Did you know about the strenous relationship between professionals and amateurs in 1920s cricket? Me neither. Did you care that, the fourth lower premolar (p4) of Seorsumuscardinus is known from a poorly preserved specimen from Oberdorf and a less worn specimen from Tägernaustrasse? I didn't until yesterday.
One of the major marvellous things about Wikipedia is that it is possible to learn something new and interesting all the times and that even obscure looking topics become interesting when you know a little more about them. My most favourite way of learning through Wikipedia is by writing articles. Almost as rewarding is following featured and almost-featured content on the Wikipedias. While being a reviewer and reader on German Wikipedia (de.wp), I was only a reader on English Wikipedia (en.wp) until three days ago.
One of the minor marvellous things on en.wp is the signpost the weekly "newspaper" about Wikipedia. It's just more thourough and reliable than anything comparable on de.wp. A feature that I have been just discovered is "The best of the week": a listing of featured articles, lists sounds etc. with one guest editor choosing his favorite article. And to make a long story short, this week the editor was me. Good opportunity to discover some really nice articles:
Seorsumuscardinus, a fossil dormouse, surprised me with cited literature like "Kleinsäuger aus der Miozänmolasse der Ostschweiz" but doesn't even have an interwiki to de. One of our German biologist gone rogue? But no, wasn't even written by one of our German specialists. Thourough, professional, detailed, but maybe just a too dry subject matter for a really great article. Lots of info about premolars though,
"The Body" (Buffy the Vampire Slayer) - yeah, one of the (in)famous episode-articles and finally my choice of the week. About a television series about which I really don't care. Almost everything I'd like to have on de.wp, and another proof that it is possible to write brilliant prose about popular culture. The choice of sources could be a bit less DVD-making-of-like, but still a winner.
Yorkshire captaincy affair of 1927 Actually a nice article about sports and its background, but somehow it didn't click. Maybe because Yorkshire is my favorite English region, maybe because sports and its social background is a longterm topic of mine, maybe I was expecting too much. Nice to read nonetheless but nothing I could get excited about.
Banksia scabrella Boring.
Wandsworth Bridge I took a kind of liking to "probably the least noteworthy bridge in London" as well as to the article. As a fan of 40s/50s/60s/70s architecture this speaks to my heart. One of the things I really admire about Wikipedia is its broad interests. Not only the bridges that everything has been written about by everybody, but also these important buildings with interesting history but unobstrusive design.
Samstag, 28. August 2010
Freitag, 27. August 2010
Von Traktoren und anderen Fahrzeugen
Artikel soll ich schreiben, meint Southpark. Dann bereichern wir dieses intellektülle Blog doch mal durch eine Bücherrezension, Thema heute: "Fahrzeuge".
Wer sich durch die Kinderbuchabteilung einer großen Buchhandlung wühlt, wird schnell bemerken, dass sich die meisten Kinderbücher für die Allerkleinsten ziemlich leicht schubladisieren lassen. Da gibt es die Schublade "Bauernhof" mit anhängendem Viechzeux, "Fahrzeuge", dazu etliche Spezialabhandlungen wie "Auf der Baustelle", "Bei der Feuerwehr" und "Bei der Polizei". Dann noch Tiere allgemein und für die etwas älteren noch Bücher über Lebenssituationen ("Im Kindergarten", "Im Krankenhaus", "Hansi bekommt ein Schwesterchen").
Ein weitere Kategorisierungsmöglichkeit bilden die eingebauten Special Effects: Schieber, Klappen, "Fühlbücher", Lautsprecher, Räder, Magnete oder Puzzleteile usw.
Wer also mit der Intention den Laden betritt, ein fahrzeugbegeistertes Kind mit einem Fahrzeugbuch zu beglücken, dem bietet sich eine riesige Auswahl. Und wer den Laden mit einem Werk wieder verlassen will, das tatsächlich fasziniert, tut gut daran, a) das in Frage kommende Werk tatsächlich zu lesen, b) es auf Kohärenz und inhaltliche Richtigkeit zu überprüfen und c) sich zu überlegen, nach wie vielen Abenden wiederholten Vorlesens man es schreiend an die Wand wirft.
Beginnen wir mit den Büchern der Bodenklasse (das sind die, die nur aus dem Bücherregal gezogen werden und auf dem Boden landen, weil sie auf der Suche nach DEM BUCH im Weg sind):

"Tuk, tuk, macht der Traktor hier, auf dem Felde um halb vier."
"Wer ist da unterwegs" von Klaus Bliesener, Coppenrath 2009, China.
Vier Doppelseiten, Rennauto auf dem Titel, Hubschrauber, Feuerwehr, Traktor, Schiff, je mit Schieber zum Herausziehen.
Dieses Werk besticht durch seine poetische Qualität. So ist jede der arg simplen Zeichnungen mit eingängigen Versen beschriftet: "Tuk, tuk, macht der Traktor hier, auf dem Felde um halb vier." und "Feuerwehrmann Siggi rennt, denn ein Autohänger brennt."
Mama: weigert sich vorzulesen.
Kind: kann den gezeichneten Fantasietraktor keiner bekannten Marke zuordnen. langweilig.
"Die Feuerwehr", ein tönendes Bilderbuch. von Irene Mohr, Schwager & Steinlein Verlag.
