet des 18. und 19. Jahrhunderts. Schamhaft verleugnet vom Bildungsbürgertum des 20. Jahrhunderts.
Und um in freifliegende Theoriefindung zu gehen: vielleicht verhält sich das Internet des 22. Jahrhunderts zum heutigen so ähnlich wie die Library of Congress zum Poor Richard's Almanac. Die überbordende Werbung durch Quacksalber, die den Almanachverlegern langfristig Ruf und Geschäftsmodell kostete, kommt mir auf jeden Fall vage bekannt vor.
Im Bemühen den Almanach vor der abschätzigen Einschätzung zu retten, benutzt Molly McCarthy eine, meines Erachtens leicht deplatzierte, iPhone-Analogie. Die Analogie scheitert vor allem daran, dass das iPhone im Vergleich zum Almanach vergänglich und randständig ist. Almanache haben sich mehrere Jahrhunderte gehalten, und mit McCarthy:
Just as an iPhone connects users to an outside world and provides a feast of tools designed to make our lives easier, the almanac held the same promise. More than that, it was central to early American life and culture..
Als Buch für das Allernotwendigste hat es sich auf das spezialisiert, wofür echter Bedarf bestand. Neben den Daten und Zeiten für Wetter, See und Landwirtschaft waren dies auch erbauliche Geschichten und mit der Zeit reichlicher Platz für eigene Anmerkungen.
Was it a calendar? A collection of essays? A rudimentary calculator? A political commentator? A timepiece? A local directory? A diary? Uh-huh. It was all that and more.
Ich würde größer ansetzen als McCarthy: kein iPhone, sondern das mobile Internet des 18. und 19. Jahrhunderts. Schamhaft verleugnet vom Bildungsbürgertum des 20. Jahrhunderts.
Und um in freifliegende Theoriefindung zu gehen: vielleicht verhält sich das Internet des 22. Jahrhunderts zum heutigen so ähnlich wie die Library of Congress zum Poor Richard's Almanac. Die überbordende Werbung durch Quacksalber, die den Almanachverlegern langfristig Ruf und Geschäftsmodell kostete, kommt mir auf jeden Fall vage bekannt vor.
Drüben bei Common-Place gibt es einen sehr netten Blogpost "Redeeming the Almanac". Molly McCarthy bemüht sich, das kleine Büchlein für Jedermann mit den vielen Informationen in seiner Ehre zu retten. Im 18. und 19. allgegenwärtig, entwickelte es sich in den darauffolgenden Dekaden zur Lachnummer der Literaturkritik.
Im Bemühen den Almanach vor der abschätzigen Einschätzung zu retten, benutzt Molly McCarthy eine, meines Erachtens leicht deplatzierte, iPhone-Analogie. Die Analogie scheitert vor allem daran, dass das iPhone im Vergleich zum Almanach vergänglich und randständig ist. Almanache haben sich mehrere Jahrhunderte gehalten, und mit McCarthy:
Als Buch für das Allernotwendigste hat es sich auf das spezialisiert, wofür echter Bedarf bestand. Neben den Daten und Zeiten für Wetter, See und Landwirtschaft waren dies auch erbauliche Geschichten und mit der Zeit reichlicher Platz für eigene Anmerkungen.
Ich würde größer ansetzen als McCarthy: kein iPhone, sondern das mobile Internet des 18. und 19. Jahrhunderts. Schamhaft verleugnet vom Bildungsbürgertum des 20. Jahrhunderts.
Und um in freifliegende Theoriefindung zu gehen: vielleicht verhält sich das Internet des 22. Jahrhunderts zum heutigen so ähnlich wie die Library of Congress zum Poor Richard's Almanac. Die überbordende Werbung durch Quacksalber, die den Almanachverlegern langfristig Ruf und Geschäftsmodell kostete, kommt mir auf jeden Fall vage bekannt vor.
Im Bemühen den Almanach vor der abschätzigen Einschätzung zu retten, benutzt Molly McCarthy eine, meines Erachtens leicht deplatzierte, iPhone-Analogie. Die Analogie scheitert vor allem daran, dass das iPhone im Vergleich zum Almanach vergänglich und randständig ist. Almanache haben sich mehrere Jahrhunderte gehalten, und mit McCarthy:
Just as an iPhone connects users to an outside world and provides a feast of tools designed to make our lives easier, the almanac held the same promise. More than that, it was central to early American life and culture..
Als Buch für das Allernotwendigste hat es sich auf das spezialisiert, wofür echter Bedarf bestand. Neben den Daten und Zeiten für Wetter, See und Landwirtschaft waren dies auch erbauliche Geschichten und mit der Zeit reichlicher Platz für eigene Anmerkungen.
Was it a calendar? A collection of essays? A rudimentary calculator? A political commentator? A timepiece? A local directory? A diary? Uh-huh. It was all that and more.
Ich würde größer ansetzen als McCarthy: kein iPhone, sondern das mobile Internet des 18. und 19. Jahrhunderts. Schamhaft verleugnet vom Bildungsbürgertum des 20. Jahrhunderts.
Und um in freifliegende Theoriefindung zu gehen: vielleicht verhält sich das Internet des 22. Jahrhunderts zum heutigen so ähnlich wie die Library of Congress zum Poor Richard's Almanac. Die überbordende Werbung durch Quacksalber, die den Almanachverlegern langfristig Ruf und Geschäftsmodell kostete, kommt mir auf jeden Fall vage bekannt vor.
Zur Ehrenrettung des Almanachs
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Es war verlockend, die #fcrc-Räume zu verlassen
Dahlem in autumn:






Versteh gar nicht, warum alle immer nach Neukölln wollen. But for some more pictures actually taken at the conference see the conference documentation site.
Versteh gar nicht, warum alle immer nach Neukölln wollen. But for some more pictures actually taken at the conference see the conference documentation site.
Dahlem in autumn:






Versteh gar nicht, warum alle immer nach Neukölln wollen. But for some more pictures actually taken at the conference see the conference documentation site.
Versteh gar nicht, warum alle immer nach Neukölln wollen. But for some more pictures actually taken at the conference see the conference documentation site.
Es war verlockend, die #fcrc-Räume zu verlassen
Montag, 11. Oktober 2010
You know when you've been Mango'd
Shrimps allüberall. Gekühlt, getrocknet, gekocht, gebrachten, paniert, tiefgefroren als Torpedo-Shrimps oder als Tofu-Shrimp. Sardellen in Dosen, Gläsern, Tiefkühltruhen, als Pulver, als Kuchen oder als Getränk. Kimchi im Glas, in der Dose, frisch oder getrocknet, genau wie Seetang. Und natürlich Mangos frisch, getrocknet, als Keks, als Kuchen, als Püree, als Getränk oder als Shrimp-Substitut. Nein, das letzte habe ich jetzt erfunden, würde mich aber nicht wundern, wenn es ein solches gäbe.
