Dienstag, 12. Oktober 2010

Und dann machen wir im Wohnzimmer morgen Abend lizensierte Kunst. Beuys kommt auch vor.

Die Financial Times hat ein spannendes Stück "Performance art in the marketplace", in dem es um die Abstrahierung und Verrechtlichung der Performance Art geht. Um es mal kurz und entstellend zusammenzufassen:

At what point did acquiring performance art switch from owning objects associated with the actions, such as videos and photographs, to possessing the “idea” behind the piece?


Während der ursprüngliche Handel mit Performance Art sich auf materielle Gegenstände bezog, handelt man jetzt mit der Idee. Wobei noch vieles unklar ist: wieviele Leute werden die Szene dann zuhause nachstellen? Kann man es anderen verbieten? Kann man Performance Art ähnlich wie eine Choreographie oder ein musikalisches Werk andauernd neuinterpretieren? Werden die oft antikapitalistischen Performancekünstler der 1970er ihre Werke nachträglich Urheberrechtsschutz durchsetzen wollen? Und wie geht die Saga mit der Beuys-Witwe weiter? Spannendes Rechts/Politik/Kunst-Feld zur weiteren Beobachtung.

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