Als besonderes Gimmick bringt dieses Buch einen Lautsprecher mit, der auf Knopfdruck Feuerwehrgeräusche produziert. Dieses Buch besitzt eine Handlung! Die Feuerwehr rückt aus, löscht die brennende Küche einer Familie (Vater, Mutter, Max) und rettet in einer dramatischen Aktion die Katze vom Dach ("Komm her, kleine Katze, alles wird gut.") Kam in gebrauchtem Zustand zu uns, der Knopf überlebte ca. 1 Woche, genauso lange hielt sich auch das Interesse.
Mama: langweilig
Kind: langweilig
"Erstes Lernen. Fahrzeuge". Dorling Kindersley 2009, China.
Hier "finden Kinder viele beliebte Fahrzeuge, die sie betrachten, suchen und benennen können", so der Klappentext. Diesmal keine Zeichnungen, sondern Fotos. Und auch keine Handlung, sondern nach Themen gegliederte Doppelseiten: Spielzeug, Autos, Räder, Lastwagen, Bagger und Laster, Baufahrzeuge, In der Luft, Zu Hilfe!, Auf dem Land, Auf dem Wasser, Auf den Schienen, Riesenfahrzeuge.
Dieses Buch leidet an einer mangelhaften Übersetzung – bei einem Bilderbuch ist das schon eine besondere Leistung. Nur eklatante Fälle wie das Polizeiauto wurden der deutschen Leserschaft angepasst, die abgebildeten Zugtypen darf man hingegen auf Gleisen in Deutschland vergeblich suchen, auch das Feuerwehrauto und die abgebildeten Lastwagen sieht man eher selten auf deutschen Straßen. Ob die gelegentlichen falschen Beschriftungen auch nur ein Manko der deutschen Ausgabe sind? Jedenfalls ist Vorsicht geboten beim Vorlesen, soll das Kind nicht auf Jahre hinaus Lader für Bagger halten. Daher ist das Urteil der Rezensenten diesmal gespalten:
Mama: Stirnrunzeln.
Kind: auch nach dem Zerfall in drei Buchteile immer noch eine beliebte Leküre, vor allem die Seite mit den Traktoren
"Alles, was Räder hat". Illustration: Monika Neubacher-Fesser, Text: Susanne Gernhäuser, Ravensburger 2007. Altersempfehlung 18-24 Monate
Auf fünf Doppelseiten werden Feuerwehr, Bagger, Müllabfuhr, Laster und Radlader, sowie Traktor gefeatured und überall gibt es was zum Schieben, Drehen oder Klappen. Die Texte sind nicht so schlimm, die Redakteurin möchte nur gelegentlich ein unnötiges Passiv anstreichen ("Heute kommt die Müllabfuhr. Mit lauten Geklapper werden die Mülltonnen in das Müllauto gekippt. Alle Kinder schauen zu."). Das Tolle an diesem Buch: Es ist wirklich solide gearbeitet und die Special Effects überleben die Bedienung durch Kinderhände jetzt schon über ein Jahr.
Mama: Als erstes Fahrzeugbuch ab ca. 1 Jahr zu empfehlen
Kind: Ja genau!
"Mein allerschönstes Autobuch" von Richard Scarry. Delphin-Verlag, 1979
Dieses Buch gibt es unverständlicherweise nur noch antiquarisch (Preis je nach Zustand 25 bis 90 Euro) oder in der englischen Originalfassung. Kam in bereits zerlesenem Zustand zu uns und hat seither schwer gelitten. Tja, wie beschreibt man die Faszination, die von diesem Buch ausgeht? Es ist subversiv. Es ist surreal. Es ist alles, was die braven und spießigen Tütenschubladenfertigfahrzeugbücher nicht sind. Es hat eine Rahmenhandlung (Familie Grunz macht einen Ausflug ans Mehr) und viele kleine Nebenhandlungen. Dingo, der Schrecken der Verkehrspolizisten fährt Parkuhren um und liefert sich über zig Buchseiten ein wildes Wettrennen mit Tessa, der Verkehrspolizistin. Benno fährt seinen Traktor in den Teich. Die Affen fahren im Bananomobil. Es gibt ausgekommene Dampfwalzen, Feuerwehrgroßeinsätze, Massenkarambolagen, fliegende Fische.
Mama: Als zweites Fahrzeugbuch ab ca. 2 Jahren zu empfehlen.
Kind: "Autobuch lesen". "Autobuch leeeeeseeeen". "AUTOBUCH LESEN!!1"
Wer sich durch die Kinderbuchabteilung einer großen Buchhandlung wühlt, wird schnell bemerken, dass sich die meisten Kinderbücher für die Allerkleinsten ziemlich leicht schubladisieren lassen. Da gibt es die Schublade "Bauernhof" mit anhängendem Viechzeux, "Fahrzeuge", dazu etliche Spezialabhandlungen wie "Auf der Baustelle", "Bei der Feuerwehr" und "Bei der Polizei". Dann noch Tiere allgemein und für die etwas älteren noch Bücher über Lebenssituationen ("Im Kindergarten", "Im Krankenhaus", "Hansi bekommt ein Schwesterchen").
Ein weitere Kategorisierungsmöglichkeit bilden die eingebauten Special Effects: Schieber, Klappen, "Fühlbücher", Lautsprecher, Räder, Magnete oder Puzzleteile usw.
