Donnerstag, 9. September 2010

Radfahrtipps Dithmarschen


Vor gut zwei Wochen habe ich ja schon mal versucht Euch alle drei Leser an meinem reichhaltigen Erfahrungsschatz teilhaben zu lassen, und ein paar Radfahrtipps für Berlin niedergeschrieben. Nun ist mir dabei aufgegangen, dass man zwar sowohl in Berlin als auch in Dithmarschen mit dem Fahrrad zahlreiche Touristen umkurven muss, dass sich die beiden Gegenden aber sonst im Verkehr eher wenig gleichen.

Während in Berlin beispielsweise die wichtige Frage ob der Verkehrsregeln ist: "Bremse ich an der Ampel jetzt zum fünften mal auf 400 Meter, steige halb ab, und fahre dann mühsam zum fünften mal wieder an, oder gehe ich das Minimalrisiko auf eine zerschmetterte Kniescheibe ein?", stellen sich in Dithmarschen eher grundsätzlichere Fragen: "Wenn jetzt in 1000 Meter Entfernung niemand ist, der es wahrnimmt, und die nächsten drei Stunden niemand kommt, den diese Verkehrsregeln betrifft, existiert die Verkehrsregel dann überhaupt noch?".

Die Radfahrtipps für Dithmarschen sehen dementsprechend deutlich anders aus:

* Keine Bäume und keine Berge bedeutet auch: kein Schatten nirgends. Und keine Unterstellmöglichkeit bei Hagel nirgends. Sonnencreme und Waschbetonbuswartehäuschen sind Deine Freunde.
* Auf der Seeseite vom Deich sind Touristenhorden, Schafherden, Schafköttel und Gegenwind. Auf der Landseite ist Windschutz und eine frischgeteerte ebene Boßelstrecke.
* Sechs Kilometer auf offenem Feld bei Windstärke 7 können anstrengend sein. Die Strecke nach Möglichkeit so legen, dass die sechs Kilometer am Anfang sind.
* Wenn der nächtliche Heimweg länger als 10 Kilometer ist: keine Haschkekse!

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