Einverstanden, für deutsche Großstadtbewohner ist ein Asia-Laden kein gänzlich unbekanntes Terrain, und auch ich bin schon öfters mal zwischen Bananenblättern, 20-Kilo-Säcken-Reis umhergeirrt, und habe gerätselt, was für ein Tier das auf der schreiend gelben Packung wohl sein soll, und welcher Teil des Tieres nun in die Packung gewandert ist. Drachen hab ich dann immer metaphorisch aufgefasst.
Nun aber wird alles anders, neben dem hier öfters erwähnten Kochhaus und dem bereits erwähnten halben Dutzend guter bis exzellenter türkischer Supermärkte, und dem feinen, aber kleinen und teuren christlich koreanischen Lebensmittelgeschäft, hat Schöneberg jetzt auch einen "Asien-Supermarkt" (Hauptstraße/Ecke Albertstraße, Bushaltestelle Albertstraße, bisher anscheinend ohne Website). Der unterscheidet sich merklich von all den deutschen Cousins, die ich bisher gesehen habe.
Der Markt – da untergebracht, wo letzten Monat noch ein Plus/Netto saß – hat zum einen einen echten Stand mit frischem Gemüse, zum anderen zwei große Kühlregale mit fast-frischem Obst und Gemüse: 9 Sorten Chili, 3 Sorten Mangos, den erwähnten Kimchi, Ingwer in diversen Varianten, mir unbekannte Pilze, frische Tamarinden und frischer grüner Pfeffer. Daneben noch ein Dutzend Sorten Knoblauch, und Zwiebelsorten, die mir bisher auch unbekannt waren. Wenn man also auf frisches Fleisch verzichtet, kann man sich hier eine vollständige Mahlzeit zusammenkaufen.
Daneben gibt es natürlich noch die üblichen Fertiggerichte, wenn auch in reichlicherer Auswahl, etwa 10 Regalmeter Sojasaucen, und so das übliche. Kokoswasser naturell, Seetangkekse, noch ein paar eher gewöhnungsbedürftige Kekse, und ungefähr soviel Shrimps, wie ich sie bisher nur im Büsumer Hafen gesehen habe; Tiefkühltruhenweise.
Und anders als in den meisten anderen Asia-Supermärkten, die ich kenne, ist der hier wirklich konsequent darauf ausgelegt, auch von Deutschen benutzt zu werden. Regale sind durchgehend in deutsch beschriftet, das Personal versteht einen, selbst die Anordnung der Waren erinnert vage an einen deutschen Supermarkt. Erstaunlicherweise hat sich sogar ein Stapel originär deutscher Maiscracker-"Glutenfrei" in die Regale verirrt. Da ist das Einkaufen jetzt zugegebenermaßen weniger aufregend und abenteuerlich als in anderen Asia-Läden. Da beim normalen Dienstagabendeinkauf aber Zeit ein nicht unwesentlicher Faktor ist, verzichte ich dann für den Alltagsbetrieb gerne auf das Abenteuer.
Nur hilft mir all die deutsche Beschriftung wenig, wenn ich die Nahrungsmittel komplett nicht kenne oder nicht weiß, was ich damit machen soll. Kennt jemand ein gutes Rezept für Qualle?
Einverstanden, für deutsche Großstadtbewohner ist ein Asia-Laden kein gänzlich unbekanntes Terrain, und auch ich bin schon öfters mal zwischen Bananenblättern, 20-Kilo-Säcken-Reis umhergeirrt, und habe gerätselt, was für ein Tier das auf der schreiend gelben Packung wohl sein soll, und welcher Teil des Tieres nun in die Packung gewandert ist. Drachen hab ich dann immer metaphorisch aufgefasst.
Nun aber wird alles anders, neben dem hier öfters erwähnten Kochhaus und dem bereits erwähnten halben Dutzend guter bis exzellenter türkischer Supermärkte, und dem feinen, aber kleinen und teuren christlich koreanischen Lebensmittelgeschäft, hat Schöneberg jetzt auch einen "Asien-Supermarkt" (Hauptstraße/Ecke Albertstraße, Bushaltestelle Albertstraße, bisher anscheinend ohne Website). Der unterscheidet sich merklich von all den deutschen Cousins, die ich bisher gesehen habe.
Der Markt – da untergebracht, wo letzten Monat noch ein Plus/Netto saß – hat zum einen einen echten Stand mit frischem Gemüse, zum anderen zwei große Kühlregale mit fast-frischem Obst und Gemüse: 9 Sorten Chili, 3 Sorten Mangos, den erwähnten Kimchi, Ingwer in diversen Varianten, mir unbekannte Pilze, frische Tamarinden und frischer grüner Pfeffer. Daneben noch ein Dutzend Sorten Knoblauch, und Zwiebelsorten, die mir bisher auch unbekannt waren. Wenn man also auf frisches Fleisch verzichtet, kann man sich hier eine vollständige Mahlzeit zusammenkaufen.
Daneben gibt es natürlich noch die üblichen Fertiggerichte, wenn auch in reichlicherer Auswahl, etwa 10 Regalmeter Sojasaucen, und so das übliche. Kokoswasser naturell, Seetangkekse, noch ein paar eher gewöhnungsbedürftige Kekse, und ungefähr soviel Shrimps, wie ich sie bisher nur im Büsumer Hafen gesehen habe; Tiefkühltruhenweise.
Und anders als in den meisten anderen Asia-Supermärkten, die ich kenne, ist der hier wirklich konsequent darauf ausgelegt, auch von Deutschen benutzt zu werden. Regale sind durchgehend in deutsch beschriftet, das Personal versteht einen, selbst die Anordnung der Waren erinnert vage an einen deutschen Supermarkt. Erstaunlicherweise hat sich sogar ein Stapel originär deutscher Maiscracker-"Glutenfrei" in die Regale verirrt. Da ist das Einkaufen jetzt zugegebenermaßen weniger aufregend und abenteuerlich als in anderen Asia-Läden. Da beim normalen Dienstagabendeinkauf aber Zeit ein nicht unwesentlicher Faktor ist, verzichte ich dann für den Alltagsbetrieb gerne auf das Abenteuer.
Nur hilft mir all die deutsche Beschriftung wenig, wenn ich die Nahrungsmittel komplett nicht kenne oder nicht weiß, was ich damit machen soll. Kennt jemand ein gutes Rezept für Qualle?
Shrimps allüberall. Gekühlt, getrocknet, gekocht, gebrachten, paniert, tiefgefroren als Torpedo-Shrimps oder als Tofu-Shrimp. Sardellen in Dosen, Gläsern, Tiefkühltruhen, als Pulver, als Kuchen oder als Getränk. Kimchi im Glas, in der Dose, frisch oder getrocknet, genau wie Seetang. Und natürlich Mangos frisch, getrocknet, als Keks, als Kuchen, als Püree, als Getränk oder als Shrimp-Substitut. Nein, das letzte habe ich jetzt erfunden, würde mich aber nicht wundern, wenn es ein solches gäbe.