Wer also mit der Intention den Laden betritt, ein fahrzeugbegeistertes Kind mit einem Fahrzeugbuch zu beglücken, dem bietet sich eine riesige Auswahl. Und wer den Laden mit einem Werk wieder verlassen will, das tatsächlich fasziniert, tut gut daran, a) das in Frage kommende Werk tatsächlich zu lesen, b) es auf Kohärenz und inhaltliche Richtigkeit zu überprüfen und c) sich zu überlegen, nach wie vielen Abenden wiederholten Vorlesens man es schreiend an die Wand wirft.
Beginnen wir mit den Büchern der Bodenklasse (das sind die, die nur aus dem Bücherregal gezogen werden und auf dem Boden landen, weil sie auf der Suche nach DEM BUCH im Weg sind):

"Tuk, tuk, macht der Traktor hier, auf dem Felde um halb vier."
"Wer ist da unterwegs" von Klaus Bliesener, Coppenrath 2009, China.
Vier Doppelseiten, Rennauto auf dem Titel, Hubschrauber, Feuerwehr, Traktor, Schiff, je mit Schieber zum Herausziehen.
Dieses Werk besticht durch seine poetische Qualität. So ist jede der arg simplen Zeichnungen mit eingängigen Versen beschriftet: "Tuk, tuk, macht der Traktor hier, auf dem Felde um halb vier." und "Feuerwehrmann Siggi rennt, denn ein Autohänger brennt."
Mama: weigert sich vorzulesen.
Kind: kann den gezeichneten Fantasietraktor keiner bekannten Marke zuordnen. langweilig.
"Die Feuerwehr", ein tönendes Bilderbuch. von Irene Mohr, Schwager & Steinlein Verlag.
Als besonderes Gimmick bringt dieses Buch einen Lautsprecher mit, der auf Knopfdruck Feuerwehrgeräusche produziert. Dieses Buch besitzt eine Handlung! Die Feuerwehr rückt aus, löscht die brennende Küche einer Familie (Vater, Mutter, Max) und rettet in einer dramatischen Aktion die Katze vom Dach ("Komm her, kleine Katze, alles wird gut.") Kam in gebrauchtem Zustand zu uns, der Knopf überlebte ca. 1 Woche, genauso lange hielt sich auch das Interesse.
Mama: langweilig
Kind: langweilig
"Erstes Lernen. Fahrzeuge". Dorling Kindersley 2009, China.
Hier "finden Kinder viele beliebte Fahrzeuge, die sie betrachten, suchen und benennen können", so der Klappentext. Diesmal keine Zeichnungen, sondern Fotos. Und auch keine Handlung, sondern nach Themen gegliederte Doppelseiten: Spielzeug, Autos, Räder, Lastwagen, Bagger und Laster, Baufahrzeuge, In der Luft, Zu Hilfe!, Auf dem Land, Auf dem Wasser, Auf den Schienen, Riesenfahrzeuge.
Dieses Buch leidet an einer mangelhaften Übersetzung – bei einem Bilderbuch ist das schon eine besondere Leistung. Nur eklatante Fälle wie das Polizeiauto wurden der deutschen Leserschaft angepasst, die abgebildeten Zugtypen darf man hingegen auf Gleisen in Deutschland vergeblich suchen, auch das Feuerwehrauto und die abgebildeten Lastwagen sieht man eher selten auf deutschen Straßen. Ob die gelegentlichen falschen Beschriftungen auch nur ein Manko der deutschen Ausgabe sind? Jedenfalls ist Vorsicht geboten beim Vorlesen, soll das Kind nicht auf Jahre hinaus Lader für Bagger halten. Daher ist das Urteil der Rezensenten diesmal gespalten:
Mama: Stirnrunzeln.
Kind: auch nach dem Zerfall in drei Buchteile immer noch eine beliebte Leküre, vor allem die Seite mit den Traktoren
"Alles, was Räder hat". Illustration: Monika Neubacher-Fesser, Text: Susanne Gernhäuser, Ravensburger 2007. Altersempfehlung 18-24 Monate
Auf fünf Doppelseiten werden Feuerwehr, Bagger, Müllabfuhr, Laster und Radlader, sowie Traktor gefeatured und überall gibt es was zum Schieben, Drehen oder Klappen. Die Texte sind nicht so schlimm, die Redakteurin möchte nur gelegentlich ein unnötiges Passiv anstreichen ("Heute kommt die Müllabfuhr. Mit lauten Geklapper werden die Mülltonnen in das Müllauto gekippt. Alle Kinder schauen zu."). Das Tolle an diesem Buch: Es ist wirklich solide gearbeitet und die Special Effects überleben die Bedienung durch Kinderhände jetzt schon über ein Jahr.
Mama: Als erstes Fahrzeugbuch ab ca. 1 Jahr zu empfehlen
Kind: Ja genau!
