Freitag, 13. August 2010

Goldene Droschken fahren langsam (III)

So, die dritte und letzte Runde im Roundup zum Höffner-Buch. Ich muss zugeben bei genauerer Ansicht hat die Blogosphäre doch eher wenig Input gebracht und vor allem den Spiegel-Artikel paraphrasiert. Und nein liebe Blogs, die Erkenntnis des Buches ist zwar nicht alleine Lehrmeinung aber auch inhaltlich nicht übermäßig sensationell. Und nein, die Befürworter eines Leistungsschutzrechtes werden sich von einer historischen Studie auch nicht sonderlich beeindrucken lassen. (da schon eher von der aktuellen GRUR-Stellungnahme)

Der Buchmarkt hat die Studie zwar offensichtlich nicht gelesen, versucht sich aber trotzdem an einer Widerlegung. Die läuft darauf hinaus, dass die Studie nicht stimmen kann, weil Lenin 1905 in Deutschland für seine Bücher Urheberrecht beantragt hat.. ja. Netzpolitik.org hat immerhin sowohl den Verweis auf Hollywood als auch einen spannenden Podcast. Respekt.

Torsten Kleinz wiederum ist über denselben Punkt gestolpert wie ich. Bei einer Studie, die die Vorteile der billigen Volksausgabe anpreist darf man zumindest kurz innehalten, und sich über einen dreistelligen Preis wundern. Die Diskussion setzt sich dann spannend auf der Höffner-Seite selber fort. Wieder einmal muss ich sagen, dass Herr Höffner offensichtlich wirklich gut weiß wovon er redet.

Höhepunkt ist dann auch prompt das Interview mit Eckhard Höffner in telepolis. Martin Posselt beschränkt sich geschickterweise darauf eher als Stichwortgeber zu dienen und Höffner führt luzide aus, erklärt Hintergründe, erklärt eloquent was an seiner Studie neu ist und was nicht. Ganz allgemein erweckt er schon sehr den Eindruck, dass ich dieses Buch brauche und dass man ihn deutlich öfter zum Thema Urhberrecht und geistiges Eigentum befragen sollte.

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