Einverstanden, für deutsche Großstadtbewohner ist ein Asia-Laden kein gänzlich unbekanntes Terrain, und auch ich bin schon öfters mal zwischen Bananenblättern, 20-Kilo-Säcken-Reis umhergeirrt, und habe gerätselt, was für ein Tier das auf der schreiend gelben Packung wohl sein soll, und welcher Teil des Tieres nun in die Packung gewandert ist. Drachen hab ich dann immer metaphorisch aufgefasst.
Nun aber wird alles anders, neben dem hier öfters erwähnten Kochhaus und dem bereits erwähnten halben Dutzend guter bis exzellenter türkischer Supermärkte, und dem feinen, aber kleinen und teuren christlich koreanischen Lebensmittelgeschäft, hat Schöneberg jetzt auch einen "Asien-Supermarkt" (Hauptstraße/Ecke Albertstraße, Bushaltestelle Albertstraße, bisher anscheinend ohne Website). Der unterscheidet sich merklich von all den deutschen Cousins, die ich bisher gesehen habe.
Der Markt – da untergebracht, wo letzten Monat noch ein Plus/Netto saß – hat zum einen einen echten Stand mit frischem Gemüse, zum anderen zwei große Kühlregale mit fast-frischem Obst und Gemüse: 9 Sorten Chili, 3 Sorten Mangos, den erwähnten Kimchi, Ingwer in diversen Varianten, mir unbekannte Pilze, frische Tamarinden und frischer grüner Pfeffer. Daneben noch ein Dutzend Sorten Knoblauch, und Zwiebelsorten, die mir bisher auch unbekannt waren. Wenn man also auf frisches Fleisch verzichtet, kann man sich hier eine vollständige Mahlzeit zusammenkaufen.
Daneben gibt es natürlich noch die üblichen Fertiggerichte, wenn auch in reichlicherer Auswahl, etwa 10 Regalmeter Sojasaucen, und so das übliche. Kokoswasser naturell, Seetangkekse, noch ein paar eher gewöhnungsbedürftige Kekse, und ungefähr soviel Shrimps, wie ich sie bisher nur im Büsumer Hafen gesehen habe; Tiefkühltruhenweise.
Und anders als in den meisten anderen Asia-Supermärkten, die ich kenne, ist der hier wirklich konsequent darauf ausgelegt, auch von Deutschen benutzt zu werden. Regale sind durchgehend in deutsch beschriftet, das Personal versteht einen, selbst die Anordnung der Waren erinnert vage an einen deutschen Supermarkt. Erstaunlicherweise hat sich sogar ein Stapel originär deutscher Maiscracker-"Glutenfrei" in die Regale verirrt. Da ist das Einkaufen jetzt zugegebenermaßen weniger aufregend und abenteuerlich als in anderen Asia-Läden. Da beim normalen Dienstagabendeinkauf aber Zeit ein nicht unwesentlicher Faktor ist, verzichte ich dann für den Alltagsbetrieb gerne auf das Abenteuer.
Nur hilft mir all die deutsche Beschriftung wenig, wenn ich die Nahrungsmittel komplett nicht kenne oder nicht weiß, was ich damit machen soll. Kennt jemand ein gutes Rezept für Qualle?
Einverstanden, für deutsche Großstadtbewohner ist ein Asia-Laden kein gänzlich unbekanntes Terrain, und auch ich bin schon öfters mal zwischen Bananenblättern, 20-Kilo-Säcken-Reis umhergeirrt, und habe gerätselt, was für ein Tier das auf der schreiend gelben Packung wohl sein soll, und welcher Teil des Tieres nun in die Packung gewandert ist. Drachen hab ich dann immer metaphorisch aufgefasst.
Nun aber wird alles anders, neben dem hier öfters erwähnten Kochhaus und dem bereits erwähnten halben Dutzend guter bis exzellenter türkischer Supermärkte, und dem feinen, aber kleinen und teuren christlich koreanischen Lebensmittelgeschäft, hat Schöneberg jetzt auch einen "Asien-Supermarkt" (Hauptstraße/Ecke Albertstraße, Bushaltestelle Albertstraße, bisher anscheinend ohne Website). Der unterscheidet sich merklich von all den deutschen Cousins, die ich bisher gesehen habe.
Der Markt – da untergebracht, wo letzten Monat noch ein Plus/Netto saß – hat zum einen einen echten Stand mit frischem Gemüse, zum anderen zwei große Kühlregale mit fast-frischem Obst und Gemüse: 9 Sorten Chili, 3 Sorten Mangos, den erwähnten Kimchi, Ingwer in diversen Varianten, mir unbekannte Pilze, frische Tamarinden und frischer grüner Pfeffer. Daneben noch ein Dutzend Sorten Knoblauch, und Zwiebelsorten, die mir bisher auch unbekannt waren. Wenn man also auf frisches Fleisch verzichtet, kann man sich hier eine vollständige Mahlzeit zusammenkaufen.
Daneben gibt es natürlich noch die üblichen Fertiggerichte, wenn auch in reichlicherer Auswahl, etwa 10 Regalmeter Sojasaucen, und so das übliche. Kokoswasser naturell, Seetangkekse, noch ein paar eher gewöhnungsbedürftige Kekse, und ungefähr soviel Shrimps, wie ich sie bisher nur im Büsumer Hafen gesehen habe; Tiefkühltruhenweise.
Und anders als in den meisten anderen Asia-Supermärkten, die ich kenne, ist der hier wirklich konsequent darauf ausgelegt, auch von Deutschen benutzt zu werden. Regale sind durchgehend in deutsch beschriftet, das Personal versteht einen, selbst die Anordnung der Waren erinnert vage an einen deutschen Supermarkt. Erstaunlicherweise hat sich sogar ein Stapel originär deutscher Maiscracker-"Glutenfrei" in die Regale verirrt. Da ist das Einkaufen jetzt zugegebenermaßen weniger aufregend und abenteuerlich als in anderen Asia-Läden. Da beim normalen Dienstagabendeinkauf aber Zeit ein nicht unwesentlicher Faktor ist, verzichte ich dann für den Alltagsbetrieb gerne auf das Abenteuer.
Nur hilft mir all die deutsche Beschriftung wenig, wenn ich die Nahrungsmittel komplett nicht kenne oder nicht weiß, was ich damit machen soll. Kennt jemand ein gutes Rezept für Qualle?
You know when you've been Mango'd
Deutsche Wikipedia zu unnahbar, um geliebt zu werden [Citation needed]
Die englische Wikipedia blinkt, die deutsche präsentiert sich glattpoliert minimalistisch. Während der deutsche idealtypische Artikel aus Text, wenigen wohlgesetzten Bildern und einer kleinen Anzahl sorgsam kuratierter Links besteht, beinhaltet der englische Artikel Citations, Citations-needed-Hinweise, bunte Warnhinweisen in allen Größen, manchmal blinkend und ungefähr vier Hinweise, dass man mitmachen kann, falls man Expertise über syrische Handballspieler mitbringen kann.