"Mein allerschönstes Autobuch" von Richard Scarry. Delphin-Verlag, 1979
Dieses Buch gibt es unverständlicherweise nur noch antiquarisch (Preis je nach Zustand 25 bis 90 Euro) oder in der englischen Originalfassung. Kam in bereits zerlesenem Zustand zu uns und hat seither schwer gelitten. Tja, wie beschreibt man die Faszination, die von diesem Buch ausgeht? Es ist subversiv. Es ist surreal. Es ist alles, was die braven und spießigen Tütenschubladenfertigfahrzeugbücher nicht sind. Es hat eine Rahmenhandlung (Familie Grunz macht einen Ausflug ans Mehr) und viele kleine Nebenhandlungen. Dingo, der Schrecken der Verkehrspolizisten fährt Parkuhren um und liefert sich über zig Buchseiten ein wildes Wettrennen mit Tessa, der Verkehrspolizistin. Benno fährt seinen Traktor in den Teich. Die Affen fahren im Bananomobil. Es gibt ausgekommene Dampfwalzen, Feuerwehrgroßeinsätze, Massenkarambolagen, fliegende Fische.
Mama: Als zweites Fahrzeugbuch ab ca. 2 Jahren zu empfehlen.
Kind: "Autobuch lesen". "Autobuch leeeeeseeeen". "AUTOBUCH LESEN!!1"
Artikel soll ich schreiben, meint Southpark. Dann bereichern wir dieses intellektülle Blog doch mal durch eine Bücherrezension, Thema heute: "Fahrzeuge".
Wer sich durch die Kinderbuchabteilung einer großen Buchhandlung wühlt, wird schnell bemerken, dass sich die meisten Kinderbücher für die Allerkleinsten ziemlich leicht schubladisieren lassen. Da gibt es die Schublade "Bauernhof" mit anhängendem Viechzeux, "Fahrzeuge", dazu etliche Spezialabhandlungen wie "Auf der Baustelle", "Bei der Feuerwehr" und "Bei der Polizei". Dann noch Tiere allgemein und für die etwas älteren noch Bücher über Lebenssituationen ("Im Kindergarten", "Im Krankenhaus", "Hansi bekommt ein Schwesterchen").
Ein weitere Kategorisierungsmöglichkeit bilden die eingebauten Special Effects: Schieber, Klappen, "Fühlbücher", Lautsprecher, Räder, Magnete oder Puzzleteile usw.
Wer also mit der Intention den Laden betritt, ein fahrzeugbegeistertes Kind mit einem Fahrzeugbuch zu beglücken, dem bietet sich eine riesige Auswahl. Und wer den Laden mit einem Werk wieder verlassen will, das tatsächlich fasziniert, tut gut daran, a) das in Frage kommende Werk tatsächlich zu lesen, b) es auf Kohärenz und inhaltliche Richtigkeit zu überprüfen und c) sich zu überlegen, nach wie vielen Abenden wiederholten Vorlesens man es schreiend an die Wand wirft.
Beginnen wir mit den Büchern der Bodenklasse (das sind die, die nur aus dem Bücherregal gezogen werden und auf dem Boden landen, weil sie auf der Suche nach DEM BUCH im Weg sind):

"Tuk, tuk, macht der Traktor hier, auf dem Felde um halb vier."
"Wer ist da unterwegs" von Klaus Bliesener, Coppenrath 2009, China.
Vier Doppelseiten, Rennauto auf dem Titel, Hubschrauber, Feuerwehr, Traktor, Schiff, je mit Schieber zum Herausziehen.
Dieses Werk besticht durch seine poetische Qualität. So ist jede der arg simplen Zeichnungen mit eingängigen Versen beschriftet: "Tuk, tuk, macht der Traktor hier, auf dem Felde um halb vier." und "Feuerwehrmann Siggi rennt, denn ein Autohänger brennt."
Mama: weigert sich vorzulesen.
Kind: kann den gezeichneten Fantasietraktor keiner bekannten Marke zuordnen. langweilig.
"Die Feuerwehr", ein tönendes Bilderbuch. von Irene Mohr, Schwager & Steinlein Verlag.
Als besonderes Gimmick bringt dieses Buch einen Lautsprecher mit, der auf Knopfdruck Feuerwehrgeräusche produziert. Dieses Buch besitzt eine Handlung! Die Feuerwehr rückt aus, löscht die brennende Küche einer Familie (Vater, Mutter, Max) und rettet in einer dramatischen Aktion die Katze vom Dach ("Komm her, kleine Katze, alles wird gut.") Kam in gebrauchtem Zustand zu uns, der Knopf überlebte ca. 1 Woche, genauso lange hielt sich auch das Interesse.
Mama: langweilig
Kind: langweilig
"Erstes Lernen. Fahrzeuge". Dorling Kindersley 2009, China.
Hier "finden Kinder viele beliebte Fahrzeuge, die sie betrachten, suchen und benennen können", so der Klappentext. Diesmal keine Zeichnungen, sondern Fotos. Und auch keine Handlung, sondern nach Themen gegliederte Doppelseiten: Spielzeug, Autos, Räder, Lastwagen, Bagger und Laster, Baufahrzeuge, In der Luft, Zu Hilfe!, Auf dem Land, Auf dem Wasser, Auf den Schienen, Riesenfahrzeuge.
Dieses Buch leidet an einer mangelhaften Übersetzung – bei einem Bilderbuch ist das schon eine besondere Leistung. Nur eklatante Fälle wie das Polizeiauto wurden der deutschen Leserschaft angepasst, die abgebildeten Zugtypen darf man hingegen auf Gleisen in Deutschland vergeblich suchen, auch das Feuerwehrauto und die abgebildeten Lastwagen sieht man eher selten auf deutschen Straßen. Ob die gelegentlichen falschen Beschriftungen auch nur ein Manko der deutschen Ausgabe sind? Jedenfalls ist Vorsicht geboten beim Vorlesen, soll das Kind nicht auf Jahre hinaus Lader für Bagger halten. Daher ist das Urteil der Rezensenten diesmal gespalten:
Mama: Stirnrunzeln.
Kind: auch nach dem Zerfall in drei Buchteile immer noch eine beliebte Leküre, vor allem die Seite mit den Traktoren
"Alles, was Räder hat". Illustration: Monika Neubacher-Fesser, Text: Susanne Gernhäuser, Ravensburger 2007. Altersempfehlung 18-24 Monate
Auf fünf Doppelseiten werden Feuerwehr, Bagger, Müllabfuhr, Laster und Radlader, sowie Traktor gefeatured und überall gibt es was zum Schieben, Drehen oder Klappen. Die Texte sind nicht so schlimm, die Redakteurin möchte nur gelegentlich ein unnötiges Passiv anstreichen ("Heute kommt die Müllabfuhr. Mit lauten Geklapper werden die Mülltonnen in das Müllauto gekippt. Alle Kinder schauen zu."). Das Tolle an diesem Buch: Es ist wirklich solide gearbeitet und die Special Effects überleben die Bedienung durch Kinderhände jetzt schon über ein Jahr.
Mama: Als erstes Fahrzeugbuch ab ca. 1 Jahr zu empfehlen
Kind: Ja genau!
"Mein allerschönstes Autobuch" von Richard Scarry. Delphin-Verlag, 1979
Dieses Buch gibt es unverständlicherweise nur noch antiquarisch (Preis je nach Zustand 25 bis 90 Euro) oder in der englischen Originalfassung. Kam in bereits zerlesenem Zustand zu uns und hat seither schwer gelitten. Tja, wie beschreibt man die Faszination, die von diesem Buch ausgeht? Es ist subversiv. Es ist surreal. Es ist alles, was die braven und spießigen Tütenschubladenfertigfahrzeugbücher nicht sind. Es hat eine Rahmenhandlung (Familie Grunz macht einen Ausflug ans Mehr) und viele kleine Nebenhandlungen. Dingo, der Schrecken der Verkehrspolizisten fährt Parkuhren um und liefert sich über zig Buchseiten ein wildes Wettrennen mit Tessa, der Verkehrspolizistin. Benno fährt seinen Traktor in den Teich. Die Affen fahren im Bananomobil. Es gibt ausgekommene Dampfwalzen, Feuerwehrgroßeinsätze, Massenkarambolagen, fliegende Fische.
Mama: Als zweites Fahrzeugbuch ab ca. 2 Jahren zu empfehlen.
Kind: "Autobuch lesen". "Autobuch leeeeeseeeen". "AUTOBUCH LESEN!!1"
Wer sich durch die Kinderbuchabteilung einer großen Buchhandlung wühlt, wird schnell bemerken, dass sich die meisten Kinderbücher für die Allerkleinsten ziemlich leicht schubladisieren lassen. Da gibt es die Schublade "Bauernhof" mit anhängendem Viechzeux, "Fahrzeuge", dazu etliche Spezialabhandlungen wie "Auf der Baustelle", "Bei der Feuerwehr" und "Bei der Polizei". Dann noch Tiere allgemein und für die etwas älteren noch Bücher über Lebenssituationen ("Im Kindergarten", "Im Krankenhaus", "Hansi bekommt ein Schwesterchen").
Ein weitere Kategorisierungsmöglichkeit bilden die eingebauten Special Effects: Schieber, Klappen, "Fühlbücher", Lautsprecher, Räder, Magnete oder Puzzleteile usw.
Wer also mit der Intention den Laden betritt, ein fahrzeugbegeistertes Kind mit einem Fahrzeugbuch zu beglücken, dem bietet sich eine riesige Auswahl. Und wer den Laden mit einem Werk wieder verlassen will, das tatsächlich fasziniert, tut gut daran, a) das in Frage kommende Werk tatsächlich zu lesen, b) es auf Kohärenz und inhaltliche Richtigkeit zu überprüfen und c) sich zu überlegen, nach wie vielen Abenden wiederholten Vorlesens man es schreiend an die Wand wirft.
Beginnen wir mit den Büchern der Bodenklasse (das sind die, die nur aus dem Bücherregal gezogen werden und auf dem Boden landen, weil sie auf der Suche nach DEM BUCH im Weg sind):

"Tuk, tuk, macht der Traktor hier, auf dem Felde um halb vier."
"Wer ist da unterwegs" von Klaus Bliesener, Coppenrath 2009, China.
Vier Doppelseiten, Rennauto auf dem Titel, Hubschrauber, Feuerwehr, Traktor, Schiff, je mit Schieber zum Herausziehen.
Dieses Werk besticht durch seine poetische Qualität. So ist jede der arg simplen Zeichnungen mit eingängigen Versen beschriftet: "Tuk, tuk, macht der Traktor hier, auf dem Felde um halb vier." und "Feuerwehrmann Siggi rennt, denn ein Autohänger brennt."
Mama: weigert sich vorzulesen.