Deutschsprachler geben sich minimalistischer. Die deutsche Wikipedia-interne Argumentation läuft dabei entlang der Linien: wenn da ein Fakt steht und keine Fußnote daneben, dann ist es offensichtlich, dass der Fakt nicht durch eine Fußnote erklärt ist. Wenn ein Artikel nur aus zwei Sätzen besteht, muss man nicht auch noch daneben schreiben, dass er sehr kurz ist. Wenn ein Artikel nur aus einer Liste besteht, muss man nicht daneben schreiben, dass er nur aus einer List besteht. Wir halten unsere Leser ja nicht für blöd. Und für kompetente Autoren stellt es eine Zumutung da, andauernd solche Hinweise in ihren Artikel zu finden.
Nun möchte ich den englischen Wikipedianern nicht unterstellen, dass sie ihre Leser für blöd halten, aber vielleicht einfach für weniger aufmerksam. Warnungen und Hinweise prägen das Erscheinungsbild der englischen Artikel. "Dieser Artikel ist sehr kurz", "Dieser Artikel ist sehr lang", "Dieser Artikel ist so mittellang, könnte aber länger sein" "Dieser Artikel über eine peruanische Gebietskörperschaft berücksicht keinen globalen Standpunkt", "Diese wilde Ansammlung von Sonderzeichen ist keine englische Sprache", etc. Und natürlich das allgegenwärtige [Citation needed], das sich schon als Teil der Popkultur etabliert hat.
Nun sind diese Hinweise im Einzelfall in fast allen Fällen verzichtbar. Als Leser stolpere ich oft genug über Stellen, an denen ich mich frage, ob meine fellow Wikipedians vielleicht die Zielgruppe der dressierten Schimpansen ansprechen wollen. Andererseits vermitteln alle Bausteine zusammen vielleicht doch die Botschaft, die Sue Gardner in ihrem Blogpost People trust Wikipedia because we tell them not to anreißt:
Wikipedia ist eine Baustelle, war es immer, wird es immer sein. Da gibt es Gerüste, fahrlässig unfertige Bauteile, provisorischen Pfusch und wenn man jedem einen Hammer gibt, gehen auch mal eigentlich gute Bauteile wieder kaputt. Die deutsche Wikipedia versucht über das Bauvorhaben und das Hintergrundgeschehen so transparent wie möglich zu sein, springt den Leser damit aber nicht an. Wer sich für Staub und Lärm und Handwerkerschnack nicht interessiert, soll nicht damit belästigt werden, und könnte dadurch glauben, in einem fertigen Gebäude zu stehen.

Hab! Mich! Lieb!
Die englische Wikipedia weist jeden Hammer mit einem Schild "dies ist ein Hammer und hier wird damit gehämmert" aus. Das ist anstrengend für Leser und Schilderschreiber. Vielleicht schafft es wirklich Vertrauen, vielleicht verstärkt es auch nur Vorurteile der Unprofessionalität. Aber auf jeden Fall erzeugt es Sympathien. "Hier! Sind! Wir! Wir tun unser Bestes, aber sind fehlbar" erzeugt vielleicht doch auf Dauer mehr Grundsympathie als die Wichtel-im-Dunkeln-Methode.
.
Deutschsprachler geben sich minimalistischer. Die deutsche Wikipedia-interne Argumentation läuft dabei entlang der Linien: wenn da ein Fakt steht und keine Fußnote daneben, dann ist es offensichtlich, dass der Fakt nicht durch eine Fußnote erklärt ist. Wenn ein Artikel nur aus zwei Sätzen besteht, muss man nicht auch noch daneben schreiben, dass er sehr kurz ist. Wenn ein Artikel nur aus einer Liste besteht, muss man nicht daneben schreiben, dass er nur aus einer List besteht. Wir halten unsere Leser ja nicht für blöd. Und für kompetente Autoren stellt es eine Zumutung da, andauernd solche Hinweise in ihren Artikel zu finden.
Nun möchte ich den englischen Wikipedianern nicht unterstellen, dass sie ihre Leser für blöd halten, aber vielleicht einfach für weniger aufmerksam. Warnungen und Hinweise prägen das Erscheinungsbild der englischen Artikel. "Dieser Artikel ist sehr kurz", "Dieser Artikel ist sehr lang", "Dieser Artikel ist so mittellang, könnte aber länger sein" "Dieser Artikel über eine peruanische Gebietskörperschaft berücksicht keinen globalen Standpunkt", "Diese wilde Ansammlung von Sonderzeichen ist keine englische Sprache", etc. Und natürlich das allgegenwärtige [Citation needed], das sich schon als Teil der Popkultur etabliert hat.
Nun sind diese Hinweise im Einzelfall in fast allen Fällen verzichtbar. Als Leser stolpere ich oft genug über Stellen, an denen ich mich frage, ob meine fellow Wikipedians vielleicht die Zielgruppe der dressierten Schimpansen ansprechen wollen. Andererseits vermitteln alle Bausteine zusammen vielleicht doch die Botschaft, die Sue Gardner in ihrem Blogpost People trust Wikipedia because we tell them not to anreißt:
Wikipedia is just aiming to tell people the truth, and it’s refreshingly honest about its own limitations. ... disclaimers are added to pages by honest editors who are trying to help. They may not themselves be able to fix an article, but at the very least, they want to help readers know what they’re getting into.
Wikipedia ist eine Baustelle, war es immer, wird es immer sein. Da gibt es Gerüste, fahrlässig unfertige Bauteile, provisorischen Pfusch und wenn man jedem einen Hammer gibt, gehen auch mal eigentlich gute Bauteile wieder kaputt. Die deutsche Wikipedia versucht über das Bauvorhaben und das Hintergrundgeschehen so transparent wie möglich zu sein, springt den Leser damit aber nicht an. Wer sich für Staub und Lärm und Handwerkerschnack nicht interessiert, soll nicht damit belästigt werden, und könnte dadurch glauben, in einem fertigen Gebäude zu stehen.
Hab! Mich! Lieb!
Die englische Wikipedia weist jeden Hammer mit einem Schild "dies ist ein Hammer und hier wird damit gehämmert" aus. Das ist anstrengend für Leser und Schilderschreiber. Vielleicht schafft es wirklich Vertrauen, vielleicht verstärkt es auch nur Vorurteile der Unprofessionalität. Aber auf jeden Fall erzeugt es Sympathien. "Hier! Sind! Wir! Wir tun unser Bestes, aber sind fehlbar" erzeugt vielleicht doch auf Dauer mehr Grundsympathie als die Wichtel-im-Dunkeln-Methode.
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Die englische Wikipedia blinkt, die deutsche präsentiert sich glattpoliert minimalistisch. Während der deutsche idealtypische Artikel aus Text, wenigen wohlgesetzten Bildern und einer kleinen Anzahl sorgsam kuratierter Links besteht, beinhaltet der englische Artikel Citations, Citations-needed-Hinweise, bunte Warnhinweisen in allen Größen, manchmal blinkend und ungefähr vier Hinweise, dass man mitmachen kann, falls man Expertise über syrische Handballspieler mitbringen kann.