Kind: kann den gezeichneten Fantasietraktor keiner bekannten Marke zuordnen. langweilig.
"Die Feuerwehr", ein tönendes Bilderbuch. von Irene Mohr, Schwager & Steinlein Verlag.
Als besonderes Gimmick bringt dieses Buch einen Lautsprecher mit, der auf Knopfdruck Feuerwehrgeräusche produziert. Dieses Buch besitzt eine Handlung! Die Feuerwehr rückt aus, löscht die brennende Küche einer Familie (Vater, Mutter, Max) und rettet in einer dramatischen Aktion die Katze vom Dach ("Komm her, kleine Katze, alles wird gut.") Kam in gebrauchtem Zustand zu uns, der Knopf überlebte ca. 1 Woche, genauso lange hielt sich auch das Interesse.
Mama: langweilig
Kind: langweilig
"Erstes Lernen. Fahrzeuge". Dorling Kindersley 2009, China.
Hier "finden Kinder viele beliebte Fahrzeuge, die sie betrachten, suchen und benennen können", so der Klappentext. Diesmal keine Zeichnungen, sondern Fotos. Und auch keine Handlung, sondern nach Themen gegliederte Doppelseiten: Spielzeug, Autos, Räder, Lastwagen, Bagger und Laster, Baufahrzeuge, In der Luft, Zu Hilfe!, Auf dem Land, Auf dem Wasser, Auf den Schienen, Riesenfahrzeuge.
Dieses Buch leidet an einer mangelhaften Übersetzung – bei einem Bilderbuch ist das schon eine besondere Leistung. Nur eklatante Fälle wie das Polizeiauto wurden der deutschen Leserschaft angepasst, die abgebildeten Zugtypen darf man hingegen auf Gleisen in Deutschland vergeblich suchen, auch das Feuerwehrauto und die abgebildeten Lastwagen sieht man eher selten auf deutschen Straßen. Ob die gelegentlichen falschen Beschriftungen auch nur ein Manko der deutschen Ausgabe sind? Jedenfalls ist Vorsicht geboten beim Vorlesen, soll das Kind nicht auf Jahre hinaus Lader für Bagger halten. Daher ist das Urteil der Rezensenten diesmal gespalten:
Mama: Stirnrunzeln.
Kind: auch nach dem Zerfall in drei Buchteile immer noch eine beliebte Leküre, vor allem die Seite mit den Traktoren
"Alles, was Räder hat". Illustration: Monika Neubacher-Fesser, Text: Susanne Gernhäuser, Ravensburger 2007. Altersempfehlung 18-24 Monate
Auf fünf Doppelseiten werden Feuerwehr, Bagger, Müllabfuhr, Laster und Radlader, sowie Traktor gefeatured und überall gibt es was zum Schieben, Drehen oder Klappen. Die Texte sind nicht so schlimm, die Redakteurin möchte nur gelegentlich ein unnötiges Passiv anstreichen ("Heute kommt die Müllabfuhr. Mit lauten Geklapper werden die Mülltonnen in das Müllauto gekippt. Alle Kinder schauen zu."). Das Tolle an diesem Buch: Es ist wirklich solide gearbeitet und die Special Effects überleben die Bedienung durch Kinderhände jetzt schon über ein Jahr.
Mama: Als erstes Fahrzeugbuch ab ca. 1 Jahr zu empfehlen
Kind: Ja genau!
"Mein allerschönstes Autobuch" von Richard Scarry. Delphin-Verlag, 1979
Dieses Buch gibt es unverständlicherweise nur noch antiquarisch (Preis je nach Zustand 25 bis 90 Euro) oder in der englischen Originalfassung. Kam in bereits zerlesenem Zustand zu uns und hat seither schwer gelitten. Tja, wie beschreibt man die Faszination, die von diesem Buch ausgeht? Es ist subversiv. Es ist surreal. Es ist alles, was die braven und spießigen Tütenschubladenfertigfahrzeugbücher nicht sind. Es hat eine Rahmenhandlung (Familie Grunz macht einen Ausflug ans Mehr) und viele kleine Nebenhandlungen. Dingo, der Schrecken der Verkehrspolizisten fährt Parkuhren um und liefert sich über zig Buchseiten ein wildes Wettrennen mit Tessa, der Verkehrspolizistin. Benno fährt seinen Traktor in den Teich. Die Affen fahren im Bananomobil. Es gibt ausgekommene Dampfwalzen, Feuerwehrgroßeinsätze, Massenkarambolagen, fliegende Fische.
Mama: Als zweites Fahrzeugbuch ab ca. 2 Jahren zu empfehlen.
Kind: "Autobuch lesen". "Autobuch leeeeeseeeen". "AUTOBUCH LESEN!!1"
Von Traktoren und anderen Fahrzeugen
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Darum mag ich Berlin (III)
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Berlin,
Fledermäuse,
Fotos
Imagine a rant
Angesichts der Meldung:
Studie: Clips bei YouTube fördern Rauchen bei jungen Leuten
fühle ich mich zum echauffieren animiert. Leider humple ich grad eh in Hektik mit einer Oberschenkelzerrung oder Knieentzündung oder whatever durch die Wohnung, und bin froh, wenn ich noch die Geschirrhandtücher vom Wäscheständer kriege, bevor ich hier wegkomme. Im Rant kommen die Begriffe Zensur, Juli Zeh, Klassenkampf von Oben und Würde vor. Ich würde näher über den Kulturkampf elaborieren, der versucht unter dem Gesundheitsanspruch Kultur, Lebensäußerungen und Spaß um des Spaßes Willen zu bekämpfen. Vielleicht käme noch ein Exkurs auf die preußischen Versuche das Kaffeetrinken zu verbieten. Nicht zu vergessen wäre mein Hinweis auf die überalterte Gesellschaft, die versucht alles abzuschaffen, was irgendjemand stören könnte. Nur kein Spaß um des Spaßes Willen. Nur keine Aufregung. Nicht, dass die Jugend ausversehen eigene Erfahrungen sammelt.
Studie: Clips bei YouTube fördern Rauchen bei jungen Leuten
fühle ich mich zum echauffieren animiert. Leider humple ich grad eh in Hektik mit einer Oberschenkelzerrung oder Knieentzündung oder whatever durch die Wohnung, und bin froh, wenn ich noch die Geschirrhandtücher vom Wäscheständer kriege, bevor ich hier wegkomme. Im Rant kommen die Begriffe Zensur, Juli Zeh, Klassenkampf von Oben und Würde vor. Ich würde näher über den Kulturkampf elaborieren, der versucht unter dem Gesundheitsanspruch Kultur, Lebensäußerungen und Spaß um des Spaßes Willen zu bekämpfen. Vielleicht käme noch ein Exkurs auf die preußischen Versuche das Kaffeetrinken zu verbieten. Nicht zu vergessen wäre mein Hinweis auf die überalterte Gesellschaft, die versucht alles abzuschaffen, was irgendjemand stören könnte. Nur kein Spaß um des Spaßes Willen. Nur keine Aufregung. Nicht, dass die Jugend ausversehen eigene Erfahrungen sammelt.
Angesichts der Meldung:
Studie: Clips bei YouTube fördern Rauchen bei jungen Leuten
fühle ich mich zum echauffieren animiert. Leider humple ich grad eh in Hektik mit einer Oberschenkelzerrung oder Knieentzündung oder whatever durch die Wohnung, und bin froh, wenn ich noch die Geschirrhandtücher vom Wäscheständer kriege, bevor ich hier wegkomme. Im Rant kommen die Begriffe Zensur, Juli Zeh, Klassenkampf von Oben und Würde vor. Ich würde näher über den Kulturkampf elaborieren, der versucht unter dem Gesundheitsanspruch Kultur, Lebensäußerungen und Spaß um des Spaßes Willen zu bekämpfen. Vielleicht käme noch ein Exkurs auf die preußischen Versuche das Kaffeetrinken zu verbieten. Nicht zu vergessen wäre mein Hinweis auf die überalterte Gesellschaft, die versucht alles abzuschaffen, was irgendjemand stören könnte. Nur kein Spaß um des Spaßes Willen. Nur keine Aufregung. Nicht, dass die Jugend ausversehen eigene Erfahrungen sammelt.
Studie: Clips bei YouTube fördern Rauchen bei jungen Leuten
fühle ich mich zum echauffieren animiert. Leider humple ich grad eh in Hektik mit einer Oberschenkelzerrung oder Knieentzündung oder whatever durch die Wohnung, und bin froh, wenn ich noch die Geschirrhandtücher vom Wäscheständer kriege, bevor ich hier wegkomme. Im Rant kommen die Begriffe Zensur, Juli Zeh, Klassenkampf von Oben und Würde vor. Ich würde näher über den Kulturkampf elaborieren, der versucht unter dem Gesundheitsanspruch Kultur, Lebensäußerungen und Spaß um des Spaßes Willen zu bekämpfen. Vielleicht käme noch ein Exkurs auf die preußischen Versuche das Kaffeetrinken zu verbieten. Nicht zu vergessen wäre mein Hinweis auf die überalterte Gesellschaft, die versucht alles abzuschaffen, was irgendjemand stören könnte. Nur kein Spaß um des Spaßes Willen. Nur keine Aufregung. Nicht, dass die Jugend ausversehen eigene Erfahrungen sammelt.
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Dienstag, 24. August 2010
FAZ muss bessere Korrekturen schreiben
Die Frankfurter Allgemeine hat es tatsächlich über sich gebracht, nach nur fünf Tagen ihren eher unsäglichen Wikipedia-Artikel öffentlich zu korrigieren.
Auf zehn Zeilen bedauert die Redaktion einen Übersetzungsfehler, nur um gleich eine neue Aussage einzubauen. Die Redaktion schreibt:
Wie nun jeder halbwegs Wikipedia-Interessierte wissen könnte, kann man sich bei Wikipedia gar nicht abmelden. Die als richtig gekennzeichnete Aussage ist also unmöglich. Wenn man dann bei Newsweek nachschaut steht da auch:
Oder auf deutsch: "es scheint so, als würden mehr Leute aufhören denn anfangen." Zugegeben, wären wir beim Schiffe versenken, würde die FAZ das Schiff nur noch um ein Feld verfehlen. Aber dennoch ist unverbindliches Aufhören etwas anderes als verbindliches Abmelden. Die Gewissheit der FAZ-Korrektur etwas anderes als die Anscheinsvermutung der Newsweek. Spätestens bei der Korrektur würde ich doch erwarten, dass sich die Zeitung etwas Mühe gibt.