Deutschsprachler geben sich minimalistischer. Die deutsche Wikipedia-interne Argumentation läuft dabei entlang der Linien: wenn da ein Fakt steht und keine Fußnote daneben, dann ist es offensichtlich, dass der Fakt nicht durch eine Fußnote erklärt ist. Wenn ein Artikel nur aus zwei Sätzen besteht, muss man nicht auch noch daneben schreiben, dass er sehr kurz ist. Wenn ein Artikel nur aus einer Liste besteht, muss man nicht daneben schreiben, dass er nur aus einer List besteht. Wir halten unsere Leser ja nicht für blöd. Und für kompetente Autoren stellt es eine Zumutung da, andauernd solche Hinweise in ihren Artikel zu finden.
Nun möchte ich den englischen Wikipedianern nicht unterstellen, dass sie ihre Leser für blöd halten, aber vielleicht einfach für weniger aufmerksam. Warnungen und Hinweise prägen das Erscheinungsbild der englischen Artikel. "Dieser Artikel ist sehr kurz", "Dieser Artikel ist sehr lang", "Dieser Artikel ist so mittellang, könnte aber länger sein" "Dieser Artikel über eine peruanische Gebietskörperschaft berücksicht keinen globalen Standpunkt", "Diese wilde Ansammlung von Sonderzeichen ist keine englische Sprache", etc. Und natürlich das allgegenwärtige [Citation needed], das sich schon als Teil der Popkultur etabliert hat.
Nun sind diese Hinweise im Einzelfall in fast allen Fällen verzichtbar. Als Leser stolpere ich oft genug über Stellen, an denen ich mich frage, ob meine fellow Wikipedians vielleicht die Zielgruppe der dressierten Schimpansen ansprechen wollen. Andererseits vermitteln alle Bausteine zusammen vielleicht doch die Botschaft, die Sue Gardner in ihrem Blogpost People trust Wikipedia because we tell them not to anreißt:
Wikipedia ist eine Baustelle, war es immer, wird es immer sein. Da gibt es Gerüste, fahrlässig unfertige Bauteile, provisorischen Pfusch und wenn man jedem einen Hammer gibt, gehen auch mal eigentlich gute Bauteile wieder kaputt. Die deutsche Wikipedia versucht über das Bauvorhaben und das Hintergrundgeschehen so transparent wie möglich zu sein, springt den Leser damit aber nicht an. Wer sich für Staub und Lärm und Handwerkerschnack nicht interessiert, soll nicht damit belästigt werden, und könnte dadurch glauben, in einem fertigen Gebäude zu stehen.

Hab! Mich! Lieb!
Die englische Wikipedia weist jeden Hammer mit einem Schild "dies ist ein Hammer und hier wird damit gehämmert" aus. Das ist anstrengend für Leser und Schilderschreiber. Vielleicht schafft es wirklich Vertrauen, vielleicht verstärkt es auch nur Vorurteile der Unprofessionalität. Aber auf jeden Fall erzeugt es Sympathien. "Hier! Sind! Wir! Wir tun unser Bestes, aber sind fehlbar" erzeugt vielleicht doch auf Dauer mehr Grundsympathie als die Wichtel-im-Dunkeln-Methode.
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Deutschsprachler geben sich minimalistischer. Die deutsche Wikipedia-interne Argumentation läuft dabei entlang der Linien: wenn da ein Fakt steht und keine Fußnote daneben, dann ist es offensichtlich, dass der Fakt nicht durch eine Fußnote erklärt ist. Wenn ein Artikel nur aus zwei Sätzen besteht, muss man nicht auch noch daneben schreiben, dass er sehr kurz ist. Wenn ein Artikel nur aus einer Liste besteht, muss man nicht daneben schreiben, dass er nur aus einer List besteht. Wir halten unsere Leser ja nicht für blöd. Und für kompetente Autoren stellt es eine Zumutung da, andauernd solche Hinweise in ihren Artikel zu finden.
Nun möchte ich den englischen Wikipedianern nicht unterstellen, dass sie ihre Leser für blöd halten, aber vielleicht einfach für weniger aufmerksam. Warnungen und Hinweise prägen das Erscheinungsbild der englischen Artikel. "Dieser Artikel ist sehr kurz", "Dieser Artikel ist sehr lang", "Dieser Artikel ist so mittellang, könnte aber länger sein" "Dieser Artikel über eine peruanische Gebietskörperschaft berücksicht keinen globalen Standpunkt", "Diese wilde Ansammlung von Sonderzeichen ist keine englische Sprache", etc. Und natürlich das allgegenwärtige [Citation needed], das sich schon als Teil der Popkultur etabliert hat.
Nun sind diese Hinweise im Einzelfall in fast allen Fällen verzichtbar. Als Leser stolpere ich oft genug über Stellen, an denen ich mich frage, ob meine fellow Wikipedians vielleicht die Zielgruppe der dressierten Schimpansen ansprechen wollen. Andererseits vermitteln alle Bausteine zusammen vielleicht doch die Botschaft, die Sue Gardner in ihrem Blogpost People trust Wikipedia because we tell them not to anreißt:
Wikipedia is just aiming to tell people the truth, and it’s refreshingly honest about its own limitations. ... disclaimers are added to pages by honest editors who are trying to help. They may not themselves be able to fix an article, but at the very least, they want to help readers know what they’re getting into.
Wikipedia ist eine Baustelle, war es immer, wird es immer sein. Da gibt es Gerüste, fahrlässig unfertige Bauteile, provisorischen Pfusch und wenn man jedem einen Hammer gibt, gehen auch mal eigentlich gute Bauteile wieder kaputt. Die deutsche Wikipedia versucht über das Bauvorhaben und das Hintergrundgeschehen so transparent wie möglich zu sein, springt den Leser damit aber nicht an. Wer sich für Staub und Lärm und Handwerkerschnack nicht interessiert, soll nicht damit belästigt werden, und könnte dadurch glauben, in einem fertigen Gebäude zu stehen.
Hab! Mich! Lieb!
Die englische Wikipedia weist jeden Hammer mit einem Schild "dies ist ein Hammer und hier wird damit gehämmert" aus. Das ist anstrengend für Leser und Schilderschreiber. Vielleicht schafft es wirklich Vertrauen, vielleicht verstärkt es auch nur Vorurteile der Unprofessionalität. Aber auf jeden Fall erzeugt es Sympathien. "Hier! Sind! Wir! Wir tun unser Bestes, aber sind fehlbar" erzeugt vielleicht doch auf Dauer mehr Grundsympathie als die Wichtel-im-Dunkeln-Methode.
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Deutsche Wikipedia zu unnahbar, um geliebt zu werden [Citation needed]
Geistiges Eigentum kann man klauen.