Liebe Frankfurter Allgemeine. Ist es denn so schwer, jemanden aufzutreiben, dessen Englisch ausreicht, um einen Newsweek-Artikel inhaltlich erfassen zu können?
Auf zehn Zeilen bedauert die Redaktion einen Übersetzungsfehler, nur um gleich eine neue Aussage einzubauen. Die Redaktion schreibt:
[...] haben wir das Magazin "Newsweek" mit der Aussage zitiert, zum ersten mal in der Geschichte von Wikipedia seien mehr Artikel gelöscht als geschrieben worden. Richtig muss es heißen, dass sich erstmals seit Bestehen mehr Wikipedia-Autoren abmelden als neue hinzukommen. Wir bedauern das Versehen.
Wie nun jeder halbwegs Wikipedia-Interessierte wissen könnte, kann man sich bei Wikipedia gar nicht abmelden. Die als richtig gekennzeichnete Aussage ist also unmöglich. Wenn man dann bei Newsweek nachschaut steht da auch:
For the first time, more contributors appeared to be dropping out than joining up.
Oder auf deutsch: "es scheint so, als würden mehr Leute aufhören denn anfangen." Zugegeben, wären wir beim Schiffe versenken, würde die FAZ das Schiff nur noch um ein Feld verfehlen. Aber dennoch ist unverbindliches Aufhören etwas anderes als verbindliches Abmelden. Die Gewissheit der FAZ-Korrektur etwas anderes als die Anscheinsvermutung der Newsweek. Spätestens bei der Korrektur würde ich doch erwarten, dass sich die Zeitung etwas Mühe gibt.
Liebe Frankfurter Allgemeine. Ist es denn so schwer, jemanden aufzutreiben, dessen Englisch ausreicht, um einen Newsweek-Artikel inhaltlich erfassen zu können?
Die Frankfurter Allgemeine hat es tatsächlich über sich gebracht, nach nur fünf Tagen ihren eher unsäglichen Wikipedia-Artikel öffentlich zu korrigieren.
Auf zehn Zeilen bedauert die Redaktion einen Übersetzungsfehler, nur um gleich eine neue Aussage einzubauen. Die Redaktion schreibt:
Wie nun jeder halbwegs Wikipedia-Interessierte wissen könnte, kann man sich bei Wikipedia gar nicht abmelden. Die als richtig gekennzeichnete Aussage ist also unmöglich. Wenn man dann bei Newsweek nachschaut steht da auch:
Oder auf deutsch: "es scheint so, als würden mehr Leute aufhören denn anfangen." Zugegeben, wären wir beim Schiffe versenken, würde die FAZ das Schiff nur noch um ein Feld verfehlen. Aber dennoch ist unverbindliches Aufhören etwas anderes als verbindliches Abmelden. Die Gewissheit der FAZ-Korrektur etwas anderes als die Anscheinsvermutung der Newsweek. Spätestens bei der Korrektur würde ich doch erwarten, dass sich die Zeitung etwas Mühe gibt.
Liebe Frankfurter Allgemeine. Ist es denn so schwer, jemanden aufzutreiben, dessen Englisch ausreicht, um einen Newsweek-Artikel inhaltlich erfassen zu können?
Auf zehn Zeilen bedauert die Redaktion einen Übersetzungsfehler, nur um gleich eine neue Aussage einzubauen. Die Redaktion schreibt:
[...] haben wir das Magazin "Newsweek" mit der Aussage zitiert, zum ersten mal in der Geschichte von Wikipedia seien mehr Artikel gelöscht als geschrieben worden. Richtig muss es heißen, dass sich erstmals seit Bestehen mehr Wikipedia-Autoren abmelden als neue hinzukommen. Wir bedauern das Versehen.
Wie nun jeder halbwegs Wikipedia-Interessierte wissen könnte, kann man sich bei Wikipedia gar nicht abmelden. Die als richtig gekennzeichnete Aussage ist also unmöglich. Wenn man dann bei Newsweek nachschaut steht da auch:
For the first time, more contributors appeared to be dropping out than joining up.
Oder auf deutsch: "es scheint so, als würden mehr Leute aufhören denn anfangen." Zugegeben, wären wir beim Schiffe versenken, würde die FAZ das Schiff nur noch um ein Feld verfehlen. Aber dennoch ist unverbindliches Aufhören etwas anderes als verbindliches Abmelden. Die Gewissheit der FAZ-Korrektur etwas anderes als die Anscheinsvermutung der Newsweek. Spätestens bei der Korrektur würde ich doch erwarten, dass sich die Zeitung etwas Mühe gibt.
Liebe Frankfurter Allgemeine. Ist es denn so schwer, jemanden aufzutreiben, dessen Englisch ausreicht, um einen Newsweek-Artikel inhaltlich erfassen zu können?
FAZ muss bessere Korrekturen schreiben
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elian und snotty müssen hier artikel schreiben
Echt jetzt! Meint Ihr beide, dass ist nur so ein Dekojob, hier oben in der Autorenliste zu stehen? Kaum hab ich mal vier Tage keine Zeit, da beginnt sich Pioniervegetation anzusiedeln und Löwenzahn sprießt durch das sorgsam gelegte Betonfundament. Pffffz.
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