Die an verschiedenen Stellen durchs Web wabernde Debatte, ob es sich bei Immaterialgüterrechten um "geistiges Eigentum" handelt, und ob man sie dementsprechend klauen kann, wundert mich.
Im technischen/akademischen Sinne ist die Frage doch schon seit mehreren Jahrzehnten durch die Rechtswissenschaft gelöst: nein, ist es nicht. Diebstahl im engeren Sinne ist nicht möglich.
Im umgangssprachlich-politischen Sinne, von dem wir hier reden, ist Diebstahl selbst allerdings ein ziemlich weiches und unscharfes Konstrukt. So unscharf, dass natürlich auch die ungenehmigte Übernahme geistige Erzeugnisse darunter fällt, die durch Immaterialgüterrechte geschützt sind.
Natürlich kann man Politik machen, indem man den einen oder anderen Begriff benutzt. Aber erweckt doch bitte nicht den Anschein, als ginge es bei der Diskussion um Wahrheitsfindung.
Im technischen/akademischen Sinne ist die Frage doch schon seit mehreren Jahrzehnten durch die Rechtswissenschaft gelöst: nein, ist es nicht. Diebstahl im engeren Sinne ist nicht möglich.
Im umgangssprachlich-politischen Sinne, von dem wir hier reden, ist Diebstahl selbst allerdings ein ziemlich weiches und unscharfes Konstrukt. So unscharf, dass natürlich auch die ungenehmigte Übernahme geistige Erzeugnisse darunter fällt, die durch Immaterialgüterrechte geschützt sind.
Natürlich kann man Politik machen, indem man den einen oder anderen Begriff benutzt. Aber erweckt doch bitte nicht den Anschein, als ginge es bei der Diskussion um Wahrheitsfindung.
Die an verschiedenen Stellen durchs Web wabernde Debatte, ob es sich bei Immaterialgüterrechten um "geistiges Eigentum" handelt, und ob man sie dementsprechend klauen kann, wundert mich.
Im technischen/akademischen Sinne ist die Frage doch schon seit mehreren Jahrzehnten durch die Rechtswissenschaft gelöst: nein, ist es nicht. Diebstahl im engeren Sinne ist nicht möglich.
Im umgangssprachlich-politischen Sinne, von dem wir hier reden, ist Diebstahl selbst allerdings ein ziemlich weiches und unscharfes Konstrukt. So unscharf, dass natürlich auch die ungenehmigte Übernahme geistige Erzeugnisse darunter fällt, die durch Immaterialgüterrechte geschützt sind.
Natürlich kann man Politik machen, indem man den einen oder anderen Begriff benutzt. Aber erweckt doch bitte nicht den Anschein, als ginge es bei der Diskussion um Wahrheitsfindung.
Im technischen/akademischen Sinne ist die Frage doch schon seit mehreren Jahrzehnten durch die Rechtswissenschaft gelöst: nein, ist es nicht. Diebstahl im engeren Sinne ist nicht möglich.
Im umgangssprachlich-politischen Sinne, von dem wir hier reden, ist Diebstahl selbst allerdings ein ziemlich weiches und unscharfes Konstrukt. So unscharf, dass natürlich auch die ungenehmigte Übernahme geistige Erzeugnisse darunter fällt, die durch Immaterialgüterrechte geschützt sind.
Natürlich kann man Politik machen, indem man den einen oder anderen Begriff benutzt. Aber erweckt doch bitte nicht den Anschein, als ginge es bei der Diskussion um Wahrheitsfindung.
Geistiges Eigentum kann man klauen.
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Geistiges Eigentum Diebstahl,
Urheberrecht
Sonntag, 10. Oktober 2010
Offene Tabs wegbloggen
Die offenen Tabs im Firefox sind seit Tagen wieder vierreihig, langsam hilft auch NoScript nicht mehr dabei, den Abstieg in die unendliche Langsamkeit des Browsers aufzuhalten, also Zeit die besseren der offenen Tabs hier wegzubloggen, mir zur Erinnerung, den anderen zur Plaisir.
A sweet one Wikipedia, saviour of Law Students
Film, den ich sehen will. Frankfurter Rundschau: Wege in der Schöneberger Wildnis
Yale Law & Technology: Übersicht der Artikel über Wikipedia einschließlich Two love letters to Wikipedia.
Die Zeit, wohl keine weitere Erklärung notwendig: Rauchen und der Terror der Tugend
Wenn man schon Bilder aus dem Internet klaut, ist es ganz blöd das Selbstprotrait einer 14-jährigen zu nehmen und es vorne auf eine Porno-DVD zu setzen. Technology & Marketing Law Blog: Tip for Clean Living: Don't Use a 14 Year Old's Self-Portrait in Advertising for Porn--Lara Jade Coton v. TVX
Cool, es gibt eine Wikipedia-related reading group.
Mike Cane: The ebook Buyers' Bill of Rights.
In Praise of Copying: Jetzt das Buch als pdf.
Marcus Jauer über Joachim Gauck ist eine spannende Kombination: Ihr seid das Volk!
PeteSearch: I want to pay for API access.
9Gag: Yes, but can Google Chrome or Firefox do THIS?
techdirt: More Comics about Copyright.
Guardian: How does a drunk person's library differ from a sober person's library?
Die xkcd-Karte verlink ich nicht, weil die eh schon alle kennen. Aber ist Euch aufgefallen, dass Wikipedia nicht nur an der Bay of Trolls liegt, sondern auch direkt in der Nachbarschaft von xkcd selbst. Wenn das kein Kompliment ist.
Wall Street Journal über die platzende Bacon Bubble.
Spon hat Wikimedia und die Ggmbh auch entdeckt. Wiki-Autoren streiten um Geld und Transparenz. Aus gegebenem Anlass noch mal meine eigene Zusammenfassung.
A sweet one Wikipedia, saviour of Law Students
Film, den ich sehen will. Frankfurter Rundschau: Wege in der Schöneberger Wildnis
Yale Law & Technology: Übersicht der Artikel über Wikipedia einschließlich Two love letters to Wikipedia.
Die Zeit, wohl keine weitere Erklärung notwendig: Rauchen und der Terror der Tugend
Wenn man schon Bilder aus dem Internet klaut, ist es ganz blöd das Selbstprotrait einer 14-jährigen zu nehmen und es vorne auf eine Porno-DVD zu setzen. Technology & Marketing Law Blog: Tip for Clean Living: Don't Use a 14 Year Old's Self-Portrait in Advertising for Porn--Lara Jade Coton v. TVX
Cool, es gibt eine Wikipedia-related reading group.
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Die xkcd-Karte verlink ich nicht, weil die eh schon alle kennen. Aber ist Euch aufgefallen, dass Wikipedia nicht nur an der Bay of Trolls liegt, sondern auch direkt in der Nachbarschaft von xkcd selbst. Wenn das kein Kompliment ist.
Wall Street Journal über die platzende Bacon Bubble.
Spon hat Wikimedia und die Ggmbh auch entdeckt. Wiki-Autoren streiten um Geld und Transparenz. Aus gegebenem Anlass noch mal meine eigene Zusammenfassung.
Die offenen Tabs im Firefox sind seit Tagen wieder vierreihig, langsam hilft auch NoScript nicht mehr dabei, den Abstieg in die unendliche Langsamkeit des Browsers aufzuhalten, also Zeit die besseren der offenen Tabs hier wegzubloggen, mir zur Erinnerung, den anderen zur Plaisir.
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Film, den ich sehen will. Frankfurter Rundschau: Wege in der Schöneberger Wildnis
Yale Law & Technology: Übersicht der Artikel über Wikipedia einschließlich Two love letters to Wikipedia.
Die Zeit, wohl keine weitere Erklärung notwendig: Rauchen und der Terror der Tugend
Wenn man schon Bilder aus dem Internet klaut, ist es ganz blöd das Selbstprotrait einer 14-jährigen zu nehmen und es vorne auf eine Porno-DVD zu setzen. Technology & Marketing Law Blog: Tip for Clean Living: Don't Use a 14 Year Old's Self-Portrait in Advertising for Porn--Lara Jade Coton v. TVX
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Die xkcd-Karte verlink ich nicht, weil die eh schon alle kennen. Aber ist Euch aufgefallen, dass Wikipedia nicht nur an der Bay of Trolls liegt, sondern auch direkt in der Nachbarschaft von xkcd selbst. Wenn das kein Kompliment ist.
Wall Street Journal über die platzende Bacon Bubble.
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Film, den ich sehen will. Frankfurter Rundschau: Wege in der Schöneberger Wildnis
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Die Zeit, wohl keine weitere Erklärung notwendig: Rauchen und der Terror der Tugend
Wenn man schon Bilder aus dem Internet klaut, ist es ganz blöd das Selbstprotrait einer 14-jährigen zu nehmen und es vorne auf eine Porno-DVD zu setzen. Technology & Marketing Law Blog: Tip for Clean Living: Don't Use a 14 Year Old's Self-Portrait in Advertising for Porn--Lara Jade Coton v. TVX
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Guardian: How does a drunk person's library differ from a sober person's library?
Die xkcd-Karte verlink ich nicht, weil die eh schon alle kennen. Aber ist Euch aufgefallen, dass Wikipedia nicht nur an der Bay of Trolls liegt, sondern auch direkt in der Nachbarschaft von xkcd selbst. Wenn das kein Kompliment ist.
Wall Street Journal über die platzende Bacon Bubble.
Spon hat Wikimedia und die Ggmbh auch entdeckt. Wiki-Autoren streiten um Geld und Transparenz. Aus gegebenem Anlass noch mal meine eigene Zusammenfassung.
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Kokosdinkelmandelblechbutterkuchen
Was macht man, wenn man Lust auf ein üppiges Frühstück hat, der nächste Sonntags offene Bäcker jedoch nur mit dem Auto zu erreichen ist? Man könnte ja was selber backen. Sachen mit Hefe fallen aus, weil dauert zu lange – also keine Zimtschnecken. Der Standardgugelhupf braucht auch eine Stunde im Ofen. Fällt auch aus. Da war doch noch ein Rezept für einen Becherbutterkuchen von der – jetzt wirds schwierig – Schwippschwagerschwiegermutter? Für alle, die nicht wissen, was ein Becherkuchen ist (Wikipedia verrät das nicht): Ein Becherkuchen ist der perfekte Kuchen für Haushalte ohne Waage, da die Zutaten nicht in Gramm angegeben sind, sondern einen Joghurtbecher und andere selbst in rudimentär ausgestattenen Haushalten vorhandene Gegenstände wie Löffel als Maß haben.
Kurze Zutatenüberprüfung, alles da, für die Sahne muss allerdings die Notfall-H-Sahne herhalten. Die ist allerdings, wie ich kurz darauf feststelle, im Juli abgelaufen und nicht mehr wirklich zu gebrauchen. Zucker und Eier befinden sich jedoch schon in der Schüssel, also gibt es kein Zurück mehr. Auf der Suche nach einem Substitut stoße ich auf eine 250g Packung Kokosmilch. Hier also das modifizierte Rezept für einen äußerst wohlgeratenen, superschnellen Kokosdinkelmandelblechbutterkuchen.
Maßeinheit ist ein 250g-Sahnebecher.
Man nehme für den Teig:
1 250g-Packung Kokosmilch (oder Sahne im Originalrezept)
1 Becher Zucker
1 Beutel Vanillezucker
4 Eier
4 Becher Mehl (aus Versehen, im Originalrezept nur 2), davon 3 Weizen- und 1 Dinkelvollkornmehl
1 Beutel Backpulver
1 Prise Salz
abgeriebene Bio-Zitronenschale
Für den Guß:
125g Butter
1 Becher Zucker
1 Beutel Vanillezucker
4 EL Milch
100g gestiftelte Mandeln
100g gehobelte Mandeln
Backofen vorheizen auf 200 Grad Oberunterhitze.
Zucker, Vanillezucker, Eier und Kokosmilch in eine Schüssel geben und verrühren. Mehl zugeben, danach Backpulver, Salz und Zitronenschale unterrühren.
Teig auf ein mit Backpapier ausgelegter Backblech streichen (das gestaltete sich wegen der doppelten Mehlmenge als eine recht zäe Angelegenheit, nächste Mal vielleicht doch wieder etwas weniger Mehl) und auf der mittleren Schiene 10 Minuten backen.
Die Butter in einem kleinen Töpfchen zerlassen und den Zucker, Vanillezucker, die Milch und die Mandeln hineinrühren.
Kuchen aus dem Ofen nehmen, Guß gleichmäßig darauf verteilen und nochmal nach Originalrezept 10 Minuten backen, diesmal auf der zweiten Einschubleiste von oben. Ich hab nochmal 5 Minuten auf der mittleren Schiene zugeben. Aufpassen, dass die Mandeln knusprig werden, aber nicht verbrennen.
Rausnehmen, essen.
Kurze Zutatenüberprüfung, alles da, für die Sahne muss allerdings die Notfall-H-Sahne herhalten. Die ist allerdings, wie ich kurz darauf feststelle, im Juli abgelaufen und nicht mehr wirklich zu gebrauchen. Zucker und Eier befinden sich jedoch schon in der Schüssel, also gibt es kein Zurück mehr. Auf der Suche nach einem Substitut stoße ich auf eine 250g Packung Kokosmilch. Hier also das modifizierte Rezept für einen äußerst wohlgeratenen, superschnellen Kokosdinkelmandelblechbutterkuchen.
Maßeinheit ist ein 250g-Sahnebecher.
Man nehme für den Teig:
1 250g-Packung Kokosmilch (oder Sahne im Originalrezept)
1 Becher Zucker
1 Beutel Vanillezucker
4 Eier
4 Becher Mehl (aus Versehen, im Originalrezept nur 2), davon 3 Weizen- und 1 Dinkelvollkornmehl
1 Beutel Backpulver
1 Prise Salz
abgeriebene Bio-Zitronenschale
Für den Guß:
125g Butter
1 Becher Zucker
1 Beutel Vanillezucker
4 EL Milch
100g gestiftelte Mandeln
100g gehobelte Mandeln
Backofen vorheizen auf 200 Grad Oberunterhitze.
Zucker, Vanillezucker, Eier und Kokosmilch in eine Schüssel geben und verrühren. Mehl zugeben, danach Backpulver, Salz und Zitronenschale unterrühren.
Teig auf ein mit Backpapier ausgelegter Backblech streichen (das gestaltete sich wegen der doppelten Mehlmenge als eine recht zäe Angelegenheit, nächste Mal vielleicht doch wieder etwas weniger Mehl) und auf der mittleren Schiene 10 Minuten backen.
Die Butter in einem kleinen Töpfchen zerlassen und den Zucker, Vanillezucker, die Milch und die Mandeln hineinrühren.
Kuchen aus dem Ofen nehmen, Guß gleichmäßig darauf verteilen und nochmal nach Originalrezept 10 Minuten backen, diesmal auf der zweiten Einschubleiste von oben. Ich hab nochmal 5 Minuten auf der mittleren Schiene zugeben. Aufpassen, dass die Mandeln knusprig werden, aber nicht verbrennen.
Rausnehmen, essen.
Was macht man, wenn man Lust auf ein üppiges Frühstück hat, der nächste Sonntags offene Bäcker jedoch nur mit dem Auto zu erreichen ist? Man könnte ja was selber backen. Sachen mit Hefe fallen aus, weil dauert zu lange – also keine Zimtschnecken. Der Standardgugelhupf braucht auch eine Stunde im Ofen. Fällt auch aus. Da war doch noch ein Rezept für einen Becherbutterkuchen von der – jetzt wirds schwierig – Schwippschwagerschwiegermutter? Für alle, die nicht wissen, was ein Becherkuchen ist (Wikipedia verrät das nicht): Ein Becherkuchen ist der perfekte Kuchen für Haushalte ohne Waage, da die Zutaten nicht in Gramm angegeben sind, sondern einen Joghurtbecher und andere selbst in rudimentär ausgestattenen Haushalten vorhandene Gegenstände wie Löffel als Maß haben.
Kurze Zutatenüberprüfung, alles da, für die Sahne muss allerdings die Notfall-H-Sahne herhalten. Die ist allerdings, wie ich kurz darauf feststelle, im Juli abgelaufen und nicht mehr wirklich zu gebrauchen. Zucker und Eier befinden sich jedoch schon in der Schüssel, also gibt es kein Zurück mehr. Auf der Suche nach einem Substitut stoße ich auf eine 250g Packung Kokosmilch. Hier also das modifizierte Rezept für einen äußerst wohlgeratenen, superschnellen Kokosdinkelmandelblechbutterkuchen.
Maßeinheit ist ein 250g-Sahnebecher.
Man nehme für den Teig:
1 250g-Packung Kokosmilch (oder Sahne im Originalrezept)
1 Becher Zucker
1 Beutel Vanillezucker
4 Eier
4 Becher Mehl (aus Versehen, im Originalrezept nur 2), davon 3 Weizen- und 1 Dinkelvollkornmehl
1 Beutel Backpulver
1 Prise Salz
abgeriebene Bio-Zitronenschale
Für den Guß:
125g Butter
1 Becher Zucker
1 Beutel Vanillezucker
4 EL Milch
100g gestiftelte Mandeln
100g gehobelte Mandeln
Backofen vorheizen auf 200 Grad Oberunterhitze.
Zucker, Vanillezucker, Eier und Kokosmilch in eine Schüssel geben und verrühren. Mehl zugeben, danach Backpulver, Salz und Zitronenschale unterrühren.
Teig auf ein mit Backpapier ausgelegter Backblech streichen (das gestaltete sich wegen der doppelten Mehlmenge als eine recht zäe Angelegenheit, nächste Mal vielleicht doch wieder etwas weniger Mehl) und auf der mittleren Schiene 10 Minuten backen.
Die Butter in einem kleinen Töpfchen zerlassen und den Zucker, Vanillezucker, die Milch und die Mandeln hineinrühren.
Kuchen aus dem Ofen nehmen, Guß gleichmäßig darauf verteilen und nochmal nach Originalrezept 10 Minuten backen, diesmal auf der zweiten Einschubleiste von oben. Ich hab nochmal 5 Minuten auf der mittleren Schiene zugeben. Aufpassen, dass die Mandeln knusprig werden, aber nicht verbrennen.
Rausnehmen, essen.
Kurze Zutatenüberprüfung, alles da, für die Sahne muss allerdings die Notfall-H-Sahne herhalten. Die ist allerdings, wie ich kurz darauf feststelle, im Juli abgelaufen und nicht mehr wirklich zu gebrauchen. Zucker und Eier befinden sich jedoch schon in der Schüssel, also gibt es kein Zurück mehr. Auf der Suche nach einem Substitut stoße ich auf eine 250g Packung Kokosmilch. Hier also das modifizierte Rezept für einen äußerst wohlgeratenen, superschnellen Kokosdinkelmandelblechbutterkuchen.
Maßeinheit ist ein 250g-Sahnebecher.
Man nehme für den Teig:
1 250g-Packung Kokosmilch (oder Sahne im Originalrezept)
1 Becher Zucker
1 Beutel Vanillezucker
4 Eier
4 Becher Mehl (aus Versehen, im Originalrezept nur 2), davon 3 Weizen- und 1 Dinkelvollkornmehl
1 Beutel Backpulver
1 Prise Salz
abgeriebene Bio-Zitronenschale
Für den Guß:
125g Butter
1 Becher Zucker
1 Beutel Vanillezucker
4 EL Milch
100g gestiftelte Mandeln
100g gehobelte Mandeln
Backofen vorheizen auf 200 Grad Oberunterhitze.
Zucker, Vanillezucker, Eier und Kokosmilch in eine Schüssel geben und verrühren. Mehl zugeben, danach Backpulver, Salz und Zitronenschale unterrühren.
Teig auf ein mit Backpapier ausgelegter Backblech streichen (das gestaltete sich wegen der doppelten Mehlmenge als eine recht zäe Angelegenheit, nächste Mal vielleicht doch wieder etwas weniger Mehl) und auf der mittleren Schiene 10 Minuten backen.
Die Butter in einem kleinen Töpfchen zerlassen und den Zucker, Vanillezucker, die Milch und die Mandeln hineinrühren.
Kuchen aus dem Ofen nehmen, Guß gleichmäßig darauf verteilen und nochmal nach Originalrezept 10 Minuten backen, diesmal auf der zweiten Einschubleiste von oben. Ich hab nochmal 5 Minuten auf der mittleren Schiene zugeben. Aufpassen, dass die Mandeln knusprig werden, aber nicht verbrennen.
Rausnehmen, essen.
Kokosdinkelmandelblechbutterkuchen
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